28 August 2025

Nach Fehlstart: 8.000 Gäste zum Auftakt der ibug 2025 in Chemnitz

Westsachsen/Chemnitz.-
Mit einem Tag Verspätung ist am vergangenen Wochenende in Chemnitz die 20. Auflage der ibug gestartet. Aufgrund einer fehlenden baulichen Genehmigung musste die für Freitag geplante Eröffnung des Festivals für urbane Kunst, das in diesem Jahr im Rahmen des Programms zur Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 stattfindet, auf den Samstag verschoben werden. Trotz Verschiebung ließen sich an den ersten beiden Tagen bereits rund 8.000 Kunstfans und Neugierige die Eröffnung der temporären Ausstellung der diesjährigen “Industriebrachenumgestaltung” im ehemaligen Krankenhaus am Stadtpark im Chemnitzer Süden nicht entgehen.
Vor dem Festivalstart hatten rund 70 Künstler, Duos und Kollektive aus 25 Ländern ein Areal von über 16.000 m2 mit drei Gebäuden, einem ehemaligen Schutzraum sowie einem grünen Innenhof des weitläufigen Krankenhauskomplexes an der Scheffelstraße mit einem bunten Spektrum an urbaner Kunst von großflächigen Murals über Paste-Ups und Illustrationen bis zu Installationen und multimedialen Projekten gestaltet. In ihren Arbeiten setzen sich die Kreativen auf vielfältige Weise mit der Geschichte des Ortes, aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen und globalen Krisen auseinander.
An den kommenden beiden Wochenenden - vom 29. bis 31. August sowie vom 5. bis 7. September - ist die ibug 2025 in Chemnitz noch für das Publikum geöffnet. Die Ausstellung kann jeweils am Freitag von 15 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr erkundet werden. Parallel lädt ein Biergarten im grünen Innenhof zum Verweilen ein. Das Rahmenprogramm bietet Führungen durch das Areal, die einen Überblick über die entstandenen Kunstwerke und einen Einblick in die Historie der Brache bieten. Dazu gibt es Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden, ein Kino sowie Musik zwischen Klassik, Ambient, Jazz und Disco, live und vom Plattenteller.
Quelle und Fotos: Michael Lippold

Ungeahnt erlebenswert: Innenhöfe in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Manche bekannt, andere eher versteckt, manche zugänglich, andere meist verschlossen: neun Innenhöfe in Zwickau verwandeln sich am Samstag, dem 13. September ab 14 Uhr in Orte von Kunst und Kultur, von Kreativität und Begegnung. Zugleich laden sie zu einem Stadtspaziergang durch das Zentrum der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt ein.
„Ungeahnt sehenswert“ – Zwickaus Motto zum Kulturhauptstadtjahr 2025 – steht wie kaum etwas anderes für das Anliegen dieser Veranstaltung, die für dieses besondere Jahr entworfen wurde. Das sonst Versteckte sichtbar machen, die unscheinbaren Dinge in den Fokus rücken und die Stadt von einer ganz ungeahnten Seite zeigen. Jeder Hof ist anders, jeder Hof lädt mit einem anderen Programm oder Schwerpunkt zum Verweilen ein. Alle werden jedoch zu Orten von Gemeinschaft und Gemütlichkeit. Teilweise bis 22 Uhr kann jeder nach Herzenslust bummeln, Freunde treffen, neue Bekanntschaften schließen, Musik hören, kulinarische Angebote genießen oder sich einfach nur treiben lassen – ob nun von einem Ort zum anderen oder aber dauerhaft im Lieblingshof – das entscheiden die Besucher selbst. Gewiss ist aber: Gemütlich wird es überall. Das kleine Tüpfelchen auf dem i der Innenhof-Momente: Die drei innerstädtischen Museen laden ebenfalls zu einem Besuch ein, und das bei freiem Eintritt.
Organisatoren und Partner der Innenhof-Momente: Sara Linke (Studio 1912 GmbH), Kathrin Meyer (Kulturamt), Daniel Jakob (Priesterhäuser), Jasmin Schwarz (polar 1), Dr. Bianca Dommes (Kulturamt), Michelle Keil (FIRSTinn Zwickau), Christine Schmidle (Puppentheater Zwickau), Rahel Woogk (Lichthaus Zwickau e.V.) (Foto v.l.n.r.)
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 August 2025

Werke von Neefe und Beethoven auf historischen Instrumenten

Westsachsen/Zwickau.-
In Chemnitz gibt es die Neefe-Straße und den Neefe-Park – beide sind nicht konkret nach einer Person, sondern einer ganzen, für Chemnitz hochbedeutenden Familie benannt. Schon zur Zeit Martin Luthers waren Caspar und Johann Neefe als kurfürstliche Leibärzte berühmt, im 18. Jahrhundert war dann der Komponist Christian Gottlob Neefe (1748-1798) der bedeutendste Namensträger.
1748 in Chemnitz geboren erhielt Christian Gottlob Neefe dort seine erste musikalische Ausbildung. Nach seinem Studium in Leipzig kam er 1779 zunächst als Theaterkapellmeister nach Bonn, wo er 1781 zum Hoforganisten ernannt wurde. Wohl noch im selben Jahr wurde hier Ludwig van Beethoven sein Schüler – neun Jahre lang erhielt er Unterricht in den Fächern Klavier, Orgel und Komposition, so dass der Chemnitzer Neefe zum wichtigsten Lehrer für den später berühmten Komponisten der Wiener Klassik wurde.
Am kommenden Sonntag, dem 31. August um 17 Uhr lädt das Zwickauer Robert-Schumann-Haus im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres zu einem besonderen Konzert ein: Zu hören sein werden einige von Neefes Klaviersonaten, 1773 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig veröffentlicht, die den frühen Sonaten von Beethoven gegenübergestellt werden. Von ihm erschienen bereits 1783 – mit tatkräftiger Unterstützung des Lehrers Neefe – die drei ersten Klaviersonaten in Druck. Neefe schrieb im Vorwort zu seiner Sonatensammlung 1773, dass diese Stücke besonders für das Clavichord geeignet seien, da dies als einziges Tasteninstrument noch nach dem Anschlag eine Modifikation des Tons erlaubt und sich so durch eine besondere Kantabilität auszeichnet.
Thomas Synofzik spielt die Werke von Neefe und Beethoven auf Instrumenten der damaligen Zeit: einem um 1790 gebauten Tafelklavier des aus Leipzig stammenden Londoner Klavierbauers Christopher Ganer und einem Nachbau des Gottfried Silbermann zugeschriebenen Clavichords im Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen. Das Konzert bietet somit Gelegenheit zur Begegnung mit einer anderen Klangwelt – beide Instrumente produzieren sehr sanfte und zarte Töne, kaum vergleichbar mit dem Klang heutiger Klaviere. Thomas Synofzik ist Spezialist für das Spiel auf historischen Tasteninstrumenten. Er erhielt seine Ausbildung, die er mit dem Konzertexamen abschloss, an der Kölner Musikhochschule und dem Koninklijk Conservatorium in Brüssel. Seit 2005 leitet er das Zwickauer Robert-Schumann-Haus und wurde als Musikwissenschaftler und Hammerflügelspieler für seine Verdienste um Robert Schumann 2021 mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet. Der Eintritt zu dem Konzert, das gleichzeitig den Abschluss der Sonderausstellung „Die Schumanns und Chemnitz“ bildet, ist kostenfrei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Country-Tipp: Truck Stop reiten in Bad Elster ein

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 6. September gastieren um 20.00 Uhr wieder die Country-Legenden Truck Stop im NaturTheater Bad Elster. »Howdy«, die Männer von Truck Stop reiten wieder in Bad Elster ein und beehren dabei erneut den wilden Westen Sachsens im NaturTheater Bad Elster. Mit frischem Sound und überzeugender Performance präsentieren die »Cowboys der Nation« wieder ihre legendären Songs wie »Ich möcht so gern Dave Dudley hörn«, »Take it easy altes Haus« oder die Titelmelodie der erfolgreichen TV-Serie »Großstadtrevier«. Als erste deutsche Country-Band überhaupt wurden sie in die amerikanische »Country Hall of Fame« aufgenommen. Mit ihren bodenständigen, ehrlichen Texten begeistern die sechs sympathischen Legenden noch immer ein generationsübergreifendes Publikum – da muss man mit dabei sein! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de

24 August 2025

Jungbaum durch Pilzbefall abgestorben: Ersatzpflanzung folgt

Westsachsen/Zwickau.-
Auf dem Ostspiegel des Hauptmarktes erfolgte im Jahre 2023 die Anpflanzung von Platanenbäumen mit kugelförmiger Krone, einer besonderen Sorte. An einem Exemplar wurde kürzlich der Befall mit einem Schlauchpilz festgestellt. Dabei handelt es sich um die sogenannte Massariakrankheit. Die von Süddeutschland kommende Pilzerkrankung verbreitet sich auch in unserer Region und tritt vorrangig an Ästen älterer Bäume auf. Der Pilz zerstört das Gewebe und schwächt so die Baumstruktur. Es kommt zu einer Verbräunung und dem Absterben von Ästen.
Beim Jungbaum auf dem Hauptmarkt ging die Infektion von der Veredlungsstelle aus, hier platzte schon die Rinde auf. Der bereits abgestorbene Baum wurde kurzfristig (gestern) entfernt, um so auch einem Übergreifen auf die gesunden Pflanzungen im Umfeld vorzubeugen.
Eine Ersatzpflanzung der Platane erfolgt im kommenden Winterhalbjahr. Gleichzeitig wird dann auch ein durch andere Ursachen bereits abgestorbener Rotdornbaum an der nördlichen Häuserzeile des Hauptmarktes ersetzt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

23 August 2025

Kein Plan aber Streit: Mega-Knast droht Millionengrab zu werden

Westsachsen/Zwickau.-
 Die Suche nach einen Totalunternehmer für den Zwickauer Mega-Knast hat begonnen. So richtig begeistert scheint bisher davon niemand zu sein. Die Bieterrunde beginnt laut dem Staatsbetrieb „Sächsisches Immobilien- und Baumanagement“ (SIB) zwar erst im Dezember, doch bereits jetzt zeichnet sich eher Zurückhaltung ab. So hätten laut SIB-Geschäftsführer Falk Reinhard bisher sieben Firmen lediglich „latentes Interesse signalisiert“. Die Suche nach einem Generalunternehmer war dagegen bereits 2018 gescheitert. Das Projekt wollte schon damals niemand übernehmen.
Jetzt sucht der Freistaat weiter nach einer Firma, die die angefangenen Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks fertig stellt. Offiziell, um das Areal doch noch als Gefängnis nutzbar zu machen. Die im Juni im Sächsischen Landtag diskutierte Variante eines Teilabrisses, um dann am Standort eine Kaserne oder ein Munitionslager einzurichten, ist damit noch nicht vom Tisch (WSZ berichtete).
Seit 2023 herrscht auf der Baustelle Stillstand. Bis zur Einigung auf einen Totalunternehmer, der in 2026 gefunden werden soll, wird sich daran nichts ändern. Die Baukosten sind von ursprünglich geplanten 172 auf zwischenzeitlich veranschlagte 300 und Stand heute auf rund 500 Millionen Euro gestiegen. Thüringen droht mit dem Ausstieg aus dem Projekt, sollte diese Obergrenze wieder nicht eingehalten werden. Inzwischen laufen mehrere Gerichtsverfahren, in denen sich der frühere Planer mit seinen Auftraggebern um die Vergütung zankt. Ausgang offen.

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14 August 2025

Rechtsanwalt Schübel verspätet: Wo ist die angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
 Wie nennt man einen Menschen, der nachweislich lügt und betrügt? Richtig: einen L....er und B.....er. Aber pssst! Das darf man nicht sagen! Zumindest nicht, wenn es nach dem Willen der Juristen geht, die in die Zwickauer Überklebungsaffäre verstrickt sind. Allen voran Rechtsanwalt Reinhard Schübel (Foto). Er verlangt Schmerzensgeld von jedem, der ihm auf die Schliche gekommen ist und ihn deshalb einen Lügner und Betrüger nennt. „Und es muss weh tun!“, verlangt der falsche Doktor aus Plauen vom Richter, der dies zu entscheiden hat. 
Inzwischen ist vom Landgericht Zwickau richterlich bestätigt, dass die Berichterstattung zum Zwickauer Überklebungsskandal und zum Titelmissbrauch des Plauener Rechtsanwalts Reinhardt Schübel nicht zu beanstanden ist. Es darf weiter öffentlich gesagt werden, dass Reinhard Schübel keine Doktorarbeit vorlegen kann und deshalb den Titel („Dr.“) nicht verwenden darf.
Schübel will trotzdem verbieten lassen, dass über seine anwaltlichen Fehler und über seinen gekauften Doktortitel öffentlich berichtet wird. Erst heute kam er wieder mehr als zwanzig Minuten zu spät zu einem diesbezüglichen Gerichtstermin. Der Richter hatte bereits das Versäumnis ins Protokoll aufgenommen, eröffnete zum Gefallen des Winkeladvokaten dennoch die Verhandlung. Die Frage nach seiner Doktorarbeit beantwortete Schübel erneut damit, dass dies niemanden etwas angehen würde.  Auch das ist wieder glatt gelogen, was der Richter als Zuruf aus dem Publikum zur Kenntnis nahm. Reflexartig beschimpfte Schübel daraufhin die anwesende Öffentlichkeit als Kumpane seines Gegenüber. Bei anderer Gelegenheit hatte er sich über angebliche „Stasi-Machenschaften“ beschwert, die bei der Aufklärung des berechtigten Interesses über seinen Doktortitel angewandt würden. Der damals vorsitzende Richter Rainer Droll musste ihn deswegen zur Ordnung rufen.
Der Verein für saubere Justizarbeit erklärt hier den aktuellen Sachverhalt: www.saubere-justizarbeit.de

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30 Juli 2025

Pakt für den Rechtsstaat: Noch mehr Geld für schlechte Leistung?

Amtseinführung von Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (rechts) und
Gerichtspräsident Dirk Eberhard Kirst (links) 2017 in Zwickau.
In der Mitte der ehemalige Justizminister Sebastian Gemkow (CDU).  
Westsachsen/Zwickau/ Dresden.-
Das Kabinett der Bundesregierung hat sich heute im Grundsatz zu einer Neuauflage des Pakts für den Rechtsstaat bekannt. Ziel sei es, den Rechtsstaat und die Justiz in Deutschland insgesamt zu stärken. Der Bund solle sich nachhaltig und angemessen an den Kosten der Länder für eine Personaloffensive und einen Digitalisierungsschub in der Justiz beteiligen, so Constanze Geiert, Sächsische Justizministerin und Vorsitzende der Justizministerkonferenz der Länder: »Es braucht einen engen Schulterschluss zwischen Bund und Ländern, um die Justiz zu stärken. Ein neuer Pakt sollte die Schaffung von rund 2.000 zusätzlichen Stellen für Richter, Staatsanwälte sowie Personal in den Geschäftsstellen ermöglichen. Nur ein gut ausgestatteter Rechtsstaat in allen Teilen Deutschlands schafft Vertrauen und schützt auch künftig wirksam die Rechte der Bürger.«
Doch genau hier liegt das Problem. Wenn Entscheidungsträger innerhalb der Justiz im Schulterschluss wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstoßen, gültige Rechtskraft ohne Rechtsgrund mit weißen Blättern überkleben und sich weigern, offensichtliche Fehler zu korrigieren, hilft es nicht, mehr Geld in dieses System zu pumpen. Im Gegenteil. Schlechtleistung und kriminelle Handlungen werden zusätzlich gefördert, ja sogar belohnt. Auch zusätzliches Personal, das von den derzeit hantierenden Straftätern innerhalb der Sächsischen Justiz angelernt wird, beseitigt diese gravierenden Probleme nicht. Die Bundesregierung täte also gut daran, sich genau zu überlegen, welche Verhaltensweisen sie damit begünstigt.

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27 Juli 2025

Michael Kretschmer und die Lüge von der unabhängigen Justiz

Westsachsen/Zwickau.- Michael Kretschmer, im Juli 2019 Sachsens angehender Ministerpräsident auf dem Hauptmarkt in Zwickau. Das ZDF umgarnt ihn mit dem üblichen Wahlkampfunterstützungsgeplänkel in einer LIVE-Übertragung zum „Länderspiegel“. Schon damals war den Akteuren bekannt, dass es in Zwickau eine kriminelle Vereinigung gibt, die innerhalb der Justiz gültige Rechtskraft mit weißen Blättern überklebt, die Verfolgung von Straftaten vereitelt und das Recht beugt. Nachzulesen hier: Sächsische Justiz. Davon völlig unbeeindruckt beantwortet Kretschmer die belanglosen Stichwort-Fragen der Moderatorin. Ein abgekartetes Spiel, das die Zuschauer zum Gang an die Wahlurne animieren soll.
Kurze Zeit später tritt Kretschmer bei einer weiteren Wahlkampfveranstaltung in der Zwickauer Fußgängerzone auf. Hier wird er von Passanten auf die Missstände in der Zwickauer Justiz angesprochen. Seine Reaktionen darauf sind in diesem Video zu sehen: Kretschmer beim Lügen erwischt
Auch fünf Jahre später, im August 2024, tut Kretschmer ahnungslos. Obwohl er seit 2017 regelmäßig mit diesem Thema konfrontiert wird und weiß, wie man in der Zwickauer Justiz hantiert, schiebt er jegliche Verantwortung von sich. „Die Justiz ist unabhängig“, so seine Behauptung. Zu sehen in diesem Video: Wahlkampftour 2024.
Der WSZ liegt ein Schreiben des sächsischen Justizministeriums vor, wonach man im Koalitionsvertrag vereinbart hat, dass auf die Weisungsbefugnis gegenüber den Staatsanwaltschaften in bestimmten Fällen vorübergehend verzichtet werden soll. Der tatsächliche Sachstand ist hier nachzulesen: Abhängigkeit der Zwickauer Staatsanwaltschaft
Aktuell werden immer mehr Stimmen laut, die eine externe Untersuchung fordern. Derzeit beschäftigen sich unter anderem einige Staatsanwaltschaften von Außerhalb mit dieser Problematik. Bleibt abzuwarten, welche Wirkung das hat.

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22 Juli 2025

Psychiatrie in Rodewisch: Betroffene berichten weiterhin von Quälerei

Westsachsen/Rodewisch.-
Als das Westsächsische Fernsehen im August 2018 erstmals über das Schicksal eines ehemaligen Patienten des Sächsischen Krankenhauses (SKH) Rodewisch berichtete,  dachte man zunächst an einen Einzelfall. Dass dem nicht so ist, zeigen die zahlreichen Kommentare unter dem Video, die mehrheitlich bestätigen: Hier herrschen Willkür, Inkompetenz, Machtstreben und Geldgier. Das Wohl der Patienten steht an letzter Stelle. Wie in so vielen Bereichen unseres kapitalistischen Systems, das hierzulande gern als „demokratischer Rechtsstaat“ bezeichnet wird. Der Kommentar von heute, den ein ehemaliger Patient des SKH verfasst hat zeigt, dass sich trotz ständiger Lippenbekenntnisse seitens der Klinikleitung nichts geändert hat.
Hier der Wortlaut: „Ich danke Euch auch sechs Jahre nach der Veröffentlichung, dass dieses Video existiert! Ich war vor drei Jahren auf der A15 und muss bei diesem Video weinen, da ich immer noch in Traumatherapie bin, um meine Erlebnisse dort zu verarbeiten. Ich möchte jedem von ganzen Herzen abraten sich an die Klinik Rodewisch zu wenden… auch meine Mama wurde als Angehörige furchtbar behandelt. Es war nicht nur für mich mit meinen 17 Jahren schrecklich, sondern auch für meine Eltern… am Ende wurde ich als hoffnungsloser Fall bezeichnet.“
Mehr dazu in diesem Video: So werden Patienten in Rodewisch gequält

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