21 September 2026

Erstes Philharmonisches Konzert: Werke von Bruckner und Beethoven

Westsachsen/Zwickau.-
Beim ersten Philharmonischen Konzert der neuen Spielzeit dirigiert erstmals der neue Generalmusikdirektor Stefan Neubert die Clara- Schumann-Philharmoniker. Am Donnerstag, dem 24. September erklingen um 19.30 Uhr in der „Neuen Welt“ Anton Bruckners 4. Sinfonie „Die Romantische“ und Beethovens Leonore-Ouvertüre.
2027 wird sich der Todestag Beethovens zum 200. Male jähren – Anlass genug, wie das Theater Plauen-Zwickau mitteilt, sein Werk zu würdigen. Für seine einzige Oper „Fidelio“ schrieb Beethoven insgesamt vier Ouvertüren, doch diese erklingen nicht nur zu Beginn einer Opernaufführung, sondern auch als eigenständige Werke im Konzert. Laut Anton Schindler, dem Biografen Beethovens, sind sie „erklärte Lieblinge aller Orchester“! Die 4. Sinfonie Bruckners, genannt „Die Romantische“, zählt zu den beliebtesten Werken des Komponisten – vielleicht, weil sie nach Meinung des Komponisten die „verständlichste“ seiner Sinfonien ist? Sie entstand in einer für Bruckner schwierigen Zeit – er hatte seine Stelle als Klavierlehrer in Wien verloren, seine Bewerbung an der Universität war vergeblich und noch dazu wollte kein Orchester seine 3. Sinfonie aufführen. Man mag seine Sehnsucht nach der Heimat in Oberösterreich spüren, gleichermaßen wird aber vor aller Ohren eine ideale Welt beschworen, manche Anmerkungen suggerieren gar eine »romantisch-verklärte Vision einer mittelalterlichen Ritterzeit.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 September 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil 4): Zweifel an der geistigen Gesundheit

Westsachsen/Zwickau.- Jetzt ist es amtlich: Der Plauener Rechtsanwalt Reinhard Otto Gerhard Karl-Heinrich Schübel (Karikatur rechts) ist ein Titelbetrüger. Er täuscht mit einer „Witzpromotion“, die er sich im Ausland gekauft hat, einen akademischen Grad vor und erschleicht sich damit das Vertrauen von Mandanten. So geht es aus dem Endurteil des Landgerichts Zwickau vom 16. September hervor. Schübel wollte verbieten lassen, dass diese erwiesene Tatsache öffentlich ausgesprochen werden darf. Damit ist er jetzt vor Gericht gescheitert.
Das dürfte seinem größten Fan und Unterstützer, Markus Colli (Karikatur links), gar nicht gefallen. Schließlich war er es, der in seiner Funktion als Oberstaatsanwalt in Zwickau und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor in Aue/Bad Schlema für Schübel eine Doktorarbeit mit dem aberwitzigen Titel „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“ erfunden hat. Welche Strafe ihn dafür möglicherweise erwartet, ist bisher ungewiss. Ernstzunehmende Kritiker, die zuvor die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast in den Knast wünschten, plädieren auf Einlieferung in eine psychiatrische Klinik.
Wobei wir bei der nächsten Person des öffentlichen Lebens wären, die sich in der Öffentlichkeit nicht zu benehmen weiß: Richter Rainer Droll (Karikatur unten) vom Amtsgericht Zwickau. Er wurde in seiner Funktion als Bereitschaftsrichter zu einem Notfall nach Wiesen in das psychiatrische Fachklinikum gerufen. Die dortigen Ärzte benötigten zur weiteren Behandlung eines Patienten einen richterlichen Beschluss von ihm. Doch anstatt sich die fachliche Begründung für die - aus Sicht der Ärzte - notwendige Zwangseinweisung anzuhören, beleidigte er zuerst die Chefärztin wegen ihres Geschlechts und dann den Arzt wegen seiner Herkunft. Ein ausführlicher Bericht dieses Vorfalls liegt der WSZ vor und wird im Wortlaut demnächst veröffentlicht.
Da die Posse um die drei Experten aus der Serie „Zwickauer Justiz intern“ schon seit geraumer Zeit für Aufregung sorgt, wird auch weiterhin mit regelmäßigen Veröffentlichungen zu rechnen sein.

Hinweis für ganz schlaue (Möchtegern-)Juristen:
Es handelt sich um von der Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckte Satire.

16 September 2026

Scarlett O' und Jürgen Ehle: Glanzstücke und Lieblingslieder

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Dienstag, den 22. September, präsentieren Scarlett O' und Jürgen Ehle um 19.30 Uhr im Theatercafé Bad Elster ihr TheaterClub-Programm »Glanzstücke und Lieblingslieder«. Das Publikum erwartet ein ebenso persönlicher wie stimmungsvoller Konzertabend mit handgemachter Musik, poetischen Texten und den schönsten Liedern aus ihrem gemeinsamen musikalischen Schaffen. In diesen Bühnenjahren haben sich bei Scarlett O' (Ex-Wacholder) und Jürgen Ehle (u.a. Pankow, Dresen-Prahl-Band) dank diverser Programme und Projekte mehr als nur ein paar Lieblingslieder angesammelt. Beide mögen es, für ihr Publikum, manches Mal aber auch zusammen mit ihrem Publikum zu singen - und "basteln" deshalb ihr Live-Programm immer wieder neu. Lassen Sie sich überraschen und seien Sie dabei, wenn zwei Ausnahmemusiker sich im TheaterCafè Bad Elster die Ehre geben. Tickets: 037437/ 53 900

15 September 2026

25-Jährige in Zwickau getötet: 31-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Westsachsen/Zwickau.- Am Abend des 12. September wurden Rettungsdienst und Polizei in die Neuplanitzer Straße gerufen. In einer Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo sie wenig später ihren schweren Verletzungen erlag.
Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt und einer Beziehungstat aus. Im Rahmen einer Fahndung im Umfeld des Tatorts konnten Beamte einen 31-jährigen Tatverdächtigen stellen und vorläufig festnehmen.
Am Sonntag erließ ein Haftrichter gegen den Mann Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Totschlags. Sowohl die getötete 25-Jährige als auch der 31-Jährige besitzen die syrische Staatsangehörigkeit. Die Ermittlungen dauern weiter an.
Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die am Samstagabend im Bereich Neuplanitzer Straße/Zaanstader Straße Personen beobachtet haben, die mit dem Geschehen in Verbindung stehen könnten. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0375 428 4480 entgegen.
Quelle: PD Zwickau
Foto: Artificial Intelligence

13 September 2026

Theater-Vielfalt als Erlebnisgarantie: Die neue Spielzeit in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.- Mit einem symphonischen Festkonzert zu 30 Jahren EUCHESTRA EGRENSIS wurden gestern die 26. Chursächsischen Festspiele „Sehnsucht & Aufbruch“ feierlich eröffnet! Vor ausverkauftem Haus und im Beisein zahlreicher Gäste aus Region, Kultur und Gesellschaft sowie des Kulturattachés der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland hob sich dabei auch der Vorhang für die neue Spielzeit 2026/2027 in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster. Die nunmehr 113. Theaterspielzeit bietet dabei mit rund 200 verschiedenen Produktionen aller Genres im glanzvollen König Albert Theater – bzw. ab 6. Mai 2027 zudem wieder im wunderschön gelegenen NaturTheater – das wohl abwechslungsreichste Bühnenprogramm in Südwestsachsen mit herausragenden Künstlern und Ensembles aus rund 40 Nationen aller Kontinente an. In einer großen Auswahl typisch „chursächsischer“ Qualität begeistern neben großer Oper, prachtvoller Operette, Ballett, Tanztheater, Musical, Symphoniekonzerten und Kammermusik sowie Schauspiel und Kabarett zahlreiche Konzerte aller Art, Lesungen, Kleinkunst und Kindertheater in einem umfangreichen Spielplan für alle Alters- und Interessengruppen.
Intendant und Generalmusikdirektor Florian Merz, Geschäftsführer der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH, sagt: „Unser vielschichtiges Kulturprogramm versteht sich dabei als nachhaltiger Impulsgeber für die Region und möchte Menschen aller Generationen aus nah und fern mit inspirierenden Kulturerlebnissen begeistern – als bereichernde Auszeit vom Alltag und Einladung zu kulturellen Momenten der Begegnung. Diese Begegnungen führen uns in das große »chursächsische« Jubiläumsjahr 2027: Dann feiern wir 35 Jahre Chursächsische Philharmonie, 30 Jahre Chursächsischer Sommer, 25 Jahre Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft, 25 Jahre Chursächsische Winterträume, 20 Jahre »neues« NaturTheater, das 15. KunstFest und das große Beethoven-Jahr. Ein Aufbruch, der weiter die Sehnsucht weckt.“
Vor diesem Hintergrund bieten die Bühnen Bad Elsters mit rund 900 Veranstaltungen pro Jahr eine immense kulturelle Vielfalt und Breite, die Gäste und Bewohner der Region begeistert, unterhält und zu ganz besonderen Bühnenerlebnissen in einzigartiger Kulisse und Atmosphäre einlädt. Mit 20 verschiedenen Musiktheaterproduktionen wie Wagners „Siegfried“, Mozarts „Zauberflöte“, der Puccini-Oper „Tosca“ oder Verdis „Nabucco“, den Operettenproduktionen „Die Fledermaus“ oder „Im weißen Rössl“, glitzernden Musicalabenden wie bei „Mein Freund Bunbury“ und „Der kleine Horrorladen“ sowie klassischen Ballettabenden wie bei „Der Nussknacker“ und „Le Corsaire“ gibt es ein vielschichtiges Repertoire aus Kammer-, Chor- und Klavierkonzerten, mit dem Chor der Frauenkirche Dresden, Charlotte Steppes, Salut Salon, dem Clajos Schumann Trio, dem Thomanerchor, dem Dresdner Kreuzchor, dem Filmorchester Babelsberg und dem Moritzburg Festival Orchester. Dazu unterstreichen Schauspielhöhepunkte wie ein Brecht-Abend von Lars Eidinger, der „Hagestolz“ von Philipp Hochmair, ein Theaterabend mit Ferdinand von Schirach oder die Klassiker „Hamlet“ und „Der alte Mann und das Meer“ das exklusive Theaterangebot.
Neben klassischem Schauspiel von Drama bis Komödie, einem zauberhaften Kinder- und Familienprogramm, mitteldeutschem Ensemblekabarett und Auftritten nationaler Comedygrößen wie Simone Solga, Gunter Böhnke, Willy Astor, Andreas Rebers, Alfons, Michl Müller, Guido Cantz oder Lisa Eckhart wird das Repertoire auch durch die Reihe „Gedanken & Gespräche“ im Dialog berühmter Bühnenakteure ergänzt: Dabei beehren u. a. Stars wie Toni Krahl, Thorsten Havener, Alexander Huber, Michaela May, Julia Jäger, Benjamin von Stuckrad-Barre, Jörg Hartmann, Mario D. Richardt, Harald Schmidt, Henry Hübchen oder Gregor Gysi die historische Theaterbühne. Außerdem werden in Bad Elster über 60 Theaterkonzerte von Jazz und Soul über Rock & Pop und Schlager bis hin zu Weltmusik Live-Entertainment vom Feinsten garantieren: Felix Räuber, Linda Feller, Ross Antony, Karussell, Tom Astor, Uschi Brüning, Jasmin Tabatabai, das Duo Stiehler/Lucaciu, Hubert von Goisern sowie The Sweet, Milow, Stefanie Heinzmann, Mono Inc., Suzi Quatro, The Hooters, Chris Norman, Hannes Ringlstetter, Beatrice Egli und viele mehr beweisen: Die Königlichen Anlagen in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster sind ein Erlebnis-Hot-Spot für alle Generationen.
Tickets, Infos & Abonnements: 037437 / 53 900

Stadtrat im September: OB-Wahl, Verkehrsentwicklung, Kita-Sanierung

Westsachsen/Zwickau.- Der Stadtrat tritt am 24. September um 16 Uhr zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Zu den insgesamt sieben Beschlussvorlagen, die auf der Tagesordnung stehen, gehört unter anderem die Festlegung des Wahltages für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Das Bürgeramt schlägt hier den 29. August 2027 für den ersten Wahlgang und den 26. September 2027 für den zweiten Wahlgang vor, soweit dieser erforderlich ist.
Ebenfalls behandelt wird der Verkehrsentwicklungsplan 2040 (VEP 2040). Dieser definiert langfristige Ziele, räumlich aufeinander abgestimmte Zielnetze sowie fachliche Entwicklungsschwerpunkte. Zugleich bildet er die erforderliche Grundlage, damit sich die Stadt bei Förderprogrammen zur Entwicklung der Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur bemühen kann. Behandelt wird schließlich auch die Teilsanierung der Kita Sachsenring, die im kommenden Jahr für knapp 1,3 Mio. Euro realisiert werden soll. Auf der Tagesordnung stehen außerdem fünf Fraktionsanträge sowie von 17 bis 18 Uhr die Einwohnerfragestunde, wobei Fragen spätestens am 10. Tag vor der Sitzung schriftlich oder per E-Mail einzureichen sind.
Tagesordnung und Vorlagen sind im Ratsinfosystem eingestellt (Screenshot).
Quelle und Screenshot: Stadtverwaltung Zwickau

Andrè Kleber ist seiner Zeit ein paar Monate voraus

Westsachsen/Werdau.- Der Baum ist geschmückt, die Lichter leuchten, eine Eisenbahn dreht ihre Runden und die Geschenke stehen bereit – Mitte September beginnt die Vorweihnachtzeit. Zumindest in der Werbemanufaktur in Werdau. Bereits zum fünften Mal sind Kunden und andere Interessenten zum „Weihnachts-Manufaktur-Markt“ am 16. September eingeladen.
Von 10 bis 16 Uhr gibt das neunköpfige Team einen Einblick in aktuelle Produkte und Neuheiten. André Kleber, der seit fast sechs Jahren Inhaber und Geschäftsführer des Traditionsunternehmens ist, erklärt warum: „In meinem ersten Jahr haben wir am 22. Dezember den letzten Auftrag für ein Weihnachtsmailing erhalten. Daraus wurde die Idee geboren, rechtzeitig und ohne Druck Unternehmen und Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich Gedanken zur Adventszeit aber auch Marketingmöglichkeiten insgesamt zu machen. Das Format wird von vielen sehr gern angenommen.“
Zu entdecken gibt es dabei sehr viel. Das Unternehmen gewährt einen Blick hinter die Kulissen, zahlreiche Messeneuheiten werden präsentiert. „Wir dürfen darüber hinaus aber auch mehrere unserer Lieferanten begrüßen, die aus erster Hand über Textilien, Werbeartikel und andere Produkte informieren. Eine so große Vielfalt zum Anfassen und Ausprobieren, genau auf den Punkt gebracht gibt es so in der Region nicht“, erläutert Carsten Thoms von der Werbemanufaktur. Und, wie es sich zur Vorweihnachtszeit gehört, werden auch Stollen, Lebkuchen, Adventsmusik und Kinderpunsch nicht fehlen. Wer also schon im September einen Blick in die nächsten Monate werfen will, ist hier genau richtig.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

12 September 2026

Vom Baum zur Bank: Aus Stadtwaldholz entstehen Orte der Begegnung

Westsachsen/Zwickau.-
Bänke sind für gewöhnlich zum Sitzen und Verweilen da, einige davon laden darüber hinaus auch ganz bewusst zum Plaudern ein. Sogenannte Plauderbänke gibt es schon seit einigen Jahren in Deutschland. Sie entstanden im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Einsamkeit und laden zu mehr Austausch und Miteinander im öffentlichen Raum ein. Auch im Zwickauer Stadtgebiet gibt es einige einfache Exemplare, u.a. auf dem Friedhof Planitz und dem Paulusfriedhof in Marienthal. Betreut werden die Plauderbänke vom Projekt „Die Lachfalten“ des Caritasverbandes Zwickau, das vom Bundesfamilienministerium und der Europäischen Union gefördert wird.
Im Garten- und Friedhofsamt entstanden in den vergangenen Jahren weitere Plauderbänke, die beim genaueren Hinsehen sogar eine Geschichte erzählen. „Wir unterstützen die schöne Aktion der Plauderbänke sehr gern, wollten uns aber mit etwas ansprechenderen Bänken einbringen, als in Form gewöhnlicher Gartenbänke.“ erinnert sich Alexander Parthy, Meister auf dem Hauptfriedhof Zwickau. Trotz der vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben, die es auf dem Hauptfriedhof zu erledigen gilt, wurde sich beherzt der Sache angenommen und über einen längeren Zeitraum hinweg 6 neue und besonders hübsche Plauderbank-Exemplare geschaffen. Einige davon sind mit einem für Zwickau typischen Motiv versehen. Umgesetzt hat diese Martin Nowack. Er gehört seit 3 Jahren zum Team des Hauptfriedhofes und hat sich aufgrund seiner handwerklichen Fähigkeiten des Projektes angenommen. Sein heutiges handwerkliches Können hat er sich, neben den beruflichen Anforderungen, vor allem selbst in seiner Freizeit angeeignet – als Autodidakt. Seine Fähigkeiten und Fertigkeiten sind somit nicht nur im täglichen Wirken auf dem Hauptfriedhof von großem Wert, sondern kommen darüber hinaus dem Plauderbank-Projekt zugute und tragen damit auf ganz besondere Weise zu einem lebendigen, menschlichen Miteinander und zu mehr Begegnung in der Gemeinschaft Zwickaus bei.
Die Ideen für die Zwickauer Plauderbänke plant Nowack nicht am Reißbrett. „Die kommen oft erst beim Tun.“ erklärt er. Eine wichtige Rolle spiele die Beschaffenheit des jeweiligen Stammes. „Die Maserung, Form und natürliche Besonderheiten des Holzes können einerseits einschränken, andererseits sind sie für mich auch Inspiration für die Gestaltung.“
Verwendet wird vornehmlich Lärche, ein besonders langlebiges und widerstandsfähiges Holz. „Das Holz für die Bänke beziehen wir aus dem Stadtwald. Es handelt sich dabei um Bäume, die zur Pflege des Waldes oder aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten.“ erklärt Nowack. Mit kleinen Gestaltungselementen werden einige dieser Bänke nicht nur zu Unikaten, sondern auch zu nachhaltig hergestellten Sitzmöbeln.
Wo eine Plauderbank nach Fertigstellung aufgestellt wird, wird im Team entschieden. Denn auch der Standort muss passen. „Letztlich sind es aber die Menschen, die eine Bank zu einer guten Plauderbank machen.“ ist Nowack überzeugt. Dass das Konzept funktioniert, erleben die Friedhofsmitarbeiter immer wieder. Und es sind keineswegs nur ältere Menschen, die darauf Platz nehmen. „Oft sitzen auch jüngere Menschen auf den Bänken. Und gelegentlich werden diese auch mal zu Single-Börsen.“ weiß Friedhofsmeister Parthy augenzwinkernd zu berichten. „Manche kommen allein … und gehen später gemeinsam.“
Damit erfüllen die Bänke genau den Zweck, für den sie gedacht sind: Sie schaffen niederschwellige Möglichkeiten für Begegnungen, um sich ein kleines Stück weniger allein zu fühlen – und zuweilen entstehen daraus ganz selbstverständlich Gespräche und neue Bekanntschaften.
Derzeit erhält übrigens eine siebente städtische Plauderbank ihren Feinschliff. Diese wird am Mittwoch, 16. September 2026, ab 10 Uhr noch einmal im Rahmen von „Meet.Move.Marienplatz.“ im Stadtzentrum zum Einsatz kommen. Vorgesehen ist, sie voraussichtlich noch im Herbst an der Mulde im Abschnitt zwischen Muldeparadies und Schlobigpark zu platzieren, um auch hier einen schönen Platz zum Verweilen und (bewussten) gemeinsamen Plaudern zu schaffen.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

09 September 2026

Die Schönheit des Unvollkommenen: Ausstellung im Königlichen Kurhaus

Westsachsen/Bad Elster.-
Im Zuge des 29. Chursächsischen Sommers als Kulturfestival in der europäischen Bäderregion wurde am vergangenen Freitag bei einer feierlichen Vernissage die neue Ausstellung »Bella Figura« mit Plastiken und Gemälden der Chemnitzer Künstlerin Prof. Edith Friebel-Legler in der Galerie des Königlichen Kurhauses eröffnet.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die künstlerische Auseinandersetzung mit der Schönheit des Unvollkommenen. Edith Friebel-Leglers Arbeiten leben von einer subtilen Balance zwischen bewusster Gestaltung und zufälliger Entwicklung. Gerade aus diesem Spannungsverhältnis entsteht eine eigenständige Ästhetik, die ihren plastischen wie malerischen Werken eine besondere Ausdruckskraft verleiht. In ihren aktuellen Arbeiten setzt sich die gebürtige Vogtländerin intensiv mit Farbe und Papier auseinander. Diese treten in einen ebenso harmonischen wie spannungsvollen Dialog mit ihren Tonarbeiten und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Material, Oberfläche und Form. Unter dem Titel »Bella Figura« verbindet die Ausstellung so Malerei und Plastik zu einer vielschichtigen Werkschau über Schönheit jenseits vermeintlicher Perfektion.
Ute Gallert, Ausstellungsverantwortliche der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft, sagt: „Gerade die Schönheit des Unvollkommenen eröffnet oft den Raum für neue Perspektiven. Die ausdrucksstarken Arbeiten von Edith Friebel-Legler laden dazu ein, genauer hinzusehen und das Besondere in Form, Farbe und Material zu entdecken. Mit dieser Ausstellung bereichert eine gebürtige Vogtländerin unser anstehendes Festspielprogramm um eine ebenso sinnliche wie inspirierende Werkschau – und das Königliche Kurhaus bietet dafür einen wunderbar passenden Rahmen.“
Die in Klingenthal geborene Edith Friebel-Legler ist eine vielseitige Künstlerin und Gestalterin, deren Schaffen von Mode- und Textildesign über Malerei, Grafik und Collage bis zur Keramik reicht. Als langjährige Hochschullehrerin und Professorin für Gestaltung prägte sie zudem Generationen junger Gestalter, bevor sie sich verstärkt der freien künstlerischen Arbeit und insbesondere der figürlichen Keramik zuwandte. Diese neue und sehenswerte Ausstellung kann jetzt bis zum 12. November jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

08 September 2026

Urbane Kunst: ibug 2026 in Riesa endet mit fast 17.000 Besuchern

Westsachsen/Riesa.-
Nach drei Festivalwochenenden ist die ibug 2026 in Riesa am Sonntagabend erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 16.800 Kunstfans und Neugierige kamen zur diesjährigen „Industriebrachenumgestaltung” auf das ehemalige Gelände des Muskator-Kraftfuttermischwerks und erlebten ein breites Spektrum an urbaner Kunst und ein vielfältiges Festivalprogramm. Außerdem nutzen rund 500 Schüler aus 18 Einrichtungen der Region die Angebote der Bildungswoche zwischen den Wochenenden. Damit konnte die ibug ihre Besucherzahl gegenüber der letzten Ausgabe in Riesa 2024 deutlich steigern. Damals kamen rund 8.500 Menschen zum Festival.
Der Besucherzuwachs unterstreicht die anhaltende Resonanz auf das Konzept der ibug, urbane Kunst mit Industriekultur zu verbinden. Zum 20-jährigen Bestehen des Festivals wurde das ehemalige Muskator-Gelände in Riesa über drei Wochenenden zu einem temporären Ausstellungs- und Veranstaltungsort. Internationale Künstler verwandelten die Räume, Fassaden und Anlagen des ehemaligen Kraftfuttermischwerks vorher mit großflächigen Murals, Paste Ups, Installationen und Interventionen und setzten sich dabei vielfach direkt mit der Geschichte und den vorhandenen Spuren des Ortes auseinander. Insgesamt 72 Kreative aus 18 Ländern waren an der diesjährigen Ausgabe beteiligt. Dabei trafen unterschiedliche Positionen der internationalen Urban-Art-Szene auf die besondere Atmosphäre des ehemaligen Industrieareals. Vorgefundene Materialien, architektonische Strukturen und historische Spuren wurden selbst zu Bestandteilen der künstlerischen Arbeiten und machten die Geschichte des Ortes auf vielfältige Weise erfahrbar.
Neben der Ausstellung war die ibug auch 2026 ein Ort für Begegnung und kulturellen Austausch. Führungen, Workshops, Gespräche, Musik und Angebote für Kinder und Jugendliche ergänzten die künstlerische Auseinandersetzung und machten das Festival zu einem Erlebnis für ein breites Publikum aus Riesa, der Region und darüber hinaus.
Antonia Gerber, Vorstand des ibug e.V. sagt: „Die ibug 2026 war für uns ein ganz besonderer Jahrgang. Wir haben erlebt, wie neugierig und offen die Menschen auf diesen außergewöhnlichen Ort und die internationale Kunstszene reagiert haben. Dass so viele Besucherinnen zu uns nach Riesa gekommen sind, ist ein starkes Zeichen und zeigt, welches Potenzial in der Verbindung von Kunst, Industriekultur und Begegnung steckt. Besonders freut uns, dass die ibug nicht nur ein Festival auf einem ehemaligen Industrieareal war, sondern ein Ort, an dem Menschen gemeinsam entdeckt, diskutiert und neue Perspektiven entwickelt haben. Dafür möchten wir allen Künstlern, Helfern, Partnern und unserem Publikum herzlich danken.“
Mit der diesjährigen Ausgabe blickt die ibug auf zwei Jahrzehnte Festivalgeschichte zurück. Seit der Premiere 2006 hat das Festival immer wieder wechselnde Industriebrachen in Sachsen bespielt und dort temporäre Räume für urbane Kunst geschaffen. Die Auseinandersetzung mit den baulichen und gesellschaftlichen Spuren industrieller Vergangenheit ist dabei bis heute ein zentraler Bestandteil des Festivals.
Mit fast 17.000 Besuchern hat die ibug in Riesa 2026 ihre Reichweite gegenüber 2024 deutlich ausgebaut. Den bisherigen Publikumsrekord gab es mit rund 38.000 Gästen bei der Ausgabe 2025 in Chemnitz im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres.
Quelle und Fotos: ibug e.V.

Neugestaltung der KUNSTSAMMLUNGEN: Bürger können mitreden

Westsachsen/Zwickau.-
Seit Mitte 2025 wird das Museumsgebäude in der Lessingstraße energetisch saniert sowie die Brandschutztechnik erneuert. Wenn die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum voraussichtlich im Herbst 2028 wiedereröffnen, sollen auch die Dauerausstellungen modern gestaltet sein. Die Entwürfe von vier Büros sind bis Donnerstag im Domhof und am Sonntag im Museumsgarten zu sehen. Bürger haben die Möglichkeit, über die Vorschläge abzustimmen.
Die Entwürfe zur Neugestaltung stammen von Büros, die sich in den letzten Jahren erfolgreich mit der Neugestaltung moderner Dauerausstellungen hervorgetan und zahlreiche Preise für ihre Leistungen erhalten haben. Neue Museen aus Halle/Saale, SchnelleBunteBilder aus Berlin, whitebox aus Dresden und ö-Konzept aus Zwickau reichten bis 10. August ihre Vorschläge ein. Konkret galt es zunächst, attraktive Lösungen für die Kuppelhalle, die Neupräsentation der weltweit einzigartigen Max-Pechstein-Sammlung und eine Medienanwendung für die geologischen Belegstücke aus dem Zwickauer Tiefbauschacht vorzulegen.
Diese Ideen werden ab sofort und bis Donnerstag (10. September) im Domhof öffentlich präsentiert. Pünktlich zum 13. September, dem Tag des offenen Denkmals, bereichern die Entwürfe dann den Museumsgarten an der Lessingstraße. Vor und nach den Führungen über die derzeitige Baustelle lassen sich die verschiedenen Gestaltungsansätze in Ruhe vergleichen. Mit Karten können alle Passanten für den besten Entwurf abstimmen und so aktiv die Neugestaltung lenken. Auch auf dem Instagram-Kanal der KUNSTSAMLUNGEN ZWICKAU kann abgestimmt werden.
Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum sind eines der wichtigsten Kunstmuseen, dessen Sammlungen regionale, nationale und internationale Strahlkraft besitzen und teilweise – mit Blick auf die größte Sammlung zum Schaffen des Brücke-Expressionisten Max Pechstein – weltweit einzigartig sind.
Ziel der Neugestaltung der insgesamt rund 1.450 m² großen Ausstellungs- und Aufenthaltsfläche ist, eine moderne, niedrigschwellige und faszinierende Gestaltung zu etablieren. Dabei sollen die beiden zentralen Sammlungsbereiche Kunst und Mineralogie/Geologie mit modernen analogen und digitalen Mitteln zusammengebunden und eine zeitgemäße Ansprache des Publikums erreicht werden.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Der Festspiel-Tipp der Woche: Klappe halten mit Bruno Jonas

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Herbstfest-Samstag, den 19. September begrüßt das König Albert Theater Bad Elster um 19.30 Uhr den renommierten Kabarettisten Bruno Jonas. Mit seinem unverwechselbaren Mix aus intelligenter Satire, scharfzüngigen Pointen und präzisen Beobachtungen widmet er sich den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit – humorvoll, kritisch und stets mit feinem Gespür für das Wesentliche. Der Bayer Jonas stolpert mitten in der Zeitenwende in eine absurde Rolle: Er soll einen skrupellosen Medienmacher spielen – und weigert sich zunächst empört. Doch schnell wird daraus mehr als nur eine Theaterfrage. Was darf Satire heute noch? Alles – oder lieber doch »Klappe halten«? Zwischen Moral, Meinung und öffentlicher Erwartung nimmt Jonas die Absurditäten unserer Gegenwart ins Visier. Mit scharfem Witz, Selbstironie und philosophischem Tiefgang tastet er sich durch eine Welt voller Widersprüche – und entscheidet am Ende selbst, wann es Zeit ist, zu sprechen. Tickets: 037437/ 53 900

07 September 2026

Unfall nach Verfolgungsfahrt: Die Polizei bittet um Hinweise

Westsachsen/Zwickau.- In der Zwickauer Innenstadt endete eine Verfolgungsfahrt mit einer Festnahme. Ein 39-Jähriger befuhr am Samstagnachmittag mit seinem Renault die Humboldtstraße vom Schwanenteich kommend in Fahrtrichtung der Moccabar. Dabei fiel einem Streifenteam der Pkw im Gegenverkehr auf. Da die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben waren, entschieden sich die Beamten zu wenden und dem Pkw, der in Richtung der Crimmitschauer Straße und der Moritzstraße fuhr, zu folgen.
Über die Osterweihstraße fuhr er erneut zurück auf die Crimmitschauer Straße und bog schließlich auf die Georgenstraße und den stark durch Fußgänger frequentierten Georgenplatz ab. Erneut auf der Crimmitschauer Straße angekommen, fuhr er entgegen der Fahrtrichtung, umfuhr einen Streifenwagen, der ihn stoppen wollte und querte die Crimmitschauer Straße, obwohl die Ampel rot zeigte. Noch immer entgegen der Fahrtrichtung fuhr er auf der Humboldtstraße in Richtung Schwanenteich, wo er mittig zwei Fahrzeuge passieren wollte, die ihm entgegenkamen. Der Renault-Fahrer touchierte den VW eines 40-Jährigen und den Fiat eines 49-Jährigen. Dabei brach die vordere rechte Achse seines Fahrzeugs. Die Fahrer der beiden anderen beteiligten Pkw verletzten sich leicht und wurden ambulant behandelt.
Der 39-jährige Deutsche wurde vorläufig festgenommen. Ein vor Ort durchgeführter DrugWipe-Test reagierte positiv auf Amphetamine. Die Prüfung der Dokumente ergab zudem, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, die Kennzeichen waren gestohlen und das Fahrzeug nicht versichert. Zudem stellten die Beamten eine im Fahrzeug aufgefundene kristalline Substanz sicher. Der Beschuldigte wurde zur Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht und anschließend aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus stationär aufgenommen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 11.000 Euro. Aufgrund der Unfallaufnahme kam es bis in die späten Nachmittagsstunden zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Gegen 15:45 konnte die Straße wieder freigegeben werden.
Waren Sie als Fahrzeugführer oder Fußgänger in der Zwickauer Innenstadt unterwegs und sind durch die riskante Fahrweise des Renault-Fahrers gefährdet worden? Bitte melden Sie sich zum Zweck Ihrer Zeugenaussage bei der Verkehrspolizeiinspektion unter der Telefonnummer 03765 500
Quelle: Polizeidirektion Zwickau
Symbolfoto: AI

03 September 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil 3): Psychiatrische Gutachten gefordert

Westsachsen/Zwickau.- Bisher mussten wir an dieser Stelle bereits mehrfach über unschöne Dinge innerhalb der Zwickauer Justiz berichten. Über Tricksereien mit Aktenzeichen, Bescheidlos-Stellung als Universalwaffe, Komplizenschaft bis ins Ausland, Diskriminierung von Frauen und Ausländern, Erfindung von akademischen Graden und vieles mehr. Alles unter dem Deckmantel der angeblichen „Unabhängigkeit“ der Justiz.
Bei all den Vorkommnissen stellt sich zwangsläufig die Frage nach der geistigen Gesundheit einiger Akteure. Da wäre zunächst Reinhard Schübel (Foto rechts), der falsche Doktor aus Plauen, der trotz unumstößlicher Fakten verzweifelt an seinem illegal geführten „Dr.“-Titel festhält. Gleichzeitig rennt er immer wieder zu Gericht, um verbieten zu lassen, dass öffentlich gesagt wird, was bewiesene Tatsache ist: Reinhard Schübel hat den Titel JUDR.PhD im Ausland käuflich erworben. Mit dieser „Witzpromotion“, wie diese Urkunde auch genannt wird, darf er in Deutschland nicht als „Dr.“ auftreten. Da er dennoch immer wieder versucht, den Leuten solches weiszumachen, muss man stark an seiner geistigen  Gesundheit zweifeln. Aus diesem Grund wurde bereits mehrfach ein psychiatrisches Gutachten gefordert. Allerdings ausgerechnet in den Verhandlungen, bei denen der Zwickauer Amtsrichter Rainer Droll den Vorsitz hatte.
Dieser steht jedoch selbst im Verdacht, unter diversen Wahrnehmungsstörungen zu leiden. So berichtet ein Assistenzarzt davon, wie Rainer Droll als Bereitschaftsrichter zu einem Notfall in ein psychiatrisches Krankenhaus bei Zwickau gerufen wurde. Dort versuchte ihm die Chefärztin zu erklären, warum ein unter ihrer Aufsicht stehender Patient zu seiner eigenen Sicherheit und der anderer Personen zwangsmedikamentiert werden sollte. Dafür wird ein richterlicher Beschluss benötigt.Zunächst wollte Droll erst gar nicht anrücken. „Was belästigen Sie mich um diese Uhrzeit? Lassen Sie den Mann einfach frei!“. Nachdem der Patient immer unruhiger wurde und die Situation zu eskalieren drohte, rief man erneut den richterlichen Bereitschaftsdienst an. Eher widerwillig begab sich der Herbeigerufene auf den Weg. Als er in der Psychiatrie ankam, war seine erste Reaktion: „Kann ich bitte einen richtigen Arzt sprechen?!“. Damit spielte er auf die Herkunft der beiden diensthabenden Mediziner an, die im Übrigen in Deutschland studiert haben und seit vielen Jahren in dieser Klinik praktizieren. Das Gespräch mit der Ärztin verweigerte der Richter komplett, wandte sich ausschließlich an ihren Assistenten. So, als würde sie gar nicht existieren. Dieser erklärte das aggressive Verhalten des Patienten mit der Diagnose manischer Anfall und Paranoia. Offenbar zweifelte Droll auch dessen Kompetenz an, verlangte stattdessen die sofortige Freilassung des noch immer Randalierenden mit den Worten: „Paranoid sind wir doch alle mehr oder weniger“. So blieb dem Klinikpersonal nichts anderes übrig, als der richterlichen Anordnung Folge zu leisten und den Gefährder aus ihrer Obhut zu entlassen. Was diesem später in Freiheit passierte, ist nicht überliefert.
Die Sache hatte ein Nachspiel: Kurze Zeit später bekamen beide Mediziner eine Vorladung zur Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft Zwickau. Der Vorwurf: Freiheitsberaubung. Anzeigenerstatter war Richter Rainer Droll. Die Begründung: Festhalten eines Patienten in der Zeit vom 1. Anruf bei ihm bis zu seinem Eintreffen in der Klinik. Die Klinikleitung hat sich daraufhin beim Justizministerium beschwert. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt.
Wie weist man einem Richter nach, dass er wegen seiner geistigen Verfassung nicht dazu in der Lage ist, seinen Beruf ordnungsgemäß auszuüben? Richtig: indem man ihn von Fachleuten begutachten lässt. Im vorliegenden Fall ist Richter Rainer Droll mehr oder weniger freiwillig in die Psychiatrie gegangen und hat sich von zwei Spezialisten begutachten lassen. Die endgültige Bewertung lässt noch etwas auf sich warten. Das vorläufige Ergebnis spricht jedoch Bände: Anzeichen von Paranoia, Narzissmus, Psychopathie gepaart mit Größenwahn und einigen anderen Auffälligkeiten.
Wobei wir bei der nächsten Wahrnehmungsstörung sind. Der von Oberstaatsanwalt und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor in einer Person, Markus Colli (Foto). Frei nach Richard David Precht: „Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?“. Colli hatte es tatsächlich drauf, für seinen Berufskollegen Rechtsanwalt Reinhard Schübel eine Doktorarbeit zu erfinden, damit dieser trotz bewiesenem Titelbetrug straffrei bleibt (siehe oben). Die Überschrift sollte nach seiner Vorstellung lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Nach Auskunft diverser Universitäten und Plagiatsgutachter ist das ein ausgemachter Blödsinn, der in keiner wissenschaftlichen Datenbank auffindbar ist.
Wenn man so korrekt arbeitet, wie Markus Colli, dann hat man es sicher mehr als verdient, dass die sächsische Justizministerin Constanze Geiert (Foto) einen zum Amtsgerichtsdirektor befördert und gleichzeitig das Gehalt für einen Oberstaatsanwalt weiter bezahlt.
Hotline für Bürgerbeschwerden: (0351) 564-10080

02 September 2026

Crowdfunding-Aktion: EigenArt lädt auf den Hauptmarkt ein

Westsachsen/Zwickau.-
Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm wartet EigenArt auch in diesem Jahr wieder auf. Das inklusive Straßenfest findet am kommenden Samstag von10 bis 18 Uhr auf dem Hauptmarkt statt. Seit 1994 bringt die Veranstaltung Menschen mit und ohne Behinderung mitten in der Stadt zusammen. In diesem Jahr richtet sich der Blick dabei auch schon auf 2027. Wie die Diakonie Westsachsenn mitteilt, soll mit einer Crowdfunding-Aktion die Zukunft des Straßenfestes gesichert werden.
Besucher erwartet am 5. September ein Bühnenprogramm mit Theateraufführungen, inklusiven Musikprojekten, Schlagermusik sowie Tanzperformances zum Zuschauen und Mitmachen. Auf dem Hauptmarkt gibt es für Klein und Groß Kinderschminken, Hüpfburg, Perlenschmuck, Rollstuhlparcours und weitere Kreativ- und Mitmachangebote. Ein besonderes Angebot ist ein Gebärdensprachkurs von 12 bis 15 Uhr. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Gestartet wird in diesem Jahr eine Crowdfunding-Aktion, da die bisherige Förderung durch die Aktion Mensch entfällt. Auf „GoFundMe“ sollen mit „EigenArt bleibt.“ bis zum 31. Januar 2027 8.000 Euro zusammenkommen. Die Besucher können sich bereits beim Straßenfest über die Aktion informieren und dazu beitragen, dass EigenArt auch im kommenden Jahr wieder einen Ort für Begegnung und gelebte Inklusion mitten in Zwickau schafft.
EigenArt findet seit über 30 Jahren statt. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr haben übernommen Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Landrat Carsten Michaelis und Michael Welsch, Sächsischer Landesbeauftragter für Inklusion der Menschen mit Behinderungen.
Quelle und Flyer: Stadtverwaltung Zwickau

01 September 2026

Tipp der Woche: Ein Festspielabend mit Corinna Harfouch

Westsachsen/Bad Elster.- Am Samstag, den 12. September, kehrt die vielfach ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin Corinna Harfouch um 19.30 Uhr mit einem besonderen Literatur- und Musikabend in das König Albert Theater Bad Elster zurück. Gemeinsam mit der renommierten Pianistin Hideyo Harada widmet sie sich unter dem Titel „Erstaunliche Siege von Frauen auf Schlachtfeldern“ zwei außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf und der Komponistin Ethel Smyth.
Im Mittelpunkt des Festspielabends stehen die bewegende Freundschaft und der intensive geistige Austausch zwischen den beiden bedeutenden Vertreterinnen der internationalen Frauenbewegung. Kennengelernt hatten sich Virginia Woolf und die offen lesbisch lebende Komponistin Ethel Smyth im Jahr 1930. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege verband sie eine tiefe gegenseitige Wertschätzung, die sich in Briefen, Tagebüchern, literarischen Texten und musikalischen Werken eindrucksvoll widerspiegelt.
Corinna Harfouch verleiht den eindringlichen Briefen und Gedanken der beiden Frauen ihre Stimme, während Hideyo Harada den Abend mit den Klavierwerken Ethel Smyths musikalisch gestaltet. So entsteht ein feinfühliges Zusammenspiel von Literatur und Musik, das den Blick auf zwei außergewöhnliche Künstlerinnen richtet, die mit Mut, Haltung und Kreativität ihrer Zeit weit voraus waren. Mit ihrer unverwechselbaren Bühnenpräsenz zählt Corinna Harfouch zu den bedeutendsten Schauspielerinnen Deutschlands.
Gemeinsam mit der international renommierten Pianistin Hideyo Harada verspricht sie einen ebenso bewegenden wie inspirierenden Festspielabend über Freundschaft, Kunst und den Mut, neue Wege zu gehen. Tickets: 037437/ 53 900

Nach erfolgreichem Protest: Kulturhaus-Leiter darf bleiben

Westsachsen/Reichenbach.- Der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der Vogtland Kultur GmbH haben sich am Montag, 31. August, in einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Sondersitzung mit den aktuellen Entwicklungen rund um das Neuberinhaus Reichenbach befasst. Das teilt das Landratsamt des Vogtlandkreises mit.
Nach einem intensiven Austausch und der Abwägung unterschiedlicher Standpunkte hätten sich die Gesellschafter im Ergebnis einstimmig dafür ausgesprochen, die Kündigung des Leiters, Severin Zähringer, zurückzunehmen. Der Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH, Steffen Gerisch, der die Kündigung ausgesprochen hatte, trage diese Entscheidung mit.
Vorausgegangen war eine Protestwelle aus dem ganzen Vogtland, auch aus Greiz, nachdem Mitte August bekannt wurde, dass Gerischer Zähringer entlassen hatte. Zu den Gründen gibt es bis heute offiziell keine Auskunft. Wie die Freie Presse berichtet, soll es sich aber zum einen um persönliche Differenzen gehandelt haben. Zum anderen kam es wohl zum Streit über eine geplante AfD-Veranstaltung im Neuberinhaus, die Zähringer mit Verweis auf die Hausordnung ablehnte.
Gerade weil die Gründe unbekannt blieben, hatte Zähringer angekündigt, rechtlich gegen die Kündigung vorzugehen. Das scheint nun auch zumindest einer der Gründe gewesen zu sein, warum Aufsichtsrat und Gesellschafter die Entscheidung rückgängig gemacht haben: „Bei der Sitzung wurden im Interesse der Vogtland Kultur GmbH auch mögliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken in die Abwägung über das weitere Vorgehen einbezogen“, heißt es in der Mitteilung.
Ziel sei es jetzt, die Handlungsfähigkeit des Neuberinhauses zu sichern und die zurückliegenden Entwicklungen gemeinsam auszuwerten, so die Pressemitteilung. „Für uns als Gesellschafter war entscheidend, die Situation sorgfältig zu bewerten und eine tragfähige Lösung für das Neuberinhaus und die Vogtland Kultur GmbH zu finden. Jetzt geht es darum, Vertrauen wieder aufzubauen und den Blick nach vorn zu richten“, wird Landrat Thomas Hennig (CDU) zitiert.
Im Mittelpunkt stünden jetzt die verlässliche Fortführung des Veranstaltungsbetriebs und die Zukunft des Neuberinhauses als wichtiger Kulturstandort für Reichenbach und das Vogtland.
Quelle und Foto: Ostthüringische Zeitung

30 August 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil 2): Staatsanwalt erfindet Doktorarbeit

Rechtsanwalt Reinhard Schübel mit seinen
Angestellten vor der Kanzlei in Plauen.
Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Die Posse um Reinhard Schübel, den falschen Doktor aus Plauen, (Foto rechts) geht in eine neue Runde. Nach den Ermittlungen zu Plagiatsvorwürfen gegen die Berliner Senatorin Felor Badenberg (CDU) und den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) befasst sich jetzt die renommierte Plagiatsprüfer Kanzlei von Doz. Dr. Stefan Weber aus Salzburg/Österreich mit dem Fall Schübel. Weber war maßgeblich am Entzug der Doktorwürde von Mario Voigt beteiligt. Jetzt untersucht er die mysteriösen Zusammenhänge um die nicht existierende Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts. Seine erste Reaktion: „Auch ich habe nach kursorischer Recherche keine Doktorarbeit gefunden.“ Sein Rat: „Sie können bei jeder Staatsanwaltschaft oder Polizeidienststelle eine Anzeige wegen Verdachts des Verstoßes nach § 132a StGB einbringen.“
Selbstverständlich haben wir diesen Rat befolgt und Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hof erstattet. Nach all den Erfahrungen im Zusammenhang mit der Arbeitsweise deutscher Staatsanwaltschaften wissen wir jedoch, dass das Ermittlungsverfahren „zuständigkeitshalber“ wieder in Zwickau landen wird. Hier hat dann Schübels Busenfreund, Markus Colli (Oberstaatsanwalt und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor), auf dem Foto rechts neben Justizministerin Constanze Geiert/CDU, wieder Zugriff darauf. Dieser erfand für Schübel zuletzt den legendären Dissertationstitel „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“ (WSZ berichtete). Die Einstellung ist also vorprogrammiert.
Davon unberührt bleibt die Tatsache, dass Reinhard Schübel nachgewiesener Maßen, jetzt auch bestätigt durch eine der bekanntesten Plagiatsprüfer Kanzleien überhaupt, keinen „Dr.“-Titel tragen darf. Trotzdem führt er diesen Titel ILLEGAL auf seiner Webseite und im Briefkopf seiner Anwaltsschreiben. Wie lange wollen die Behörden hierbei noch tatenlos zusehen?
Die Spekulationen schießen ins Kraut, Verbindungen werden hergestellt. Zum Beispiel zur Zwickauer Überklebungsaffäre (Foto). Die Vermutung liegt nahe, dass Schübel seit der Tatzeit im Mai 2012 die sächsische Justiz mit Wissen über schlimmste Verbrechen in der Hand hat. Urkundenfälschung und Falschbeurkundung sind hier noch die harmlosesten Vergehen. In der Folge haben sich immer mehr Amtsträger (Staatsanwälte, Richter, sogar Justizminister) strafbar gemacht. Unter anderem durch Rechtsbeugung.
Rechtsanwalt Schübel, der gegen den Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 das falsche Rechtsmittel verspätet beim unzulässigen Gericht eingelegt hat, versucht erneut zu erreichen, dass diese Wahrheit nicht weiter verbreitet wird. Er fordert vom Gericht, man möge dies bei Androhung einer hohen Geldstrafe „die weh tut“ verbieten. Am 10. September findet dazu ein weiterer Prozess am Landgericht Zwickau statt.

28 August 2026

Erneuerung der Heizungsanlage: Spielhaus bis auf Weiteres geschlossen

Westsachsen/Zwickau.-
Im Jugendclub City Point und dem zugehörigen Spielhaus in der Hauptstraße 44 laufen seit Mitte Juni umfassende Arbeiten zur Erneuerung der gesamten Heizungsanlage. Die alte Anlage wurde bereits vollständig demontiert und zum Teil schon durch ein modernes System ersetzt. Im Zuge der Baumaßnahme waren bereits mehrere Kernbohrungen für neue Steigleitungen erforderlich, die insbesondere die Räumlichkeiten des Spielhauses betrafen.
Nachdem beide Bereiche zwischenzeitlich wieder für junge Besucherinnen und Besucher geöffnet werden konnten, muss das Spielhaus erneut bis auf Weiteres schließen. Grund hierfür sind aktuelle Bauarbeiten im oberen Gebäudeteil, in dem sich auch die Spiel-, Aufenthalts- und Büroräume des Spielhauses befinden.
Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind und das Spielhaus wieder öffnen kann, wird rechtzeitig darüber informiert. Der Jugendbereich ist davon nicht betroffen und hat regulär geöffnet.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 August 2026

Zwickauer Justiz intern (Teil1): Jetzt zocken sie die Ärmsten ab

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Vor kurzem berichtete die WSZ über Diskriminierung gegen Frauen und Ausländer in der Zwickauer Justiz. Dazu sowie zu anderen Problemen erreichten uns zahlreiche Zuschriften. Manche Inhalte sind so verstörend, dass wir sie hier nicht veröffentlichen können. Bei einigen Vorfällen waren Reporter unserer Zeitung zugegen und berichten nun davon. Heute geht es um die Diskriminierung einer geflüchteten Ukrainerin und um Stasiseilschaften innerhalb der Justiz.
Das Amts- und Landgericht in Zwickau. Hier werden regelmäßig Rechtsbeugeurteile gefällt.
Man stelle sich folgende Konstellation vor: Eine traumatisierte junge Frau aus der Ukraine kommt mit ihren beiden kleinen Kindern im März 2022 nach Deutschland, um hier Zuflucht zu finden. Flüchtlingshelfer haben Fotos der Familie im Internet veröffentlicht. So kam es, dass sich schon kurz nach ihrer Ankunft in Leipzig das Ehepaar Gunther und Anka Raithel aus Crimmitschau meldete und genau diese Familie aufnehmen wollte. 
Flüchtlinge kommen am Flughafen Leipzig an.
Zunächst schien auch alles so weit in Ordnung. Die Raithels kümmerten sich schon im Juli 2022 um eine Arbeit bei einem Pflegedienst für die junge Frau, wo sie auch heute noch arbeitet. Außerdem brachten sie sie mit ihren Kindern in einem 12 Quadratmeter großen Zimmer in ihrem Haus unter. Dafür hat das Amt drei Monate lang die Miete bezahlt und die Mutter gab von ihrem Unterhalt monatlich 500 Euro dazu.
Dann begannen die Unregelmäßigkeiten. Schon im Mai 2022 legten die Raithels einen Mietvertrag für eine 52 Quadratmeter-Wohnung vor, die monatlich rund 330 Euro kosten sollte. Darin enthalten waren etwa 70 Euro Nebenkosten. Diese Wohnung war jedoch nicht bezugsfertig, befand sich noch im Bau. Die Miete wurde trotzdem sofort fällig und kassiert. Erst  rund neun Monate später konnte die Familie einziehen, nachdem die Ukrainerin selbst beim Ausbau mit geholfen hatte. Bad und Küche waren zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht benutzbar.
Das Sozialamt übernahm anfangs die Miete.             
Damit die zugezogene Mieterin ihre Rechnungen bezahlen kann, richtete Anka Raithel in deren Namen ein Girokonto mit EC Karte ein. Davon überwies sie sich selbst die Miete plus Nebenkostenabschlag plus zusätzlich alle im Haus anfallenden Kosten, wie Brennholz für den Kamin, Gas, Strom, Wasser, Müll, Verpflegung und weitere Positionen. Aufgrund kreativer Rechnungsgestaltung kamen so pro Monat im Durchschnitt rund 1.200 Euro zusammen. Der Kontoinhaberin selbst blieben von ihren knapp 1.500 Euro, die sie mit ihrer Arbeit bei dem Pflegedienst verdiente, gerade mal 300 Euro zur eigenen Verfügung für sich und die zwei Kinder. Der Tagesablauf, ihr Leben und selbst die Erziehung der Kinder wurde gegen ihren Willen nahezu vollständig von den Raithels dominiert. Selbst was, wieviel und wann die kleine Familie zu essen hatte, wurde von den Raithels vorgeschrieben. Ein Aufbegehren war wegen fehlender Deutschkenntnisse, mangels Kontakten zu Menschen, die sie unterstützen konnten und fehlender Rechtskenntnisse nicht kurzfristig möglich. Außerdem drohte Anka Raithel, der Familie Probleme bei den Ämtern zu machen und auch die Kinder durch das Jugendamt entziehen lassen zu können.
Nach 16 Monaten fand die junge Frau durch Freunde den Weg in ein selbst bestimmtes Leben und wollte umziehen. Sie kündigte zum Monatsende und begann damit, kleinere Teile, die sie tragen konnte, in die neue Wohnung mitzunehmen. Miete und Nebenkostenabschlag waren zu diesem Zeitpunkt für den gesamten Monat bereits bezahlt. Womit sie nicht rechnete: Als die Vermieterin, Anka Raithel, das sah, stellten sie und ihr Mann alle anderen Möbelstücke und persönlichen Sachen auf die Straße und ließen die Familie nicht mehr ins Haus. Nur unter dem sofortigen Einsatz mehrerer befreundeter Unterstützer konnten sie ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen und wurden nicht obdachlos.
Unter dem Strich haben sich Anka Raithel, geb. Unglaub, die nach Behörden-Auskunft zu DDR-Zeiten innerhalb des Systems in der Abteilung Kindesentzug tätig gewesen sein soll, und ihr Ehemann, Gunther Raithel, ehemaliger DDR Kripo-Beamter, auf diese Weise mit rund 14.000 Euro an der Ukrainerin bereichert. 
Aufgrund des offensichtlichen Betruges riet man zur Klage. Ein Rechtsanwalt im Ort übernahm den Fall und kämpfte sich wacker durch zwei Prozesse. Allerdings ohne Erfolg. Schlussendlich wurden dem Ehepaar die ergaunerten Euro bis auf 2000 Euro zugesprochen, obwohl alles durch Abrechnungen und Kontoauszüge beweisbar war. Wie es dazu kommen konnte, zeigt ein Blick auf die stattgefundenen Verhandlungen, die unsere Reporter besucht haben.
Rechtsanwältin Claudia Dietrich, Werdau
Beispiel Landgericht Zwickau, Richter Bernd Gremm: Auf der Beklagten-Seite sitzen Anka und Gunther Raithel (beide DDR-Elite) samt ihrer Rechtsanwältin Claudia Dietrich (Foto / ebenfalls DDR-Elite). Die Klägerin mit Rechtsanwalt und einem Dolmetscher auf der anderen Seite. Zur Eröffnung hält Richter Gremm über eine halbe Stunde lang einen Fachvortrag über Nebenkostenabrechnungen und Rechtsverhältnisse zwischen Mietern und Vermietern, verwendet Zahlenwerke und Konstellationen, bei denen selbst die anwesenden Juristen ins Grübeln kommen. Von der juristisch völlig ahnungslosen und der deutschen Sprache kaum mächtigen Ukrainerin wird vorausgesetzt, dass sie dies alles nach Übersetzung durch einen Dolmetscher, der auch nur die Hälfte von dem versteht, was Richter Gremm da faselt, verinnerlicht und darauf die passenden Antworten gibt. Einen unfaireren Kampf kann man sich kaum vorstellen.
Währen sich die Parteien in einer Verhandlungspause draußen berieten, kam es im Gerichtssaal zu emotionalen Szenen, die Richter Gremm über sich ergehen lassen musste. So konfrontierte ihn eine Prozessbeobachterin aus dem Zuschauerraum damit, dass das Ehepaar Raithel ihr Kind für eigene Zwecke instrumentalisiert, beeinflusst und missbraucht habe. Dafür hätten sie vom Gericht ein Annäherungsverbot verhängt bekommen, das sie beide aber nicht einhalten würden. Zudem wurde bekannt, dass die Raithels auch jetzt noch die Ukrainerin mit ihren Kindern stalken.
Gremm reagierte darauf verwundert, kommentierte dies jedoch nicht. Auch dass die Beklagte, Anka Raithel, erst kürzlich wegen der Misshandlung des 5-jährigen Jungen der Ukrainerin wegen Körperverletzung verurteilt wurde, schien ihn nicht besonders zu interessieren. Die von der Überklebungsaffäre betroffene Werdauerin verwies auf das „Allmachtsgehabe charakterschwacher Menschen“, das sie nicht nur in diesem Gerichtssaal feststellte.
Familiengericht Zwickau. Amtssitz von Richter Rainer Droll.

Am Ende wurde der Großteil der Klage verworfen und der Rest ans Amtsgericht verwiesen. Demnach muss die Ukrainerin rund 800 Euro für den vom Gericht gestellten Dolmetscher bezahlen, weitere 2.400 Euro an ihren Rechtsanwalt, die gleiche Summe an die gegnerische Rechtsanwältin und rund 1.500 Euro Gerichtskosten. Macht zusammen noch einmal ungefähr 7.000 Euro zusätzlicher Schaden.
Ein Teil des Verfahrens wurde an das Amtsgericht Zwickau, Richter Rainer Droll, verwiesen. Auf die Sache wurde dort nicht eingegangen, die Schriftsätze des Anwalts ignoriert, Beweise nicht gewürdigt. Die Geschädigte hätte nichts zu fordern. Droll drängte zum Vergleich. Demnach blieben ihr 2.000 Euro, mit denen sie sich abzufinden habe. Die anteilige Prozesskostenhilfe könnte ihr versagt werden, wenn sie dem nicht zustimme, so die Meinung des Richters Rainer Droll. Dagegen protestierte  ihr Rechtsanwalt energisch, stellte sich dem Richter kommunikativ entgegen, blieb jedoch erfolglos. Das Urteil schien schon vorher festzustehen.
Auch die anwesenden Prozessbeobachter waren fassungslos, äußerten sich nach der Verhandlung: „Solch eine Dreistigkeit haben wir noch nie erlebt“. Doch es half alles nichts. Unter dem Strich muss die vom Krieg aus der Heimat vertriebene, von ehemaligen Stasi-Schergen um ihr sauer verdientes Geld betrogene Frau sogar noch draufzahlen. Sowohl die Ex-Stasi-Anwältin Claudia Dietrich, wie auch die kriminelle Vereinigung innerhalb der Zwickauer Gerichte fordern Gebühren von ihr. Das Vertrauen in einen funktionierenden, fairen deutschen Rechtsstaat hat die junge Ukrainerin auf jeden Fall zu Recht verloren.
Uns liegen weitere Zuschriften mit ähnlichem Inhalt vor. Dies alles aufzuarbeiten, wird einige Zeit dauern. Es lohnt sich also, die WSZ regelmäßig zu lesen...

19 August 2026

Wegen AfD-Verbot: Neuberinhaus will seinen Leiter loswerden

Westsachsen/Reichenbach/Greiz.-
Ende vergangener Woche wurde dem Neuberinhaus-Leiter Severin Zähringer gekündigt. Die Gründe sind bisher unbekannt. Der Förderverein schreibt von „Unverständnis“ für die Kündigung.
Nachdem Severin Zähringer Ende der vergangenen Woche überraschend als Leiter des Neuberinhaus im Greizer Nachbarort Reichenbach gekündigt wurde, stellt sich nun der Förderverein der Vogtland Philharmonie – das Orchester tritt sehr regelmäßig im Haus auf – hinter den geschassten Kulturhaus-Chef.
Man habe die „Nachricht von der Kündigung“ „mit großer Bestürzung und Unverständnis zur Kenntnis“ genommen. Zu den Gründen der Kündigung hüllen sich beide Seiten – Zähringer und Steffen Gerisch als Geschäftsführer der Vogtland Kultur GmbH – bisher in Schweigen. Zähringer hat bisher nur bekannt gegeben, gerichtlich gegen den Rauswurf vorgehen zu wollen.
Es kursieren deswegen Gerüchte um den Rausschmiss. Zum einen soll es zum Zerwürfnis gekommen sein, als Zähringer es ablehnte, eine AfD-Veranstaltung – einen Bürgerdialog mit dem Bundestagsabgeordneten Mathias Weiser und dem Landtagsabgeordneten René Standke – im Neuberinhaus zuzulassen, weil diese als parteipolitische Veranstaltung per Hausordnung verboten sei. Gerisch und eine juristische Einschätzung aus dem Landratsamt sahen das laut Bericht anders. Zum anderen sollen Brandschutzmängel im Haus aufgetaucht sein.
Severin Zähringer habe sich mit „außergewöhnlichem persönlichem Engagement, großer fachlicher Kompetenz und viel Herzblut“ für das Neuberinhaus eingesetzt, schreibt nun der Förderverein des Vogtland-Orchesters. Sein Wirken sei „von herausragender Bedeutung“ für die kulturelle Entwicklung, die Vernetzung und die Strahlkraft nicht nur der Region, sondern des Vogtlandes. Zähringer sei eine „Persönlichkeit von großer Bedeutung“, die die Verbindungen zwischen Neuberinhaus, Vogtland Philharmonie und Förderverein gestärkt und mit Leben erfüllt habe.
Der Vorstand des Fördervereins, und damit in gewisser Weise auch das Orchester als einer der größten Kulturträger der Region, bekunde deshalb „ausdrücklich sein großes Interesse an einer Weiterbeschäftigung“ von Zähringer. Man sei überzeugt, dass seine Erfahrung, seine Kontakte, seine Kompetenz und sein Engagement „von unschätzbarem Wert“ für die gesamte Kulturlandschaft im Vogtland seien. Sein Verlust sei für die Vogtland Philharmonie und deren kulturelles Netzwerk „ein erheblicher Einschnitt“.
Man bitte die Verantwortlichen „eindringlich“, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und „eine sofortige Rücknahme der Kündigung sowie die Weiterbeschäftigung von Herrn Zähringer“ möglich zu machen. Aus Sicht des Fördervereins solle man alles daransetzen, „sein wertvolles Wirken für unsere Region zu erhalten“.
Quelle und Foto: Ostthüringer Zeitung

18 August 2026

20 Jahre ibug: Eröffnung am 22. August in Riesa

Westsachsen/Riesa.-
Die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – feiert 2026 in Riesa ihr 20-jähriges Bestehen. Ab Samstag, den 22. August, öffnet das Festivalgelände im ehemaligen Muskator-Werk an der Elbe seine Pforten für das Publikum. An drei Wochenenden – jeweils samstags und sonntags – erwartet die Besucher ein besonderer Mix aus urbaner Kunst und Industriegeschichte, Musik und mehr.
Die ibug 2026, die zweite Edition im ehemaligen Mischfutterwerk in Riesa, findet am 22. und 23. August, am 29. und 30. August sowie am 5. und 6. September statt. Die Ausstellung in den Gebäuden ist an allen Veranstaltungstagen von 10:00 bis 20:00 Uhr und der Außenbereich mit Biergarten von 10:00 bis 00:00 Uhr geöffnet.
Mehr dazu hier: https://www.ibug-art.de/

Highland-Original: Schottische Musikparade im NaturTheater

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 30. August, gastiert das Highland-Original aus Edinburgh um 19.00 Uhr mit seiner mitreißenden „Schottischen Musikparade“ im NaturTheater Bad Elster. Keltischen Zauber und schottische Lebensfreude – das können die Zuschauer bei dieser musikalischen Show der Extraklasse erleben! Hierfür haben sich die besten Künstler Schottlands zusammengeschlossen: Dudelsackspieler, Trommler, Musiker, Sänger und Tänzer nehmen das Publikum mit auf eine ebenso mitreißende wie abwechslungsreiche musikalische Reise. Die Kombination zwischen traditionellem Dudelsack-Spiel und moderner Rockmusik gelingt! Wenn das gesamte Ensemble dann z.B. zu Simon & Garfunkels »Scarborough Fair«, Phil Collins` »We wait and we wonder«, Leonard Cohens »Hallelujah« oder Coldplays »Adventure of a Lifetime« einstimmt, ist das Gänsehaut-Feeling garantiert. Bad Elster freut sich auf ein Drum-Feuerwerk, schwungvolle Tänze und ausgelassene Stimmung! Tickets: 037437/ 53 900

17 August 2026

August Horch Museum präsentiert Trabant mit Wankelmotor

Westsachsen/Zwickau.-
Nach dreijähriger Restaurierung ist ein außergewöhnliches Fahrzeug der Zwickauer Automobilgeschichte wiederhergestellt: Der Trabant P 602 V mit dem Wankelmotor KKM 400 – ein Funktionsmuster des VEB Sachsenring aus dem Jahr 1966. Das Fahrzeug soll, wie das August Horch Museum informiert, ab dem 1. Oktober im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen sein.
Der P 602 V unterscheidet sich bereits äußerlich vom bekannten Trabant: Die Vollheckkarosserie verfügt über einen um rund 30 Zentimeter verlängerten Radstand. Entstanden ist das Fahrzeug ursprünglich im Rahmen von Entwicklungsarbeiten, bei denen zwei zentrale Fragen im Mittelpunkt standen: die Modernisierung der Karosserie und die Erprobung verschiedener Kreiskolbenmotoren, landläufig Wankelmotoren genannt.
Im Oktober 1966 wurde der P 602 V zu Erprobungszwecken für den Straßenverkehr zugelassen und später durch verschiedene Besitzer wieder auf einen seriennahen Zustand zurückgebaut. Derzeit befindet sich das Fahrzeug im Besitz einer privaten Leihgeberin, die es dem August Horch Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Im Rahmen der Restaurierung wurde das Fahrzeug in einen Zustand versetzt, der seine historische Besonderheit wieder nachvollziehbar macht. Verschiedene Teile des Fahrzeugs stammen aus dem Bestand des August Horch Museums, darunter der Wankelmotor KKM 400, die Sitze, Fahrschemel und diverse Kleinteile, wie etwa das Lenkrad und die Türgriffe.
Passend zum Jubiläum „60 Jahre Trabant mit Wankelmotor“ wird der P 602 V ab dem 1. Oktober 2026 gemeinsam mit dem Wankeltrabant „Felix“ des Vereins Internationalen Trabantregisters im Rahmen der Sonderausstellung präsentiert: „2 Konzepte – 1 Jubiläum. – 60 Jahre Trabant mit Wankelmotor“.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

13 August 2026

Zwickauer Justiz: Diskriminierung gegen Ausländer und Frauen?

Westsachsen/Zwickau.-
„Wenn Deutschland so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?“. Dieser Satz des Zwickauer Richters, Stephan Zantke (Foto oben), machte Ende 2017 Schlagzeilen in ganz Europa. Ein Jahr später veröffentlichte Zantke ein Buch unter gleichnamigem Titel. Damit machte er sich keineswegs überall Freunde. Einige Medien verglichen ihn gar mit dem „Richter Gnadenlos“ Ronald Barnabas Schill (Foto unten), dem ehemaligen Innensenator der Stadt Hamburg und Vorsitzenden der Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO), der „absurd hohe Urteile gegen Migranten mit ausländerfeindlichen Sprüchen“ garniert habe. Inzwischen gebe es viele Richter dieser Art, wobei Zantke 2017 „von der bürgerlichen Presse gehypt“ wurde.
Doch wie ist der Stand heute in Sachsen - in Zwickau? Ein Assistenzarzt berichtet von einem Besuch des Zwickauer Amtsrichters Rainer Droll, der als Bereitschaftsrichter zu einem Notfall in ein psychiatrisches Krankenhaus gerufen wurde. Dort versuchte die Chefärztin ihm zu erklären, warum ein Patient zu seiner und anderer Patienten Sicherheit zwangsmedikamentiert werden sollte. Dafür wird ein richterlicher Beschluss benötigt. Drolls erste Reaktion: „Kann ich bitte einen richtigen Arzt sprechen?!“ Damit spielte er auf die Herkunft der beiden Mediziner an, die im Übrigen in Deutschland studiert haben und seit Jahren in dieser Klinik praktizieren. Das Gespräch mit der Ärztin verweigerte er komplett und wandte sich stattdessen an ihren Assistenten. So, als würde sie gar nicht existieren. Die Klinikleitung hat sich daraufhin beim Justizministerium beschwert. Da der Ausgang noch offen ist, berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ausführlich.
Ein weiteres Beispiel betrifft die Zwickauer Staatsanwaltschaft. Markus Colli (Foto mit Justizministerin Constanze Geiert / CDU), der wegen seiner Doppelrolle als Oberstaatsanwalt und gleichzeitig Amtsgerichtsdirektor bereits mehrfach negativ in Erscheinung getreten ist, ermittelt gern gegen Opfer. Vor allem, wenn es Frauen sind. Das belegen mehrere Ermittlungsakten, die der WSZ vorliegen. So ist der Fall einer Frau aus Dortmund bekannt, die bei einem Aufenthalt in Plauen wegen eines angeblichen Tötungsversuchs von der Polizei verhaftet wurde. Sie landete für 147 Tage in Zwickauer Untersuchungshaft. Später stellte sich heraus, dass der angeblich in Tötungsabsicht angegriffene Mann die vermeintliche Täterin zuvor mehrfach vergewaltigt hatte. Colli ermittelte ausschließlich gegen die Frau. Den Vergewaltiger lässt er bis heute unbehelligt.
In einem weiteren Fall wurde eine Frau über Jahre hinweg von mehreren männlichen Nachbarn gestalkt und belästigt. Als sie sich eines Tages in ihrer Verzweiflung mit einem Steinwurf wehrte, der noch nicht einmal getroffen hat, wurde sie angeklagt. Die beiden Männern hingegen bleiben unbehelligt.
Uns liegen weitere Zuschriften mit ähnlichem Inhalt vor. Dies alles aufzuarbeiten, wird einige Zeit dauern. Es lohnt sich also, die WSZ regelmäßig zu lesen. Sie können uns gern mit einer Spende unterstützen.