08 Juli 2022

Untätige Zwickauer Staatsanwältin wird Richterin am Bundesgerichtshof

Westsachsen/Werdau/Zwickau/Dresden/Karlsruhe.-
Die in der Zwickauer Überklebungs- und Sparkassenaffäre als Schlüsselfigur geltende Staatsanwältin Antje Dietsch (Foto) wurde gestern vom Richterwahlausschuss in Berlin als Richterin am Bundesgerichtshof gewählt. Wie das Sächsische Justizministerium mitteilt, gratulierte Justizministerin Katja Meier der 49-jährigen von Herzen: „Ihre Wahl ist für die Sächsische Justiz ein großer Erfolg und auch ein wichtiger Beitrag Sachsens für eine paritätische Besetzung der Stellen als Richterin oder Richter an den obersten Gerichtshöfen des Bundes.“ Meier nennt die gebürtige Werdauerin eine „Top-Juristin mit beeindruckender Biografie“.
Die Westsächsische Zeitung hat schon oft über die Leistungen dieser „Top-Juristin“ berichtet. Sie ist mit dem Rechtsanwalt Jörg Dietsch verheiratet, der die Sparkasse Zwickau in Rechtsfragen vertritt (WSZ berichtete). Als bekannt wurde, dass die Sparkasse eine Kundin um rund 11.000 Euro betrog, verklagte er die WSZ auf Unterlassung. Es dürfe nicht mehr behauptet werden, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Stadtspitze und der Justiz wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Den Prozess hat er zwar verloren (WSZ berichtete), strafrechtliche Ermittlungen gegen die verantwortlichen Sparkassenvorstände seitens der Staatsanwaltschaft Zwickau blieben jedoch trotz mehrfacher Anzeigen aus. Verantwortlich dafür ist die Ehefrau des Sparkassenanwaltes, die damals untätig gebliebene Staatsanwältin und jetzt neu gewählte Bundesrichterin Antje Dietsch.
Noch vor zwei Tagen dachte man, es kann nicht schlimmer kommen (WSZ berichtete). Doch heute wurden die verdutzten Bürger offensichtlich eines besseren belehrt. Der in Zwickau seit Jahren vorherrschende Rechtsbankrott breitet sich immer weiter aus. Jetzt offenbar auch bundesweit.

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