30 Dezember 2022

Amtswillkür: Sie sind die Öffentlichkeit - und die Öffentlichkeit schweigt!

Westsachsen/Zwickau.- Am 13. Dezember fand eine Verhandlung am Amtsgericht statt, die von der Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast persönlich geleitet wurde. Dabei zeigten sich erneut der offensichtliche Machtmissbrauch der Zwickauer Richterin im Amt sowie weitere Charakterschwächen in ihrem Verhalten. Eine Prozessbeteiligte erinnert sich wie folgt:

Leserbrief
„Nach der Begrüßung stellte ich der Richterin meinen Partner vor, den Vater meiner Kinder, und dass er heute mein Beistand sein wird. Dieser wurde sofort abgelehnt, ich überreichte noch ein formloses Schreiben, wo in Schriftform der Wunsch niedergeschrieben wurde, dass mein Partner als Beistand heute auftritt. Vergebens. Die Richterin las die Ordnungswidrigkeit vor: Verstoß gegen die Schulpflicht. Im Anschluss wurde ich gefragt, ob ich noch etwas dazu sagen möchte. Ich bejahte dies, sagte aber gleichzeitig, dass ich vorher anwaltliche Beratung brauche und bat um Aussetzung der Verhandlung. Das wurde von Frau Ast kategorisch abgelehnt, dies hätte ich im Vorfeld machen sollen. Hochnäsiges Zitat: >>dafür hatten Sie genug Zeit<<.
Mein Partner, der mein Beistand sein sollte, hatte mir seine Notizen geben wollen und kassierte daraufhin 50 Euro Bußgeld. Mir wurde absolut kein Gehör zugebilligt. Nach der Frage, ob sie das alles bitte zu Protokoll nimmt, antwortete Sie: >>Hier gibt’s kein Protokoll!<<.
Den gerade mal fünf zugelassenen Personen wurde im Gerichtssaal der Mund verboten und sie wurden mit Bußgeldern gedroht. Einige, die nach einer kurzen Ansprache einer Mutter wegen ihrer menschlichen Worte geklatscht hatten, wurden mit den Worten des Saales verwiesen: >>Sie sind die Öffentlichkeit - und die Öffentlichkeit schweigt!<<
Im Sitzungssaal war es eiskalt. Wir mussten die ganzen drei Stunden vor einem geöffneten Fenster sitzen. Draußen waren minus sieben Grad und ein freundliches Fragen, ob das Fenster geschlossen werden könne, wurde herrisch verneint.
Wir haben uns dann im Wechsel, alle Mütter in der gleichen Sache, bis kurz nach 12 Uhr mit der Anwesenheit als Zuschauer gegenseitig unterstützt. Zusammenfassend beschreiben es diese Worte am besten: Unfreundlich, anmaßend, falsch bewertend, keine Wahrheitsfindung, kein Recht auf Gehör, kein Recht auf Beistand.
Sehr geärgert hat mich auch der respektlose Umgang mit den Namen der Kinder, bei denen sie offenbar Leseprobleme hatte und diese offensichtlich absichtlich falsch aussprach, und dann noch mit dem Zusatz >>was auch immer…<< verunglimpfte. Des Weiteren sagte eine Mama: >>Das Kindeswohl steht über Allem<<.  Dem entgegnete sie mit >>Schulpflicht entspricht dem Kindeswohl<<.
Bei der letzten Veranstaltung wiesen die Prozessbeteiligten beim Verlassen des Raumes darauf hin, dass man doch wenigstens die auf 5 stehende Heizung runter drehen sollte, wenn schon das Fenster den ganzen Tag sperrangelweit offen steht. Schließlich seien wir ja alle zum Sparen angehalten. Darauf meinte die Richterin zynisch: >>Was Sie zu Hause machen ist mir egal. Das interessiert hier nicht<<.
Das hohe Rechtsgut Kindeswohl sowie das beharrliche Ignorieren von Wahrheit und Realität durch Amtspersonen und Justizorgane verpflichtet Bürgerinnen und Bürger, diesen Missstand öffentlich zu machen.“
Ende des Leserbriefs

Die Höhe des Strafmaßes wurde in allen Fällen auf unter 250 Euro reduziert. Damit gibt es keine Möglichkeit, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Als die Mutter eines der betroffenen Kinder die von Fachleuten ausgearbeitete Studie zu krebserregenden Stoffen in den Teststäbchen vorlegen wollte, lehnte es die Richterin ab, sich damit zu befassen. Auch Präzedenzfälle, bei denen die Angeklagten frei gesprochen wurden, interessierten sie nicht.

28 Dezember 2022

Fester Bestandteil zum Weihnachtsfest: Wichteln gegen die Einsamkeit

Westsachsen/Werdau.-
Weihnachten ein Zeichen des Miteinanders und der Mitmenschlichkeit setzen und alleinlebende Senioren zum Fest überraschen: Das taten jetzt auch die hiesigen Bürger bei der großen Alloheim-Geschenkaktion. Anfang des Monats hatte die Alloheim Senioren-Residenz „Am Sternplatz“ unter dem Motto „Wichteln gegen die Einsamkeit“ zum Spenden kleiner Weihnachtsgeschenke aufgerufen. Diese wurden nun pünktlich zum Fest an alleinstehende Senioren der Region übergeben.
„Auch in diesem Jahr sind wir überwältigt, wie viele Menschen sich an unserer Spendenaktion für alleinlebende Senioren in unserer Gegend mit Herz, Liebe und Leidenschaft beteiligten“, fasst Einrichtungsleiterin Jana Becke den Erfolg der Geschenkeaktion zusammen, „wir haben neben vielen liebevoll verpackten Geschenke auch ganz persönliche Weihnachtsgrüße zum Verteilen bekommen, die für sehr bewegende Momente der Rührung bei jedem Empfänger gesorgt haben. Im Namen aller Senioren möchten wir uns dafür mit einem großen Dankeschön bei allen Bürgern von ganzem Herzen bedanken. Sie haben auch in diesem Jahr ein beeindruckendes Zeichen des Zusammenhaltes und der Mitmenschlichkeit gesetzt.“
Schon seit über zehn Jahren rufen die zu Alloheim gehörenden Pflegeeinrichtungen in der Vorweihnachtszeit Bürger, Vereine, Unternehmen, Kindergärten oder auch Schulen dazu auf, kleine Weihnachtspräsente zu spenden und in einer der Einrichtungen abzugeben. Denn: „Viele Senioren haben keine Angehörigen mehr, weshalb wir verhindern wollen, dass sie ihr Weihnachtsfest einsam und ohne Geschenke verbringen müssen“, erläutert Becke.
Um die pünktliche Geschenkübergabe sicherzustellen, waren neben den Mitarbeitern der Residenz auch Sozial- bzw. ambulante Dienste und viele Ehrenamtliche eingebunden, um die Wichtelpakte an die Senioren der Region zu verteilen. „Wir möchten uns bei jedem einzelnen Spender ganz herzlich für jedes Wichtelpaket bedanken“, sagt Jana Becke, „Dank der Hilfe und Unterstützung von so vielen großartigen Menschen konnten wir vielen Senioren ein unvergessliches Weihnachtsfest bescheren. Nächstenliebe und Empathie zu zeigen, anonym und ohne viel Aufsehen – das ist nicht alltäglich und schon mehr als eine Besonderheit“. Auch im nächsten Jahr wird das „Wichteln gegen die Einsamkeit“ zum festen Bestandteil der Weihnachtsplanung gehören.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

27 Dezember 2022

Wirtschaftsprofessor: Wertpapiergeschäfte der Sparkasse treffen uns alle

Frankfurt/Westsachsen/Zwickau.-
 Die Millionenverluste der Sparkasse Zwickau werden immer größer (WSZ berichtete). Professor Ralf Jasny (Foto), der als Erster darauf aufmerksam machte, zieht jetzt Bilanz zur aktuellen Entwicklung. Hier sein Fazit:
„Im Juli dieses Jahres war nach der Veröffentlichung meiner Studie zu den Wertpapiereigengeschäften vom Deutschen Sparkassenverband zu hören, dass »… die Fakten falsch sind …«. Als im November auch die Bundesbank in ihrem Finanzmarktstabilitätsbericht 2022 vor hohen Abschreibungen bei den Sparkassen warnte, war auf Nachfrage von Markus Lachmann von FinanzBusiness lediglich seitens des Pressesprechers des DSGV - Deutscher Sparkassen- und Giroverband zu hören, »Der DSGV hat keinen Grund, an seiner Bewertung aus dem Sommer irgendetwas zu ändern«.
Dass eine solche Einschätzung aber nicht von allen Regionalverbänden geteilt wird, zeigt jetzt ein aktuelles Interview. Der bayerische Sparkassenpräsident Ulrich Reuter (der dem Vernehmen nach als potentieller Nachfolger des amtierenden DSGV-Präsidenten gehandelt wird) erklärte in einem Bloomberg-Interview: »Zinsbedingte Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapierbestände schlagen für das Jahr 2022 hart ins Kontor«. Er selbst spricht von einem »hohen dreistelligen Millionen Betrag« für die bayerischen Sparkassen. Dabei sind die wirklichen Problemsparkassen in Bayern gar nicht zu finden, sondern vielmehr in Ostdeutschland, zum Beispiel Zwickau, wie meine Studie schon vor einigen Monaten gezeigt hat. Da werden im »worst case« ganz andere »Hausnummern« aufgerufen werden. Solche zaghaften öffentlichen Kehrtwenden machen schmerzhaft bewusst, dass Verluste von öffentlich-rechtlichen Instituten wie Sparkassen sich über kurz oder lang in den Gemeindehaushalten niederschlagen: Entweder als entgangene Gewerbesteuereinnahme bei geringeren Gewinnausweisen, oder sogar als Gewerbesteuerrückforderung bei Verlusten. Dann treffen die Wertpapiereigengeschäfte der Sparkassen uns alle.“
Quelle: Blomberg / FinanzBusiness / Prof. Ralf Jasny

24 Dezember 2022

Pünktlich zu Weihnachten: Paracelsus Klinik schließt Notaufnahme

Westsachsen/Adorf/Schöneck.- Die Paracelsus Klinik Adorf hat mit sofortiger Wirkung ihre Notaufnahme bis zum 27.12. 2022, 7.00 Uhr, geschlossen. Grund: Es fehlt an qualifiziertem Fachpersonal bei Ärzten und Pflegekräften auf der Intensivstation der Klinik. In der Folge muss die Notaufnahme schließen, um eine adäquate und sichere Patientenversorgung gewährleisten zu können. Die Notfallversorgung findet nun ausschließlich in der Paracelsus Klinik Schöneck statt. Die Rettungsdienste der Region wurden über diesen Schritt informiert.
„Viele unserer Beschäftigten können aufgrund einer Infektion mit Influenza- oder RS-Virus, zu einem kleinen Teil auch mit dem Coronavirus, nicht zum Dienst erscheinen. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen und alle notfallmedizinischen Kräfte am Standort Schöneck gebündelt. Dort können wir eine gute Patientenversorgung gewährleisten“, erklärt Jan Müller, Klinikmanager der beiden Klinikstandorte in Adorf und Schöneck.
Die Paracelsus Klinik mit den Standorten Adorf und Schöneck ist ein leistungsfähiger und familiärer, medizinischer Dienstleister in der Region. Mit 275 Planbetten, 5 tagesklinischen Plätzen und rund 500 Mitarbeitern in Klinik und MVZ gewährleistet das Krankenhaus eine solide Grund- und Regelversorgung und hochspezialisierte Leistungserbringung an den jeweiligen Standorten. Die hochqualifizierten Mitarbeiter bieten mit modernsten Diagnose- und Therapieverfahren und viel Menschlichkeit eine optimale Versorgung und Vernetzung in den Fachbereichen Anästhesie und Intensivmedizin, Innere Medizin, Allgemein– und Viszeralchirurgie, Unfall-, Hand-, Wirbelsäulen- und wiederherstellende Chirurgie mit EndoProthetikZentrum, Onkologie, Geriatrie, geriatrische Tagesklinik, Palliativmedizin, Schmerzzentrum sowie der 24Stunden-Notaufnahme.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

23 Dezember 2022

Sächsische Justiz ermittelt wegen Kohldiebstahl für Kaninchen

Westsachsen/Zwickau/Dresden.-
 Es ist schon erstaunlich, wenn man vergleicht, womit sich sächsische Ermittler befassen und was sie gekonnt ignorieren. So ist den Behörden seit Jahren bekannt, dass in Zwickau eine kriminelle Vereinigung, bestehend aus der Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, dem Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und dem Staatsanwalt Jörg Rzehak, ihr Unwesen treibt. Entsprechende Strafanzeigen wurden aus unterschiedlichen Quellen erstattet, die Beschuldigten bestreiten ihre Mitgliedschaft in dieser Vereinigung nicht. Einzig das Landgericht Zwickau distanziert sich davon (WSZ berichtete). Das Sächsische Justizministerium ist umfassend informiert. Konsequenzen gab es bisher keine. Die drei Genannten hantieren weiter unbehelligt in der Zwickauer Justiz, meist zum Schaden der Allgemeinheit.
Umso wichtiger ist es, dass den sächsischen Ermittlungsbehörden jetzt ein ganz großer Coup gelungen ist. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben ein Ermittlungsverfahren gegen eine 60-jährige Beschuldigte wegen des Verdachts des versuchten Diebstahls mit Waffen geführt.
Der Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 07.09.2022 gegen 17:30 Uhr auf einem Feld des Frühgemüsezentrums Kaditz an der Serkowitzer Straße in Dresden mit einem Messer zunächst einen Weißkohl abgeschnitten und zum Abtransport bereitgelegt zu haben. Dabei wurde sie von zwei sich auf Streife befindlichen Polizeibeamten beobachtet, was die Beschuldigte auch bemerkte. Gleichwohl soll sie unter den Augen der Polizeibeamten noch zwei weitere Weißkohlköpfe abgeschnitten und zum Abtransport bereitgelegt haben. Die Frage der Polizeibeamten, ob es sich hier um ihr Feld handele oder ob die Beschuldigte eine Genehmigung für die Weißkohlernte habe, verneinte sie. Die Beschuldigte teilte den Polizeibeamten vielmehr mit, dass sie nur etwas Weißkohl für ihre Kaninchen hole und das Feld sowieso nur umgepflügt werde.
Die Beschuldigte führte bei Begehung der Tat ein Messer bei sich, so dass der Sachverhalt rechtlich als versuchter Diebstahl mit Waffen zu werten war, für den das Gesetz grundsätzlich eine Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe vorsieht. Da die Tat im Versuchsstadium verblieben ist, hat die Staatsanwaltschaft Dresden das Verfahren gegen die nicht vorbestrafte Beschuldigte mit Zustimmung des Amtsgerichts Dresden nach § 153 Absatz 1 Strafprozessordnung eingestellt. Die Beschuldigte wurde eindringlich angehalten, sich künftig eine andere und legale Futterquelle für ihre Kaninchen zu suchen.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden

22 Dezember 2022

Kaufland erfüllt Weihnachts-Kinderwünsche: Niemand soll leer ausgehen

Westsachsen/Werdau.- In wenigen Tagen ist Heiligabend. Viele Kinder werden dann einen mehr oder weniger reichlich gedeckten Gabentisch unter dem Weihnachtsbaum finden. Doch es gibt auch Ausnahmen, da nicht jede Familie über die nötigen Ressourcen verfügt. Grund genug für die Kaufland-Filialen in Werdau und Steinpleis, gemeinsam das Projekt „Wunschbaum“ durchzuführen. In enger Abstimmung mit den Schulsozialarbeitern des DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. in Werdau und Fraureuth und mit der Unterstützung der Kunden wurden Wünsche für 32 Kinder und Jugendliche erfüllt. Die liebevoll verpackten Päckchen wurden am 21. Dezember durch die Filialleiterinnen Ines Kasulke und Solveig Richter an die Sozialarbeiter des DRK übergeben. Sie spielen in den nächsten Tagen nun „Weihnachtsmann“, damit alle Präsente rechtzeitig ihren Weg zu den Empfängern finden. Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Dr. Lars Kretzschmar, bedankte sich bei der Übergabe herzlich für die gute Zusammenarbeit: „Durch diese Zusammenarbeit ist es uns einmal mehr möglich, Lücken im sozialen Gefüge unserer Gesellschaft zu schließen. Man merkt, dass das für alle hier eine Herzenssache ist.“
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

21 Dezember 2022

Meinung: Was passiert, wenn Schübel aus dem Nähkästchen plaudert?

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.- Vordergründig sieht es zunächst danach aus, als ginge es beim GRÜNEN-Anwalt Jürgen Kasek (Foto/Artikel LVZ) um dessen Zulassung als Rechtsanwalt. Sieht man jedoch genauer hin, so fällt dem geneigten Leser auf, dass auch hier wieder einmal mehr mit zweierlei Maß gemessen wird. Wer die Westsächsische Zeitung regelmäßig verfolgt, sieht die Parallelen zwischen dem flüchtigen Potsdamer Juristen Dirk-Ulrich Magerl, dem falschen Doktor aus Plauen, Reinhard Schübel, und eben diesem Böttger-Vertreter aus Leipzig.
Wir erinnern uns: Der Zwickauer GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto unten) ließ über Kasek eine Verfügung erwirken, wonach einer unserer ehrenamtlichen Journalisten bei Zuwiderhandlung in den Knast gesteckt werden sollte (WSZ berichtete). Kurze Zeit später gab es eine Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme von Arbeitsmitteln bei eben diesem Journalisten, der, wie sich später herausstellte, in der Sache völlig unschuldig war. Böttger kassierte daraufhin eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung. Die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.
Wie ein schlechter Witz mutet dagegen die Aussage der Rechtsanwaltskammer an, es handele sich um den Straftatbestand „Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen“. Dieser wird mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet. Möglich, dass Kasek in Leipzig damit vor Gericht landet. Und in Zwickau? Hier überlegt man seit Jahren, ob man gegen den falschen Doktor aus Plauen überhaupt vorgehen will. Dabei ist die Liste der Vergehen des Reinhard Schübel mit Sicherheit wesentlich länger, als die des Journalistenjägers Kasek.
Wir erinnern uns: Schübel war es, der im April 2012 die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels versäumte und damit ein Chaos in der Zwickauer Justiz auslöste, das bis heute anhält. Absurderweise bildet er sich ein, er hätte dafür auch noch Honorar verdient. Im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz verhindert er bisher erfolgreich die Aufklärung der Überklebungsaffäre und braucht nicht zu befürchten, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Insider sprechen von privaten Verquickungen, die ihn vor Strafverfolgung schützen (WSZ berichtete). Auch gewisse Kreise der nach wie vor aktiven Stasi-Seilschaften in Zwickau haben, nach Kenntnis von Hinweisgebern, offensichtlich kein Interesse daran, dass Schübel „aus dem Nähkästchen plaudert“. Und so bleiben in Zwickau Straftaten, wie die von der Rechtsanwaltskammer beschriebenen, trotz wiederholter Anzeigen ungesühnt.
Ein Potsdamer Jurist macht es jetzt vor, wie man sich gänzlich aus der Affäre ziehen kann. Dirk-Ulrich Magerl wurde in Potsdam zur Rückzahlung von Honorar an eine Mandantin verurteilt. Als der Gerichtsvollzieher die Summe pfänden wollte, war der Advokat nicht mehr greifbar. Jetzt sucht die Polizei nach ihm mit ungewissem Ausgang. Angeblich hat er sich bereits ins Ausland abgesetzt (WSZ berichtete).
Wenn dieses Beispiel Schule macht, ist es bald gänzlich vorbei mit dem „demokratischen Rechtsstaat“. In Zwickau hat man die Vernichtung desselben mit Wissen und Duldung des Sächsischen Justizministeriums bereits geschafft.

20 Dezember 2022

Ursache unklar: Laube in Gartenanlage „Bergmannshöhe“ ausgebrannt

Westsachsen/Zwickau.-
 Gestern Nachmittag kam es gegen 14:10 Uhr zu einem Laubenbrand in der Gartenanlage „Bergmannshöhe“. Die Anlage befindet sich zwischen der Lengenfelder Straße und der Einsteinstraße. Als die ersten Kameraden der Berufsfeuerwehr am Brandort eintrafen, befand sich die freistehende Laube bereits im Vollbrand.
Zur Brandbekämpfung, die mit Atemschutz durchgeführt wurde, kamen 2 C-Rohre zum Einsatz. Löschwasser wurde aus einem nahegelegenen Überflurhydrant entnommen. Nach zehn Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf benachbarte Gärten konnte zum Glück verhindert werden.
Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle zogen sich bis 16:15 Uhr hin. Erschwert wurden die Einsatzmaßnahmen vor Ort durch den Restschnee, welcher in Verbindung mit dem Regen die Wege regelrecht in Eisbahnen verwandelte.
Im Einsatz waren der Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Planitz mit insgesamt 27 Einsatzkräften. Die Polizeidirektion Zwickau war vor Ort und nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Stadt Zwickau und das Feuerwehramt bedanken sich bei allen Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Dezember 2022

Auf der Flucht: Verurteilter Rechtsanwalt macht sich aus dem Staub

Westsachsen/Zwickau/Potsdam.- Das kommt also dabei heraus, wenn man den Rat eines Richters befolgt: „Verklagen Sie ihren Rechtsanwalt!“, tönte Richter Jörg Reneberg am Landgericht Zwickau, nachdem er die Verhandlung wegen Nichterscheinen desselben mit einem Versäumnisurteil beschloss. Nach jahrelangem Kampf durch die Instanzen war es im Sommer dieses Jahres endlich soweit. Der Geschädigten wurde vom Landgericht Potsdam bestätigt, was das dortige Amtsgericht bereits 2021 beschloss: Rechtsanwalt Dirk-Ulrich Magerl muss mehrere Tausend Euro an ungerechtfertigt abgerechnetem Honorar zurück bezahlen. Doch dieser denkt gar nicht daran, seine Schulden zu begleichen. Statt dessen macht er sich aus dem Staub.
Jetzt kam heraus, dass der Advokat bei Gericht eine falsche Adresse angegeben hat. Die Rechnung an ihn kam mit dem Hinweis der Post zurück: „Empfänger nicht zu ermitteln“. Der inzwischen eingeschaltete Gerichtsvollzieher findet ebenfalls nur ein verlassenes Klingelschild vor (Foto). Inzwischen wurde Vermissten- und Betrugsanzeige bei der Potsdamer Polizei erstattet. Bisher ohne Ergebnis. Ein Bekannter meint, Dirk-Ulrich Magerl habe sich schon vor Jahren ein Grundstück auf Zypern gesichert. Ob er dort zu finden ist, müssen die Behörden heraus finden.
Nur ein Einzelfall? Parallelen gibt es zu einem seit Jahren in der Kritik stehenden Rechtsanwalt in Sachsen. Reinhard Schübel, der falsche Doktor Plauen, weigert sich ebenfalls, ungerechtfertigt abgerechnetes Honorar zurückzugeben. Schlimmer noch, er traktiert seine ehemalige Mandantin mit weiteren Forderungen, die durch Rechtsbeugung am Oberlandesgericht Dresden entstanden sind. Hier hat man trotz bestehender Rechtskraft gesetzeswidrig zum Schaden der Betroffenen weiter verhandelt. Bis heute wird Schübel im Schulterschluss mit Richtern und Staatsanwälten vor Strafverfolgung geschützt (WSZ berichtete).
Seit einigen Wochen ist es um den Winkeladvokaten verdächtig still geworden. Zwar versuchte er, noch im November, mit einer Beleidigungsanzeige gegen die Geschädigte Verwirrung zu stiften, doch seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Möglich wäre, dass er sich ebenfalls ins Ausland abgesetzt hat. Falls nicht, sind die Behörden jetzt dazu aufgefordert, hier besser aufzupassen als bei Dirk-Ulrich Magerl.

Einbruch ins Grüne Gewölbe: Erheblicher Teil der Tatbeute sichergestellt

Westsachsen/Dresden/Berlin.-
Staatsanwaltschaft Dresden, Soko Epaulette und das LKA Sachsen haben in der vergangenen Nacht in Berlin einen erheblichen Teil des bei dem Einbruch in das Grüne Gewölbe entwendeten Diebesgutes sichergestellt. Nach einer ersten Sichtung handelt es sich um 31 Einzelteile, darunter auch mehrere vollständig erscheinende Stücke wie der Hutschmuck (Reiherstutz) und der Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens aus der Brillantgarnitur. Es fehlen die bei dem Diebstahl beschädigte Epaulette mit dem »Sächsischen Weißen« und die Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste.
Die gesicherten Gegenstände wurden unter Absicherung durch Spezialkräfte der Polizei nach Dresden überführt und werden hier zunächst kriminaltechnisch und im Anschluss durch Spezialisten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf ihre Echtheit und Vollständigkeit hin untersucht.
Vorausgegangen waren Sondierungsgespräche zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft unter Einbeziehung des Gerichts über eine mögliche Verfahrensverständigung und Rückführung noch vorhandener Beutestücke. Alles Weitere muss dem weiteren Gang der Hauptverhandlung vorbehalten bleiben, die am kommenden Dienstag fortgesetzt wird. Weitere Auskünfte sind daher momentan nicht möglich.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: Kunstsammlungen Dresden

16 Dezember 2022

Zwei neue Fahrzeuge für die Berufsfeuerwehr Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Die Berufsfeuerwehr hat zwei neue Fahrzeuge. Bei den „Kommandowagen“ handelt es sich um SUV, die beispielsweise zur Anfahrt und zur Erkundung von Einsatzstellen, im Hochwasserfall zur Deichüberwachung oder zum allgemeinen Dienstbetrieb im Feuerwehramt genutzt werden. Die Pkw wurden am Dienstag im Beisein von Oberbürgermeisterin Constance Arndt übergeben.
Die Fahrzeuge sind mit Allradantrieb, Automatikgetriebe und einem Dieselmotor mit 140 kW (190 PS) ausgestattet. Sie verfügen über die erforderliche Sondersignalanlage mit Umfeldbeleuchtung und Heckwarnanlage. Neben der notwendigen Funkanlage haben die beiden Fahrzeuge eine Ausrüstung für Erstmaßnahmen, wie Feuerlöscher und Brechwerkzeug. Die Kommandowagen kosteten insgesamt rund 110.000 Euro. Der Betrag musste komplett aus dem Haushalt der Stadt Zwickau bestritten werden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

10 Dezember 2022

Alle wissen Bescheid: „Diese Ignoranz ist unerträglich!“

Westsachsen/Zwickau/Dresden.- „Auf hoher See und vor Gericht sind wir in Gottes Hand“. Diesen Spruch verwenden meist Menschen, die es gut finden, wenn andere um ihr Recht betrogen werden. Denn vor Gericht sind wir eben nicht „in Gottes Hand“, sondern in den Händen meist willkürlich entscheidender Richter, die nicht kontrolliert werden. Unter dem Deckmantel der „richterlichen Unabhängigkeit“ wird so allerhand Schindluder getrieben. Eine Sammlung belegbarer Beispiele hat die WSZ hier veröffentlicht: Archiv
Umso erstaunlicher ist die Erkenntnis, dass es einigen Menschen offensichtlich egal ist, welche Auswirkungen derlei Umtriebe auf die gesamte Gesellschaft haben. Gerade Politiker sind hier an Ignoranz kaum noch zu übertreffen. So wurde innerhalb des letzten halben Jahres jeder Abgeordnete im Sächsischen Landtag (Foto) mit diesem Thema konfrontiert. Einige sogar mehrmals. Es wurden Beweisordner mit beigefügter DVD angelegt und an die Vertreter aller Parteien zur weiteren Bearbeitung übergeben. Die Sächsische Justizministerin hat einen bekommen und auch die Vorsitzende der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag. Der Bundesjustizminister wurde von einem Bundestagsabgeordneten direkt darüber in Kenntnis gesetzt. Selbst der Sächsische Ministerpräsident wurde in dieser Woche nochmals darüber informiert und hat ebenfalls einen dieser Beweisordner erhalten. Die Reaktion darauf ist bisher gleich NULL.
Über die Hintergründe dieses Verhaltens kann nur gemutmaßt werden. Möglich ist, dass die gesamte Regierung in Schockstarre verfallen ist, weil man dieses Ausmaß an Rechtsverstößen innerhalb der sächsischen Justiz bisher nicht für möglich gehalten hat. Denkbar wäre auch, dass im Hintergrund zwar an einer Lösung gearbeitet wird, man sich aber aus taktischen Gründen derzeit noch nicht äußern will. Unwahrscheinlich ist die Vermutung, dass alles unter den Teppich gekehrt werden soll. Denn dafür ist es reichlich zu spät. Zu groß ist die Empörung in der Bevölkerung und das Interesse der Öffentlichkeit an einer Aufklärung der Vorwürfe.
Einer, der sich bei der Verteilung der Beweismittel ganz besonders ins Zeug gelegt hat, ist Sven Trautmann aus Königsbrück (Foto). Der Familienvater wurde selbst Opfer willkürlich entscheidender Richter und hat dadurch seine Tochter Xenia verloren. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die bis in höchste Kreise weiterhin agierenden Stasiseilschaften nicht zur Ruhe kommen. Unter dem Titel „Die Seilschaften sitzen überall“ deckt er Zusammenhänge auf und prangert unermüdlich die real existierende Gefahr einer in ganz Deutschland operierenden Stasi 2.0 an (WSZ berichtete). Ganz besonders wütend ist er auf die Reaktion der Verantwortlichen im Dresdener Stasi-Unterlagen-Archiv und in der Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße: „Diese Ignoranz ist unerträglich! Gerade dort, wo eigentlich Aufklärung stattfinden müsste, sitzen offensichtlich genau die Leute, die das aus eigenem Interesse verhindern wollen“, so sein Eindruck.
Neben den von den Mainstream-Medien favorisierten Themen wie die Festnahme von Reichsbürgern, der Energiekrise und dem Ukrainekrieg gehen elementar wichtige Grundsatzfragen unter. Dabei müsste jedem klar sein, dass eine willkürlich agierende, unkontrollierte Justiz unter dem Einfluss nach wie vor aktiver Stasiseilschaften über kurz oder lang der Untergang der freiheitlich demokratischen Rechtstaatlichkeit in Deutschland sein wird.

09 Dezember 2022

Leckeres Benefizprojekt 2022: Lebens-Saft fließt wieder

Westsachsen/Werdau.
-Es ist nicht das erste Mal, dass die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Wasserwacht von der Koberbachtalsperre im Herbst fleißig Äpfel sammeln. Und so sind auch in diesem Jahr mehrere hunderte Kilogramm des leckeren Obstes zusammengekommen. Gepflückt wurden die Früchte in Gärten und auf Wiesen rund um Werdau. Und dank der Unterstützung der Fruchtsaftkelterei Mehlhorn OHG wurden daraus mehr als 40 Kästen schmackhafter, naturtrüber Apfelsaft, der seit wenigen Tagen unter dem Kosenamen „Lebens-Saft“ erhältlich ist. Die Namensgebung war dabei kein Zufall. Denn der Verkaufserlös kommt zu 100 Prozent der Arbeit der DRK-Wasserwacht zugute. Die kümmert sich sowohl um die Sicherheit und Ausbildung am und im Wasser als auch um unterschiedlichste Hilfeleistungen an Land. Kaufen kann man den Direktsaft zum Preis von 2,20 Euro pro Flasche zuzüglich Pfand noch bis zum dritten Advent im Werdau-Lädchen auf dem Werdauer Weihnachtsmarkt. Unabhängig davon kann er telefonisch oder per WhatsApp unter 0174 7275595 bestellt werden.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

08 Dezember 2022

Adventszauber versus Schlossweihnacht: Erste Eindrücke

Westsachsen/Waldenburg.-
Zwei Jahre Anlauf benötigte der Adventszauber auf Schloss Waldenburg. Endlich durften wieder Veranstaltungen in der Weihnachtszeit stattfinden, meinen erleichtert Mitarbeiter des Schlossteams. Viele Gäste wurden am ersten Adventswochenende begrüßt. Wir treffen lachende und auch traurige Gesichter.
„Warum gibt es die traditionelle Schlossweihnacht nicht mehr?“, fragen wir Ina Klemm, Geschäftsführerin der Tourismus und Sport GmbH. „Der Gedanke eines kleinen Adventszaubers im hinteren Bereich des Schlosses und der Südterrasse entstand erstmalig 2020, als kein Weihnachtsmarkt in bekannter Größe stattfinden durfte. Wir hatten damals die Hoffnung, dass wir jeweils eine begrenzte und kontrollierbare Anzahl an Personen als Besucher auf den Adventszauber einlassen dürfen. Wir konnten den Adventszauber damals trotzdem leider nicht stattfinden lassen. Aufgrund dieser Erfahrungen planten wir bereits Januar/Februar 2022 erneut vier kleine Adventszauber, die bei möglichen Hygienebedingungen händelbar sind und schlossen bereits die jeweiligen Verträge mit den Händlern.“
„Wird 2023 wieder an diesem Konzept festgehalten?“, fragen wir weiter. „Wie es im nächsten Jahr sein wird, das können wir noch nicht genau sagen.“ – so Ina Klemm. „Im Januar wird es Gespräche mit der Stadt Waldenburg geben, die in den letzten Jahren die Schlossweihnacht mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern gestemmt hatte. Der Wunsch nach einem großen Markt ist auf alle Fälle da. Wie der Weihnachtsmarkt im Schloss selbst aussehen könnte, ist ebenfalls noch unklar, da in den letzten Jahren viele neue Ausstellungsräume entstanden sind, die bisher mit Händlern belegt werden konnten. Damit ist der Platz für 1000ende Gäste, die wir jeweils an so einem Wochenende im Schlossbereich begrüßen durften, nicht mehr gegeben. Natürlich kann man die historischen Räumlichkeiten des Schlosses wie Treppenhalle, Bibliothek, Säle, Spiegelzimmer, Goblinzimmer, Chinesisches Zimmer, private Räumlichkeiten, Kapelle und historische Küche mit einem Eintrittsticket besichtigen.“
Der diesjährige Adventszauber auf Schloss Waldenburg findet noch an allen weiteren drei Adventswochenenden statt. Geöffnet ist er jeweils Freitag von 14 Uhr bis 20 Uhr, Samstag von 11Uhr bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es gibt allerlei Leckereien zu kaufen und regionale Händler bieten eine große Auswahl an Geschenkideen für das bevorstehende Weihnachtsfest an. Natürlich besucht auch der Weihnachtsmann den Adventszauber und hat Süßigkeiten für die Kleinen im Gepäck. Immer samstags und sonntags jeweils ab 15 Uhr ist er auf dem Adventszaubergelände. Am 17. Dezember wird ein Kinderprogramm der Gräflich Schönburgischen Schloßcompagnie aufgeführt. Und auch das Museum vis-á-vis bietet ein buntes Adventsprogramm für die Großen und die Kleinen.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg

07 Dezember 2022

Umsturz geplant: Wollte der Prinz die Monarchie wieder einführen?

Westsachsen/Ostthüringen.-
Die Bundesanwaltschaft geht seit dem frühen Mittwochmorgen bundesweit gegen Personen vor, die im Verdacht stehen, eine terroristische Vereinigung zu bilden. Die Tatverdächten sollen über Jahre einen Staatsumsturz geplant haben. Ein Schwerpunkt ist Bad Lobenstein in Ostthüringen. Unter den Festgenommenen ist auch Heinrich XIII. Prinz Reuß.
Der Adelsspross sollte nach bisherigen Erkenntnissen im Fall einer gewaltsamen Machtübernahme an die Spitze einer neuen Regierung gestellt werden. Der 71-Jährige steht im Verdacht, eine führende Rolle bei den Umsturzplänen zu spielen. Zudem soll er auch als Geldbeschaffer der „Patriotischen Union“ fungiert haben. Der Prinz besitzt seit Jahren ein Jagdschloss in der Nähe von Bad Lobenstein im Saale-Orla-Kreis (Foto). In diesem soll er sich auch hin und wieder aufhalten. Aus diesem Grund werden das Schloss und weitere Wohn- und Geschäftsräume von der Polizei durchsucht. Heinrich XIII. wohnt in Frankfurt am Main, wo er eine Wohnung und ein Büro hat. An der Adresse in Bad Lobenstein finden sich Unternehmensgesellschaften und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).
Erst im Sommer hatte der Prinz bundesweit Schlagzeilen gemacht. Er war bei einem Empfang des inzwischen suspendierten Bad Lobensteiner Bürgermeister Thomas Weigelt (parteilos) zugegen. Ein Reporter der „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) war bei diesem Empfang von Weigelt zunächst am Filmen gehindert worden. Bei einem am selben Tag stattgefundenen Marktfest in dem Ort griff der Bürgermeister dann den Redakteur tätlich an.
Im Nachgang meldete sich der Chef des Hauses Reuß, Heinrich XIV. zu Wort. Er erklärte, dass Heinrich XIII. ein entfernter Verwandter sei und sich vor 14 Jahren vom Hause Reuß abgewandt habe. Er sei ein „teilweise verwirrter“ alter Mann, der „verschwörungstheoretischen Irrmeinungen“ aufsitze, teilte der Sprecher des Hauses Reuß Ende August dieses Jahres mit.
Das Haus Reuß ist ein bis 1918 regierendes Herrschergeschlecht, das auf die Vögte von Weida bzw. deren Abzweig, die Vögte von Plauen, zurückgeht. Die verschiedenen Vogtslinien übten ursprünglich das Ministerialenamt der Vögte im nach ihnen benannten Vogtland, heute im Grenzgebiet von Bayern, Sachsen und Thüringen, aus.
Die thüringische Familie siedelte schon vor der Mitte des 12. Jahrhunderts in das Sorbenland der mittleren und oberen Weißen Elster über. Hier bauten sie mit Rodung und Siedlung und in Wahrnehmung von Reichsaufgaben eine größere Herrschaft auf. Die Vögte stiegen rasch in den Herrenstand auf, Kaiser Ludwig der Bayer bestätigte ihnen 1329 fürstengleichen Rang. Sie wurden 1673 zu reichsunmittelbaren Grafen und (je nach Linie) ab 1778 (1790 bzw. 1802) zu Reichsfürsten. Die Dynastie regierte in diversen Linien und Unterlinien verschiedene, zerteilte Gebiete; um 1700 gab es zehn reußische Grafschaften beider Hauptlinien. Noch bis zur Novemberrevolution 1918 bestanden als souveräne Bundesstaaten des Deutschen Kaiserreichs das Fürstentum Reuß älterer Linie mit der Landeshauptstadt Greiz und das Fürstentum Reuß jüngerer Linie mit der Landeshauptstadt Gera.
Zwar sind die vormals regierenden Linien inzwischen im Mannesstamm erloschen (die ältere in Greiz 1927, die jüngere in Gera 1945); von letzterer hatte sich aber 1692 die nicht-regierende Nebenlinie Reuß-Köstritz abgespalten, die 1806 ebenfalls in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. Diese Linie existiert als derzeitiges Haus Reuß noch heute; „Chef des Hauses“ ist Heinrich XIV. Fürst Reuß (* 1955).
Quelle: Wikipedia/MDR

06 Dezember 2022

Klassik-Tipp: Europäische Weihnachtssymphonie mit Uraufführung

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 16. Dezember öffnet sich um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster der Vorhang für das 5. Symphoniekonzert der Chursächsischen Philharmonie im Rahmen der 20. Chursächsischen Winterträume. Dabei widmen sich die »Chursachsen« unter der Leitung von GMD Florian Merz gemeinsam mit den ersten Preisträgern des 57. Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 2022 einem europäischen Klangbild der Weihnachtszeit und schenken dem Publikum kurz vor dem Fest der Liebe eine ganz neue Weihnachtskomposition des Kammermusikers Stefan Büchner. Das Publikum kann sich so auf die »Weihnachtsmusik« des Briten Henry Purcell, auf italienisches Flair mit Scarlattis »Weihnachtssonate« oder das »Concertino für Tuba und Streichorchester op. 77« des Niederländers Jan Koetsiers freuen. Dazu werden das englische »Konzert für Horn und Streichorchester op. 150« von York Bowen und Carl Reinickes »Weihnachts-Sinfonietta« diesen Adventsabend leuchten lassen. Als Solisten brillieren der französische Tubist Florian Wielgosik und der italienische Hornist Achille Fait (Foto).
Als besonderer Höhepunkt dieses Konzerts ist aber die Uraufführung eines ganz neuen »Weihnachts-Concertos«, komponiert vom Chursachsen-Kammermusiker Stefan Büchner. Dieses in Bad Elster entstandene Konzert für Streichorchester und Sopransaxophon besteht aus einem Satz in mehreren Tempi, welcher die Gefühlswelt der Weihnachtszeit musikalisch bebildert: Der erste Teil führt als klangbildliche Prophezeiung sehnsuchtsvoll in die Freudenzeit der Weihnacht, in Anlehnung an die weltberühmte Melodie »Mach hoch die Tür, die Tor macht weit«. Der Mittelteil der neuen Komposition verarbeitet in einem fröhlich-spielfreudigen Arrangement den Bach-Choral »Brich an Du schönes Morgenlicht« als freudige Erwartung auf Jesu-Geburt bis nach einer kurzen Sequenz der Unsicherheit die Musik zu einem gefühlvollen Orchesterklang der Dankbarkeit und Erfüllung in einer Variation des christlichen Weihnachtsliedes »Ich steh an deiner Krippen hier« in großer Zuversicht und Hingabe endet. Bereits um 18.45 Uhr findet zu diesem Symphoniekonzert ein Einführungsvortrag im König Albert Theater statt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

05 Dezember 2022

Angst vor der Ast: Markus Colli blockiert Ermittlungen gegen Sparkasse

Westsachsen/Zwickau.-
Seit Dezember 2020 ist nach einem Gerichtsurteil offiziell bestätigt, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Stadtspitze regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstößt (WSZ berichtete). Welche Rolle die Akteure in der Stadtverwaltung dabei spielen, wurde schon mehrfach beleuchtet. Zuletzt in diesem Artikel: „ Sparkasse Zwickau: Die Millionenverluste werden immer größer“. Jetzt wird es Zeit, auch die Verantwortlichen in der Zwickauer Justiz zu benennen.
Im konkreten Fall geht es um eine in betrügerischer Absicht von der Sparkasse Zwickau rechtswidrig einbehaltene sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung über rund 11.000 Euro, die nur bei vorzeitiger Ablösung des Darlehens der betroffenen Kunden fällig geworden wäre. Diese Ablösung war jedoch nie gewollt und wird von allen drei Darlehensnehmern bestritten. Die Sparkasse kann keinerlei Beweise vorlegen. Weder eine Kündigung, noch einen Ablösewunsch. Die zur Aufklärung erforderlichen Unterlagen halten die Vorstände unter Verschluss. Externe Bankenrechtler stellen fest, dass das illegal abgelöste Darlehen rein rechtlich bis zum heutigen Tag und auch weiterhin besteht, da es nie gekündigt wurde. Darüber weiß die Zwickauer Justiz seit langem Bescheid, denn selbstverständlich wurden diese Straftaten zur Anzeige bei Polizei und Staatsanwaltschaft gebracht.
Eine Schlüsselrolle spielt hier der stellvertretende Oberstaatsanwalt Markus Colli. Nachdem die Sparkasse Zwickau durch Prozessbetrug am Landgericht Zwickau ein für sie positives Urteil ergaunert hatte, lagen ihm die angezeigten Delikte zur Ermittlung vor. Er hätte von Amts wegen aufklären müssen, welche Ereignisse zum Fehlurteil führten und wer die Verursacher waren (WSZ berichtete). Vermutlich unter dem Druck der in Zwickau alles beherrschenden und sehr umstrittenen Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU/Foto unten) ließ er jedoch tunlichst die Finger davon. Die geschädigten Sparkassenkunden erhalten bis heute weder eine Antwort noch ein Aktenzeichen von Oberstaatsanwalt Markus Colli.
Fortsetzung folgt...

LIVE in Werdau: THE JOHNNY CASH SHOW mit „The Cashbags“

Westsachsen/Werdau.-
Es ist unglaublich, aber wahr: Johnny Cash ist wieder da! Die Legende des „Man in Black“, einem der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts und mit weltweit 1 Milliarde verkauften Alben einem der meistverkauften Künstler aller Zeiten, lebt in den Cashbags weiter, dem wahrhaftigsten Johnny Cash Revival der Welt um US-Sänger Robert Tyson. Nichts wird hier 1:1 kopiert und trotzdem ist alles echt, live und wie damals. Fans dieser Musik und dieser Epoche müssen das erlebt haben!
Die mit viel Liebe zum Detail konzipierte „THE CASHBAGS LIVE IN GERMANY“ Show orientiert sich in Klang, Erscheinungs- und Bühnenbild an einschlägigen, weltberühmten Konzertshows des Vorbilds und liefert originalgetreu alle Klassiker von „I Walk the Line“, über „Ring of Fire“ und „Jackson“ bis hin zu „Hurt“ im Rahmen einer mitreißenden zweistündigen Live-Show, angelehnt an die historischen Konzerte mit musikalischem Gast „June Carter“. Songs der „American Recordings“ werden in einem speziellen Akustikteil zelebriert. Die Rolle des Johnny Cash wird von dem gebürtigen US-Amerikaner Robert Tyson verkörpert, der seinem Vorbild stimmlich und äußerlich so verblüffend nahe kommt, dass man glaubt, das Original vor sich zu haben. Neben Robert Tyson brilliert die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath als June Carter Cash sowie Stephan Ckoehler, David Seezen und Tobias Fuchs als das berüchtigte Begleittrio „The Tennessee Three“. Nach über zwölf geschäftigen Jahren im Auftrag des „Man in Black“ mit unzähligen Tourneen und Shows vor mehr als 500.000 begeisterten Fans in Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien, Schweiz, Frankreich, Rumänien und Holland freuen sich die Cashbags, am 21. Januar um 20 Uhr in der Stadthalle Pleißenthal in Werdau aufzutreten.
Weitere Informationen unter: www.thecashbags.com

Stimmungsvolles Weihnachtskonzert der Extraklasse in Reichenbach

Westsachsen/Reichenbach.-
Der in Bensheim lebende Opern und Musicalstar Deborah Sasson (Foto oben) hat sich dieses Jahr für Reichenbach etwas besonderes einfallen lassen. Zusammen mit Tschaikowski Preisträger Iwan Urwalow am Flügel und dem Teufelsgeiger Ashraf Kateb aus Syrien wollen sie am 17.12.22 um 17 Uhr Reichenbach gemeinsam mit dem Gesangverein zu Langenbernsdorf e. V. (Foto unten) und dem Schulchor des Alexander von Humboldt-Gymnasiusm Werdau wunderbaren in weihnachtliche Stimmung versetzen. Zu hören gibt es Arrangements der schönsten Weih- nachtslieder der Welt.
Das Weihnachtskonzert im Neuberinhaus wird ohne Zweifel ein ganz besonderes“, freut sich Deborah Sasson. Die weltweit erfolgreiche Sopranistin und Echo- Preisträgerin ist Meisterin des Crossover, beherrscht jede musikalische Richtung perfekt. Und so werden auch beim Weihnachtskonzert viele Titel verschiedener Genres aufgeführt. Deborah Sasson: „Gerade für mich als US-Amerikanerin ist Weihnachten etwas ganz besonderes. Der Glanz, die festliche Atmosphäre und diese ganz besondere Spannung, die gegen Jahresende in der Luft liegt, sind wunderbar“, so die gebürtige Bostonerin. Ein Stück ihrer Heimat hat sie darum mitgebracht: „Rudolph, The Red Nosed Reindeer“ und „Jingle Bells“ oder „Santa Claus‘ Is Coming To Town“ sind natürlich auch zu hören. Den ersten Teil des Konzertes bilden aber die großen Klassiker wie „Gloria“, das „Ave Maria“ oder „Panis Angelicus“ und vieles mehr. Zu Gehör gebracht werden Weihnachtslieder aus Deutschland, England, Frankreich und den USA. Klassisch arrangiert aber modern interpretiert – das ist das Markenzeichen von Echo-Klassik-Preisträgerin Deborah Sasson.
Begleitet wird sie auch, vom Weltklasse Pianisten Iwan Urwalow. Der russische Pianist wurde in St. Petersburg geboren und genoss dort eine umfassende musikalische Ausbildung. Seit 1991 lebt er in Deutschland. An der Musikakademie Kassel leitet er eine gefragte Klavierklasse und Meisterkurse, aus der mehrfach Preisträger bei internationalen Wettbewerben hervorgingen. Tschaikowski-Preisträger Urwalow verbindet in seinem Spiel das virtuose Element mit einer tief empfunden Musikalität und einer seltenen sensiblen Gestaltungskraft. Von der Presse wird immer wieder seine beeindruckende Technik, seine kraftvolle Virtuosität, seine souveräne Eleganz sowie sein facettenreiches und ausdrucksvolles Spiel bewundert.
Nicht minder begabt und vielseitig ist der Sologeiger Ashraf Kateb. Der gebürtige Syrer studierte Musik an den Konservatorien von Aleppo, Moskau, Berlin und Krakau. Bereits in seiner Kindheit gewann er führende Preise in Syrien, USA , Polen usw.. Gespielt hat er als arabischer Vertreter der Philharmonie der Nationen unter anderem unter der Leitung von den berühmten Dirigenten Leonard Bernstein, Justus Franz und vielen anderen. Heute lebt er in Berlin, wo er als Solist in Kammermusikensembles und Orchestern mitwirkt und als Lehrer tätig ist. Mit Iwan Urwalow bildet er das Duo Aruso, dass auf der ganzen Welt Erfolge feiert.
Es wird viele gemeinsame Stücke auch mit den beiden Chören geben, ein Konzert welches alle großartig in die Weihnachtszeit reinversetzen wird. Deborah Sasson freut sich darauf ein Konzert in Reichenbach zu geben. Konzertbeginn ist 17 Uhr.
Quelle und Fotos: Neuberinhaus Reichenbach

04 Dezember 2022

Verkehrseinschränkungen wegen Bergparade am 10. Dezember

Westsachsen/Zwickau.-
Am Samstag, 10. Dezember, findet in Zwickau in der Zeit von 13.15 bis 14.50 Uhr die traditionelle Bergparade der Uniformträger und Bergkapellen statt. Insgesamt 16 Vereine mit mehr als 400 Teilnehmern haben sich dafür angemeldet. Die Parade startet am Glück-Auf-Center, dem ehemaligen Gebiet des Steinkohlenwerkes Zwickau. Marschiert wird anschließend in Richtung Innenstadt. Aus diesem Grund kann es zu kurzeitigen Verkehrsbeschränkungen auf nachfolgend aufgeführter Wegstrecke kommen:
Glück-Auf-Center | Äußere Schneeberger Straße | Amalienstraße | Lothar-Streit-Straße | Innere Schneeberger Straße | Klosterstraße | Kornmarkt | Münzstraße – Hauptmarkt | Marienplatz | Innere Plauensche Straße | Dr.-Friedrichs-Ring (Foto) | Platz der Deutschen Einheit.
Das gemeinsame Abschlusskonzert findet wieder auf dem Platz der Deutschen Einheit statt. Zur Absicherung des Konzerts erfolgt im Zeitraum von 14.50 bis 16.00 Uhr eine Vollsperrung des Fahrverkehrs auf dem Dr.-Friedrichs-Ring zwischen Kreisigstraße, Schumannstraße und Schillerstraße. Gleiches betrifft auch die Parkflächen, die sich in diesem Abschnitt befinden. Die Tiefgarage am Kornmarkt ist während vorgenannter Zeit ausschließlich aus südlicher Richtung und über die Schillerstraße erreichbar.
Besuchern der Zwickauer Bergparade wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Für Gäste von außerhalb kommend stehen Parkplätze in Eckersbach, südlich der Sternenstraße (unterhalb Stadion) mit Anbindung an die Straßenbahnlinie 3 zur Verfügung.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

03 Dezember 2022

Sparkasse Zwickau: Die Millionenverluste werden immer größer

Frankfurt/Westsachsen/Zwickau.-
Im September war der renommierte Sparkassenexperte Professor Ralf Jasny (Foto oben) in Zwickau und hielt einen Vortrag über die Millionenverluste der Sparkasse Zwickau (WSZ berichtete). Damals ging es noch um 47 Millionen, die bei Aktiengeschäften verloren gingen. Jasny sprach später über einen möglichen Verlust von rund 100 Millionen Euro im laufenden Jahr 2022, den die Sparkasse Zwickau in ihrer Prognose selbst veranschlagt hatte. Die Sparkassenvorstände Felix Angermann, Andreas Fohrmann sowie Vorgänger Josef Salzhuber und der Verwaltungsrat, unter der Leitung von Landrat Carsten Michaelis (Foto Mitte), seinem Vorgänger Christoph Scheurer und Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto unten) sowie deren Vorgängerin Pia Findeiß wissen davon, unternehmen jedoch nichts. Angefragte Interviews zum Thema werden bis heute verweigert.
Jetzt ist das eingetreten, was der Wirtschaftsprofessor vorhersagte und den Schaden hat - wieder einmal mehr - die Zwickauer Bevölkerung. Dazu äußert sich Jasny bei LinkidIn so:
„Es war im Juli 2022, als ich in meiner Studie »Was die Sparkassen mit Ihren Kundengeldern machen - Eine Analyse der Anlagepolitik deutscher Sparkassen 2020« davor gewarnt habe, dass einige Sparkassen auf Grund ihrer Wertpapier(eigen)geschäfte massive Probleme bekommen werden. Die Kommentare aus dem Sparkassensektor waren entsprechend empört: »… die Fakten sind falsch ….« war wiederholt aus vermeintlich berufenem Munde zu lesen. Jetzt hat die Deutsche Bundesbank ihren Finanzstabilitätsbericht 2022 veröffentlicht. Hier ist auf Seite 50 folgendes zu lesen:
»Der Zinsanstieg führte bereits im ersten Halbjahr zu erheblichen Bewertungsverlusten in den Wertpapierportfolios der Banken. Bei Sparkassen und Kreditgenossenschaften beliefen sich die Abschreibungen auf Wertpapiere auf 12,3 Mrd €. Dies entspricht rund 5,6% des harten Kernkapitals (Common Equity Tier 1, CET1). Stille Bewertungsreserven verhinderten dabei deutlich höhere Verluste. So sind die stillen Bewertungsreserven bei Wertpapieren der Sparkassen und Kreditgenossenschaften im ersten Halbjahr um 21,8 Mrd. € zurückgegangen. Den Banken stehen damit im Aggregat vorerst keine stillen Reserven mehr zur Verfügung, weshalb weitere Wertverluste unmittelbar zu entsprechenden Abschreibungen und Verlusten führen würden.«
Nun – die Aussage aus dem Juli 2022 scheint Ihre Aktualität nicht verloren zu haben. Und doch werden offenbar die Risiken von Sparkassenverbänden weiter unterschätzt – mit großen Auswirkungen auf die Gemeindehaushalte. Denn: Wenn Verluste nicht mehr durch Bewertungsreserven aufgefangen werden können, drohen den Gemeinden Gewerbesteuerrückzahlungen. Dies wirkt sich dann auf alle Bürger aus. Informieren Sie sich in der Studie, welche Sparkassen den Sturm voraussichtlich überstehen werden und bei welchen Sparkassen und Gemeinden es turbulent wird.“
Die Sparkasse Zwickau arbeitet auch auf einer zweiten Ebene unehrlich, denn sie verstößt im Schulterschluss mit der Stadtverwaltung und der Zwickauer Justiz regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht. So zum Beispiel im Fall einer Kundin, von der sie rechtswidrig rund 11.000 Euro einbehielt (WSZ berichtete). Dafür hat die amtierende Oberbürgermeisterin Constance Arndt nur Hohn und Spott übrig: „Die Sache ist ausdiskutiert.“

01 Dezember 2022

Staatsminister Thomas Schmidt: „Die Ampel kürzt an der falschen Stelle!“

Westsachsen/Dresden.-
Mit großer Enttäuschung nimmt Staatsminister Thomas Schmidt (Foto) die drastische Kürzung des Bundes von Fördermitteln der ländlichen und städtebaulichen Entwicklung zur Kenntnis.
»Im Jahr 2018 hat die damalige Bundesministerin Julia Klöckner mit dem Sonderrahmenplan ‚Förderung der ländlichen Entwicklung‘ zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Damit wollte der Bund einen Beitrag zur weiteren Stärkung des ländlichen Raumes leisten. Wir müssen uns gemeinsam, über Parteigrenzen hinweg, für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland einsetzen«, sagt Staatsminister Schmidt. Seither wurde die finanzielle Ausstattung des Sonderrahmenplanes Ländliche Entwicklung ausgebaut. Im Freistaat Sachsen konnten dadurch unter anderem für die Initiative Vitale Dorfkerne hunderte wichtige Projekte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse im ländlichen Raum angestoßen werden, wie zum Beispiel die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Radibor oder die Freiflächengestaltung des Dorfplatzes in Muldenhammer.
Im Koalitionsvertrag von 2021 hat sich die neue Bundesregierung im Kapitel »Gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land« ebenso ausdrücklich für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen ausgesprochen und gezielte Maßnahmen zur Umsetzung niedergeschrieben. Wörtlich heißt es auf Seite 128: »..Gezielt zu diesem Zweck werden wir die Mittel der GAK jährlich dynamisch erhöhen. Der Sonderrahmenplan ‚Ländliche Entwicklung‘ wird aufgestockt und ausgebaut.« Noch am 19. Oktober 2022 hatte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, in einer Pressemitteilung geäußert, dass gleichwertige Lebensverhältnisse auch eine Frage der Gerechtigkeit seien.
Sachsen hatte das klare Bekenntnis zur weiteren Unterstützung des ländlichen Raums proaktiv begleitet. Daher sind die starken Mittelkürzungen im Bundeshaushalt 2023 bei der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) eine Enttäuschung. In der Kürzung von 41,2 Millionen Euro ist der Punkt »Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung« mit 30 Millionen Euro überproportional betroffen, obwohl im Bundeskoalitionsvertrag eine Anhebung beschlossen worden war.
Regionalentwicklungsminister Schmidt bemängelt: »Bei allem Verständnis für die Aufstockungen durch Gaspreisbremse, ‚Doppelwumms‘ und Inflationsbegrenzung halte ich diese Kürzung für das völlig falsche Signal für unsere ländlichen Räume in Deutschland – mit der Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse hat das nichts mehr zu tun!«
Auch der Städtebau verliert nach aktueller Planung des Bundes ab 2023 ein wichtiges Förderinstrument: Das »Investitionsprogramm Nationale Projekte des Städtebaus«, das es seit 2014 gibt. Damit können bisher besonders innovative städtebauliche Projekte unterstützt und umgesetzt werden. Für Sachsen ist das ein großer Verlust: Insgesamt zwölf Projekte konnten in dem Programm mit 32,1 Millionen Euro gefördert werden. Dazu gehören die Revitalisierung der historischen Stadtmitte in Bad Muskau (5,78 Millionen Euro) und die Sanierung des Schocken-Kaufhauses in Zwickau (4 Millionen Euro).
Dazu Staatsminister Schmidt: »Auch das Auslaufen des ‚Investitionsprogramms Nationale Projekte des Städtebaus‘ halte ich für einen Fehler. In den ohnehin schwierigen Zeiten von Inflation und Baupreissteigerungen brauchen wir auch in der Zukunft verlässliche Instrumente, die Innovationskraft in den Kommunen wecken und unsere Städte für kluge Ideen belohnen. Das Aus folgt zudem auf die kürzlich bekannt gewordene, ebenso unverständliche Einstellung des erst 2020 aufgelegten Programms ‚Investitionspakt Sportstätten‘. Ein wichtiges Instrument zur Sanierung und Ertüchtigung unserer Sportanlagen geht verloren. Dabei werden die Aufgaben, die unsere Kommunen schultern müssen aktuell eher größer als kleiner. Wir fordern hier ein Umlenken des Bundes zum Wohle aller Städte und Kommunen!«
Quelle und Foto: Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung