29 Juni 2022

Landratswahl die Zweite: Macht nichts oder macht vielleicht nichts...

Westsachsen/Zwickau/Zwickauer Land.- Im Vorfeld des 2. Wahlganges zur Landratswahl haben wir die verbliebenen fünf Kandidaten gefragt, wie sie sich zur Zwickauer Sparkassenaffäre positionieren. Zur Erinnerung: Im letzten Jahr hatte Prof. Dr. Ralf Jasny vom Fachbereich Wirtschaft und Recht an der University of Applied Sciences in Frankfurt am Main aufgedeckt, dass die Sparkasse Zwickau im Jahr 2020 rund 47 Millionen Euro unerlaubter Weise an der Börse verspekuliert hat. Rein rechnerisch sind damit jedem Zwickauer Bürger rund 500 Euro Schaden entstanden. Auch konnte die Sparkasse Zwickau wegen dieser Verluste der Stadt Zwickau keine Unterstützung für den Haushalt zukommen lassen, weshalb die Verwaltung an den Rand der Haushaltssperre geriet. Nachzulesen hier: Zwickauer Sparkassenaffäre
Der derzeit noch amtierende Landrat Christoph Scheurer (CDU) hüllte sich zunächst lange in Schweigen, bevor er der „Freien“ Presse (FP) ein Interview unter dem Titel „Landrat verteidigt Aktiengeschäft der Sparkasse“ gab. Damit unterstützte er offen das Fehlverhalten der beiden Vorstände Felix Angermann und Josef Salzhuber, das außerdem noch strafrechtlich relevant ist, wie mehrere Wirtschaftsanwälte seinerzeit bestätigten. Sein Stellvertreter, der in Halle/Saale geborene und aufgewachsene 48-jährige Voll- und Wirtschaftsjurist Carsten Michaelis (CDU) ist seit über fünf Jahren Beigeordneter im Landratsamt, führt die Behörde gemeinsam mit Landrat Christoph Scheurer und hat jetzt vor, ihn zu beerben. Was die Frage aufwirft: Wieso hat der „Wirtschaftsjurist“ nicht bei seinem Chef interveniert, als dieser zur Sparkassenaffäre befragt wurde? Hat er keinen Durchblick oder ist es ihm egal, wenn seine potenziellen Wähler betrogen werden? Dazu äußerte sich der Landratskandidat Carsten Michaelis in diesem Video: Westsächsisches Fernsehen
Ähnlich verhält es sich mit Jens Juraschka (SPD). Der Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam Ziele erreichen e.V.“ sitzt im Verwaltungsrat der Sparkasse Zwickau und weiß von den illegalen Machenschaften des Sparkassenvorstands. Trotzdem unterlässt er es geflissentlich, sich davon zu distanzieren. Zu groß scheint die Abhängigkeit von den Zuwendungen des Kreditinstituts an seinen Verein.
Andreas Gerold (AfD) liest nach eigener Aussage die Westsächsische Zeitung regelmäßig, wollte auch schon mal spenden, weil die WSZ so schön kritisch berichten würde. Seine Chefin, die Bundesvorsitzende Alice Weidel, war kürzlich extra in Zwickau, um ihn zu unterstützen. Nach ihrem Auftritt vor rund 3.000 interessierten Zuschauern übergab ihr Olaf Thalwitzer vom Verein für saubere Justizarbeit einen Beweisordner zum Thema Sachsensumpf (Foto unten). Darin enthalten auch umfangreiches Material zur Sparkassenaffäre. Weidel versprach, sich damit zu befassen und den Fall ihrer Fraktion im Sächsischen Landtag zu übergeben. Von dort hört man bis heute, wie auch vom Zwickauer Ableger Andreas Gerold, nichts. Die Hoffnung auf Veränderung, die einige seiner Wähler vielleicht hegten, löst sich damit in Luft auf.
Dorothee Obst (Freie Wähler) ist Bürgermeisterin von Kirchberg. Sie äußerte sich zur Sparkassenaffäre kritisch. Anlässlich des sogenannten „Kandidatengrillens“ am 7. Mai, einer Veranstaltung des Vereins „Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.“ aus dem Umfeld des Demokratiebündnisses im „Alten Gasometer“, sprach sie sich für eine Aufarbeitung der Vorgänge aus. Konkrete Auswirkungen hatte dies bisher jedoch keine.
Jens Haustein (dieBasis) fordert die vollständige Unabhängigkeit der Justiz und die demokratische Kontrolle aller gewählten Strukturen - somit wäre dann eine echte Aufklärung der sogenannten „Sparkassenaffäre“ denkbar und zudem die Möglichkeit geschaffen, durch die veränderten Strukturen derartige Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.
Fazit: Am Sonntag haben die aufgerufenen Wähler dann wieder ihre liebe Not. Sie können wählen zwischen macht nichts oder macht vielleicht nichts. Fakt ist: Mit einem CDU-Landrat Carsten Michaelis bleibt alles, wie es ist. SPD-Mann Jens Juraschka hat mit Sicherheit auch kein Interesse daran, etwas am Status Quo zu ändern. AfD und Freie Wähler tun zumindest so, als würden sie etwas ändern wollen. Die einzig konkrete Aussage kommt von dieBasis-Kandidat Jens Haustein. Bleibt zu hoffen, dass Wort und Tat hier nicht auch wieder meilenweit auseinander klaffen.

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28 Juni 2022

Fotowettbewerb: Gewinner gekürt und vom Lichte geküsst

Westsachsen/Bad Elster.-
Heute wurden die drei Gewinnermotive des ersten offiziellen Fotowettbewerbs in der Lichterwelt der Königlichen Anlagen Bad Elsters bekanntgegeben. Zum Start des 1. Chursächsischen Frühlingszaubers hatten die Sächsische Staatsbäder GmbH (SSB) und die Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG) bis Ende Mai 2022 alle Gäste und Besucher aufgerufen, Ihr Lieblingsmotiv der Lichterwelt Bad Elsters in den sozialen Netzwerken zu posten.
Insgesamt 40 Fotografinnen und Fotografen haben sich daran mit genau 178 Fotomotiven beteiligt, welche weiterhin unter dem Hashtag #MeineLichterweltBadElster auf den Social-Media-Plattformen Facebook oder Instagram einsehbar sind. „Mit großer Freunde haben wir die rege Beteiligung wahrgenommen und gesehen, wie inspirierend die leuchtenden Königlichen Anlagen des Sächsischen Staatsbades Bad Elster für viele Motivsuchende gewesen sind“, erklärt SSB-Pressesprecherin Steffi Schlosser und ihr CVG-Marketingkollege Stephan Seitz ergänzt: „Am meisten hat uns dabei begeistert, wie sehr sich hier die Aufenthaltsgründe in Bad Elster aus Natur, Kultur und Gesundheit in den Fotomotiven spielerisch widerspiegeln.“
Eine qualifiziert besetzte Foto-Jury aus CVG, SSB, Dirk Heinze vom Tourismusverband Vogtland, Perry Wunderlich aus Markneukirchen vom Fotoclub Vogtland sowie dem Pressefotografen Christian Schubert aus Plauen hat nun alle eingereichten Fotomotive gesichtet und sich in gemeinsamer Diskussion und Abstimmung auf drei Gewinnermotive geeinigt: Das erstplatzierte Foto stammt von Ronny Schwabe aus dem sächsischen Oberwiera und wurde von der Jury auf den Titel „Vom Lichte geküsst“ getauft und vor allem wegen seines besonderen Motivcharakters gewürdigt. Der Fotograf gewinnt drei Übernachtungen für zwei Personen im 4-Sterne-Superior-Hotel König Albert, inklusive schwebendem Glück in der Soletherme und kulturellem Genuss im König Albert Theater im Wert von über 500 Euro.
Der zweite Platz von Sebastian Schneider aus Plauen wurde auf „Lichterwelt pur-pur“ getauft und aufgrund der gelungenen, kompositorischen Farbharmonie gewählt. Sebastian erhält einen Gutschein für einen puren „Verwöhntag für Zwei“ im Therapie- und Wohlfühlzentrum des historischen Albert Bades. Das 3. Gewinnerfoto wurde von Timo Klingelhöfer aus Karlsruhe eingereicht, der die Jury mit einem nicht alltäglichen und mutigen „Waldkuppelblick“ überzeugt hat und damit Tickets für zwei Personen für eine Veranstaltung im König Albert Theater oder NaturTheater Bad Elster 2022 gewinnen konnte.

27 Juni 2022

Sinfoniekonzert in der „Neuen Welt“: Ein abwechslungsreiches Programm

Westsachsen/Zwickau.-
Nach zweijähriger Pause spielt das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Georg Christoph Sandmann endlich wieder das Sinfoniekonzert im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ in der Leipziger Straße 182. Am Mittwoch, dem 6. Juli 2022, erklingt ab 19 Uhr ein buntes und abwechslungsreiches Programm, unter anderem mit Werken von Georges Bizet, Charles Gounod und auch mit Werken des Dirigenten Georg Christoph Sandmann.
In diesem Jahr treten außerdem fünf junge Solisten mit dem Orchester auf: Friederike Irmer (Violine), Ferdinand Schmoldt am Klavier, Wiebke Mehnert mit dem Violoncello, Claudine Kloos mit der Viola und Jonathan Häber am Marimbaphon. Sie spielen Konzerte von Wieniawski, Grieg, Tschaikowski, Hummel und Rosauro.
Einigen Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums werden zum Sinfoniekonzert die diesjährigen Mittel- und Oberstufenabschlüsse verliehen.
Karten für das Sinfoniekonzert (9 Euro/ermäßigt 7 Euro, freie Platzwahl) sind ab sofort im Vorverkauf im Sekretariat des Konservatoriums, Stiftstraße 10, und an der Abendkasse erhältlich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 Juni 2022

Gudrun Rödel: Halbwahrheiten und merkwürdige Schlussfolgerungen

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
Gudrun Rödel (Archivfoto), Autorin des Buches „Weggesperrt“, fühlte sich von ihrem Verlag ungerecht behandelt. Sie war der Meinung, nicht genug Geld für den Verkauf ihrer Bücher bekommen zu haben. Deshalb wandte sie sich zunächst an Rechtsanwalt Reinhard Schübel, den falschen Doktor aus Plauen. Dieser schrieb einen Brief mit der Forderung, alle Abrechnungen sehen zu wollen. Auf die Gegenforderung, er möge doch zunächst seine (nicht vorhandene) Doktorarbeit vorzeigen, reagierte er nicht mehr. Daraufhin versuchte es Rödel mit einer Strafanzeige bei der Zwickauer Staatsanwaltschaft. Am 5. Mai kam es am Amtsgericht Zwickau zum Prozess.
Gudrun Rödel war als Zeugin geladen. Gleichzeitig war es ihr gestattet, als Nebenklägerin aufzutreten. Das bedeutet, dass sie trotz Zeugenstand während der gesamten Verhandlung im Gerichtssaal verbleiben durfte. Als der vorsitzende Richter den Angeklagten nach seinen persönlichen Daten befragen wollte, forderte dieser von ihm, er möge zuvor versichern, der „kriminellen Vereinigung“ um Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und Staatsanwalt Jörg Rzehak nicht anzugehören. Außerdem sollte ihm der Richter zusichern, dass er im Vorfeld keinerlei Absprachen mit der Staatsanwaltschaft Zwickau bezüglich des Vorgehens gegen den Angeklagten getroffen habe. Letzteres bestätigte der Richter zunächst, lehnte jedoch eine unterschriftliche Erklärung und die Protokollierung ab. Auch bestritt er nicht die Existenz dieser kriminellen Vereinigung, von der er sich ebenfalls nicht schriftlich distanzierte. Demzufolge war er nach objektiver Betrachtung nicht in der Lage, ein wertneutrales Urteil zu fällen. Der Angeklagte lehnte deshalb die Weiterführung des Prozesses ab.
Der noch recht junge Richter verließ den Saal, um sich zu beraten. In der Zwischenzeit wurde der im Raum verbliebene Staatsanwalt von einer Zuschauerin mit dem Zwickauer Überklebungsskandal konfrontiert. Wie weit er denn mit den Ermittlungen sei und ob nun seine strafvereitelnden Kollegen endlich zur Rechenschaft gezogen würden, wurde er gefragt. Ein ebenfalls unter den Zuschauern sitzender Zwickauer Stadtrat warf der Fragestellerin vor, sie hätte den Staatsanwalt beleidigt. Dieser zeigte sich äußerlich recht unbeeindruckt, hoffte wohl insgeheim, der Richter möge bald zurück sein. Nachdem dieser den Raum wieder betreten hatte, ging der Prozess weiter. Die Zeugin Gudrun Rödel durfte ihre Wahrnehmung der Geschehnisse ausführlich darlegen. Danach beantragte der Staatsanwalt die Einstellung des Verfahrens mit den Worten: „Das scheint hier eher ein zivilrechtlich zu klärendes Problem zu sein“.
Seit einiger Zeit ist ein Video im Umlauf, in dem Gudrun Rödel allerlei Halbwahrheiten über diesen Prozess unters Volk streut  (Link auf Facebook). Ab Minute 41:45 kann der verwunderte Zuschauer unter anderem vernehmen, ein Anwalt hätte ihr verraten, dass inzwischen auch Reichsbürger in die Justiz involviert seien. Einige Minuten zuvor fordert die Autorin die digitale Prozessbeobachtung, damit die Lügerei vor Gericht endlich aufhört. Eine möglicherweise angefertigte Audioaufnahme würde jedoch den tatsächlichen Ablauf dieses Prozesses komplett anders darstellen, als Gudrun Rödel es der Öffentlichkeit glauben machen will.

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24 Juni 2022

Bürgerservice: Längere Wartezeiten wegen Ansturm auf Dokumente

Westsachsen/Zwickau.-
Wer in diesen Tagen etwas im Bürgerservice der Stadtverwaltung Zwickau erledigen möchte, sei es den Wohnsitz ummelden oder einen neuen Personalausweis beantragen, findet sich häufig in einer langen Warteschlange im Rathausfoyer wieder.
Ursache ist vor allem, dass derzeit sehr viele Personen einen neuen Personalausweis und/oder Reisepass beantragen. Dies hat verschiedene Gründe: Zum einen werden Reisepässe, welche in den vergangenen beiden Jahren abgelaufen waren, aber pandemiebedingt nicht benötigt wurden, jetzt beantragt. Zum anderen werden in diesem Jahr turnusmäßig - wie alle zehn Jahre – deutlich mehr Dokumente ungültig als in den Vorjahren. Die anstehende Urlaubs- und Ferienzeit veranlasst viele Familien dazu, die jährlich ablaufenden Kinderreisepässe zu verlängern.
Um den gebotenen Mindestabstand zu ermöglichen, wird nur eine begrenzte Personenanzahl in den Bürgerservice eingelassen, was eine Warteschlange im Erdgeschoss des Rathauses zur Folge hat. Das Bürgeramt bittet hierfür um Verständnis.
Wer lange Wartezeiten und das Anstellen im Foyer vermeiden möchte, kann telefonisch (0375-830) oder per Mail (buergerservice@zwickau.de) einen Termin vereinbaren. Gleichzeitig wird über die vorzulegenden Unterlagen informiert. Der Bürgerservice hat derzeit wie folgt geöffnet:
Montag: 8 bis 15 Uhr
Dienstag: 9 bis 18 Uhr
Mittwoch: 8 bis 13 Uhr
Donnerstag: 8 bis 15 Uhr
Freitag: 8 bis 13 Uhr
Samstag: 8 bis 13 Uhr

Die Lieferzeit für Reisepässe beträgt derzeit fünf bis sechs Wochen, für Personalausweise zwei bis drei Wochen. Kinderreisepässe und vorläufige Personalausweise werden sofort ausgehändigt.
Für Fragen rund um die Beantragung von Reisedokumenten und zu den sonstigen Dienstleistungen des Bürgerservice steht das Team des Bürgertelefons unter 0375 830 zu den genannten Sprechzeiten gern zur Verfügung. Eine Übersicht über das Dienstleistungsangebot ist unter www.zwickau.de/buergerservice zu finden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

23 Juni 2022

Hygiene, Speisenversorgung und Transparenz auf höchstem Niveau

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Das Thema „Ernährung und Gesundheit“ hat eine große Bedeutung, die stetig steigt und der es gilt, tagtäglich gerecht zu werden. Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e. V. (GEK) bestätigt hervorragende Leistungen im Bereich der Verpflegung mit dem Gütezeichen „Kompetenz richtig Essen“. Bei der Auditierung, durchgeführt von der GEK-Sachverständigen Iris Rochau, erreichten die Ernährungs- und Küchenteams aus Adorf und Schöneck je 122 Punkte von möglichen 125 Punkten.
In beiden Kliniken ist ein Umschwung, auch getragen von verjüngten engagierten Küchenteams, spürbar. Der Anspruch an ein gesundes und vor allem leckeres Essen spiegelt sich in den steigenden Essenszahlen (nach Lockerungen der Einschränkungen während der Corona-Pandemie) wider. Gerade unsere Gäste aus den umliegenden Ortschaften können endlich wieder zum Mittagessen sowie Kaffee & Kuchen in die Cafeterien der Häuser kommen und das reichhaltige Angebot genießen.
Gekocht wird täglich frisch für Patienten, Mitarbeiter und Gäste. Gesundheit, Regionalität und Nachhaltigkeit sind ergänzend zu Geschmack, Optik und Service für unsere Essensgäste wichtige Bestandteile einer qualitativ hochwertigen Lebensweise, erklärt Tobias Bauer, Betriebsküchenleiter in der Paracelsus Klinik in Adorf. Dorfner Catering orientiert sich genau an diesen Bedürfnissen und überzeugte damit die GEK-Auditorin.
Das Gütezeichen steht für die höchsten Qualitätsstandards und wird nur Betrieben verliehen, die sich in den geprüften Kriterien auf eben diesem Niveau bewegen. Kontrolliert werden die Kompetenz in Sachen Ernährung und Diäten, die Transparenz auf allen Ebenen der Lebensmittelproduktion, die Lebensmittelqualität und -sicherheit, das Speisenangebot sowie die Hygienestandards. Auch die Auswahl der Lieferanten, die gesetzeskonforme Deklaration der Speisen und die Einhaltung der empfohlenen Nährwerte zählen zu den Anforderungen der GEK.
Das erhaltene Gütezeichen sei deshalb Ausdruck des eigenen Qualitätsanspruchs „Essen ist ein Stück Lebensqualität“, so Diana Roßbach, Betriebsküchenleiterin der Paracelsus Klinik in Schöneck.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Klassizismus, Gründerzeit, Jugendstil: Architektur in Greiz erleben

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Entdecken Sie architektonische Besonderheiten und lernen Sie die wechselvolle Geschichte von ausgewählten Villen, Wohn- und Geschäftshäusern kennen. Prunk und Reichtum aus vergangenen Tagen sind weiterhin sichtbar und zu spüren. Die Kunst am Haus ist alles Andere als langweilig und trocken. Und vor allem lässt sie allerhand Interpretationsspielraum offen und lädt ein, dekorative Schmuckstücke immer wieder neu zu entdecken.
Wir zeigen Ihnen die herausragendsten Beispiele unterschiedlichster Formensprache aus verschiedenen Epochen. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf den Greizer Jugendstil, einem Teilstück der EUROPEAN ROUTE NOUVEAU gelegt. Warum Greiz eine kleine Schwester namhafter Metropolen wie Barcelona, Wien, Brüssel oder Riga ist, erfahren Sie ebenfalls bei diesem Rundgang.
Termin: Samstag, 25. Juni 2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Startpunkt: Tourist-Information Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12
Zeit: 14 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Wichtige Hinweise: Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Lange Nacht der Technik findet morgen statt: Mehr als 50 Sonderaktionen

Westsachsen/Zwickau.- Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und das August Horch Museum laden zur „Langen Nacht der Technik“ am morgigen Freitag ein. Von 18 bis 1 Uhr gibt es im Museum und auf dem Campus Scheffelstraße zahlreiche (Mitmach-) Angebote für Technikfans jeden Alters. Ausführliche Informationen sind unter www.techniknacht-zwickau.de zu finden.
Die WHZ präsentiert ihre Angebote wieder auf dem Campus Scheffelstraße. Neben geöffneten Laborgebäuden erwarten Besucher mehr als 50 Sonderaktionen. So präsentiert die Fakultät Kraftfahrzeugtechnik unter dem Titel „Mythos Porsche“ verschiedenste Fahrzeuge und klärt über die Technik der Kultmarke auf. Zweiradfans können ihre Mopeds auf dem Rollenprüfstand der Fakultät einem kostenfreien Leistungstest unterziehen. Auch die anderen Fakultäten der WHZ, wie Physik, Wirtschaftswissenschaften, Sprachen und Maschinenbau, sind mit zahlreichen Mitmach-Angeboten und Experimenten vor Ort. Das Hochschulsportzentrum bietet auf der Campus-Wiese Sportspiele für Jung und Alt an. Auf der Bühne ist ab 20 Uhr die Band „Borderlight“ aus Zwickau zu hören. Das Catering übernehmen die Zwickauer Studentenclubs. Im Hörsaal 2 gibt es den ganzen Abend historische Filme von und über die Zwickauer Hochschule zu sehen.
Zu den Sonderaktionen des August Horch Museums gehört zum Beispiel der aktuelle Arbeitsstand des originalen Nachbaus des ältesten je in Zwickau gebauten Automobils: des Horch 14-17 PS. WANKELmütig wird es beim befreundeten Verein Intertrab e. V., der einen seltenen wie originalen Trabant-Prototyp mit Kreiskolbenmotor aus dem Depot holt, wie er in den 1960er-Jahren tatsächlich kurz zugelassen war. Die Audi AG schickt das Showcar L18 – E-tron GT RS Concept car, das einst auf der LA Auto Show in den USA vorgestellt wurde. Diginetmedia lässt durch die 360°-Brille Berufe hautnah erleben, während das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil seine Mixed-Reality-Technologie an der Interaktion von realen und virtuellen Maschinenteilen vorstellt. Besucher können auch den 30 cm großen Avatar „AV1“ kennenlernen. Dank dieses Telepräsenzroboters können langzeitkranke Kinder am Unterricht teilnehmen und die Isolation überwinden. Ein Abgesandter der ZeitWerkStadt Frankenberg bringt alle 45 Minuten in einem kurzen Workshop besonders jungen Leuten das Thema „Antriebssysteme“ näher, und auch die ZEV, IndiKar, die Trabantwelt Hofmann und das Zeitsprungland präsentieren coole Ideen. Auf der Bühne wechseln sich die Zwickauer Bands „Sisters.Agree“ und „Simple Reunion“ ab und machen die Überdosis Technik gut verdaulich.
Die Angebote der Hochschule auf dem Campus Scheffelstraße können kostenfrei genutzt werden. Das August Horch Museum kann zur Langen Nacht der Technik zum reduzierten Eintrittspreis von 6 Euro betreten werden.
Um zwischen dem Hochschulcampus und dem August Horch Museum pendeln zu können, stehen kostenfreie Shuttle-Busse bereit. Diese fahren etwa alle 20 Minuten direkt vor den Einrichtungen ab. Aufgrund des begrenzten Parkplatzangebots empfehlen die Veranstalter generell die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Das August Horch Museum und die Westsächsische Hochschule Zwickau organisieren die Lange Nacht der Technik seit 2012. Die Veranstaltung lockt immer mehrere tausend Besucher jeden Alters an. Gerade für Familien mit Kindern bietet die Veranstaltung zahlreiche (Mitmach-)Angebote. Letztmalig stattgefunden hat die Techniknacht im Jahr 2018. 2019 pausierte das August Horch Museum aufgrund der Vorbereitungen zur Sächsischen Landesausstellung, danach musste die Veranstaltung in Folge der Corona-Pandemie zweimal abgesagt werden.
Quelle und Fotos: August Horch Museum/ WHZ

20 Juni 2022

Sommerferienspaß im Elefantenreservat Erlebnispark Starkenberg

Westsachsen/Ostthüringen/ Starkenberg.- Der Erlebnispark Starkenberg lädt ein zum großen Ferienspaß 2022:
Mit Wasserrutsche, Aquabadespaß für Groß und Klein. Elefanten waschen und reiten, Elefanten baden in den Ferien und vieles mehr.
Kommt vorbei und erlebt dies alles zusammen mit den Tieren! Für jede Altersklasse ist etwas dabei.
Start: Ferienbeginn 18.07.2022
Das diesjährige Highlight sind unsere Special Guests „Die Roboter Autos“ live zu sehen.
Hüpfburgenland, Kinder-Eisenbahn, Dino Ausgrabung, Spielplatz, Kartbahn, Leckeres Essen, Streichelzoo, Kinderschminken, Kindermitmachcircus, eine Atemberaubende Cirus-Show mit neuen Programm, sowie Kasper und seine neuen Abenteuer und vieles mehr erwartet euch.
Telefonische Kartenvorbestellung unter 0178 5537356 oder die Eintrittskarten direkt vor Ort im Elefantenreservat Starkenberg, Kostitzerstr. 1 in 04617 Starkenberg kaufen.

16 Juni 2022

Verzweifelte GRÜNE und die letzte Ausrede des Herrn Rzehak

Westsachsen/Zwickau.- „Das Buch brauch' ich nicht zu lesen, ich weiß auch so, was da drin steht!“ Staatsanwalt Jörg Rzehak (Archivfoto mit Corona-Vermummung oben) macht aus seinem angestauten Frust über die ständigen Veröffentlichung zum Thema „Zwickauer Überklebungsaffäre“ keinen Hehl. Bei der Durchsuchung in den - wie er es nennt - „Redaktionsräumen der Westsächsischen Zeitung“ lehnte er mit diesen Worten die Entgegennahme des „Lumpenhund-Buches“ ab. Darin wird von einem Opfer der Zwickauer Justiz auch über seine Verfehlungen berichtet. Mit der Ausrede, er habe diesen Vorgang nie auf seinem Schreibtisch gehabt, versuchte sich der umtriebige Staatsanwalt aus der Affäre zu ziehen. Vor lauter Aufregung musste Rzehak sich zunächst erst einmal setzen, bevor er die auf sein Geheiß angetretenen Polizisten durch den Raum dirigierte. „Hier noch mal ordentlich nachschauen! Was ist das dort, hinter dem Vorhang? Wieso gibt's hier nur so veraltete Technik? Das glaubt doch kein Mensch!“ Doch, Herr Rzehak, da wir alle ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten, können wir uns moderne teure Arbeitsmittel nicht leisten.
Mit den Hausdurchsuchungen gegen einige unserer Journalisten wollte Staatsanwalt Jörg Rzehak im Auftrag des GRÜNEN-Politikers Martin Böttger (Archivfoto mit Corona-Vermummung unten) den Urheber des inzwischen zensierten Zitates >>Mit derartigen Gesprächsangeboten hat Böttger reichhaltige Erfahrungen. Schon zu DDR-Zeiten horchte er auf diese Weise Oppositionelle bei sogenannten „Beratungsgesprächen“ im Umfeld der damaligen Zwickauer Friedensbibliothek aus. Viele seiner Gesprächspartner wanderten in der Folge in den Knast. Böttger selbst blieb davon stets auf wundersame Weise verschont, was ihn allerdings nicht daran hindert, sich bis heute als „Bürgerrechtler“ und „DDR-Oppositioneller“ zu inszenieren.<< ausfindig machen. Böttger behauptet nach wie vor, dass dies eine Falschmeldung sei. Allerdings zeigt sein Vorgehen gegen unliebsame Kritiker heute, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass dieses Zitat stimmt. Schließlich hat er nach Recherchen der „Freien“ Presse gefordert, dass einer der WSZ-Journalisten bei Nichtzahlung eines von ihm beantragten Ordnungsgeldes eingesperrt werden soll (WSZ berichtete).
Auf der Facebook-Seite seines GRÜNEN-Freundes Wolfgang Wetzel gab es zwischenzeitlich eine heiße Diskussion zum Thema. Auch darüber, dass ein Beweisordner an die AfD-Vorsitzende Alice Weidel übergeben wurde (WSZ berichtete). Wetzel meint zynisch „Na das ist doch gut, wenn Frau Weidel jetzt Ihren Ordner hat. Die wird sich da jetzt gewiss unverzüglich reinarbeiten und alles klären, der Rest ist dann nur noch reine Formsache.“ Er selbst verweigert bis heute die Unterstützung bei der Aufklärung der Verbrechen in der Zwickauer Justiz. Für weitere Argumente ist er nicht mehr zugänglich. „Es reicht!“, liest man unter dem letzten Kommentar. Stattdessen verweist Wetzel erneut auf den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages, von dem er weiß, dass hier niemals eine Aufklärung erfolgen wird, weil ... „Sachsensumpf“.

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14 Juni 2022

Konzert-Tipp der Woche: 20 Jahre Chursachsen in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.- Am Freitag, den 24. Juni feiert die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft um 19.30 Uhr ihr 20jähriges Bestehen mit einem Festkonzert der Chursächsischen Philharmonie im König Albert Theater Bad Elster! Zum Saisonabschuss der Spielzeit 2021/2022 der Chursächsischen Philharmonie erklingen unter der musikalischen Leitung von GMD Florian Merz zwei Meistersinfonien von Mendelssohn und Schumann auf historischen Instrumenten der Klassik. Mendelssohns 3. äußerst lyrische Symphonie wurde im Januar 1842 vollendet. Robert Schumann lobte in einer Kritik die formale Dichte des Werks; es bilde »ein engverschlungenes Ganzes«. Den Beinamen »Schottische« erhielt das Werk, weil Mendelssohn hier die Eindrücke eines Schottland-Aufenthalts im Jahr 1829 verarbeitete. Mit Robert Schumanns »Rheinischer« 3. Symphonie erklingt dazu freudige Romantik aus der glücklichen Zeit Robert Schumanns. Ihren Beinamen bekam sie im Nachhinein durch den Freund und späterer Biographen Wilhelm Joseph von Wasielewski, da sie kurz nachdem Schumann von Dresden nach Düsseldorf gezogen war entstanden ist. Eine ungewöhnlich glückliche Zeit in Schumanns Leben, und das hört man auch in dieser Symphonie! In gewisser Weise spiegelt sich in dieser sächsisch-rheinischen Musik auch der biographische Bezug von Firmengründer GMD Florian Merz, als geschäftsführenden Intendanten des »Geburtstagskindes«.
Das Jubiläum wird zusätzlich mit einer Vernissage zur neuen Dokumentation zu 20 Jahren Chursächsische Veranstaltungs GmbH Bad Elster in der Galerie des Königlichen Kurhauses begleitet. Der Einführungsvortrag zum Konzert mit GMD Florian Merz beginnt um 18.45 Uhr. Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

13 Juni 2022

Lehrgang erfolgreich absolviert: Wieder mehr Sicherheit am Wasser

Westsachsen/Werdau.-
13 Rettungsschwimmer im Alter zwischen 12 und 60 Jahren haben am vergangenen Sonntag erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden. Künftig können sie für Ihre Schützlinge in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen mehr Verantwortung übernehmen. Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre, eine Ortsgruppe des DRK Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., hatte seit dem 27. Mai immer freitags, samstags und sonntags zum Kurs ins Waldbad Fraureuth bzw. das WEBALU Hallen- und Freibad eingeladen. Ehrenamtliche Rotkreuzler, Sportstudenten, Erzieher und Schwimmsportler waren dem gefolgt und lernten in den zurückliegenden Wochen jede Menge praktische und theoretische Grundlagen zur Selbst- und Fremdrettung, sowie Erster Hilfe in unterschiedlichsten Notfallsituationen. Für die DRK-Wasserwacht, in der sich gut 200 ehrenamtliche Mitglieder organisieren, soll es nicht der letzte Lehrgang in diesem Jahr gewesen sein. Für November wird ein weiterer Wochenendkurs angesetzt. Interessenten können sich an Ausbildungsleiterin Elke Mehner (Telefon: 0172 7032867 / E-Mail: elke.mehner@wasserwacht-kober.de) wenden.
Quelle und Foto: DRK/Andre Kleber

Schumann-Fest 2022: Ein Reigen aus verschiedenen Formaten

Westsachsen/Zwickau.-
Vom 2. bis 12. Juni fand in Zwickau das diesjährige Schumann-Fest unter dem Motto „Schumann und Brahms“ statt. Zehn Tage boten über 20 Veranstaltungen mit Konzerten, Vortrag, Lesungen, Ausstellung, Kino, Kindernachmittag, Wiener Kaffeehausmusik, Meisterkurs (mit Mitsuko Shirai), dem Romantischen Lichterfest und einer Fahrrad-Konzerttour ein tolles Programm, in dessen Zentrum die musikalische Freundschaft zwischen den beiden Komponisten stand.
Als besondere Attraktionen vor bis auf den letzten Platz gefüllten Sälen erwiesen sich das Sinfoniekonzert mit der New Yorker Pianistin Tiffany Poon (Preisträgerin beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau 2016) und den Clara-Schumann-Philharmonikern unter Leitung von GMD Leo Siberski im Jugendstilkonzertsaal Neue Welt sowie das Konzert mit Schülern des Robert Schumann Konservatoriums im Robert-Schumann-Haus unter dem Titel „Romantisches Intermezzo“. Das Romantische Lichterfest mit dem Auftritt von Stern Meißen und deren Schumann-Adaption „Von fremden Ländern und Menschen“ war ebenso ein Publikumsmagnet.
Auch im weiteren Programm gab es Erstaufführungen und Raritäten, so die Brahms’sche Schumann-Bearbeitung „Im dunkeln Schoß der heil’gen Erde“ mit Solisten des Theaters Plauen-Zwickau vor dem Schumann-Denkmal am 8. Juni, die Urfassung von Brahms’ erstem Klaviertrio mit dem Trio Egmont, den Hollywood-Klassiker „Song of Love“ (mit Katharine Hepburn als Clara Schumann) in Originalfassung mit deutschen Untertiteln oder die von Brahms und Clara Schumann gemeinsam komponierte vierhändige Klavierbearbeitung von Schumanns Klavierquintett mit dem Klavierduo Eckerle. Bei den erstmals stattfindenden Fahrradkonzerten begaben sich knapp 70 Teilnehmer auf eine landschaftlich und kulturell attraktive 40-Kilometer-Tour von Zwickau über Reinsdorf, Hartenstein, Silberstraße und Bockwa zurück zum Ausgangsort. Die fünf Veranstaltungen auf dem Weg deckten ein weites Spektrum von Chor- und Orgelmusik bis hin zu Blechbläsern, Jazz und Big Band ab.
Einen wunderbaren Abschluss bot am gestrigen Sonntag das Konzert des Egmont Trios im Robert-Schumann-Haus. Die Musiker aus Leipzig und Berlin brachten ein Programm aus den Fantasiestücken op. 88 Robert Schumanns, dem Un poco Adagio op. 12 von Emilie Mayer sowie dem Klavier Trio Nr. 1 von Johannes Brahms in der ersten Fassung des Werkes von 1854 zu Gehör. Das Besondere an diesem Programm war, dass auf Originalinstrumenten musiziert wurde, was dem Ganzen einen unverwechselbaren, warmen Klang verlieh und eine Vorstellung bot, wie die Werke zu ihrer Entstehungszeit geklungen haben mochten. Noch bis 26. Juni ist im Robert-Schumann-Haus Zwickau die Sonderausstellung „Brahms und die Schumanns“ zu sehen. Das nächste Schumann-Fest findet voraussichtlich vom 8. Bis 18. Juni 2023 statt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 Juni 2022

Alice Weidel in Zwickau: Beweismaterial zum Sachsensumpf überreicht

Westsachsen/Zwickau/Berlin.- Geschätzte zwei- bis drei Tausend interessierte Bürger aus dem Landkreis hatten sich gestern auf dem Zwickauer Hauptmarkt versammelt. Sie warteten gespannt auf den angekündigten „Stargast“: Dr. Alice Weidel. Die Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) war zur Unterstützung von Landratskandidat Andreas Gerold extra aus Berlin angereist. Die Begrüßung war herzlich: „Ich liebe Sachsen. Ich würde so gerne auch bei Euch wohnen“, ruft sie dem Publikum zu. In ihrer Rede ging sie auf die aus Sicht der AfD vollkommen verfehlte Landes- und Bundespolitik ein, erklärte, was sie zum Beispiel als Innenministerin besser machen würde und kritisierte die Inkompetenz der meisten ihrer Kollegen: „Was hat die CDU, was haben die anderen Parteien für Euch gemacht? Überhaupt nichts! Das, was diese Leute zu verantworten haben, ist die Abwicklung des Industrielandes Deutschland mit den gesamten Arbeitsplätzen.“ Das sei eine Schande, so Weidel weiter und begründet auch gleich, warum das so ist: „Weil diese Politiker nicht einmal in ihrem Leben richtig gearbeitet haben. Lasst uns diese Leute aus ihren Ämtern wählen, denn Sachsen hat besseres verdient, als das!“
Der Gegenprotest aus dem Links-Grünen Spektrum hielt sich mit einem Grüppchen von rund 50 Stück „pubertierendes Gefahrengut“, wie es der AfD-Kreisvorsitzende Dirk Eckert ausdrückte, in engen Grenzen. Die Polizei hatte für gebührenden Abstand gesorgt. So verkam auch der klägliche Versuch des Ex-Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN, Wolfgang Wetzel, zur Lachnummer, der meinte, mit einem Plakat gegen braune Lesben könne er die Sympathie der Mehrheit für seine regenbogenfarbene Homosexualität im rosa Röckchen gewinnen. Weit gefehlt. Die meisten Passanten schüttelten nur den Kopf oder drehten sich angewidert weg.
Während der anschließenden Autogrammstunde zeigte sich Weidel bürgernah und ließ sich gern mit ihren Fans fotografieren. Am Ende der Veranstaltung überreichte ihr Olaf Thalwitzer (Foto unten) vom „Verein für saubere Justizarbeit“ einen Ordner mit Beweismaterial zu den Rechtsbrüchen durch die Justiz und aktiven Stasi-Seilschaften in Zwickau, über die seit Jahren in der WSZ berichtet wird. Weidel versprach, sich mit dem Sachverhalt zu beschäftigen. Allerdings sei dafür ihre Fraktion im Sächsischen Landtag zuständig, der sie den Ordner übergeben will. Nachdem die meisten anderen Politiker - bis auf wenige Ausnahmen - versuchten, die Sache abzuwiegeln, ist dies zumindest ein Hoffnungsschimmer.

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10 Juni 2022

Neue Parkanlage: Fitnesspark am Vogelturm wird attraktiver

Westsachsen/Zwickau.-
In der Muldestadt gibt’s seit gestern eine weitere attraktive Parkanlage – den „Fitnesspark am Vogelturm“ in Niederplanitz. Ein rund 6000 Quadratmeter großes Grundstück an der Ricarda-Huch-Straße erfuhr von April 2021 bis Juni 2022 eine regelrechte Verjüngungskur. Auf der einst aufgefüllten Abrissfläche (alte Schule) und den Grün- und Gehölzflächen laden ab sofort verschiedene Sportgeräte zu allerlei Kurzweil ein. Es kann gehangelt, balanciert, geschaukelt oder auf einem Trampolin gesprungen werden. Eine Calisthenics-Anlage, ein 3-er Reck und eine Tampenschaukel ergänzen die sportlichen Herausforderungen, die für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vorgesehen sind. Moderat und sicher aktiv werden können aber auch alle betagteren Parkbesucher, denn auch an sie wurde gedacht. Spezielle Outdoor-Bewegungstrainer machen den Fitnesspark zu einem Generationenspielplatz und bringen Bewegung in den Alltag älterer Menschen. Ähnliche Fitnessgeräte gibt es bereits in anderen Stadtgebieten, wie beispielsweise im Lutherpark, im Weißenborn Wald oder am Mulderadwanderweg.
Freuen können sich die Parkbesucher auch über sechs, mit Erdbeeren und Kräutern bepflanzte Hochbeete, 20 Obststräucher und zehn Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche), von denen auch genascht werden darf. Damit soll den Kindern und Jugendlichen ein Stück Natur nähergebracht werden. Eine entsprechende Lehrtafel informiert ausführlich dazu.
Im Rahmen der Baumaßnahme erfolgten ebenso 20 Meter Randeinfassung (Granitgroßpflaster) für das Naschobstrondell. Für den sicheren Stand der Spielgeräte sorgen rund 25 Quadratmeter Betonfundamente und für frisches Grün eine neue Rasenansaat auf rund 500 Quadratmetern.
Ergänzend wurde die neue Parkanlage außerdem mit 2 normalen und zwei Jungendbänken und einem Papierkorb.
Bis auf die Asphaltarbeiten erfolgten alle Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau unter Regie des Garten- und Friedhofsamtes, Sachgebiet Stadtgrün. Gut zupacken durften die Auszubildenden im Amt, denn die Gestaltung der Parkanlage diente gleichermaßen als Lehrprojekt im Rahmen ihrer Ausbildung zum Gärtner für den Garten- und Landschaftsbau. Somit konnten sich die Azubis - unter Anleitung des Ausbilders - u. a. in Pflaster- und Fundamentarbeiten beweisen, praxisnahe Handhabungen hinzulernen und Wissen bzw. Fähig- und Fertigkeiten festigen.
Für die Umsetzung der Maßnahme standen insgesamt 62 TEUR zur Verfügung (50 TEUR ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe, 2020+2021 je 25 TEUR und 12 TEUR über den Bürgerhaushalt 2022). Der Kostenrahmen wurde eingehalten. Der Verein Lichthaus e.V. wird sich in Zukunft um die Pflege der Hochbeete und des Naschobstrondells kümmern.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

ibug 2022: Festival für urbane Kunst kehrt zurück nach Flöha

Westsachsen/Flöha/Leipzig.- Die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – geht in diesem Jahr in eine neue Runde. Ab dem 6. August soll die ehemalige Buntpapierfabrik in Flöha wieder Austragungsort des Festivals für urbane Kunst und zur Leinwand für regionale, nationale und internationale Künstler:innen werden. Nach einer zweiwöchigen Kreativphase und der Digitalisierung aller Exponate können Neugierige und Kunstliebhaber:innen an zwei Festivalwochenenden – vom 26. bis 28. August und vom 2. bis 4. September – eine Ausstellung auf Zeit erleben. Dazu ist in diesem Jahr wieder ein buntes Festivalprogramm, u. a. mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstler:innengesprächen und Musik geplant. Nach den Festivalwochenenden soll es außerdem Angebote für Schulklassen geben. Ein Novum in diesem Jahr: 2022 findet die ibug erstmals in der gleichen Industriebrache wie im Vorjahr statt. „Aufgrund der geltenden Corona-Regeln konnten wir 2021 nur eine begrenzte Anzahl von Künstler:innen für das Festival zulassen. Auch der Zugang für das Publikum war streng reguliert. Die alte Buntpapierfabrik hat aber weit mehr Potential, das wir in diesem Jahr nutzen wollen“, erklärt Rahel Pötschke aus dem Vorstand des ibug e.V.. Dabei sollen eine weitere Auseinandersetzung mit der Brache und ihrer Geschichte ebenso wie ein weiterer Ausbau des Geländes erfolgen und punktuell neu erlebbare Räume geschaffen werden. Inwieweit die bereits vorhandene Kunst erhalten bleibt oder weiterentwickelt wird, ist offen. „Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den örtlichen Behörden und die tolle Unterstützung ortsansässiger Unternehmen waren auch ausschlaggebend für unsere Rückkehr nach Flöha“, so Pötschke weiter.
Knapp 300 Kreative aus insgesamt 41 Ländern hatten sich für die ibug 2022 beworben. Rund 75 Künstler:innen, Duos und Kollektive sind nun eingeladen, sich auf dem Areal zu entfalten und Innenräume wie Außengelände mit einem Mix der Genres zwischen Malerei und Graffiti, Installationen, Skulpturen und Textilkunst, Fotografie und Multimedia zu gestalten. Ohne coronabedingte Reisebeschränkungen werden neben ibug-Alumni und neuen Gesichtern aus ganz Deutschland auch wieder mehr internationale Gäste dabei sein, von Schweden bis Italien, von Großbritannien bis Israel, von Portugal bis Russland. Die weiteste Anreise nach Flöha haben wohl Barbara Daros aus Brasilien, Sergio Stuff aus Puerto Rico, das Mz. Icar Collective aus den USA und Wartin Pantois aus Kanada. Letzterer war schon 2017 bei der ibug in Chemnitz zu Gast.
Seit der ersten Industriebrachenumgestaltung im Jahr 2006 hat sich die ibug zu einem weltweit bekannten Festival für urbane Kunst entwickelt. Immer zum letzten Augustwochenende wird dafür eine Brache in Sachsen als temporäre Ausstellung geöffnet. Im Fokus der internationalen Künstler:innen steht das Experiment mit Genres, Materialien und Techniken ebenso wie die Vergangenheit der Brache und ihre Architektur. Das Team der ibug wurde vielfach für sein Engagement ausgezeichnet, u. a. 2010 mit dem „PlusPunkt Kultur“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, 2019 beim „So geht Sächsisch“ Ideenwettbewerb für Tourismus in Sachsen sowie 2020 beim Wettbewerb „Denkzeit Event“ des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus für kreative Ideen und innovative Konzepte bei der Umsetzung bestehender oder neuer Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen.
Mehr Infos zur ibug 2022 gibt es online unter www.ibug-art.de.

09 Juni 2022

Neuer Vorsitz: Alt-OB Rainer Eichhorn geht in erweiterten Vorstand

Westsachsen/Zwickau.-
Bei der Mitgliederversammlung der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e. V. am 8. Juni 2022 (212. Geburtstag Robert Schumanns) wurde der Vorstand neu gewählt. Zu einer Änderung kommt es lediglich im Vorsitz: Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Rainer Eichhorn (Foto rechts), der seit 2018 das Amt des Vorsitzenden versehen hat, wechselt auf eigenen Wunsch in den erweiterten Vorstand. Zu seiner Nachfolgerin als Vorsitzende wurde einstimmig Katrin Synofzik (Foto links) gewählt.
Katrin Synofzik arbeitet bereits seit 2014 im erweiterten Vorstand der Robert-Schumann-Gesellschaft. Sie hat sich vielfältig für die Gesellschaft engagiert, nicht zuletzt in Bezug auf Nachwuchsförderung. Sie war Mitgestalterin zahlreicher Kindernachmittage im Robert-Schumann-Haus und trat bei Lesungen auf. Unter ihrem Mädchennamen Katrin Reyersbach war sie Bandmitherausgeberin der Schumann-Briefedition und veröffentlichte Forschungsbeiträge zum Schumann-Mendelssohn-Kreis. Die 52-Jährige ist als beratende Bürgerin Mitglied im Kultur- und Bildungsausschuss der Stadt Zwickau und Elternsprecherin am Clara-Wieck-Gymnasium.
Die Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau ist die älteste der drei deutschen Schumann-Gesellschaften. Ursprünglich 1920 gegründet engagiert sie sich trotz der politisch bedingten Neukonstitutionen bis heute aktiv in der Pflege von Leben und Werk Robert Schumanns. Der eingetragene Verein veranstaltet Vorträge, Konzerte und Tagungen, unterstützt das Schumann-Fest und die Schumann-Wettbewerbe, ist in der Nachwuchsförderung aktiv oder erarbeitet die Vorschläge für den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau. Zugleich fungiert die Gesellschaft als Förderverein des Robert-Schumann-Hauses. Auf diese Weise werden beispielsweise Ankäufe von Autographen ermöglicht.
Aktuell zählt die Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau rund 280 Mitglieder. Neben Musikfreunden aus ganz Deutschland gehören namhafte Künstler und Musikwissenschaftler aus aller Welt zum Kreis der Mitglieder, so beispielsweise der amerikanische Bariton Thomas Hampson, die japanische Mezzosopranistin Mitsuko Shirai, der belgische Pianist Jozef De Beenhouwer oder die Musikforscher Roe Min Kok (Quebec), Rufus Hallmark (New York) und Margit McCorkle (Vancouver).
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

07 Juni 2022

Verleumdungsvorwurf: Polizei ermittelt auch gegen GRÜNEN-Stadtrat

Westsachsen/Zwickau.-
 In der vergangenen Woche veröffentlichte die „Freie“ Presse (FP) einen Artikel mit der Überschrift „Ordnungsgeld gegen rechtes Bloggerportal verhängt“. Darin wird Bezug auf die zensierte Passage in der Westsächsischen Zeitung >>Mit derartigen Gesprächsangeboten hat Böttger reichhaltige Erfahrungen. Schon zu DDR-Zeiten horchte er auf diese Weise Oppositionelle bei sogenannten „Beratungsgesprächen“ im Umfeld der damaligen Zwickauer Friedensbibliothek aus. Viele seiner Gesprächspartner wanderten in der Folge in den Knast. Böttger selbst blieb davon stets auf wundersame Weise verschont, was ihn allerdings nicht daran hindert, sich bis heute als „Bürgerrechtler“ und „DDR-Oppositioneller“ zu inszenieren.<< genommen.
Im weiteren Verlauf des FP-Einspalters ist dann zu lesen: „Für den Fall, dass das Geld nicht gezahlt wird, droht Olaf Th., einem der Macher des Portals, aber keine Ordnungshaft. Böttger hatte diese beantragt“.
„Martin Böttger (Foto) weiß nach eigener Aussage genau, dass ich diesen Artikel nicht geschrieben habe, setzt aber laut FP-Recherche alle Hebel in Bewegung, mich in den Knast zu bringen“, wundert sich der vom angeblichen Bürgerrechtler angegriffene Journalist. „Jetzt wäre eigentlich der journalistische Ehrgeiz der FP-Macher gefragt, der Sache nachzugehen.“
Aus Sicht des Betroffenen ist Martin Böttger ein Lügner (Major des Chinesischen Geheimdienstes a,D.), ein Zyniker, der die Frage, ob es denn sein könne, dass es Leute gibt, die wegen ihm in den Knast kamen, so beantwortet: „Kann sein, kann vielleicht nicht sein. Es kann auch sein, dass der Mond morgen auf die Erde fällt“ und ein Heuchler, der bei ihm hilfesuchende Menschen mit den Worten abspeist: „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht“.
Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei in diesem Fall auch gegen Martin Böttger. „Ich habe diesen Mann selbstverständlich wegen falscher Verdächtigung angezeigt, weil er mich trotz besseren Wissens mit all seinen persönlichen Beziehungen zur Zwickauer Staatsanwaltschaft unschuldig verfolgt“, so der Angegriffene. Im Mai hatte die Polizei wegen einer Anzeige des GRÜNEN-Stadtrats mehrere Privatwohnungen und ein Büro in Zwickau auf Hinweise durchsucht, die denjenigen Journalisten verraten könnten, der den Skandal ins Rollen brachte. Derzeit laufen die Ermittlungen noch in alle Richtungen.

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Kultur-Tipp der Woche: Felix Reuter und der verflixte Beethoven

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 19. Juni präsentiert Musikkabarettist Felix Reuther um 19 Uhr sein neues Programm »Der verflixte Beethoven« im König Albert Theater Bad Elster. Der Weimarer Pianist und Musikkomödiant Felix Reuter ist ein verflixt großer Entertainer und widmet sich im neuen Programm dem verflixten Beethoven mit viel Humor und den Hintergründen der Musik und des Lebens des nur 1,60 Meter großen Weltkomponisten. Schimpfen konnte er vorzüglich: Über seine Haushaltshilfen, welche daher ständig wechselten, über schlechtes Essen, über andere Menschen. Er änderte insgesamt 68 Mal seinen Wohnort – seltsam. Vielleicht bekam er daher wenig Besuch? Wer war nun Elise wirklich? Was hat es mit der »Mondscheinsonate« auf sich? Felix Reuter klärt auf! Erleben Sie außerdem, wie er seine Lieblingsmusik Beethovens modernisiert hat. Klassik ist verstaubt? Kein bisschen! Felix Reuter beweist es. Ein Abend mit besonderer Note! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Ab Freitag wieder in der Innenstadt: Das Klavier für Jedermann

Westsachsen/Zwickau.-
Das „Klavier für Jedermann“ feiert in diesem Jahr seinen 5. Geburtstag in Zwickaus Innenstadt. Am Freitag, 10. Juni wird es um 11 Uhr ganz in der Nähe des Robert-Schumann-Denkmals am Hauptmarkt angeliefert. Das überholte und frisch gestimmte Instrument wird von einigen Zwickauer Musikern bereits sehnsüchtig erwartet und kann für eine weitere Sommersaison das Stadtzentrum mit Klavierklängen bereichern.
Das Klavier wird zunächst und bis zum 15. Juli immer dienstags und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zum öffentlichen Spielen im Außenbereich des Galerie-Cafés am Hauptmarkt 21 bereitstehen. Musikerinnen und Musiker sowie Interessierte - ob Profi oder Amateur, ob jung oder alt – können dann auf dem kostenfrei bereitgestellten Instrument in die Tasten greifen.
Das Klavier wurde wie in den Vorjahren vom Pianohaus Bayer/Piano Ritter für die Aktion zur Verfügung gestellt. Betreut wird das Projekt vom Stadtmanagement. Unternehmen, Händler, Gastronomen oder Institutionen, die Interesse haben, das Klavier einige Wochen vor ihrem Laden zu betreuen, können gern unter stadtmanagement@zwickau.de Kontakt aufnehmen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

01 Juni 2022

Zwei Festnahmen wegen bandenmäßigem Einschleusen von Ausländern

Westsachsen/Mitteldeutschland.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle (Saale) ermitteln gegen zwei Syrer (33 und 35 Jahre) wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern in mindestens 10 Fällen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, zwischen dem 20.01.2020 und dem 16.10.2020 als Mitglieder einer größeren Bande insgesamt mindestens 200 Staatsangehörige überwiegend irakischer und syrischer Nationalität in das Bundesgebiet verbracht zu haben, obwohl sie wussten, dass diese nicht über die Erlaubnis zur Einreise verfügten.
Im Ergebnis umfangreicher Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle (Saale) hatte der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Pirna Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten erlassen. Diese konnten heute Vormittag in Straßburg und Fürstenfeldbruck realisiert werden. Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen (u. a. in Frankreich und in Bayern) dauern noch an.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle (Saale) - auch zu möglichen weiteren Hintermännern der Taten - dauern an und werden noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: Medienservice Sachsen
Foto: Bundespolizei

Schumann und Brahms: Morgen beginnt das Schumannfest 2022

Westsachsen/Zwickau.- Morgen beginnt in Zwickau das Schumann-Fest, das anlässlich des 125. Todestages von Johannes Brahms unter dem Titel „Schumann und Brahms“ steht. Die insgesamt 23 Veranstaltungen werden unter anderem von neun Künstlern und Ensembles gestaltet, die bei den Internationalen Schumann-Wettbewerben ausgezeichnet oder die mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau gewürdigt wurden. Neben Konzerten gibt es das Lichterfest rund um den Schwanenteich (Archivfoto), einen Kinoabend, einen Kindernachmittag und – erstmals – Fahrradkonzerte zu erleben. Damit wollen die Veranstalter von Kulturamt und Robert-Schumann-Haus erneut dem Anspruch gerecht werden, ein „Fest für alle“ zu sein. Dazu trägt ebenfalls bei, dass bei mehr als der Hälfte der Veranstaltungen der Eintritt frei ist.
Mit Hyun Seon Kang und Soyeon Lee sind gleich zum Eröffnungskonzert am Donnerstag, 2. Juni, zwei Preisträger des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs für Klavier und Gesang zu erleben, der im vergangenen Jahr coronabedingt als Videowettbewerb ausgetragen wurde. Gemeinsam mit vier anderen Künstlern geben sie die Spanischen Liebeslieder von Robert Schumann und die Liebesliederwalzer von Johannes Brahms.
Bei weiteren Konzerten ist unter anderem der schwedische Geiger und Schumann-Preisträger Ulf Wallin zu erleben, der am 4. Juni im Robert-Schumann-Haus ein Kammerkonzert gestaltet. Vor fast 50 Jahren gewann die japanische Mezzosopranistin Mitsuko Shirai den Internationalen Schumann-Wettbewerb. Sie gibt vom 2. bis 6 Juni öffentliche Meisterkurse. Das Abschlusskonzert findet am Pfingstmontag um 17 Uhr auf dem Barockschloss Planitz statt. Bereits am Nachmittag können sich Besucher bei Kuchen aus Brahms Kochbuch und begleitet von Wiener Kaffeehausmusik mit Cornelia Birke-Wölker, der Leiterin der Zwickauer Salonmusikanten, stärken.
Am Donnerstag, dem 9. Juni führen um 19.30 Uhr die Clara-Schumann-Philharmoniker mit Tiffany Poon als Solistin Schumanns Rheinische Sinfonie und das Klavierkonzert d-Moll op. 15 von Brahms auf. Vor dem Konzert geben GMD Leo Siberski und Dr. Thomas Synofzik, Leiter des Robert-Schumann-Hauses, eine Einführung. Den konzertanten Abschluss des Schumann-Festes bildet der Auftritt des Egmont Trios im Robert-Schumann-Haus. Es spielen am Sonntag, dem 12. Juni um 17 Uhr Klaviertrios u. a. von Robert Schumann und Johannes Brahms auf Originalinstrumenten.
Der publikumsträchtigste Event findet mit dem Romantischen Lichterfest bereits am Freitag (3. Juni) ab 18 Uhr statt. Im einmaligen Ambiente des Schwanenteichparkes ist an verschiedenen Stationen Musik zu erleben. Besonderer Höhepunkt ist dabei in diesem Jahr STERN MEISSEN. Zu den eher ungewöhnlichen Angeboten gehören außerdem die Filmnacht am 5. Juni im Filmpalast Astoria – u. a. mit dem Hollywood-Klassiker „Song of Love“ mit Katharine Hepburn (1947), speziell zum Zwickauer Schumann-Fest in Original-Version mit deutschen Untertiteln zu erleben, der Kindernachmittag am 9. Juni im Schumann-Haus oder die Fahrradkonzerte am 11. Juni. Auf der Strecke gibt es in Reinsdorf, Hartenstein, in Silberstraße, im Zwickauer Ortsteil Bockwa und schließlich auf dem Hauptmarkt Konzerte zu erleben, die sowohl von den aktiven Teilnehmern als auch von weiteren Interessierten besucht werden können.
Fehlen dürfen nicht die Geburtstagsgrüße für Robert, welche am 8. Juni, der Komponist würde 212 Jahr alt, von Oberbürgermeisterin Constance Arndt am Schumann-Denkmal überbracht werden. Die musikalische Gestaltung übernehmen Gesangs- und Instrumental-Solisten des Theaters Plauen-Zwickau, darunter eine unbekannte Brahms’sche Schumann-Bearbeitung auf einen Text aus Schillers Glocke. Einen thematischen Rahmen für das Schumann-Fest bildet die Sonderausstellung „Brahms und die Schumanns“, die im Foyer des Robert-Schumann-Hauses zu sehen ist.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau