11 Juli 2022

Zwickauer Sparkassenaffäre: Studie lässt Verwaltungsrat alt aussehen

Frankfurt am Main/Westsachsen/Zwickau.-
Eine Vielzahl von Sparkassen wird ihrem öffentlichen Auftrag nicht gerecht und legt teilweise sehr hohe Summen am Kapitalmarkt an, statt die örtliche Bevölkerung mit Geld- und Kreditleistungen zu versorgen. Dies belegt die Studie „Was die Sparkassen mit ihren Kundengeldern machen – Eine Analyse der Anlagepolitik deutscher Sparkassen 2020“ unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Jasny (Foto unten), Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzdienstleistungen am Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Die Studie beruht auf der Analyse der aktuell verfügbaren 376 Jahresabschlüsse des Jahres 2020 der deutschen Sparkassen.
Der gesetzlich verankerte Auftrag sieht vor, Kredite an Unternehmen und Privatpersonen zu vergeben. Stattdessen werden Kundeneinlagen von einigen Sparkassen in erheblichem Umfang am Kapitalmarkt investiert. Aufgrund der aktuellen Kapitalmarktturbulenzen kann dies bei einigen Sparkassen zu Verlusten oder im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen.
Ergebnis der Studie ist, dass 77 Sparkassen mehr als 30 Prozent ihrer Aktiva in börsennotierten Wertpapieren anlegen; zwei der untersuchten Geldinstitute (darunter die Sparkasse Zwickau) haben gar bis zu 66 Prozent in Wertpapieren angelegt und erhebliche Kapitalmarktrisiken in ihrer Bilanz. „Mit der Erfüllung des gesetzlich verankerten öffentlichen Auftrags der Versorgung der regionalen Wirtschaft mit Krediten hat diese Anlagepolitik nichts mehr zu tun“, so Jasny.
68 Sparkassen hätten ohne die Erträge aus den Wertpapiergeschäften im Jahr 2020 sogar Verluste in Millionenhöhe ausweisen müssen. Damit wäre ohne den „Booster“ aus den Kapitalmarkterträgen jede siebte deutsche Sparkasse operativ defizitär. Bei Verlustausweisen dieser Sparkassen drohen den Trägergemeinden nicht nur erhebliche Steuerausfälle, sondern sogar Steuerrückerstattungen an die Sparkassen – mit unabsehbaren Folgen für den Gemeindehaushalt. „Sollten die Kapitalmärkte sich bis zum Jahresende 2022 nicht erholen, drohen in Folge in den nächsten Jahren vielen Gemeinden große finanzielle Verwerfungen“, prognostiziert Jasny.
Aus den untersuchten Daten wird ersichtlich, welche Sparkassen durch ihr Kapitalmarktgeschäft erhebliche Risiken in die Gemeinden importieren – mit der Folge von Steuerausfällen oder sogar Gewerbesteuerrückforderungen. „Die Verwaltungsräte der Sparkassen, die mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern bzw. Landrätinnen und Landräten besetzt sind, sind hier in der Verantwortung, ihre Kontrollfunktion gegenüber den Vorständen auszuüben und den öffentlichen Auftrag der Sparkassen sicherzustellen“, erläutert der Bankenexperte.
Die Studie zeigt demgegenüber auch, dass 157 Sparkassen ihr Geschäftsmodell entsprechend dem öffentlichen Auftrag ausrichten und profitables, nachhaltiges Sparkassengeschäft betreiben. Jasny: „Letztlich liegt der Erfolg einer Sparkasse nicht in der Größe oder der Region, sondern einzig und allein im Wissen, der Erfahrung, der Motivation und den Kompetenzen des Vorstands und des Verwaltungsrats.“
In Zwickau ist man nach wie vor nicht bereit, die Handlungsweisen des Sparkassenvorstands und das Versagen des Verwaltungsrates zu hinterfragen. Jüngstes Beispiel ist der Versuch, mit einem der Hauptverantwortlichen, dem neu gewählten Zwickauer Landrat Carsten Michaelis, ins Gespräch zu kommen (WSZ berichtete).
Professor Jansy kommt im Spätsommer nach Zwickau. Wer Interesse an seinem Vortrag hat, kann sich hier per Mail anmelden: wszrechercheteam@gmail.com

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08 Juli 2022

Bier, Gegrilltes und Musik: Rockerlebnis der Extraklasse in Leubnitz

Westsachsen/Werdau.-
 Ein Biergartenkonzert der besonderen Art wird am Mittwoch, 13. Juli, im Außengelände der Erdbeerschänke in Leubnitz stattfinden. Neben kulinarischen Highlights geben sich gleich zwei Bands die Ehre und es findet ein Platten-Release statt.
Den Auftakt macht ab etwa 18:45 Uhr Musiker Christian Breiter. Er stimmt die Gäste auf den weiteren Abend ein. Und ein Warten lohnt sich. Denn gegen 20 Uhr wird der Steinpleiser Oli Munz den Biergarten in Leubnitz-Forst mit seiner Band rocken. Anlass ist die Veröffentlichung seiner neuen Platte „Besser Punk“. Dafür hat das Team in den zurückliegenden neun Monaten sieben neue Songs im eigenen Studio „Music-Studio26“ in Reinsdorf aufgenommen. Zur Record Release Party in der Erdbeerschänke ist die Premiere, auf die viele schon gewartet haben. „Wir haben schon viele Anfragen im Vorfeld erhalten, vor allem, nachdem es einen kleinen Vorgeschmack bei Youtube gab. Aber wer die Platte haben will, der muss kommen“, scherzt Oli Munz der sich sehr freut, endlich wieder mit seinen Fans feiern zu können.
Bekannt ist der Musiker für sein überaus abwechslungsreiches Repertoire mit deutschen Texten. Vier CDs hat Oli Munz bereits herausgebracht. Seit 2018 ist er mit Band unterwegs, 2019 gab es das erste gemeinsame Livekonzert. Mittlerweile sind 17 Auftritte zusammengekommen. Die neue Platte, von der bislang nur die Songs „Paparazzi“ und „Meine Welt“ veröffentlicht wurden, wird für 10 Euro in der Erdbeerschänke und auf www.oli-munz.de erhältlich sein. Das Konzert am 13. Juli hingegen ist auf stattliche 90 Minuten angesetzt. Hier werden erstmals alle neuen Produktionen zu hören sein, dazu die Highlights aus 17 Jahren musikalischem Schaffen.
Zum Akustischen kommen natürlich auch noch das Kulinarische. Gastronom Ronald Otto wird eine breite Variation von Getränken im Erdbeerstyle vorhalten. „Egal ob Eistee, Limo oder Weizen, wir halten für jedes Alter und jeden Geschmack das passende bereit“, verspricht der 36-Jährige und fügt hinzu: „Unter dem Motto „Make Gurke great again gibt es zudem eine schmackhafte Rundreise durch die Songs von Oli Munz. Man darf also sehr gespannt sein!“
Wer das Biergartenkonzert genießen möchte wird gebeten, unter Telefon 03761 888188 oder per Mail an info@erdbeerschänke.de vorzubestellen. Da es schon über 80 Anmeldungen gibt, können gern auch eigene Picknickdecken mitgebracht werden. Der Eintritt ist frei.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

Untätige Zwickauer Staatsanwältin wird Richterin am Bundesgerichtshof

Westsachsen/Werdau/Zwickau/Dresden/Karlsruhe.-
Die in der Zwickauer Überklebungs- und Sparkassenaffäre als Schlüsselfigur geltende Staatsanwältin Antje Dietsch (Foto) wurde gestern vom Richterwahlausschuss in Berlin als Richterin am Bundesgerichtshof gewählt. Wie das Sächsische Justizministerium mitteilt, gratulierte Justizministerin Katja Meier der 49-jährigen von Herzen: „Ihre Wahl ist für die Sächsische Justiz ein großer Erfolg und auch ein wichtiger Beitrag Sachsens für eine paritätische Besetzung der Stellen als Richterin oder Richter an den obersten Gerichtshöfen des Bundes.“ Meier nennt die gebürtige Werdauerin eine „Top-Juristin mit beeindruckender Biografie“.
Die Westsächsische Zeitung hat schon oft über die Leistungen dieser „Top-Juristin“ berichtet. Sie ist mit dem Rechtsanwalt Jörg Dietsch verheiratet, der die Sparkasse Zwickau in Rechtsfragen vertritt (WSZ berichtete). Als bekannt wurde, dass die Sparkasse eine Kundin um rund 11.000 Euro betrog, verklagte er die WSZ auf Unterlassung. Es dürfe nicht mehr behauptet werden, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Stadtspitze und der Justiz wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Den Prozess hat er zwar verloren (WSZ berichtete), strafrechtliche Ermittlungen gegen die verantwortlichen Sparkassenvorstände seitens der Staatsanwaltschaft Zwickau blieben jedoch trotz mehrfacher Anzeigen aus. Verantwortlich dafür ist die Ehefrau des Sparkassenanwaltes, die damals untätig gebliebene Staatsanwältin und jetzt neu gewählte Bundesrichterin Antje Dietsch.
Noch vor zwei Tagen dachte man, es kann nicht schlimmer kommen (WSZ berichtete). Doch heute wurden die verdutzten Bürger offensichtlich eines besseren belehrt. Der in Zwickau seit Jahren vorherrschende Rechtsbankrott breitet sich immer weiter aus. Jetzt offenbar auch bundesweit.

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06 Juli 2022

Probealarm in Zwickau: Sirenen der Stadt werden getestet

Westsachsen/Zwickau.-
Immer am zweiten Mittwoch des Quartals werden sämtliche Sirenen der Stadt Zwickau getestet. Damit soll gewährleistet werden, dass die Warnsysteme im Notfall funktionstüchtig sind. Der nächste Probealarm findet dementsprechend am Mittwoch, dem 13. Juli um 15 Uhr statt.
Von den insgesamt 37 Anlagen ist dann das das 12 Sekunden dauernde landeseinheitliche Signal für Probealarm zu hören. Die 19 elektronischen Sirenen senden außerdem den Sprachtext: „Achtung, Achtung! Hier spricht die Stadtverwaltung Zwickau. Das ist ein Probealarm.“
Der nächste Probealarm aller System wird am 12. Oktober durchgeführt. Die 18 herkömmlichen Feuerwehrsirenen werden monatlich immer am zweiten Mittwoch getestet (10. August, 14. September).
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Rechtsbankrott: Gerichte machen deutschlandweit Druck auf Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Wenn man denkt, es kann nicht schlimmer kommen, dann setzt irgend jemand immer noch einen oben drauf. So auch am Amtsgericht Zwickau.
Nicht genug, dass hier seit Jahren versucht wird, eine bewiesene Urkundenfälschung zu vertuschen und dass man im Schulterschluss wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Jetzt wird den Akteuren in den Zwickauer Gerichten von Amtskollegen aus anderen Bundeländern auch noch Prozessbetrug und Willkür bescheinigt. Nimmt man das alles zusammen, dann steht für jeden erkennbar fest: In Zwickau herrscht Rechtsbankrott!
Beispiel Rudolstadt: Ein Prozessbeobachter hält dem falschen Doktor aus Plauen, Reinhard Schübel, während einer Gerichtsverhandlung vor, dass er ein Prozessbetrüger und Hochstapler sei. Daraufhin beschwert sich der Angegriffene und reicht Klage beim Amtsgericht Zwickau ein. Doch in Zwickau will man die Sache nicht verhandeln, behauptet, dass man unzuständig sei. Der Beklagte wohnt im Einzugsgebiet Rudolstadt, deshalb beantragt der Kläger die Verweisung dorthin.
Das Amtsgericht Rudolstadt hat jetzt mit Beschluss entschieden, dass der Rechtsstreit an das Amtsgericht Zwickau zurück gegeben wird. Zur Begründung heißt es: „Die Verweisung ist nicht bindend, da sie willkürlich erfolgte. Als Willkür zu werten ist es insbesondere, wenn sich ein nach geltendem Recht unzweifelhaft zuständiges Gericht über seine Zuständigkeit hinwegsetzt und den Rechtsstreit an ein anderes Gericht verweist, etwa weil es eine klare Zuständigkeitsnorm nicht beachtet oder nicht zur Kenntnis nimmt. Für Klagen aus unerlaubter Handlung ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die Handlung begangen ist. Dies ist vorliegend das Amtsgericht Zwickau, da sich die unerlaubte Handlung im Gerichtsgebäude dieses Gerichtes ereignet haben soll.“
Beispiel Potsdam: In einem Rechtsstreit gegen einen Rechtsanwalt wegen Honorarrückforderung beklagt dessen Prozessbevollmächtigter, dass das Landgericht Zwickau ein Fehlurteil gefällt habe und deshalb seinem Mandanten wegen des verloren gegangenen Prozesses kein Vorwurf zu machen sei. Das Landgericht Potsdam müsste die Sache zur Nacharbeit nach Zwickau zurück verweisen. Ob der Richter wegen des Fehlurteils belangt werden kann, bleibt unklar.
Unser Kommentar dazu:
Es wird höchste Zeit, dass es in Zwickau personelle Veränderungen gibt. Es darf in einem Rechtsstaat einfach nicht passieren, dass Gerichte willkürlich oder sogar absichtlich zum Schaden einer Partei entscheiden, wie hier mehrfach vorliegend. Die Akteure und Netzwerke sind inzwischen hinlänglich bekannt (siehe Foto). Doch es fehlen bisher die Konsequenzen. Solange das Justizministerium in Dresden schlussendlich darüber entscheidet, ob derlei Rechtsverstöße geahndet werden oder nicht, wird es in Zwickau keine Lösung geben. Es sei denn, die Gerichte von außerhalb mischen sich ein und zeigen den im Schulterschluss agierenden Rechtsbrechern ihre Grenzen auf, so wie jetzt geschehen.

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05 Juli 2022

Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
„In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre aller größten Wunder“. - Carl von Linné Begleiten Sie uns ein Stück zu den Wundern des Fürstlich Greizer Park. Machen Sie sich doch selbst mal ein Geschenk. Schenken Sie sich Zeit. Zeit um Kraft und Energie zu tanken. Zeit für kostbare Augenblicke und gute Gedanken. In einem der schönsten europäischen Landschaftsparks im englischen Stil, verzaubert Sie die wundervolle Parkanlage mit See und atemberaubender Pflanzenvielfalt. Ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein, die knapp 2-stündige Tour entlang malerischer Plätze setzt bei jedem Besucher Endorphine frei. Und ganz nebenbei lernen Sie die Geschichte des einstigen höfischen Lustgartens kennen.
Tipp: Haben Sie schon mal eine Parkführung bei Vollmond mitgemacht? Buchen Sie rechtzeitig in der Tourist-Information.
Termin: Samstag, 09.07.2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Zeit: 14 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Ticketverkauf: Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12 (bis 15 Minuten vor Beginn des Rundganges)
Treffpunkt: Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz, Burgplatz 12
Wichtige Hinweise: Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist wünschenswert.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

02 Juli 2022

Im Schulterschluss: Wie fälscht man digitale Akten?

Westsachsen/Zwickau.- Seit dieser Woche wird am Arbeitsgericht Zwickau sukzessive die elektronische Verfahrensakte eingeführt. Sachsens Justizministerin Katja Meier (Foto 2.v.l.) kam deshalb extra nach Zwickau. Sie sagte: „Der Pakt für den Rechtsstaat muss um einen Digitalpakt erweitert werden. Dies habe ich bereits gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister der Länder an Bundesjustizminister Buschmann herangetragen.“
Jetzt stellt sich die Frage, wer denn hier den „Packt“ bildet. Betrachtet man das Foto, das wir mit freundlicher Genehmigung von TV-Westsachsen übernommen haben, so sieht man folgendes von links: Oberbürgermeisterin Constance Arndt (FW), Justizministerin Katja Meier (GRÜNE), Ex-Landgerichtspräsident Dirk Eberhard Kirst, die Landtagsabgeordneten Gerald Otto (CDU) und Jan Löffler (Sparkasse Zwickau/CDU). Klickt man auf die Links zu den Namen, erfährt man die Hintergründe und Funktionen der jeweiligen Personen.
Im Saal weiter hinten sitzt, wie auch in fast jeder Gerichtsverhandlung, scheinbar unsichtbar der Spion Martin Böttger (GRÜNE). Er meinte im Anschluss an die Veranstaltung: „Nein, die Überklebungen habe ich dort nicht angesprochen. Wäre immerhin interessant, zu erfahren, wie man solche Taten elektronisch gestaltet. Das wäre wohl etwas für Hacker. Fragen Sie am besten selbst nach.“

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29 Juni 2022

Landratswahl die Zweite: Macht nichts oder macht vielleicht nichts...

Westsachsen/Zwickau/Zwickauer Land.- Im Vorfeld des 2. Wahlganges zur Landratswahl haben wir die verbliebenen fünf Kandidaten gefragt, wie sie sich zur Zwickauer Sparkassenaffäre positionieren. Zur Erinnerung: Im letzten Jahr hatte Prof. Dr. Ralf Jasny vom Fachbereich Wirtschaft und Recht an der University of Applied Sciences in Frankfurt am Main aufgedeckt, dass die Sparkasse Zwickau im Jahr 2020 rund 47 Millionen Euro unerlaubter Weise an der Börse verspekuliert hat. Rein rechnerisch sind damit jedem Zwickauer Bürger rund 500 Euro Schaden entstanden. Auch konnte die Sparkasse Zwickau wegen dieser Verluste der Stadt Zwickau keine Unterstützung für den Haushalt zukommen lassen, weshalb die Verwaltung an den Rand der Haushaltssperre geriet. Nachzulesen hier: Zwickauer Sparkassenaffäre
Der derzeit noch amtierende Landrat Christoph Scheurer (CDU) hüllte sich zunächst lange in Schweigen, bevor er der „Freien“ Presse (FP) ein Interview unter dem Titel „Landrat verteidigt Aktiengeschäft der Sparkasse“ gab. Damit unterstützte er offen das Fehlverhalten der beiden Vorstände Felix Angermann und Josef Salzhuber, das außerdem noch strafrechtlich relevant ist, wie mehrere Wirtschaftsanwälte seinerzeit bestätigten. Sein Stellvertreter, der in Halle/Saale geborene und aufgewachsene 48-jährige Voll- und Wirtschaftsjurist Carsten Michaelis (CDU) ist seit über fünf Jahren Beigeordneter im Landratsamt, führt die Behörde gemeinsam mit Landrat Christoph Scheurer und hat jetzt vor, ihn zu beerben. Was die Frage aufwirft: Wieso hat der „Wirtschaftsjurist“ nicht bei seinem Chef interveniert, als dieser zur Sparkassenaffäre befragt wurde? Hat er keinen Durchblick oder ist es ihm egal, wenn seine potenziellen Wähler betrogen werden? Dazu äußerte sich der Landratskandidat Carsten Michaelis in diesem Video: Westsächsisches Fernsehen
Ähnlich verhält es sich mit Jens Juraschka (SPD). Der Vorsitzende des Vereins „Gemeinsam Ziele erreichen e.V.“ sitzt im Verwaltungsrat der Sparkasse Zwickau und weiß von den illegalen Machenschaften des Sparkassenvorstands. Trotzdem unterlässt er es geflissentlich, sich davon zu distanzieren. Zu groß scheint die Abhängigkeit von den Zuwendungen des Kreditinstituts an seinen Verein.
Andreas Gerold (AfD) liest nach eigener Aussage die Westsächsische Zeitung regelmäßig, wollte auch schon mal spenden, weil die WSZ so schön kritisch berichten würde. Seine Chefin, die Bundesvorsitzende Alice Weidel, war kürzlich extra in Zwickau, um ihn zu unterstützen. Nach ihrem Auftritt vor rund 3.000 interessierten Zuschauern übergab ihr Olaf Thalwitzer vom Verein für saubere Justizarbeit einen Beweisordner zum Thema Sachsensumpf (Foto unten). Darin enthalten auch umfangreiches Material zur Sparkassenaffäre. Weidel versprach, sich damit zu befassen und den Fall ihrer Fraktion im Sächsischen Landtag zu übergeben. Von dort hört man bis heute, wie auch vom Zwickauer Ableger Andreas Gerold, nichts. Die Hoffnung auf Veränderung, die einige seiner Wähler vielleicht hegten, löst sich damit in Luft auf.
Dorothee Obst (Freie Wähler) ist Bürgermeisterin von Kirchberg. Sie äußerte sich zur Sparkassenaffäre kritisch. Anlässlich des sogenannten „Kandidatengrillens“ am 7. Mai, einer Veranstaltung des Vereins „Fortschritt-Vision-Diskurs e.V.“ aus dem Umfeld des Demokratiebündnisses im „Alten Gasometer“, sprach sie sich für eine Aufarbeitung der Vorgänge aus. Konkrete Auswirkungen hatte dies bisher jedoch keine.
Jens Haustein (dieBasis) fordert die vollständige Unabhängigkeit der Justiz und die demokratische Kontrolle aller gewählten Strukturen - somit wäre dann eine echte Aufklärung der sogenannten „Sparkassenaffäre“ denkbar und zudem die Möglichkeit geschaffen, durch die veränderten Strukturen derartige Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.
Fazit: Am Sonntag haben die aufgerufenen Wähler dann wieder ihre liebe Not. Sie können wählen zwischen macht nichts oder macht vielleicht nichts. Fakt ist: Mit einem CDU-Landrat Carsten Michaelis bleibt alles, wie es ist. SPD-Mann Jens Juraschka hat mit Sicherheit auch kein Interesse daran, etwas am Status Quo zu ändern. AfD und Freie Wähler tun zumindest so, als würden sie etwas ändern wollen. Die einzig konkrete Aussage kommt von dieBasis-Kandidat Jens Haustein. Bleibt zu hoffen, dass Wort und Tat hier nicht auch wieder meilenweit auseinander klaffen.

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28 Juni 2022

Fotowettbewerb: Gewinner gekürt und vom Lichte geküsst

Westsachsen/Bad Elster.-
Heute wurden die drei Gewinnermotive des ersten offiziellen Fotowettbewerbs in der Lichterwelt der Königlichen Anlagen Bad Elsters bekanntgegeben. Zum Start des 1. Chursächsischen Frühlingszaubers hatten die Sächsische Staatsbäder GmbH (SSB) und die Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG) bis Ende Mai 2022 alle Gäste und Besucher aufgerufen, Ihr Lieblingsmotiv der Lichterwelt Bad Elsters in den sozialen Netzwerken zu posten.
Insgesamt 40 Fotografinnen und Fotografen haben sich daran mit genau 178 Fotomotiven beteiligt, welche weiterhin unter dem Hashtag #MeineLichterweltBadElster auf den Social-Media-Plattformen Facebook oder Instagram einsehbar sind. „Mit großer Freunde haben wir die rege Beteiligung wahrgenommen und gesehen, wie inspirierend die leuchtenden Königlichen Anlagen des Sächsischen Staatsbades Bad Elster für viele Motivsuchende gewesen sind“, erklärt SSB-Pressesprecherin Steffi Schlosser und ihr CVG-Marketingkollege Stephan Seitz ergänzt: „Am meisten hat uns dabei begeistert, wie sehr sich hier die Aufenthaltsgründe in Bad Elster aus Natur, Kultur und Gesundheit in den Fotomotiven spielerisch widerspiegeln.“
Eine qualifiziert besetzte Foto-Jury aus CVG, SSB, Dirk Heinze vom Tourismusverband Vogtland, Perry Wunderlich aus Markneukirchen vom Fotoclub Vogtland sowie dem Pressefotografen Christian Schubert aus Plauen hat nun alle eingereichten Fotomotive gesichtet und sich in gemeinsamer Diskussion und Abstimmung auf drei Gewinnermotive geeinigt: Das erstplatzierte Foto stammt von Ronny Schwabe aus dem sächsischen Oberwiera und wurde von der Jury auf den Titel „Vom Lichte geküsst“ getauft und vor allem wegen seines besonderen Motivcharakters gewürdigt. Der Fotograf gewinnt drei Übernachtungen für zwei Personen im 4-Sterne-Superior-Hotel König Albert, inklusive schwebendem Glück in der Soletherme und kulturellem Genuss im König Albert Theater im Wert von über 500 Euro.
Der zweite Platz von Sebastian Schneider aus Plauen wurde auf „Lichterwelt pur-pur“ getauft und aufgrund der gelungenen, kompositorischen Farbharmonie gewählt. Sebastian erhält einen Gutschein für einen puren „Verwöhntag für Zwei“ im Therapie- und Wohlfühlzentrum des historischen Albert Bades. Das 3. Gewinnerfoto wurde von Timo Klingelhöfer aus Karlsruhe eingereicht, der die Jury mit einem nicht alltäglichen und mutigen „Waldkuppelblick“ überzeugt hat und damit Tickets für zwei Personen für eine Veranstaltung im König Albert Theater oder NaturTheater Bad Elster 2022 gewinnen konnte.

27 Juni 2022

Sinfoniekonzert in der „Neuen Welt“: Ein abwechslungsreiches Programm

Westsachsen/Zwickau.-
Nach zweijähriger Pause spielt das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Prof. Georg Christoph Sandmann endlich wieder das Sinfoniekonzert im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ in der Leipziger Straße 182. Am Mittwoch, dem 6. Juli 2022, erklingt ab 19 Uhr ein buntes und abwechslungsreiches Programm, unter anderem mit Werken von Georges Bizet, Charles Gounod und auch mit Werken des Dirigenten Georg Christoph Sandmann.
In diesem Jahr treten außerdem fünf junge Solisten mit dem Orchester auf: Friederike Irmer (Violine), Ferdinand Schmoldt am Klavier, Wiebke Mehnert mit dem Violoncello, Claudine Kloos mit der Viola und Jonathan Häber am Marimbaphon. Sie spielen Konzerte von Wieniawski, Grieg, Tschaikowski, Hummel und Rosauro.
Einigen Schülerinnen und Schüler des Konservatoriums werden zum Sinfoniekonzert die diesjährigen Mittel- und Oberstufenabschlüsse verliehen.
Karten für das Sinfoniekonzert (9 Euro/ermäßigt 7 Euro, freie Platzwahl) sind ab sofort im Vorverkauf im Sekretariat des Konservatoriums, Stiftstraße 10, und an der Abendkasse erhältlich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau