27 September 2022

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Ausgezeichnet: Sächsischer Verdienstorden für Dr. Arend Oetker

Westsachsen/Leipzig/Dresden.-
Dr. Arend Oetker (83) ist gestern mit dem Verdienstorden des Freistaates Sachsen geehrt worden. Bei der feierlichen Verleihung in der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) in Leipzig würdigte Ministerpräsident Michael Kretschmer die »unermüdliche und großzügige Unterstützung von Kunst und Kultur sowie das langjährige und herausragende ehrenamtliche Wirken Dr. Oetkers im Freistaat Sachsen«.
Dr. Arend Oetker gehört zu den Gründern der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig und ist heute deren Stiftungsrats-Vorsitzender. Neben zahlreichen Schenkungen an die Galerie bringt er sich aktiv im Förderkreis ein, engagiert sich in Projekten der Kunstvermittlung und wirkt maßgebend im Beirat des Programms »Schule mit Zukunft Leipzig Ost« mit. Von 1991 bis 1999 leitete Dr. Oetker zudem als Vorsitzender den Kulturkreis im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Er half maßgeblich dabei, dass über 50 bedeutende Werke zeitgenössischer Künstler, die sich nicht den Vorgaben der DDR-Kulturpolitik unterworfen hatten, und von Vertretern der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne in das Eigentum der GfZK überführt wurden. Seit 2002 ist Dr. Oetker Sprecher des Kuratoriums der Stiftung Bach-Archiv Leipzig. In dieser Funktion spendete er immer wieder für die Erweiterung der Sammlung sowie für die Neugestaltung des Museums. Zudem hat sich Dr. Arend Oetker mit großem persönlichen Einsatz und Engagement für die Leipziger Messe GmbH eingesetzt. Durch seine Kontakte und sein uneigennütziges Wirken sowie seine wertvolle Arbeit im Aufsichtsrat hat er wesentlich zur Erfolgsgeschichte der Leipziger Messe und der heutigen guten Position im nationalen und internationalen Messewesen in den letzten drei Jahrzehnten beigetragen.
Über viele Jahre förderte Dr. Oetker die Handelshochschule in Leipzig (HHL) durch Spenden für Projekte und zur Erfüllung wissenschaftliche Aufgaben sowie mit Stipendien für junge Menschen. Seit 2015 verfügt die HHL dank der Unterstützung von Dr. Arend Oetker über einen Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie und Unternehmensführung, der sich in besonderer Weise mit Fragen der Gemeinwohlorientierung von Unternehmen und Organisationen befasst.
Hintergrund:
Beim Sächsischen Verdienstorden handelt es sich um die höchste staatliche Auszeichnung Sachsens. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat in- und ausländische Persönlichkeiten, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich zum Wohle Sachsens und der hier lebenden Menschen besonders verdient gemacht haben. Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und erstmals am 27. Oktober 1997 verliehen. Den aktuell Geehrten eingerechnet wurde der Sächsische Verdienstorden bislang an 377 Personen verliehen.
Quelle und Foto: Sächsische Staatskanzlei

Pflanzwettbewerb 2022: „Planitzer Rasselbande“ gewinnt 3. Platz

Westsachsen/Zwickau.-
Seit über 10 Jahren kümmern sich das Team und die Kids des kommunalen Kinderhortes „Planitzer Rasselbande“ mit selbstkreierten Insekten- und Ohrwurmhotels und Futtertassen um vielerlei, was im Hort-Garten herumfliegt, -kriecht und -krabbelt. Sie pflanzen und pflegen, verarbeiten Geerntetes in der horteigenen Küche und sorgen im eigenen „Gartenlabor“ für Blütenvielfalt und eine prall gefüllte Speisekammer für die (Wild-)Bienen. Seit dem Frühjahr befinden sich hier auch eine Sandlinse für bodennistende Wildbienen, ein Schau- und Brutkasten für die rote Mauerbiene und alte, angebohrte Baumstammstücke als zusätzliches Nistangebot. Damit haben die Kids nicht nur neue Lebensräume für die Wildbienen geschaffen, sondern auch ein Areal, in dem sie selbst spannende Beobachtungen machen und das Zusammenspiel zwischen Insekten, Pflanzen und dem Menschen erleben können.
Im Sommer nahm der kommunale Kinderhort mit seinem Projekt an der Initiative „Wir tun was für Bienen, Deutschland summt.“, einem bundesweiten Pflanzwettbewerb der Stiftung Mensch-Umwelt, teil. Und das recht erfolgreich: Die „Planitzer Rasselbande“ belegte mit ihrem „Gartenlabor“ jetzt einen ganz tollen Platz 3. Am vergangenen Samstag ehrte die Stiftung für Mensch und Umwelt die Gewinnerinnen und Gewinner ihres diesjährigen bundesweiten Pflanzwettbewerbs. Insgesamt waren über 8.600 Menschen in verschiedene Gartenprojekte involviert, über die rund 83 Hektar (knapp 117 Fußballfelder) Grünfläche für Wildbienen & Co. entstanden.
Die Auszeichnungsfeier fand in den Räumlichkeiten des betterplace Umspannwerks (bUm) in Berlin-Kreuzberg statt. Rund 100 Personen nahmen daran teil, darunter auch Denise und Felix Maune vom Kinderhort „Planitzer Rasselbande“. Die Gründerinnen der Stiftung und Initiatoren von „Deutschland summt!“, Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer, würdigten das Engagement aller Beteiligten. In insgesamt elf Kategorien wurden Geld- und Sachpreise im Wert von über 10.000,- Euro vergeben, unter anderem in den Kategorien Balkone, Terrassen, Dachgärten, vertikale Gärten, Privatgärten klein (weniger als 500 Quadratmeter) und Firmengärten. „Unsere Einrichtung hat in der Kategorie „Kita-Gärten“ mit ganz viel Stolz den 3. Platz gewonnen“, freut sich Denise Maune. „Unsere Hort-Kinder werden tierisch stolz darauf sein. Wir haben in Berlin eine Biene als Pokal und ein paar Bücher zum Thema erhalten.“ Das Preisgeld in Höhe von 150 Euro wird vor allem der Pflege des „Gartenlabors“ zugutekommen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 September 2022

Linke Mafia greift zum letzten Mittel: Rechercheteam mit Mord bedroht

Westsachsen/Zwickau.- Aktivisten aus dem links-grünen Milieu war sie schon immer ein Dorn im Auge: die Westsächsische Zeitung. Beschimpfungen im Netz, ein zugeklebtes Türschloss und Nazi-Aufkleber waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Jetzt spitzt sich die Lage dramatisch zu.
Heute früh entdeckte die Hausgemeinschaft in der Max-Pechstein-Straße 7 mehrere, zunächst nicht erklärbare Schriftzeichen und Zahlenkombinationen. Recherchen ergaben, dass es sich wohl um so genannte „Gaunerzinken“ handeln könnte. Kurze Zeit später war jedoch klar: hinter den Schmierereien steckt mehr.
ACAB zum Beispiel kommt aus dem Englischen und bedeutet „All cops are bastards“ (Alle Bullen sind Schweine). Diese Parole wird von zahlreichen Jugendsubkulturen verwendet, insbesondere unter Autonomen, Skinheads, Hooligans, Ultras und Punks. Da die Westsächsische Zeitung meist von linken Gruppierungen in die rechte Ecke gestellt wird, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es sich bei den Verursachern eben um Mitglieder aus diesem Milieu handeln könnte. Dies allein wäre noch kein Grund zur Besorgnis. Die Zahlenkombination 187 auf unserem Briefkasten steht allerdings für Mord. Sie wird oft von Straßengangs als Drohung gegen missliebige Zeitgenossen angewandt. Ob dies nur eine allgemeine Warnung ist, oder ein bestimmter Personenkreis direkt ins Visier genommen werden soll, ist noch unklar.
Die Pressestelle der Polizeidirektion Zwickau rät zur Anzeige: „Bei dem von Ihnen geschilderten Phänomen handelt es sich offensichtlich um eine Sachbeschädigung, wenn es einen dauerhaften Schaden am Briefkasten hinterlässt und sich nicht ohne größeren Aufwand entfernen lässt. Wenn dies so ist, oder Sie sich bedroht fühlen, dann erstatten Sie bitte eine Anzeige dazu in ihrem zuständigen Polizeirevier.“
Wer am vergangenen Wochenende Beobachtungen im Bereich Max-Pechstein-Straße gemacht hat, die auf die beschriebenen Aktivitäten hindeuten, kann sich an die Polizeidirektion Zwickau unter Telefon 0375/4280 wenden oder dem Rechercheteam eine Email senden: wszrechercheteam@gmail.com

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25 September 2022

Walderlebnisgebiet: Sachsen und Tschechien unterzeichnen Erklärung

Westsachsen/Sachsen/Nordböhmen.-
An der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Sebnitz und Neustadt in Sachsen soll ein neues grenzübergreifendes Walderlebnisgebiet entstehen. Dazu haben Sachsenforst, die Städte Sebnitz, Neustadt in Sachsen und Dolní Poustevna auf tschechischer Seite sowie die Regionaldirektion Nordböhmen der tschechischen Staatsforstverwaltung Lesy České republiky im Waldgebiet Gerstenberg bei Rugiswalde eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung, Umsetzung und Unterhaltung des Projektes unterzeichnet. Das Walderlebnisgebiet soll das touristische Angebot und die Möglichkeiten der naturnahen Aktiverholung im Umfeld der Nationalparke Sächsische und Böhmische Schweiz verbessern und ergänzen.
»Sachsenforst unterstützt eine touristische Entwicklung der Region und naturverträgliche Angebote zur Aktiverholung im Wald«, betonte Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, anlässlich der Unterzeichnung. Weil Wälder neben Erholung und Tourismus auch essentielle Funktionen für Natur und Gesellschaft erbringen, ist die Umsetzung jedoch nicht einfach. »Wir wollen mit diesem Projekt ergründen, wie ein derartiges Walderlebnisgebiet möglich und umsetzbar ist«, so Hempfling. Auf den Staatswaldflächen wird der dringend benötigte, ökologisch wertvolle Rohstoff Holz regional und klimafreundlich produziert. Weiterhin erfüllen die Wälder in der Region wichtige Schutzleistungen für Natur, Klima und Umwelt. Schließlich muss auch ein Kompromiss innerhalb der Erholung gefunden werden. Hempfling: »Unsere Wälder dienen allen Menschen zur Erholung. Das gilt nicht nur für Touristen, sondern auch für die Naherholung der Anwohnerinnen und Anwohner. Wir müssen darauf achten, dass Wald, Natur und Menschen im Einklang bleiben.«
Um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, soll die waldgesetzliche Möglichkeit zur Ausweisung eines Erholungswaldes geprüft werden. Per Satzung oder durch Rechtsverordnung können auf diese Weise besondere Regelungen unter anderem für die Waldbewirtschaftung, den Bau von Erholungseinrichtungen oder zu Verhaltensvorschriften für Waldbesuchende erlassen werden. Für die betreffenden Staatswaldflächen strebt Sachsenforst − neben der bereits bestehenden PEFC-Basiszertifizierung − darüber hinaus eine Zertifizierung nach dem PEFC-Standard für Erholungswald an. Bei der Entwicklung des Projektes soll ein umfassender Beteiligungsprozess in der Region Transparenz schaffen.
Konkrete Maßnahmen in den Staatswaldgebieten betreffen die Aufwertung und Weiterentwicklung der bestehenden Sport- und Erholungsangebote wie Wander-, Rad- und Skiabfahrrouten. Zusätzlich sollen weiterführende Angebote wie Lehr- und Trimm-Dich-Pfade oder waldpädagogische Aspekte entwickelt werden. Als Kernelement des Projektes sollen auch schmale Wege, sogenannte Trails, für den Betrieb eines grenzüberschreitenden Mountainbikes-Wegenetzes durch den Staatswald führen. Die Anlage und der Betrieb dieser Strecken sollen durch die kommunalen Partner erfolgen. Insbesondere dieser Aspekt bedarf einer umfassenden Prüfung und besonderen Genehmigung, um den waldgesetzlichen Anforderungen zum Schutz anderer Waldnutzer und anderer Waldfunktionen nachzukommen. In Abhängigkeit von Genehmigungsverfahren und der Verfügbarkeit von Fördermitteln wird eine Umsetzung bis 2025 angestrebt.
Die Planungskulisse für das Projektgebiet umfasst auf beiden Seite der deutsch-tschechischen Grenze je rund 700 Hektar Wald- und Offenlandflächen. Das Projektgebiet liegt zwischen der Sächsischen Schweiz und dem Lausitzer Bergland und wird durch die drei am Projekt beteiligten Städte eingegrenzt, die Ortschaft Rugiswalde befindet sich im Zentrum. Sachsenforst ist mit rund 175 Hektar Staatswald am Knoffen- und Gerstenberg im Staatswald-Revier Unger im Forstbezirk Neustadt am Projektgebiet beteiligt. In geringerem Umfang liegen auch private und kommunale Wälder im Gebiet. Innerhalb der Planungskulisse soll im Zuge des Projektes ergebnisoffen geprüft werden, welche Flächen Bestandteil des Walderlebnisgebietes werden sollen.
Quelle und Foto: Staatsbetrieb Sachsenforst

24 September 2022

WSZ-Empfehlung: Fünf Sterne für einzigartige Kunstwerke

Westsachsen/Werdau/Zwickau.- Mit einer neuen Geschäftsidee kam vor rund einem Jahr eine Werdauer Künstlerin in die WSZ und stellte ihre ersten selbst bemalten Mandala Steine vor. Inzwischen ist aus der Idee eine kleine Kollektion geworden, die immer mehr Anhänger findet.
Neben den anfänglich bemalten Steinen kamen zur Weihnachtszeit 2021 selbst geformte und im Mandala-Stil bemalte Kerzenhalter hinzu. Später Glückskäfer sowie große und kleine Mandala-Herzen. Der neueste Trend sind farblich einzigartig gestaltete Eulen, die als Dekoration im Garten, Wohnzimmer oder Balkon sehr gut zur Geltung kommen. Davon wurden schon einige auch über die WSZ verkauft.
Wie gut die liebevoll und in stundenlanger detailgetreuer Arbeit hergestellten Kunstwerke von den Käufern angenommen werden, zeigen eindrucksvoll die Fünf-Sterne-Bewertungen auf „Etsy“ (Foto). Unsere Empfehlung deshalb, schauen Sie doch einfach mal rein und überzeugen sich selbst: MandalaShop
Wer die Möglichkeit hat, kann in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr auch persönlich in die Max-Pechstein-Straße 7 in 8056 Zwickau kommen. Hier gibt es eine kleine Ausstellung der schönsten Stücke zum Bewundern und Kaufen.

23 September 2022

Neues Programm: Reha-Nachsorge via App und persönlicher Begleitung

Westsachsen/Bad Elster.- Das Projekt „Onkologische Rehabilitation - Optimierung des beruflichen Wiedereinstiegs durch Tele-Reha-Nachsorge“ soll Patienten dabei unterstützen, die in der Reha erlernten Übungen und Verhaltensweisen zu Hause weiterzuführen. Um auch im Anschluss an eine onkologische Rehabilitation von den positiven Effekten der Therapien zu profitieren, bietet die Paracelsus Klinik am Schillergarten als eine von zwei sächsischen Kliniken die Tele-Reha-Nachsorge für Patienten nach Mammakarzinom an.
Kern dieses Programms ist eine App. Das Programm richtet sich speziell an Patienten, die im berufsfähigen Alter sind und den Wiedereinstieg in den Beruf anstreben. Noch während des stationären Reha-Aufenthaltes werden die Patienten durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt über dieses Programm informiert. Besteht Interesse, werden noch während des stationären Aufenthaltes zwei spezielle Termine zu diesem Projekt mit den Mitarbeitern der Physiotherapie vereinbart. Im ersten Termin wird das System vorgestellt und mit den Teilnehmern die technischen Grundvoraussetzungen geklärt. Um an dem maximal sechsmonatigen Projekt teilhaben zu können, ist ein Smartphone, ein Internetanschluss sowie ein Bildschirm (Fernseher oder PC) notwendig. Beim zweiten Termin erhalten die teilnehmenden Patienten ihre „Reha-Box“. Diese beinhaltet eine Kamera, eine Fernbedienung und eine detaillierte Anleitung sowie als Zugabe zwei Therabänder, einen Gymnastikball sowie eine Entspannungs-CD für die Übungen zu Hause. Zusätzlich helfen die Therapeuten beim Herunterladen der APP (Android und Apple) „meine reha“ auf das Smartphone und klären Anwendungsfragen. Im Anschluss wird gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten ein individueller Therapieplan erstellt. Dazu werden die Module hinsichtlich Indikation und der individuellen Bedürfnisse bzw. körperlichen Verfassung der Patienten angepasst und danach in den persönlichen Anwendungsbereich übertragen.
Das Training zu Hause besteht aus vier Einheiten pro Woche: zwei Trainingseinheiten zu Hause und zwei Ausdauertrainings. Neben den Trainingseinheiten bietet die App telemedizinisch assistierte Bewegungs-, Ernährungs- und Entspannungsangebote. Parallel zur eigenverantwortlichen Umsetzung des Programms werden die Daten der Übungen an die Therapeuten zur Auswertung und Anpassung übermittelt. Die Trainingspläne können auf Grundlage dieser Daten wöchentlich individuell durch die Teilnehmer*innen oder Therapeuten angepasst werden. Während der gesamten Projektphase stehen die Therapeuten sowie ein so genannter Onko-Lotse bei Fragen oder Problemen per Mail zur Verfügung.
„Mit diesem Angebot möchten wir die Patient*innen motivieren, auch nach ihrem Aufenthalt bei uns ihren Lebensstil zu verändern und so eine aktive Reha-Nachsorge zu betreiben. Ziel ist die Verbesserung der Kondition sowie die Mobilisation. Die Teilnehmer*innen sollen aktiv bleiben, ihren Alltag besser bewältigen und nach Möglichkeit in den Beruf zurückkehren. Derzeit begleiten wir 20 Personen und freuen uns über viel positives Feedback,“ erklärt Christina Stegmann, Physiotherapeutin und Projektbegleiterin.
Lücken in der ambulanten Nachsorge kompensieren Auch die Ärztliche Leiterin und Chefärztin für internistische Onkologie, Dr. med. Constanze Junghans freut sich darüber, dass die Klinik an diesem Projekt teilnimmt: „Eine digitale Nachsorge, die jedoch eine individuelle und persönliche Begleitung ermöglicht, wird die Erfolge einer Rehabilitation langfristig verbessern. Und kann im besten Fall Lücken in der ambulanten Nachsorge kompensieren. Wir Ärzte danken unsren sehr kompetenten Physiotherapeuten für ihr hohes Engagement zum Wohl unserer Patienten.“
Umgesetzt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Krebsgesellschaft, der Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster, einer weiteren sächsischen Klinik in Schmannewitz sowie mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS aus Berlin.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Theatertipp: ImPuls-Festival lockt mit abwechslungsreichem Programm

Westsachsen/Reichenbach.-
Vom Donnerstag, 29. September bis einschließlich Montag, 3. Oktober verwandelt sich das Neuberinhaus Reichenbach Festival-Ort. Mit zahlreichen Veranstaltungen für alle Generationen bringt das Theaterfestival wieder Amateur- und Profischauspiel ins Neuberinhaus. „Wir freuen uns auch dieses Jahr unser Festival hier im wundervollen Neuberinhaus durchführen zu können und sind dankbar für die immerwährende Unterstützung des Hauses“, sagt Annegret Thalwitzer, Leiterin des Neuberin Ensembles und Organisatorin des Festivals.
Die Theatertage starten am 29. Oktober, 19.30 Uhr mit dem Festival-Stück „Der gute Mensch von Sezuan“. Das Parabelstück von Bertolt Brecht begibt sich auf die Suche nach einem guten Menschen. Im Stück finden die suchenden Götter nur einen passenden - Shen Te, eine Prostituierte. Als guter Mensch ist diese bereit, nach den Geboten der Götter zu leben. Allerdings gelingt ihr dies nur, indem sie eine Doppelrolle annimmt: Als ihr erfundener Vetter kämpft sie mit allen Mitteln ums Überleben – Mittel, die alles andere als uneingeschränkt gut sind. Immer mehr stellt sie fest, dass es scheinbar unmöglich ist, in einer Welt von Not und Elend gut zu sein. Bertolt Brecht schrieb einmal: „Nur wer im Wohlstand lebt, lebt an- genehm.“ Mit dem Parabelstück setzt sich das Ensemble mit den Themen Armut, Wohlstand, eigenes Handeln und dem „guten“ Leben auseinander. Die Brecht’sche Spielweise sorgt für überraschende Wendungen und unerwartete Komik. Das Stück wird am 2. Oktober, 17 Uhr, ein zweites Mal aufgeführt. Außerdem gibt es zwei Schülervorstellungen. Am Freitag, den 30. September, lockt ein Gastspiel des Greizer Theaterherbstes ins Neuberinhaus. Beim „Heimatabend – ein Tauchversuch“ beschäftigen sich die Spielenden mit Heimat, Identität und verschiedenen anderen deutschen Fragen. Dabei greift man auf verschiedene Märchenfiguren zurück. Am 1. Oktober gibt das Mondstaubtheater gleich zwei Vorstellungen im Haus. Nachmittag, 15 Uhr präsentiert das Kindertanzensemble um Gabriele Bocek „WAS TUN wir?“. Die Gruppe hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir mit unserer Welt umgehen und was wir selbst bewirken können. Weiter geht es dann 19.30 Uhr mit dem Theaterstück „Frau Müller muss weg“. Die besorgte Elternschaft der Seite 2 von 2 Klasse 4b hat die Klassenlehrerin Frau Müller um einen Termin gebeten. Offenbar scheint es Probleme in der Klasse zu geben. Die Kleinen stehen gerade an einem entscheidenden Punkt ihrer schulischen Karriere, wird sich doch am Schuljahresende zeigen, wer den Sprung ins Gymnasium schafft – und wer eben nicht. Und so sitzen fünf entschlossene Erwachsene bereit, dem Feind ins Auge zu sehen. Denn für die Eltern ist längst klar, wer die Schuld an der Misere trägt – Frau Müller, die Klassenlehrerin, scheint den pädagogischen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Die Erwachsenentheatergruppe des Mondstaubtheaters hat sich dem Thema Lehrer gegen Eltern in Zeiten von Online-Unterricht, Krisenbewältigung und TikTok-süchtigen Schülern angenommen und präsentiert die Komödie auf moderne Weise.
Am darauffolgenden Tag wird es nach der Aufführung von „Der gute Mensch von Sezuan“ noch einen Liederabend mit der „Gaenglbaend“ (Foto) geben. Diese nutzen die Lieder von Bertolt Brecht und Kurt Weill und präsentieren sie auf ihre Art und Weise.
Den Abschluss des Festivals bildet ein Gastspiel des Mittelsächsischen Theaters am 3. Oktober um 19.30 Uhr. Das Musical für eine Schauspielerin von Georg Kreisler „Heute Abend: Lola Blau“ handelt von der jungen Schauspielerin Lola Blau. Ihr gelingt nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 die Flucht in die USA; ihr Verlobter Leo wird, ohne dass sie es weiß, in ein Konzentrationslager deportiert. In Amerika wird Lola Blau zum gefeierten Showstar, aber nicht glücklich. Nach Kriegsende bewirkt ein Anruf Leos ihre sofortige Rückkehr nach Wien – die Menschen hier aber haben sich nicht geändert. Eine spannende, unterhaltsame und ergreifende Biografie - gesungen und gespielt mit einer Reihe ganz unterschiedlicher Lieder und Chansons. „Wir haben ein vielseitiges und spannendes Programm für das ImPuls-Festival 22. Der Mix aus Theater, Tanz, Musik und vor allem der Austausch untereinander gefällt mir gut.“, weiß Severin Zähringer, Leiter der Einrichtung.
Tickets für alle Veranstaltungen sind in der Reichenbacher Touristinformation, Markt 5, und online unter neuberinhaus.de erhältlich. Für Fragen steht das Team des Hauses unter 03765 12188 zur Verfügung. Resttickets gibt es zusätzlich an der Abendkasse.

Vorfreude, schönste Freude: Werdauer Holzsterne schon jetzt gefragt

Westsachsen/Werdau.-
Noch drei Monate sind es bis zum Heiligen Abend. In vielen Werkstätten laufen die Produktion und der Versand von Weihnachtsartikeln bereits auf Hochtouren. Und das ist bei Weitem nicht nur im Erzgebirge der Fall.
In der Werbemanufaktur Werdau entstehen in diesen Tagen wieder hunderte kleiner Holzsterne mit verschiedensten Motiven. Entworfen und produziert werden sie von Mario Dahmen, der die Produktion seit der ersten Stunde begleitet. „Die ursprüngliche Idee für die Sterne stammt aus dem Jahr 2015. Damals entstand in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Werdau das erste Set mit insgesamt sechs Exemplaren aus der Stadt und ihren Ortsteilen“, erklärt der Werbetechniker.
Seither sind bislang stattliche 43 verschiedene Motive der 8,5 cm großen Sterne aus Flugzeugsperrholz entstanden. Die Bandbreite reicht von unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten der Region über die einst in Werdau gebauten LKWs bis hin zum Konterfei vom Crimmitschauer Nachtwächter und Rettungsschwimmern an der Koberbachtalsperre. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Selbst Osterschmuck und Firmenlogos in der detailliert gelaserten Holzoptik entstehen im Unternehmen auf der Werdauer Mühlenstraße.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

22 September 2022

Wegen mangelnder Sozialarbeit: Mobbing und Gewalt an der Pesta

Westsachsen/Zwickau.- Die Prügelattacke durch eine Mädchengang, bei der eine 12 Jährige Schülerin der Pestalozzischule schwer verletzt wurde, hat nun im Rathaus ein Nachspiel. Der CDU-Stadtrat Friedrich Hähner-Springmühl (Foto) wird zur nächsten Stadtratssitzung am 29. September diesbezüglich eine Anfrage mit folgendem Inhalt stellen:
1. Sind der Stadtverwaltung die genannten Vorkommnisse bekannt?
2. Gab es bereits in der Vergangenheit ähnliche Zwischenfälle von Gewalt?
3. Ist der Verwaltung bekannt, dass das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz in einem Schreiben vom 21.06.2022, in Bezug auf Aktivitäten von Rechtsextremisten an sächsischen Schulen, auch die Pestalozzischule benannt wurde?
4. Wie wird die Stadtverwaltung mit den Erkenntnissen der unter den Punkten 1 bis 3 aufgeworfenen Fragen umgehen bzw. welches Handeln ist zu erwarten?
5. Kann aus Sicht der Verwaltung eine zusätzliche Stelle (Vollzeit/Teilzeit) im Bereich der Schulsozialarbeit als präventive Maßnahme die Situation an der Pestalozzischule nachhaltig verbessern?
Laut eines Artikels in der „Freien“ Presse sei Gewalt an der „Pesta“ kein Einzelfall. Seit dem 1. November 2021 habe die Polizei zehn Anzeigen aufgenommen. Dabei handele es sich in der Regel um Körperverletzung, Raub und Sachbeschädigung. Mobbing und Gewalt seien schon lange an der Schule nahezu alltäglich. Es sei außerdem nicht erkennbar, dass die Schule aktiv etwas gegen die zunehmende Gewalt unternimmt.
Stadtrat Hähner-Springmühl meint, dass dies die Folgen vernachlässigter Sozialarbeit seien und fordert nun von den zuständigen Stellen Nachbesserungen. Wie die aussehen könnten, wird Streitthema in der nächsten Stadtratssitzung sein, bei der übrigens um 17 Uhr wieder eine Bürgerfragestunde auf der Tagesordnung steht.