02 April 2022

Stäbchentest an Kindern: Laborergebnis lässt Oberbürgermeisterin kalt

Westsachsen/Zwickau.-
 „Wenn's weh tut, muss es noch weiter rein!“. Diesen Spruch müssen sich Kinder in Zwickauer Schulen gefallen lassen, wenn sie auf Corona getestet werden. Während der Bürgerfragestunde zur Stadtratssitzung am Donnerstag machten sich mehrere Einwohner nicht nur zu diesem Thema Luft.
Nachdem die Westsächsische Zeitung über die monatelange Verweigerung der Bürgerfragestunde durch Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) berichtet hatte, sah sich die Zwickauer Stadtspitze diesmal offenbar gezwungen, eine solche Fragestunde wieder in die Tagesordnung aufzunehmen. Die erste Fragestellerin, eine ungeimpfte Pflegefachkraft, konfrontierte die Stadtspitze mit Hinweisen auf fehlende Qualitätsprüfungen, nicht ordnungsgemäße Etikettierung und abgelaufene Haltbarkeitsfristen bei den Medikamenten für die umstrittene Corona-Schutzimpfung. „Keiner haftet für Impfschäden, Folgeschäden oder Langzeitschäden durch eine Impfung“, so der Vorwurf, den sie mit Hinweis auf diverse außer Kraft gesetzter Paragrafen untermauerte. Constance Arndt unterbricht sie mehrmals. Das Thema scheint ihr äußerst unangenehm zu sein. Die Fragestellerin kommt auf den Punkt: „Wenn sich das medizinische Fachpersonal dieser Impfung nicht aussetzen will, wer gewährleistet dann die medizinische Grundversorgung in Zwickau?“. Die Antwort fällt erwartungsgemäß lapidar aus: „Wir sind nicht zuständig.“ Mit dieser Ausrede versucht man in Politikerkreisen regelmäßig die Verantwortung vom eigenen Schreibtisch weg zu schieben, meist ohne dem Hilfesuchenden einen Hinweis zu geben, wohin er sich wenden kann. Probleme sollen damit rotierend immer wieder verschoben, vertagt und verlegt werden, bis sie keine Bedeutung mehr haben. Das Gleiche gilt übrigens in der Justiz (WSZ berichtete mehrmals).
Weiterhin bewegte das gestörte Verhältnis der Zwickauer Stadtspitze zur hiesigen Einwohnerschaft die interessierten Bürger. Die Oberbürgermeisterin hatte zum Beispiel veranlasst, dass während der Montagsdemos im Rathaus das Licht ausgeschaltet wird. Dies sehen die Menschen als Missachtung der Meinung anders Denkender. Ein Fragesteller gab deshalb den Hinweis: „Ich erinnere daran, dass Sie für den Bürger da sind und nicht der Bürger für Sie“.
Brisant waren auch die Anfragen zweier Zwickauer Frauen hinsichtlich der ausufernden Testpflicht an den Zwickauer Schulen und die Verwendung von gesundheitsschädigenden Materialien zu deren Durchführung. Dazu wurden inzwischen Laboruntersuchungen durchgeführt. Der schockierende Befund: Belastet mit Ethylenoxid. Dabei handelt es sich um ein Pflanzenschutz- und Begasungsmittel, das zur Bekämpfung von Bakterien und Pilzen eingesetzt wird. Es kann das Erbgut verändern, Krebs erzeugen und ist in der Lebensmittelproduktion in Europa verboten. Die Laborergebnisse wurden an die beiden städtischen Schulen weiter geleitet und der Oberbürgermeisterin vorgelegt. Die Fragestellerin wollte nun wissen, wie die Stadt Zwickau darauf reagiert. Ob und wie man die Kinder in Zwickau zukünftig vor diesen Giftstoffen schützen kann.
Zunächst hilfloses Schulterzucken im Präsidium. Finanzbürgermeister Sebastian Lasch gab sich überrascht: „Davon höre ich das erste Mal. Wir testen uns auch regelmäßig und haben davon keine Beschwerden. Da es sich um Schulkinder handelt, müssten Sie sich wahrscheinlich an das LASUB wenden“ (Landesamt für Schule und Bildung). Auch auf die eigentlich naheliegende Frage, warum in Zwickauer Schulen keine sogenannten Spucktests Verwendung fänden, kam keine befriedigende Antwort. Zitiert wurde in diesem Zusammenhang die Aussage einer für solche Tests ungeschulten Lehrkraft, das Teststäbchen müsse „noch weiter rein“, nachdem es einigen Schulkindern bereits starke Schmerzen verursacht hatte. In der Vergangenheit wurden dadurch bereits zahlreiche Blutungen verursacht. Auch dazu wusste Arndt nichts zu sagen, verwies stattdessen an die zuständigen Stellen und verteidigte vehement die Durchführung der schmerzhaften Nasentests an den Zwickauer Schulkindern.
Ein Besucher der Stadtratssitzung fasste das Verhalten der OB am Donnerstag im Anschluss wie folgt zusammen: „Die Oberbürgermeisterin ist ihren Aussagen nach für nichts und niemanden zuständig, sobald sie eine konkrete Frage beantworten soll. Sie kann es aber nicht lassen, sich ständig mit ideologischen Themen wie Klima, Flüchtlinge, Impflicht und Kampf gegen rechts zu präsentieren. Das scheint ihr wichtiger zu sein, als das Wohl der Zwickauer Schulkinder“.
Fotos: TV Westsachsen

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