31 Mai 2022

Nächste Antragsfrist für Demokratieprojekte ist der 15. Juni

Westsachsen/Zwickau.-
Im Rahmen der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie besteht weiterhin die Möglichkeit, bei der Koordinierungsstelle im Alten Gasometer Fördergelder zu beantragen. Wie die Stelle mitteilt, stehen dafür der Aktions-, der Kleinstprojekte und der Jugendfonds zur Verfügung.
Im Aktionsfonds, für den nur Vereine antragsberechtigt sind, stehen noch etwa 4.000 Euro zur Verfügung. Die nächste Antragsfrist ist hier der 15. Juni. Projekte sollen der Verbesserung der demokratischen Kultur in Zwickau gewidmet sein und im Jahr 2022 umgesetzt werden.
Im Kleinstprojektefonds für Vorhaben, die eine Förderung von 500 Euro nicht überschreiten, gibt es keine Antragsfrist. Hier haben auch Privatpersonen die Möglichkeit auf Förderung. Im Jugendfonds stehen 16.000 Euro für Projekte zur Verfügung, die sich der Verbesserung der Jugendbeteiligung oder dem Ausdruck von Jugendkultur in der Stadt Zwickau widmen. Hier sind ebenfalls nur Vereine antragsberechtigt. Es gibt keine Antragsfristen.
Gefördert werden beispielsweise Stadtteilbegegnungen oder interkulturelle Feste, Programme für die Demokratie- und Novembertage, innovative Formate der Bürgerbeteiligung, Bildungsfahrten und internationale Jugendbegegnungen oder Weiterbildungen. Informationen, wie beispielsweise Fristen und Ziele, an denen sich Projekte orientieren müssen, sich ihr Projekt orientieren muss, sind auf der entsprechenden Internetseite des Demokratiebündnisses zu finden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Fürstlich vogtländisch: Öffentliche Stadtführung zum Pfingstsonntag

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Der etwa eineinhalbstündige Rundgang führt Sie durch die historische Altstadt der ehemaligen Residenzstadt Greiz. Erfahren Sie wie das Haus „Reuß Aelterer Linie“ die Geschichte nachhaltig geprägt hat und lernen Sie die wichtigsten Bauwerke kennen. Flanieren Sie wie einst Fürst Heinrich XXII. und Fürstin Ida entlang der Stadtkirche St. Marien, vorbei an der Alten Wache zum Greizer Schlossgarten. Beachtenswerte Architekturdekors des Jugendstil- Ensembles sowie weitere Greizer Besonderheiten werden dabei ihren Weg kreuzen.
Tipp: Die öffentliche Tour können Sie auch ganz privat oder kleinen Gruppe nach ihren Wünschen in der Tourist-Information buchen. Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de
Termin: Sonntag, 05.06. 2022
Preise: Erwachsene  5,- Euro, Kinder 3,- Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14 Uhr, Dauer rund 1 ½ Stunden
Wichtige Hinweise: Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

In eigener Sache: Die Wahrheit ist nicht zu stoppen

Westsachsen/Zwickau.- Im Kampf gegen die aus ihrer Sicht unbequeme Westsächsische Zeitung (WSZ) fährt die Zwickauer Obrigkeit jetzt schwere Geschütze auf. In einem von der so genannten „Freien“ Presse veröffentlichten Bericht heißt es in der Überschrift: „Zwickauer Landgericht verhängt Ordnungsgeld gegen rechtes Onlineportal“. Damit versucht man offensichtlich, die Arbeit der freien Journalisten zu diskreditieren, die ehrenamtlich, unabhängig, aktuell und kostenlos zu Themen in der Region berichten.
Hier wird einmal mehr der Schulterschluss zwischen Politik, Medien und Justiz in der Muldestadt sichtbar. Die regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstoßende Clique um die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, die Staatsanwälte Jörg Rzehak und Uwe Wiegner, Oberbürgermeisterin Constance Arndt sowie den GRÜNEN-Politiker Martin Böttger glaubt wohl, sie könnte die Wahrheit gemeinschaftlich unterdrücken und kritische Stimmen zum Schweigen bringen. Dazu können wir nur eines sagen: „Träumt weiter...“.
Die WSZ hat von Anfang an Maßnahmen ergriffen, die ein Eingreifen in die Pressefreiheit von Seiten des Staates unmöglich machen. Selbst wenn alle unsere Journalisten heute verhaftet würden und das verhasste „rechte Onlineportal“ gesperrt würde, hätte das keinerlei Auswirkungen auf den Fortbestand der Westsächsischen Zeitung. Inzwischen sind alle Posts dutzendfach dezentral gespeichert, auch im Ausland. Eine Kopie der gesamten Onlineausgabe sowie die gedruckten Ausgaben liegen in der Deutschen Nationalbibliothek öffentlich zur Einsicht für jedermann aus. Es gibt regelmäßig Aktualisierungen dazu.
Unsere Leser können sich also darauf verlassen, dass sie heute wie in Zukunft unabhängig und kritisch über Missstände in unserer Gesellschaft informiert werden.
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30 Mai 2022

Schleichende Vergiftung durch Rauchen fordert täglich Opfer

Westsachsen/Bad Elster.-
Das Ärzteteam der Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster warnt anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai vor den Folgen des Tabakkonsums. Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Es verursacht Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, macht abhängig und schädigt massiv vor allem Lunge, Atemwege und Gefäße. Allein in Deutschland erkranken jährlich 85.000 Menschen als Folge des Rauchens an Krebs, 127.000 Menschen sterben an den Folgen des Tabakkonsums. In den Reha-Kliniken von Paracelsus geben Ärzte, Therapeuten und Pflegefachkräfte jeden Tag ihr Bestes, um Patienten, die unter den Folgen des Rauchens leiden, wieder ein Leben in der Gesellschaft, in Familie und Beruf zu ermöglichen. „Die Erkenntnis, dass man sich die Schäden am eigenen Körper durch den Tabakkonsum selbst zugefügt hat und diese hätte, vermeiden können, ist bitter und kommt leider oft viel zu spät“, erklärt Chefärztin Dr. Junghans aus der Paracelsus Klinik Bad Elster. „Es ist oft erschreckend zu sehen, welche gesundheitlichen Schäden das jahrelange Rauchen nach sich zieht.“ Die Fachärztin für Innere Medizin/Hämatologie und Internistische Onkologie kennt die Folgen des Tabakmissbrauchs nur zu genau: „Unsere Klinik ist auf die Behandlung von Krebspatienten, so auch Patienten mit Lungenkrebs spezialisiert. Immer wieder müssen wir feststellen, dass der jahrelange Tabakkonsum massive körperliche, psychische und soziale Schäden hinterlassen hat.”
In der Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster werden Patienten mit Lungenkrebs multiprofessionell und ganzheitlich behandelt, um ihnen trotz ihrer Erkrankung den Weg zurück ins Leben zu ermöglichen. Ein Team aus Ärzten, Therapeuten, Psychologen, Pflegefachkräften, Diätassistenten und Sozialarbeitern steht bereit, um gemeinsam mit den Patienten gegen die Folgen des Rauchens und ihrer Erkrankung anzukämpfen. „Trotz einer hochqualitativen Behandlung, die auf modernsten Behandlungsmethoden basiert, können wir beim Rauchen nichts ohne die Mithilfe der Patienten erreichen”, erklärt Dr. Junghans „Unsere Aufgabe ist es darum, sie in unserer Klinik zu Experten ihrer eigenen Gesundheit zu machen, um sie zum Ausstieg aus dem Rauchen zu bewegen.“ Aufhören, das weiß man an der Paracelsus Klinik Bad Elster auch, ist keine Kleinigkeit. Das Nikotin in herkömmlichen Zigaretten, Tabakerhitzern und E-Zigaretten schafft eine starke körperliche Abhängigkeit. Der Ausstieg ist aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials von Nikotin schwer und gelingt nicht unbedingt beim ersten Versuch. Angebote, die Rauchende beim Aufhören nachweislich unterstützen können, sind beispielsweise eine Beratung in der medizinischen und psychosozialen Gesundheitsversorgung, verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppeninterventionen sowie medikamentöse Therapien.
Umso erfreulicher ist, dass die Zahl der Raucher, insbesondere unter jungen Menschen, in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist. Der Konsum von Fertigzigaretten sank 2021 auf 71,8 Mrd. Stück (minus 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Damit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 863 Zigaretten (2020: 888 Zigaretten). Das ist der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Aktuell registrieren die Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in ihrem Jahrbuch Sucht 2022, das im April erschienen ist, in Deutschland eine Quote von 24 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer ab 18 Jahren, die rauchen (Zahlen aus 2020). „Wir müssen den Tabakkonsum nachhaltig weiter verringern, um unsere Gesellschaft und unser Gesundheitssystem vor den langfristigen Folgen zu schützen“, schließt Dr. Junghans „Mein Appell zum Weltnichtrauchertag ist darum: Stoppen Sie das Rauchen so früh wie es nur geht oder fangen Sie gar nicht erst damit an.“ Die gesamtwirtschaftlichen Kosten, die auf das Rauchen zurückgehen, belaufen sich aktuellen Schätzungen zufolge in Deutschland auf 97,24 Mrd. Euro jährlich. Die direkten Kosten (z.B. für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten) betrugen 30,32 Mrd. Euro; die indirekten Kosten (z.B. Produktivitätsausfälle) beliefen sich auf 66,92 Mrd. Euro (in 2018).
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Stadt verweigert Zustimmung: Projekt geht trotzdem weiter

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Das Projekt „Netzwerk zur Integration von Amtspersonen in die Zivilgesellschaft“ das vom Zwickauer Verein „Heimat Region Zwickau e.V.“ auf Initiative des Sächsischen Justizministeriums ins Leben gerufen wurde, wird wohl auf die Unterstützung durch die Kommune verzichten müssen. Trotz mehrerer Anfragen und einer Aufforderung zur Stellungnahme durch das Ministerium selbst hält es die zuständige Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Archivfoto oben) nicht für notwendig, darauf zu antworten.
Unterdessen laufen die Vorbereitungen zur nächsten Veranstaltung, die am 24. Juni unter dem Titel „Sparkasse Zwickau - eine (un-)endliche Geschichte“ stattfinden wird, auf Hochtouren. Der Verein ist bemüht, den Wirtschaftsprofessor Ralf Jasny (Foto unten) aus Frankfurt am Main als Gastdozenten für ein Seminar zu gewinnen.
Jasny hatte aufgedeckt, dass die Sparkasse Zwickau im Jahr 2020 rund 45 Millionen Euro unerlaubter Weise an der Börse verzockt hat. Den Zwickauer Bürgern ist damit rein rechnerisch ein Schaden von rund 500 Euro pro Kopf entstanden. Die Sparkassenvorstände sowie der verantwortliche Verwaltungsrat unter Beteiligung der Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt und des Landrates Christoph Scheurer hüllen sich bisher in betretenes Schweigen. Professor Ralf Jasny signalisierte seine Bereitschaft für eine Schulung der Verwaltungsräte, um diese zukünftig für derartige Fälle zu sensibilisieren und damit weiteren Schaden zu verhindern.
Die Auftaktveranstaltung zum Thema „Netzwerk zur Integration von Amtspersonen in die Zivilgesellschaft“ lief bereits am 13. Mai sehr erfolgreich. Damals ging es um Stasi-Seilschaften, die nach wie vor in allen Verwaltungs- und Regierungsbereichen aktiv sind (WSZ berichtete). Ein erstes Vorschauvideo ist unter diesem Link abrufbar: Westsächsisches Fernsehen

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Erfolgreich abgeschlossen: Grüngleis liegt der Bahn zu Füßen

Westsachsen/Zwickau.-
Das Projekt „Einbau von sogenanntem Grüngleis an der Stadtbahnstrecke zum Klinikum“ im Zwickauer Stadtteil Marienthal ist am 24. Mai 2022 - nach vierwöchiger Bautätigkeit – mit der Bauabnahme erfolgreich abgeschlossen wurden. Bereits am Samstag, 21. Mai 2022 erfolgte die vorfristige Betriebsaufnahme.
Im März 2021 lancierte das Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft die Mehrwertinitiative „Nachhaltig aus der Krise“ als Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Klimafolgen. Die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ GmbH) entwickelte auf Anregung des Umweltbüros der Stadt Zwickau das Programm „Grüne Stadtbahn Zwickau“.
Dieses sieht vor, bestehende Gleisabschnitte nachträglich zu begrünen. Für das Förderprogramm erhielten die Zwickauer ein Vierteljahr später den Zuschlag zur Umsetzung.
Baubeginn war dann am 25. April 2022. Für das Marienthaler Projekt wurden im Baufeld nicht rostende Schienenbefestigungsmittel eingebaut und der Gleisschotter maschinell nachgestopft. Anschließend folgte der Aufbau einer grobkörnigen Ausgleichsschicht, gefolgt von Filtervlies und Wurzelschutzschicht. Die angezüchteten Sedummatten liegen schließlich auf einer rund 5 Zentimeter starken Extensivsubstratschicht. Im Unterschied zum Rasen ist Sedum sehr robust gegen Trockenheit und weist eine begrenzte Wuchshöhe auf – perfekte Voraussetzungen also für den Einsatz im Bahnsystem. Dem vorgezogenen Einbauende am 20. Mai 2022 folgte nach erfolgreicher Betriebsleiterabnahme die vorfristige Aufnahme des Linienbetriebs am 21. Mai 2022. Insgesamt wurden 660 Meter hochliegendes Sedumgleis hergestellt.
In Zwickau hatte man bislang unterschiedliche Erfahrungen mit den bestehenden 1400 Metern Grüngleis. Während im Stadtteil Neuplanitz pflegeintensive Gräser dominieren, ist der innerstädtische Abschnitt am Alten Steinweg mit Sedumgewächsen praktisch pflegefrei. Die Vorteile des hochliegenden Sedumgleises liegen im urbanen Raum auf der Hand, erläutert Dr. Steffen Schranil, Abteilungsleiter Technik der SVZ GmbH: „Der kompakte Bewuchs trägt maßgebend zur Reduktion des Schienenlärms bei, leistet einen positiven Beitrag an das lokale Stadtklima und verbessert ganz nebenbei das Stadtbild. Im Sommer heizen sich die Schienen weniger auf, was reduzierte mechanische Spannungen bewirkt.“
Der nun fertiggestellte Abschnitt in der Nähe der Haltestelle Virchowplatz ist nur das erste Etappenziel. Gleich mehrere Streckenabschnitte mit offener Bettung in Sichtweite von Wohnbebauungen wurden für das Grüngleisprogramm ausgewählt.
Im Herbst 2022 sollen je ein Abschnitt im Zwickauer Zentrum (90 m) und nahe der Endstelle Neuplanitz (320 m) folgen, bevor es 2023 in Schedewitz (70 m) und im Bereich der Talstraße (1180 m) weitergeht. Die Gesamtlänge der Grünen Stadtbahn Zwickau wird insgesamt um über 2300 Meter anwachsen.
Das Projekt blieb mit gut 245.000 € netto neben dem Zeit - auch im Kostenrahmen. Diese Maßnahme wird zu 90 % mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Quelle und Fotos: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH

25 Mai 2022

Leserbrief: Ermittlungsbehörden bleiben trotz Beweisen untätig

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
 „Wie die Justiz Zwickau/Plauen gegen Opfer agiert und im Gegenzug verlogene gewalttägige Serientäter schützt, ist in keinster Weise mehr nachvollziehbar.
Ich werde seit nunmehr über sechs Jahren vom Generalvertreter der Allianzversicherungen in Plauen, Jens Rzezak, mit schweren Straftaten und ständigen Eingriffen in meine Eigentums- und Persönlichkeitsrechte attackiert. Es wurden auf meinem Namen widerrechtlich Versicherungsverträge abgeschlossen, wo er sich zum eigenen Vorteil auch noch selbst als Begünstigter eingetragen hat. Meine Unterschriften wurde allesamt, mehr als augenscheinlich, von ihm gefälscht! Eine von mir selbst abgeschlossene Versicherung mit bereits mehrjähriger Laufzeit wurde von ihm mit gefälschtem Schreiben und wiederholter Fälschung meiner Unterschrift ausgehebelt. Die Versicherung deckt in dieser Sache ihren skrupellosen Außendienstmitarbeiter.
Der Ombudsmann der Versicherungen erklärte eindeutig, dass dies ein schwerer Eingriff in den öffentlichen Rechtsverkehr ist und die staatlichen Ermittlungsorgane verpflichtet sind, solche Straftaten mit der nötigen Sorgfalt aufzuklären. Die von mir zusätzlich eingeschaltete Bafin erwirkte indessen, dass die Allianzversicherung die von ihrem bis dato gedeckten kriminellen Außendienstmitarbeiter gefälschten Versicherungsverträge rückabwickeln und die widerrechtlich von meinem Konto eingezogenen Beiträge erstatten musste.
Allein die zuständigen Justizorgane sehen nach wie vor keinen Handlungsbedarf, gegen diesen Serientäter zuständigkeitshalber zu ermitteln. Selbst eine an mir begangene schwere lebensbedrohliche Körperverletzung gibt dafür keinen Anlass. Beweise, schriftliche Zeugenaussagen, ärztliches Gutachten usw. werden von den Ermittlern strikt ignoriert. Bis heute wird von Herrn Rzezak regelmäßig meine Dachterrasse teilweise abgerissen. Der Zugang erfolgt über eine Leiter. Bei diesen Vorgängen werde ich zusätzlich massiv bedroht und beschimpft. Schriftliche Zeugenaussagen zu allem liegen Polizei und Staatsanwalt vor. Meine Terrassentür kann ich nie sorglos geöffnet lassen. Dadurch ist die Terrasse für mich, auch räumlich, nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Für meinen kleinen Urenkel, welcher sich oft in meiner Obhut befindet, wäre es ohne Aufsicht lebensgefährlich.“
Petra Eckert (Foto), Plauen

Bürger fühlen sich verraten: Constance Arndt will 04-Bad abreißen lassen

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern fand auf dem Gelände des 04-Bades im Zwickauer Stadtteil Pölbitz eine Diskussionsrunde mit Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto/BfZ) statt. Mit dem Beginn von 17 Uhr an einem Wochentag war die Zeit einmal mehr so gewählt, dass viele berufstätige Interessierte der Veranstaltung nicht beiwohnen konnten. Schon vor einigen Wochen hatte die umstrittene Oberbürgermeisterin mit der Verteidigung ihres „Verkehrsexperiments“ (WSZ berichtete) gezeigt, dass ergebnisoffener Bürgerdialog trotz solcher Angebote eher nicht zu ihren Stärken gehört.
Diesmal sollte es um die Zukunft des 04-Bades gehen. Constance Arndt plädiert bekanntlich seit Monaten für den Abriss des traditionsreichen Bades (WSZ berichtete). An dessen Stelle soll eine nicht näher definierte Freizeitwiese entstehen. Viele Bürger sind empört über diesen offensichtlichen Bruch des Wahlversprechens der OB, die vor der Wahl vollmundig versichert hatte, das Bad erhalten zu wollen. Ganz im Zeichen dieses fragwürdigen Demokratieverständnisses stand auch die gestrige Veranstaltung.
Schon zu Beginn sah man der rhetorisch schwachen Oberbürgermeisterin ihre Nervosität an. Mit den üblichen Phrasen versuchte sie, den von ihr geplanten Kahlschlag zu verharmlosen und schönzureden. Die etwa 40 anwesenden Bürger überzeugte dieses Herumlavieren der Stadtchefin wenig, den Zwickauern ist der Erhalt ihres Bades offensichtlich eine Herzensangelegenheit. Zwei Bürger bekundeten ihre besondere Enttäuschung, da sie Arndt eigens für ihr Versprechen, das beliebte Pölbitzer Freibad erhalten zu wollen, gewählt hatten. Diese Bürger sehen sich jetzt verständlicherweise von ihrer Stadtchefin verraten.
Welch merkwürdige Vorstellung von Bürgerdialog Constance Arndt hat, zeigte sich auch bei der anschließenden Fragerunde. Ronny Weber vom Verein „Zukunft Zwickau e.V.“, der mehrere detaillierte Vorschläge für den Erhalt des Bades mitgebracht hatte, wurde von Arndt das Mikrofon verweigert, so dass Weber seine Vorschläge ohne akustische Unterstützung vorbringen musste (WSF berichtete). Dies stieß bei den anwesenden Gästen auf Unverständnis, das Wort „Frechheit“ machte die Runde. Constance Arndt plädiert entgegen dem Willen der anwesenden Bürger unbeirrt auch weiterhin für einen Abriss des Traditionsbades. Zu ihren konkreten Plänen, wie man sich ihre Idee einer „Freizeitwiese“, die das Bad nach dessen Zerstörung ersetzen soll, vorzustellen hätte, schwieg sich die sichtlich überforderte Stadtchefin aus. Auf die Kritik eines Bürgers, solche „Freizeitwiesen“ entpuppten sich immer mehr zu Brennpunkten der Kriminalität, vor allem durch herumlungernde Jugendliche mit Migrationshintergrund, antwortete Arndt: „Da muss man mal sehen, ob man da was mit Sozialarbeit machen kann, dass da nichts mehr passiert.“ Mit ähnlichen Phrasen erschöpfte die Stadtchefin im weiteren Verlauf der Diskussionsrunde immer mehr die Geduld ihrer Zuhörer, so dass sich die Veranstaltung nach und nach auflöste.

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Prozessbetrug: Juristen streiten über Mitschuld - Kripo ermittelt

Westsachsen/Werdau/Zwickau.-
Nachdem aktuell mehrere Rechtsanwälte in Pirna, Chemnitz und Potsdam sowie die Generalstaatsanwaltschaft in Zweibrücken vom vollendeten Prozessbetrug am Landgericht Zwickau sprechen, platzt nun der von dieser Justizposse Betroffenen erneut der Kragen. Sie nimmt die Verursacherin des angerichteten Schadens in die Pflicht und verlangt sofortige Aufklärung: „Frau Richterin Nitschke vom Familiengericht Zwickau, Sie weigern sich klären zu lassen, dass Sie ein falsches Familienrecht angewendet haben, Falscheintragungen in meinem Versicherungsausweis ignoriert und eine Justizsekretärin den am 02.05.2012 korrekt aufgebrachten und noch heute gültigen Rechtkraftvermerk (RKV) überkleben lassen haben. Ich mache Sie dafür verantwortlich, dass ich deswegen keine notwendige Ausbildung finanzieren konnte und damit Folgeschäden bis heute für meine Existenz entstanden sind. Ich bezeichne Ihr Handeln als strafrechtlich relevantes Verhalten zu meinem Schaden“.
Im Jahre 2012 hatte Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen) ein falsches Rechtsmittel am dafür nicht zuständigen Oberlandesgericht (OLG) Dresden eingelegt. Daraufhin wurde auf dem Beschluss zum Aktenzeichen 8 F 1059/07 beim Amtsgericht Zwickau korrekterweise ein Rechtskraftvermerk aufgebracht. Damit war das Verfahren beendet und Rechtsfrieden hergestellt. Doch das OLG ignorierte das, ließ den gültigen RKV durch die Justizsekretärin Anett Swart mittels eines weißen Blattes Papier überkleben und verhandelte unzulässigerweise weiter. „Der zuständige Richter Peter Lames (heute Bürgermeister in Dresden) hätte prüfen müssen, ob das Rechtsmittel fristgerecht eingereicht wurde“, meinte Richterin Birgit Nagel während eines Prozesses im April 2020. Da er dies offensichtlich nicht tat, zieht sich das Problem bis heute durch alle Instanzen. Mittlerweile auch bundesweit, weil die Betroffene selbstverständlich auch die Anwälte verklagt, die sie schlecht beraten haben. Und das inzwischen mit Erfolg. In Potsdam beispielsweise wurde ein Rechtsanwalt bereits zur Rückzahlung von Honorar verurteilt. In der zweiten Instanz streitet man sich unter Juristen lediglich darüber, ob der Anwalt allein schuld ist, oder ob das Landgericht Zwickau wegen des zugrunde liegenden Fehlurteils des Richters Adolf Lindenberger (krimineller, asozialer, strafvereitelnder, unverschämter Lumpenhund) in die Mithaftung gehört.
Unterdessen befasst sich jetzt auch die Zwickauer Kripo mit dem Fall. Nachdem jahrelang mit unzähligen Strafanzeigen versucht wurde, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, brachte ein vermeintlicher Bürgerrechtler den Stein erneut ins Rollen. Der GRÜNEN-Politiker Martin Böttger (Foto unten) erstattete Anzeige wegen angeblicher Verleumdung gegen seine Person und löste damit mehrere Großeinsätze der Polizei im Stadtgebiet Zwickau und Werdau aus. Mehrere Wohnungen und ein Ladengeschäft wurden durchsucht, einige Personen verhört. Die Ermittlungen laufen derzeit noch.
Böttger werden enge Verbindungen zur Zwickauer Justiz nachgesagt. Die ehemalige Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß schickte die von der Willkür der Zwickauer Gerichte betroffene Werdauerin 2017 mit den Worten zu ihm: „Herr Böttger ist Bürgerrechtler, er wird Ihnen sicher helfen“. Nachdem sich der „Bürgerrechtler“ Martin Böttger alles über den Fall erzählen ließ und etliche Unterlagen kopiert hatte, sagte er: „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht“. Damit dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Legende vom selbstlosen Menschenfreund, der in der DDR in vorderster Front für die Rechte der Bürger gekämpft haben will, in Frage gestellt werden muss.

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24 Mai 2022

Fachkräftemangel: Zwickau will gegensteuern

Westsachsen/Zwickau.-
In entspannter Atmosphäre nach neuen Perspektiven schauen – das ist am Brückentag nach Christi Himmelfahrt im Zwickauer Rathaus möglich. Am 27. Mai öffnet die Fachkräftebörse Zwickau ihre Türen für regionale Fachkräfte, heimatverbundene Ex-Zwickauer, Pendler und alle anderen Menschen auf Jobsuche. Ukrainische Interessenten werden vor Ort durch Dolmetscher unterstützt.
Unter dem Motto „Zeit für einen Neuanfang. Hier.“ stellen sich von 9 bis 13 Uhr über 30 regionale Unternehmen vor. Die Besucher können sich auf einen breiten Branchenmix freuen, der unter anderem Angebote aus dem Gesundheitswesen, dem Maschinenbau, der Bildung, der IT, dem Handwerk und dem Dienstleistungsbereich umfasst. Alle Informationen zur Veranstaltung und den teilnehmenden Unternehmen gibt es auf www.zwickau.de/fachkraefteboerse. Der Eintritt ist frei.
Veranstaltet wird die Fachkräftebörse vom Büro für Wirtschaftsförderung der Stadt Zwickau in Zusammenarbeit mit der regionalen Fachkräfteallianz. Die Veranstaltung wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

18 Mai 2022

Ausgezeichneter Neurochirurg: „Wir arbeiten, unser Bestes zu geben“

Westsachsen/Zwickau.-
Dr. med. Michael Beckert (Foto) von der Paracelsus Klinik Zwickau gehört zu den empfohlenen Medizinern des Landkreises Zwickau. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die das Magazin Focus-Gesundheit gemeinsam mit dem Recherche-Institut FactField und der Hamburger Stiftung Gesundheit durchgeführt hat.
Aktuell veröffentlichte Focus-Gesundheit unter dem Motto „Empfohlene Ärzte in der Region“ eine Liste der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in ihrem jeweiligen Fachbereich. Im Bereich der Neurochirurgie wurde Dr. med. Michael Beckert ausgezeichnet. Er arbeitet im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Paracelsus Klinik Zwickau und steht zum ersten Mal auf der Empfehlungsliste von Focus-Gesundheit. Neben der Tätigkeit im MVZ ist er als Leitender Oberarzt des Fachbereichs Neurochirurgie im Team von Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke angestellt. Die neurochirurgische Abteilung der Paracelsus Klinik Zwickau gehört deutschlandweit zu den führenden Kompetenzzentren für Neurochirurgie.
„Wir freuen uns sehr über die Nominierung, zeigt diese doch, dass wir auch im ambulanten Bereich exzellente medizinische Versorgung anbieten. Wir arbeiten jeden Tag aufs Neue daran, unser Bestes zu geben, um unsere Patienten gut zu behandeln und zu versorgen. Und zwar gleichermaßen fachlich exzellent und menschlich engagiert“, so Uta Ranke, Klinikmanagerin der Paracelsus Klinik Zwickau.
Die Auswahl basiert auf dem Strukturverzeichnis der Stiftung Gesundheit kombiniert mit Selbstauskünften und Kollegenempfehlungen. Die großangelegte Studie wertet verfügbare Daten von mehr als 240.000 Medizinern in Deutschland aus. Dabei wurden alle Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten, die ambulant in eigener Praxis oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum tätig sind, einbezogen.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Dachgeschoss in Flammen: Rettungskräfte kümmern sich um Betroffene

Westsachsen/Werdau.-
Zu einem Brand mit mehreren betroffenen Personen wurden Rettungskräfte heute früh um 8:45 Uhr in Werdau alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus auf der Crimmitschauer Straße war es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Feuer im Dachgeschoss gekommen. Die anwesenden Bewohner retteten sich auf auf einen Balkon, von dem sie durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mittels Drehleiter herunter geholt und an den Rettungsdienst übergeben werden konnten.
Dank des professionellen und schnellen Eingreifens war der Brand um 9:15 Uhr gelöscht. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Werdau, Langenhessen, Leubnitz und Königswalde. Eine Notarztin und die Teams zweier Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich gemeinsam mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst um die Betroffenen. Zwei Personen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei sicherte das Einsatzgeschehen ab. Insgesamt waren 42 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen an den Arbeiten beteiligt.
Das Feuer zeigt einmal mehr die Bedeutung der ehren- und hauptamtlichen Retter. Aus diesem Grund veranstaltet die Stadt Werdau am kommenden Samstag, den 21. Mai, von 14 bis 18 Uhr zum fünften Mal den Werdauer Blaulichttag. Hier soll gezielt aufgeklärt, informiert und um neue Mitstreiter geworben werden.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

17 Mai 2022

75 Jahre KON: Freier Eintritt für ein besonderes Konzert

Westsachsen/Zwickau.-
Am kommenden Wochenende laden der Fachbereich Zupfinstrumente und das Kammerorchester zu Veranstaltungen in das Konservatorium ein, die im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Zwickauer Musikschule stattfinden.
Am Dienstag, dem 24. Mai findet um 18 Uhr dann in der Katharinenkirche (Foto) ein besonderes Konzert statt: Ensembles und Solisten haben für diesen Abend speziell Musik vor 1800 vorbereitet. Es sind Werke unter anderem von Dietrich Buxtehude für Orgel, Moritz von Hessen für Blechquintett, Johann Sebastian Bach für Violoncello und die Kantante „Erquicktes Herz sei voller Freuden“ von Georg Philipp Telemann des „Ensemble Alte Musik“ zu hören. Außerdem spielt das Blockfötenensemble und das Klarinettenquartett des Konservatoriums.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

16 Mai 2022

Verkehrseinschränkungen zur AvD Sachsenrallye 2022

Westsachsen/Zwickau.-
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) wird am Freitag und Samstag, 20. und 21. Mai 2022 in Zwickau, dem Zwickauer Land und dem Vogtland die AvD-Sachsen-Rallye durchführen. Zur Absicherung der Veranstaltung sind wieder verschiedene Verkehrseinschränkungen erforderlich.
Aufgrund der Wertungsprüfungen im Stadtgebiet Zwickau (2 + 4 – Brückenkurs) werden am Freitag, 20. Mai in der Zeit von 16 bis 24 Uhr folgende Straßenabschnitte gesperrt:
B 93 Dr.-Friedrichs-Ring zwischen Mauritiusbrücke und Breithauptstraße
B 173 Äußere Dresdner/Glück-Auf-Brücke zwischen Zufahrt Arbeitsgericht und Gewandhausstraße.
Die Umleitungen werden entsprechend ausgewiesen.
Aufgrund der Einrichtung des Fahrerlagers sind der Hauptmarkt und der Parkplatz am Schumanndenkmal von Freitag, 20. Mai, 6 Uhr bis Samstag 21. Mai, 21.30 Uhr gesperrt. Gleiches betrifft auch den Kornmarkt und den Domhof einschließlich der Teilflächen angrenzender Straßen/Plätze (Hauptmarkt, Münzstraße, Innere Schneeberger Straße, Kepplerstraße).
Weiterhin werden auf folgenden Parkplätzen Sperrungen erforderlich:
Platz der Völkerfreundschaft: Donnerstag 19. Mai, 12 Uhr bis 21. Mai, 24 Uhr (nur Teilbereich)
Parkplatz am Brückenberg: links + rechts Pöhlauer Straße: Freitag 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz unter der Glück-Auf-Brücke: Freitag 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz B 93 Uhdestraße: Freitag, 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz Alter Gasometer: Freitag, 20. Mai, 17 Uhr bis 21. Mai, 24 Uhr
Parkplatz Törtchen (hinter Robert-Schumann-Denkmal): Freitag, 20. Mai, 7 Uhr bis Samstag, 21. Mai, 22 Uhr
Weitere Informationen zur Rallye sind im Internet unter www.avd-sachsen-rallye.de abrufbar.

15 Mai 2022

FDJ jetzt auch im Westen gegen den Krieg aktiv: „Kein drittes Mal!“

Westsachsen/Zwickau/NRW/Essen.-
Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) schlägt wieder zu. Nach den spektakulären Demonstrationen in Zwickau, unter anderem mit der Erstürmung des Rathausbalkons (WSZ berichtete), war am Donnerstag Vormittag das Denkmal des alten Alfred Krupp in der Essener Innenstadt (Foto) kaum mehr wieder zu erkennen. Mit rotem Lack ist der Sockel plötzlich eine Art Warnung: „KEIN DRITTES MAL“ steht über dem in Stein gemeißelten Alfred Krupp und bezieht sich eben auf diesen. Kein Zufall, wie es scheint. Nach der gestrigen Verkündung von ThyssenKrupp, im letzten Jahr tausende Arbeitsplätze gestrichen zu haben und damit „erstmals seit Jahren wieder weniger als 100.000 Beschäftigte“ auszubeuten, kommen doch die Zeiten gerade recht. Wird es dem Konzern gelingen, rechtzeitig am kommenden großen Krieg, der der dritte der Weltkriege wäre, seinen Reibach zu machen? Unter dem Krupp am Sockel findet sich denn noch mehr: „Krieg dem Krieg“ und ein Konterfei Philipp Müllers, einem jungen Arbeiter, der Mitglied der KPD und der FDJ in Westdeutschland war.
Der geschichtsträchtige Zusammenhang Philipp Müllers mit dem Kanonenkönig und Stahlbaron Krupp ist nach den letzten Wochen wohl aktueller denn je. Nicht, weil im Pott gerade alles auf die nächste Schießerei lauert, wobei nicht einmal der Kauf der ersten Patronenhülse dem Staat und Herrn Reul persönlich unbekannt gewesen sein dürfte, nein. Es ist der erste Essener Mord in der gerade wieder auferstandenen BRD von 1952 an Philipp Müller, der ein ganzer bundesrepublikanischer Mord an der Volksbewegung gegen die Remilitarisierung war, der hier den Zusammenhang so deutlich macht. Auf der einen Seite eine ganze Bewegung, die den Krieg satt hatte und nur zu deutlich sah, wohin die alten Nazigeneräle, die neuen Lehrer von einst und die Richter unterm Hakenkreuz, die nun das Grundgesetz hüteten, ihren neuen alten Weg wieder gingen und auf der anderen Seite die Krupps, die Siemens, die Bankmagnaten und Chemiegiganten, deren Profite längst wieder alte Höhen erreichten.
Zum 70. Mal jährte sich am 11. Mai nun der Mord, dem das Verbot der FDJ in Westdeutschland voraus ging. Ein Verbot, das seine Wirkung verloren zu haben scheint, ist doch diese – Philipp Müllers – FDJ in den letzten Tagen so umtriebig in Essen, wie lange nicht.

Letzte Chance vertan: GRÜNEN-Politiker offenbart Stasizugehörigkeit

Westsachsen/Zwickau.-
Am Freitag fand die Eröffnungsveranstaltung zum Thema „Beteiligen! für Demokratie“ statt. Unter der Überschrift „Die Seilschaften sitzen überall“ diskutierten Sven Trautmann und Wilfried Meißner (Foto v.l.) mit interessierten Bürgern. Das Zwickauer „Netzwerk zur Integration von Amtspersonen in die Zivilgesellschaft“ hatte auch den GRÜNEN-Politiker Dr. Martin Böttger (Archiv-Foto unten) zum Gespräch eingeladen. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder verbreiten lassen, er sei zu DDR-Zeiten Bürgerrechtler gewesen und habe dadurch Repressalien erleiden müssen. Daran zweifelt Ronny Weber, Vorstand im Verein „Heimat Region Zwickau e.V.“ und sagt: „Mir wurde damals verboten, Abitur zu machen. Ich musste in den Jugendwerkhof, weil ich als 15-Jähriger mal bei einer Demo mitgelaufen bin. Jetzt behauptet ein Herr Böttger, der unter diesem Regime seinen Doktortitel machen durfte, er sei ein Oppositioneller gewesen. Das ist aus meiner Sicht völlig unglaubwürdig.“ Vielmehr sei es wahrscheinlicher, dass Böttger, der nach eigenen Angaben immer mal wieder einige Tage in Untersuchungshaft verbrachte, von der Stasi  bereits Mitte der 80er Jahre umgedreht wurde. Nur so lässt es sich erklären, dass man ihn - praktisch als Staubsauger für all die Unzufriedenen - bei Demos in vorderster Front marschieren ließ. Unter diesem Gesichtspunkt klingt es fast schon plausibel, dass einige der Demonstranten danach tatsächlich in den Knast wanderten, auch wenn Böttger seine Mitschuld daran bis heute bestreitet (WSZ berichtete).
Der sogenannte - und vom Bundespräsidenten dafür ausgezeichnete - „Bürgerrechtler“ zeigt seine Staatsnähe sowie die Lust am Ausspionieren und Denunzieren auch heute noch für alle sichtbar. Es gibt kaum eine Demonstration der politischen Opposition, die er nicht argwöhnisch beobachtet und jeden angeblichen Regelverstoß sofort bei der Polizei anzeigt (WSZ berichtete). In politisch motivierten Gerichtsverhandlungen sitzt Böttger regelmäßig als Spion in der letzten Reihe und schreibt fleißig mit. Wem er danach Bericht erstattet, kann nur vermutet werden. Naheliegend ist, dass seine Notizen ohne Umwege bei seinem Freund, dem seit langem umstrittenen und unter Stasi-Verdacht stehenden Staatsanwalt Jörg Rzehak landen. Dieser ließ sich erst neulich wieder dazu hinreißen, auf Anweisung Böttgers die Räumlichkeiten ihm unliebsamer Journalisten persönlich zu durchsuchen. Der Anstifter dieser Aktion schrieb sodann als Antwort auf unsere Einladung zur Veranstaltung: „Vielleicht komme ich doch am Freitag. Aber denken Sie daran: ich bin gefährlich. Vielleicht bringe ich einen Staatsanwalt mit. Sind die beiden Opfer der Durchsuchungsaktion vom 5. Mai Mitglieder Ihres Rechercheteams?“. Die Antwort darauf wäre ihm am Freitag gegeben worden, hätte er nicht gekniffen.
Claudia Friedrich, eine durch die Zwickauer Justiz schwer geschädigte Werdauerin, wandte sich seinerzeit auf Anraten der Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß an den GRÜNEN-Politiker. „Er ist Bürgerrechtler und kann Ihnen helfen“, waren ihre Worte. Die Antwort von Böttger lautete damals wie heute: „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht“. Claudia Friedrich dazu: „Wer einigermaßen klar bei Verstand ist, erkennt sofort, dass ein wahrer Bürgerrechtler niemals so agieren würde.“
Wie tief die einstigen Muster der Zersetzungsmethoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Böttger noch verankert sind, erkennt man am folgenden Beispiel:  In einer seiner Emails schreibt der 74-Jährige, er sei Major des Chinesischen Geheimdienstes außer Dienst. Daraufhin angesprochen bestätigt er diese Aussage auch gegenüber der Presse (WSZ berichtete). Eine diesbezügliche Anzeige wegen unerlaubter Tätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst verlief erwartungsgemäß im Sande. Später gibt er grinsend zu, dass er gelogen hat. Wörtlich: „Ich habe Sie angelogen. Wenn Sie das geglaubt haben, dann sind Sie dumm und selbst schuld!“. Unter Pseudonymen wie „Ignorante Tante“ oder „Egon Olsen“ verbreitet er Inhalte wie diesen: „Wer hat den Artikel Der Heizer in der Moritzkirche geschrieben? Ich kenne nämlich einen Menschen, der 1989 die Moritzkirche geheizt hat. Er könnte Ihnen sicher interessante Informationen über M. Böttger geben.“
Das gleiche Spiel treibt der bekennenden Lügner offensichtlich auch mit der Zwickauer Justiz und der „Freien“ Presse (FP). Um von weiteren Diskussionen über seine Vergangenheit abzulenken, behauptet er eine Verleumdung und spannt damit Richter, Staatsanwälte und FP-Redakteure vor seinen Karren. Aufgrund der von ihm über Jahrzehnte aufgebauten Legende vom guten Samariter folgt man selbstverständlich gern seiner Version blind. Eine Nachfrage seitens des Lokalblattes bei den Betroffenen der Hausdurchsuchungen gab es bisher nicht. Stattdessen schreibt man widerspruchs- und gedankenlos das ab, was die Pressestelle des Gerichts vorgibt. So geht Journalismus auf Sächsisch.
Der Verein „Heimat Region Zwickau e.V.“ veranstaltet in diesem Jahr weitere Bürgertreffen zum Thema „Beteiligen! für Demokratie“. Die Termine dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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Schockenkaufhaus: Eingetragenes Kulturdenkmal wird wiederbelebt

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern startete in Zwickau ein Großprojekt, an das viele schon nicht mehr geglaubt haben: Die Revitalisierung des ehemaligen Schocken-Kaufhauses in der Hauptstraße. Das Gebäudeensemble, dessen Wurzeln über 120 Jahre zurückreichen und dessen Nutzung als Kaufhaus 1999 endete, wird in den kommenden rund 2,5 Jahren komplett umgestaltet und saniert. Etabliert werden hier Flächen für Einzelhandel, Büroräume und ein Hotel. Investor ist die GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle. Gefördert wird das 33 Mio. Euro-Vorhaben durch den Bund und das Land.
Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto rechts) freut sich über den Projektstart: „Mit der Revitalisierung des ehemaligen Schocken-Kaufhauses wird ein wichtiges Stück Stadtgeschichte erhalten. Zugleich ist es ein wichtiger Schritt für die weitere Belebung unserer Innenstadt.“ Klaus Papenburg, Vorstand der GP Günter Papenburg AG (Foto links), ergänzt: „Die Stadt Zwickau erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nach der Sanierung des Schlosses Osterstein können wir nun mit der Revitalisierung des Schocken-Kaufhauses ein weiteres historisches Bauwerk der Stadt Zwickau erneuern und somit einen bedeutenden Beitrag zur städtebaulichen Gesamtentwicklung Zwickaus leisten.“
1. Historie
Das ehemalige Kaufhaus Schocken ist weit über die Stadtgrenzen Zwickaus hinaus nicht nur Architekturhistorikern ein Begriff und als Kulturdenkmal in das Denkmalverzeichnis des Freistaates Sachsen / Stadt Zwickau eingetragen. Seine Geschichte beginnt am 18. März 1901 mit der Eröffnung des Warenhauses „Ury Gebrüder Zwickau/Leipzig“ auf dem Grundstück der heutigen Hauptstraße Nr. 9. Der Geschäftsführer war Simon Schocken, der in die Eigentümerfamilie des Leipziger Kaufhauses Ury eingeheiratet hatte. 1906 ging das Haus in seinen Besitz über. Simon Schocken gründete 1907 zusammen mit seinem Bruder Salman Schocken, der das Kaufhaus in Oelsnitz besaß, die Firma „I. Schocken Söhne Zwickau“, die beide Kaufhäuser umfasste. Weiterhin kam es zur Gründung einer Einkaufszentrale in Zwickau, die für die Belieferung beider Kaufhäuser zuständig war. In den Jahren 1908 bis 1911 wurde das Kaufhaus durch den Anschluss der Gebäude Hauptstraße 7 und Marienplatz 8 erweitert. 1924 beantragte Simon Schocken die Herstellung einer neuen Sandsteinfassade, die die beiden unterschiedlichen gründerzeitlichen Klinkerfassaden der Häuser Hauptstraße 7 und 9 unter einer einheitlich gestalteten Warenhausfassade vereinigen sollte. Der Fassadenentwurf stammt vom Berliner Architekten Münchhausen.
Die im Stil der Reformbaukunst gestaltete Fassade beeindruckt noch heute. Von dem glatten Sockelgeschoss setzt sich das 1. und 2. Obergeschoss durch Lisenen ab. Gesimse gliedern die Fassade in der Horizontalen. Viele lange Fensterzüge und große Schaufenster sind in ihrer beinahe militärisch erscheinenden Reihung Hauptschmuckelemente. Die Dachlandschaft ist von Dreiecksgiebeln akzentuiert oder die dreieckigen Fensteröffnungen der Erdgeschosszone wiederholen sich als dreieckige Dachfenster. Tatsächlich dürfte es sich um eine ziemlich aufwändige Umbaumaßnahme gehandelt haben, da sie erst 1928/29 endgültig beendet wurde.
Das Innere des Hauses zeichnete sich fortan durch Modernität und Kundenfreundlichkeit aus, nicht zuletzt, um durch Übersichtlichkeit und Ordnung einen möglichst hohen Verkaufserfolg zu erzielen. 1926 wurde das Warenhaus ´Ury Gebrüder` offiziell in Kaufhaus `Schocken´, Zwickau umbenannt. Auf dem Erfolg basierend bauten die Gebrüder Schocken innerhalb kurzer Zeit einen Konzern auf, der mit Zweigniederlassungen in fast 20 deutschen Städten zu einem der führenden Warenhausunternehmen Deutschlands - mit der Zentrale in Zwickau - wurde.
Die antisemitische Politik der Nationalsozialisten zwang die Familie 1938 zur Konzernaufgabe und zum Verkauf. Zu DDR-Zeiten war hier ein Konsument-Warenhaus ansässig, bevor es nach der deutschen Wiedervereinigung privatisiert wurde. 1999 endete die Nutzung als Kaufhaus. Seither stand das Gebäudeensemble weitestgehend leer und der bauliche Zustand verschlechterte sich.
2. Meilensteine hin zu einer Neubelebung
Aufgrund der geschichtlichen Bedeutung und wegen der essentiellen Lage im Zwickauer Stadtzentrum bemühte sich die Zwickauer „Stadtspitze“ jahrzehntelang, eine nachhaltige Lösung für das Immobilienensemble zu finden. Wichtig war beispielsweise die Reise einer Delegation, die unter anderem die damalige Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn im November 2016 nach Israel führte. Mit Unterstützung des Rechtsanwaltes Dirk Lange der Leipziger Kanzlei Gruendelpartner, welche die Schocken AG i. L. in Deutschland vertritt, konnten hier tragfähige Kontakte auf- und ausgebaut werden.
Ein wichtiger Meilenstein war die Entscheidung der GP Papenburg Hochbau GmbH, sich des Projektes anzunehmen. Das Unternehmen hatte bereits zuvor wichtige Großvorhaben in der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt erfolgreich realisiert. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer versprach zum Festakt der 900-Jahr-Feier, dass er sich persönlich für die Wiederbelebung des ehemaligen Kaufhauses Schocken einsetzen wolle.
Maßgeblich waren und sind die Fördermittel: Im Vorfeld des Vorhabens erfolgten insbesondere Maßnahmen zur Substanzsicherung sowie historische, baugrund- und bauteilspezifische Untersuchungen, in Verbindung mit entsprechenden Dokumentationen. Diese wurden im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VII durch den Bund, den Freistaat Sachsen und die Stadt Zwickau mit bisher 500.000 Euro gefördert.
Die nun beginnende Revitalisierung wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus – Programmaufruf 2018 / 2019“ durch den Bund in Höhe von 4.000.000 Euro und die Stadt Zwickau in Höhe von 2.000.000 Euro gefördert.
3. Revitalisierung – Nutzung/Nutzungsarten
Den bereits begonnenen bauvorbereitenden Maßnahmen sowie den sich daran anschließenden Hauptbauarbeiten gingen in den vergangenen vier Jahren tiefgründige Bestandsuntersuchungen und Machbarkeitsstudien voraus.
Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms erfolgten durch die GP Papenburg Hochbau GmbH in den Jahren 2019-2021 umfangreiche Recherchen zur Historie des Gebäudes. In diesem Zusammenhang wurden rund 1.900 Fotos erstellt und ein Bestandsaufmaß aller Gebäudeteile und -räume gefertigt. Diese Unterlagen bildeten die Grundlage für die Erarbeitung der denkmalpflegerischen Zielsetzung gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Sachsen.
Im Jahr 2020 erfolgten mehrere Sitzungen des Gestaltungsbeirates. Dieser war besetzt durch Vertreter der Denkmalpflege, der Stadtentwicklung, Mitgliedern der Architektenkammer Zwickau, Architekten aus Dresden und Leipzig sowie des mit der Planung beauftragten Architekturbüros Bauconzept - Planungsgesellschaft mbH und der GP Papenburg Hochbau GmbH als Bauherr. Es wurden insbesondere die Gestaltung und Wirkung der historischen und neuen Fassaden gemeinsam abgestimmt. Restauratorische Untersuchungen zur historischen Architektur und Raumfarbigkeit, die Erstellung verschiedenster Gutachten zum Baugrund, Holzschutz, statischer Beschaffenheit und Bewertung verwendeter Baustoffe und Materialien waren notwendig, um die künftigen Baumaßnahmen zu planen. Während dieses Zeitraumes erfolgten parallel Sicherungsmaßnahmen insbesondere in den Dachbereichen des Objektes, um weitere Schädigungen durch Wassereintritte zu vermeiden. Zugleich erfolgte die Fortschreibung der Planungsunterlagen in enger Abstimmung mit den Ämtern der Stadt Zwickau und dem Fördermittelgeber. Mit den aktuellen Planungen zur Neustrukturierung und Wiederbelebung des historischen Gebäudeensembles sind umfangreiche Eingriffe in das Bestandsobjekt unerlässlich. Die zu erhaltenden Gebäudeteile des historischen Baukörpers werden im Rahmen der Revitalisierung umfassend saniert. Die Arbeiten während der weiteren Projektumsetzung erfolgen dabei stets in enger Abstimmung mit der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörde. Künftig werden neue Nutzungsarten das Schocken-Areal charakterisieren. So wird im Bereich Marienplatz 4-8, ab dem 1.OG ein B&B Hotel mit ca. 90 Gästezimmern und straßenseitigem Blick auf den Dom entstehen. Im Erdgeschossbereich werden mit einem REWE-Markt Handelsflächen auf einer Handels(Miet)fläche von ca. 1.300 m2 integriert, die eine Stärkung der Nahversorgung im Zwickauer Stadtzentrum gewährleisten. In den Obergeschossen der Hauptstraße 3 – 11 befinden sich später auf ca. 4.600 m2 Büroflächen für die Stadtverwaltung Zwickau sowie den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Geplant ist seitens der Stadt, dass das Büro für Wirtschaftsförderung und das Stadtplanungsamt hier einziehen. Beide Verwaltungseinheiten sind derzeit in angemietenen Räumen ansässig, welche nicht barrierefrei sind. Damit stehen im Gebäudekomplex nur noch wenige Restflächen zur Vermietung zur Verfügung. Dies betrifft Büroflächen mit ca. 700 m2 in den Ebenen des 2.-4. Obergeschosses im Gebäude Hauptstraße 11. Kleinere Handelsflächen mit ca. 200 m2 sind in diesem Objekt aktuell noch im Erdgeschossbereich verfügbar. Auch im Erdgeschossbereich der historischen Gebäude der Hauptstraße 3-5 stehen noch Einzelhandelsflächen auf ca. 170 m2 zur Verfügung. Die GP Papenburg Hochbau GmbH legte bei der Konzeption großen Wert darauf, langfristige und nachhaltige Nutzungen zu etablieren mit denen zu einer weiteren Belebung des Zwickauer Innenstadtbereiches beigetragen werden kann. Durch die Mischung von Handels-, Gewerbe- und Beherbergungsflächen wird in der Zukunft von einer erhöhten Frequenz an Gästen, Mitarbeitern und Passanten ausgegangen. Die Umgestaltung des Kaufhauses auf einer Grundstücksfläche von 3.040 m², mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 11.700 m2 und einem Investitionsvolumen von rund 33 Mio. EUR erfolgt über einen Zeitraum von rund 2,5 Jahren, sodass von einer Fertigstellung des Projektes im IV. Quartal 2024 ausgegangen wird. Dem Bezug der Mietflächen durch die künftigen Mieter geht ein komplexer Bauablauf voraus. Dabei werden zunächst die Arbeiten des Abbruches und Rückbaus die nötige Baufreiheit ermöglichen. Für die Transportarbeiten von Baustoffen und Baumaterialien werden im Gebäudekomplex zwei Hochbau-Turmdrehkrane aufgestellt. Nachfolgend werden die Rohbauarbeiten realisiert, d.h. neue Gebäudeteile werden mit Baustahl, Mauerwerk und Stahlbeton errichtet; bestehende Gebäude werden für die zukünftige Nutzung umgebaut. Ebenso werden bspw. historische Treppenhäuser denkmalgerecht instandgesetzt und nach historischen Unterlagen revitalisiert. Im Bereich der Hauptstraße 7-9 wird ein ehemals vorhandener Lichthof in das Gebäude integriert. Damit werden ein Tageslichteinfall sowie eine natürliche Be- und Entlüftung der Büroflächen ermöglicht. Die Dachflächen werden nach heutigen Maßstäben gedämmt und abgedichtet. Bestehende Fassaden werden unter Auflagen des Denkmalschutzes saniert, der Einbau von Fenstern und Verglasungen sowie die Ausbildung von Fassadenbekleidungen erfolgen nach der im Gestaltungsbeirat abgestimmten Planung. Mit dem Witterungsschutz werden die Installationsarbeiten der Haustechnik bspw. Elektroleitungen, Heizungen sowie Sanitärleitungen für WC-Anlagen vorbereitet. Diese Ausbauarbeiten erfolgen koordiniert mit Putz- und Trockenbauarbeiten. Diese werden durch die Wand- und Bodenbeläge bspw. Fliesen und Anstriche ergänzt.
Mit den Revitalisierungsmaßnahmen erfährt das Mariengässchen eine Verbreiterung im Bereich des Gebäudes der Hauptstraße 11 in der Form, dass beginnend von der Ecke an der Hauptstraße die Erdgeschoss-Fassade ca. 1,5 m von der jetzigen Gebäudekante „einrückt“ und zum Gebäudeende die Gebäudekante des Nachbargebäudes aufnimmt (siehe Grundriss-Auszug).
Durch die „Verbreiterung“ des Mariengässchens wird zukünftig ein größerer Bewegungsraum vorhanden sein, der für eine erhöhte Aufenthaltsqualität sorgt. Der nachträglich am Sturtzkopf-Treppenhaus angebaute eingeschossige Vorbau wird entfernt und gibt den Blick auf das historische Treppenhaus frei. Dieses wird als Hauptzugang für die Büronutzer eine entsprechende Aufwertung erfahren.
Über die GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe
Das 1963 als Einzelunternehmung gegründete Familienunternehmen besteht heute aus einem Kompetenznetzwerk von 58 Tochtergesellschaften und Betriebsteilen der GP Günter Papenburg AG. Bundesweit arbeiten rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sparten Gewinnung von Rohstoffen, Produktion von Baustoffen, Hoch-, Tief-, Straßen- und Gleisbau sowie Maschinen- und Anlagenbau, Logistik sowie Recycling und Verwertung.
Die GP Papenburg Hochbau GmbH als 100%-ige Tochtergesellschaft der GP Günter Papenburg AG hat ihren Hauptsitz in Halle (Saale). Sie ist mit ihren Niederlassungen SF-Bau und Rohbau am Standort Halle (Saale) sowie einer weiteren Niederlassung im Leipziger Zentrum vertreten. Mit ihren ca. 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Unternehmen im Bereich der Projektentwicklung sowie in den Geschäftsfeldern des konstruktiven und schlüsselfertigen Hochbaus, im Industrie-, Wohn- und Gewerbebau und im Bau von Sport- und Freizeitgebäuden tätig. Unter Nutzung der konzerneigenen Wertschöpfungskette realisiert die GP Papenburg Hochbau GmbH moderne und zukunftsfähige Projekte.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

13 Mai 2022

Rettungsschwimmer gehen „fremd“: Lehrgang im Waldbad Fraureuth

Westsachsen/Werdau.-
Sie sind da, um Unfällen vorzubeugen und um im Ernstfall schnell und professionell Hilfe am und im Wasser zu leisten: Rettungsschwimmer. Einen Lehrgang, um sich dafür zu qualifizieren, bietet die DRK- Wasserwacht Koberbachtalsperre ab Ende Mai wieder an.
Vom 27.05. bis 12.06.2022, immer Freitagabend, Samstag und Sonntag, findet der Kurs, der von erfahrenen Ausbildern geleitet wird, statt. Ort des Geschehens ist diesmal das Waldbad in Fraureuth. Dorthin werden die ehrenamtlichen Mitglieder, die zum DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. gehören, in diesem Jahr auch ihr Schwimmtraining verlegen. Grund sind die geringen Niederschläge und der damit deutlich zu niedrige Wasserstand an der Kober.
Am Lehrgang Rettungsschwimmen können alle Interessenten ab 12 Jahren teilnehmen, egal ob Schüler, Studenten, Erzieher, Jugendgruppenleiter, Lehrer oder Feuerwehrleute. Eine spätere aktive Mitwirkung in der Wasserwacht ist steht den Absolventen ebenso offen wie Verantwortung in anderen Tätigkeitsbereichen.
Zur Ausbildung gehören zahlreiche Inhalte rund um die Selbst- und Fremdrettung in unterschiedlichsten Gefahrensituationen an stehenden, fließenden und gefrorenen Gewässern oder auch der Küste. Außerdem ist ein Erste-Hilfe-Kurs inbegriffen.
Details finden Interessenten auf der Internetseite der DRK-Wasserwacht, www.wasserwacht-kober.de. Eine Anmeldung ist bis zum Sonntag, den 22. Mai bei Ausbildungsleiterin Elke Mehner, Mobil 0172 7032867, E- Mail elke.mehner@wasserwacht-kober.de möglich.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

12 Mai 2022

Saisonstart im Naturtheater: Top-Stars in einzigartiger Atmosphäre

Westsachsen/Bad Elster.-
Das wunderschön gelegene NaturTheater Bad Elster als hochmoderne Open-Air-Arena präsentiert in der Sommersaison 2022 wieder einen abwechslungsreichen Saisonspielplan voller Star-Höhepunkte. Die je nach Bedarf fahrbare Zuschauerüberdachung garantiert in der einzigartigen Atmosphäre des historischen Waldparks größtmögliche Wetterunabhängigkeit für die zahlreichen Erlebnisabende als Höhepunkt jedes sommerlichen Wohlfühlaufenthalts. Mit 1.500 Sitzplätzen und dem passenden Umfeld wie dem historischem Ausflugslokal Restaurant-Café „Waldquelle“ und dem frisch eröffneten Waldspielplatz „Elsterweltchen“ ist das gesamte Areal ein prägender Teil des Erlebniswertes in den Königlichen Anlagen der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster.
Nach einem stimmungsvollen Saison-Opening mit der Synthie-Poplegende Alphaville (27.05.) bietet das NaturTheater mit den Konzerten der Münchener Freiheit (04.06.) und einer exklusiven Soloshow von Schiller (05.06./Foto unten) glanzvolle Konzerte im Zuge der Königlichen Pfingstfeiertage. „Meine ganz persönlichen Highlights in diesem Jahr sind der spektakuläre »Opern-Air-Abend« mit Verdis Meisteroper »La Traviata« (01.07.), unser Comedy-Event mit Atze Schröder (30.07.), das Weltstar-Konzert mit Chris Norman (28.08.) und die Jazznacht mit Publikumsliebling Till Brönner zum Saisonabschluss am 10. September“ freut sich GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft.
Weitere Höhepunkte sind begeisternde Auftritte des legendären Zwinger Trios (09.06.), dem Rübezahl der Rock-Romantik Joachim Witt (09.07.), Chansonette Annett Louisan (05.08.), Deutschpopsänger Laith Al-Deen (12.08.) oder den Kultcomedians Jürgen von der Lippe (27.08.) und Serdar Somuncu (03.09). Aber auch große Sommerevents wie eine Filmmusikgala von Katrin Weber & Gunther Emmerlich (02.07.), das Familienkonzert von Angelo Kelly & Family (31.07.) und ein großes Ost-Hitparaden-Musical (16.07.) garantieren leuchtende Erlebnisabende. Abgerundet wird diese Höhepunkt-Saison mit sommerlicher Unterhaltung von Starentertainer Giovanni Zarella (15.07), dem Kultrocker Matthias Reim (23.07.), Schlagerqueen Vanessa Mai (10.08.) und den Volksmusiklegenden der Kastelruther Spatzen (26.08.). Aber was wäre ein Märchenwald ohne die Welt der Phantasie: Mit dem „Froschkönig“ (03.07.) und dem Drachen Tabaluga (07.08.) laden zwei berühmte Märchenhelden zum Familienausflug in den Waldpark Bad Elsters ein.
Eine ganz besondere Attraktion erwartet die Gäste ab dieser Saison erstmalig beim Verlassen des NaturTheaters: Bis Mitternacht flaniert man durch inszenierte Skulpturen und Lichtbereiche des Waldparks und gelangt über magisch-erleuchtete Promenadenwege in die neue Lichterwelt Königlicher Anlagen. Zahlreiche kunstvolle Illuminationen visualisieren hier kreativ die historische Gesamtanlage in einer ganz neuen Aufenthaltsdimension. Das Publikum wird eingeladen, seine Sinne berühren zu lassen und zum Ausklang des Abends durch die kunstvolle Architekturlandschaft zu wandeln. Dabei werden die Architekturschönheiten Bad Elsters an atmosphärischen Orten, durch schimmernde Wasserspiele und in glühender Naturkulisse ganz neu erlebbar: Ein Aftershow-Spaziergang im funkelnden Lichterspiel.

Ensemble Amadeus und Ludwig Sémerjian zu Gast in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Ein Konzert der besonderen Art unter dem Motto „Wiederentdeckung“ bietet das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Samstag, 21. Mai 2022, um 17 Uhr. Ein ganzes Orchester, das Ensemble Amadeus unter Leitung von Normann Kästner, ist zu erleben; zusammen mit dem Pianisten Ludwig Sémerjian, der aus Kanada anreist.
Im Zusammenhang einer Neuausgabe der Kadenzen Clara Schumanns zu Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven, entdeckte Ludwig Sémerjian in Washington eine Alternativfassung zu der von Clara Schumann 1891 veröffentlichten Kadenz zu Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466. In dieser Fassung wird nun Mozarts berühmtes Konzert im Robert-Schumann-Haus erstmals erklingen. Im zweiten Teil spielt das Ensemble Amadeus unter Leitung von Normann Kaestner Mozarts letzte Sinfonie, die berühmte Jupiter-Sinfonie C-Dur KV 551.
Der kanadische Pianist Ludwig Sémerjian erhielt seine pianistische Ausbildung an der McGill-Universität in Montréal. Besonders die Musik des 18. und 19. Jahrhunderts, gespielt auf historischen Instrumenten, haben es ihm seit frühester Jugend angetan. Als Solist und Kammermusiker tritt er regelmäßig bei größeren internationalen Musikfestspielen auf. Auf Originalinstrumenten aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg hat er eine Gesamteinspielung der Klaviersonaten Mozarts auf CD vorgelegt.
Das 1997 von Normann Kästner gegründete Ensemble Amadeus feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Mit über 20 Konzerten jährlich liegt das musikalische Profil des Ensembles auf der Musik des 18. Jahrhunderts und dort auf dem Schaffen Mozarts. Aber auch mit Musik unbekannter Komponisten überrascht das Ensemble regelmäßig sein Publikum. 2018 veröffentlichte das Orchester als Weltersteinspielung zehn Sinfonien von Carl Stamitz auf CD.
Vor dem Konzert, um 16 Uhr, hält Dr. Anja Morgenstern, Musikwissenschaftlerin am Mozarteum in Salzburg einen einführenden Vortrag zu Clara Schumanns Beziehungen zum Mozarteum. Ludwig Sémerjian spielt auf dem originalen Clara-Wieck-Flügel, den André Stein, der Sohn des Mozart-Freundes Johann Andreas Stein, 1827 in Wien für die damals achtjährige Pianistin baute.
Karten zu dem Konzert der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau in Verbindung mit dem Sächsischen Mozartfest zum Preis von 15 Euro (erm. 10 Euro) – der Einführungsvortrag ist inklusiv – sind online erhältlich oder an der Museumskasse im Robert-Schumann-Haus zu reservieren.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Im Maskenwahn: Gerichtsdirektorin Ast überschreitet ihre Kompetenzen

Westsachsen/Dresden/Zwickau.-
Seit dem August 2018 berichtet die WSZ über allerlei Merkwürdigkeiten und Vergehen von Amtspersonen an den beiden Zwickauer Gerichten und der Zwickauer Staatsanwaltschaft. Weit über 80 Artikel wurden bis heute darüber veröffentlicht. Nachdem sich in der Vergangenheit auch Juristen zum Teil heftig über die Machenschaften beschwerten (WSZ berichtete), platzt jetzt erneut einem Rechtsanwalt der Kragen. Frank Hannig aus Dresden (Foto) machte seinem Ärger vor dem Zwickauer Amtsgericht in einer Videobotschaft Luft, nachdem die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast ihn und seinen Mandanten sowie weitere anwesende Rechtsanwälte und deren Mandanten wegen der in „ihrem Gericht“ geltenden Maskenpflicht massiv unter Druck setzte.
Hannig ist empört: „Wenn das Vertrauen in den Rechtsstaat auf so billige Art und Weise verspielt wird, wie hier, dann braucht man sich nicht wundern, das der Widerstand in der Bevölkerung gegenüber staatlichen Maßnahmen immer mehr wächst“. Seine Kritik richtet sich auch dagegen, dass die Richterin allen anderen befiehlt, eine Maske aufzusetzen, sie selber jedoch keine trägt (Foto unten).
Innerhalb der Zwickauer Justiz gärt es schon lange. Vor allem die Überklebungs-Affäre macht den Richtern und Staatsanwälten heftig zu schaffen. Zumal sie alles andere als frei in ihren Entscheidungen sind. Eva-Maria Ast will über alles informiert werden. Mischt sich in jeden Fall ein, gängelt Rechtspfleger, Staatsanwälte und Richter. Ihr Wahn geht sogar so weit, dass sie das Ordnungsamt in der Zwickauer Stadtverwaltung anweist, eine angemeldete Demonstration vor dem Amtsgericht zu verbieten (WSZ berichtete). Sie bildet mit den beiden umstrittenen und unter massivem Stasi-Verdacht stehenden Staatsanwälten Jörg Rzehak und Uwe Wiegner eine kriminelle Vereinigung und bestreitet dies noch nicht einmal. Manch ein Richter distanziert sich inzwischen öffentlich während der Gerichtsverhandlung, indem er den Prozessbeteiligten versichert, keine Absprachen mit dieser Vereinigung getroffen zu haben.
Die Liste der Vorwürfe ist lang. Hier ein kleiner Ausschnitt davon, was Rechtsanwälte sagen:
„Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“
„Dass Sie Opfer von Straftaten der Zwickauer Justiz sind, weiß ich. Sie werden aber in diesem System kein Recht bekommen.“
„Ich erkenne anhand Ihrer Akte sittenwidriges Verhalten am Familiengericht in Zwickau. Ihr ganzer Fall ist deshalb null und nichtig.“
„An der Richtigkeit meiner Auskunft halte ich fest. Ich werde jedoch nicht weiter Wasser auf die Mühlen gießen und Richtern strafrechtlich relevantes Verhalten nachweisen.“
Fazit: So lange diese Gerichtsdirektorin das Zepter schwingt, wird es keinen Rechtsfrieden und keine Rechtssicherheit mehr geben. Das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat ist zumindest hier in Zwickau restlos zerstört.
Video Rechtsanwalt Frank Hannig (klick hier).

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11 Mai 2022

Ausgezeichnet: Paracelsus Ärzte gehören zu den besten in der Region

Westsachsen/Adorf/Reichenbach/ Schöneck.-
Dr. Hermina Zbrás, Simone Leucht und Dr. med. Kai-Uwe Walther (Foto v.l.) gehören zu den empfohlenen Medizinern der Region Vogtlandkreis. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die das Magazin Focus-Gesundheit gemeinsam mit dem Recherche-Institut FactField und der Hamburger Stiftung Gesundheit durchgeführt hat.
Im aktuellen Heft veröffentlichte Focus-Gesundheit unter dem Motto „Empfohlene Ärzte in der Region“ eine Bestenliste der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in ihrem jeweiligen Fachbereich. Im Bereich der Anästhesiologie / Schmerzmedizin wurde Dr. med. Hermina Zbrás in Plauen ausgezeichnet. Simone Leucht in Oelsnitz erhielt die Auszeichnung im Fachgebiet der Allgemeinmedizin und im Bereich Innere Medizin / Pulmologie steht Dr. med. Kai-Uwe Walther aus dem MVZ Auerbach auf der Bestenliste.
Alle drei Ärzte arbeiten in den Medizinischen Versorgungszentren des Paracelsus Klinikums Sachsen und stehen zum ersten Mal auf der Empfehlungsliste von Focus-Gesundheit. „Wir freuen uns sehr über die Nominierungen, zeigen diese doch, dass wir auch im ambulanten Bereich exzellente medizinische Versorgung anbieten. Wir arbeiten jeden Tag aufs Neue daran, unser Bestes zu geben, um unsere Patienten gut zu behandeln und zu versorgen. Und zwar gleichermaßen fachlich exzellent und menschlich engagiert“, so Jan Müller, Geschäftsleiter Paracelsus Klinikum Sachsen.
Die Focus-Auswahl basiert auf dem Strukturverzeichnis der Stiftung Gesundheit, ergänzt durch Selbstauskünfte und Kollegenempfehlungen. Die großangelegte Studie wertet verfügbare Daten von mehr als 240.000 Medizinern in Deutschland aus. Dabei wurden alle Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten, die ambulant in eigener Praxis oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum tätig sind, einbezogen.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Zu dicht an der Wahrheit? GRÜNEN-Politiker will sich rechtfertigen

Westsachsen/Zwickau.-
Die erste Veranstaltung im „Netzwerk zur Integration von Amtspersonen in die Zivilgesellschaft“ zum Thema Stasi („Die Seilschaften sitzen überall!“) verspricht spannend zu werden. Dr. Martin Böttger (Foto/GRÜNE) hat sein Kommen zugesagt und will sich den Vorwürfen stellen, er habe zu DDR-Zeiten als vermeintlicher Bürgerrechtler in Wirklichkeit für die Stasi gearbeitet.
Der Verein Heimat Region Zwickau e.V. hat als Referenten für den Abend Sven Trautmann aus Königsbrück eingeladen. Der Familienvater ist seit 2015 den Zersetzungsmethoden ausgesetzt, wie sie das ehemalige DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) anwandte. Er sagt: „Die Situation ist jetzt noch viel schlimmer als sie zu DDR-Zeiten war.“ Die Methoden seien ausgeklügelter, diffiziler, perfider geworden und durch die Digitalisierung sei es jetzt noch viel leichter, die Leute auszuspionieren. Davon würde auch reichlich Gebrauch gemacht.
Ebenfalls anwesend sein wird der Diplom-Mediziner Wilfried Meißner (Foto unten links), der das Thema Datenschutz und Datensicherheit als ein großes Problem beschreibt. Nach seinen Erfahrungen werde sowohl in der Medizin, wie auch in der Justiz viel zu lasch damit umgegangen. Richter erfahren mitunter auf Zuruf am Telefon von ärztlichen Diagnosen, die sie dann möglicherweise in einer Gerichtsverhandlung gegen den Patienten verwenden können. „Dies ist ein unhaltbarer Zustand, der schnellstmöglich beendet werden muss!“, so Meißner.
Beginn der Veranstaltung ist am Freitag um 19 Uhr in der Max-Pechstein-Straße 7. Um Anmeldung per Email wird gebeten: wszrechercheteam@gmail.com

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10 Mai 2022

Verzaubert: Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
„In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrößten Wunder“ (Carl von Linné).
Begleiten Sie uns ein Stück zu den Wundern des Fürstlich Greizer Parks. Machen Sie sich doch selbst mal ein Geschenk. Schenken Sie sich Zeit, Zeit um Kraft und Energie zu tanken. Zeit für kostbare Augenblicke und gute Gedanken. In einem der schönsten europäischen Landschaftsparks im englischen Stil verzaubert Sie die wundervolle Parkanlage mit See und atemberaubender Pflanzenvielfalt. Ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein, die knapp zwei-stündige Tour entlang malerischer Plätze setzt bei jedem Besucher Endorphine frei. Und ganz nebenbei lernen Sie die Geschichte des einstigen höfischen Lustgartens kennen.
Termin: Donnerstag, 12. Mai 2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Ticketverkauf: in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz, Burgplatz 12
Wichtige Hinweise: Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

09 Mai 2022

Azubis bekommen Einblicke in den Funktionsbereich Endoskopie

Westsachsen/Reichenbach.-
Im Funktionsbereich Endoskopie der Paracelsus Klinik Reichenbach werden verschiedene Untersuchungen, wie zum Beispiel Magenspiegelungen, Darmspiegelungen, Endosonografien, Punktionen, EKGs (Elektrokardiogramm) und Echokardiografien durchgeführt. Die Auszubildenden des 2. Lehrjahres bekamen in einem Praxistag erste Einblicke in die Aufgabenbereiche und Arbeitsabläufe des medizinischen Personals und in die Untersuchungsmöglichkeiten.
Zu Beginn stellte Melanie Dorst, Fachschwester für Endoskopie und Praxisanleiterin, den Auszubildenden in einem kleinen Rundgang die Räumlichkeiten der Abteilung und die zuständigen Schwestern vor. Sie lernten den Aufbereitungsraum, den Sonografieraum, den Endoskopieraum und die weiteren Zimmer für Ultraschall, Herzechokardiographie und EKG kennen. Danach folgte eine theoretische Einführung, bei der verschiedene Aufgabenbereiche des Personals und die Untersuchungsmöglichkeiten besprochen wurden. Sie zeigte den Auszubildenden mögliche Krankheitsbilder für eine Magenspiegelung und Darmspiegelung (Foto). Auch Erkrankungen der Gallenwege und Bauchspeicheldrüse und Lungenkrankheiten waren ein Thema. Weiterhin stellte sie eine PEG, ein endoskopisch angelegter künstlicher Zugang von außen durch die Bauchdecke in den Magen oder eine PEJ, ein künstlicher Zugang in den Dünndarm, vor.
Anschließend konnten die Auszubildenden bei einer Magenspiegelung und einer Darmspiegelung zuschauen. Für die Azubis war es sehr interessant und sie verfolgten an zwei großen Monitoren die spannenden Untersuchungen. Nach einer kurzen Pause lernten die Azubis einen weiteren Bereich kennen. Sie durften im EKG-Zimmer selbst ein Elektrokardiogramm erstellen und erfuhren von der zuständigen Schwester Sandra Knorn viel über die Auswertung von EKG-Kurven.
Praxistage in den verschiedenen Funktionsbereichen finden regelmäßig für die Auszubildenden statt und gehören zum Ausbildungsumfang in der Paracelsus Klinik Reichenbach. Während der gesamten Ausbildungszeit werden die Auszubildenden durch erfahrene Praxisanleiterinnen individuell betreut und unterstützt. Gern können sich Interessierte schon jetzt für den Ausbildungsjahrgang 2023 per Mail an karriere@sachsen.pkd.de bewerben. Informationen zu allen Ausbildungsrichtungen sind ausführlich im Internet unter https://jobs.pkd.de/ausbildung/ veröffentlicht.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken