12 Juni 2024

Bunter Querschnitt: Das Konservatorium feiert wieder Hoffest

Westsachsen/Zwickau.-
Das Robert Schumann Konservatorium lässt das Schuljahr mit seinem traditionellen Hoffest ausklingen. Dieses findet am Mittwoch, dem 19. Juni ab 15 Uhr statt. Musikalisch gibt es einen bunten Querschnitt der Musikschulensembles.
Das Programm startet um 15.30 Uhr mit den Kindern der Musikalischen Früherziehung. Danach folgen unter anderem die Streichergruppen Fidolinos und Intermezzo, Holzbläserensembles, Sänger, die Folkband Saitenspiel und die Rockband. Ab ca. 19 Uhr beendet die Big Band „swing it“ den Abend mit einem kleinen Konzert.
Für die jüngsten Besucher gibt es wieder eine Bastelstraße, der Geigenbaumeister Bönsch und die Mandolinenbauerin Jacob aus Erlbach sind wieder mit einer Werkbank dabei und für große und kleine Bienenfreunde gibt es ein spannendes Quiz! Auch für das leibliche Wohl ist mit Eis, Kaffee und Kuchen, einer Waffelbäckerei, Getränken und einem Grill gesorgt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Regierungserklärung von Ministerpräsident Michael Kretschmer

Westsachsen/Dresden.-
Ministerpräsident Michael Kretschmer (Foto) hat wenige Wochen vor dem Ende der Legislaturperiode eine positive Bilanz der Regierungsarbeit gezogen. »In den vergangenen knapp fünf Jahren haben wir in Sachsen enorm viel erreicht. Die Koalition hat konstruktiv, professionell und ehrgeizig gearbeitet. Am Ende steht eine positive Bilanz für Sachsen«, sagte Kretschmer in einer Regierungserklärung im Sächsischen Landtag. »Wir wissen um unsere Unterschiede. Die Basis für eine konstruktive Arbeit waren unsere Gemeinsamkeiten.«
Sachsen habe insgesamt an wirtschaftlicher Kraft weiter zugelegt und sich zugleich zu einer international anerkannten Qualitätsmarke für Zukunftstechnologien und Forschung entwickelt. Der Strukturwandel in den Kohlerevieren in Mitteldeutschland und der Lausitz nehme Fahrt auf – die Weichenstellungen wirken.
Kretschmer verwies auf eine Vielzahl von Standortentscheidungen zugunsten des Freistaates und die damit verbundenen enormen Investitionen von Unternehmen gerade auch im Hochtechnologiebereich. Dies sei eine Bestätigung der kontinuierlichen Arbeit in der Vergangenheit und sorge für einen weiteren Schub für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Sachsen.
In dem Zusammenhang betonte er die Notwendigkeit eigener wirtschaftlicher Stärke und Unabhängigkeit. »Ein starkes Land hat eine gute Zukunft.« Der einzige Weg zu mehr Gestaltungsspielraum seien gute Einnahmen aus einer starken Wirtschaft. »Wer nicht stark ist, ist abhängig. Und das ist auch das Ende von Freiheit«, sagte er.
Kretschmer ging auch auf globale Krisen und den Krieg in Europa ein. Die Corona-Pandemie habe die Welt erschüttert und sei ein Stresstest für freiheitliche Gesellschaften gewesen - die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit habe ständig neu austariert werden müssen. Besonders aufmerksam und selbstkritisch sehe man auf Kinder und Jugendliche und ihre Eltern, denen sehr viel abverlangt worden sei.
Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in Europa betonte er: »Um es klar zu sagen - Putin ist der Aggressor. Und die Ukraine ist das attackierte Land.« Gleichwohl müsse neben aller Unterstützung der Ukraine auch versucht werden, diesen Konflikt so schnell wie möglich diplomatisch zu lösen. »Wir müssen die Logik von Waffen und Gewalt durchbrechen.«
In seiner Regierungserklärung warb Kretschmer für Respekt und sozialen Zusammenhalt. »Wer Menschen mit Hass aufstachelt, wer Respekt untergräbt, Verrohung fördert, wer Gewalt in Kauf nimmt, der zerstört Werte und schadet damit unserem Land als Ganzes. Keiner, der so handelt, kann für sich beanspruchen, seine Heimat zu lieben.« Der Anstieg bei Hasskriminalität gebe Anlass zur Sorge. »Hass und Extremismus sind eine Gefahr für unser Land, für unsere Demokratie und für unser aller Zukunft. Der Hass kennt nur Verlierer und das ist kein Zukunftsprogramm für unser Land.«
Der Regierungschef warnte auch: »Wir haben in unserem Land Kräfte, die aus dem Hass auf die Moderne unser Land zu einem Museum machen möchten. Eine Politik, die nicht auf den Klimawandel und die Notwendigkeit zu nachhaltigem Wirtschaften reagiert, wird den Anschluss verlieren. Niemand braucht ein solches Land als Partner. Wir wollen aber nicht aufs Abstellgleis, wir wollen nach vorn.«
Kretschmer verwies darauf, dass ein Schwerpunkt in der zu Ende gehenden Legislaturperiode unter anderem Investitionen in Schulen und im Bildungsbereich gewesen sind. »Dort gab und gibt es Handlungsbedarf. Aber die Weichen sind richtig gestellt und die Maßnahmen greifen,« fügte er mit Blick auf die Einführung der Verbeamtung von Lehrern und die Ausweitung der Lehrkräfteausbildung hinzu. Kräftig investiert hat der Freistaat auch in Sicherheit – unter anderem wurde die Polizei um 1.000 Stellen gestärkt.
Mit Blick nach vorn kündigte Kretschmer an, »nächste Priorität werden unsere Krankenhäuser sein«. Auch sie stünden für Gerechtigkeit und Sicherheit. »Wir sind fest davon überzeugt, dass ein starkes Land selbstbewusst, freundlich und optimistisch ist. Und deshalb investieren wir konsequent in unsere Stärken. Was uns in jeder herausfordernden Situation immer helfen wird: ein respektvolles Miteinander, das offene Wort, eine ganz bewusst gepflegte politische Kultur. Diesen Weg werden wir weitergehen und dann wird Sachsen eine europäische Zukunftsregion bleiben.«
Quelle: Sächsische Staatskanzlei
Foto: Wikipedia

11 Juni 2024

Tipp der Woche: Carmen als Opern-Air in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 21. Juni präsentiert das NaturTheater Bad Elster um 19.30 Uhr den Opernwelterfolg »Carmen« von Georges Bizet als leidenschaftliches Sommer-Musiktheater-Event. Es musizieren das Nordböhmische Theater Ústí nad Labem unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz. Der Geniestreich und Welterfolg des französischen Komponisten Georges Bizet flirrt und flimmert von spanischem Temperament, grenzenloser Eifersucht und leidenschaftlichem Begehren – Ein heißer Abend in der sommerlichen Freiluftatmosphäre im Waldpark Bad Elsters! Das Stück in der Regie von Andrea Hlinková handelt von der ebenso verführerischen wie eigenwilligen Carmen, die diversen Herren reihenweise die Köpfe verdreht. Stets gelingt es ihr, dank ihrer Reize aus momentanen Situationen das Beste zu machen, doch dabei auch das Verderben ihrer Verehrer in Kauf zu nehmen. Es ist die Geschichte einer stolzen und selbstbewussten Femme Fatale, die ihre Weiblichkeit und Sinnlichkeit subtil zur Schau stellt und mit Verführungskunst die Männer in die Schranken weist. Ein großer Opernabend in Bad Elster! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de

06 Juni 2024

Internationaler Schumann-Wettbewerb: Die Teilnehmer stehen fest

Westsachsen/Zwickau.-
Die Teilnehmerzahl des 19. Internationalen Wettbewerbs steht fest: Stand heute, 14 Uhr haben sich insgesamt: 121 Teilnehmer (66 Sänger, 55 Pianisten) aus 27 Ländern angemeldet. Als besondere Nationalitäten, die in der bisherigen Wettbewerbsgeschichte eher selten vertreten waren, gelten sicher Malaysia, Australien, Vietnam, Brasilien oder die Republik Moldau. Zudem können 46 Liedbegleiter begrüßt werden. Nach einem ruhigen ersten Anmeldetag gestern, war das Wettbewerbsbüro heute bereits ab 8 Uhr gut besucht. Bis 14 Uhr hatte das Organisationsteam zu tun, die vielen Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu beantworten, Tickets für den ÖPNV auszugeben oder einfach die Proberaumsituation und Wege zu erklären.
Die wichtigste Frage, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten, war die nach den Starterlisten. Diese stehen jedoch erst am heutigen späten Nachmittag fest. Oberbürgermeisterin Constance Arndt wird während der Eröffnungsveranstaltung ab 16 Uhr auf der Open Stage auf dem Hauptmarkt den Buchstaben ziehen, der die Reihenfolge der Startliste vorgibt.
Ein erstes musikalisches Highlight des Wettbewerbs steht heute um 19.30 Uhr im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ auf dem Programm, wenn das Eröffnungskonzert mit Schumanns sinfonischen Chorballaden den Wettbewerb feierlich eröffnet. Am Freitag beginnt der Wettbewerb für alle mit der ersten Wertungsrunde. Die Pianisten starten bereits 10.30 Uhr in der „Neuen Welt“. Die Sänger haben ihre ersten Wertungen ab 13 Uhr im Gewandhaus.
Schumanns Geburtstag wird am 8. Juni – allerdings diesmal nicht nachmittags, sondern erst um 20 Uhr – am Denkmal in traditioneller Weise begangen. Mit Geburtstagsgrüßen der Oberbürgermeisterin, Blumen und einer musikalischen Umrahmung durch das Jugendblasorchester Zwickau.
Am 10. Juni wird es das erste Mal spannend für alle Beteiligten und zwar wenn feststeht, wer es in die zweite Runde geschafft hat, die dann vom 11. bis 13. auf dem Programm steht. Ab jeweils 11 Uhr präsentieren die Pianisten in diesem Zeitraum ihr Können im Saal der „Neuen Welt“ bevor ab jeweils 14 Uhr auch die Sänger im Gewandhaus in die nächste Runde starten.
Für das große Finale am 14./15. Juni ziehen dann auch die Sänger ins Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“. Der Abend des 15. Juni wird ganz im Zeichen der Bekanntgabe der Preisträger stehen. Um 23 Uhr verkündet der Wettbewerbsvorsitzende Dr. Thomas Synofzik die Ergebnisse im Foyer des Konzert- und Ballhauses „Neue Welt“. Am Sonntag, dem 16. Juni, ist dann bereits alles auf den feierlichen Abschluss ausgerichtet. Um 10 Uhr wird es die öffentliche Generalprobe für das Preisträgerkonzert am Abend geben, bevor um 16 Uhr im Robert-Schumann-Haus Zwickau die Preisverleihung durch die Oberbürgermeisterin, Sponsoren und Juroren erfolgt. Am Abend, 19 Uhr, stehen alle Preisträger gemeinsam mit den Clara-Schumann-Philharmonikern auf der Bühne.
Alle Wertungsrunden sind öffentlich und können besucht werden. Zusätzlich zu den Wertungsrunden haben interessierte Besucher auch die Möglichkeit, einige der Teilnehmer in öffentlichen Proberäumen (im Saal des Robert-Schumann-Hauses, den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum sowie im Rathaus) und auf der Open Stage auf dem Hauptmarkt live zu erleben.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

05 Juni 2024

Das erste Original-Beweisfoto: „Dafür gehört die Ast in den Knast!“

Westsachsen/Zwickau/ Dresden.-
 Nachdem die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) jahrelang mit allen Mitteln versucht hatte, die Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau zu vertuschen, konnte jetzt erstmals ein Beweisfoto angefertigt werden. Darauf ist deutlich zu erkennen, dass der gültige Rechtskraftvermerk vom 02.05.2012 sogar mit zwei weißen Blättern Papier überklebt wurde. Darunter mit Datum vom 10.04.2013 die Falschbeurkundung der Justizsekretärin Swart. Aufgrund dieser Urkundenfälschung, für die es bis heute keinerlei rechtliche Begründung gibt, wurden Prozesse weitergeführt, die es nie hätte geben dürfen. Rechtsanwälte, Staatsanwälte sowie Richter der Zwickauer und Dresdener Gerichte haben damit im Schulterschluss die Existenz und die Gesundheit der Betroffenen ruiniert.
Dazu schreibt der Pirnaer Rechtsanwalt Martin Braukmann (AfD) an seine ehemalige Mandantin: „Der eigentlich Schuldige ist Herr Lames. Der hat Ihnen den Schaden zugefügt. Das OLG Dresden hat unter dem Vorsitz dieses Richters jämmerlich versagt“.
Peter Lames (SPD/Foto) war bis 2015 Richter am Oberlandesgericht Dresden (OLG DD). Hier hatte er als Vorsitzender einer Richterkommission direkt mit der Zwickauer Überklebungsaffäre zu tun. In seiner Zeit als Beigeordneter Finanzbürgermeister der Stadt Dresden schrieb er an die Betroffene: „Sehr geehrte Frau F., bitte sehen Sie mir nach, dass ich noch nicht geantwortet habe, nachdem Sie mir vor einigen Tagen eine Mail an meine private Mailadresse gesandt haben. Ich muss Sie um Verständnis bitten, dass ich Fragen und Stellungnahmen, die meine frühere Tätigkeit als Richter betreffen, nur gegenüber dem Oberlandesgericht beantworten kann. Ich kann Ihnen nur raten, sich bei der Bewältigung Ihrer gegenwärtigen Probleme professioneller Hilfe zu bedienen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Peter Lames, Beigeordneter für Personal und Recht, Landeshauptstadt Dresden.“
Seit dem 12. September 2022 übt Peter Lames erneut das Amt eines Richters am OLG DD aus. Außerdem wirbt er auf Wahlplakaten für seine erneute Wahl in den Stadtrat von Dresden. Inzwischen ist unbestritten, dass Richter Lames nach bestehender Rechtskraft und Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes auf der Akte 8 F 1059/07 nicht hätte weiter verhandeln dürfen. Der Fehler liegt also eindeutig bei ihm, der empfiehlt, die Betroffene möge sich professionelle Hilfe suchen. Das erinnert fatal an den Zwickauer Lumpenhund-Prozess (WSZ berichtete).
Es stellt sich immer mehr die Frage, wer hier „professionelle Hilfe“ braucht. In einer Gerichtsverhandlung gegen den Zwickauer Arzt Dr. Christoph Heinritz Bechtel (dieBasis) ließ die CDU-Politikerin Eva-Maria Ast in der Rolle einer Richterin diverse Merkwürdigkeiten in ihrem Verhalten erkennen (WSZ berichtete). Als bei anderer Gelegenheit die Betroffene im Lumpenhund-Prozess um ein klärendes Gespräch bat, rief Ast die Wachleute, um sie abführen zu lassen. Bis heute verhängt die alles kontrollierende Herrscherin Ordnungsgelder in Corona-Angelegenheiten, obwohl die Sache laut Ministerpräsident Michael Kretschmer „längst ausgestanden ist und wir nach vorn blicken sollten“. Deshalb sind viele, auch namhafte Zwickauer, der Meinung, dass die Ast in den Knast gehört (WSZ berichtete).

01 Juni 2024

Haftung nach Corona-Impfung: Was sagt die nächste Instanz?

Westsachsen/Dresden.-
Am 11. Juni 2024 um 10:30 Uhr verhandelt der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden über die Klage einer jungen Frau gegen den Impfstoffhersteller AstraZeneca.
Die damals 25jährige Medizinstudentin hatte im März 2021 eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff der Beklagten erhalten. Acht Tage später begab sie sich mit massiven Beschwerden in die Notaufnahme der Uniklinik Leipzig, wo eine vakzininduzierte Sinus- und Hirnvenenthrombose festgestellt wurde. Es waren mehrere Operationen erforderlich, insbesondere eine dekompressive Hemikraniektomie (Öffnung des Kopfes zur Druckentlastung), was zu längeren Krankenhausaufenthalten und Folgebeeinträchtigungen führte. Die Klägerin verlangt von der Beklagten Schmerzensgeld und Schadensersatz, außerdem begehrt sie Auskunft über sämtliche Nebenwirkungen des Vakzins und sämtliche damit zusammenhängenden Schadensfälle. Sie meint, es habe kein positives Risiko-Nutzen Verhältnis bestanden. Für sie als junge Frau habe kaum ein Risiko für eine tödliche Covid-19-Erkrankung bestanden. Das Thromboserisiko sei von der Beklagten systematisch verharmlost worden.
Die Beklagte hat eingewandt, eine umfassende Studie mit über 24.000 Probanden vor der Zulassung hätte keinen Hinweis auf ein erhöhtes Vorkommen von Thrombosen gegeben. Sie habe kein fehlerhaftes Produkt hergestellt. Ihre Haftung sei außerdem auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Auskunft habe sie der Klägerin bereits umfassend erteilt.
Das Landgericht hat die Klage abgewiesen und ist dabei im Wesentlichen der Argumenta-tion der Beklagten gefolgt. Mit ihrer dagegen gerichteten Berufung am Oberlandesgericht verfolgt die Klägerin ihr Begehren weiter.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden
Foto: Symbolbild