04 Dezember 2022

Verkehrseinschränkungen wegen Bergparade am 10. Dezember

Westsachsen/Zwickau.-
Am Samstag, 10. Dezember, findet in Zwickau in der Zeit von 13.15 bis 14.50 Uhr die traditionelle Bergparade der Uniformträger und Bergkapellen statt. Insgesamt 16 Vereine mit mehr als 400 Teilnehmern haben sich dafür angemeldet. Die Parade startet am Glück-Auf-Center, dem ehemaligen Gebiet des Steinkohlenwerkes Zwickau. Marschiert wird anschließend in Richtung Innenstadt. Aus diesem Grund kann es zu kurzeitigen Verkehrsbeschränkungen auf nachfolgend aufgeführter Wegstrecke kommen:
Glück-Auf-Center | Äußere Schneeberger Straße | Amalienstraße | Lothar-Streit-Straße | Innere Schneeberger Straße | Klosterstraße | Kornmarkt | Münzstraße – Hauptmarkt | Marienplatz | Innere Plauensche Straße | Dr.-Friedrichs-Ring (Foto) | Platz der Deutschen Einheit.
Das gemeinsame Abschlusskonzert findet wieder auf dem Platz der Deutschen Einheit statt. Zur Absicherung des Konzerts erfolgt im Zeitraum von 14.50 bis 16.00 Uhr eine Vollsperrung des Fahrverkehrs auf dem Dr.-Friedrichs-Ring zwischen Kreisigstraße, Schumannstraße und Schillerstraße. Gleiches betrifft auch die Parkflächen, die sich in diesem Abschnitt befinden. Die Tiefgarage am Kornmarkt ist während vorgenannter Zeit ausschließlich aus südlicher Richtung und über die Schillerstraße erreichbar.
Besuchern der Zwickauer Bergparade wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Für Gäste von außerhalb kommend stehen Parkplätze in Eckersbach, südlich der Sternenstraße (unterhalb Stadion) mit Anbindung an die Straßenbahnlinie 3 zur Verfügung.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

03 Dezember 2022

Sparkasse Zwickau: Die Millionenverluste werden immer größer

Frankfurt/Westsachsen/Zwickau.-
Im September war der renommierte Sparkassenexperte Professor Ralf Jasny (Foto oben) in Zwickau und hielt einen Vortrag über die Millionenverluste der Sparkasse Zwickau (WSZ berichtete). Damals ging es noch um 47 Millionen, die bei Aktiengeschäften verloren gingen. Jasny sprach später über einen möglichen Verlust von rund 100 Millionen Euro im laufenden Jahr 2022, den die Sparkasse Zwickau in ihrer Prognose selbst veranschlagt hatte. Die Sparkassenvorstände Felix Angermann, Andreas Fohrmann sowie Vorgänger Josef Salzhuber und der Verwaltungsrat, unter der Leitung von Landrat Carsten Michaelis (Foto Mitte), seinem Vorgänger Christoph Scheurer und Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto unten) sowie deren Vorgängerin Pia Findeiß wissen davon, unternehmen jedoch nichts. Angefragte Interviews zum Thema werden bis heute verweigert.
Jetzt ist das eingetreten, was der Wirtschaftsprofessor vorhersagte und den Schaden hat - wieder einmal mehr - die Zwickauer Bevölkerung. Dazu äußert sich Jasny bei LinkidIn so:
„Es war im Juli 2022, als ich in meiner Studie »Was die Sparkassen mit Ihren Kundengeldern machen - Eine Analyse der Anlagepolitik deutscher Sparkassen 2020« davor gewarnt habe, dass einige Sparkassen auf Grund ihrer Wertpapier(eigen)geschäfte massive Probleme bekommen werden. Die Kommentare aus dem Sparkassensektor waren entsprechend empört: »… die Fakten sind falsch ….« war wiederholt aus vermeintlich berufenem Munde zu lesen. Jetzt hat die Deutsche Bundesbank ihren Finanzstabilitätsbericht 2022 veröffentlicht. Hier ist auf Seite 50 folgendes zu lesen:
»Der Zinsanstieg führte bereits im ersten Halbjahr zu erheblichen Bewertungsverlusten in den Wertpapierportfolios der Banken. Bei Sparkassen und Kreditgenossenschaften beliefen sich die Abschreibungen auf Wertpapiere auf 12,3 Mrd €. Dies entspricht rund 5,6% des harten Kernkapitals (Common Equity Tier 1, CET1). Stille Bewertungsreserven verhinderten dabei deutlich höhere Verluste. So sind die stillen Bewertungsreserven bei Wertpapieren der Sparkassen und Kreditgenossenschaften im ersten Halbjahr um 21,8 Mrd. € zurückgegangen. Den Banken stehen damit im Aggregat vorerst keine stillen Reserven mehr zur Verfügung, weshalb weitere Wertverluste unmittelbar zu entsprechenden Abschreibungen und Verlusten führen würden.«
Nun – die Aussage aus dem Juli 2022 scheint Ihre Aktualität nicht verloren zu haben. Und doch werden offenbar die Risiken von Sparkassenverbänden weiter unterschätzt – mit großen Auswirkungen auf die Gemeindehaushalte. Denn: Wenn Verluste nicht mehr durch Bewertungsreserven aufgefangen werden können, drohen den Gemeinden Gewerbesteuerrückzahlungen. Dies wirkt sich dann auf alle Bürger aus. Informieren Sie sich in der Studie, welche Sparkassen den Sturm voraussichtlich überstehen werden und bei welchen Sparkassen und Gemeinden es turbulent wird.“
Die Sparkasse Zwickau arbeitet auch auf einer zweiten Ebene unehrlich, denn sie verstößt im Schulterschluss mit der Stadtverwaltung und der Zwickauer Justiz regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht. So zum Beispiel im Fall einer Kundin, von der sie rechtswidrig rund 11.000 Euro einbehielt (WSZ berichtete). Dafür hat die amtierende Oberbürgermeisterin Constance Arndt nur Hohn und Spott übrig: „Die Sache ist ausdiskutiert.“

30 November 2022

Brücke instandgesetzt: Keine nennenswerten Überraschungen

Westsachsen/Zwickau.-
Die grundhafte Instandsetzung der Brücke über den Moritzbach in Höhe Moseler Straße/Brückenstraße kommt heute zum Abschluss. Somit kann der Verkehr auf der Pölbitzer Straße ab dem Nachmittag wieder ungehindert rollen und auch die anliegenden Einkaufsmärkte sowie das Autohaus an der Crossener Straße wieder aus Richtung B 93 erreicht werden.
Die grundhaften Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk starteten am 19. April mit der Errichtung einer Behelfsbrücke für den Fuß- und Radverkehr auf der Seite der Einkaufsmärkte entlang der Pölbitzer Straße. Der Fahrverkehr aus Richtung Leipziger Straße in Richtung B 93 war ebenfalls über die gesamte Bauzeit zu ermöglichen. Aus diesem Grund musste die Bauausführung in halbseitiger Bauweise und somit in zwei Abschnitten erfolgen.
Im Rahmen der Bauausführung wurde der bestehende Brückenaufbau mit den beiden Gehwegen bis auf die vorhandene Betonbrückenplatte abgebrochen und anschließend durch eine zusätzlich aufgebrachte Ortbetonlage verstärkt. Dadurch war es möglich, eine dem heutigen Stand der Technik entsprechende mehrlagige Brückenabdichtung aufzubringen. In den Baugruben der beiden Widerlager wurden außerdem entsprechende Brückendrainagen angeordnet. Diese verhindern zukünftig Staunässe. Beide Maßnahmen tragen in erheblichem Umfang zu einer Verbesserung der Dauerhaftigkeit des gesamten Brückenbauerwerks bei.
Für die beiden überführten Gehwege wurden neue Brückenkappen betoniert. Diese enthalten unter anderem auch entsprechende Leerrohre für eine perspektivische Glasfaserverlegung. Beide Gehwege sind jetzt auch mit neuen, den Richtlinien entsprechenden Brückengeländern ausgestattet.
Zu nennenswerten negativen Überraschungen kam es bei der Ausführung der Sanierungsleistungen nicht. Dennoch war auch diese Baumaßnahme gekennzeichnet von den allgemeinen aktuellen Herausforderungen, wodurch sich die Fertigstellung zur Gesamtverkehrsfreigabe um rund einen Monat verzögerte. Die Sanierung erfolgt innerhalb des geplanten Kostenbudgets.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

29 November 2022

Gegen Wahlvorschriften verstoßen: VW-Betriebsratswahl unwirksam

Westsachsen/Zwickau.- Das Arbeitsgericht Zwickau hat die Betriebsratswahl im VW-Werk in Zwickau für unwirksam erklärt. Das Gericht gehe davon aus, dass bei der Wahl in diesem Frühjahr gegen wesentliche Wahlvorschriften verstoßen wurde, teilte Sprecher Lars Brügmann am Montag mit. Damit setzten sich Arbeitnehmer durch, die die Betriebsratswahl angefochten hatten.
Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Betriebsrat könne gegen diesen Beschluss Beschwerde beim Landesarbeitsgericht einlegen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibe das Gremium im Amt. Betriebsratschef Jens Rothe sagte auf Anfrage, die Entscheidung prüfen zu wollen.
Das Arbeitsgericht sah vor allem einen formellen Fehler. Der Wahlvorstand sei bei der Stimmauszählung nicht ständig vollzählig anwesend gewesen. Damit sei die Öffentlichkeit der Stimmauszählung nicht durchgehend gewahrt gewesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dies Auswirkungen auf das Wahlergebnis gehabt habe.
"Wir müssen erst einmal die schriftliche Begründung abwarten und werden danach sehen, ob wir gegen die Entscheidung vorgehen", sagte der Betriebsratsvorsitzende Rothe. "Ich gehe aber davon aus, dass es in die nächste Instanz geht. Wichtig ist, dass die Wahl für unwirksam erklärt wurde, nicht für nichtig. Das heißt, das Gremium bleibt erst mal im Amt, bis die Entscheidung rechtskräftig ist." Nachteile für die Beschäftigten sehe er erst einmal nicht.
Bei der Wahl hatten Kandidaten, die der Gewerkschaft IG Metall angehören, 35 von 37 Mandaten errungen. Angefochten hatten die Wahl die Mitglieder einer gegnerischen Liste.
Zwickau ist nicht der einzige Standort im Volkswagen-Konzern, an dem die Betriebsratswahl angefochten wurde. Auch bei der Wahl im Stammwerk Wolfsburg stellte ein Gericht nach Beschwerden mehrerer VW-Beschäftigter Mängel im Ablauf fest und erklärte diese vorerst für unwirksam. Auch dort wollte der Betriebsrat gegen die Entscheidung vorgehen.
Quelle: dpa
Foto: VW AG

28 November 2022

Riesiger Adventskranz: Seit 10 Jahren ein Zeichen der Freude

Westsachsen/Werdau.-
Rund 10 Kubikmeter Fichtenzweige umfasst der wahrscheinlich größte Adventskranz Sachsens. Er wurde am Freitag vor dem ersten Advent rund um den Marktbrunnen unweit des Werdauer Rathauses errichtet.
Gut vier Stunden hatten die fünf ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gebraucht, um das Gebinde anzufertigen und zu dekorieren. Sie setzen damit eine Tradition fort, die vor genau zehn Jahren ihren Anfang nahm. Damals waren es Marktmeisterin Katrin Ziegenbalg, Unternehmer Andreas Gnaden und André Kleber, die die ersten Gedanken umsetzten.
Das Interesse und die Freude darüber halten bis heute an. „Schon bevor wir die Aufbauarbeiten in diesem Jahr beendet hatten, bedankten sich die ersten Einwohner unserer Stadt für die Mühen. Kleine Kinder streichelten vorsichtig die Dekoration, Teenager ließen sich mit dem Kranz fotografieren. Was wollen wir mehr?“, berichtet André Kleber von seinen Eindrücken.
Sowohl die Zweige als auch Dekoration wurden wieder von Werdauer Bürgern gespendet. Um die vier großen Laternen standesgemäß zu beleuchten, spendete zudem der dm-Drogeriemarkt Fraureuth 300 Teelichter sowie 12 große Stumpfkerzen, die dann über die Weihnachtsfeiertage entzündet werden.
Alljährlicher Höhepunkt des Lichtelns ist Sonntag, der dritte Advent. Dann wird gegen 17 Uhr das Friedenslicht aus Bethlehem auf dem Werdauer Markt erwartet und von den dort entzündeten Kerzen aus geteilt. Interessenten sind herzlich eingeladen, dann mit ihren Laternen auf den Weihnachtsmarkt der Pleißestadt zu pilgern.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau

30 Jahre Chursächsische Philharmonie: Ein Klangkörper für die Region

Westsachsen/Bad Elster.- Mit einem Festkonzert im vollbesetzten König Albert Theater Bad Elster und zahlreichen Gästen aus Kultur, Politik und Gesellschaft feierte die Chursächsische Philharmonie Bad Elster am vergangenen Freitag ihr 30-jähriges Bestehen. Die Wurzeln des Orchesters reichen dabei bereits 200 Jahre bis in das Jahr 1817 zurück, als die erste „Badecapelle“ in Bad Elster gegründet wurde. Im Laufe der Orchestergeschichte wechselten dann Rechtformen, Zuständigkeiten und natürlich auch die handelnden Personen aber es wurde nie das Ziel der Orchestergründung aus den Augen verloren. So ist das Orchester der Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach damals wie heute den Bewohnern und Gästen des Vogtlandes verpflichtet und möchte insbesondere durch klassische Musik aller Art, Musiktheater und kulturelle Zusammenarbeit die Musik- und Bäderregion im Herzen Europas aktiv und lebendig gestalten.
„Als zum Jahresende 1992 die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Orchester des Sächsischen Staatsbades Bad Elster auslief, stand die Zukunft des traditionsreichen Klangkörpers völlig in den Sternen“, erinnert sich rückblickend der Geschäftsführende Intendant und Chefdirigent der Chursächsischen Philharmonie, Generalmusikdirektor Florian Merz. Der damals 25-jährige Dirigent entwickelte in dieser Situation eine zukunftsfähige Vision für das Orchester im historischen Umfeld Bad Elsters, welche vor allem durch die intensive Unterstützung des bereits im März 1992 gegründeten Fördervereins in einer neuen Orchesterstruktur aufging. So konnte schließlich am 27. November 1992 der neue gemeinnützige Trägerverein  „Chursächsischen Philharmonie e.V. “ als Orchester der Sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach gegründet werden. Der reguläre Spielbetrieb wurde dann zum 1. Januar 1993 aufgenommen. Mitglieder des Vereins sind seitdem neben Einzelpersonen der heutige Vogtlandkreis, die Stadt Adorf/V., die Gemeinde Bad Brambach, die Stadt Bad Elster, die Stadt Markneukirchen, die Stadt Oelsnitz/V., die Sächsische Staatsbäder GmbH und die Sparkasse Vogtland. Den Vereinsvorsitz hat seit Gründung des Vereins der Bürgermeister der Stadt Bad Elster inne. Der Sitz der „Chursachsen“ ist das berühmte König Albert Theater in Bad Elster. „Von Anbeginn an war es uns ein großes Anliegen, das Orchester Bad Elsters im Vogtland zu verankern“, betont Merz und ergänzt: „Dadurch sind wir eng mit der berühmten Musikregion verbunden und verstehen uns bei unseren vielen nationalen und internationalen Gastspielen seit 30 Jahren auch als musikalischer Botschafter für die ganze Tourismus- und Erlebnisregion.“
Vor diesem Hintergrund und der neuen Orchesterstruktur setzte die Chursächsische Philharmonie dann aber vor allem künstlerische Akzente: Unter der Gesamtleitung des Generalmusikdirektors verfolgt der authentische Klangkörper mit seiner „neuen“ Orchestertradition und der hier praktizierten, historischen Aufführungspraxis seit 1992 das künstlerische Ziel, die Musik aller Epochen möglichst stilsicher im Originalklangerlebnis zur Aufführung zu bringen. Hierfür verwendet das Orchester zumeist im Vogtland gebaute, historische Instrumente aus den verschiedenen Stilrichtungen des Barock, der Klassik und der Romantik. Die Philharmonie setzt sich dabei aus eigenen Kammermusikern zusammen, welche je nach Besetzungsstärke mit hervorragenden Berufsmusikern traditionsreicher, mitteldeutscher - eben chursächsischer - Spitzenorchester sinnvoll ergänzt werden. Zudem wurde auf Initiative von Florian Merz bereits 1996 das Orchesterprojekt EUCHESTRA EGRENSIS von der Chursächsischen Philharmonie ins Leben gerufen, um vor allem gemeinsam mit führenden Orchestern der Tschechischen Republik im Zuge des Chursächsischen Sommers - als dem größten Kulturfestival der europäischen Bäderregion - herausragende Konzerte aufzuführen. Seit nunmehr über 25 Jahren musizieren so Musikerinnen und Musiker beider Nationen im König Albert Theater Bad Elster sowie in den benachbarten Theatern bzw. Konzerthäusern Deutschland und Tschechiens, was vor allem den aktiven, verbindenden Orchesteransatz verdeutlicht.
Durch ihre hohe künstlerische Qualität, insbesondere bei den Symphoniekonzerten im König Albert Theater, vielbeachteten CD- und Rundfunkproduktionen und ihren Gastspielen im In- und Ausland hat sich das Orchester dabei in den 30 Jahren einen hervorragenden Ruf erspielt. "Unvergessen bleiben im Rückblick zum Beispiel die wahrlich ,heiße' Mallorca-Tournee, eine spannende CD-Produktion in Großbritannien, unsere erfolgreichen Verdi-Opern-Produktionen in seiner Heimat Italien, die Gastspiele in Dänemark oder die Konzertreisen z.B. nach Salzburg, Wien, St. Petersburg und Brüssel“ resümiert Merz und fügt hinzu: "Im Gegensatz dazu war sicher die Corona-Pandemie eine der größten Herausforderungen unserer gesamten Orchestergeschichte, denn ohne Musizieren vor Publikum verliert ein Klangkörper in gewisser Weise sein Lebenselixier. Dieser Krise sind wir dann aber auch kreativ mit neuen Formen musikalischer Digitalangebote begegnet und konnten dank der großen Unterstützung von Abonnenten, Stammkunden und Orchesterfreunden über 30.000 EUR Spendenmittel an freie MusikerInnen, regionale Ensembles, freiberufliche Veranstaltungstechniker und Intensivkräfte der benachbarten COVID-Station in Adorf weiterreichen. Dies hat uns in dieser Zeit wirklich motiviert und voller Dankbarkeit bestärkt!" Die erfolgreiche Arbeit der Philharmonie belegen auch die Kooperationen mit führenden Kulturträgern wie z.B. den Landesbühnen Sachsen, der Semperoper Dresden, der Frauenkirche Dresden oder dem Mitteldeutschen Rundfunk. In jüngster Vergangenheit wurden zudem Orchesterkooperationen mit den Hofer und Nürnberger Symphonikern, der Jenaer Philharmonie sowie der dem polnischen Barockorchester Wroc³aw intensiviert, im kommenden Jahr musiziert man erstmalig mit der Staatskapelle Halle. Damit belebt die Chursächsische Philharmonie in der vielfältigen, mitteldeutschen Kulturlandschaft den musikalischen Austausch und setzt weiterhin auch überregional Impulse.
Hauptaufgabe der Chursächsischen Philharmonie ist bis heute aber vor allem das umfassende Konzertangebot in den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach. Hier geben die "Chursachsen" mit einer großen Repertoirevielfalt jährlich über 400 Konzerte in verschiedensten Formationen, von klassischer Kammermusik, über Symphonik bis hin zu Unterhaltungsprogrammen der leichten Muse. Zum Kernspielgebiet zählt seit Jahren auch der gesamte Kulturraum Vogtland-Zwickau, hier insbesondere der Vogtlandkreis, in dessen Städten und Gemeinden die Chursächsische Philharmonie ebenfalls regelmäßig mit ganz unterschiedlichen Gastspielangeboten zu erleben ist.
Mit der intensiven Förderung des professionellen Musikernachwuchses im Zuge der Internationalen Chursächsischen Meisterkurse, einer engen Zusammenarbeit mit den Musikwettbewerben in Markneukirchen, unzähligen kirchenmusikalischen Projekten, ihrer Kinder- und Jugendarbeit und den grenzüberschreitenden Konzertprojekten mit tschechischen Orchestern prägt die Chursächsische Philharmonie Bad Elster dabei eindrucksvoll und zukunftsgewandt den Klang einer besonderen Musik- und Bäderregion im Herzen Europas.

25 November 2022

Zu Höherem berufen: Zwickauer OB will Ukraine und Klima retten

Westsachsen/Zwickau.- Betrachtet man die bisherige Amtszeit der Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ/Archivfoto unten), stellt man schnell fest, dass sie, ihrer eigenen Verlautbarung nach, für nichts zuständig ist. In der Sparkassenaffäre, bei der Kundengelder in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe an der Börse verzockt wurden (WSZ berichtete), denkt Arndt gar nicht daran, ihrer Kontrollfunktion im Verwaltungsrat nachzukommen. „Die Sache ist ausdiskutiert“, so die dreiste und unwahre Behauptung der offensichtlich überforderten Stadtchefin zu einem Bürger, der sie darauf ansprach, dass das weiterhin ungeklärte Sparkassenfiasko im kommenden Jahr auf einen Schaden von über einhundert Millionen Euro anwachsen könnte (WSZ berichtete).
Auch für die Gesundheit der Zwickauer Kinder ist Oberbürgermeisterin Constance Arndt „nicht zuständig“. Damit konfrontiert, dass die an Zwickauer Schulen verwendeten Wattestäbchen mit Schadstoffen kontaminiert seien, verweist Arndt auf die Gesundheitsämter (WSZ berichtete). Für die Zwangsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise, die dem Zwickauer Einzelhandel irreparablen Schaden zugefügt haben, sieht sich Arndt ebenfalls nicht verantwortlich, da sie hier nur die Befehle von höherer Ebene auszuführen hätte. Sobald Bürger konkrete Fragen an die Stadtchefin haben, verweist die meist ratlos wirkende Oberbürgermeisterin wahlweise an den Landkreis oder ihre Amtsleiter. Fragen bei diversen Gesprächsangeboten, wie dem mit Michael Kretschmer (CDU/MP Sachsen) in der vergangenen Woche (WSZ berichtete), das viele Besucher als Gesprächssimulation bewerteten, beantwortet Arndt, wenn überhaupt, möglichst unverbindlich und schwammig. Zu konkreten Aussagen lässt sich die auf viele Bürger überheblich wirkende Stadtchefin gar nicht erst herab. Auch die Gesprächsangebote von Bürgern der Stadt, wie zum Beispiel der „Bewegung Zwickau“ (WSZ berichtete), beantwortet Arndt gar nicht erst. Bei Fragen zur bevorstehenden Energieknappheit in der Muldestadt verweist sie auf die Bundesregierung. Sie erwarte, so ihre Aussage dazu, dass dort das Problem gelöst werde.
Umso erstaunlicher ist es, für welche großen Ziele sich die Stadtchefin, die sonst für nichts zuständig ist, so richtig ins Zeug legt. Die ehemalige Hemdenverkäuferin fühlt sich seit einigen Monaten vor allem der internationalen Politik verpflichtet und betont bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Parteinahme für das Selenskyj-Regime im Ukraine-Konflikt. So ließ sie auch am vergangenen Donnerstag zum Zeichen ihrer Einmischung erneut die ukrainische Flagge vor dem Rathaus hissen.
Constance Arndt möchte auch das Klima retten und schmückt sich gern mit ihrer Beteiligung im „Kampf gegen Rechts“, indem sie örtlichen linksextremen Vereinen üppige Fördergelder zuschanzt und gemeinsam mit Linksextremisten auf (allerdings mäßig besuchten) Veranstaltungen große Reden schwingt. Selbst ihr näheres Umfeld hat schon den Eindruck, die Oberbürgermeisterin sei zu allem möglichen Höheren berufen, nur nicht für ihre eigentliche Aufgabe: den Dienst für die Stadt.

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Breiter Bürgerprotest in Zwickau: „Gemeinsam statt gegeneinander“

Westsachsen/Zwickau.-
Am 31. Oktober fand auf dem Hauptmarkt eine Großdemo der Bewegung „Volksstimme Bürgerbündnis Zwickau“ (VBZ) statt. Die Zeit 14 Uhr war so gewählt, dass auch Mitstreiter aus anderen Regionen daran teilnehmen konnten, um später in ihren eigenen Städten die Protestbewegungen zu unterstützen.
Erster Redner der Veranstaltung war Horst Berghöfer (VBZ), danach folgten Jörg Reichenbach (Betriebsrat VW Zwickau, Vorstandsmitglied AfD Kreisverband Zwickau, Zentrum Automobil) und Robert Andres (Freie Sachsen).
Gegen 14.30 Uhr setzten sich die rund 1.800 Teilnehmer zu einem lautstarkem Protestspaziergang durch Zwickau in Bewegung. Anschließend sprach Oliver Hilburger, Vorsitzender der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil, zu den Bürgern. Ebenso reiste Thomas Rudy, AfD-Landtagsabgeordneter aus Thüringen an und sprach zu den Zwickauern.
Alle Redner erhielten großen Beifall und betonten allesamt die Notwendigkeit, endlich gemeinsam zusammen auf die Straße zu gehen um mit diesem Zeichen der Entschlossenheit das eindeutige Signal zu senden: „Wir lassen uns nicht teilen!“
Quelle und Illustration: ZENTRUM/Die alternative Gewerkschaft

24 November 2022

Angriff in der Gemäldegalerie: Laufende Durchsuchungsmaßnahmen

Westsachsen/Leipzig/Dresden.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln derzeit gegen drei deutsche Staatsangehörige (eine 22-jährige Frau und zwei Männer 22 und 29 Jahre) wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung.
Die Beschuldigten sollen am 23.08.2022 gegen 11:40 Uhr die Gemäldegalerie »Alte Meister« betreten haben. Dort sollen die 22-jährige und der 29-jährige Beschuldigte um 12:10 Uhr unter Einsatz von Sekundenkleber jeweils ihre Hände an den Rahmen des Gemäldes »Sixtinische Madonna« geklebt haben. Der 22-jährige Mitbeschuldigte soll den beiden sodann ein Transparent mit der Aufschrift »Letzte Generation« gereicht haben, welches diese sichtbar vor sich hielten. Währenddessen filmte der 22-jährige Mitbeschuldigte die Aktion und verbreitete sie sodann in den sozialen Medien. Der durch diese Aktion entstandene Schaden wird aktuell mit ca. 4.000,00 EUR beziffert.
Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens führt das Landeskriminalamt Sachsen seit den frühen Morgenstunden Durchsuchungen an mehreren Objekten durch. Bei den Maßnahmen geht es um das Auffinden von Beweismitteln im Tatzusammenhang. An dem Einsatz sind mehr als 60 Beamte beteiligt – vom LKA, der Bereitschaftspolizei und örtlichen Polizeidienststellen. Die Maßnahmen dauern an. Im Laufe des Tages wird eine entsprechende Abschlussmeldung veröffentlicht.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: dpa

23 November 2022

Bad Elster: Leuchtendes Adventsfest in königlichen Anlagen

Westsachsen/Bad Elster.- Am zweiten Adventswochenende – vom 2. bis 4. Dezember – findet im Weihnachtslicht Bad Elsters wieder das Adventsfest rund um die wunderschöne Pyramide auf dem zentralen Badeplatz und in der KunstWandelhalle statt. Dabei herrscht vorweihnachtliches Treiben mit dem herrlichen Geruch nach Glühwein und Bratäpfeln, ein Veranstaltungsprogramm für Groß und Klein bietet abwechslungsreiche Adventsfest-Erlebnisse und Bad Elster erstrahlt in einer einmaligen Lichterwelt.

„Nach der zweijährigen Auszeit ist es für Bad Elster in diesem Jahr ganz sicher ein ganz besonderes Adventsfest“ freut sich Thomas Röh vom örtlichen Tourismus- und Gewerbeverein und fügt hinzu: „Gerade im besonderen Weihnachtslicht der Königlichen Anlagen und den tollen Programmpunkten erstrahlt so Bad Elster wieder als stimmungsvolles Ausflugsziel der ganzen Region!“
Los geht’s am Freitag um 16.00 Uhr mit dem »Anschieben der Pyramide« durch die Brunnenkönigin, den Kindern der Kita „Elsternest“ und den Bürgermeister auf dem Badeplatz. Im Zuge des Adventsmarktes werden dann am Wochenende verschiedenste Attraktionen die Gäste zu adventlichen Genüssen einladen. In diesem Jahr wird es neben den bunten Unterhaltungsprogrammen auf dem Badeplatz u.a. auch zwei fantasievolle Märchenrundgänge des Schönecker Heimatvereins durch die Königlichen Anlagen geben, bevor die Weihnachtsmannkutsche in Bad Elster einfährt. Außerdem wird in der KunstWandelhalle die neue Illustrations-Ausstellung »WinterSPIEL« eröffnet und exklusiv eine Modellbahnanlage der historischen Strecke Bad Elster – Brambach des Modelleisenbahnclubs Plauen 1948 e.V. präsentiert. Weitere Höhepunkt des Festwochenendes sind eine Mit-Mal-Märchenlesung für Kinder am Samstagnachmittag, die beliebte »Aprés-Party« rund um die Pyramide am Samstagabend und ein Konzert mit dem Elsteraner Triola-Kindern am Sonntagvormittag. Wenn es dunkelt wird, verwandeln sich die Königlichen Anlagen Bad Elsters an den drei Adventsfestabenden zudem wieder in eine funkelnde Lichterwelt aus glänzenden historischen Gebäuden und Parkarealen. Dann können die Gäste zusätzlich über erleuchtete Promenadenwege die Schönheiten Bad Elsters an atmosphärischen Orten entdecken – Ein Adventsspaziergang im funkelnden Lichterspiel!
Abgerundet wird das weihnachtliche Festwochenende in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit besonderen Erlebnissen im König Albert Theater: Dort gibt es am Freitag den Ballettklassiker „Der Nussknacker“ (02.12.), am Samstag gastiert Publikumsliebling Tom Gaebel (03.12.) und am Sonntag laden die LATIN DEVILS (04.12.) zu einem großen Showkonzert aus Latin Music, Tanz & Entertainment ein. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Reiz Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Winterlandschaften Sachsens, morgen die große Welt der Unterhaltung im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den hervorragenden Erholungsangeboten der Soletherme & Saunawelt Bad Elsters - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de