04 November 2021

„Ausfahrt Kultur“ stellt Sehenswürdigkeiten in unserem Land vor

Westsachsen/Leipzig/Zwickau/Dresden.-
Ein Millionenpublikum wird Sachsen ab 6. November weltweit über die Deutsche Welle (DW) erreichen: Über die verschiedenen TV-Programme des deutschen Auslandssenders wird an diesem Tag erstmals die neue, zweisprachige Sendereihe „Ausfahrt Kultur / Destination Culture“ ausgestrahlt. In Staffel 1 mit dem Untertitel „Entdeckungen in Sachsen“ mit insgesamt sieben Episoden stehen Kulturziele im Freistaat im Mittelpunkt: Vom Fürst Pückler Park in Bad Muskau über das August Horch Museum in Zwickau, Uhrenmanufakturen in Glashütte, das Porzellanmuseum in Meißen oder das Haus Schminke in Löbau bis zur Baumwollspinnerei in Leipzig. Am heutigen Donnerstag hatten DW und die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) zur Vor-Premiere nach Radebeul, einem der Drehorte, eingeladen. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nahm ebenfalls an der Vor-Premiere der neuen Sendereihe teil.
„Die Sendereihe ‚Ausfahrt Kultur‘ verbindet die Themen Reisen und Kultur und stellt wunderbar viele Orte und Sehenswürdigkeiten in unserem Land vor, die vor allem in kultureller Hinsicht einmalig und sehenswert sind. Dabei bietet das Multimedia-Format Information und Inspiration, schöne Bilderwelten und unterhaltsame Inhalte. Diese Ausstrahlung hilft uns dabei, das reiche kulturelle Erbe Sachsens einem weltweiten Publikum vor Augen zu führen und als Reiseanlass ans Herz zu legen“, erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch am Abend.
Bis in den September hinein wurden landesweit die Kameras und Mikrophone geschwenkt sowie Orten, Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten mit leidenschaftlicher journalistischer Art ihre USPs entlockt. „Herausgekommen ist eine wunderbare Hommage an Sachsens Kultur- und Naturlandschaft sowie seine Gastgeber. Wir danken allen Partnern in unseren Tourismusregionen für die tatkräftige Unterstützung des Filmprojektes mit dieser einladenden Botschaft“, sagte Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen.
Die TMGS unterstützte den Sender inhaltlich und organisatorisch bei der Planung der Drehs vor Ort. „Dieses TV-Projekt ist eine wertvolle Ergänzung zu den in diesem Herbst verstärkt für die internationalen Märkte unternommenen Vermarktungsaktivitäten der TMGS, die von Studienreisen für Veranstalter aus den USA, dem ebenfalls noch im November startenden digitalen englischsprachigen Magazin SIGHTGEIST 2.0 über Plakatkampagnen bin hin zu Presse- und Bloggerreisen reichen“, so die TMGS-Chefin.
Die deutsch-schottische Moderatorin Hannah Hummel unternimmt ihre Ausfahrten Richtung Kultur in einem ungewöhnlichen aber gleichzeitig typisch deutschen Fahrzeug: Sie fährt ein klassisches VW Käfer Cabriolet. Die Besonderheit: Der über 40 Jahre alte Wagen wurde umgebaut – und rollt mit elektrischem Antrieb. Solche Verbindungen zwischen Tradition und Moderne ziehen sich auch inhaltlich wie ein roter Faden durch die Folgen der Serie. Jeder Stopp ist ein kulturelles Highlight. Gleichzeitig kommen viele Protagonisten zu Wort, erzählen junge Instagramer von der Faszination dieser Orte bis heute und zeigen den Zuschauern die schönsten Fotomotive.
„Das Bundesland Sachsen ist eine der reichsten und vielfältigsten deutschen Kulturlandschaften und somit der perfekte Einstieg in unser Format. Kultur ist zentraler Programmauftrag der Deutsche Welle, unsere Redaktion produziert mit viel Herzblut innovative Multimedia-Magazine und -Reportagen“, so DW-Intendant Peter Limbourg. DW-Kulturchef Rolf Rische, der die Idee zu dem Format hatte, erwartet international viel Interesse: „Dass der weltweit wohl wichtigste Reiseführerverlag ‚lonley planet‘ kürzlich Leipzig zum Top-Ziel in Deutschland gewählt hat, ist für uns nur ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit dem Fokus auf Sachsen in der ersten Staffel von ‚Ausfahrt Kultur‘ goldrichtig liegen.“
Zu sehen ist die siebenteilige Serie mit den 26-Minuten-Filmen ab dem kommenden Samstag bei der Deutschen Welle in den TV-Programmen „DW Deutsch“, „DW Deutsch+“ und „DW English“, auf YouTube (u.a. „DW Travel“) sowie im DW Mediacenter auf dw.com. Ausgewählte Orte werden auf den Social-Media-Kanälen der DW formatgerecht präsentiert. Von YouTube-Fassungen, über kurze Storys für Facebook und Instagram-Reels bis zu TikTok-Geschichten werden zahlreiche Ausspielwege bedient.
Quelle und Foto: TMGS

Zum Gruseln: Hexen, Gespenster und Monster treiben ihr Unwesen

Westsachsen/Werdau.-
Am vergangenen Halloween-Sonntag hieß es wieder „Süßes sonst gibt´s Saures“ in Werdau und seinen Ortsteilen. Vampiroberhaupt Alexander Moser organisierte für das schaurig schöne Gruselspektakel einen Lampionumzug durch die Friedenssiedlung und lockte mit seinen Rufen nicht nur kleine und große Monster, Kobolde und Hexen aus ihren Verstecken, sondern bot mit etwas Verpflegung wie etwa „Riesenwürmern“ (Roster) und andere Leckereien an.
Der Umzug bei dem etwa 100 Personen teilnahmen, umfasste etwa 60 Erwachsene und 40 Kinder, von denen ein Großteil ihrer Leidenschaft für Halloween nachgingen. Auch die Einwohner, die nicht am Umzug teilnahmen, fügten sich mit grausiger Dekoration an Haus und Vorgarten in das Geschehen ein. Von Gespenstern die einem entgegenflogen, Händen, die aus der Erde ragten bis hin zu vielen weiteren Ungeheuern gab es hier einiges zum Fürchten zu bestaunen. Lautes Schreien, Zombiegeräusche und Blitzlichter wurden effektvoll in Szene gesetzt und lehrten den Großen und Kleinen das Fürchten.
Auch in Langenhessen sorgte der Dorfclub um René Riemer für eine gruselige Veranstaltung mit Gänsehautpotenzial. Treffpunkt war hier auf dem Kirchschulplatz. Bei Leichenfingern (Bratwurst) und Blutsgebräu (Glühwein) begann der Umzug auf dem Weg des Schreckens. Auch hier kamen die Wesen der Unterwelt zusammen - ob Hexen, Zauberer und Skelette, alle Teilnehmer versammelten sich vor der Kirche in Langenhessen und beschritten gemeinsam den haaresträubenden Weg bis zum Traumzauberbaum.
Doch bis dorthin gab es einige furchterregende Highlights zu überstehen. Ob Riesenspinne am eigenen Haus, Hexenparkplatz oder unheimliche Vorgärten mit Grabsteinen und Totenköpfen - die Langenhessener haben in detailverliebter Kleinstarbeit alles gegeben, um die Kleinen und Großen Halloweenfans in Angst und Schrecken zu versetzen. Einige warteten auch in angsteinflößender Kostümierung auf die herannahenden Teilnehmer.
Auch für das nächste Jahr ist wieder ein Halloweenspektakel geplant, dann kann der Spuk von vorn losgehen. Wir freuen uns drauf.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau

03 November 2021

Stadtführung für Jedermann: Greiz - fürstlich vogtländisch

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Gehen Sie mit dem Gästeführer der Tourist-Information Greiz auf Entdeckungstour und lernen Sie die ehemalige Residenzstadt Greiz während des Rundganges kennen und lieben! Haben Sie sich schon immer gefragt, wer im Unteren Schloss wohnte und welche Funktion die Alte Wache hatte? Dann kommen Sie mit auf die spannende Erkundungstour. Sie erfahren interessante Details zur Geschichte der Stadtkirche St. Marien, werden am Greizer Schlossgarten vorbei zum Röhrenbrunnen geführt und bestaunen die schönen Architekturdekors der im Jugendstil erbauten Straßenzüge. Das Rathaus mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen bilden den Abschluss Ihres Ausfluges in die Geschichte und die Gegenwart unserer Stadt.
Infos und Anmeldung unter tourismus@greiz.de
Termin: Sonntag, 07. November 2021
Preise:
Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14:00 Uhr, Dauer: rund 90 Minuten
Wichtige Hinweise: Für die Stadtführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf oder bis spätestens 15 Minuten vor Beginn der Führung in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

02 November 2021

Peter Orloff in Bad Elster: Der Klang des Schwarzen Meeres

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 14. November gastiert um 15.00 Uhr der berühmte Schwarzmeer Kosaken-Chor unter der Leitung des Publikumslieblings Peter Orloff im König Albert Theater Bad Elster. Mit seinem Schwarzmeer Kosaken-Chor bereist der legendäre Peter Orloff die großen Konzerthäuser der Welt und Bad Elster freut sich, Teil dieser Welt zu sein! Das Konzert ist eine musikalische Reise durch die märchenhafte Welt des alten Russlands mit Romanzen, Geschichten und Balladen von grandioser Ausdruckskraft, tiefer Melancholie und überschäumendem Temperament. Der berühmte Schwarzmeer Kosaken-Chor unter der musikalischen Gesamtleitung und persönlicher Mitwirkung von Peter Orloff, der einst vor über 50 Jahren als jüngster Sänger aller Kosakenchöre der Welt seine legendäre Karriere begründete, wird auch das Publikum in Bad Elster mit großen Melodien, packenden Klanglandschaften und einem Feuerwerk der Gefühle begeistern! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

01 November 2021

Falscher Doktor aus Plauen: War es vollendeter Prozessbetrug?

Zweibrücken/Westsachsen/Zwickau.-
Der Krimi um den falschen Doktor aus Plauen geht in die nächste Runde. Die Generalstaatsanwaltschaft Rheinland-Pfalz spricht im Zusammenhang mit einem am Landgericht Zwickau anhängigen Verfahren von „vollendetem Prozessbetrug“ und empfiehlt der geschädigten Mandantin, erneut Strafanzeige zu stellen. Sie könne „selbstverständlich - sofern noch nicht geschehen - Rechtsanwalt (Dr.) Schübel wegen (Prozess)betruges beanzeigen. Zuständig wäre insofern die Staatsanwaltschaft Zwickau“.
Seit Jahren täuscht Rechtsanwalt Reinhardt Schübel (SreenShot) den Mandanten, die bei ihm um juristischen Rat nachfragen, vor, er sei ein promovierter Doktor. Tatsächlich hat er sich jedoch lediglich eine sogenannte „Witz-Promotion“ im Tschechischen Bratislava gekauft. Diese berechtigt ihn, den Titel JUDr. PhD. in Sachsen zu tragen. Aus eben diesem Grund schreibt die Generalstaatsanwaltschaft Rheinland-Pfalz seinen behaupteten Doktortitel in Klammern. Schübel will davon nichts wissen. Unsere Redaktion hat mehrmals, zuletzt im August, um die Glaubhaftmachung unter Vorlage einer Doktorarbeit gebeten. Bisher erfolglos. Demnach wird davon ausgegangen, dass es diese in Deutschland zwingend vorgeschriebene Dissertation nicht gibt.
Der Rat aus Zweibrücken, Schübel ausgerechnet in Zwickau zu beanzeigen, ist nicht besonders hilfreich. Eine solche Anzeige landete vermutlich erneut auf dem Tisch von Staatsanwalt Jörg Rzehak (Foto links), der Ermittlungen in diesem Fall bereits mehrfach abgelehnt hat. Er sei nicht zuständig, außerdem kein hinreichender Straftatbestand gegeben und öffentliches Interesse bestünde auch nicht, heißt es. Und so schiebt eine Behörde die Probleme zur anderen, ohne jemals ein brauchbares Ergebnis hervor zu bringen. Den Schaden tragen die Mandanten, die auf die leeren Versprechungen des falschen Doktors reinfallen, der offenbar von Staatsanwalt Jörg Rzehak nach Kräften in seinem kriminellen Handeln unterstützt wird.
Passend dazu ist dieses Lied.

31 Oktober 2021

Anfrage zum Millionenverlust: Stadtrat erhält anonyme Anrufe

Westsachsen/Zwickau.-
Die Anfrage im Stadtrat, wonach die Stadtspitze um Stellungnahme zum Aktiendeal der Sparkasse Zwickau wegen rund 47 Millionen Euro Verlust gebeten wurde, sorgt weiter für Aufregung. Jetzt wurde bekannt, dass der Stadtrat, der die Anfrage gestellt hatte, kurz vor Veröffentlichung zwei anonyme Anrufe erhalten hatte. Die beiden unterschiedlichen männlichen Anrufer hätten ihm geraten, die Anfrage zurückzuziehen, heißt es aus dem Umfeld des Stadtrates. Nähere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.
Bereits zur vorangegangenen Stadtratssitzung, Ende September, war das rechtswidrige Verhalten der Sparkasse Zwickau Thema in der Bürgerfragestunde. Damals lautete die Antwort aus der Stadtadverwaltung: „Ihre Frage kann nicht beantwortet werden, da sie nicht dem Fragerecht für Einwohner entsprechend der Sächsischen Gemeindeordnung sowie der Geschäftsordnung für den Stadtrat der Stadt Zwickau entspricht“. Etwas substanzielles konnte oder wollte Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (Foto) schon damals nicht beitragen.
Nun ist es aber so, dass die Öffentlichkeit weiß, dass die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz und der Rathausspitze wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstößt. Bewiesen ist dies unter anderem durch den Fall einer Werdauer Kundin, die von der Sparkasse Zwickau mit Unterstützung der Zwickauer Justiz und durch Duldung des Verwaltungsrates um rund elftausend Euro betrogen wurde (WSZ berichtete). Nicht zu vergessen, die ständigen Beschwerden der Verbraucherzentrale wegen der falschen Anpassung von Zinsen in Prämiensparverträgen. Der illegale Handel mit riskanten Wertpapieranlagen, bei dem im vergangenen Jahr rund 47 Millionen Euro verlustig gegangen sind, war dem Verwaltungsrat unter Leitung von Landrat Christoph Scheurer, Ex-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und später Oberbürgermeisterin Constance Arndt ebenfalls bekannt. Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage, wie lange diese Zustände weiter ungestraft bleiben und von den Leuten geduldet werden.
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Gerichtsgebäude: Portal verschandelt - Fristbriefkasten landet im Dreck

Westsachsen/Zwickau.-
Wer erinnert sich noch an Zeiten, in denen historische Bauten und konservative Werte noch eine Bedeutung hatten? Damals wäre es vermutlich niemandem in den Sinn gekommen, das denkmalgeschützte Portal eines Gerichtsgebäudes abzureißen, um daraus eine Rollstuhlauffahrt zu machen. Auch hätte es sicher niemand gewagt, einen Fristbriefkasten des Gerichts - ob mit oder ohne Funktion - einfach so im Dreck liegen zu lassen. Doch heutzutage scheint so ziemlich alles möglich. In Zeiten, in denen Urkundenfälschung, Täuschung im Rechtsverkehr, unter Artenschutz stehende Stasiseilschaften und viele andere Schweinereien bei Gericht offenbar zur Normalität geworden sind, zählt der respektlose Umgang mit Sachwerten wohl eher zum kleineren Übel.
Dennoch offenbart er den Zustand, in dem sich der Zwickauer Justizapparat generell befindet. Man geht mit Sachen um, wie mit Menschen: Wenn sie nicht mehr ins vorgegebene Weltbild passen, werden sie kurzerhand umgebaut bzw. umerzogen oder weggeworfen. Die Liste der traurigen Beispiele ist lang.
Da es angesichts solcher Ereignisse nicht möglich ist, objektiv darüber zu berichten, kennzeichnen wir diesen Beitrag als Kommentar. Passend dazu ist dieses Lied: „Der Dreck muss weg“.

30 Oktober 2021

OB stellt klar: Kein Platz für Gender-Gaga in Zwickaus Amtsstuben

Westsachsen/Zwickau.- Zur Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag kam neben vielen anderen Themen auch die deutsche Rechtschreibung auf die Tagesordnung. Genauer gesagt deren Schutz vor linksideologisch motivierten Eingriffen, insbesondere der sogenannten Gender-Sprache, im Volksmund auch „Gender-Gaga“ genannt. Diese Sprache ist vor allem durch das umständliche Gender-Sternchen und allerlei Umformulierungen gekennzeichnet. Damit sollen nach dem Willen linker Ideologen die Interessen mehrgeschlechtlicher Menschen und anderer Randgruppen gefördert werden. Außerdem will man so vermeintlicher Diskriminierung entgegen wirken.
Die überwältigende Mehrheit der Deutschen hält jedoch, zahlreichen Umfragen zufolge, Gender-Sprache für eine die freie Kommunikation störende Verschandelung ihrer Muttersprache. Dennoch hat sich diese Unsitte in den vergangenen Jahren in das Alltagsdeutsch hiesiger Behörden und Kommunen eingeschlichen. Vor allem in westdeutschen Großstädten, in denen das linksgrüne Milieu starken Einfluss auf politische Entscheidungsfindungen nehmen kann.
Um den Anfängen solcher Zerfallsprozesse zu wehren, kam am Donnerstag aus den Reihen der AfD der Antrag, die derzeit gültigen Regeln des Rates für deutsche Rechtschreibung für die städtische Kommunikation als verbindlich festzulegen und der sich einschleichen wollenden Gender-Sprache so einen Riegel vorzuschieben. Auch Vertreter der CDU/FDP-Fraktion reagierten mit Wohlwollen auf dieses Ansinnen. Noch einen Schritt weiter ging Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Sie stellte unmißverständlich klar, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, dass die städtische Kommunikation in vernünftiger Sprache nach den Regeln der deutschen Rechtschreibung erfolge. Aus diesem Grunde erübrige sich ihrer Ansicht nach auch eine diesbezügliche Abstimmung von vornherein.
Trotz dieser klaren Ansage ist zu erwarten, dass die Verfechter der Gender-Sprache auch in Zwickau künftig Druck zur Durchsetzung ihrer kruden Zielsetzungen machen werden. Druck, dem möglicherweise auch die Oberbürgermeisterin nachzugeben versucht sein könnte. Die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung sind, wie die Vergangenheit gezeigt hat, nicht in Stein gemeiselt. Der politische Einfluss der im Entstehen begriffenen neuen Bundesregierung könnte hier bald zu einer Verschiebung hin zu einem offiziellen Diktat der im Volk ungeliebten Gender Sprache führen. Deshalb wird künftig genau darauf zu achten sein, ob die Oberbürgermeisterin ihrem Ansinnen, die deutsche Muttersprache vor linksideologischen Deformierungen zu schützen, treu bleiben wird.

29 Oktober 2021

Baumaßnahmen abgeschlossen: Kosten bleiben im geplanten Rahmen

Westsachsen/Zwickau.-
Fast zeitgleich kommen im Zwickauer Stadtgebiet zwei Straßenbaumaßnahmen zum Abschluss: die im September begonnene Deckenerneuerung am Kreisverkehr Steinpleißer Straße und die zu Beginn der Herbstferien gestartete Baumaßnahme auf der Reinsdorfer Straße.
Die Bauarbeiten zur Deckenerneuerung am Kreisverkehr Steinpleiser Straße fanden heute ihren Abschluss. Dank der guten Witterung der letzten Tage und dem guten Zusammenspiel aller am Bau Beteiligten konnte der Kreisverkehr bereits heute Vormittag – und damit einen Tag früher als geplant – wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zunächst erhielt ein Abschnitt der Steinpleiser Straße, aus Richtung Stadt kommend bis zum Kreisverkehr, eine neue Asphaltdecke. In diesem Abschnitt wurden gleichzeitig Kanalarbeiten durchgeführt. Mit Beginn der Herbstferien (18. Oktober) erfolgte die Vollsperrung des Kreisverkehrs, um die Deckenarbeiten im Kreisverkehr und in der Steinpleiser Straße in Richtung Brand bis Einmündung Robert-Koch-Straße zu realisieren. Die Arbeiten wurden durch die Firma Asphalt-, Tief- und Straßenbau GmbH aus Chemnitz erbracht.
Die Arbeiten zur Deckenerneuerung der Reinsdorfer Straße, ab Bahnübergang bis Autohaus Queck, werden planmäßig bis zum Samstag, den 30. Oktober 2021 abgeschlossen und die Vollsperrung ab ca. 15 Uhr aufgehoben. Auf einer Fläche von ca. 1.500 Quadratmeter wurde der Asphaltbelag erneuert. Neben der Sanierung der Fahrbahn wurde im Bereich des Bahnüberganges eine Schlitzrinne eingebracht, um eine geordnete Wasserführung zu sichern. Zudem erfolgte der Austausch der Gleisplatten des Bahnübergangs. Aufgrund der Wetterverhältnisse kann die noch fehlende Fahrbahnmarkierung erst im nächsten Jahr aufgebracht werden. Die Arbeiten wurden durch die Firma VSTR aus Rodewisch erbracht.
Auch wenn die Schlussrechnungen der Baubetriebe noch nicht vorliegen, kann bereits zum jetzigen Zeitpunkt eingeschätzt werden, dass die Gesamtkosten beider Baumaßnahmen im geplanten Kostenrahmen liegen. (Kreisverkehr Steinpleißer Straße: 200.000 Euro, Reinsdorfer Straße: 100.000 Euro).
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

28 Oktober 2021

Finanzbürgermeister hilflos: „Wir sind nicht für die Sparkasse zuständig“

Westsachsen/Zwickau.- Im Vorfeld der heutigen Stadtratssitzung gab es heftige Diskussionen über unseren Beitrag „47 Millionen verzockt: Mehrere Stadträte in Sparkassenaffäre verstrickt“. Stadtrat Sven Itzek (Foto oben) hat sich als Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Zwickau darüber beschwert, dass sein Name mit den unerlaubten Handlungen der Sparkassenvorstände Felix Angermann und Josef Salzhuber in Verbindung gebracht wurde. „Mehr Niedertracht geht sicher nicht“, war seine erste Reaktion. Es folgten Beschimpfungen gegen einen unserer Mitarbeiter und zum Schluss: „Was ist an einem Dienstgeheimnis, dem man unterworfen ist, nicht zu verstehen?...“.
Mal abgesehen davon, dass der Jahresabschlussbericht der Sparkasse Zwickau öffentlich einsehbar und demzufolge kein Dienstgeheimnis ist, will sich der in seiner Freizeit als Immobilienmakler tätige Stadtrat damit vermutlich nur aus der Verantwortung stehlen. Denn nach dem Sächsischen Sparkassengesetz (SächsSparkG) §8, Abs. 3, Satz 3 hat er als Verwaltungsrat das operative Geschäft der Sparkasse Zwickau zu überwachen. Dieser Verpflichtung ist er nicht nachgekommen. Genau so wenig wie seine Amtskollegen Landrat Christoph Scheurer, Oberbürgermeisterin Constance Arndt und etliche weitere Stadträte, auf die wir später noch zu sprechen kommen.
Aus diesem Grund hat Stadtrat Sven Georgi (Foto unten) heute zur Stadtratssitzung folgende Fragen gestellt: „Dem Abschlussbericht 2020 der Sparkasse Zwickau ist zu entnehmen, dass die Vorstände mit Duldung des Verwaltungsrates im vergangenen Jahr durch spekulative Aktiengeschäfte rund 47 Millionen Euro an der Börse verloren haben. Dadurch ist es der Sparkasse offensichtlich nicht mehr möglich, wie sonst in gewohnter Weise, die Stadt Zwickau finanziell zu unterstützen. Deshalb meine Fragen, 1. war dieser Vorgang dem zuständigen Verwaltungsrat der Sparkasse, der sich zusammensetzt aus Zwickauer Landrat, Oberbürgermeisterin und mehreren Stadträten, bisher bekannt? und 2. wenn ja, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Verantwortlichen?“
Die Antwort fiel ernüchternd aus, zeigt aber gleichzeitig die Hilflosigkeit der Agierenden. Finanzbürgermeister Sebastian Lasch argumentiert damit, dass die Stadtverwaltung Zwickau nicht für die Belange der Sparkasse Zwickau zuständig sei, da diese keine städtische Beteiligungsgesellschaft wäre. Der Fragesteller möge sich doch bitte direkt an die Sparkasse Zwickau wenden. Wir bleiben dran...