28 Februar 2022

Zwickauer Überklebungs-Affäre: Wer wünscht die Ast in den Knast?

Westsachsen/Zwickau.-
Unter dem Titel „Wut auf Gerichtsdirektorin: Die Ast gehört in den Knast!“ zitierten wir im Mai 2020 einige Leser, die sich mit diesem Wunsch an die WSZ wandten. Hintergrund ist die Zwickauer Überklebungs-Affäre.
Doch wer hat diese Forderung als erstes geäußert und warum gehört die Ast in den Knast? Dazu muss man folgendes wissen: Im Jahr 2012 wurde ein gültiger Rechtskraftvermerk durch Unbekannt mit einem weißen Blatt Papier überklebt (Foto oben). Keiner weiß, warum. Niemand will's gewesen sein. Fakt ist jedoch, dass diese Handlung eine strafbare ist. Der Berliner Rechtsanwalt Philipp Martens sagt: „Ich sehe hier den Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt.“ Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Im vorliegenden Fall wurde eindeutig eine Urkunde verfälscht. Die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast verweigert die Korrektur, macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Jetzt kommt Karl-Ernst Müller (Foto Mitte) ins Spiel. Der Vorsitzende des Vereins „Partnerschaft zur Ukraine e. V.“ sagt: „Die Ast gehört in den Knast!“. Mit dieser Meinung steht er keineswegs alleine da. Im Gegenteil. Immer mehr Leser der WSZ wie auch in Zwickau tätige Juristen beschweren sich über die Verhaltensweise der Amtsgerichtsdirektorin. Von Mobbing ist die Rede, Einflussnahme auf richterliche Entscheidungen in ihrem Einflussbereich und vieles mehr. Rechtsanwälte berichten, dass sie regelmäßig Kontrollanrufe von ihr erhalten. In einer rechtsstaatlichen, unabhängigen Justiz wäre dieses Verhalten eigentlich undenkbar.
Müller war in dieser Angelegenheit bereits 2020 bei Landgerichtsdirektor Dirk Eberhard Kirst. Er hatte ernsthaft vor, die Sache zur Sprache zu bringen, um eine Lösung herbeizuführen. Was er damals offensichtlich noch nicht wusste: Juristen decken sich immer gegenseitig. Statt dem Unrecht nachzugehen, erpresste Kirst den rührigen Vereinsvorsitzenden. Es könnte für seinen Verein von Nachteil sein, wenn er sich weiter in diesem Fall engagiere. Das war Karl-Ernst Müller dann doch zu heiß. Schließlich geht es bei seiner Arbeit um nichts weniger als die Rettung von Menschenleben in der Ukraine. Einen Vorschlag hatte er jedoch: „Es gibt eine starke AfD-Fraktion im Zwickauer Stadtrat. Soll die sich doch der Sache mal annehmen. Es gehört in die Öffentlichkeit, die ist dort gegeben. Immerhin laufen die Kameras von TV Westsachsen mit“.
Martin Braukmann (AfD/Foto unten) ist Rechtsanwalt und Richter am Bundesschiedsgericht. Er ist ebenfalls mit dem Fall befasst und teilt in einem Schreiben an das Amtsgericht Pirna am 15. Februar 2022 mit: „Der Familiensenat des Oberlandesgerichts Dresden unter Leitung des Herrn Dr. Peter Lames hat ebenfalls jämmerlich versagt. Der Senat verhandelte (nach eingetretener Rechtskraft) mündlich über ein nicht zulässig eingelegtes Rechtsmittel und verursachte somit einen erheblichen finanziellen Nachteil für die Betroffene.“ Das bedeutet, dass auch in der nächst höheren Instanz nicht mit ordentlicher Rechtsprechung zu rechnen ist. Damit konnten sich Eva-Maria Ast und Dirk-Eberhard Kirst bisher immer relativ sicher sein, mit ihren Verbrechen (Rechtsbeugung) durchzukommen.
Ein weiterer Politiker und Rechtsanwalt ist inzwischen involviert: Martin Kohlmann (Freie Sachsen) aus Chemnitz. Er sagt: „Die Überklebung ist eine Urkundenfälschung und als solche strafbar“. Zu einem Kampf gegen das Zwickauer Unrechts-System ist auch er nicht bereit. Mehrere Anfragen der WSZ zum Thema wurden bisher ignoriert. Für jemanden, der sich auf die Fahne geschrieben hat, in Sachsen etwas verändern zu wollen, ein Armutszeugnis.

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Abschluss der Meisterkurse: Spielfreudige Nachwuchstalente brillieren

Westsachsen/Bad Elster.-
Am vergangenen Samstag wurden die 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit einem festlichen Abschluss-Orchesterkonzert der Chursächsischen Philharmonie unter tosendem Applaus im ausverkauften König Albert Theater beendet. Für die Kurswoche vom 21. bis 26. Februar war es dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Hochschule für Musik und Theater Leipzig) wieder gelungen mit Prof. Heime Müller und Prof. Pauline Sachse zwei höchst renommierte Mitstreiter der Musikhochschule Lübeck als Dozenten zu gewinnen. Gemeinsam mit den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. aus Österreich, Spanien, Frankreich sowie der Schweiz und Deutschland wurden im individuellen Einzelunterricht wieder konzentriert ausgewählte Werke erarbeitet. Die Schirmherrschaft hatte in diesem Jahr erstmals die vogtländische Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Yvonne Magwas, übernommen.
Als Krönung ihrer Meisterkurswoche musizierten am Samstag unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz im ausverkauften König Albert Theater die Nachwuchstalente Saskia Niehl (Violine) aus Hannover, der Bratschist Jasper Sitte aus Essen und die Wiener Geigerin Sophie Druml sowie die beiden Cellistinnen Tiphaine Lucas (Schweiz) und Hannah Caroline Rau (Berlin) gemeinsam mit der Chursächsischen Philharmonie begeisternde Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach, Friedrich Wilhelm Benda und Wolfgang Amadeus Mozart. „Es hat mich gemeinsam mit den Professoren wirklich wieder begeistert, welche Perfektion und Spielfreude die Solistinnen und Solisten im Zuge der Meisterkurskonzerte in Bad Elster präsentiert haben“ resümiert GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant der kursveranstaltenden Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und fügt hinzu: „Diese völlige Hingabe für klassische Musik ist gerade in dieser herausfordernden Zeit ein wohltuender Quell gemeinsamer, positiver Energie, was dem Publikum im König Albert Theater eine wirklich einzigartige Atmosphäre bescherte. Dabei macht es uns glücklich zu wissen, dass die Nachwuchstalente diese bleibenden Eindrücke aus Bad Elster mit auf ihren weiteren Weg in die internationale Klassikszene nehmen und vielleicht später einmal beeindruckend ins Vogtland zurückkehren.“
Zum Abschluss des festlichen Konzerts wurden von der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster auch wieder drei Nachwuchspreise als Stipendien in Höhe von 50 Prozent der Kursgebühren an besonders talentierte junge Künstler vergeben, die sich innerhalb der Kurswoche durch herausragende musikalische Leistungen auszeichneten. Im Fach Violine wurde die 26-jährige Saskia Niehl aus Hannover ausgezeichnet, die im Sommer 2022 eine Akademiestelle bei der renommierten Deutschen Kammerphilharmonie Bremen antreten wird. Der Nachwuchspreis im Fach Viola wurde an den 20-jährigen Jasper Sitte aus Moers vergeben, der derzeit an der Folkwang Universität Essen studiert. Im Fach Violoncello konnte der Förderpreis an die 21-jährige Tiphaine Lucas aus dem der Schweiz vergeben werden, die ihr Musikstudium in Lausanne erfolgreich abgeschlossen hat und derzeit u.a. als festes Mitglied im Jugendorchester der Europäischen Union musiziert. Die drei an den 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkursen beteiligten Professoren bescheinigten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern außergewöhnliches Talent, hohe künstlerische Ernsthaftigkeit sowie hervorragende technische und musikalische Fähigkeiten.
Die Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert. Die 9. Chursächsischen Meisterkurse Bad Elster finden vom 27. Februar bis 5. März 2023 in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster statt. Infos: www.chursaechsische.de

25 Februar 2022

Öffentliche Bürgerfragestunde: Stadträte schleichen zum Nebeneingang

Westsachsen/Zwickau.- Am vergangenen Donnerstag tagte der Zwickauer Stadtrat hinter den verschlossenen Türen des Bürgersaals im Rathaus. Mit dem Vorwand der Corona-Maßnahmen wurde die Öffentlichkeit erneut durch schikanöse Kontrollen weitgehend ausgeschlossen. Auch die Bürgerfragestunde, die laut Geschäftsordnung mindestens einmal im Quartal stattzufinden hat, wurde von der Zwickauer Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) erneut unbegründet gestrichen. Offensichtlich fürchtet man sich vor kritischen Äußerungen engagierter Bürger. Stattdessen setzt OB Arndt weiterhin auf Konfrontation: die Räumlichkeiten des Bürgerservice sind nach wie vor mit Propagandaplakaten ausstaffiert, auf denen Kritiker der Corona-Maßnahmen auf primitivste Weise verunglimpft und beleidigt werden.
Schon vor geraumer Zeit hatte die maßnahmenkritische „Bewegung Zwickau“ einen Brief an die Zwickauer Stadtspitze geschickt, in dem die Frage aufgeworfen wird, wie sich hiesige Kommunalpolitiker das künftige gemeinsame Leben in Zwickau vorstellen (WSZ berichtete). Bis heute erfolgte keinerlei Antwort. Stattdessen schottet sich die hiesige kommunalpolitische Kaste zusehends ab, um von den Belangen der Zwickauer Bürger möglichst unbehelligt zu bleiben. Dies war für die Aktivisten der „Bewegung Zwickau“ und des „Bürgerbündnis Volksstimme“ Grund genug, am Donnerstag, parallel zur Stadtratssitzung, eine eigene Bürgerfragestunde in Rufweite des Rathauses abzuhalten. Diese stieß auf reges Interesse von Passanten und anwesenden Medienvertretern. Neben zahlreiche interessanten Redebeiträgen wurde der Forderungskatalog der Maßnahmenkritiker und der bis dato unbeantwortete offene Brief an die Zwickauer Stadtspitze verlesen.
Noch einmal wurde das Angebot an die hiesigen Kommunalpolitiker zum Dialog unterbreitet. Wahrgenommen wurde dieses von der Stadtspitze nicht. Stattdessen hatte man das Ordnungsamt instruiert, Veranstaltungsteilnehmer von den Rathaustreppen fernzuhalten, um nicht verbal mit den Anliegen der Bürger belästigt zu werden (Foto oben). Der Großteil der Stadträte mied an diesem Tag zudem den Haupteingang des Rathauses. Stattdessen schlichen sich die meisten der Kommunalvertreter, unter ihnen auch der hiesige Grünen-Stadtrat Martin Böttger wie kleine Diebe in der Nacht durch den Nebeneingang ins Rathaus. Der Landratsabgeordnete und Stadtrat Gerald Otto (CDU/Foto links) suchte hingegen ein kurzes Gespräch mit Veranstaltungsteilnehmern. Wie gewohnt versuchte er sich mit Freundlichkeit und süßen Worten aus der Affäre zu lavieren.
Einzig der fraktionsfreie Stadtrat Sven Georgi nahm die Gelegenheit wahr, sich vor Beginn der Stadtratssitzung mit den Bürgern zu solidarisieren. Anschließend wurde ihm ein Exemplar des offenen Briefes zur persönlichen Aushändigung an Oberbürgermeisterin Constance Arnd (BfZ) übergeben. Nach Ende der Veranstaltung nutzten die Initiatoren der Öffentlichen Bürgerfragestunde den Fristbriefkasten des Rathauses, um der Stadtspitze ihr berechtigtes Anliegen nochmals zu unterbreiten (Foto unten).
Man war sich einig, dass der Zwickauer Stadtspitze nun ausreichend Möglichkeiten zum Dialog angeboten wurden. Es ist nun die Entscheidung von Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ), ob sie sich doch noch für einen zivilisierten Umgang mit den Zwickauer Bürgern entscheiden oder das Tischtuch endgültig zerschneiden möchte.

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24 Februar 2022

Der Wunsch des Vergessens: Henry Sippel und die SED-Mitgliedschaft

Westsachsen/Zwickau.-
Heute erreichte uns ein Einschreibebrief der Rechtsanwälte Binder und Hulinsky, in dem behauptet wird, deren Mandant, der VW-Betriebsratsleiter und Stadtrat Henry Sippel (Foto/SPD), sei zu DDR-Zeiten nicht Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gewesen. Man bezieht sich auf die Veröffentlichung in der WSZ vom 28. Januar mit dem Titel „Stadtratssitzung Zwickau: Bewaffnete Polizei hält Zuschauer in Schach“, in der diese SED-Zugehörigkeit thematisiert wurde. Sippel möchte nicht, dass darüber heute noch diskutiert wird.
Dazu gibt es von unserer Seite aus ein kurzes Statement:
Ehemalige Weggefährten (Schulkameraden, Nachbarn, Arbeitskollegen usw.) wissen, was Henry Sippel damals getan hat. Und er selbst weiß es auch. Die billigen Einschüchterungsversuche über eine Rechtsanwaltskanzlei kann der umstrittene VW Betriebsratsleiter getrost vergessen, da auf Grund seiner jetzigen Einlassung ohnehin mit weiteren Nachforschungen und Veröffentlichungen zu rechnen ist.
Foto: Gemeinsam Ziele erreichen e.V.

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Pressemitteilung: „Zukunft Zwickau“ ist für den Erhalt des 04 Bades

Westsachsen/Zwickau.-
 Vor einigen Tagen mussten wir erfahren, dass es weitreichende Pläne gibt, das 04 Bad in ein „Freizeitparadies“ zu wandeln. In einer Abstimmung sprachen sich die Mitglieder des Vereins Zukunft Zwickau e.V. einstimmig für den Erhalt des 04 Bades in Zwickau Pölbitz aus.
Gerade in einem Stadtteil, der eng bebaut ist, bedarf es im Sommer einer Möglichkeit sich zu erfrischen, ohne durch die halbe Stadt zu fahren. Wir sehen bei den aktuellen Plänen der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau einen eklatanten Bruch ihres Wahlversprechens. Eine der Hauptbegründung für die Schließung ist von Seiten der Stadtführung der Mangel an Geld zur Sanierung. Eigenartigerweise steht an anderer Stelle immer und ausreichend Geld zur Verfügung.
Hier einige Beispiele:
Gelder zur Finanzierung eines mutmaßlich linksextremen Biotops im Dunstkreis des alten Gasometer. Gelder für unsinnige Plakataktionen gegen den berechtigten Protest der Bürger der Stadt. Gelder für eine „Weltoffene Kommune“. Gelder für Radwege, den nahezu kein Radfahrer benutzt. Gelder für Integration von integrationsunwilligen Personen. Unzählige Summen für sinnfreie Tests während der Corona Zeit. Gelder für Neubau der JVA und, nicht zu vergessen, das Verzocken von rund 47 Millionen Euro der Sparkasse Zwickau ohne Folgen für die Verantwortlichen.
Diese Beispiele beweisen, dass genügend Geld vorhanden ist, dieses aber nicht zum Wohle der Zwickauer ausgegeben wird. Wir fordern daher, dass für die oben genannten Punkte die Finanzierungen eingestellt werden und das in solche „Projekte“ in Zukunft kein Geld mehr fließt. Im Übrigen würde eine Umgestaltung des Areals ebenfalls erhebliche Summen verschlingen. Steuergeld ist das Geld der Menschen, die in Zwickau leben und Steuern zahlen! Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass dieses Geld auch zum Wohle der Zwickauer eingesetzt wird. In diesem Fall, ist es die Sanierung des 04 Bades und eventuell sogar noch eine Erweiterung der dortigen Freizeitangebote. Dieses traditionelle Kleinod muss unbedingt für die Zwickauer auch in Zukunft erhalten bleiben.
Quelle: Verein Zukunft Zwickau e.V.
Foto: Stadtverwaltung Zwickau

23 Februar 2022

Zwickauer Überklebungs-Affäre: Welche Medien erfüllen ihre Aufgabe?

Westsachsen/Zwickau.- Kürzlich beschwerte sich Staatsanwalt Jörg Rzehak (Foto unten) darüber, dass in der Westsächsischen Zeitung (WSZ) ständig über die Zwickauer Überklebungs-Affäre berichtet wird. Es sei für ihn eine Zumutung und es müsse endlich ein Bewenden damit haben (WSZ berichtete).
Nun ist es aber so, dass es grundsätzlich Aufgabe der Presse ist, den jeweils Mächtigen auf die Finger zu schauen, offensichtliche Missstände aufzudecken und in die öffentliche Diskussion zu bringen. Damit erfüllt die WSZ eine wichtige Aufgabe in unserer Demokratie. Denn wo die Kontrolle fehlt, wuchern Willkür und Machtmissbrauch. So wie aktuell in Zwickau. Also wird es so lange Veröffentlichungen dazu geben, bis das Problem gelöst ist.
Heute befassen wir uns noch einmal mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes (RKV) auf dem Beschluss der Akte 8 F 1059/07 beim Amtsgericht Zwickau. Etliche Rechtspfleger, Rechtsanwälte und Richter aus ganz Deutschland bestätigten in den letzten Jahren unabhängig von einander, dass der RKV unter der Überklebung der gültige ist. Es gab keinen Grund, diesen zu verändern oder zu streichen. Erst recht nicht, ihn mittels weißem Blatt ohne Datum und Unterschrift zu überkleben. „Diese Handlungsweise erfüllt den Straftatbestand der Urkundenfälschung“, sagt zum Beispiel Rechtsanwalt Philipp Martens aus Berlin und beruft sich dabei auf § 267 StGB. Einzig die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast ist da anderer Meinung und verbietet eine Korrektur. Diese ist jedoch nach § 42 FamFG in solchen Fällen von Amts wegen dringend vorgeschrieben.
Das Ganze ist eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt. Doch Jörg Rzehak will nichts mehr davon hören. Zu groß ist seine Angst, dass er damit in ein Wespennest stochern würde und die Folgen auch für ihn verheerend sein könnten. Und was macht die Lokalzeitung „Freie“ Presse (FP)? Nun, drücken wir es einmal vorsichtig aus: Die FP beschäftigt sich lieber mit Nebenkriegsschauplätzen wie unserem Impressum, statt ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht zu werden (WSZ berichtete). Damit unterstützt sie indirekt die bereits eingangs erwähnte Willkür und den Machtmissbrauch an den Zwickauer Gerichten.
Die Gründe dafür können vielfältig sein. Nach bisherigen Erkenntnissen kommen mehrere Ursachen in Frage: Vorauseilender Gehorsam bei den Journalisten, die nicht anecken wollen oder sich nicht trauen, die Wahrheit zu schreiben. Private Verquickungen zwischen den einflussreicheren Akteuren oder auch Bestechungs- oder Erpressungshandlungen von höchster Stelle. All dies ist in Zwickau und Sachsen mittlerweile routinemäßige Realität.
Das weiß auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Seit 2017 ist er in Kenntnis von der Überklebungs-Affäre, wurde mehrmals persönlich daraufhin angesprochen. Zuletzt anlässlich seiner Wahlkampftour am 13. August 2019 in Zwickau. Seine Reaktion darauf zeigt dieses Video. An einer Lösung scheint auch er nicht interessiert zu sein.

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Modernisierung auf der Zielgeraden: Projektabschluss im Oktober geplant

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern wurde die letzte Niederflurstraßenbahn nach Wittenberge transportiert – somit befindet sich die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) mit dem Projekt Modernisierung und Hauptuntersuchung auf der Zielgeraden. Gegenwärtig befinden sich die Fahrzeuge 905 (elftes Fahrzeug) und 902 (zwölftes Fahrzeug) bei der Deutsche Bahn Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Wittenberge zur mechanischen Instandsetzung. Das zehnte Fahrzeug (Nr. 908) befindet sich derzeit zur elektrischen Komplettierung und statischen Inbetriebsetzung in Liberec. Danach kommt es zur dynamischen Inbetriebsetzung nach Zwickau zurück. Mit dem Projektabschluss der Modernisierung und Hauptuntersuchung aller zwölf Niederflurfahrzeuge ist Ende Oktober 2022 zu rechnen.
Quelle und Foto: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH

22 Februar 2022

Freiheitsspaziergang: Versprochene Lockerungen sind Mogelpackung

Westsachsen/Zwickau.-
Die Bundesregierung und die ihr treu ergebene Kretschmer-Administration setzen in Sachen Corona derzeit auf Lockerungen. So wird für Ende März ein sogenannter „Freedom Day“ in Aussicht gestellt. Bei der wöchentlichen Kundgebung gegen das Corona-Regime am vergangenen Montag wurde deutlich klargestellt, dass die Zwickauer nicht gewillt sind, sich mit derartigen Mogelpackungen weiter abspeisen zu lassen. Zu viele Versprechen und Ankündigungen vom vermeintlichen Ende der Zwangsmaßnahmen wurden in den letzten zwei Jahren gebrochen.
Mirko Rau vom Bürgerbündnis Volksstimme fand hierzu klare Worte: „Man darf sich von solchen Versprechungen nicht blenden lassen. Der Corona-Wahnsinn mit Impfpflicht und Freiheitsberaubung soll offensichtlich immer weiter betrieben werden. Wir müssen endlich Schluss damit machen.“
Dem Spaziergang durch die Zwickauer Innenstadt schlossen sich erneut zahllose Zwickauer an. Die Zwickauer Stadtspitze setzte derweil ein weiteres Mal auf Konfrontation. Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ), die während der Kundgebung im Rathaus anwesend war, öffnete zwar ihr Fenster, um mithören zu können, ließ allerdings außerhalb ihres Büros das Rathaus erneut als Zeichen der Missachtung verdunkeln. Darüber hinaus hat sich die Stadtchefin eine neue Schikane ausgedacht. So ließ sie diesmal während der Veranstaltung die öffentliche Webcam am Hauptmarkt deaktivieren, um zu verhindern, dass auf diesem Wege Bilder des Protests in die Öffentlichkeit dringen würden. Dies ist besonders deshalb bemerkenswert, da in den vergangenen Wochen jeweils am Montagabend mutmaßlich illegale Video-Überwachungen vom Rathaus aus angefertigt wurden. Zum Zweck und Nutzen des auf diesem Wege angefertigten Materials hüllt sich die sonst gegenüber der Systempresse so auskunftsfreudige Stadtchefin der WSZ gegenüber in Schweigen.

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Schubert und Cave: Ensemble Resonanz mit Charly Hübner in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 6. März gastieren der Erfolgsschauspieler Charly Hübner und das Ensemble Resonanz um 19.00 Uhr mit dem Bühnenprogramm »Mercy Seat – Winterreise« als einer Séance zwischen Franz Schubert und Nick Cave. Der Publikumsliebling und ehemalige Rostocker Polizeiruf-Kommissar Charly Hübner gastiert erstmal in Bad Elster und präsentiert hier eine spannende Klangcollage zweier Ikonen der Liedkunst! Ein Mann auf dem Gnadenstuhl bekennt sich schuldig – schließlich. Zunächst aber wandert er, Franz Schubert und Nick Cave beschwörend, in die Einsamkeit, auf der Suche nach Freiheit. Aber was, wenn die Schuld schwerer wiegt? Und was hat er überhaupt getan? Der Geist Franz Schuberts trifft auf die Songs des australischen Rockpoeten Nick Cave. Ausgangspunkt für den Tauchgang in menschliche Abgründe ist Caves gleichnamiges Stück, das den Gedankenstrom eines Mannes kurz vor seiner Hinrichtung verarbeitet. Gepaart mit dem lyrischen Ich Wilhelm Müllers, dessen Gedichte Schubert in der »Winterreise« zu einem Seelenkosmos vertont, formt Charly Hübner eine neue Figur. Etwas Schlimmes hat sie getan. Und bekennt sich schließlich schuldig. Star-Schauspieler Charly Hübner findet klanglich einen eigenen Zugang zu Schuberts Musik: Im Ausdruck ganz direkt, fast ungeschliffen, vermittelt er Eindringlichkeit und Verzweiflung. Dazu sucht das Ensemble Resonanz nach neuen Wegen, die Musik von Schubert und Cave ineinanderfließen zu lassen. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Bauchaortenaneurysma bei Frauen seltener, aber gefährlicher

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Eine Ausbuchtung der Bauchschlagader auch Bauchaortenaneurysma genannt, zeigt häufig keine Symptome und macht meist auch keine Beschwerden, sollte die Schlagader jedoch an dieser Stelle reißen, besteht akute Lebensgefahr!
Aufgrund der Seltenheit und geringen Aufklärung bleiben Bauchaortenaneurysmen bei Frauen häufig unentdeckt, obwohl es für sie gefährlicher werden kann als für Männer. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e. V. (DGG) und auch der leitende Oberarzt für Gefäßchirurgie an der Paracelsus Klinik Adorf, Thomas Keller (Foto), rät Frauen ab 65 Jahren mit einer Risikoprognose, sich einmalig von einem Gefäßspezialisten mittels Ultraschalls untersuchen zu lassen. „Wir erleben häufig, dass ein Bauchaortenaneurysma als Zufallsbefund, bei der Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie anderer möglicher Krankheitsbilder des Bauchraums, entdeckt wird. Wir empfehlen allen Risikopatienten und Patientinnen ab einem Alter von 65 Jahren zu der Untersuchung. Bereits ab einem Durchmesser von fünf Zentimeter steigt das Risiko einer Ruptur erheblich an. Um einen lebensbedrohlichen Riss abzuwenden, sollte ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden, häufig kann dieser minimalinvasiv erfolgen“, erläutert Thomas Keller, Facharzt für Allgemein- und Gefäßchirurgie.
Zur Risikogruppe zählen Raucherinnen und Frauen, die unter hohem Blutdruck oder bereits an Gefäßerkrankungen leiden. Zu hohe Blutfettwerte oder die erbliche Veranlagung können ebenfalls eine Rolle spielen. Sollte ein oder mehrere Risikofaktoren vorliegen und empfiehlt der Arzt die Untersuchung, werden die Kosten in der Regel von den Kassen übernommen.
Laut DGG entwickeln zwei Prozent aller Männer und nur 0,5 Prozent aller Frauen zwischen 65 und 75 Jahren eine krankhafte Ausweitung der Aorta. Gefährlicher für Frauen ist es, weil die Gefäßwandstruktur der Schlagader, anders als bei Männern beschaffen ist. Vorhandene Aussackungen können schneller reißen.
Die richtige Therapie hängt vor allem von der Größe ab. Kleinere, symptomlose Aortenaneurysmen werden durch Ultraschalluntersuchung einmal pro Jahr kontrolliert, größere zweimal pro Jahr. Erreicht das Aneurysma in der Bauchaorta einen Durchmesser 5,0 Zentimetern bei Frauen bzw. 5,5 Zentimetern bei Männern, ist eine Operation ratsam. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden der Behandlung. Dies hängt von der Lage und vom Zustand der Gefäße ab. Beim endovaskulären Verfahren wird über die Leistenarterie ein Stent bis zur Aussackung geschoben. Dieser stabilisiert das Gefäß und überbrückt das Aortenaneurysma. Die zweite Möglichkeit ist eine Operation, bei der der Chirurg über einen Bauchschnitt den erweiterten Teil der Arterienwand entfernt und ihn durch eine Gefäßprothese ersetzt.
Informationen und Beratung erhalten Sie in der Gefäßchirurgischen Sprechstunde von Oberarzt Thomas Keller an der Paracelsus Klinik Adorf, Sorger Straße 51, in 08626 Adorf. Sie können sich unter der Telefonnummer 037423 79-2552 für einen Termin anmelden. Die Sprechstunden sind Dienstag 10.00 – 12.00 Uhr und Do 8.00 – 11.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Sie erreichen das MVZ über einen separaten Eingang links vom Haupteingang.
Gut zu wissen: Männer ab 65 Jahren haben einmalig die Möglichkeit der Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader.
Quelle und Fotos: Paracelsus Klinikum Sachsen

19 Februar 2022

Stasi-Verdacht: Neue Erkenntnisse zum Heizer in der Moritzkirche

Westsachsen/Zwickau.-
Wer hätte das gedacht? Nach unserem Artikel  vom 28. Januar mit dem Titel „Der Heizer in der Moritzkirche“ haben sich weitere Zeitzeugen gemeldet. Demnach war von März bis Juni 1989 ein Herr S. (Name der Redaktion bekannt) für ganze drei Monate dort als Heizer angestellt. S. hatte zuvor eine höhere Stellung beim Rat der Stadt Zwickau inne. Bekanntermaßen ging es in diesen Kreisen damals nicht ohne Parteibuch der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und gewissen Kontakten zu staatlichen Behörden, also dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Woraus sich die Frage ergibt, was hatte dieser Mann als Heizer in der Moritzkirche verloren?
Unsere Recherchen haben ergeben, dass Herr S. kurze Zeit später mit der gesamten Familie in den Westen ausreisen durfte. Interessanter Weise war es ihm erlaubt, mittels LKW-Transport allerlei Antiquitäten wie Schränke, Stühle, Wanduhren und ähnliches mitzunehmen. Das war für den Normalbürger zur damaligen Zeit praktisch ausgeschlossen. Kaum jemand durfte auch nur ein Möbelstück mitnehmen. Lediglich die Sachen am eigenen Leib und ein-zwei Koffer gingen durch den Zoll. Umso erstaunlicher und mysteriöser wirkt jetzt dieser Fall.
Aussagen von Zeitzeugen zufolge wusste man in Stasikreisen bereits sehr lange vor dem November 1989, dass es eine politische Wende geben würde. Dafür wurden seitens des DDR-Geheimdienstes Vorkehrungen getroffen. So schickte man staatstreue Funktionäre sozusagen als Vorhut in den Westen, um dort eigene Strukturen aufzubauen. Natürlich durfte davon nichts an die Öffentlichkeit dringen. Schon gar nicht sollte später belastendes Material gefunden werden. Denkbar wäre, dass S. beauftragt war, rechtzeitig brisante Unterlagen zu vernichten. Dafür sicherte man ihm und seiner Familie eine sorgenfreie Zukunft im Westen zu. Den Befehl dazu könnte der oberste Dienstherr Bernd Meyer gegeben haben, dem zu Ehren erst kürzlich ein Bäumchen gepflanzt wurde (WSZ berichtete).
Die Stasi-Zentrale hatte keine eigene Heizung. Sie war über unterirdische Gänge mit dem Volkspolizeikreisamt (VPKA) auf der anderen Straßenseite verbunden. Hier liefen die Heizungsrohre durch, die mittels Fernwärme gespeist wurden. Deshalb suchte man zur Aktenverbrennung eine Alternative. Dafür würde sich die Nähe der ehemaligen Stasi-Zentrale in der Körnerstraße (heute Lessingstraße) zur Moritzkirche anbieten. Lediglich eine Nebenstraße hätte man des nachts unerkannt überwinden müssen, um in den dortigen Heizungskeller zu gelangen.
Unklar bleibt, welche Rolle der frühere Bürgerrechtler und jetzige GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger dabei gespielt hat. Auf unsere Interview-Anfragen reagierte er bisher mit Ausflüchten (WSZ berichtete).
Zeichnung: Ulrike Eismann

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18 Februar 2022

Neu aufgelegt: Zwickau-Pass und Zwickauer Familienpass

Westsachsen/Zwickau.- Seit vielen Jahren sind der Zwickau-Pass (Einführung 1993) und der Zwickauer Familienpass (Einführung 2001) feste Bestandteile des freiwilligen Leistungsangebotes der Stadtverwaltung Zwickau. Beide Pässe sollen anspruchsberechtigte Eltern und Kinder dazu anregen, die Freizeit gemeinsam zu gestalten und ihnen den Zugang zu den bestehenden Angeboten erleichtern. Die Pässe wurden im vergangenen Jahr inhaltlich und optisch überarbeitet und dem äußeren Erscheinungsbild der Stadt Zwickau angepasst. Das praktische „Hosentaschen- oder Portemonnaie-Format“ wurde beibehalten, allerdings sind die Pässe jetzt, aufgrund der Anpassung (und auch zum Schutz des Passbildes im Zwickau-Pass), aufklappbar. Vereinheitlicht bzw. vereinfacht wurden auch die Rechtsgrundlagen (Richtlinien) beider Pässe hinsichtlich der Inhalte, des Aufbaus und der Verfahrensabläufe.
Leistungsumfang
Die bisherigen Leistungen konnten gesichert und auch neue Partner bzw. Leistungen hinzugewonnen werden. Damit erhalten Anspruchsberechtigte etwas mehr kostenfreie oder preisreduzierte Freizeitangebote als bisher. Neben einem ermäßigten Eintritt in die Schwimmbäder, ins Theater und das Puppentheater gibt es jetzt u. a. auch Rabatte auf Kursentgelte der Volkshochschule (bei Mindestgebühr von 30 Euro), für das Unterrichtsentgelt im Robert-Schumann-Konservatorium (außer Kursangebote und Ergänzungsfächer) und das Gondeln auf dem Schwanenteich. Völlig kostenlos können anspruchsberechtigte Familien u. a. städtische Museen und Ausstellungen besuchen und die beiden Rotkreuz-Shops des DRK in der Max-Pechstein-Straße 15/17 und Neuplanitzer Straße 94 in Zwickau zum Einkaufen nutzen. Vorgesehen ist, mit den vorhandenen Kooperationspartnern weiter zu verhandeln und auch neue Partner und Angebote zu gewinnen. Eine aktuelle Übersicht des Leistungsangebotes wird bei Antragstellung der Pässe jeweils mit ausgehändigt und kann ebenso auf den entsprechenden Internetseiten eingesehen werden.
Änderungen
Grundsätzlich geändert hat sich die Gültigkeitsdauer des Zwickauer Familienpasses. Diese wurde dem Sächsischen Familienpass angepasst. Der Zwickauer Familienpass ist nun ab Ausstellungstag bis zum Ablauf des übernächsten Kalenderjahres gültig. Voraussetzung ist allerdings, dass im Genehmigungszeitraum alle im Pass eingetragenen Kinder unter 18 Jahre alt bleiben. Wird eines der Kinder im laufenden Jahr volljährig, gilt der Pass nur bis Jahresende und muss danach neu beantragt werden. Die Gültigkeitsdauer des Zwickau-Passes richtet sich nach dem Bewilligungszeitraum einer Sozialleistung. Wichtig für alle bereits ausgestellten Zwickau-Pässe und Zwickauer Familienpässe für das Jahr 2022: Diese müssen nicht neu beantragt werden. Bereits ausgestellte Pässe behalten übergangsweise bis zum Jahresende ihre Gültigkeit. Bei der nächsten Antragstellung wird dann das neue Dokument ausgehändigt, auch wenn noch Verlängerungsvermerke im alten Dokument frei sind. Beim Zwickau-Pass ist außerdem ein neues Lichtbild erforderlich. Eine weitere Änderung kommt Familien oder Alleinerziehenden mit mehreren Kindern entgegen: Im bisherigen Familienpass stand nur eingeschränkt Platz zum Eintragen mehrerer Sprösslinge zur Verfügung. Das machte sich vor allem bei längeren Vor- oder Doppelnamen negativ bemerkbar. Das Amt hat diesen Erfahrungswert im neuen Dokument berücksichtigt. Hier stehen nun insgesamt 5 Zeilen zur Verfügung. Damit können bei Eltern oder Alleinerziehenden mit mehr als 5 Kindern diese jetzt bequem fortlaufend eingetragen werden, da auf einer Zeile auch mehr als ein Kind stehen darf.
Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für den Erhalt der beiden Pässe bleiben unverändert. Der Zwickauer Familienpass wird kinderreichen Familien grundlegend einkommens- und vermögensunabhängig gewährt. Der Zwickau-Pass ermöglicht einkommensschwachen Einwohnerinnen und Einwohnern die Inanspruchnahme finanzieller und anderer Vergünstigungen. Die Beantragung und Ausstellung beider Pässe erfolgt im Bürgerservice der Stadtverwaltung Zwickau, Rathaus, Hauptmarkt 1.
Alle wichtigen Informationen zu den Pässen (konkrete Voraussetzungen, Antrag, benötigte Unterlagen, Fristen, Hinweise) sind im Internet auf den Seiten der Stadt Zwickau unter Dienstleistungen (Zwickau-Pass, Zwickauer Familienpass) nachlesbar. Die überarbeiteten Richtlinien und Pässe wurden im Januar-Stadtrat 2022 einstimmig beschlossen und treten (beide) am 1. März 2022 in Kraft.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Februar 2022

Sturm-Update der Berufsfeuerwehr: Vorsicht ist weiterhin geboten

Westsachsen/Zwickau.-
Aktuell zieht Sturmtief „Ylenia“, zum Teil mit Orkanböen und Regenschauern, über Deutschland. Auch in Zwickau ist es ungemütlich und stürmisch geworden. Die Zwickauer Berufsfeuerwehr gab jetzt ein erstes Update zum heutigen Einsatzgeschehen. Allem voran sei die Lage derzeit „relativ entspannt“, es gab glücklicherweise bisher nur 9 kleinere sturmbedingte Einsätze.
Zu zwei ersten parallellaufenden Einsätzen mussten heute Morgen um 5.50 Uhr die Feuerwehren Auerbach und Mosel ausrücken. Ein weiterer Einsatz mit Drehleiter erfolgte in Wilkau-Haßlau. Genau in dieser Zeit schlugen auch die Brandmeldeanlagen der Westsächsische Hochschule Zwickau, des Heinrich-Braun-Klinikums und im Schloss Osterstein Alarm. Zum Glück handelte es sich in allen drei Objekten nur um Fehlalarme.
Aufgrund der aktuellen Wettermeldungen und der Entwicklung ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Berufsfeuerwehr empfiehlt deshalb, sich während des Sturms möglichst in Gebäuden aufzuhalten, lose Gegenstände in den Außenbereichen zu sichern und Fahrzeuge möglichst nicht in der Nähe von Bäumen zu parken. Wälder und Parkanlagen sollten in den kommenden Tagen zur eigenen Sicherheit nicht betreten werden. Aufgrund des Sturms besteht ein erhöhtes Risiko von Astabbrüchen und Umstürzen ganzer Gehölze, warnt das Garten- und Friedhofsamt. Letzteres wird vor allem durch den Regen und aufweichenden Erdboden begünstigt. Eine Gefahr bleibt auch nach Abflauen des Sturms bestehen, da nicht alle Wald- und Parkbereiche sofort kontrolliert und gesichert werden können. Um Vorsicht wird ebenso im Bereich von Baumbeständen im Stadtgebiet gebeten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

16 Februar 2022

Kostenlose Werbung: Wir danken der „Freien“ Presse und gratulieren

Westsachsen/Zwickau.-
Unter der Überschrift „Fatales Signal“ veröffentlichte die „Freie“ Presse heute einen Kommentar von Johannes Pöhlandt (Foto). Mal abgesehen davon, dass der Autor die Westsächsische Zeitung als „rechten Block“ bezeichnet, war die Veröffentlichung dennoch hilfreich. Die Abrufzahlen stiegen um rund 5 Prozent im Vergleich zu gestern. Man kann also davon ausgehen, dass sich jetzt auch Leute für dieses Medium interessieren, die sonst nicht auf den Gedanken gekommen wären, WSZ zu lesen.
Dennoch ist auch etwas Kritik an den Ausführungen anzumerken: Wenn man eingangs schreibt, dass der Bericht über Verfehlungen von Juristen hanebüchene Schlussfolgerung sei, sich am Ende des Kommentars jedoch selber über deren Handlungsweise beschwert, ist das wenig glaubwürdig. Wir gratulieren deshalb der „Freien“ Presse herzlich zu diesem Eigentor.

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15 Februar 2022

Zwischenziel erreicht: Sanierung des Schmelzbachgewölbes geht voran

Westsachsen/Zwickau.-
Das Sächsische Oberbergamt hat im Projekt „Sanierung des Schmelzbachgewölbes innerhalb der Bockwaer Senke in Zwickau“ mit dem Abschluss der Beräumung und Sicherung und dem Beginn der Verfüllung des Gewölbes ein wichtiges Zwischenziel erreicht.
Dieses Sanierungsprojekt ist eine Maßnahme im Operationellen Programm des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in der Förderperiode 2014 – 2020 (EFRE). Für die Projekte der Europäischen Union und des Europäische Fonds für regionale Entwicklung im Vorhaben „Prävention von Risiken des Altbergbaus“ stehen dem Sächsischen Oberbergamt als Projektträger insgesamt 56,7 Mio. Euro im Zeitraum von 2014 bis 2023 zur Verfügung. Es werden damit zahlreiche Projekte vor allem im Erzgebirge und in den ehemaligen Steinkohlerevieren in Sachsen finanziert. Die Projekte werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
Der Schmelzbach entwässerte früher die Bockwaer Senke und diente zugleich der Ableitung von Grubenwasser der im südlichen Teil von Zwickau befindlichen Steinkohlengruben. Seit dem Erreichen des Flutungswasserspiegels im Steinkohlenrevier wird das in dem Poldergebiet „Bockwaer Senke“ anfallende Wasser dauerhaft über eine Pumpanlage gehoben und der Zwickauer Mulde zugeführt.
Das Schmelzbachgewölbe ist ein 310 m langes Bauwerk, welches einen Ab-schnitt des ehemaligen Schmelzbaches darstellt. Es wurde wahrscheinlich um ca. 1800 als offenes Gerinne errichtet, mehrfach umgestaltet sowie letztendlich vollständig überwölbt und überbaut. Heute verläuft das Schmelzbachgewölbe mit einer Überdeckung von rund einem bis vier Meter größtenteils unter der Bundesstraße B 93 (Muldestraße). Die bergbaubedingten Deformationen beeinflussten das Schmelzbachgewölbe nachhaltig. Infolge zunehmender Absenkungen und Sedimentablagerungen verlor das Schmelzbachgewölbe sein Gefälle und seine Funktion. Die Bauwerksschäden in Form von Rissen und Ausbrüchen wurden durch zunehmende Verkehrsbelastung und Wurzeleinwuchs verstärkt, wodurch ein erhebliches Risiko für die Tagesoberfläche und insbesondere die Bundesstraße B 93 abzuleiten war.
Die bautechnischen Sanierungsarbeiten begannen im Oktober 2020 mit dem Neubau eines Fledermausquartiers als naturschutzrechtliche Ersatzmaßnahme in unmittelbarer Nähe des alten Gewölbes. Im Anschluss konnte mit der Öffnung und Beräumung des Schmelzbachgewölbes an der Unteren Kohlenstraße begonnen werden. Die angetroffenen Verhältnisse machten eine aufwändige Beräumung der abgelagerten und belasteten Sedimente sowie eine bauzeitige Sicherung durch einen massiven Stahlverbau erforderlich. Zugleich wurde zur Verringerung der Verkehrsbelastung eine Fahrbahneinengung auf der Bundesstraße B 93 an der Bockwaer Kirche veranlasst. Durch diese Maßnahmen war eine Vollsperrung der Straße im betroffenen Bereich zu umgehen. Nach über einjähriger Bauzeit wurde die Sedimentberäumung im Dezember 2021 abgeschlossen. Auch konnte in diesem Zeitraum der nördliche Abschnitt des Gewölbes über eine Teufe in Höhe der Bockwaer Brücke bereits auf einer Länge von 25 Meter verfüllt werden.
Die Arbeiten werden in 2022 mit der Anbindung der Straßen- und Grundstücksentwässerung sowie der vollständigen Verfüllung des Gewölbehohlraumes mit einem Verfüllmörtel fortgesetzt. Ziel ist es, die Verwahrungsarbeiten am Gewölbebauwerk bis Mitte 2022 abzuschließen und dadurch die Standsicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Für die Umsetzung der bau- und ingenieurtechnischen Leistungen stehen im Projekt 3,2 Mio. Euro zur Verfügung. Die Bauleistungen werden durch die BTOe - Bergbau und Tief-bau GmbH Oelsnitz (Erzgeb.) und die ingenieurtechnischen Leistungen einschließlich der Bauüberwachung durch die CWH Ingenieurgesellschaft mbH realisiert.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Freiheitsspaziergang: OB karrt Polizei aus Bayern ran - Musiker zu Gast

Westsachsen/Zwickau.-
Bei der Montagskundgebung gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen am vergangenen Montag war diesmal der bekannte Musiker Esteban Cortez zu Gast (Foto), um den anwesenden Teilnehmern mit seiner Gitarre einige Kostproben seiner gesellschaftskritischen Lieder vorzutragen. Ein Kulturbeitrag, der auf viel positive Resonanz stieß.
Zwischen den Rede- und Musikbeiträgen machten sich die Zwickauer, wie mittlerweile üblich, auf den Weg zum Spaziergang durch die Innenstadt, um ein sicht- und hörbares Zeichen für die Freiheit zu setzen. Rätsel gab den Teilnehmern an diesem Abend einmal mehr das seltsame Verhalten der Zwickauer Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf. Daran, dass Arndt mittlerweile jeden Montagabend das Rathaus als Zeichen der Volksverachtung verdunkeln lässt, hat man sich mittlerweile fast gewöhnt. Auch die mutmaßlich illegale Video-Überwachung des Hauptmarktes aus der OB-Etage stellte keine allzu große Überraschung mehr dar. Auch wenn man sich im Rathaus diesmal ein wenig mehr Mühe gab, indem man die Überwachungskamera etwas versteckter postierte.
Überraschend hingegen war, dass Arndt diesmal ein massives Polizeiaufgebot aus Bayern zum Einsatz bei Kundgebung und Spaziergang angefordert hatte. Die Zwickauer Polizeiführung, die sich in den vergangenen Tagen für Deeskalation und ein zivilisiertes Miteinander ausgesprochen hatte, ist der Oberbürgermeisterin, die nach wie vor mit Plakataktionen auf Konfrontation und Beleidigung setzt, offenbar ein Dorn im Auge. Sollte Arndt mit dieser Entscheidung ein neuerliches Aufflammen der Polizeigewalt gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen bezweckt haben, so hatte sie damit am Montag keinen Erfolg. „Es ist schön, auch mal einen Einsatz ohne Helme durchführen zu können“, äußerte sich einer der bayerischen Beamten entspannt im Gespräch mit Spaziergängern.
Ein kleines Grüppchen von vermummten Linksextremisten aus dem Dunstkreis des Alten Gasometers versuchte im Laufe des Abends mehrfach erfolglos, die gelungene Veranstaltung zu stören. Das „Soziokulturelle Zentrum Alter Gasometer“ und das mit ihm verflochtene „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ erhalten regelmäßig großzügige Zuwendungen an Fördergeldern von der Zwickauer Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Arndt, oftmals getarnt als vermeintliche Kulturförderung. Dass Kunst und Kultur ohne staatliche Bestechung wesentlich ergiebiger und anspruchsvoller sind, bewies an diesem Abend Esteban Cortez. Der Liedermacher kündigte an, schon bald wieder in Zwickau aufzuspielen.

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Unterhaltungstipp der Woche: Brass-Party im König Albert Theater

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 25. Februar präsentieren Thomas Hoffmann und seine Brass Band Berlin um 19.30 Uhr eine Musikshow mit Witz, Charme und Frack im König Albert Theater Bad Elster. Dieses pfiffige Ensemble um den Bandleader Thomas Hoffmann öffnet den Theatervorhang Bad Elsters für eine virtuose Mischung aus Musik, Show und Slapstick. Von Bach bis zu den Beatles sorgen die adretten Bläsersolisten beim Publikum für gute Laune und bringen seit Jahren eine angenehme Heiterkeit in die Konzertsäle. Dabei wirkt das abwechslungsreiche Programm frisch und originell. Der Perkussionist, Sänger, Erzkomödiant und Bandleader Thomas Hoffmann führt dazu gekonnt durch das Programm, als Concierge der guten Unterhaltung und einem unerschöpflich scheinenden Arsenal an Instrumenten und Einlagen. Vorhang auf für die perfekte Unterhaltungskunst dieser 11 Top-Musiker! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Zwickau blüht auf: Engagierte Mitstreiter und Ideen sind gefragt

Westsachsen/Zwickau.-
Erste Frühblüher in den Blumengeschäften, eine durch die Wolken blinzelnde Sonne – die beliebte Frühjahrsaktion „Zwickau blüht auf“ steht zwar noch nicht vor der Tür, wird aber hinter den Kulissen bereits vorbereitet. Um den Frühling in die Zwickauer Innenstadt zu locken, sollen vom 9. April bis zum 1. Mai 2022 wieder Blumen, Pflanzen und Dekoratives die Straßen und Plätze verschönern.
Seitdem die Aktion 2017 zum ersten Mal stattfand, beteiligen sich jedes Jahr viele Händler und Anlieger. Sie stellen hübsch dekorierte Blumenkübel vor ihre Geschäfte oder ziehen mit kreativen Pflanzobjekten die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Zur Unterstützung der Einzelhändler haben sich in den vergangenen beiden Jahren auch andere Zwickauer Firmen in die Aktion eingebracht, die zwar nicht in der Innenstadt ansässig sind, diese aber wertschätzen und aufwerten möchten. So gab es teils spektakuläre große Beete in der Fußgängerzone und charmant bepflanzte Objekte wie Fässer, Kabeltrommeln oder auch ein Klavier.
Auch für dieses Jahr besteht die Möglichkeit, dass Unternehmen ihre blühende Seite in der Innenstadt präsentieren. Das Büro für Wirtschaftsförderung koordiniert die Standorte und kümmert sich um die erforderlichen Genehmigungen. Wer daran Interesse hat, setzt sich bitte mit Stadtmanagerin Ariane Spiekermann in Verbindung: stadtmanagement@zwickau.de
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 Februar 2022

Deals auf dem Golfplatz: ...und es geht munter weiter...

Westsachsen/Zwickau/Werdau/ Crimmitschau.-
Bereits seit sieben Jahren organisieren die Lions-Clubs Crimmitschau-Werdau, Zwickau und Zwickau-Robert-Schumann mit Unterstützung einer Privatbank ein jährlich stattfindendes Benefizgolfturnier zugunsten der Theaterpädagogik des Theaters Plauen-Zwickau.
Veranstaltet werden die Turniere vom Lions Hilfswerk Zwickau e.V. Dabei konnte bisher schon eine stolze Spendensumme von knapp 47.000 Euro für die kulturelle Kinder- und Jugendarbeit erlöst werden. „Dank dieser finanziellen Unterstützung wurden und werden seit vielen Jahren zahlreiche theaterpädagogische Projekte auf die Beine gestellt“, freut sich Sandra Kaiser, Geschäftsführerin der Theater Plauen-Zwickau gGmbH. Dazu zählen neben dem jährlich stattfindenden Theaterfestival „Schüler machen Theater“ auch Ferienprojekte wie das Winterferienlabor und das Musical-Sommercamp, inszenierte Schulkonzerte, die Begleitung schulischer Theaterprojekte und die Unterstützung von Projekten in Kinder- und Jugendeinrichtungen der Region. Zudem werden Werkstätten zu lehrplanrelevanten Themen für Lehrer- und Erzieherfortbildungen sowie Theaterclubs für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie einiges mehr gefördert.
„Unsere Theaterpädagogen arbeiten stetig an neuen Ideen und Konzepten, wie möglichst vielen Kindern und Jugendlichen ein kultureller Zugang zum Theater ermöglicht werden kann. Gerade in den schnelllebigen medialen Zeiten ist das Theater nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein Raum der Entschleunigung, des Experimentierens, des Reflektierens und des Entdeckens. Theater ermöglicht sich vielfältig zu erproben, unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und das Erlernen sozialer Kompetenzen“, so Kaiser weiter.
„Das Turnier auf dem Golfplatz in Zwickau kitzelt natürlich auch den sportlichen Ehrgeiz“, meint Claudia Czingon, Mitglied im Lions-Club Crimmitschau-Werdau, die seit vielen Jahren als Organisatorin dieses Projektes gemeinsam mit den umliegenden Klubs die berühmten „weißen Bälle“ für den guten Zweck über den Platz spielt. So wird auch jedes Jahr aufs Neue der Benefizwanderpokal für die „Profis“ ausgelobt, während sich die „Anfänger“ beim Schnuppergolfen ausprobieren können. Damit die „zahlenden“ Gäste und Spender aber auch wissen, wofür sie zwei bis drei Stunden auf dem Platz unterwegs waren, ist natürlich für das leibliche Wohl gesorgt und die Theaterjugendclubs und Mitglieder des Theaterensembles unterhalten die Gäste mit einem kleinen künstlerischen Programm. Die Lose der Tombola, deren Erlös maßgeblich zur finanziellen Unterstützung des Events beiträgt, verkaufen sich danach fast jedes Mal fast von selbst.
Auch wenn die Planung dieser Veranstaltung laut Aussage von Czingon in jedem Jahr sehr aufwändig ist und die Nerven bei allen schon vorab blank liegen, so sind die Organisatoren am Ende stets froh über die zahlreichen Spender, Sponsoren, die zufriedenen Gäste und nicht zuletzt über die Vielzahl der davon profitierenden Kinder und Jugendlichen. Und es geht munter weiter, das nächste Turnier ist bereits in Planung und wird am 18. Juni 2022 auf dem Golfplatz in Zwickau stattfinden.
Quelle und Fotos: Lions-Club Sachsen

10 Februar 2022

Dauerbetrieb: Ausleihe und Rückgabe 24 Stunden am Tag möglich

Westsachsen/Zwickau.-
An der Mobilstation Marienthal sind durch eine neue „Mobilbox“ nun Ausleihe und Rückgabe 24 Stunden am Tag möglich. Registrierte Nutzer können jetzt bei Bedarf eigenständig einen E-Scooter ausleihen, um auch kurzfristige Arztbesuche oder Erledigungen nach Feierabend machen zu können.
Die Mobilstation Marienthal ist im Rahmen des Projekts ZED (Zwickauer Energiewende demonstrieren) seit Sommer 2020 am Eschenweg/Pappelweg in Betrieb. In der ersten Phase konnten E-Lastenfahrräder und E-Scooter nur während der Öffnungszeiten ausgeliehen und zurückgegeben werden. Aufgrund der großen Nachfrage wurden die Öffnungszeiten erweitert und ab sofort ist die Station dank der „Mobilbox“ im Dauerbetrieb.
Mit dieser Eigenentwicklung möchten die beteiligten Projektpartner Alippi GmbH, Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und Stadt Zwickau dem Wunsch nach flexibleren Ausleihzeiten nachkommen. Im Testbetrieb werden nun die Erfahrungen der Nutzer gesammelt und ausgewertet, um so das Angebot weiter zu verbessern. Bei entsprechender Nachfrage sollen zudem weitere Mobilboxen aufgestellt werden. Dank der ortsungebunden innovativen Technik können diese flexibel platziert werden – beispielsweise an einem wohnungsnahen Ort oder an Haltestellen von Bus und Bahn. Dazu soll mit weiteren Akteuren in der Stadt zusammengearbeitet werden.
Im Projekt ZED möchte die Stadtverwaltung Zwickau zusammen mit 12 Projektpartnern zukunftsfähige Technologien im Bereich der Energieversorgung und Mobilität erproben und daraus alltagspraktische Maßnahmen entwickeln. Nach ausführlichen Analysen durch die Projektpartner und der gemeinsam mit den Bewohnern entwickelten Idee konnte im Sommer 2020 die Mobilstation Marienthal eröffnen. Das Angebot der Station wurde seitdem stetig ergänzt und weiterentwickelt.
Von Montag bis Freitag (8 bis 12 Uhr, 13 Uhr bis 17 Uhr) ist an der Station auch ein Quartierslotse vor Ort, der über das ZED-Projekt informiert und bei dem man die E-Mobile oder Lastenfahrräder persönlich ausleihen kann. Weitere Informationen finden Sie unter www.energiewende-zwickau.de oder Tel.: 0375/28219770 im ubineum Zwickau.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Vorschlag der Zwickauer Stadtspitze: 04-Bad soll Freizeitpark werden

Westsachsen/Zwickau.-
Es ist ein neuer Vorschlag, um das beliebte 04-Bad mit neuem Leben zu erfüllen: Das an der Zwickauer Mulde gelegene Areal könnte zu einem attraktiven Freizeit- und Familienpark entwickelt werden. Verwaltungsspitze und Sportstättenbetrieb stellen sich vor, dass sich Bürger - nach der erforderlichen Abstimmung mit dem Stadtrat - bei der Erarbeitung eines entsprechenden Nutzungskonzeptes mit Ideen einbringen können. Dieser Vorschlag würde deutlich zur Attraktivitätssteigerung der nördlichen Stadtteile und insbesondere von Pölbitz beitragen, wo viele Familien mit Kindern leben, meint die Stadtverwaltung. Zugleich könnte das Problem des derzeitigen baulichen Zustandes des Freibades gelöst werden, der sich weiterhin verschlimmert hat.
Erste Überlegungen zielen darauf ab, auf dem Areal künftig ein niederschwelliges Sport- und Freizeitangebot für die gesamte Familie anzubieten. Denkbar wären beispielsweise Spielplätze oder -anlagen für unterschiedliche Altersgruppen, Kletterangebote, Calisthenics-Anlagen, Bereiche für Beachvolleyball und Fußball oder vielleicht auch ein Wasserspielplatz. Ein Teil der vorhandenen Gebäude könnte für einfache Imbissgastronomie umgebaut oder als Lager genutzt werden. Die Größe des Areals ließe es grundsätzlich zu, Wohnmobilstellplätze anzulegen. Zudem würden die Freizeitangebote an der Mulde bzw. dem überregionalen Radwanderweg, zu der ein direkter Zugang zu schaffen wäre, nochmals erweitert. Diese reihen sich wie eine Perlenschnur von Süden nach Norden auf: Vom Funpark und dem historischen Dorf im Süden über das Muldeparadies und den Schlobigpark in der Stadtmitte bis hin zu dem dann neuen 04-Areal und dem altehrwürdigen Park „Neue Welt“.
Entstanden ist diese Idee auch aufgrund der erheblichen baulichen Missstände sowie wegen der bisher ungelösten Frage der Betreibung. So hat sich der ohnehin schlechte Zustand des Bades und der erforderlichen Anlagen weiterhin verschlimmert. Davon mussten sich Oberbürgermeisterin Constance Arndt und Bürgermeister Sebastian Lasch vor wenigen Wochen bei einem Vor-Ort-Besuch überzeugen. Die bisher vom Stadtrat beschlossene Summe in Höhe von 1,36 Mio. Euro reicht somit nicht mehr aus, um nur die für einen sicheren Betrieb erforderlichen Reparaturen und Sanierungsarbeiten realisieren zu können, eine dauerhafte Lösung wäre mit dem Betrag in keiner Weise zu erzielen. Zudem konnte bisher - entgegen der Intention des Stadtratsbeschlusses vom Januar 2021 - kein Verein für die dauerhafte Betreibung des Vereins gefunden werden.
„Ich weiß, dass dieser Vorschlag zunächst eine Enttäuschung für alle Freunde der traditionsreichen ‚Nulle‘ ist – auch ich hatte eine andere Erwartungshaltung“, betont Oberbürgermeisterin Constance Arndt. „Doch so schwer es fällt: Eine Wiedereröffnung und eine Betreibung des Bades sind nicht realisierbar. Daher appelliere ich, nach vorne zu sehen. Lassen Sie uns ein attraktives Freizeitareal entwickeln, dass den Bewohnern unserer nördlichen Stadtteile nützt, dass Jung und Alt aus anderen Bereichen Zwickaus anzieht und das finanziell dauerhaft zu stemmen ist.“
Der Finanzausschuss wurde in seiner gestrigen Sitzung erstmals über diesen Vorschlag informiert. Der Wunsch von Oberbürgermeisterin Arndt und Bürgermeister Lasch ist, nach weiteren Abstimmungen mit Fraktionsvertretern noch im zweiten Quartal einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zur Entwicklung des Areals in den Stadtrat einzubringen. Danach könnte eine Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.
Das 04-Bad wurde 1927 als Vereinsbad des Schwimmvereins Zwickau von 1904 im nördlich gelegenen Stadtteil Pölbitz eröffnet. In der Diskussion ist die Freizeit- und Sportstätte bereits seit Mitte der 2000er Jahre. Angesichts der damals erforderlichen Haushaltskonsolidierung war vorgeschlagen worden, das Freibad – ebenso wie das in Crossen – zu schließen. Dann folgte die Übertragung an den Förderverein, wobei damals die Maßgabe war, dass seitens der Stadt keine Zuschüsse gezahlt werden. Mit der Sportstättenentwicklungsplanung, die im Auftrag der Stadt durch ein Büro erarbeitet wurde, wurde 2016 erneut thematisiert, dass der Erhalt des Bades aufgrund des baulich schlechten Zustandes nicht empfehlenswert wäre. Ein Verkauf an private Träger wurde damals jedoch letztlich abgelehnt. Von 2006 bis 2020 betrieb schließlich der Förderverein 04-Bad e. V. das Freibad. 2021 ist das Bad in die Verwaltung des Sportstättenbetriebes der Stadt Zwickau übergegangen.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

09 Februar 2022

Private Verquickungen: Befangenheitsantrag gegen Richterin gestellt

Westsachsen/Zwickau.-
Der Rechtsstreit um die Zwickauer Überklebungs-Affäre geht in eine neue Runde. Nachdem sich in der vergangenen Woche Staatsanwalt Jörg Rzehak während der Verhandlung in einer Strafsache armewedelnd, wütend und mit hoch rotem Kopf über die Berichterstattung der WSZ beschwerte, kam das Thema an diesem Montag erneut am Amtsgericht zur Sprache. Geladen war Reinhard Schübel, der falsche Doktor aus Plauen, gegen die Werdauerin Claudia Friedrich. Letztere macht gegen den Advokaten Schadensersatzansprüche aus Schlechtleistung geltend. Schübel war es, der im April 2012 die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels versäumte und damit ein Chaos in der Zwickauer Justiz auslöste, das bis heute anhält. Absurderweise bildet er sich ein, er hätte dafür auch noch Honorar verdient. Darum ging es in der Verhandlung am Montag.
Bereits im Eingangsbereich gab es die ersten Probleme. Das Wachpersonal pochte auf die Einhaltung der 3-G-Regel, so dass ein Beistand und eine Besucherin an der Verhandlung nicht teilnehmen konnten. Damit waren Teile der Öffentlichkeit schon mal ausgeschlossen, was der Richterin Susanne Heyder gerade recht zu kommen schien. Sie und Schübel warfen sich vertraute Blicke zu und lächelten sich an, so dass ein Prozessbeobachter sich genötigt sah, die Frage zu stellen, ob sie denn gemeinsam Tisch und Bett teilen würden.
Von richterlicher Unabhängigkeit hat man sich in Zwickau offenbar so weit entfernt, dass noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, private Verquickungen außen vor zu lassen. Für die Gegenpartei gab es deshalb nur die Möglichkeit, die Befangenheit von Richterin Susanne Heyder feststellen zu lassen. Ob und wann der Prozess mit einem neuen Richter weiter gehen wird, steht bisher noch nicht fest.

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08 Februar 2022

Ärzteteam erhält Zuwachs: Schmerztherapie mit individuellem Konzept

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Gute Nachrichten für Patienten mit chronischen Schmerzen. Ab sofort nimmt die Paracelsus Klinik in Adorf wieder den stationären Betrieb der Multimodalen Schmerztherapie auf. „Die Anmeldeliste ist lang. Ich bin froh, dass wir jetzt wieder für unsere stationären Patienten da sein können, nachdem wir so vielen, aufgrund der Pandemie, absagen mussten. Selbstverständlich steht die Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie im Vordergrund, doch die Behandlung chronischer Schmerzpatienten, darf nicht langfristig ausfallen. Denn eines ist Fakt, die Schmerzen bleiben und machen keine Pause “, so Chefarzt Dipl.-Med. Andreas Dunger.
Gemeinsam mit der Hygieneabteilung wurde ein Konzept erarbeitet, das die Aufnahme zulässt. Alle Patienten füllen vor Antritt ihres Aufenthaltes einen Fragebogen zum Gesundheitszustand und Aufenthalt in Risikogebieten aus. Zudem erfolgt ein Abstrich auf Sars-CoV-2. Personen mit Erkältungssymptomen sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Gruppentherapien finden eingeschränkt statt. Auch für die Schmerzpatienten gilt das Besuchsverbot. „Das Risiko, dass das Virus von einem Angehörigen eingetragen und an die Patienten oder auch an das Personal weitergegeben wird, wollen wir durch diese strengen Maßnahmen weitestgehend minimieren“, erklärt Andreas Dunger.
Gleich zwei neue Ärzte erweitern das bestehende Team der Schmerztherapie. Der Mediziner freut sich sehr über den Zuwachs an ärztlichen Kollegen und die damit verbundene Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Schmerzpatienten. Gunnar Wegmann, Facharzt für Anästhesie mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Schmerztherapie, und Dr. med. Sabine Weidlich, Fachärztin für Anästhesie, ebenfalls mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Weiterbildungsassistentin für spezielle Schmerzmedizin, vervollständigen das Team und freuen sich mit dem Chefarzt, dass die stationäre Aufnahme von Schmerzpatienten wieder möglich ist. „Es ist uns ein großes Anliegen, der Bevölkerung eine hochwertige ambulante und stationäre Schmerztherapie anzubieten“, so Chefarzt Dunger.
Diagnosen, wie chronische Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates, Kopf-, Nerven- oder auch Tumorschmerzen, gehören zum vielseitigen Aufnahmespektrum des Schmerzzentrums. Optimal abgestimmte Behandlungskonzepte, bei denen interdisziplinäre Verfahren der klinischen Medizin in Kombination mit verschiedenen Therapien wie Physio-, Ergo- und Psychotherapie sowie Elementen der traditionellen chinesischen Medizin zur Anwendung kommen, kennzeichnen die individuellen Behandlungskonzepte.
Leiden Sie unter Schmerzen, die bereits länger andauern? Dann können Sie sich hier unter der Telefon-Nummer 037423 79-2410 für einen Beratungs- bzw. Untersuchungstermin anmelden.

Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Kartoffel ist Giftpflanze des Jahre 2022: „Das ist völlig irre!“

Westsachsen/Zwickau.- der Naturschutzbund (NABU) Deutschland hat die Kartoffel zur Giftpflanze des Jahres gewählt. „Das ist völlig irre“, sagt der Zwickauer Bundestagsabgeordnete Nico Tippelt (FDP/Foto). „Damit wird ein ganz falsches Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher in unserem Land gesendet. Die Kartoffel, die es im Laden zu kaufen gibt – die Knolle also – ist nicht giftig. Im Gegenteil: Sie ist sehr gesund, enthält kaum Fett, dafür Stärke, Mineral- und Ballaststoffe, Vitamine.“
Durchschnittlich 55 Kilogramm Kartoffeln isst – statistisch gesehen - jeder Deutsche pro Jahr. „Die Kartoffel ist damit neben dem Brot eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Sie jetzt schlecht zu reden, indem man auf die giftigen Pflanzenbestandteile der Kartoffel hinweist, die die Bauern von der ungiftigen Knolle trennen, ehe diese in den Verkauf kommt, halte ich für gefährlich. Mehr noch: Es ist ein Witz, dass die Kartoffel die Giftpflanze des Jahres ist. Während der Mais, den wir hierzulande hauptsächlich als Viehfutter oder Energielieferant für Biogasanlagen anbauen, die Gemüsepflanze des Jahres ist.“
Der Nabu sollte dringend seine Strategien überdenken, empfiehlt Nico Tippelt. Er jedenfalls will sich den Appetit nicht verderben lassen. Egal ob als Salz-, Brat- oder Pellkartoffel, als Kloß oder Kartoffelpuffer – die Kartoffel lässt er sich weiter schmecken. Tippelt hofft, dass auch die Mehrheit der Deutschen der Giftpflanzen-Wahl der Kartoffel nicht mehr als ein verächtliches Lächeln schenkt und dem Lebensmittel treu bleibt. „Auf den Kartoffelanbau und -vertrieb sowie den Vertrieb von Kartoffelerzeugnissen haben sich hierzulande viele Firmen spezialisiert. Mit dieser unglücklichen Wahl könnte ihnen die Existenzgrundlage geraubt werden“, fürchtet Tippelt.
Demonstrativ besuchte der Abgeordnete, der tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion ist, am Dienstag im vogtländischen Reichenbach einen Kartoffelbauern. Ulrich Gündel ist noch dazu ein ganz besonderer, einer, der die Kartoffel zum Erlebnis macht. Er hat sich auf den Anbau alter Kartoffelsorten spezialisiert, produziert Raritäten – Klasse statt Masse. Auf zwei Morgen Land wachsen bei Gündel 30 Kartoffelsorten, die man höchst selten im Supermarkt findet. Sie sind gelb, weiß, rot und auch lila, haben so wohlklingende Namen wie „Bamberger Hörnchen“, „Vitelotte“, „Negra“, „Mayan Gold“ oder „Blauer Schwede“.
Um die Kartoffel herum haben Bauer Gündel und seine Familie ein Kulturabenteuer aufgebaut. In Gündels Kulturstall kann man auf Bestellung in Gesellschaft bei hausgemachter Musik und leckerem deutschen Wein Kartoffeln verkosten. Einen unterhaltsamen Vortrag darüber, wie die Kartoffel nach Deutschland kam, wie sie angebaut und am besten verarbeitet wird, gibt es obendrauf. Freiwillige Feuerwehren, aber auch andere Vereine aus ganz Mitteldeutschland kommen gern in Gündels Kulturstall zum Feiern. Auf der Homepage „guendels-kulturstall.de“ gibt es im „Kartoffel-TV“ Videos mit dem Neuesten aus „Knollywood“. Wer mag, kann Gündels bei der Kartoffellese helfen oder eine Führung durch die Welt der Kartoffel buchen. Schulklassen aus der Umgebung lernen am Feldrand auch, dass bestimmte – oberirdisch wachsende – Pflanzenteile der Kartoffeln giftig sind, und dass jeder Bauer deshalb sorgsam vorgeht bei der Kartoffelernte und -lese. „Allen Touristen, die das schöne Vogtland besuchen, kann ich einen Besuch bei Gündels nur wärmstens empfehlen“, sagt Nico Tippelt.

Quelle und Fotos: FDP-Büro Nico Tippelt / NABU

Freiheitsspaziergang: Ende der desaströsen Kahlschlagpolitik gefordert

Westsachsen/Glauchau/Werdau/ Crimmitschau/Meerane/Zwickau.-
Der vergangene Montagabend stand in Sachsen erneut ganz im Zeichen der Proteste gegen die immer weiter ausufernden Zwangsmaßnahmen der sächsischen Landes- und der Bundesregierung. Unzählige Menschen spazierten in Sachsen ebenso wie in ganz Deutschland durch ihre Städte und Gemeinden, um ein deutliches Zeichen für die Freiheit zu setzen. Gleichzeitig fanden in der Region ab 18 Uhr Protestaktionen in Glauchau, Werdau, Crimmitschau und Meerane statt. Selbst in kleineren Nachbargemeinden wie Wilkau-Haßlau und Lichtentanne hat sich der montägliche Spaziergang mittlerweile als festes Ritual für ein Bekenntnis zu Freiheit und Selbstbestimmung etabliert.
In Zwickau strömten auch an diesem Abend wieder tausenden Menschen, vom Hauptmarkt ausgehend, durch die Straßen ihrer Stadt (Foto). Bei den dazugehörigen Kundgebungen wurde erneut reger Gebrauch vom offenen Mikrofon gemacht. Immer mehr Stimmen, besonders aus dem Bereich der Pflegeberufe, werden laut, die ein sofortiges Ende der desaströsen Corona- und Kahlschlagpolitik fordern. Die Pflegemitarbeiter städtischer Einrichtungen fühlen sich zudem durch ein negativ aufgeladenes Arbeitsumfeld und das über ihnen schwebende Damoklesschwert der drohenden Kündigungen oftmals verraten. So wurde auch am offenen Mikrofon die Frage in Richtung Rathaus, speziell an Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ), gerichtet, was ihr die Pflegemitarbeiter städtischer Einrichtungen denn wert seien. Hierauf erfolgte, wie erwartet, jedoch keine Antwort. Constance Arndt, die sich federführend bei Offenen Briefen mit Hetze und Diffamierungen und geschmacklosen Plakataktionen gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen hervortut, hatte erneut das Rathaus als Zeichen der Volksverachtung verdunkeln lassen. Auf Videoüberwachung aus den verdunkelten Räumen der OB-Etage verzichtete die Stadtchefin diesmal, nachdem sich mehrere Bürger in der vergangenen Woche darüber beschwert hatten. Lediglich Fotos vom Balkon des Rathauses ließ sie diesmal anfertigen. Interesse scheint also durchaus vorhanden zu sein, auch wenn die Zwickauer Spaziergänger ein gänzlich anderes Verständnis von Dialog haben. Man wird sich also in Zukunft lautstärker Gehör verschaffen müssen.

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