11 August 2022

Neue Google-Rezension bestätigt Schübels Betrugsmasche

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
 Bereits seit Jahren steht Rechtsanwalt Reinhard Schübel aus Plauen (Foto) in der öffentlichen Kritik. Eine Werdauerin wirft ihm vor, dass er eine wichtige Frist versäumt, und das Rechtsmittel beim falschen Gericht eingereicht hat. „Dafür verlangt dieser Rechtsanwalt noch Honorar und duldet die Anwendung eines nicht geltenden Familienrechtes. Schlimmer geht kaum noch.“, so die Geschädigte. Hinzu kommt, dass sich Schübel als Doktor bezeichnet, obwohl er nie studiert hat (WSZ berichtete).
Trotz aller Bemühungen um Aufklärung, zahlreicher Betrugsanzeigen bei Polizei und Staatsanwaltschaft sowie mehrerer Veröffentlichungen in der Westsächsischen Zeitung schien dieser Mann bisher unantastbar zu sein. Jetzt beschwert sich das nächste Opfer in den Google-Rezensionen der Kanzlei über genau den selben Sachverhalt: „Rechtsanwalt Schübel hat in meiner Angelegenheit auch eine Frist versäumt, gelogen und mich danach noch mit falschen Honorarforderungen in Höhe von 1731,00 Euro verfolgt. UNTRAGBAR !!!“
Lange sah es danach aus, als könnte dem falschen Doktor aus Plauen nichts passieren. Wurde er doch immer von der Zwickauer Staatsanwaltschaft schadlos gehalten. Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und Staatsanwalt Jörg Rzehak vereitelten regelmäßig die Strafverfolgung. Wohl mit dem Hintergrund, dass Schübel sämtliche Richter und Staatsanwälte an den Zwickauer Gerichten mehr oder weniger in der Hand hatte. Sei es durch pikante Insiderinformationen oder einfach nur mittels dubioser Geldflüsse.
Derzeit ermitteln gleich mehrere Behörden innerhalb der Justiz gegen die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und gegen Staatsanwalt Jörg Rzehak wegen unterschiedlicher Delikte. Unter anderem auch wegen deren Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Dass auch Reinhard Schübel dieser Vereinigung angehört, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein.

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Heute bestellt, morgen da.

   

Urlaub in der Sächsischen Schweiz: Tourismuswerbung nach dem Feuer

Ostsachsen/Dresden.– Wandern, Klettern und Radfahren – nach der weitestgehenden Öffnung der Wander- und Waldwege stehen Urlaubern und Tagesgästen die Natur sowie die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz nun wieder nahezu uneingeschränkt zur Verfügung. „Jetzt ist es wichtig, dass schnell wieder Gäste in die Region kommen. Jeder Gast zählt, um den für das Überleben der ansässigen Betreiber von Unterkünften, Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen wichtigen Tourismus nach der entbehrungsreichen Zeit seit dem Waldbrand schnell wieder anzukurbeln. Wir werden das breit gefächerte Erlebnisangebot im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge wieder offensiv auf dem Reisemarkt platzieren“, sagte Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), am Donnerstag in Dresden. Dafür hat die TMGS gemeinsam mit dem Tourismusverband Sächsische Schweiz ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet.
Im Mittelpunkt dieses Maßnahmen-Pakets steht die Aufklärung über die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten im insgesamt 93,5 Quadratkilometer großen Wander- und Klettergebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz. Lediglich auf einer Fläche von 1,5 Quadratkilometern zwischen Schmilka und Hrensko in Tschechien sind derzeit noch keine Freizeitaktivitäten möglich. „Ob Touren zu Fuß mit dem Rad oder Paddelboot, der Besuch von Museen, Schlössern, Burgen oder anderen Freizeiteinrichtungen – es gibt keinen Grund, jetzt bestehende Urlaubspläne oder Planungen für den kommenden Herbst und Winter zu ändern“, so Veronika Hiebl.
Auf einer Landingpage werden vom Tourismusverband Sächsische Schweiz gemeinsam mit vielen Leistungsträgern im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge vielfältige Reiseangebote für Wanderer und Radfahrer, mit Stadtführungen, kulinarische und kulturelle Erlebnissen sowie Abenteuer auf dem Wasser gebündelt und von der TMGS über eine deutschlandweit angelegte Kommunikationskampagne über alle Kanäle beworben – vom Zeitungsartikel in reichweitenstarken Medien, im Internet und in den Sozialen Medien.
Wer seine Unterkunft über den Buchungsservice des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz www.booking.saechsische-schweiz.de bucht und bis zum 31.10.2022 anreist, tut gleichzeitig etwas Gutes für die Region. Denn der Tourismusverband spendet zehn Prozent des Gesamtbetrages an das Projekt „99Funken – Wiederaufbau der Nationalparkregion Sächsische Schweiz“. Nach den Waldbränden ist es das Hauptanliegen dieses Projektes, den Erhalt der Nationalparkregion Sächsische Schweiz zu sichern sowie den Wiederaufbau voranzutreiben.
„Wir sind dankbar, dass uns die TMGS mit Mitteln des Freistaates Sachsen bei der Werbung um Gäste für die bevorstehende Herbst- und Wintersaison unterstützt. Nur mit gemeinsamer Kraft können wir die durch ausbleibende Gäste und Stornierungen bis in den Herbst hinein wirtschaftlich schwierige Situation der Tourismusbranche in der Sächsischen Schweiz verbessern. Zwar ist der größte Teil des Nationalparks zu keiner Zeit von den Waldbränden betroffen gewesen, das komplette Verbot für Wanderer, die Waldwege zu betreten, hat jedoch zum Reiserücktritt beziehungsweise zu Buchungsrückgängen für die für uns wichtigen Herbstsaison geführt“, erklärte Tino Richter, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V.

10 August 2022

„Westsächsische Ermittlungsbehörden agieren willkürlich und korrupt“

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Als Reaktion auf unseren Artikel von gestern mit dem Titel „Journalist gegen Staatsanwalt: Wem droht die Inhaftierung?“ erhielten wir einen Leserbrief einer weiteren geschädigten Person, die mit den Ermittlungsbehörden in Plauen und Zwickau Probleme hat.
Hier der Brief im Wortlaut:
„Ich war aktuell wiederholt gezwungen, Strafanzeige gegen Herrn Jens Rzezak (Foto rechts) aus Plauen zu erstatten. Seit über sechs Jahren agiert dieser gewalttätige Verbrecher strafrechtlich gegen mich und meine Familie, ohne nachteilige Konsequenzen für ihn. Bei einer seiner letzten Aktionen, die sich über drei aufeinander folgende Tage erstreckte, ging es wiederum um Hausfriedensbruch mit völlig zügelloser Zerstörung meiner Dachterrasse, welche sich auf einer Garage befindet (Foto links). Zugang verschafft er sich mit einer Leiter (Foto unten). Dabei wurde ich auch wieder körperlich attackiert und für Nachbarn deutlich vernehmbar auf übelste Weise verleumdet.
Als unfreiwilliger Zeuge wurde dabei mein dreijähriger Enkel in Angst und Panik versetzt, dass seine hinzugerufene Mama und ich große Mühe hatten, den kleinen Kerl wieder zu beruhigen. Ich hatte den ermittelnden Polizeibeamten des Reviers Plauen gebeten, mir unbedingt vor Weiterleitung des Vorganges an die Staatsanwaltschaft Gelegenheit einzuräumen, um mich zu der üblicherweise verlogenen Gegendarstellung dieses korrupten Täters äußern zu können.
Heute teilte mir dieser Ermittler auf meine Anfrage dazu mit, dass die Vorgänge samt Strafanträgen bereits der Staatsanwaltschaft Plauen zur weiteren Bearbeitung übergeben wurden. So läuft es bei allen Verfahren, zu gegen mich gerichteter Straftaten des Herrn Rzezak. Dazu gehören auch schwere Straftaten. Durch mehrfache Fälschungen meiner Unterschrift wurden von ihm in seiner Eigenschaft als Generalvertreter einer Versicherung auf meinen Namen Versicherungsverträge abgeschlossen, er fungiert praktischerweise auch gleich als Begünstigter.
Im Gegensatz zu den Ermittlungsbehörden erkannten Ombudsmann der Versicherungen und die von mir eingeschaltete BaFin diese Fälschungen sofort. Die Versicherung und deren korrupter Außendienstmitarbeiter mussten daraufhin die gefälschten Verträge rückabwickeln und die rechtswidrig von meinem Konto eingezogenen Beiträge erstatten. Bezüglich dieses schweren Eingriffs in den öffentlichen Rechtsverkehr wird allerdings auf die Strafverfolgungspflicht der staatlichen Ermittlungsbehörden verwiesen, aber...Fehlanzeige.
Bereits ab den 1970iger Jahren kennt man das strafrechtlich relevante Vorgehen seines Vaters, welcher zudem selbst Polizeiangestellter in Plauen war und folgenlos bis zu seiner Pensionierung im Polizeidienst blieb.
Trotz ständiger Eingriffe durch den Serientäter Jens Rzezak in meine Persönlichkeits- und Eigentumsrechte sowie mehrere Körperverletzungen bis hin zu einem lebensbedrohlichen Würgeübergriff, begleitet von eindeutigen Drohungen, mich „alle zu machen“, sehen die Ermittlungsorgane weiterhin keinen Handlungsbedarf, zu solchen Straftaten mit der gebotenen Sorgfalt zu ermitteln. Beweise, Zeugenaussagen, ärztliches Gutachten usw. werden strikt ignoriert.
Zu einer fingierten Gegenanzeige, auf Anraten der Polizeibeamtin Voigt des Reviers Plauen, sahen sich Staatsanwältin Opalla und Richter Rüsing regelrecht genötigt, mich zu verurteilen. Beweise mussten dazu nicht erbracht werden. Es reichte völlig aus, dass der Anzeigende den nicht vorhandenen Sachverhalt „glaubhaft“ rüber bringen konnte. Dass es sich bei dem angeblich „geschädigten Objekt“ auch noch um von mir finanziertes Eigentum handelt, bestätigt einmal mehr die willkürliche Verfahrensweise dieser korrupten Justiz.“

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09 August 2022

Das Mausoleum in Waldhaus ist für Besichtigungen geöffnet

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Am Sonntag, 14. August, wird das Mausoleum in Waldhaus in der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet sein.
Für den letzten regierenden Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie war Waldhaus ein beliebter Ort. Aus diesem Grund ließ er sich im Jahr 1883 seine Ruhestätte, das Mausoleum, errichten. Vor über 15 Jahren wurde die Begräbnisstelle der letzten Greizer Reußen ä.L. durch die Stadt Greiz renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Mausoleums, zu Heinrich XXII. und seiner Familie ist im Inneren der Kapelle zu besichtigen. Der Eintritt in das Mausoleum ist frei, Spenden zum Erhalt des Mausoleums sind willkommen.
Weitere Termine der Öffnung 2022: 14. August, 11.September und 09. Oktober
Möchten Sie gern mit Ihren Gästen das Mausoleum außerhalb der Öffnungstermine besuchen? Gern nehmen wir Ihre Anfrage/Buchung entgegen.
Tipp: Mit dem Kremser nach Waldhaus, Start 13.30 Uhr ab Unteren Schloss Greiz, Tickets in der Tourist-Information.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Journalist gegen Staatsanwalt: Wem droht die Inhaftierung?

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Der unter dem Verdacht der Rechtsbeugung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung stehende Zwickauer Staatsanwalt Jörg Rzehak (im Bild oben rechts) versucht derzeit, einen unliebsamen Kritiker seiner kriminellen Machenschaften von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Der freie Journalist Olaf Thalwitzer, der unter anderem auch für die Westsächsische Zeitung schreibt, hatte im Oktober 2020 die Polizei zur Sparkasse Zwickau gerufen, weil sich die Verantwortlichen dort geweigert hatten, wichtige Vertrags-Unterlagen an eine Kundin heraus zu geben (WSZ berichtete). Daraus konstruierte Staatsanwalt Rzehak den Straftatbestand „Missbrauch von Notrufen“. Thalwitzer wurde zu rund 1.800 Euro Geldstrafe, ersatzweise 50 Tage Haft, verurteilt. Jetzt soll die Freiheitsstrafe vollstreckt werden.
Dagegen protestieren zahlreiche aufgebrachte Bürger aus Zwickau und ganz Westsachsen. Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie erreichen, dass das Sächsische Justizministerium den Fall überprüft. Schließlich laufen gegen den umstrittenen Staatsanwalt mehrere Ermittlungsverfahren seitens der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, des Landeskriminalamtes Sachsen (Abteilung INES) und der Kriminalpolizei Zwickau.
Der erste Protestbrief mit rund 100 Unterschriften ist bereits auf dem Postweg nach Dresden ins Ministerium unterwegs. Ein weiterer liegt zur Unterzeichnung bereit. Wer sich daran beteiligen möchte, kann einen Termin per Mail vereinbaren (wszrechercheteam@gmail.com) oder am kommenden Montag, 15. August, zur Demonstration in die Zwickauer Innenstadt kommen. Dort wird die Unterschriftenliste nochmals ausgelegt.
So lautet der Inhalt des Protestbriefes:
Wir, die Unterzeichner, protestieren aufs Schärfste gegen die von der Zwickauer Staatsanwaltschaft beabsichtigte Inhaftierung des Journalisten Olaf Thalwitzer.
Staatsanwalt Jörg Rzehak versucht mit dieser Aktion einen kritischen Zeitgenossen aus dem Verkehr zu ziehen, der hinter seine kriminellen Machenschaften gekommen ist. Deshalb fordern wir, dass dieser Staatsanwalt seines Amtes enthoben wird. Außerdem ist das Verfahren im Aktenzeichen R001 VRs 120 Js 1213/21 für nichtig zu erklären und neu zu verhandeln.

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Zwickau und die weiße Fahne: Gegen die Kriegslüsternheit der Eliten

Westsachsen/Zwickau.- Gestern Abend setzte die Bewegung Zwickau auf dem Hauptmarkt ein deutliches Zeichen für den Frieden, indem sie symbolisch eine weiße Fahne (Symbolbild) hisste. Nach dem Protestumzug durch die Zwickauer Innenstadt bildete sich eine eindrucksvolle Menschenkette vor dem Zwickauer Rathaus. Die weiße Fahne, die sich jeder mit einfachsten Mitteln leicht nachbauen kann, hat derzeit gute Chancen zum Protestsymbol des kommenden heißen Herbstes zu werden. Neben den bereits für die Herbst- und Wintermonate beschlossenen neuen Gängelungen unter dem Vorwand des Seuchenschutzes ist es die mittlerweile offen und unverblümt formulierte Kriegslüsternheit der derzeitigen Regierung, die die Menschen in der Muldestadt umtreibt. Vom Zwickauer Hauptmarkt ging daher am Montag die klare Botschaft aus: Dies ist nicht unser Krieg.

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Schluss mit Urlaub: Alle Feuerwehren zur Brandbekämpfung beordert

Westsachsen/Zwickau/Rathen.-
Seit rund zwei Wochen kämpfen hunderte Kameraden unermüdlich gegen den immer noch andauernden Waldbrand in der Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge. Die aktuelle Wetterlage mit extremer Hitze und anhaltender Trockenheit erschwert die Löscharbeiten und fordert den Rettungskräften vor Ort enorm viel ab. Die Sächsische Landesdirektion bat deshalb bei weiteren Wehren in Sachsen und den angrenzenden Bundesländern um Unterstützung – so auch in der Stadt und im Landkreis Zwickau.
Gestern Mittag starteten vom Platz der Völkerfreundschaft aus zwei Löschzüge mit insgesamt 10 Fahrzeugen und rund 60 Kameraden ins sächsische Waldbrandgebiet. Die Hälfte der Einsatzkräfte sind Kameradinnen und Kameraden aus den 15 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zwickau. In diesen hatten sich auf Nachfrage binnen kurzer Zeit über 60 Freiwillige bereit erklärt, bei der Waldbrandbekämpfung in der Sächsischen Schweiz zu helfen - einige davon aus ihrem Urlaub heraus. Die erste rund 30-köpfige Gruppe wird nun bis Donnerstag, im Einsatz sein und anschließend vom zweiten Trupp der Freiwilligen Feuerwehren Zwickaus abgelöst. Beim anderen Löschzug handelt es sich um Fahrzeuge und Kameraden des ersten Katastrophenschutzzuges aus dem Landkreis Zwickau. Diese lösen ihre Kameraden ab, die bereits seit einigen Tagen im sächsischen Waldbrandgebiet im Einsatz sind.
Koordiniert wurde alles von der Berufsfeuerwehr der Stadt Zwickau. Diese stellte, neben entsprechender Schutzausrüstung auch zusätzliche Marschverpflegung in Form von Getränken und Snacks zur Verfügung.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 August 2022

Kreative aus aller Welt reisen für die ibug 2022 nach Flöha

Westsachsen/Flöha/Leipzig.-
Am kommenden Samstag startet in Flöha die Kreativphase der diesjährigen Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug. Kreative aus dem In- und Ausland reisen dafür in mehreren Etappen nach Sachsen und gestalten zur 17. Auflage des Festivals für urbane Kunst zum zweiten Mal das brachliegende Gelände der ehemaligen Buntpapierfabrik an der Augustusburger Straße mit einem breiten Spektrum verschiedener Kunstarten zwischen Malerei und Graffiti, Installationen, Skulpturen und Textilkunst, Fotografie und Multimedia. Knapp 300 Künstler und Kollektive aus insgesamt 41 Ländern hatten sich für die ibug 2022 beworben. Rund 70 von ihnen sind nun eingeladen, sich auf dem Areal zu entfalten und Innenräume wie Außengelände während der zweiwöchigen Kreativphase in ein buntes Gesamtkunstwerk zu verwandeln.
Ohne Corona-bedingte Reisebeschränkungen werden neben ibug-Alumni und neuen Gesichtern aus ganz Deutschland auch wieder mehr internationale Gäste dabei sein, europaweit von Schweden bis Italien, von Großbritannien bis Israel, von Portugal bis Russland, aber auch aus Puerto Rico oder den USA. Die wohl weiteste Anreise in diesem Jahr hat Barbara Daros aus Brasilien. Ihre Werke zeichnen sich durch abstrakte Formgebung aus, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln zu einem Ganzen fügt und nur schwer beschreiben lässt. Betrachter werden immer wieder neue Details entdecken. Einen deutlich kürzeren Weg nach Flöha hat Marie-Luise Pößl aus Chemnitz. Die Schülerin konnte sich schon früh für Malerei begeistern und plant, nach ihrem Abitur Kunst zu studieren. Auch Luke Carter muss nicht weit reisen, denn der englische Künstler lebt mittlerweile in Leipzig. Er zieht seine Inspiration aus menschlichen Beziehungen und Sexualität. „In der heimischen Kunstwelt gibt es tausende inspirierende Quellen“, sagt Carter. „Mehr und mehr ziehe ich Anregungen aber auch aus der klassischen indischen und japanischen Kunst.“
„Dass die ibug in der gleichen Brache wie im Vorjahr stattfindet, ist sowohl für uns als auch die Künstler neu“, erklärt Paula Jörk, die im Festivalteam für die Betreuung der Kreativen zuständig ist. „Wir sind gespannt, inwieweit die bereits vorhandene Kunst erhalten bleibt oder weiterentwickelt wird. In jedem Fall sollen zum diesjährigen Festival neu erlebbare Räume entstehen und die kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte der alten Buntpapierfabrik fortgesetzt werden“, so Jörk weiter. „Ganz besonders freuen wir uns erneut auf das Kollektiv >>adhocrates<< aus Österreich, bei dem das Spiel mit der Umgebung im Vordergrund steht. Räumliche Gegebenheiten werden dabei zum Ausdruck künstlerischen Schaffens. Schon im letzten Jahr war das Duo bei der ibug in Flöha zu Gast und nutzte die Historie sowie vorhandene Materialien, um eine Installation zu gestalten.“
Neugierige und Kunstliebhaber können die entstandenen Werke an zwei Festivalwochenenden – vom 26. bis 28. August und vom 2. bis 4. September – als Ausstellung auf Zeit sehen und erleben. Dazu ist ein Festivalprogramm mit Führungen und Filmen, Artist Talks, einem Kunstmarkt und Musik geplant. Nach den Festivalwochenenden wird es außerdem Angebote für Schulklassen geben. Tickets und weitere Infos zur ibug 2022 gibt es online unter www.ibug-art.de.

03 August 2022

Zur Vernunft gekommen: Stadtverwaltung ruft zum Energie sparen auf

Westsachsen/Zwickau.-
 Nur wenige Tage nach der Veranstaltung mit Reiner Gelfort zum Thema „Energie sparen, aber richtig“ (WSZ berichtete) lenkt die Stadtverwaltung jetzt ein. Als Vorwand für den plötzlichen Sinneswandel muss die drohende Energie- und Gaskrise her halten. Hier die offizielle Mitteilung der Pressestelle im Rathaus:
Angesichts des drohenden Mangels ist es erforderlich, besonders sparsam mit Energie umzugehen. Die Stadtverwaltung reagiert auf diese kritische Lage: Erste Maßnahmen werden umgesetzt, weitere Schritte werden diskutiert. Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel: „Wir alle sind gefordert, uns dieser schwierigen Situation zu stellen, um einen Beitrag zu leisten, die Energie- und Gaskrise zu meistern – öffentliche Verwaltungen ebenso wie Unternehmen und Privatpersonen!“
Die Stadtverwaltung geht dabei mit gutem Beispiel voran. Insbesondere folgende Maßnahmen werden kurzfristig umgesetzt:
Die Warmwasserversorgung an allen Zapfstellen der Verwaltung und der nachgeordneten Einrichtungen (Museen, Schulen, Kitas, etc.), an welchen kein Warmwasser durch entsprechende Vorschriften gefordert wird, wird eingestellt. In den Büro-, Beratungs- und Aufenthaltsräumen mit Klimaanlage werden die maximalen Raumtemperaturen (auf die herabgekühlt wird) allgemein auf 26°C, in Ausnahmefällen auf 24°C festgesetzt. Als Ausnahmen gelten die Leitstelle in der Berufsfeuerwehr und der Bürgerservice im Rathaus.
Für die kommende Heizperiode werden die Sollwerte für die Raumtemperaturen auf die Mindestvorgaben der Arbeitsstättenverordnung gesenkt. Ein Einsatz von elektrischen Zusatzheizern (Heizlüfter, Ölradiatoren, etc.) ist nicht zulässig.
Die Beleuchtung in den Fluren und Treppenhäusern wird - soweit realisierbar und den Sicherheitsanforderungen entsprechend - tagsüber ausgeschaltet oder reduziert. Um diese Zielsetzungen umsetzen zu können, müssen die Einzelmaßnahmen jeweils vor Ort abgestimmt werden. Die jeweilige Art der Nutzung, unterschiedliche technische Voraussetzungen, spezifische Gebäudeparameter und weitere Aspekte erfordern teils individuelle Lösungen. Im Rathaus indes wurden diese Vorgaben bereits seit Februar umgesetzt. Die Raumtemperaturen wurden – in der Heizperiode – neu justiert und die Beleuchtung in Fluren und Treppenhäusern auf ein Mindestmaß verringert.
Geprüft wird beispielsweise außerdem, ob und inwieweit die Anstrahlung öffentlicher Gebäude reduziert oder komplett eingestellt wird oder ob im Bereich der Straßen- und Parkbeleuchtung Änderungen vorgenommen werden können. In Frage stehen außerdem Einsparungen in Sport- und Freizeiteinrichtungen. Auch die Temperaturen in den Schwimmbädern werden auf den Prüfstand gestellt.
Ob und wie die Gas- und Energiekrise sich konkret in Zwickau auswirkt, sei derzeit kaum vorhersehbar, wie Silvia Queck-Hänel betont. „Sicher ist jedoch, dass sie uns – in welchem Umfang auch immer – trifft und betreffen wird.“ Sie appelliert: „Entsprechende Sparmaßnahmen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und um über den Winter zu kommen. Zudem gilt es – angesichts der Preissteigerungen – sowohl privat als auch im öffentlichen Bereich, Kosten zu minimieren.“
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau