19 Dezember 2021

Offener Brief: Zur Kenntnis und Bitte um Stellungnahme der Stadträte

Westsachsen/Zwickau.- Vor einigen Tagen wollte der „Club der alten Seilschaften“, wie der Zwickauer Stadtrat spätestens seit der Sparkassenaffäre genannt wird, mit einem Offenen Brief nach eigenen Angaben „Ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit“ setzen. Damit wolle man vordergründig auf die Spaziergänge reagieren, die regelmäßig montags stattfinden. Das Politbüro im Zentralkomitee des sogenannten „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ findet es unerhört, dass das Image der Stadt durch frei laufende Menschen in Mitleidenschaft gezogen wird. Unter dem Deckmantel der Corona-Schutzverordnung versucht man so, Ansammlungen von mehr als zehn anders Denkenden zu verbieten. Darauf reagierten die Zwickauer Bürger jetzt mit einem eigenen Offenen Brief, den wir hier veröffentlichen:
Rund 20 Initiativen aus den Bereichen Gesundheit, Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement haben am 15. Oktober 2021 ein Plädoyer „für ein neues Miteinander und Gesundheitsverständnis“ veröffentlicht. Sie schlagen mit „12 Schritten aus der Corona-Krise“ eine Strategie vor, wie dem Virus und der Krankheit zukünftig mit sozial verträglichen und grundrechtskonformen Maßnahmen begegnet werden könnte. Hier die Liste im einzelnen:
1. Pluraler Diskurs, Meinungsvielfalt und Respekt
2. Gesundheit für alle und eine gesundheitsförderliche Politik
3. Covid-19 ins Verhältnis setzen
4. Ganzheitliche Strategien für Immunität und Resilienz
5. Eigenverantwortung und Solidarität
6. Sozialer Ungleichheit entgegenwirken
7. Erweiterung der medizinischen und therapeutischen Optionen
8. Kontrolle der (Pharma-)Konzerne
9. Kinder und Jugendliche achtsam wahrnehmen und bestmöglich schützen
10. (Hoch-)Risikogruppen schützen und begleiten
11. Wirtschaften in planetarer Verantwortung
12. Eine neue demokratische Kultur