10 Februar 2022

Vorschlag der Zwickauer Stadtspitze: 04-Bad soll Freizeitpark werden

Westsachsen/Zwickau.-
Es ist ein neuer Vorschlag, um das beliebte 04-Bad mit neuem Leben zu erfüllen: Das an der Zwickauer Mulde gelegene Areal könnte zu einem attraktiven Freizeit- und Familienpark entwickelt werden. Verwaltungsspitze und Sportstättenbetrieb stellen sich vor, dass sich Bürger - nach der erforderlichen Abstimmung mit dem Stadtrat - bei der Erarbeitung eines entsprechenden Nutzungskonzeptes mit Ideen einbringen können. Dieser Vorschlag würde deutlich zur Attraktivitätssteigerung der nördlichen Stadtteile und insbesondere von Pölbitz beitragen, wo viele Familien mit Kindern leben, meint die Stadtverwaltung. Zugleich könnte das Problem des derzeitigen baulichen Zustandes des Freibades gelöst werden, der sich weiterhin verschlimmert hat.
Erste Überlegungen zielen darauf ab, auf dem Areal künftig ein niederschwelliges Sport- und Freizeitangebot für die gesamte Familie anzubieten. Denkbar wären beispielsweise Spielplätze oder -anlagen für unterschiedliche Altersgruppen, Kletterangebote, Calisthenics-Anlagen, Bereiche für Beachvolleyball und Fußball oder vielleicht auch ein Wasserspielplatz. Ein Teil der vorhandenen Gebäude könnte für einfache Imbissgastronomie umgebaut oder als Lager genutzt werden. Die Größe des Areals ließe es grundsätzlich zu, Wohnmobilstellplätze anzulegen. Zudem würden die Freizeitangebote an der Mulde bzw. dem überregionalen Radwanderweg, zu der ein direkter Zugang zu schaffen wäre, nochmals erweitert. Diese reihen sich wie eine Perlenschnur von Süden nach Norden auf: Vom Funpark und dem historischen Dorf im Süden über das Muldeparadies und den Schlobigpark in der Stadtmitte bis hin zu dem dann neuen 04-Areal und dem altehrwürdigen Park „Neue Welt“.
Entstanden ist diese Idee auch aufgrund der erheblichen baulichen Missstände sowie wegen der bisher ungelösten Frage der Betreibung. So hat sich der ohnehin schlechte Zustand des Bades und der erforderlichen Anlagen weiterhin verschlimmert. Davon mussten sich Oberbürgermeisterin Constance Arndt und Bürgermeister Sebastian Lasch vor wenigen Wochen bei einem Vor-Ort-Besuch überzeugen. Die bisher vom Stadtrat beschlossene Summe in Höhe von 1,36 Mio. Euro reicht somit nicht mehr aus, um nur die für einen sicheren Betrieb erforderlichen Reparaturen und Sanierungsarbeiten realisieren zu können, eine dauerhafte Lösung wäre mit dem Betrag in keiner Weise zu erzielen. Zudem konnte bisher - entgegen der Intention des Stadtratsbeschlusses vom Januar 2021 - kein Verein für die dauerhafte Betreibung des Vereins gefunden werden.
„Ich weiß, dass dieser Vorschlag zunächst eine Enttäuschung für alle Freunde der traditionsreichen ‚Nulle‘ ist – auch ich hatte eine andere Erwartungshaltung“, betont Oberbürgermeisterin Constance Arndt. „Doch so schwer es fällt: Eine Wiedereröffnung und eine Betreibung des Bades sind nicht realisierbar. Daher appelliere ich, nach vorne zu sehen. Lassen Sie uns ein attraktives Freizeitareal entwickeln, dass den Bewohnern unserer nördlichen Stadtteile nützt, dass Jung und Alt aus anderen Bereichen Zwickaus anzieht und das finanziell dauerhaft zu stemmen ist.“
Der Finanzausschuss wurde in seiner gestrigen Sitzung erstmals über diesen Vorschlag informiert. Der Wunsch von Oberbürgermeisterin Arndt und Bürgermeister Lasch ist, nach weiteren Abstimmungen mit Fraktionsvertretern noch im zweiten Quartal einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zur Entwicklung des Areals in den Stadtrat einzubringen. Danach könnte eine Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.
Das 04-Bad wurde 1927 als Vereinsbad des Schwimmvereins Zwickau von 1904 im nördlich gelegenen Stadtteil Pölbitz eröffnet. In der Diskussion ist die Freizeit- und Sportstätte bereits seit Mitte der 2000er Jahre. Angesichts der damals erforderlichen Haushaltskonsolidierung war vorgeschlagen worden, das Freibad – ebenso wie das in Crossen – zu schließen. Dann folgte die Übertragung an den Förderverein, wobei damals die Maßgabe war, dass seitens der Stadt keine Zuschüsse gezahlt werden. Mit der Sportstättenentwicklungsplanung, die im Auftrag der Stadt durch ein Büro erarbeitet wurde, wurde 2016 erneut thematisiert, dass der Erhalt des Bades aufgrund des baulich schlechten Zustandes nicht empfehlenswert wäre. Ein Verkauf an private Träger wurde damals jedoch letztlich abgelehnt. Von 2006 bis 2020 betrieb schließlich der Förderverein 04-Bad e. V. das Freibad. 2021 ist das Bad in die Verwaltung des Sportstättenbetriebes der Stadt Zwickau übergegangen.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

09 Februar 2022

Private Verquickungen: Befangenheitsantrag gegen Richterin gestellt

Westsachsen/Zwickau.-
Der Rechtsstreit um die Zwickauer Überklebungs-Affäre geht in eine neue Runde. Nachdem sich in der vergangenen Woche Staatsanwalt Jörg Rzehak während der Verhandlung in einer Strafsache armewedelnd, wütend und mit hoch rotem Kopf über die Berichterstattung der WSZ beschwerte, kam das Thema an diesem Montag erneut am Amtsgericht zur Sprache. Geladen war Reinhard Schübel, der falsche Doktor aus Plauen, gegen die Werdauerin Claudia Friedrich. Letztere macht gegen den Advokaten Schadensersatzansprüche aus Schlechtleistung geltend. Schübel war es, der im April 2012 die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels versäumte und damit ein Chaos in der Zwickauer Justiz auslöste, das bis heute anhält. Absurderweise bildet er sich ein, er hätte dafür auch noch Honorar verdient. Darum ging es in der Verhandlung am Montag.
Bereits im Eingangsbereich gab es die ersten Probleme. Das Wachpersonal pochte auf die Einhaltung der 3-G-Regel, so dass ein Beistand und eine Besucherin an der Verhandlung nicht teilnehmen konnten. Damit waren Teile der Öffentlichkeit schon mal ausgeschlossen, was der Richterin Susanne Heyder gerade recht zu kommen schien. Sie und Schübel warfen sich vertraute Blicke zu und lächelten sich an, so dass ein Prozessbeobachter sich genötigt sah, die Frage zu stellen, ob sie denn gemeinsam Tisch und Bett teilen würden.
Von richterlicher Unabhängigkeit hat man sich in Zwickau offenbar so weit entfernt, dass noch nicht einmal der Versuch unternommen wird, private Verquickungen außen vor zu lassen. Für die Gegenpartei gab es deshalb nur die Möglichkeit, die Befangenheit von Richterin Susanne Heyder feststellen zu lassen. Ob und wann der Prozess mit einem neuen Richter weiter gehen wird, steht bisher noch nicht fest.

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08 Februar 2022

Ärzteteam erhält Zuwachs: Schmerztherapie mit individuellem Konzept

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Gute Nachrichten für Patienten mit chronischen Schmerzen. Ab sofort nimmt die Paracelsus Klinik in Adorf wieder den stationären Betrieb der Multimodalen Schmerztherapie auf. „Die Anmeldeliste ist lang. Ich bin froh, dass wir jetzt wieder für unsere stationären Patienten da sein können, nachdem wir so vielen, aufgrund der Pandemie, absagen mussten. Selbstverständlich steht die Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie im Vordergrund, doch die Behandlung chronischer Schmerzpatienten, darf nicht langfristig ausfallen. Denn eines ist Fakt, die Schmerzen bleiben und machen keine Pause “, so Chefarzt Dipl.-Med. Andreas Dunger.
Gemeinsam mit der Hygieneabteilung wurde ein Konzept erarbeitet, das die Aufnahme zulässt. Alle Patienten füllen vor Antritt ihres Aufenthaltes einen Fragebogen zum Gesundheitszustand und Aufenthalt in Risikogebieten aus. Zudem erfolgt ein Abstrich auf Sars-CoV-2. Personen mit Erkältungssymptomen sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Gruppentherapien finden eingeschränkt statt. Auch für die Schmerzpatienten gilt das Besuchsverbot. „Das Risiko, dass das Virus von einem Angehörigen eingetragen und an die Patienten oder auch an das Personal weitergegeben wird, wollen wir durch diese strengen Maßnahmen weitestgehend minimieren“, erklärt Andreas Dunger.
Gleich zwei neue Ärzte erweitern das bestehende Team der Schmerztherapie. Der Mediziner freut sich sehr über den Zuwachs an ärztlichen Kollegen und die damit verbundene Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Schmerzpatienten. Gunnar Wegmann, Facharzt für Anästhesie mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Schmerztherapie, und Dr. med. Sabine Weidlich, Fachärztin für Anästhesie, ebenfalls mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Weiterbildungsassistentin für spezielle Schmerzmedizin, vervollständigen das Team und freuen sich mit dem Chefarzt, dass die stationäre Aufnahme von Schmerzpatienten wieder möglich ist. „Es ist uns ein großes Anliegen, der Bevölkerung eine hochwertige ambulante und stationäre Schmerztherapie anzubieten“, so Chefarzt Dunger.
Diagnosen, wie chronische Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates, Kopf-, Nerven- oder auch Tumorschmerzen, gehören zum vielseitigen Aufnahmespektrum des Schmerzzentrums. Optimal abgestimmte Behandlungskonzepte, bei denen interdisziplinäre Verfahren der klinischen Medizin in Kombination mit verschiedenen Therapien wie Physio-, Ergo- und Psychotherapie sowie Elementen der traditionellen chinesischen Medizin zur Anwendung kommen, kennzeichnen die individuellen Behandlungskonzepte.
Leiden Sie unter Schmerzen, die bereits länger andauern? Dann können Sie sich hier unter der Telefon-Nummer 037423 79-2410 für einen Beratungs- bzw. Untersuchungstermin anmelden.

Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Kartoffel ist Giftpflanze des Jahre 2022: „Das ist völlig irre!“

Westsachsen/Zwickau.- der Naturschutzbund (NABU) Deutschland hat die Kartoffel zur Giftpflanze des Jahres gewählt. „Das ist völlig irre“, sagt der Zwickauer Bundestagsabgeordnete Nico Tippelt (FDP/Foto). „Damit wird ein ganz falsches Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher in unserem Land gesendet. Die Kartoffel, die es im Laden zu kaufen gibt – die Knolle also – ist nicht giftig. Im Gegenteil: Sie ist sehr gesund, enthält kaum Fett, dafür Stärke, Mineral- und Ballaststoffe, Vitamine.“
Durchschnittlich 55 Kilogramm Kartoffeln isst – statistisch gesehen - jeder Deutsche pro Jahr. „Die Kartoffel ist damit neben dem Brot eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Sie jetzt schlecht zu reden, indem man auf die giftigen Pflanzenbestandteile der Kartoffel hinweist, die die Bauern von der ungiftigen Knolle trennen, ehe diese in den Verkauf kommt, halte ich für gefährlich. Mehr noch: Es ist ein Witz, dass die Kartoffel die Giftpflanze des Jahres ist. Während der Mais, den wir hierzulande hauptsächlich als Viehfutter oder Energielieferant für Biogasanlagen anbauen, die Gemüsepflanze des Jahres ist.“
Der Nabu sollte dringend seine Strategien überdenken, empfiehlt Nico Tippelt. Er jedenfalls will sich den Appetit nicht verderben lassen. Egal ob als Salz-, Brat- oder Pellkartoffel, als Kloß oder Kartoffelpuffer – die Kartoffel lässt er sich weiter schmecken. Tippelt hofft, dass auch die Mehrheit der Deutschen der Giftpflanzen-Wahl der Kartoffel nicht mehr als ein verächtliches Lächeln schenkt und dem Lebensmittel treu bleibt. „Auf den Kartoffelanbau und -vertrieb sowie den Vertrieb von Kartoffelerzeugnissen haben sich hierzulande viele Firmen spezialisiert. Mit dieser unglücklichen Wahl könnte ihnen die Existenzgrundlage geraubt werden“, fürchtet Tippelt.
Demonstrativ besuchte der Abgeordnete, der tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion ist, am Dienstag im vogtländischen Reichenbach einen Kartoffelbauern. Ulrich Gündel ist noch dazu ein ganz besonderer, einer, der die Kartoffel zum Erlebnis macht. Er hat sich auf den Anbau alter Kartoffelsorten spezialisiert, produziert Raritäten – Klasse statt Masse. Auf zwei Morgen Land wachsen bei Gündel 30 Kartoffelsorten, die man höchst selten im Supermarkt findet. Sie sind gelb, weiß, rot und auch lila, haben so wohlklingende Namen wie „Bamberger Hörnchen“, „Vitelotte“, „Negra“, „Mayan Gold“ oder „Blauer Schwede“.
Um die Kartoffel herum haben Bauer Gündel und seine Familie ein Kulturabenteuer aufgebaut. In Gündels Kulturstall kann man auf Bestellung in Gesellschaft bei hausgemachter Musik und leckerem deutschen Wein Kartoffeln verkosten. Einen unterhaltsamen Vortrag darüber, wie die Kartoffel nach Deutschland kam, wie sie angebaut und am besten verarbeitet wird, gibt es obendrauf. Freiwillige Feuerwehren, aber auch andere Vereine aus ganz Mitteldeutschland kommen gern in Gündels Kulturstall zum Feiern. Auf der Homepage „guendels-kulturstall.de“ gibt es im „Kartoffel-TV“ Videos mit dem Neuesten aus „Knollywood“. Wer mag, kann Gündels bei der Kartoffellese helfen oder eine Führung durch die Welt der Kartoffel buchen. Schulklassen aus der Umgebung lernen am Feldrand auch, dass bestimmte – oberirdisch wachsende – Pflanzenteile der Kartoffeln giftig sind, und dass jeder Bauer deshalb sorgsam vorgeht bei der Kartoffelernte und -lese. „Allen Touristen, die das schöne Vogtland besuchen, kann ich einen Besuch bei Gündels nur wärmstens empfehlen“, sagt Nico Tippelt.

Quelle und Fotos: FDP-Büro Nico Tippelt / NABU

07 Februar 2022

Berufsfeuerwehr Zwickau ist beim bundesweiten „Twittergewitter“ dabei

Westsachsen/Zwickau.-
In einer Woche zieht zum vierten Mal ein Twittergewitter über Deutschland. Etliche Berufsfeuerwehren informieren an diesem Tag in den entsprechenden Kanälen über die Arbeit von Feuerwehren und Rettungsleitstellen. Anlass ist der europäische Tag des Notrufs.
Mit diesem Tag soll die zentrale Notrufnummer 112 noch bekannter gemacht werden. Denn bei Bränden und medizinischen Notlagen erhält man über diese Nummer in allen Ländern der europäischen Union Hilfe durch Feuerwehren und Rettungsdienste. Wer im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau – und damit auch der Stadt Zwickau – die 112 wählt, erreicht die Integrierte Regionalleitstelle in der Crimmitschauer Straße in Zwickau. Allein 2021 wurden hier durch die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 320.000 Anrufe entgegengenommen und rund 165.000 Einsätze disponiert.
Verantwortlich ist die Leitstelle für Einsätze der Feuerwehren, der Rettungsdienste sowie Krankentransporte. Für diese stehen im Gebiet der Leitstelle zur Verfügung: 47 Rettungswagen, 13 Notarztfahrzeuge, der Rettungshubschrauber (Christoph 46), 43 Krankentransportwagen, zwei Berufsfeuerwehren und 300 Ortsfeuerwehren, drei THW-Ortsverbände, zwei Bergwachten sowie drei Wasserwachten. Träger der Integrierten Regionalleitstelle, eine von fünf in ganz Sachsen, ist der Rettungszweckverband „Südwestsachsen“, betrieben wird sie durch die Berufsfeuerwehr der Stadt Zwickau.
Diese nimmt am 11. Februar zum dritten Mal am Twittergewitter teil. Neben den Tweets zum aktuellen Einsatzgeschehen sollen in diesem Jahr vor allem die 15 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zwickau in den Mittelpunkt gerückt werden. Meldungen erfolgen von 8 bis voraussichtlich 20 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Presse- und Oberbürgermeisterbüro auf dem städtischen Twitterkanal (twitter.com/StadtZwickau). Wie im vergangenen Jahr wird der Hashtag #zwickau112 genutzt. Unter #112live sind alle Tweets der teilnehmenden Berufsfeuerwehren aus dem Bundesgebiet zu sehen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

05 Februar 2022

Erstes Symphoniekonzert: Almut Seidel zur Kammermusikerin ernannt

Westsachsen/Bad Elster.-
Anlässlich des ersten Symphoniekonzertes der Chursächsischen Philharmonie im Jahr 2022 wurde am vergangenen Freitag die Konzertmeisterin des Orchesters, Almut Seidel, im ausverkauften König Albert Theater feierlich zur „Kammermusikerin“ ernannt. Am Ende des umjubelten Konzerts mit virtuosen Barock-Werken übergab der Geschäftsführer und Chefdirigent der Chursächsischen Philharmonie, GMD Florian Merz, der in Bad Brambach lebenden Violinistin auf der Theaterbühne persönlich die offizielle Ernennungsurkunde. „Neben Ihrem hervorragenden musikalischen und insbesondere auch solistischen Wirken für die Chursächsische Philharmonie ist Frau Seidel vor allem auch eine wichtige programmatische Impulsgeberin für die Ensemblearbeit im Rahmen unseres Kammermusikrepertoires" begründete GMD Florian Merz diese besondere Auszeichnung und ergänzte "Damit möchten wir uns ganz herzlich für die besonderen Verdienste von Frau Seidel für die Chursächsische Philharmonie bedanken“.
Nachdem die gebürtige Leipzigerin Almut Seidel bei den „Chursachsen“ regelmäßig als Aushilfe mitwirkte, wechselte die Stimmführerin der 1. Violinen am Staatstheater Cottbus im Frühjahr 2018 als Konzertmeisterin zur Chursächsischen Philharmonie nach Bad Elster. Neben ihren vielfältigen Aufgaben in der Kammermusik sowie als Konzertmeisterin und Ensembleleiterin ist sie auch regelmäßig als Solistin mit Violinkonzerten, insbesondere auf historischen Instrumenten zu erleben. Die Chursächsische Philharmonie unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz verfolgt vor dem Hintergrund einer bis in das Jahr 1817 zurückreichenden, langen Orchestertradition seit 1992 das künstlerische Ziel, die Musik aller Epochen möglichst stilsicher im Originalklangerlebnis zur Aufführung zu bringen. Hauptaufgabe des Orchesters ist vor allem das umfassende Konzertangebot in den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach. Hier geben die "Chursachsen" mit einer großen Repertoirevielfalt jährlich über 500 Konzerte in verschiedensten Formationen, von klassischer Kammermusik, über Symphonik bis hin zu Unterhaltungsprogrammen der leichten Muse. Sitz der Philharmonie ist das renommierte König Albert Theater in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster.

04 Februar 2022

Vor Gericht: Staatsanwalt scheitert mit Angriff auf die Pressefreiheit

Westsachsen/Zwickau.-
Am Montag fand vor dem Amtsgericht ein Prozess gegen einen unserer Journalisten statt. Ihm wurde der Missbrauch von Notrufen vorgeworfen. Ausgangspunkt der Klage war ein Disput mit der Sparkasse Zwickau. Diese hatte sich geweigert, einer ehemaligen Kundin deren persönliche Unterlagen auszuhändigen, obwohl sie dazu nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet ist. Unterlagen, die geeignet sind, strafrechtlich relevantes Verhalten der Sparkassenvorstände eindeutig zu belegen und deshalb dem Gericht vorgelegt werden sollten. Die Zeit drängte. Deshalb war dieser Zustand für den Angeklagten ein klarer Fall von Nothilfe-Situation und er rief die Polizei (WSZ berichtete).
Die mündliche Verhandlung nutzte der ermittelnde Staatsanwalt Jörg Rzehak ausschließlich dazu, den Mann öffentlich zu diskreditieren. Er plauderte vor der anwesenden Presse freigiebig private Lebensumstände aus, die ihm offensichtlich von Dritten zugetragen wurden. Dann beschwerte er sich über die Berichterstattung der Westsächsischen Zeitung zur Zwickauer Überklebungs-Affäre. Er könne es nicht mehr hören. Frau Friedrich aus Werdau, die ihn ständig an seine Pflichten erinnert, solle die ganze Sache doch endlich mal auf sich beruhen lassen.
Das sieht die in Abwesenheit unfreiwillig an die Öffentlichkeit gezerrte Claudia Friedrich (Foto) völlig anders. Sie sagt: „Staatsanwalt Jörg Rzehak ist seit Jahren in Kenntnis über Verbrechen und Straftaten seiner Berufskollegen am Amtsgericht Zwickau und dem Oberlandesgericht Dresden. Versuche, mit ihm darüber zu reden, scheiterten regelmäßig an seiner Flucht vor mir. Nun soll er sich in meiner Abwesenheit vor Herrn Richter Nahrendorf und der Freien Presse über mich und die Überklebungs-Affäre ausgelassen haben. Er verkennt, dass diese Wut richtigerweise an seine Kollegen gerichtet werden sollte, die jahrelang die Rechtssicherheit und den Rechtsfrieden auf schwerste Art und Weise in Sachsen gefährden. Herr Rzehak spricht von der Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes und fühlt sich belästigt durch die Forderung zur Klärung. Wenn er das Schreiben des AG Zwickau vom 20. August 2015 geprüft hätte, müsste er seinen Kollegen den Rat erteilen, sich untersuchen zu lassen. Das Schreiben der Geschäftsstelle beinhaltet schizophrene Züge. Man teilt mit, es galt neues Familienrecht, die Beschwerde war deshalb gemäß § 64 FamFG beim AG Zwickau einzulegen. Da das nicht passierte, war der Rechtskraftvermerk aufzubringen. So weit alles richtig und gut. Dann aber fordert das OLG Dresden nach drei Wochen die Akte an und ruck-zuck wird der gültige Vermerk unsichtbar gemacht. Für Herrn Rzehak und seine Kollegen ist dies scheinbar ein völlig normaler Ablauf.“
Jetzt kommt Claudia Friedrich und sagt: „Nein, dieses Handeln ist gesetzeswidrig und strafrechtlich relevant. Die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast wurde deshalb zu einer Verhandlung ans Verwaltungsgericht Chemnitz geladen. Sie glänzte durch Abwesenheit. Auch sie verweigert seit Jahren die Klärung. Bei einem Versuch, mit ihr zu reden, lässt sie mich vom Wachmann abführen. Erklärungen und Rechtsgrundlagen für die Missachtung des neuen Familienrechtes bleiben ALLE Verantwortlichen bis zum heutigen Tag schuldig“.
Ihre Ansage an die Beteiligten und Verantwortlichen der Überklebungsaffäre: „Sie haben Macht, meine Damen und Herren, welche Sie gnadenlos missbrauchen. Was Sie nicht haben, sind moralische und rechtliche Grundsätze. Diese trage ich Ihnen seit Jahren erfolglos hinterher. In einem funktionierenden Rechtsstaat würden Sie alle auf der Anklagebank, oder bereits hinter Gitter sitzen. Denn meiner Meinung nach und nach all meinen Erfahrungen und Feststellungen sind Sie Verbrecher, da Sie sich schwerwiegend von Recht und Gesetz entfernt haben!“.
Unter dem Aktenzeichen 23 Zs 1831/21 iso ermittelt aktuell die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen Staatsanwalt Jörg Rzehak (Foto) wegen des Verdachts der Rechtsbeugung, weil er sich weigert aufzuklären, auf welcher Rechtsgrundlage es im Jahre 2012 möglich gewesen sein soll, ein falsches Rechtsmittel beim unzulässigen Gericht einzureichen und warum der gültige Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 überklebt werden durfte. Zusätzlich stellt sich die Frage: Welchen Grund gab es, diesen gültigen Rechtskraftvermerk zu überkleben und wer hat ihn überklebt? Außerdem liegen seit geraumer Zeit mehrere Strafanzeigen gegen die Zwickauer Sparkassenvorstände bei ihm auf dem Tisch, die nicht bearbeitet werden. Eine davon betrifft die 47 Millionen Euro, die unter den Augen der Zwickauer Oberbürgermeisterin und des Landrates an der Börse verzockt wurden (WSZ berichtete).
Sollte es in diesem Fall seitens der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zu einer Anklage mit anschließender Verurteilung kommen, ist Jörg Rzehak ein Verbrecher. Denn Rechtsbeugung ist ein Verbrechen. Mit seinem Verhalten hat er das Rechtssystem, zumindest in Sachsen, schon jetzt schwer beschädigt. Sein durchschaubarer Einschüchterungsversuch gegenüber der Westsächsischen Zeitung ist ein Angriff auf die Pressefreiheit insgesamt. Am Montag ist der damit jedoch gescheitert.

Zur Erklärung:
[Rechtsbeugung ist ein Verbrechen, das mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem und höchstens fünf Jahren bedroht ist. Da die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr zwingend den Amtsverlust zur Folge hat (§ 24 Nr. 1 DRiG), führt eine Verurteilung wegen Rechtsbeugung regelmäßig dazu, dass der wegen Rechtsbeugung verurteilte Richter oder Staatsanwalt kraft Gesetzes sein Amt verliert, wenn nicht ausnahmsweise eine Strafrahmenverschiebung angewendet werden kann (so bei Rechtsbeugung durch Unterlassen gemäß §§ 13, 49 StGB). Wie stets bei Verbrechen ist der Versuch strafbar (§ 23 StGB).]
Quelle: Wikipedia

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Künstler gesucht: ibug geht mit Festivalprogramm in eine neue Runde

Westsachsen/Flöha.-
Die Industriebrachenumgestaltung - kurz ibug - geht 2022 in eine neue Runde. Ab dem 5. August wird die ehemalige Buntpapierfabrik in Flöha noch einmal zur Leinwand und Spielwiese für Künstler aus aller Welt. Anschließend können Neugierige und Kunstliebhaber an drei Festivalwochenenden in einer Ausstellung auf Zeit eine Symbiose aus Malerei und Graffiti, Illustrationen, Installationen und Multimedia erleben. Dazu ist in diesem Jahr wieder ein buntes Festivalprogramm, unter anderem mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen, einem Kunstmarkt und Musik geplant. Zwischen und nach den Festivalwochenenden soll es außerdem Angebote für Schulklassen geben. Für die 17. Festivalauflage werden aktuell Kreative gesucht, die die diesjährige Brache in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. Interessierte Künstler können sich noch bis zum 20. Februar (23:59 Uhr) mit ihrer Vita, Kontaktdaten (Wohnort, Mail, Homepage, Social Media) und maximal fünf Fotos von aktuellen Arbeiten per Mail an artist@ibug-art.de bewerben. Weitere Informationen gibt es online auf www.ibug-art.de.
Quelle und Foto: Michael Lippold

03 Februar 2022

Schloss Waldenburg: Großartige Ferienaktivitäten im Februar

Westsachsen/Waldenburg.-
Mit einem großartigen und garantiert nicht langweiligen Ferienprogramm wartet das Schloss Waldenburg in den Februarferien auf. Die fürstliche Küche wird zum Leben erweckt. In der historischen Küche backen Kinder im Alter zwischen 7 und 11 Jahren ein selbst kreiertes „Fürstenbrot“. Eine Menge unterschiedlicher Zutaten stehen den Kids zur Verfügung, von herzhaft bis süß. Die kleinen Bäcker backen unter der Anleitung der „Küchenfee Felicitas“ jeweils ein „Fürstenbrot“ für sich und eins für eine Begleitperson. Die Begleitperson darf gerne dem kleinen Bäcker unter die Arme greifen. Das ist aber kein Muss, denn auch die historischen Räume warten darauf erkundet zu werden. Im Anschluss werden alle gemeinsam dieses „fürstliche Mahl“ einnehmen. Preis pro Kind und pro Begleitperson 19 Euro inklusive Erlebnisbacken, gemeinsames Essen, ein Getränk und einer kleinen Überraschung. Buchungen für den 23. und 24. Februar, jeweils 10 und 14 Uhr, werden gerne schon entgegengenommen.
Für Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren gibt es die Möglichkeit an einer Märchenschatzsuche teilzunehmen. Das kindgerechte Programm dauert rund eine Stunde und findet am 16. Februar um 10:30 und 14 Uhr statt. Auch hier sollte, darf eine Begleitperson mitgehen.
Begleitend auf dem Rundgang im Schloss, finden kleine Besucher Märchenaufsteller, zu dem einige einfache Fragen beantwortet werden. Dieses Märchenrätsel ist besonders für die kleineren Kinder geeignet, welche die Erwachsenen auf dem kulturellen Besuch in Schloss Waldenburg begleiten. Eine süße Überraschung wartet am Ende.
Die Kinderprogramme auf Schloss Waldenburg sind sehr beliebt. Deshalb heißt es „Plätze sichern“. Das kann man bereits bequem online tun, denn Schloss Waldenburg verfügt über ein Onlinebuchungssystem. Auf der Website www.schloss-waldenburg.de/veranstaltungskalender findet man auch die Kinderprogramme. Zur Bezahlung kann unter anderem das Zahlungssystem Paypal genutzt werden. Selbstverständlich kann man die Karten auch weiterhin an der Kasse im Schloss Waldenburg erwerben.
Die Öffnungszeiten des Schlosses gestalten sich ab den Winterferien wieder regulär, das heißt, Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, Samstag von 13 bis 17 Uhr und Sonntag/Feiertag von 11 bis 17 Uhr.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg

02 Februar 2022

Giuseppe Verdis weltberühmter Gefangenenchor unter freiem Himmel

Westsachsen/Netzschkau.- Im Rahmen des Sommer Klassik Open Air Highlight 2022 präsentiert die Festspieloper Prag am 24. Juli um 20 Uhr in Netzschkau auf dem Gelände der Göltzschtalbrücke NABUCCO. Diese prachtvolle Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher Hunderttausende von Zuschauern. Der Besucher wird von Beginn an durch die wunderschönen Stimmen, die Handlung, die prächtigen Kostüme und das eindrucksvolle Bühnenbild in den Bann gezogen. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Giuseppe Verdis Nabucco eine der größten Opern der Musikgeschichte und zugleich ein wunderbares Open Air-Spektakel.
Man muss NABUCCO mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben. Der gewaltige Chor der Gefangenen wird erklingen mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten. Open Air-Produktionen bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Oper bei den bisherigen Sommer-Open-Air-Aufführungen mit über zwei Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.
Karten gibt es ab 45 Euro an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.paulis.de. Weitere Informationen unter der Infohotline: (0531) 346372