31 Januar 2022

Wärmebildkameras übergeben: Für die Sicherheit der Einsatzkräfte

Westsachsen/Zwickau.-
Heute Vormittag übergab Nils Eichhorn (Foto links), Amtsleiter des Feuerwehramtes der Stadt Zwickau, eine erste Wärmebildkamera an Torsten Badstübner, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zwickau-Oberhohndorf. Es ist eine von insgesamt sieben Kameras dieser Art, die demnächst auch in den Freiwilligen Feuerwehren Auerbach, Cainsdorf, Marienthal, Mitte, Mosel und Planitz zum Einsatz kommen sollen. In diesen Feuerwehren ist jeweils ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) und ein Löschfahrzeug (LF 16/12) vorhanden, deren fahrzeugtechnische Ausstattung nun um eine entsprechende Kamera erweitert wird.
Der Einsatz dieser Geräte hat sich schon seit längerer Zeit im praktischen Einsatz in der Berufsfeuerwehr bewährt. Gerade bei der Brandbekämpfung verbessern diese die Orientierung und die Sicherheit der Einsatzkräfte im verrauchten Raum, dienen dem schnelleren Auffinden von vermissten Personen und der Lokalisierung des Brandherdes.
Die Kosten für die Beschaffung der sieben Wärmebildkameras belaufen sich auf insgesamt ca. 21.000 Euro.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

30 Januar 2022

Zusammenfassung: Der Bürgerrechtler Martin Böttger gestern und heute

Senil oder gefährlich?

Berlin/Westsachsen/Zwickau.- Der Zwickauer GRÜNEN-Politiker Martin Böttger ist einer der angesehensten Bürger des Landes. Er bekam von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz für seine „Verdienste als Bürgerrechtler“ verliehen (Foto). Ihm wird nachgesagt, er habe sich vor der politischen Wende im Kampf gegen das DDR-Regime verdient gemacht, mehrere Demonstrationen mit organisiert und sei deswegen auch verhaftet worden. Böttger selbst bestätigt diese Legende: „Ich bin in den 1980er Jahren mit einem selbst gebastelten Schild zur 1. Mai-Demonstration in Chemnitz gegangen, habe damit auf die Menschenrechtssituation in der damaligen DDR aufmerksam machen wollen.“ Man habe ihn verhaftet, auch in der Folge mehrmals. Meist am nächsten Tag wieder frei gelassen, bis auf einmal. Da saß er 14 Tage am Stück in Haft. Seinem Engagement als Oppositioneller habe das jedoch keinen Abbruch getan, so der heute 74-Jährige. Nach der Wende war er Mitglied des Sächsischen Landtags, Vorsitzender des „Neuen Forums“ und noch einiger anderer Organisationen (nachzulesen bei Wikipedia). Bis heute ist Böttger politisch als bündnisgrüner Abgeordneter im Zwickauer Stadtrat aktiv. 
In letzter Zeit gab es hin und wieder einige Kuriositäten rund um den vermeintlichen Helden der Vorwendezeit. So behauptete Martin Böttger vor einiger Zeit, er sei ein Major des Chinesischen Geheimdienstes gewesen (WSZ berichtete). Emails, die er an Bürger schickte, die bei ihm um Hilfe nachsuchten, unterschrieb er regelmäßig mit „Major a.D.“. Hilfegesuche beantwortete er gern mit dem Satz „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht.“
Man ist geneigt zu meinen, der alte Mann wird langsam senil. Am besten wäre es, ihn in Ruhe zu lassen und auf seine Einfältigkeiten nicht weiter zu reagieren. Das wäre jedoch fatal, denn der Mann ist nicht senil, sondern gefährlich. Gerade aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung wird ihm mehr Glauben geschenkt als den meisten anderen Menschen. Das nutzt Böttger weidlich aus. Um das zu verstehen, muss man sich näher mit der Materie befassen. Eine Fortsetzung dieses Artikels ist deshalb in Arbeit...
Foto: Metodi Popow

Schlaglöcher und Brücken

Westsachsen/Zwickau/Werdau.-
Im ersten Teil über den GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto) haben wir zu seiner öffentlich zugängliche Biografie geschrieben. Liest sich aber auch toll: Physikstudent an der Uni Dresden, kirchliche Friedensarbeit später Mitglied im Sächsischen Landtag und von 2001 bis 2010 Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). Doch genau an dieser Stelle kommt die Lobhudelei zum Stocken. Mehrere ernstzunehmende Informanten berichten inzwischen übereinstimmend darüber, dass während dieser Zeit ihre Akten verloren gegangen seien. Eine Antragstellerin bekam zunächst einige Unterlagen mit dem Hinweis ausgehändigt, dass sie in ein paar Jahren nochmals nachfragen solle, da man immer wieder neue Schriftstücke finden würde. Als sie sich 2008 erneut erkundigte bekam sie die Auskunft, man könne unter ihrem Namen keinerlei Vorgang finden. Wie kann das sein? Wir haben Martin Böttger dazu befragt und folgende Auskunft bekommen: „Dieser Mann ist gefährlich - für die WSZ“. Damit bezog sich Böttger auf den Artikel mit der Überschrift „Senil oder gefährlich?“ und ist wohl der Meinung, diese Serie damit stoppen zu können. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist offensichtlich nicht gewollt.
Statt dessen frohlockt der 74-Jährige auf seinem Facebook-Profil darüber, eine Einstweilige Verfügung gegen die WSZ erwirkt zu haben. Diese bezieht sich auf den Artikel vom Dezember 2021 mit dem Titel „Einladung zum Gespräch: Gastgeber scheint völlig unvorbereitet“. Die beanstandete Passage haben wir bis zur Klärung des Sachverhalts vorübergehend gestrichen.
Martin Böttger ist in seiner Funktion als GRÜNEN-Politiker und Stadtrat umfassend über den Millionenbetrug der Sparkasse Zwickau informiert. Er weiß, dass die Zwickauer Justiz im Schulterschluss mit der Stadtspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Seine Meinung dazu ist ernüchternd: „Ich habe wichtigeres zu tun, kümmere mich gerade um Schlaglöcher und marode Brücken“. Was der umtriebige Stadtrat dabei geflissentlich verschweigt ist die Tatsache, dass diese Probleme mit dem durch die Sparkasse verzockten Geld hätten gelöst werden können. Die Zwickauer werden sich daran erinnern und bedanken, wenn sie demnächst wieder mit dem Auto unterwegs sind.

Der Heizer in der Moritzkirche

Westsachsen/Zwickau.-
 Auf die beiden ersten Teile zum umstrittenen GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto während einer Beobachtungsmission) „Senil oder gefährlich“ sowie „Schlaglöcher und Brücken“ gab es teils heftige Reaktionen. Deshalb werden wir es zunächst bei diesem dritten Teil bewenden lassen. Heute geht es darum, welche Aufgabe Böttger kurz vor der Wende in der Moritzkirche hatte. Darüber gibt es unterschiedliche Berichte von Zeitzeugen. Einige sagen, der vermeintliche „Bürgerrechtler“ hätte sich um ausreisewillige Gemeindemittglieder gekümmert. Andere geben an, ihn mit einer weiteren männlichen Person des nachts mitunter gesehen zu haben, wie er im Heizungskeller verschwand. Was die Frage aufwirft: Was hatte Martin Böttger Ende der 1980er Jahre zu verbrennen? Selbstverständlich haben wir ihn mit dieser Frage konfrontiert. Seine Antwort darauf: „Erst wenn Sie nachweisen, dass Sie wirklich Presse sind, beantworte ich Ihre Frage“. Will heißen, nur systemtreue Medien bekommen von ihm seine Version der Geschichte in den Notizblock diktiert.
Weitere Fragen, die sich seit dem Auffliegen des ehemaligen Zwickauer SED-Kreissekretärs und späteren Finanzbürgermeisters Bernd Meyer aufdrängen, haben wir ebenfalls an den selbst ernannten Stasi-Jäger Martin Böttger gestellt: Wie konnte dieser Mann unter Ihrer Aufsicht im Stadtrat unbehelligt zum Bürgermeister aufsteigen und jahrelang agieren? Sie hätten doch ach und weh schreien müssen, als Ihnen dessen Vergangenheit bekannt wurde. Oder hatten Sie bereits vor der Wende Kontakt zu ihm? Sie verkehrten regelmäßig in den Kreisen des MfS, wie Sie selbst immer wieder erzählen. Welche Funktion hatten Sie damals inne? Mit der Aufarbeitung der SED- und Stasivergangenheit nehmen Sie es offensichtlich nicht besonders ernst. Oder spekulieren Sie selbst auf ein weiteres Bäumchen zu Ehren eines Stasi-Mitarbeiters?
Selbstverständlich erwarten wir auch hierauf keine Antwort, da Herr Böttger nur auf „wirkliche Presse“ reagiert. Aber vielleicht findet sich unter unserer geschätzten Leserschaft der/die eine oder andere Interessierte, der/die sich darum kümmern möchte...

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28 Januar 2022

Bahnverbindungen: Oberbürgermeister drängen auf Entscheidung

Westsachsen/Zwickau.-
 Seit über einem Jahr stehen die Ergebnisse der Vorplanungen für die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Nürnberg – Marktredwitz fest. Doch seither stockt die Planung, weil die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens durch Planungsanpassungen hergestellt werden muss.
Die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes drängen in ihrer heutigen Sitzung in Hof auf die rasche Weiterplanung. „Neben Kosteneinsparungen ist es der gestiegene Nutzen, der bei der Wirtschaftlichkeit weiterhilft. Mit einem fundierten Fachgutachten konnten wir bereits der alten Bundesregierung aufzeigen, dass aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa die Bedeutung dieser Bahnstrecke überdurchschnittlich erhöhen“, erinnert Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Das betrifft vor allem Branchen, die zunehmend auf CO2-reduzierte Gütertransporte angewiesen sind wie die Automobil- oder Chemieindustrie.
„VW Sachsen transportiert auf der Bahn kein Elektroauto aus Zwickau nach Süden – mangels leistungsfähiger Transportangebote“, ergänzt die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt. „Wir brauchen dringend den elektrischen Lückenschluss nach Nürnberg, um die Industrieregion Südwestsachsen auf direktem Weg mit Bayern, Baden-Württemberg, der Schweiz und Südwesteuropa zu verbinden“, argumentiert der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze. Kräftigen Rückenwind erfährt die Franken-Sachsen-Magistrale durch den Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Bundesregierung, wo sie „zu den acht vordringlichsten Ausbaustrecken in Deutschland gezählt“ wird, wie Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner bemerkt.
Referenzregion für modernsten Schienenverkehr Dringenden Handlungsbedarf sehen die Oberbürgermeister auch beim Personenverkehr. In Nordost- und Ostbayern droht eine großflächige massive Verschlechterung, wenn der Expressverkehr nicht mehr mit Neigetechnik fährt. Die jetzigen Dieseltriebwagen werden spätestens 2032 außer Dienst gestellt. „Dann benötigen wir ein elektrisches Neigetechnik-Hybridfahrzeug, welches seinen Strom vom Fahrdraht und aus Batterien bezieht“, so Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.
Weil die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale 2032 wohl noch nicht fertig gestellt sein wird und andere Strecken wie die Oberfranken-Achse vorerst ohne Fahrdraht verbleiben, ist ein Neigetechnik-Hybridfahrzeug die langfristige Lösung für die kurvenreichen Mittelgebirgsstrecken. Die Industrie steht bereits seit 2018 für die Entwicklung bereit, es fehlt allein die Bestellung durch den Freistaat Bayern. „Diese muss bald erfolgen. Sonst bleibt für die Entwicklung und Erprobung nicht genügend Zeit“, warnt Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz.
Die Oberbürgermeister sind in diesem Punkt besonders sensibilisiert. Der für die Franken-Sachsen-Magistrale neu entwickelte ICE TD wurde 2001 mit mehreren Jahren Verspätung aufs Gleis gestellt – mit reichlich Kinderkrankheiten. „Damit sich dies nicht wiederholt, appellieren wir an den Freistaat Bayern, rechtzeitig Neigetechnik-Hybridfahrzeuge zu bestellen. Dann kann Nordostbayern wieder zur Referenzregion für modernsten Schienenverkehr auf Nebenhauptstrecken avancieren, was mit der Einführung der Neigetechnik 1992 bereits einmal galt. Wir sind bereit, sofort mit dem Freistaat Bayern dieses Zukunftskonzept für den Bahnverkehr zu konkretisieren“, betonen die oberfränkischen OBs Eva Döhla, Thomas Ebersberger und Oliver Weigel.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Stadtratssitzung Zwickau: Bewaffnete Polizei hält Zuschauer in Schach

Westsachsen/Zwickau.-
Im Vorfeld der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag, die von der Stadtspitze wieder einmal in den Ballsaal „Neue Welt“ verlegt wurde, sorgte bereits im Vorfeld die abgesagte Einwohnerfragestunde für großen Verdruss bei zahlreichen politisch interessierten und engagierten Zwickauern (WSZ berichtete). Offensichtlich waren nicht zuletzt die brennenden Fragen rund um die Corona-Kahlschlagpolitik der sächsischen Landesregierung, die von Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf der kommunalen Ebene mit besonders großem Eifer durchgepeitscht wird, der Grund für diesen General-Maulkorb. Der angebliche Seuchenschutz diente der Oberbürgermeisterin einmal mehr als Vorwand, eventuelle kritische Stimmen bereits im Keim zu ersticken. Aufgrund der „Seuchengefahr“, so die Argumentation der Stadtchefin, müsse man die Stadtratssitzung so kurz wie möglich halten. Dies zeigt nur zu deutlich, dass man Wortmeldungen, Anregungen und Kritik von Bürgern nicht als wichtig, sondern stattdessen gar für lästig oder störend hält. Für wichtig befand Constance Arndt stattdessen das Verteilen von Origami-Schwänchen an die anwesenden Stadträte, die übliche Selbstbeweihräucherung der Stadtspitze und das gegenseitige Beschenken mit Blumen (Foto: Geburtstagsblumen an den SPD-Stadtrat und VW-Betriebsrat Henry Sippel, vormals SED). Hierbei schien die angebliche „Seuchengefahr" erstaunlicherweise keinerlei Zeitdruck zu erzeugen.
Für Verwunderung bei den Gästen, die eigens für ihre Anwesenheit auf der Zuschauertribüne zu einem tagesaktuellen Corona-Test genötigt wurden, sorgte auch die Tatsache, dass sie während der gesamten Veranstaltung argwöhnisch von zahlreichen Einsatzkräften der Polizeibehörde beäugt wurden. Diese traten in Kampfmontur gekleidet und mit Knüppel, Handschellen und Pfefferspray bewaffnet, äußerst autoritär auf.
Für ungläubiges Kopfschütteln sorgte zudem die aktuelle Neuerung, die sich die Zwickauer Stadtspitze offenbar ausgedacht hat, um kritische Öffentlichkeit noch wirksamer als bisher abzuschrecken. Ab jetzt sind nur noch ganze zehn Personen als Zuschauer bei den Stadtratssitzungen zugelassen. Die Plätze dafür sollen ausgelost werden. Wie bei jeder Tombola ist der Rechtsweg dabei natürlich ausgeschlossen. Es dürfte also niemanden verwundern, wenn diese Muppet-Show in Zukunft ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte. Das ist umso bedenklicher, da auf Geheiß der Oberbürgermeisterin nur noch tendenziell unkritische Journalisten zugelassen werden und zudem ein striktes Foto-, Video- und Audio-Verbot während der Sitzungen herrscht. Der einzige dafür autorisierte Fernsehsender, Westsachsen TV, sendete gestern bezeichnenderweise erstmalig auch nur eine geschnittene Fassung der Stadtratssitzung.
Ein gestern „aus Platzgründen“ abgewiesener Zwickauer äußerte sich wie folgt: „Aus gutem Grund ist es gesetzlich festgelegt, dass Stadtratssitzungen öffentlich zu sein haben. Dies scheint der Oberbürgermeisterin offensichtlich ein Dorn im Auge zu sein. Stellt sich die Frage, ob das, was da hinter quasi verschlossenen Türen ausgeheckt wird, dann überhaupt noch legal ist. Ich habe da so meine Zweifel. In Zukunft wird man wohl andere Wege finden müssen, sich Gehör zu verschaffen“. Vermutlich hat dieser Mann recht.

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Rot-Kreuzler aus Westsachsen leisten auch weiter Hilfe im Ahrtal

Rheinland-Pfalz/Ahrtal/Westsachsen/Werdau.-
Ein halbes Jahr ist es nun her, dass mehrere Mitglieder der DRK- Wasserwacht Koberbachtalsperre im Einsatz nach den verheerenden Sturzfluten im Ahrtal in Rheinland-Pfalz waren. Geblieben sind nicht nur Eindrücke und Erinnerungen, sondern auch vielfältiges, nachhaltiges Engagement.
Gleich zweimal rückte im Juli 2021 Philipp Buchta aus: Erst als Logistiker für ein Team sächsischer Helfer der psychosozialen Notfallversorgung, wenig später noch einmal, um gemeinsam mit weiteren Wasserwächtern den Betrieb eines Verpflegungsplatzes zu unterstützen. Beide Einsätze wirken bis heute nach. Denn neben der gesammelten Erfahrung sind auch neue Freundschaften entstanden. Gemeinsam mit Lebenspartnerin Sarah Spath, die ebenfalls im DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. aktiv ist, initiierte er ein Spendenprojekt für betroffene Weingüter in Bad Neuenahr und Rech. Insgesamt sind allein durch diese Initiative knapp 3.000 Euro zusammengekommen.
Auch ein von Kindern getragenes Projekt entfaltet bis zum heutigen Tag seine Wirkung: Im Rahmen eines Jugendrotkreuz-Lagers an der Koberbachtalsperre im vergangenen Sommer war André Kleber eingeladen, um von den Eindrücken im Katastrophengebiet zu berichten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bastelten damals gemeinsam mit ihren Betreuern kleine „Mutmacherkugeln“, die ebenfalls über die DRK-Wasserwacht ihren Weg in die betroffenen Gebiete fanden. Dort werden die kleinen Geschenke, in denen sich auch persönliche Botschaften und kleine Schutzengel befinden, bei der noch immer andauernden psychologischen Betreuung von Betroffenen verwendet – mit positiver Resonanz!
„Bei all unseren Telefonaten aber auch den persönlichen Besuchen vor Ort erleben wir große Dankbarkeit. Es ist schön zu sehen, dass diese vergleichsweise kleine aber sehr herzliche Unterstützung ankommt, unser Einsatz von Anfang an nachhaltig war“, berichtet Philipp Buchta. Der 23-Jährige hat durch sein ehrenamtliches Engagement mittlerweile auch hauptamtlich ins Rote Kreuz gefunden.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Neue Gemäldeausstellung: „Ein Spaziergang durch Waldenburg“

Westsachsen/Waldenburg.-
Nach der erfolgreichen Ausstellung „Tatort Dali – Original und Fälschung“, folgen nun regionale Werke von Helmut Weller aus Glauchau. Von Februar bis März 2022 darf im Souterrain von Schloss Waldenburg eine Sonderausstellung mit Ölgemälden, Holzschnitten, Linolschnitten und plastischer Keramik des ortsansässigen Künstlers bestaunt werden.
Besucher des Schlosses haben die Möglichkeit, einen wetterunabhängigen Rundgang durch den Grünfelder Park und durch die Stadt Waldenburg zu erleben. Vom „Tor der Naturfreunde" bis zur „Glänzelmühle in früherer Zeit" wird man in die Architektur und Natur des schönen englischen Landschaftsparks und der Umgebung entführt. Auch alte Ansichten von Waldenburg, die schon längst der Vergangenheit angehören, findet man wieder in Öl und Farbe.
Besonders Waldenburger oder ehemalige Waldenburger wird diese Kollektion an Bildern interessieren. Fragt man Helmut Weller zu seinen Werken, dann sprudelt es regelrecht hervor und man erfährt vieles aus alter Zeit. Schon deshalb gibt es am 06. Februar zu zwei Zeiten (11:30 Uhr und 14:30 Uhr) eine Führung durch die Sonderausstellung. Buchen kann man diese bereits online. Zur Bezahlung kann unter anderem das Zahlungssystem PayPal genutzt werden. Die Eintrittskarten mit QR-Code erhält man per E-Mail oder auch auf das eigene Smartphone. Eine große Erleichterung für Besucher und Schloss. Aber natürlich kann man die Karten auch auf altbewährte Weise an der Kasse von Schloss Waldenburg erwerben. Preis: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.
Der noch heute an Fassaden künstlerisch tätige Maler Helmut Weller kann guten Gewissens als Naturtalent bezeichnet werden. Bereits im Kindesalter begeisterte ihn die Kunst in Form von Kohlemalerei, Aquarellmalerei und Karikaturen. In seiner Jugend lernte er bei namenhaften Künstlern wie Johannes Feige, Gottfried Püschel aus Glauchau oder Heinz Tetzner aus Gersdorf. Auch dem Zeichenzirkel Waldenburg gehörte er seit seiner Jugend an. Weller war seit vielen Jahren Malermeister mit eigenem Geschäft und hatte 2019 sein 50-jähriges Jubiläum. Eines seiner Kunstwerke ist an einer Hausfassade im Areal des Stausee Oberwald in Callenberg zu bestaunen, es handelt sich um eine kunstvolle Darstellung des Eingangsportals des Schlosses Waldenburg.
Ab 3. Februar ist die Ausstellung geöffnet und kann im Rahmen der Dauerausstellungen von Schloss Waldenburg angesehen werden. Der Preis beträgt 4 Euro pro Erwachsenen, ermäßigt 3 Euro. Möchte man die historischen Räume des Schlossen mit besichtigen, beläuft sich der Preis auf 8 Euro pro Erwachsenen und 6 Euro für den ermäßigten Eintritt.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg

GRÜNEN-Stadtrat auf Abwegen / Teil 3: Der Heizer in der Moritzkirche

Westsachsen/Zwickau.-
 Auf die beiden ersten Teile zum umstrittenen GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto während einer Beobachtungsmission) „Senil oder gefährlich“ sowie „Schlaglöcher und Brücken“ gab es teils heftige Reaktionen. Deshalb werden wir es zunächst bei diesem dritten Teil bewenden lassen. Heute geht es darum, welche Aufgabe Böttger kurz vor der Wende in der Moritzkirche hatte. Darüber gibt es unterschiedliche Berichte von Zeitzeugen. Einige sagen, der vermeintliche „Bürgerrechtler“ hätte sich um ausreisewillige Gemeindemittglieder gekümmert. Andere geben an, ihn mit einer weiteren männlichen Person des nachts mitunter gesehen zu haben, wie er im Heizungskeller verschwand. Was die Frage aufwirft: Was hatte Martin Böttger Ende der 1980er Jahre zu verbrennen? Selbstverständlich haben wir ihn mit dieser Frage konfrontiert. Seine Antwort darauf: „Erst wenn Sie nachweisen, dass Sie wirklich Presse sind, beantworte ich Ihre Frage“. Will heißen, nur systemtreue Medien bekommen von ihm seine Version der Geschichte in den Notizblock diktiert.
Weitere Fragen, die sich seit dem Auffliegen des ehemaligen Zwickauer SED-Kreissekretärs und späteren Finanzbürgermeisters Bernd Meyer aufdrängen, haben wir ebenfalls an den selbst ernannten Stasi-Jäger Martin Böttger gestellt: Wie konnte dieser Mann unter Ihrer Aufsicht im Stadtrat unbehelligt zum Bürgermeister aufsteigen und jahrelang agieren? Sie hätten doch ach und weh schreien müssen, als Ihnen dessen Vergangenheit bekannt wurde. Oder hatten Sie bereits vor der Wende Kontakt zu ihm? Sie verkehrten regelmäßig in den Kreisen des MfS, wie Sie selbst immer wieder erzählen. Welche Funktion hatten Sie damals inne? Mit der Aufarbeitung der SED- und Stasivergangenheit nehmen Sie es offensichtlich nicht besonders ernst. Oder spekulieren Sie selbst auf ein weiteres Bäumchen zu Ehren eines Stasi-Mitarbeiters?
Selbstverständlich erwarten wir auch hierauf keine Antwort, da Herr Böttger nur auf „wirkliche Presse“ reagiert. Aber vielleicht findet sich unter unserer geschätzten Leserschaft der/die eine oder andere Interessierte, der/die sich darum kümmern möchte...

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27 Januar 2022

Stadtratssitzung Zwickau: Bürgerfragestunde erneut gestrichen

Westsachsen/Zwickau.-
Die Bürgerfragestunde in der Stadtratssitzung fällt heute aus. Die Absage kam kurz vor der Angst. Antje Falk ist fassungslos: „Ich bin echt wütend! Bewegung Zwickau hat am Montag zum 50. Mal zum öffentlichen und friedlichen Diskurs aufgerufen. Da hat sich die Arndt lieber versteckt (WSZ berichtete). Und jetzt werden schon ,öffentliche' Sitzungen hinter zugenagelter Tür abgehalten? Die müssen ja echt viel zu verbergen haben“.
Tatsächlich taucht der Tagesordnungspunkt „Bürgerfragestunde“ auf der aktuellen Tagesordnung nicht mehr auf. Angeblich wegen der angespannten Corona-Lage. „Gestern hab ich noch im Bürgerservice angerufen und nach den Zugangsregeln gefragt. Hab nett Auskunft bekommen. Auch, dass mein mitgebrachtes Kind keinen Test braucht. Sitzplätze gäbe es sicher genug und so weiter... Heute heißt es plötzlich, dass maximal zehn schweigende Gästen anwesend sein dürfen“, beschwert sich die Zwickauerin.
Eigentlich wollte sie mit weiteren Mitstreitern heute den offenen Brief vom 1. Dezember 2021 an die Oberbürgermeisterin überreichen, in dem die Einwohner und Wähler den Zwickauer Stadtrat um Antworten auf generelle Fragen zur Corona-Politik bitten. Das fällt nun aus. Genauso wie die Beantwortung der Frage nach Glascontainern in Niederplanitz, die für ältere Bürger unerreichbar sind, nach einer 30er Zone in der Leipziger Straße oder nach dem geplanten Alpaka-Streichelzoo im Marienthaler Knast. Für letzteres sieht Oberbürgermeisterin Constance Arndt höheren Bedarf als für die Anschaffung von Luftfiltern in Schulen, damit die Kinder ohne Masken lernen können.
Die Stadtratssitzung beginnt um 16 Uhr in der „Neuen Welt“, Leipziger Straße 182.

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DDR-Fußballarchive geöffnet: Anstoß für die Oberliga der 80er Jahre

Westsachsen/Dresden/Chemnitz/Aue/Zwickau.- Erinnert Ihr Euch noch? Unter diesem Motto bietet die neue Webseite www.panoramadigital.de eine einzigartige Erlebniswelt über das komplette Spielfeld der Fernsehberichterstattung zum DDR-Vereinsfußball der 80er Jahre. Erstmals seit mehr als 30 Jahren können Fans hier Fernsehmaterial ihres Vereins, ihrer Idole und die bunte Fankultur der DDR-Oberliga erleben. Exklusiv erhältlich sind auf dieser Webseite vereinsspezifische DVDs der Serie „Unsere Oberliga - Unser Verein“ der größten 17 Oberliga-Vereine über die Wettbewerbe der DDR-Oberliga, des FDGB-Pokal und der Europapokal-Heimspiele der Saisons 1979/80 bis 1988/89.
In dieser Zeit gab es im Kampf um internationale Startplätze und den Verbleib in der DDR-Oberliga ebenso Straßenfeger wie bei spannenden Derbys oder unvergesslichen Europapokalnächten. Viele Fans fieberten im Stadion, am Radio oder Fernsehen mit ihren Vereinen. Diese Erinnerungen werden auf der neuen Webseite angereichert um eine liebevolle Sammlung emotionaler Details. So können Fans u.a. erleben, wie Hans-Jürgen Dörner, Hans-Ulrich Grapenthin, Rene Müller, Rüdiger Schnuphase, Joachim Streich und Andreas Thom zu Fußballern des Jahres gewählt oder Frieder Andrich, Jürgen Bähringer, Jürgen Heun, Rainer Jahros und Eberhard Janotta ebenso wie Harald Mothes, Jens Pfahl, Petrik Sander, Olaf Seier, Joachim Schykowski, Andreas Wagenhaus und Matthias Weiß zu Helden ihrer Vereinsfarben wurden.
Die Jungs von Panorama digital nehmen als offizieller Lizenzpartner der rbb Media GmbH offensiv die seinerzeit sehr innovative Gestaltung des „Fußball-Panorama“ des ehemaligen DDR-Fernsehens als Spielfaden auf und sehen ihre Webseite dabei als emotionales Sprachrohr für Fans, die seit ihrer Kindheit ihren Verein leidenschaftlich und stolz begleiten, sich gerne erinnern und die Klassiker mit Begeisterung wieder erleben möchten. Sie stellen den Fußball und die Fankultur in den Mittelpunkt, wollen Webseite und DVDs jeweils zu einem Spitzenspiel für Fans gestalten und so eine einzigartige Zeitreise durch den DDR-Fussball mit viel Liebe im Detail ermöglichen. Beide Geschäftsführer von Panorama digital sind sich einig: „Endlich gibt es die DDR-Oberliga wieder zu sehen. Detailreich aber kompakt, ein Vergnügen für alle Freunde des Ost-Fußballs.“
Übrigens: Neben der Webseite ist Panorama digital auch auf den Kanälen YouTube, Instagram und Facebook auf Sendung. Alle Fußball-Fans können sehr gespannt auf die Inhalte sein.

26 Januar 2022

Bücherschrank in der Krümelkiste: Stöbern, schmökern, tauschen

Westsachsen/Zwickau.-
Kinder lieben es, Bücher anzuschauen, sich vorlesen zu lassen oder Geschichten nachzuspielen. Bücher laden zum Träumen, Lernen, Schauen und Staunen ein. Gemütliche Vorlesestunden gehören zu den schönsten Erinnerungen der Kindheit. Doch wohin damit, wenn Bücher ausgelesen oder die Kids „rausgewachsen“ sind?
Das haben sich auch die Kinder und Erzieherinnen in der Kita „Krümelkiste“ in Pölbitz gefragt und ein neues Projekt ins Leben gerufen: den offenen „Bücherschrank für ALLE“. Ganz so neu ist die Idee allerdings nicht. „Dazu inspiriert haben uns die Büchertauschzellen im Stadtzentrum.“ erklärt Cindy Lorenz, Erzieherin der Kita-Gruppe „Rasselbande“ und Initiatorin der Aktion. „Unsere Kinder schätzen die Bücher und wollen auch andere daran teilhaben lassen. Bücher sind ein wertvolles Gut und viel zu schade zum Wegwerfen. Gut erhaltene Bücher sollen weiterleben und können Freude stiften. Mit diesem Gedanken der Nachhaltigkeit entstand die Projektidee vom offenen Bücherschrank direkt in unserer Kita. Das Projekt schont außerdem den Geldbeutel der Familien und die Umwelt. Auch das möchten wir mit unserem Angebot vermitteln.“ so Lorenz.
Ein geeigneter Schrank fürs Bücherprojekt konnte schnell gefunden werden. Der ausrangierte und von der „Rasselbande“ bemalte Stahlschrank steht bereits im Haus und wird schon rege genutzt. Jedes gut erhaltene Buch ist willkommen. „Wir freuen uns vor allem über Kinderbücher, aber es darf durchaus auch Lektüre für Erwachsene sein.“ wirbt Lorenz. Die Bücher können abgegeben, kostenlos mitgenommen, gelesen und zurückgebracht oder auch gegen andere Bücher eingetauscht werden – ganz ohne Leihfristen oder sonstige Bestimmungen.
Der Bücherschrank befindet sich aktuell im (inneren) Eingangsbereich der Kita. Dort steht er vor Regen und Schnee geschützt. Im Frühling soll er vor der Kita in der Stephan-Roth-Straße 14/16 seinen Platz finden. Dann erhalten auch Anwohner und Spaziergänger die Möglichkeit, ausgelesene Bücher abzugeben und/oder gegen andere auszutauschen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 Januar 2022

Freiheitsspaziergang: Zwickaus Oberbürgermeisterin versteckt sich

Westsachsen/Zwickau.- Der Freiheitsspaziergang am vergangenen Montagabend in Zwickau wurde erneut zu einem viel beachteten Ereignis. Ein weiteres Mal in Folge stieg die Teilnehmerzahl auf ein neues Rekordhoch. Weit mehr als 2.000 Menschen folgten dem Aufruf und setzten ein deutliches Zeichen gegen die immer heftiger werdende Corona-Diktatur, die auch in Zwickau immer hässlichere Wunden in Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur reißt.
Nach ergreifenden Reden, in denen klar und unmissverständlich Stellung gegen den politischen Impf- und Kontrollzwang, aber auch gegen die verlogene Berichterstattung der Systemmedien (hier sticht das regierungsnahe Regionalblatt „Freie“ Presse besonders negativ hervor), zog der nicht enden wollende Protestzug durch die Innenstadt, über den Dr.-Friedrichs-Ring, die Katharinenstraße und zurück zum Hauptmarkt. Hier wurde noch einmal in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass Freiheit keine Verhandlungssache ist.
Die Teilnehmerzahlen wurden von offizieller Seite ein weiteres Mal deutlich nach unten korrigiert (diesmal 950). Dies liegt zum einen daran, dass man den stetig wachsenden Protest gegen die Zwangsmaßnahmen unter dem Deckmantel des Seuchenschutzes nur zu gerne marginalisieren möchte, andererseits wäre man nach aktuellem Erlass der Kretschmer-Regierung, die Protestzüge weiterhin auf 1.000 Teilnehmer zu begrenzen, eigentlich gezwungen, die Veranstaltung aufzulösen. Dieses wiederum ist aufgrund der fehlenden Ressourcen bei der sächsischen Polizei gegenüber den Massenprotesten nicht möglich. Aus diesem Grund wurde die bisherige Offensivtaktik der Polizei, bei der es immer wieder zu brutalen Übergriffen seitens der Uniformierten kam, schließlich erst vor wenigen Wochen aufgegeben.
Auch für das staatlich finanzierte linksextreme Antifa-Milieu, das gestern nach den demütigenden Misserfolgen der vergangenen Wochen seinen „Gegenprotest“ ganz aufgab, und das politische Establishment stellt die „kreative Zählweise“ bei den Teilnehmerzahlen ein wohl nur schwer zu lösendes Problem dar: einerseits möchte man auch weiterhin so agitieren, als ob die Massenproteste von „kleinen Minderheiten“ kämen. Im Widerspruch dazu möchte man andererseits ein möglichst bedeutendes Feindbild konstruieren, dessen ständige Bekämpfung alle Formen staatlicher Repression rechtfertigt und gleichzeitig einmal mehr die Taschen staatsnaher Vereine füllt. In Zwickau sei hierfür beispielhaft die geschmacklose Plakatpropaganda genannt, in der Gegner der Corona-Zwangsmaßnahmen mit Tiervergleichen entmenschlicht werden und auf denen gleichzeitig gepredigt wird, es gebe „keine Diktatur“. Nebenbei beleidigt man auf diesen Plakaten auch alkoholkranke Menschen mit widerlichen Witzen über Leberwerte, alles großzügig finanziert aus Steuergeldern. Eine Art der Volksbeschimpfung, die selbst bei Befürwortern der Corona-Maßnahmen Abscheu erzeugt.
Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ), die diese hässliche Propaganda-Aktion maßgeblich forciert und deren Machern Fördergeld zuschanzt, zeigte ihre Volksverachtung am Montagabend ein weiteres Mal damit, dass sie während der Veranstaltung die Beleuchtung des Rathauses ausschalten ließ. Ihrem Interesse tat dies jedoch offensichtlich keinen Abbruch, da sie das Geschehen auf dem Hauptmarkt, versteckt hinter der Balkonbrüstung des Rathauses, aufmerksam mitverfolgte. Ihre Einflüsterer hatten es diesmal offenbar versäumt, sie darauf hinzuweisen, dass sie auch das Licht in ihrem Büro hätte löschen sollen, um beim Lauschen unbemerkt zu bleiben.
Gleichzeitig zum Freiheitsspaziergang in Zwickau fanden erneut auch Spaziergänge in Werdau, Crimmitschau, Glauchau und erstmalig auch in Wilkau-Haßlau statt. Die neue Massenbewegung, die mittlerweile in ganz Deutschland Fuß gefasst hat, lässt sich nicht mehr aufhalten.

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Tipp der Woche: Star-Comedian Rüdiger Hoffmann in Bestform

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 6. Februar gastiert der Star-Comedian Rüdiger Hoffmann um 19 Uhr mit seinem aktuellen Best-of-Programm im König Albert Theater Bad Elster. Der »Gottvater der deutschen Comedy« gehört seit Jahrzehnten zu den absoluten Top-Künstlern der Szene. Jetzt bietet der Paderborner allen Fans guter Comedy erstmals die geballte Ladung: mit einem prallvollen Best-of seines Schaffens. Der »Entdecker der Langsamkeit« präsentiert zwei Stunden lang ein legendäres Comedy-Highlight nach dem anderen. Mit dabei natürlich seine beliebten Figuren wie Malte, Birte und Olaf und viele andere. Der gesamte hochkomische Kosmos von Rüdiger Hoffmann an einem einzigen Abend: Mehr geht nicht! Na hallo erstmal…
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Verletzte Polizistin: Zweifel an der Version der Stadtverwaltung

Westsachsen/Zwickau.-
Im Fall der verletzten Polizistin am Rande eines Freiheitsspazierganges (WSZ berichtete) gibt es neue Erkenntnisse. Ein Polizist, der offensichtlich bei dem Einsatz dabei war, sagt: „Stadtrat Sven Georgi hat keine Kollegin geschlagen.“ Die Teamleitung und die Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto/BfZ) hätten es so aussehen lassen, weil sie den unbequemen Stadtrat los haben wollen. Deshalb würden sie ihn auch gerade mit Internetbeiträgen provozieren wie: „Wer kommt als nächstes auf den freien Stuhl“. Eine diesbezügliche Anfrage im Büro der Oberbürgermeisterin blieb bisher unbeantwortet.
Sven Georgi selbst bereitet sich auf ein eventuelles Verfahren vor. Je nach Ausgang könne er auch weitere Zeugen und Beweise benennen, sagt er.

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24 Januar 2022

Persönliche Dokumente aus dem Vorlass von Bernd-Lutz Lange

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.-
Was verbindet die beiden Städte Zwickau und Leipzig miteinander? Geografisch gesehen ein Großteil der B93, aber auch ganz konkret in einer Person: Bernd-Lutz Lange. Der älteren Generation muss Bernd-Lutz Lange sicher gar nicht erst vorgestellt werden. Für die Jüngeren: Der in der Oberlausitz geborene, in Zwickau aufgewachsene (aber leider nicht hier gebliebene) Autor, Kabarettist und maßgeblicher Akteur der Friedlichen Revolution 1989 lebt heute in Leipzig, hat seine Bindungen an Zwickau jedoch niemals verloren und ist regelmäßiger Besucher der Stadt.
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls und dem damit verbundenen Entstehen einer zeitgeschichtlichen Dokumentation gab es im Jahr 2019 eine engere Zusammenarbeit des Stadtarchivs Zwickau mit Bernd-Lutz Lange. Es ist eine der wesentlichen Aufgaben eines Stadtarchivs, sich um Dokumente bedeutender Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zu bemühen, sofern diese einen Bezug zur Stadt aufweisen. Anspruch ist, die amtliche Überlieferung zu ergänzen und den nachfolgenden Generationen ein möglichst umfassendes Bild von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur der Gegenwart zu vermitteln.
Das Stadtarchiv schätzt sich daher glücklich, dass Bernd-Lutz Lange kürzlich im Rahmen eines sogenannten Vorlasses entschieden hat, persönliche Unterlagen an das Stadtarchiv Zwickau zu übergeben. Diese umfassen vorwiegend Leserbriefe und Rezensionen zu seinem Buch „Magermilch und lange Strümpfe“, unter anderem von der Familie Schocken aus Jerusalem sowie Zeitungsartikel, Postkarten, Fotos, Bücher und vieles mehr.
Nun ist es die Aufgabe der Zwickauer Archivarinnen und Archivare, diese Unterlagen zu sichten, aufzubereiten, in Datenbanken zu erfassen und damit später für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Revolution in Zwickau: „Virtuelle Klinik“ unterstützt Parkinson-Patienten

Westsachsen/Zwickau.-
Das Verfahren ist eine kleine Revolution: Als eine der ersten Neurochirurgien in Deutschland setzt die Paracelsus Klinik Zwickau eine „Virtuelle Klinik“ auf dem iPod zur Fernsteuerung von Hirn-Implantaten ein. Das neue System unterstützt die Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, Essentiellem Tremor, Dystonie oder Tourett-Syndrom und ist eine innovative Weiterentwicklung der Tiefen Hirnstimulation zum Ausgleich krankhafter Signalstörungen im Gehirn mittels elektrischer Impulse. Unabhängig von ihrem Standort können Arzt und Patient mit dem System über eine App via iPod, iPhone oder iPad miteinander kommunizieren und per sicherem Zugriff die Einstellungen des Implantats in Echtzeit vornehmen. Patienten profitieren dabei vor allem von der neu gewonnenen Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit.
„Das neue System erweitert die Methode der Tiefen Hirnstimulation (THS), die bereits seit den 1990er Jahren erfolgreich eingesetzt wird”, erklärt Prof. Dr. François Alesch, Leiter des Departments Neuromodulation der Abteilung Neurochirurgie an der Paracelsus Klinik Zwickau. „Mit einer minimalinvasiven Operation werden dabei den Patienten feine Elektroden im Gehirn platziert, um ein genau umschriebenes Zielgebiet elektrisch zu stimulieren. So werden krankhafte Signalveränderungen, die eine normale Hirnfunktion stören, beseitigt und die Beschwerden der Patienten deutlich gebessert.” Während früher Patienten immer wieder zu Einstellungen der so genannten Neuromodulation in eine Klinik kommen mussten, ist das mit dem jetzt neu zugelassenen System „NeuroSphere Virtual Clinic” des amerikanischen Herstellers Abbott deutlich weniger notwendig. Die Patienten können sogar mit einer eigenen Patienten-App bis zu einem gewissen Grad selbstständig Änderungen an den Einstellungen ihres implantierten Impulsgebers vornehmen. Grundlegende Einstellungen und Überprüfungen übernimmt via Fernzugriff der Arzt aus der Klinik über eine sichere Cloud- und Bluetooth-basierte Anwendung. Dabei stehen Arzt und Patient via Videokommunikation im direkten Austausch. Beschleunigt wurde die Entwicklung der neuen Technik vor allem durch die Covid-19-Pandemie, in der Patienten nach einer alternativen Einstellmethode ihrer Implantate ohne Klinik-Präsenz und erhöhtes Infektionsrisiko fragten.
„Das neue System wurde im September 2021 in Marseille weltweit vorgestellt. Wir haben uns dazu entschlossen, es als eine der ersten einzusetzen, um die bestehende hohe Kompetenz der Parkinson-Betreuung in Zwickau zu erweitern”, erläutert Prof. Alesch, der auch in Wien als Neurochirurg arbeitet. „Immerhin setzen wir seit 2015 die Tiefe Hirnstimulation sehr erfolgreich bei unseren neurologischen Patienten in Zwickau ein.” Haupteinsatzgebiet ist vor allem dort, wo medikamentöse Behandlungsansätze durch Spätkomplikationen und einen Gewöhnungseffekt an dauerhafter Wirksamkeit verlieren. „Die Tiefe Hirnstimulation ist heute schon ein Standard-Verfahren bei Bewegungsstörungen, aber auch bei chronischen Schmerzen”, erklärt Prof. Alesch. „Wir sind durch die Technik der Kernspintomographie, die hohe Kompetenz des medizinischen Personals und ein großes interdisziplinäres Expertenwissen an der Paracelsus Klinik Zwickau in der Lage, Eingriffe am Gehirn unter Narkose präzise und mit großer Sicherheit durchführen zu können.”
Sobald es die pandemische Lage zulässt, bietet die Klinik für Betroffene und deren Angehörige eigens ein Patientenseminar an, bei dem die Technik im kleinen Kreis vorgestellt und besprochen wird. „Unsere wichtige Botschaft an die Patienten ist: Sie sind nicht allein”, so Prof. Alesch. „Mit der neuen Technik kann man sich jederzeit von überall her bei Problemen und Fragen direkt an seinen Arzt wenden. Und das ist sehr beruhigend und neben allen technischen Vorteilen sicher das größte Plus für den Patienten.” Um darüber hinaus die bessere Wirksamkeit der Implantate in Bezug auf die Nutzer auch wissenschaftlich nachzuweisen, wird sich die Paracelsus Klinik Zwickau mit ihrer Arbeit an einer Studie beteiligen, die derzeit am Münchener Universitätsklinikum Großhadern geplant wird.

Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

21 Januar 2022

Neue Partner, neues Logo: Koberbachtal-Triathlon geht neue Wege

Westsachsen/Werdau.-
Ob Spitzensportler, Nachwuchsspieler oder Hobbyläufer, die GAZ Notstromsysteme GmbH unterstützt neben den Profimannschaften FSV Zwickau und Eispiraten Crimmitschau zukünftig den Koberbachtal- Triathlon als Hauptsponsor. „Wir wollen nicht nur mit unseren Produkten in der Notbeleuchtung Sicherheit gewährleisten, sondern auch zukünftig sicherstellen das diese tolle regionale Veranstaltung stattfinden kann“, betont Geschäftsführer Andreas Nöske, der mit Organisator Ronny Enke einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet hat. Die enge Verbindung ist dabei kein Zufall, denn als aktives Mitglied der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre kennt und begleitet Andreas Nöske das Event seit vielen Jahren. Die GAZ sicherte sich dabei die Namensrechte an der Sportveranstaltung welche zukünftig unter dem Namen „GAZ Koberbachtal Triathlon“ in der Öffentlichkeit auftreten wird. Durch die neue Kooperation können sich die Organisatoren des Triathlons zukünftig umfänglicher um die Veranstaltung selbst kümmern, da sie bei der zeitintensiven Generierung von Sponsorengeldern entlastet werden. Desweiteren unterstützt die GAZ Notstromsysteme den Verein bei der Gestaltung von Print- und digitalen Medien. Besonders freut sich Andreas Nöske, dass auch firmenintern die Begeisterung für die diesjährige Veranstaltung entfacht werden konnte. So wird die GAZ sich am Triathlon, der am ersten Juliwochenende im Werdauer Ortsteil Langenhessen stattfinden wird, erstmals mit einem eigenen Team beteiligen. Ronny Enke, der das jährliche Sportevent 2010 aus der Taufe hob, darf sich aber künftig über noch mehr Rückhalt freuen. Denn zukünftig ist mit dem SV Sachsen 90 Werdau e.V. einer der größten Vereine in der Region mit fast 1100 Mitgliedern fest im Boot. Er löst den DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. ab, der den GAZ Koberbachtal Triathlon künftig weiterhin bei rettungs- und wasserrettungsdienstlicher Absicherung unterstützen wird.
Quelle und Foto: GAZ Notstromsysteme GmbH

19 Januar 2022

Theater Tipp: Jasmin Tabatabai macht Jagd auf Rehe

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonnabend, den 29. Januar gastiert die Echo-Preisträgerin Jasmin Tabatabai gemeinsam mit dem David Klein Quartett um 19.30 Uhr mit einem vielseitigen Chanson-Jazz-Konzert im König Albert Theater Bad Elster. Als renommierte Jazzsängerin präsentiert die beliebte Schauspielerin Jasmin Tabatabai nun die Songs ihres neuen Albums „Jagd auf Rehe“. Die Echo-Jazz-Award-Preisträgerin vereint in ihren neuen Chansons die Vielfalt und den Zauber der Musik: Dazu gehören eine Version von Schuberts »Ständchen«, Neudeutungen wie bei »Why« von Annie Lennox oder eine soulige Interpretation von Hildegard Knefs »Sei mal verliebt«. Aber auch ein Reinhard-Mey-Song und ein Cover der Beatles gehören in den Kosmos dieses Konzertes. Wer den Zauber der Musik in der Schönheit der Songs sucht, wird an diesem Abend fündig werden! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

18 Januar 2022

Gefährliche Metastasen: Mit Fingerspitzengefühl gegen Brustkrebs

Westsachsen/Reichenbach.-
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, aber während der Corona-Pandemie haben Patientinnen die Vorsorgeuntersuchungen viel zu wenig wahrgenommen. Dabei sind die Heilungschancen gut, wenn der Brustkrebs rechtzeitig erkannt wird. Denn nicht der Tumor in der Brust ist lebensbedrohlich, sondern seine Metastasen, wenn er bereits in den Körper gestreut hat. Die innovative Diagnosemethode Taktilographie des bundesweit aktiven Sozial- und Inklusionsunternehmens discovering hands hilft, Gewebeveränderungen schon im frühesten Stadium zu erkennen – ab einer Größe von etwa sechs Millimetern.
Christine Kanetzki ist bei discovering hands angestellt und arbeitet seit 2014 als ausgebildete Brusttastexpertin. Seit Anfang letzten Jahres untersucht sie auch Frauen in der Gynäkologischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Paracelsus Klinik Reichenbach. Während der bis zu 60-minütigen Untersuchung nach einem standardisierten und evaluierten Verfahren orientiert sich die blinde Tastexpertin mit Hilfe von Spezialklebestreifen an der Brust und tastet das Brustdrüsengewebe in drei Tiefenebenen ab. Die Tastuntersuchung findet unter der ärztlichen Verantwortung von Dr. med. Annett Feist statt. Falls die MTU eine Auffälligkeit ertastet hat, veranlasst die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe weitere Untersuchungen wie Brust-Ultraschall oder Mammographie. Jede interessierte Frau, egal ob Patientin im MVZ oder nicht, kann die Taktilographie dort wahrnehmen.
„Wir haben mit der Taktilografie ein wirkungsvolles und nebenwirkungsfreies zusätzliches Diagnoseverfahren. Ich sehe in dieser Methode eine hilfreiche und sensible Ergänzung zu der üblichen Tastuntersuchung. Diese Untersuchung stellt keinen Ersatz für das Mammographie Screening oder die Sonographie der Brustdrüse dar, wird aber gerade von Patientinnen mit ‚Apparateangst‘ gern angenommen." erklärt Dr. Feist. Sie und Christine Kanetzki erachten die nebenwirkungsfreie Taktilographie als ideale Ergänzung zur ärztlichen Vorsorge und Früherkennung, die Frauen größtmögliche Sicherheit bietet: Die MTU kann sich viel Zeit für jede Patientin nehmen und ist eine versierte Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Brustgesundheit. Die Gynäkologin Feist arbeitet sehr gerne mit der MTU zusammen.
Ergebnisse einer wissenschaftlichen Vorstudie der Universitätsklinik Essen haben gezeigt, dass bei einem Screening von 450 Patientinnen durch Ärzte und MTUs etwa 28 Prozent aller entdeckten Tastbefunde nur durch die MTU entdeckt wurden. Bereits 29 gesetzliche und alle privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten. Anderweitig versicherte Frauen können sie als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wahrnehmen.
Laut Robert-Koch-Institut wird etwa eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert, das Risiko für die Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Im Durchschnitt sind die Frauen bei der Diagnose 64 Jahre alt. Interessierte können im Paracelsus MVZ Reichenbach unter der Telefonnummer 03765-54-2415 einen individuellen Termin vereinbaren. Die Taktilographie-Sprechstunde findet immer Mittwoch von 9 – 15 Uhr statt.

Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Freiheitsspaziergang: In Zwickau mit neuem Teilnehmer-Rekord

Westsachsen/Zwickau.-
Der Zwickauer Freiheitsspaziergang, der, wie jede Woche, am vergangenen Montagabend auf dem Zwickauer Hauptmarkt startete, verzeichnete diesmal einen neuen Teilnehmer-Rekord. Über 1.500 Menschen schlossen sich dem Protestzug an, es herrschte wieder ausnahmslos gute und hoffnungsvolle Stimmung.
Gleich zu Beginn wurde in zwei ergreifenden Redebeiträgen klargestellt, dass die Zwickauer nichts von den andauernden Machenschaften der Bundes- und Landesregierung halten. Vor allem dem in Aussicht gestellten Impfzwang wurde eine Absage erteilt, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Aufgrund der Tatsache, dass die personellen Ressourcen der sächsischen Polizei nicht mehr ausreichen, den friedlichen Widerstand in Stadt und Land weiter niederzuringen, beendete die so unter Druck geratene Landesregierung in den vergangenen Tagen ihr bisher bestehendes Verbot von Spaziergängen.  Grund dafür ist die Tatsache, dass mittlerweile Spaziergänge überall in Deutschland stattfinden und deshalb keine Truppenteile aus anderen Bundesländern mehr herangekarrt werden können. Diesen Schritt werten die Montagsspaziergänger als wichtigen Teilerfolg.
Diesmal kam es zu keinerlei Belästigungen oder Provokationen vonseiten der Staatsmacht. Das Zwickauer Rathaus wurde auf Geheiß der Stadtspitze erneut hermetisch abgeriegelt. Offenbar wollte man verhindern, dass Freiheitslichter vor dem Eingang aufgestellt werden. Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) hatte in der Vergangenheit, sowohl am Rathaus als auch am Heinrich-Braun-Krankenhaus, immer wieder das Ordnungsamt angewiesen, solche liebevoll und kreativ errichteten Kunstwerke unverzüglich zu zerstören und abzuräumen. So stellten die Menschen diesmal ihre Kerzen nicht am abgeriegelten Rathaus, sondern am Brunnen vor dem Theater ab.
Der Stimmung auf dem Hauptmarkt tat die Anwesenheit so vieler freiheitsliebender Menschen am Montagabend sichtlich gut. Von hier strömten die Menschen zum Kornmarkt, über den Doktor-Friedrichs-Ring, am Muldeufer entlang und schließlich zurück zum Ausgangsort, wo das mittlerweile obligatorische „Deutsch un frei“ von Anton Günther in der Neuvertextung von Horst Berghöfer erklang und erstmalig aus über tausend Kehlen mitgesungen wurde. Interessante Beiträge am Offenen Mikrofon rundeten den gelungenen Abend ab.
Der nächste Zwickauer Montagsspaziergang startet am 24. Januar um 18 Uhr, wie immer auf dem Hauptmarkt. Spaziergänge für die Freiheit fanden zeitgleich auch in Meerane, Glauchau, Werdau, Crimmitschau und anderen benachbarten Städten statt, ebenfalls mit jeweils hunderten Teilnehmern. Der Protest gegen die Kahlschlagpolitik der Kretschmer-Regierung wird zur Massenbewegung.

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17 Januar 2022

Keine Schuldgefühle: Drogenproblem innerhalb der Justiz verharmlost

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.-
Was hat die Krimiserie „Soko Leipzig“ mit Zwickau zu tun? Seit Freitag Abend so einiges. In der Folge 2 / Mutprobe spricht der Ermittler Jan Maybach über seine Erfahrungen mit dem Konsum von Kokain. Er entschuldigt sich bei seiner Partnerin mit den Worten: „Dieses verdammte Zeug macht so unfassbar gleichgültig. Ich habe Dich und andere Menschen behandelt wie lästige Zecken oder eine ansteckende Krankheit, die man schnell wieder los werden will. Die bloße Anwesenheit anderer löste in mir Aggressionsschübe aus. Keine Empathie, keine Schuldgefühle. Alles weg! Ich habe jeden um mich herum verletzt. Heute bereue ich das am meisten.“
In den Krimiserien von ARD und ZDF wird manchmal etwas angedeutet, das aktuell zu einem gesellschaftlichen Problem auszuarten droht. Obwohl man bemüht ist, die Dinge nicht konkret anzusprechen, weiß der Zuschauer trotzdem sofort, was gemeint ist. Im konkreten Fall drängt sich die Parallele zum Verhalten einiger Machthaber in den (Zwickauer) Behörden geradezu auf. Richter gehen aggressiv auf rechtsuchende Bürger los, Polizisten prügeln auf Spaziergänger ein, Rechtsanwälte betrügen laufend ihre Mandanten ohne Skrupel, Politiker verhöhnen deren Opfer. Daraus ergibt sich zwangsläufig ein neuer Verdacht. In den Amtsstuben wird gekifft, gekokst und gesoffen, was das Zeug hält. Anders sind solche Verhaltensweisen kaum noch zu erklären.
Der Verein für saubere Justizarbeit fordert deshalb neben der digitalen Prozessbeobachtung und der Kontrolle richterlicher Arbeit jetzt zusätzlich einen Drogen- und Alkoholtest von allen Beteiligten vor jeder Verhandlung. Es könne nicht hingenommen werden, dass Richter, die ohnehin schon kaum kontrollierbar seien, durch Drogenkonsum unzurechnungsfähig über das Leben oder die Freiheit anderer Menschen bestimmen. Schlimmstenfalls im Schulterschluss mit Rechtsanwälten, die ihre Mandanten für ein Gefälligkeitsurteil bedenkenlos verraten. Es sei ein Unding, dass dieses Thema in der Gesellschaft bisher kaum diskutiert wird.
Ein Beispiel für den völlig sinnlosen Ausraster eines Richters gegenüber einer Geschädigten wird im sogenannten Lumpenhund-Buch ausführlich beschrieben. Dass dies kein Einzelfall ist, beweisen aktuell mehrere Rechtsbrüche der Zwickauer Justiz. Unter anderem weigert sich die Gerichtsdirektorin des Amtsgerichts, eine vom Gesetzgeber her zwingend vorgeschriebene Korrektur in einem Beschluss vorzunehmen, weil dadurch möglicherweise ihr Job auf dem Spiel steht (WSZ berichtete). Ein Rechtsanwalt aus Plauen wird von mehreren Mandanten beschuldigt, sie um -zig Tausend Euro betrogen zu haben. Konsequenz bisher Null. Er spielt mit Richtern und Staatsanwälten Golf. Man kennt sich seit Jahrzehnten...

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Polizistin verletzt: Zwickauer Stadtrat äußert sich zu den Vorwürfen

Westsachsen/Zwickau.- Stadtrat Sven Georgi wird vorgeworfen, am Rande eines Montagspazierganges eine Polizistin ins Gesicht geschlagen zu haben. Dabei wurde er bei dem Polizeieinsatz selbst verletzt (Foto). Er habe auf die Hilferufe eines Passanten reagiert, wollte helfend eingreifen. Die Polizei habe ihn massiv daran gehindert, mit Pfefferspray attackiert, zu Boden geworfen und mit Handschellen versucht, ihn zu fixieren. Bei diesem Handgemenge stand die Polizistin möglicherweise im Weg. Hier die Stellungnahme im Wortlaut:
„Warum ich mich erst jetzt zum 27.12.2021 äußere...?
1. Musste ich diese Vorwürfe erst einmal für mich verdauen.
2. Bin ich nicht überrascht, wer alles sofort Urteil sprach, ohne beiden Seiten des Vorfalls anzuhören.
Dabei sollten einige von den Menschen, die sich als Richter aufspielten, zunächst vor ihrer eigenen Tür kehren. Die Postbotin sendet dabei Grüße...
Von einigen bin ich maßlos enttäuscht. Doch es gab auch viel Zuspruch und liebe Texte, die mir Mut machten.
3. Musste ich entscheiden, wem ich Interviews gebe. Von vielen Anfragen, habe ich mich für die Bild Chemnitz und die Westsächsische Zeitung entschieden. Mit anderen regionalen Medien habe ich in den letzten Jahren leider keine guten Erfahrungen gemacht. Interviews wurden verdreht oder Texte aus dem Kontext gerissen. Und somit komme ich nun zu meiner Stellungnahme.
Stellungnahme zu den Beschuldigungen bezüglich den 27.12.2021
Zuerst einmal ist es sehr bezeichnend, wie in einer angeblichen Zivilgesellschaft, Menschen in Zwickau an den Pranger gestellt werden, ohne diese überhaupt anzuhören! Am 27.12.2021 waren rund 400 Spaziergänger in der Zwickauer Innenstadt auf mehrere Punkte verteilt. 150 friedliche Personen davon entschlossen sich dann vom Hauptmarkt aus über die Innere Plauensche Straße und dann rechts auf den Ring abzubiegen. In dieser Gruppe befand ich mich. Die Spaziergänger wurden von mehreren Polizeitransportern begleitet. Dann bogen die Spaziergänger rechts Richtung Edeka ab, um wieder zum Hauptmarkt zu gelangen. Ich befand mich im vorderen Drittel der Spaziergänger, als die Polizei augenscheinlich den Befehl erhielt, den bis dahin friedlichen Spaziergängern den Weg zu versperren.
Vor dem Parkplatz des Edeka Marktes, stellten diese ihre Transporter quer und haben angefangen einzelne Personen zu separieren. Als ich noch nicht ganz bei der Polizeisperre angekommen war, schrie eine männliche Person, die sich hinter den Transportern befand, lautstark um Hilfe (bei einer ID Feststellung)! Ich entschloss mich sofort, der Person zu helfen. Als ich vor der Absperrung war, setzte die Polizei CS Gas ein und versprühte es großzügig. Ich drehte mich weg und versuchte mich zu schützen. Daraufhin zogen mehrere Beamte an mir rum und ich versuchte immer noch zu dem um Hilfe rufenden Mann zu gelangen. Ich kam hinter die Transporter Absperrung und wurde dann von mehreren Beamten zu Boden geworfen. Ob dabei auch die von der Presse besagte Polizeibeamtin anwesend war, entzieht sich meiner Kenntnis. In dem Handgemenge was entstand, betont, auf dem Boden!, bin ich mir dennoch keiner Schuld bewusst, jemanden körperlich attackiert zu haben. Ich habe nur immer Rufe vernommen, dass jetzt ein Stadtrat umgehauen wird.
Einem Menschen der um Hilfe schreit, werde ich immer versuchen zu helfen. Das liegt in meiner Natur als Mensch!“ / Stadtrat Sven Georgi
Diese Erklärung liegt jetzt auch dem Zwickauer Stadtrat und der Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) vor. Jens Heinzig (SPD), der die Anschuldigungen zum Anlass nahm, Georgis Ausschluss aus dem Stadtrat zu beantragen, wird dazu ebenfalls Stellung nehmen müssen.

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Orthopäde der Paracelsus Klinik übernimmt Sprechstunde in Oelsnitz

Westsachsen/Adorf/Oelsnitz.-
 Dr. med. Thomas Glombik (Foto) ist seit acht Jahren in der Paracelsus Klinik und seit sechs Jahren an einem Tag pro Woche im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Orthopädie in Oelsnitz tätig. Er übergab zum Jahreswechsel seine Sprechstunde an MUDr. med. Matùs Longauer. In der Klinik wird Dr. Glombik weiterhin als Operateur tätig sein und seine Patienten als Belegarzt chirurgisch versorgen. Als ausgewiesener Fachmann für die Behandlung von Schultererkrankungen und -verletzungen trägt Thomas Glombik damit weiterhin zur breit angelegten Leistungsfähigkeit der orthopädisch/unfallchirurgischen Abteilung bei. Darüber hinaus versorgt er seine Patienten mit allgemein orthopädischen Erkrankungen.
Jan Müller, Klinikmanager der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck und des MVZ, hebt ausdrücklich Glombiks fachliche Expertise auf dem Gebiet der Schulterchirurgie hervor und bedankt sich für sein jahrelanges Engagement: „Dr. Glombik hat über Jahre Sorge dafür getragen, dass die Menschen der Region einen versierten Arzt an ihrer Seite haben, wenn es um die Behandlung der Schulter ging. Für sein Engagement im MVZ bedanke ich mich ausdrücklich. Besonders erfreulich ist es, dass Dr. Glombik uns als Kooperationspartner im stationären Bereich sowie bei der Betreuung von Patienten bei schulterspezifischen Fragestellungen in seiner Praxis in Hof/Saale weiterhin unterstützt.“
Die Glombiks Sprechstunde übernimmt künftig der Mediziner Matùs Longauer. Er wird einen zusätzlichen Sprechtag einführen. Mit Longauer ergänzt ein erfahrener Fachmann das Team des MVZ in Oelsnitz, der seit langem in der Region verwurzelt ist. Seit vielen Jahren ist er an der Paracelsus Klinik Adorf tätig und wird ab Januar an zwei Tagen in der Praxis in Oelsnitz präsent sein. Mit seinen Erfahrungen als Hauptoperateur des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Paracelsus Klinik Adorf wird Matùs Longauer seine Fähigkeiten besonders auf dem Gebiet der Arthrosetherapien sowie der Versorgung von Knie- und Hüftendoprothesen einsetzen.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

15 Januar 2022

GRÜNEN-Stadtrat auf Abwegen / Teil 2: Schlaglöcher und Brücken

Westsachsen/Zwickau/Werdau.- Im ersten Teil über den GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto) haben wir zu seiner öffentlich zugängliche Biografie geschrieben. Liest sich aber auch toll: Physikstudent an der Uni Dresden, kirchliche Friedensarbeit später Mitglied im Sächsischen Landtag und von 2001 bis 2010 Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). Doch genau an dieser Stelle kommt die Lobhudelei zum Stocken. Mehrere ernstzunehmende Informanten berichten inzwischen übereinstimmend darüber, dass während dieser Zeit ihre Akten verloren gegangen seien. Eine Antragstellerin bekam zunächst einige Unterlagen mit dem Hinweis ausgehändigt, dass sie in ein paar Jahren nochmals nachfragen solle, da man immer wieder neue Schriftstücke finden würde. Als sie sich 2008 erneut erkundigte bekam sie die Auskunft, man könne unter ihrem Namen keinerlei Vorgang finden. Wie kann das sein? Wir haben Martin Böttger dazu befragt und folgende Auskunft bekommen: „Dieser Mann ist gefährlich - für die WSZ“. Damit bezog sich Böttger auf den Artikel mit der Überschrift „Senil oder gefährlich?“ und ist wohl der Meinung, diese Serie damit stoppen zu können. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist offensichtlich nicht gewollt.
Statt dessen frohlockt der 74-Jährige auf seinem Facebook-Profil darüber, eine Einstweilige Verfügung gegen die WSZ erwirkt zu haben. Diese bezieht sich auf den Artikel vom Dezember 2021 mit dem Titel „Einladung zum Gespräch: Gastgeber scheint völlig unvorbereitet“. Die beanstandete Passage haben wir bis zur Klärung des Sachverhalts vorübergehend gestrichen.
Martin Böttger ist in seiner Funktion als GRÜNEN-Politiker und Stadtrat umfassend über den Millionenbetrug der Sparkasse Zwickau informiert. Er weiß, dass die Zwickauer Justiz im Schulterschluss mit der Stadtspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Seine Meinung dazu ist ernüchternd: „Ich habe wichtigeres zu tun, kümmere mich gerade um Schlaglöcher und marode Brücken“. Was der umtriebige Stadtrat dabei geflissentlich verschweigt ist die Tatsache, dass diese Probleme mit dem durch die Sparkasse verzockten Geld hätten gelöst werden können. Die Zwickauer werden sich daran erinnern und bedanken, wenn sie demnächst wieder mit dem Auto unterwegs sind.
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14 Januar 2022

Stimmige Geburtstage zweier Starkomponisten des 18. Jahrhunderts

Westsachsen/Bad Elster.-
Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster feiert zum Auftakt der Kultursaison 2022 in den Königlichen Anlagen des Sächsischen Staatsbades vom 27. bis 31. Januar musikalische „Festtage für Mozart & Schubert“, anlässlich deren 265. und 225. Geburtstages. Denn vor allem das ganzjährige, umfassende Kulturangebot inmitten der historischen Bäderarchitektur schafft in dem königlichen Badeort einen einzigartigen Raum für besondere Liveerlebnisse, inspirierende Begegnungen und kunstvolle Reflexionen. Hauptaustragungsort dieser kulturellen Festtage ist das prachtvolle historische König Albert Theater in Bad Elster.
Eröffnet werden diese stimmigen Geburtstagstage für die beiden Starkomponisten des 18. Jahrhunderts mit einem Klavierkonzert am 265. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart im König Albert Theater (27.01.). Dann schenkt der in Bad Elster geborene Pianist Prof. Frank Peter seiner Heimatstadt u.a. die Mozart-Sonaten in c-Moll und A-Dur und Schuberts Impromptu in As-Dur. Einen Tag später gastiert Publikumsliebling und Starschauspieler Günther Maria Halmer gemeinsam mit dem renommierten Klenze Streichquartett und einer musikalischen Mozart-Lesung (28.01.), die Chursächsischen Streichersolisten präsentieren „Eine kleine Nachtmusik“ als Serenadenkonzert in historischen Kostümen und Kerzenschein (30.01.), bevor Schuberts weltberühmtes „Forellenquintett“ (31.01.) am 225. Geburtstag des Komponisten die Festtage in Bad Elster kammermusikalisch beendet. Abgerundet werden diese Festtage durch das neue Tourneeprogramm „Jagd auf Rehe“ von Jasmin Tabatabai am 29. Januar im König Albert Theater.
Im Zuge dieser Festtage inszeniert ein einzigartiges Lichtdesign die Königlichen Anlagen Bad Elster in einer strahlenden, neuen Lichterwelt. Zahlreiche kunstvolle Illuminationen visualisieren kreativ die historische Gesamtanlage in einer ganz neuen Aufenthaltsdimension: So können die Gäste durch die Winterruhe der weitläufigen Parkanlagen flanieren, ihre Sinne in winterlich-glänzender Naturkulisse berühren lassen und die Architekturschönheiten Bad Elsters an atmosphärischen Orten ganz neu erleben. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Winterlandschaften Sachsens, morgen die große Welt der Bühne im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den Wohlfühlangeboten in der Soletherme Bad Elster - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Aufgrund der angepassten Platzkontingente wird empfohlen, die Theatertickets online oder im Vorverkauf zu erwerben. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Bäder wieder geöffnet: Gesunde Menschen haben keinen Zutritt

Westsachsen/Zwickau.-
Die neue Corona Notfall-Verordnung ermöglicht es, dass verschiedene Einrichtungen der Stadt Zwickau wieder öffnen können. Die Glück-Auf-Schwimmhalle steht Schwimmerinnen und Schwimmern ab dem morgigen Samstag wieder zur Verfügung, das Johannisbad (Foto) öffnet am Montag für den Publikumsverkehr.
Aufgrund der neuen Corona Notfallverordnung können Bäder und Sportanlagen wieder genutzt werden. Beim Besuch der beiden Bäder ist die 2Gplus-Regel zu beachten (geimpft oder genesen und tagesaktueller negativer Test). Gesunde Menschen, auch mit aktuellem Negativ-Test, haben keinen Zutritt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

13 Januar 2022

Eine „KITA-Spielothek“ für die Kinder im Wirbelwind

Westsachsen/Werdau.-
„Was soll das denn sein?“, wird sich der ein oder andere bei dieser Überschrift denken. Über den Verein „mehr Zeit für Kinder“ hatten wir uns an einem Gewinnspiel beteiligt. Glücklicherweise gingen wir als einer der Sieger hervor und haben somit eine KITA-Spielothek gewonnen.
Das Prinzip hierbei ist ähnlich wie in einer Bibliothek, allerdings nicht mit Büchern, sondern mit Spielen und Spielwaren. Wir haben von dem Verein viele neue Spiele zugesendet bekommen, welche ab Januar von den Familien ausgeliehen werden können. Ziel ist es, dass Spiele ausprobiert und gemeinsam in den Familien gespielt werden.
Im Spiel lernt man so viel auf einmal wie selten woanders. Gemeinsames Spielen sorgt für tolle Erlebnisse und fördert viele Bereiche der kindlichen Entwicklung. Wer gemeinsam spielt, muss miteinander reden. Es werden Emotionen ausgetauscht, Freude oder auch mal Misserfolg. Es werden Absprachen getroffen, man lernt sich an Regeln zu halten. Geduld, Abwarten und Konzentration sind nur einige der vielen Kompetenzen die dabei entwickelt werden. Wir freuen uns sehr, unseren Familien diese Möglichkeit bieten zu können und hoffen, dies wird rege genutzt. Also schaut immer freitags in unsere Spielothek und nehmt Euch etwas für die kommende Woche mit nach Hause. Wir freuen uns über eine Rückmeldung und wünschen viel Spaß beim Spielen.
Quelle und Foto: Patricia Eiber und das Team der Kita Wirbelwind

Veranstaltungsbranche verunsichert: Zickzack-Kurs verursacht Chaos

Westsachsen/Zwickau/Waldenburg.-
Die Zickzack-Politik der Sächsischen Staatsregierung verursacht überall Chaos. Besonders in der Veranstaltungsbranche. Während wir gestern noch darüber berichteten, dass die Show „Rock The Circus“ abgesagt werden muss, erreicht uns heute die Meldung, dass auf Schloss Waldenburg wieder Besucher empfangen werden können. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie Antikörper gegen das Virus im Blut haben. Dazu meint Marketingmanagerin Anja Straube: „Die neue Verordnung lässt es zu, dass Schloss Waldenburg am Samstag, 15.01.2022, seine Pforten für Besucher wieder öffnen darf. Schon lange stehen die Schlossmitarbeiter der Tourismus und Sport GmbH in den Startlöchern. Geöffnet ist das Schloss zu den regulären Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag (Dienstag bis Freitag von 10 Uhr bis 16 Uhr | Samstag von 13 Uhr bis 17 Uhr | Sonntag und Feiertag von 11 Uhr bis 17 Uhr). Für einen Besuch der historischen Räume und der Ausstellungen gelten die Bestimmungen der neuen Corona-Notverordnung, das heißt 2G, also geimpft oder genesen.“ Gesunde Menschen, auch mit aktuellem Negativ-Test, haben dagegen keinen Zutritt.
Anja Straube weiter: „Ein Blick auf die Website von Schloss Waldenburg zeigt die große Vielfalt an Veranstaltungen, welche für 2022 bereits geplant wurden. Neu ist, dass man einen Großteil der Veranstaltungen und Führungen online buchen kann.“ Zur Bezahlung kommt unter anderem das Zahlungssystem PayPal zum Einsatz. Die Eintrittskarten mit QR-Code können entsprechend der Auswahl dann per E-Mail versendet werden und sind auch papierlos auf dem Smartphone gültig. Nach wie vor sind diese auch wie bisher an der Kasse im Schloss Waldenburg erhältlich.

12 Januar 2022

Wegen Kahlschlagpolitik: Show „Rock The Circus“ erneut abgesagt

Thüringen/Gera / Westsachsen/Zwickau.-
 Die von langer Hand geplante Veranstaltung >>Rock The Circus<<, die am 25. Januar im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ stattfinden sollte, ist abgesagt. Grund ist wieder einmal mehr die Kahlschlagpolitik der Sächsischen Staatsregierung. Madeleine Franke vom Veranstalter „Reset Production“ in Gera ist entnervt: „Lange Monate haben wir darauf vertraut, dass der Winter 2021/22 nicht noch einmal Corona-Absagen nach sich zieht und alles versucht, um wieder regulär veranstalten zu können. Leider müssen wir aber heute in Folge der weiterhin bestehenden Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie den für Januar 2022 geplanten Termin der Show >>Rock The Circus<< absagen“. Aufgrund erfolgreicher Verhandlungen mit den Künstlern soll es jetzt eine Tournee in 2022/2023 geben. Alle Ticketinhaber einer der abgesagten Shows haben die Möglichkeit, hier wieder mit dabei zu sein. In der neuen Tournee kommt >>Rock The Circus<< zum folgenden Termin nach Zwickau: 10.05.2023
Die bereits erworbenen Tickets werden unkompliziert auf das neue Konzert in der jeweiligen Stadt umgeschrieben. Hierzu müssen die Tickets unter Angabe von Namen und Anschrift an folgende Adresse gesendet werden:
Reset Production e. K.
Kundenservice
Straße des Friedens 200
07548 Gera
Alles weitere übernimmt der Veranstalter. Die Tickets müssen in jedem Fall umgetauscht werden, auch der Umtausch in einen Gutschein ist möglich. Alle neuen Termine hier im Überblick: www.resetproduction.de

Quelle und Foto: Reset Production e.K.