13 März 2022

Volkskrankheit Rückenschmerzen: Reichenbacher Ärzteteam hilft

Westsachsen/Reichenbach.-
Schmerzen und Verspannungen im Rücken kennt jeder. Doch was ist, wenn der Rücken dauerhaft schmerzt? Chronische Rückenschmerzen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Das Team der multimodalen Schmerztherapie der Paracelsus Klinik Reichenbach nimmt ihre Schmerzen ernst und unterstützt sie auf dem Weg zu einem möglichst schmerzarmen Alltagsleben.
Rückenschmerzen haben unterschiedliche Ursachen. Muskuläre Verspannungen, Krankheiten der Wirbelsäule und der Bandscheiben oder auch Verletzungen können ein Auslöser sein. Oft sind Rückenschmerzen auch Schmerzen der Muskulatur, die durch einseitige Belastung, Bewegungsmangel oder fehlerhafte Körperhaltungen entstehen. Meistens lassen sich diese durch konservative Therapien wie Physiotherapie und Krankengymnastik lindern. Bleiben die Schmerzen allerdings trotz Behandlung bestehen, länger als drei Monate, sprechen die Ärzte von chronischen Rückenschmerzen. Stress, Ärger und Angst können diesen Prozess noch begünstigen.
Grundsätzlich unterscheiden Ärzte zwischen spezifischen und nicht spezifischen Rückenschmerzen. Wenn diagnostisch keine Ursachen der Schmerzen festzustellen sind, spricht man von unspezifischen Schmerzen. Spezifisch hingegen deutet auf Rückenschmerzen hin, bei denen ein Auslöser vorliegt, wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall.
Die Paracelsus Klinik Reichenbach bietet Patienten mit dauerhaften Rückenschmerzen eine moderne Behandlungsmöglichkeit in der multimodalen Schmerztherapie. Hier geht es darum, chronische Rückenschmerzen von verschiedenen Seiten her zu behandeln. Ein Expertenteam aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Psychologen, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten behandeln Patienten mit chronischen Schmerzen gemeinsam und stimmen die Behandlung inhaltlich, zeitlich und in der Vorgehensweise aufeinander ab. In regelmäßigen Abständen wird der Behandlungsverlauf unter Einbindung aller Therapeuten beurteilt und gegebenenfalls angepasst.
Zur Therapie von chronischen Rückenschmerzen werden durch unser Ärzteteam verschiedene Behandlungen kombiniert. Während früher noch auf Ruhe, Schonung und passive Therapien, wie zum Beispiel Massagen gesetzt wurde, werden heute Bewegung und Verhaltenstherapie, aber auch medikamentöse und naturheilkundliche Verfahren und gezielte physiotherapeutische Behandlungen, Entspannungsverfahren und die Vermittlung von Strategien zur Schmerzbewältigung angewendet.
„Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist häufig neben der körperlichen Aktivierung auch eine psychotherapeutische Betreuung“, erklärt Dr. med. Frank Hendrich (Foto), Chefarzt für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie der Paracelsus Klinik Reichenbach. „Meistens besteht ein Zusammenhang zwischen einer psychischen Belastung und den chronischen Schmerzen. Hier ist es das Ziel, gemeinsam mit dem Patienten eine Strategie zur Reduktion der Belastung sowie zur Steigerung des Wohlbefindens zu erarbeiten.“
Bevor jedoch eine stationäre Behandlung im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie beginnen kann, erfolgt eine ausführliche ärztliche und psychologische Schmerzdiagnostik. Zwischen 12 und 15 Tagen dauert eine multimodale Schmerztherapie. Die Patienten durchlaufen während dieser Zeit ein Therapieprogramm, das sowohl Gruppen- als auch Einzelangebote umfasst.
Wer schon seit längerer Zeit unter Schmerzen leidet, kann das Angebot der stationären multimodalen Schmerztherapie nutzen. Es besteht die Möglichkeit, einen Vorstellungstermin telefonisch in einer der Schmerzambulanzen in Reichenbach oder Plauen zu vereinbaren.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

11 März 2022

Im Robert-Schumann-Haus: Konzert mit Michiko Ota-Kys am 20. März

Westsachsen/Zwickau.-
Zu einem Klavierrezital am Sonntag, dem 20. März 2022 um 17 Uhr lädt das Robert-Schumann-Haus ein. Die Pianistin Michiko Ota-Kys ist regelmäßig zu Gast in Zwickau und hat ihr diesjähriges Programm unter das Motto „Fantasie“ gestellt. Erklingen werden die Fantasie d-Moll KV 397 von Wolfgang Amadeus Mozart, die Fantasie f-Moll op. 49 von Frédéric Chopin und die Fantasie C-Dur op. 17 von Robert Schumann.
Die Gattung der Fantasie - ob im 18. oder im 19. Jahrhundert - war stets mit besonderer Freiheit verbunden. Im 18. Jahrhundert wurden die „freien Fantasien“ meist auf modern wirkende Art, ohne Taktstriche notiert. Für Robert Schumann war seine Fantasie op. 17 – angeregt auch durch E. T. A. Hoffmann, dem die aktuelle Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus gewidmet ist – ein Gegenpol zur strengen Form der Sonate.
Michiko Ota-Kys wurde in Tokio geboren und studierte Klavier an der Musikhochschule Touhou-Gakuen sowie bei Gerhard Oppitz in München. Sie erhielt weitere Impulse u. a. durch Anne Queffélec und Elisso Virsaladze. Sie konzertiert in Europa, den USA und Asien.
Eintrittskarten zu 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) sind im Vorverkauf an der Museumskasse zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

02 März 2022

Unter Vorbehalt: Spielmobil Ferdi geht wieder auf Tour

Westsachsen/Zwickau.-
Ab Montag, dem 7. März tourt das Spielmobil Ferdi wieder regelmäßig durchs Zwickauer Stadtgebiet. Mit vielen tollen Spielgeräten im Gepäck (Ballspiele, Riesenbausteine, diverse Fahrzeuge mit zwei, drei oder vier Rädern) wird es wie folgt Station machen:
Mo – Marienthal, Eschenweg, Gelände Rudolph-Weiß-Schule
Di – Neuplanitz, Erich-Mühsam-Straße, am Ballspielfeld
Mi – Pölbitz, Moseler Straße, Spielplatz hinter den Hochhäusern
Do – Oberhohndorf, Südplatz nahe Freiwilligen Feuerwehr
Fr – Crossen, nahe Grünfläche an der Grundschule Crossen
Eine kleine Einschränkung gibt es noch: Coronabedingt können nur Outdoor-Spiele, also Spiele unter freiem Himmel, angeboten werden. Schlechtwetter-Spiele und -basteleien im Bus sind derzeit noch nicht möglich. Das Spielmobil ist jeweils ab 13.30 Uhr vor Ort. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (Schnee, Regen, Sturm) ist das Spielmobil nicht im Einsatz oder wird diesen möglicherweise vorzeitig abbrechen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Tipp der Woche: Tom Astor unplugged in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 11. März gastiert die beliebte Country-Legende Tom Astor um 19.30 Uhr mit einem ganz besonderen »unplugged«-Konzert im König Albert Theater Bad Elster. Über 50 Jahre auf der Bühne und jetzt erst recht: »Volle Kraft voraus!« Tom Astor zeigt sich dabei in Bad Elster wieder von seiner akustischen Seite. Im frischen Unplugged-Sound, begleitet von zwei Top-Musikern an den Gitarren, Blues Harp und Cajon, präsentiert er nun seine Perlen, Hits und Dauerbrenner aus internationalen Standards wie »Take Me Home Country Roads« und neuen Songs wie z.B. seinem Hit »Wenn man kämpft, kann man verlier‘n« oder »Jenseits der Zeit«. Seit einem halben Jahrhundert bringt Tom Astor den authentischen Sound Nordamerikas nach Deutschland und nimmt regelmäßig seine Platten in Nashville (USA) auf. Kein Musiker bildet dabei den Geist der Heimat der Country Music in Deutschland so ab wie er. Auszeichnungen und Preise pflastern bis heute seinen musikalischen Weg, der nun auch wieder ins schöne Bad Elster führt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

28 Februar 2022

Zwickauer Überklebungs-Affäre: Wer wünscht die Ast in den Knast?

Westsachsen/Zwickau.-
Unter dem Titel „Wut auf Gerichtsdirektorin: Die Ast gehört in den Knast!“ zitierten wir im Mai 2020 einige Leser, die sich mit diesem Wunsch an die WSZ wandten. Hintergrund ist die Zwickauer Überklebungs-Affäre.
Doch wer hat diese Forderung als erstes geäußert und warum gehört die Ast in den Knast? Dazu muss man folgendes wissen: Im Jahr 2012 wurde ein gültiger Rechtskraftvermerk durch Unbekannt mit einem weißen Blatt Papier überklebt (Foto oben). Keiner weiß, warum. Niemand will's gewesen sein. Fakt ist jedoch, dass diese Handlung eine strafbare ist. Der Berliner Rechtsanwalt Philipp Martens sagt: „Ich sehe hier den Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt.“ Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Im vorliegenden Fall wurde eindeutig eine Urkunde verfälscht. Die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) verweigert die Korrektur, macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Jetzt kommt Karl-Ernst Müller (CDU / Foto Mitte) ins Spiel. Der Vorsitzende des Vereins „Partnerschaft zur Ukraine e. V.“ sagt: „Die Ast gehört in den Knast!“. Mit dieser Meinung steht er keineswegs alleine da. Im Gegenteil. Immer mehr Leser der WSZ wie auch in Zwickau tätige Juristen beschweren sich über die Verhaltensweise der Amtsgerichtsdirektorin. Von Mobbing ist die Rede, Einflussnahme auf richterliche Entscheidungen in ihrem Einflussbereich und vieles mehr. Rechtsanwälte berichten, dass sie regelmäßig Kontrollanrufe von ihr erhalten. In einer rechtsstaatlichen, unabhängigen Justiz wäre dieses Verhalten eigentlich undenkbar.
Müller war in dieser Angelegenheit bereits 2020 bei Landgerichtsdirektor Dirk Eberhard Kirst. Er hatte ernsthaft vor, die Sache zur Sprache zu bringen, um eine Lösung herbeizuführen. Was er damals offensichtlich noch nicht wusste: Juristen decken sich immer gegenseitig. Statt dem Unrecht nachzugehen, erpresste Kirst den rührigen Vereinsvorsitzenden. Es könnte für seinen Verein von Nachteil sein, wenn er sich weiter in diesem Fall engagiere. Das war Karl-Ernst Müller dann doch zu heiß. Schließlich geht es bei seiner Arbeit um nichts weniger als die Rettung von Menschenleben in der Ukraine. Einen Vorschlag hatte er jedoch: „Es gibt eine starke AfD-Fraktion im Zwickauer Stadtrat. Soll die sich doch der Sache mal annehmen. Es gehört in die Öffentlichkeit, die ist dort gegeben. Immerhin laufen die Kameras von TV Westsachsen mit“.
Martin Braukmann (AfD/Foto unten) ist Rechtsanwalt und Richter am Bundesschiedsgericht. Er ist ebenfalls mit dem Fall befasst und teilt in einem Schreiben an das Amtsgericht Pirna am 15. Februar 2022 mit: „Der Familiensenat des Oberlandesgerichts Dresden unter Leitung des Herrn Dr. Peter Lames hat ebenfalls jämmerlich versagt. Der Senat verhandelte, nach eingetretener Rechtskraft, mündlich über ein nicht zulässig eingelegtes Rechtsmittel und verursachte somit einen erheblichen finanziellen Nachteil für die Betroffene.“ Das bedeutet, dass auch in der nächst höheren Instanz nicht mit ordentlicher Rechtsprechung zu rechnen ist. Damit konnten sich Eva-Maria Ast und Dirk-Eberhard Kirst bisher immer relativ sicher sein, mit ihren Verbrechen (Rechtsbeugung) durchzukommen.
Ein weiterer Politiker und Rechtsanwalt ist inzwischen involviert: Martin Kohlmann (Freie Sachsen) aus Chemnitz. Er sagt: „Die Überklebung ist eine Urkundenfälschung und als solche strafbar“. Zu einem Kampf gegen das Zwickauer Unrechts-System ist auch er nicht bereit. Mehrere Anfragen der WSZ zum Thema wurden bisher ignoriert. Für jemanden, der sich auf die Fahne geschrieben hat, in Sachsen etwas verändern zu wollen, ein Armutszeugnis.

Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden

Abschluss der Meisterkurse: Spielfreudige Nachwuchstalente brillieren

Westsachsen/Bad Elster.-
Am vergangenen Samstag wurden die 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkurse in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit einem festlichen Abschluss-Orchesterkonzert der Chursächsischen Philharmonie unter tosendem Applaus im ausverkauften König Albert Theater beendet. Für die Kurswoche vom 21. bis 26. Februar war es dem Weltklassecellisten Prof. Peter Bruns (Hochschule für Musik und Theater Leipzig) wieder gelungen mit Prof. Heime Müller und Prof. Pauline Sachse zwei höchst renommierte Mitstreiter der Musikhochschule Lübeck als Dozenten zu gewinnen. Gemeinsam mit den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. aus Österreich, Spanien, Frankreich sowie der Schweiz und Deutschland wurden im individuellen Einzelunterricht wieder konzentriert ausgewählte Werke erarbeitet. Die Schirmherrschaft hatte in diesem Jahr erstmals die vogtländische Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Yvonne Magwas, übernommen.
Als Krönung ihrer Meisterkurswoche musizierten am Samstag unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz im ausverkauften König Albert Theater die Nachwuchstalente Saskia Niehl (Violine) aus Hannover, der Bratschist Jasper Sitte aus Essen und die Wiener Geigerin Sophie Druml sowie die beiden Cellistinnen Tiphaine Lucas (Schweiz) und Hannah Caroline Rau (Berlin) gemeinsam mit der Chursächsischen Philharmonie begeisternde Solokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach, Friedrich Wilhelm Benda und Wolfgang Amadeus Mozart. „Es hat mich gemeinsam mit den Professoren wirklich wieder begeistert, welche Perfektion und Spielfreude die Solistinnen und Solisten im Zuge der Meisterkurskonzerte in Bad Elster präsentiert haben“ resümiert GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant der kursveranstaltenden Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und fügt hinzu: „Diese völlige Hingabe für klassische Musik ist gerade in dieser herausfordernden Zeit ein wohltuender Quell gemeinsamer, positiver Energie, was dem Publikum im König Albert Theater eine wirklich einzigartige Atmosphäre bescherte. Dabei macht es uns glücklich zu wissen, dass die Nachwuchstalente diese bleibenden Eindrücke aus Bad Elster mit auf ihren weiteren Weg in die internationale Klassikszene nehmen und vielleicht später einmal beeindruckend ins Vogtland zurückkehren.“
Zum Abschluss des festlichen Konzerts wurden von der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster auch wieder drei Nachwuchspreise als Stipendien in Höhe von 50 Prozent der Kursgebühren an besonders talentierte junge Künstler vergeben, die sich innerhalb der Kurswoche durch herausragende musikalische Leistungen auszeichneten. Im Fach Violine wurde die 26-jährige Saskia Niehl aus Hannover ausgezeichnet, die im Sommer 2022 eine Akademiestelle bei der renommierten Deutschen Kammerphilharmonie Bremen antreten wird. Der Nachwuchspreis im Fach Viola wurde an den 20-jährigen Jasper Sitte aus Moers vergeben, der derzeit an der Folkwang Universität Essen studiert. Im Fach Violoncello konnte der Förderpreis an die 21-jährige Tiphaine Lucas aus dem der Schweiz vergeben werden, die ihr Musikstudium in Lausanne erfolgreich abgeschlossen hat und derzeit u.a. als festes Mitglied im Jugendorchester der Europäischen Union musiziert. Die drei an den 8. Internationalen Chursächsischen Meisterkursen beteiligten Professoren bescheinigten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern außergewöhnliches Talent, hohe künstlerische Ernsthaftigkeit sowie hervorragende technische und musikalische Fähigkeiten.
Die Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster werden vom Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert. Die 9. Chursächsischen Meisterkurse Bad Elster finden vom 27. Februar bis 5. März 2023 in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster statt. Infos: www.chursaechsische.de

24 Februar 2022

Der Wunsch des Vergessens: Henry Sippel und die SED-Mitgliedschaft

Westsachsen/Zwickau.-
Heute erreichte uns ein Einschreibebrief der Rechtsanwälte Binder und Hulinsky, in dem behauptet wird, deren Mandant, der VW-Betriebsratsleiter und Stadtrat Henry Sippel (Foto/SPD), sei zu DDR-Zeiten nicht Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gewesen. Man bezieht sich auf die Veröffentlichung in der WSZ vom 28. Januar mit dem Titel „Stadtratssitzung Zwickau: Bewaffnete Polizei hält Zuschauer in Schach“, in der diese SED-Zugehörigkeit thematisiert wurde. Sippel möchte nicht, dass darüber heute noch diskutiert wird.
Dazu gibt es von unserer Seite aus ein kurzes Statement:
Ehemalige Weggefährten (Schulkameraden, Nachbarn, Arbeitskollegen usw.) wissen, was Henry Sippel damals getan hat. Und er selbst weiß es auch. Die billigen Einschüchterungsversuche über eine Rechtsanwaltskanzlei kann der umstrittene VW Betriebsratsleiter getrost vergessen, da auf Grund seiner jetzigen Einlassung ohnehin mit weiteren Nachforschungen und Veröffentlichungen zu rechnen ist.
Foto: Gemeinsam Ziele erreichen e.V.

Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden

Pressemitteilung: „Zukunft Zwickau“ ist für den Erhalt des 04 Bades

Westsachsen/Zwickau.-
 Vor einigen Tagen mussten wir erfahren, dass es weitreichende Pläne gibt, das 04 Bad in ein „Freizeitparadies“ zu wandeln. In einer Abstimmung sprachen sich die Mitglieder des Vereins Zukunft Zwickau e.V. einstimmig für den Erhalt des 04 Bades in Zwickau Pölbitz aus.
Gerade in einem Stadtteil, der eng bebaut ist, bedarf es im Sommer einer Möglichkeit sich zu erfrischen, ohne durch die halbe Stadt zu fahren. Wir sehen bei den aktuellen Plänen der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau einen eklatanten Bruch ihres Wahlversprechens. Eine der Hauptbegründung für die Schließung ist von Seiten der Stadtführung der Mangel an Geld zur Sanierung. Eigenartigerweise steht an anderer Stelle immer und ausreichend Geld zur Verfügung.
Hier einige Beispiele:
Gelder zur Finanzierung eines mutmaßlich linksextremen Biotops im Dunstkreis des alten Gasometer. Gelder für unsinnige Plakataktionen gegen den berechtigten Protest der Bürger der Stadt. Gelder für eine „Weltoffene Kommune“. Gelder für Radwege, den nahezu kein Radfahrer benutzt. Gelder für Integration von integrationsunwilligen Personen. Unzählige Summen für sinnfreie Tests während der Corona Zeit. Gelder für Neubau der JVA und, nicht zu vergessen, das Verzocken von rund 47 Millionen Euro der Sparkasse Zwickau ohne Folgen für die Verantwortlichen.
Diese Beispiele beweisen, dass genügend Geld vorhanden ist, dieses aber nicht zum Wohle der Zwickauer ausgegeben wird. Wir fordern daher, dass für die oben genannten Punkte die Finanzierungen eingestellt werden und das in solche „Projekte“ in Zukunft kein Geld mehr fließt. Im Übrigen würde eine Umgestaltung des Areals ebenfalls erhebliche Summen verschlingen. Steuergeld ist das Geld der Menschen, die in Zwickau leben und Steuern zahlen! Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass dieses Geld auch zum Wohle der Zwickauer eingesetzt wird. In diesem Fall, ist es die Sanierung des 04 Bades und eventuell sogar noch eine Erweiterung der dortigen Freizeitangebote. Dieses traditionelle Kleinod muss unbedingt für die Zwickauer auch in Zukunft erhalten bleiben.
Quelle: Verein Zukunft Zwickau e.V.
Foto: Stadtverwaltung Zwickau

23 Februar 2022

Zwickauer Überklebungs-Affäre: Welche Medien erfüllen ihre Aufgabe?

Westsachsen/Zwickau.- Kürzlich beschwerte sich Staatsanwalt Jörg Rzehak (Foto unten) darüber, dass in der Westsächsischen Zeitung (WSZ) ständig über die Zwickauer Überklebungs-Affäre berichtet wird. Es sei für ihn eine Zumutung und es müsse endlich ein Bewenden damit haben (WSZ berichtete).
Nun ist es aber so, dass es grundsätzlich Aufgabe der Presse ist, den jeweils Mächtigen auf die Finger zu schauen, offensichtliche Missstände aufzudecken und in die öffentliche Diskussion zu bringen. Damit erfüllt die WSZ eine wichtige Aufgabe in unserer Demokratie. Denn wo die Kontrolle fehlt, wuchern Willkür und Machtmissbrauch. So wie aktuell in Zwickau. Also wird es so lange Veröffentlichungen dazu geben, bis das Problem gelöst ist.
Heute befassen wir uns noch einmal mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes (RKV) auf dem Beschluss der Akte 8 F 1059/07 beim Amtsgericht Zwickau. Etliche Rechtspfleger, Rechtsanwälte und Richter aus ganz Deutschland bestätigten in den letzten Jahren unabhängig von einander, dass der RKV unter der Überklebung der gültige ist. Es gab keinen Grund, diesen zu verändern oder zu streichen. Erst recht nicht, ihn mittels weißem Blatt ohne Datum und Unterschrift zu überkleben. „Diese Handlungsweise erfüllt den Straftatbestand der Urkundenfälschung“, sagt zum Beispiel Rechtsanwalt Philipp Martens aus Berlin und beruft sich dabei auf § 267 StGB. Einzig die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast ist da anderer Meinung und verbietet eine Korrektur. Diese ist jedoch nach § 42 FamFG in solchen Fällen von Amts wegen dringend vorgeschrieben.
Das Ganze ist eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt. Doch Jörg Rzehak will nichts mehr davon hören. Zu groß ist seine Angst, dass er damit in ein Wespennest stochern würde und die Folgen auch für ihn verheerend sein könnten. Und was macht die Lokalzeitung „Freie“ Presse (FP)? Nun, drücken wir es einmal vorsichtig aus: Die FP beschäftigt sich lieber mit Nebenkriegsschauplätzen wie unserem Impressum, statt ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht zu werden (WSZ berichtete). Damit unterstützt sie indirekt die bereits eingangs erwähnte Willkür und den Machtmissbrauch an den Zwickauer Gerichten.
Die Gründe dafür können vielfältig sein. Nach bisherigen Erkenntnissen kommen mehrere Ursachen in Frage: Vorauseilender Gehorsam bei den Journalisten, die nicht anecken wollen oder sich nicht trauen, die Wahrheit zu schreiben. Private Verquickungen zwischen den einflussreicheren Akteuren oder auch Bestechungs- oder Erpressungshandlungen von höchster Stelle. All dies ist in Zwickau und Sachsen mittlerweile routinemäßige Realität.
Das weiß auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Seit 2017 ist er in Kenntnis von der Überklebungs-Affäre, wurde mehrmals persönlich daraufhin angesprochen. Zuletzt anlässlich seiner Wahlkampftour am 13. August 2019 in Zwickau. Seine Reaktion darauf zeigt dieses Video. An einer Lösung scheint auch er nicht interessiert zu sein.

Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden

Modernisierung auf der Zielgeraden: Projektabschluss im Oktober geplant

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern wurde die letzte Niederflurstraßenbahn nach Wittenberge transportiert – somit befindet sich die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) mit dem Projekt Modernisierung und Hauptuntersuchung auf der Zielgeraden. Gegenwärtig befinden sich die Fahrzeuge 905 (elftes Fahrzeug) und 902 (zwölftes Fahrzeug) bei der Deutsche Bahn Fahrzeuginstandhaltung GmbH in Wittenberge zur mechanischen Instandsetzung. Das zehnte Fahrzeug (Nr. 908) befindet sich derzeit zur elektrischen Komplettierung und statischen Inbetriebsetzung in Liberec. Danach kommt es zur dynamischen Inbetriebsetzung nach Zwickau zurück. Mit dem Projektabschluss der Modernisierung und Hauptuntersuchung aller zwölf Niederflurfahrzeuge ist Ende Oktober 2022 zu rechnen.
Quelle und Foto: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH