30 Mai 2022

Erfolgreich abgeschlossen: Grüngleis liegt der Bahn zu Füßen

Westsachsen/Zwickau.-
Das Projekt „Einbau von sogenanntem Grüngleis an der Stadtbahnstrecke zum Klinikum“ im Zwickauer Stadtteil Marienthal ist am 24. Mai 2022 - nach vierwöchiger Bautätigkeit – mit der Bauabnahme erfolgreich abgeschlossen wurden. Bereits am Samstag, 21. Mai 2022 erfolgte die vorfristige Betriebsaufnahme.
Im März 2021 lancierte das Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft die Mehrwertinitiative „Nachhaltig aus der Krise“ als Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Klimafolgen. Die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ GmbH) entwickelte auf Anregung des Umweltbüros der Stadt Zwickau das Programm „Grüne Stadtbahn Zwickau“.
Dieses sieht vor, bestehende Gleisabschnitte nachträglich zu begrünen. Für das Förderprogramm erhielten die Zwickauer ein Vierteljahr später den Zuschlag zur Umsetzung.
Baubeginn war dann am 25. April 2022. Für das Marienthaler Projekt wurden im Baufeld nicht rostende Schienenbefestigungsmittel eingebaut und der Gleisschotter maschinell nachgestopft. Anschließend folgte der Aufbau einer grobkörnigen Ausgleichsschicht, gefolgt von Filtervlies und Wurzelschutzschicht. Die angezüchteten Sedummatten liegen schließlich auf einer rund 5 Zentimeter starken Extensivsubstratschicht. Im Unterschied zum Rasen ist Sedum sehr robust gegen Trockenheit und weist eine begrenzte Wuchshöhe auf – perfekte Voraussetzungen also für den Einsatz im Bahnsystem. Dem vorgezogenen Einbauende am 20. Mai 2022 folgte nach erfolgreicher Betriebsleiterabnahme die vorfristige Aufnahme des Linienbetriebs am 21. Mai 2022. Insgesamt wurden 660 Meter hochliegendes Sedumgleis hergestellt.
In Zwickau hatte man bislang unterschiedliche Erfahrungen mit den bestehenden 1400 Metern Grüngleis. Während im Stadtteil Neuplanitz pflegeintensive Gräser dominieren, ist der innerstädtische Abschnitt am Alten Steinweg mit Sedumgewächsen praktisch pflegefrei. Die Vorteile des hochliegenden Sedumgleises liegen im urbanen Raum auf der Hand, erläutert Dr. Steffen Schranil, Abteilungsleiter Technik der SVZ GmbH: „Der kompakte Bewuchs trägt maßgebend zur Reduktion des Schienenlärms bei, leistet einen positiven Beitrag an das lokale Stadtklima und verbessert ganz nebenbei das Stadtbild. Im Sommer heizen sich die Schienen weniger auf, was reduzierte mechanische Spannungen bewirkt.“
Der nun fertiggestellte Abschnitt in der Nähe der Haltestelle Virchowplatz ist nur das erste Etappenziel. Gleich mehrere Streckenabschnitte mit offener Bettung in Sichtweite von Wohnbebauungen wurden für das Grüngleisprogramm ausgewählt.
Im Herbst 2022 sollen je ein Abschnitt im Zwickauer Zentrum (90 m) und nahe der Endstelle Neuplanitz (320 m) folgen, bevor es 2023 in Schedewitz (70 m) und im Bereich der Talstraße (1180 m) weitergeht. Die Gesamtlänge der Grünen Stadtbahn Zwickau wird insgesamt um über 2300 Meter anwachsen.
Das Projekt blieb mit gut 245.000 € netto neben dem Zeit - auch im Kostenrahmen. Diese Maßnahme wird zu 90 % mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Quelle und Fotos: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH

25 Mai 2022

Leserbrief: Ermittlungsbehörden bleiben trotz Beweisen untätig

Westsachsen/Zwickau/Plauen.-
 „Wie die Justiz Zwickau/Plauen gegen Opfer agiert und im Gegenzug verlogene gewalttägige Serientäter schützt, ist in keinster Weise mehr nachvollziehbar.
Ich werde seit nunmehr über sechs Jahren vom Generalvertreter der Allianzversicherungen in Plauen, Jens Rzezak, mit schweren Straftaten und ständigen Eingriffen in meine Eigentums- und Persönlichkeitsrechte attackiert. Es wurden auf meinem Namen widerrechtlich Versicherungsverträge abgeschlossen, wo er sich zum eigenen Vorteil auch noch selbst als Begünstigter eingetragen hat. Meine Unterschriften wurde allesamt, mehr als augenscheinlich, von ihm gefälscht! Eine von mir selbst abgeschlossene Versicherung mit bereits mehrjähriger Laufzeit wurde von ihm mit gefälschtem Schreiben und wiederholter Fälschung meiner Unterschrift ausgehebelt. Die Versicherung deckt in dieser Sache ihren skrupellosen Außendienstmitarbeiter.
Der Ombudsmann der Versicherungen erklärte eindeutig, dass dies ein schwerer Eingriff in den öffentlichen Rechtsverkehr ist und die staatlichen Ermittlungsorgane verpflichtet sind, solche Straftaten mit der nötigen Sorgfalt aufzuklären. Die von mir zusätzlich eingeschaltete Bafin erwirkte indessen, dass die Allianzversicherung die von ihrem bis dato gedeckten kriminellen Außendienstmitarbeiter gefälschten Versicherungsverträge rückabwickeln und die widerrechtlich von meinem Konto eingezogenen Beiträge erstatten musste.
Allein die zuständigen Justizorgane sehen nach wie vor keinen Handlungsbedarf, gegen diesen Serientäter zuständigkeitshalber zu ermitteln. Selbst eine an mir begangene schwere lebensbedrohliche Körperverletzung gibt dafür keinen Anlass. Beweise, schriftliche Zeugenaussagen, ärztliches Gutachten usw. werden von den Ermittlern strikt ignoriert. Bis heute wird von Herrn Rzezak regelmäßig meine Dachterrasse teilweise abgerissen. Der Zugang erfolgt über eine Leiter. Bei diesen Vorgängen werde ich zusätzlich massiv bedroht und beschimpft. Schriftliche Zeugenaussagen zu allem liegen Polizei und Staatsanwalt vor. Meine Terrassentür kann ich nie sorglos geöffnet lassen. Dadurch ist die Terrasse für mich, auch räumlich, nur noch sehr eingeschränkt nutzbar. Für meinen kleinen Urenkel, welcher sich oft in meiner Obhut befindet, wäre es ohne Aufsicht lebensgefährlich.“
Petra Eckert (Foto), Plauen

Bürger fühlen sich verraten: Constance Arndt will 04-Bad abreißen lassen

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern fand auf dem Gelände des 04-Bades im Zwickauer Stadtteil Pölbitz eine Diskussionsrunde mit Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto/BfZ) statt. Mit dem Beginn von 17 Uhr an einem Wochentag war die Zeit einmal mehr so gewählt, dass viele berufstätige Interessierte der Veranstaltung nicht beiwohnen konnten. Schon vor einigen Wochen hatte die umstrittene Oberbürgermeisterin mit der Verteidigung ihres „Verkehrsexperiments“ (WSZ berichtete) gezeigt, dass ergebnisoffener Bürgerdialog trotz solcher Angebote eher nicht zu ihren Stärken gehört.
Diesmal sollte es um die Zukunft des 04-Bades gehen. Constance Arndt plädiert bekanntlich seit Monaten für den Abriss des traditionsreichen Bades (WSZ berichtete). An dessen Stelle soll eine nicht näher definierte Freizeitwiese entstehen. Viele Bürger sind empört über diesen offensichtlichen Bruch des Wahlversprechens der OB, die vor der Wahl vollmundig versichert hatte, das Bad erhalten zu wollen. Ganz im Zeichen dieses fragwürdigen Demokratieverständnisses stand auch die gestrige Veranstaltung.
Schon zu Beginn sah man der rhetorisch schwachen Oberbürgermeisterin ihre Nervosität an. Mit den üblichen Phrasen versuchte sie, den von ihr geplanten Kahlschlag zu verharmlosen und schönzureden. Die etwa 40 anwesenden Bürger überzeugte dieses Herumlavieren der Stadtchefin wenig, den Zwickauern ist der Erhalt ihres Bades offensichtlich eine Herzensangelegenheit. Zwei Bürger bekundeten ihre besondere Enttäuschung, da sie Arndt eigens für ihr Versprechen, das beliebte Pölbitzer Freibad erhalten zu wollen, gewählt hatten. Diese Bürger sehen sich jetzt verständlicherweise von ihrer Stadtchefin verraten.
Welch merkwürdige Vorstellung von Bürgerdialog Constance Arndt hat, zeigte sich auch bei der anschließenden Fragerunde. Ronny Weber vom Verein „Zukunft Zwickau e.V.“, der mehrere detaillierte Vorschläge für den Erhalt des Bades mitgebracht hatte, wurde von Arndt das Mikrofon verweigert, so dass Weber seine Vorschläge ohne akustische Unterstützung vorbringen musste (WSF berichtete). Dies stieß bei den anwesenden Gästen auf Unverständnis, das Wort „Frechheit“ machte die Runde. Constance Arndt plädiert entgegen dem Willen der anwesenden Bürger unbeirrt auch weiterhin für einen Abriss des Traditionsbades. Zu ihren konkreten Plänen, wie man sich ihre Idee einer „Freizeitwiese“, die das Bad nach dessen Zerstörung ersetzen soll, vorzustellen hätte, schwieg sich die sichtlich überforderte Stadtchefin aus. Auf die Kritik eines Bürgers, solche „Freizeitwiesen“ entpuppten sich immer mehr zu Brennpunkten der Kriminalität, vor allem durch herumlungernde Jugendliche mit Migrationshintergrund, antwortete Arndt: „Da muss man mal sehen, ob man da was mit Sozialarbeit machen kann, dass da nichts mehr passiert.“ Mit ähnlichen Phrasen erschöpfte die Stadtchefin im weiteren Verlauf der Diskussionsrunde immer mehr die Geduld ihrer Zuhörer, so dass sich die Veranstaltung nach und nach auflöste.

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Prozessbetrug: Juristen streiten über Mitschuld - Kripo ermittelt

Westsachsen/Werdau/Zwickau.-
Nachdem aktuell mehrere Rechtsanwälte in Pirna, Chemnitz und Potsdam sowie die Generalstaatsanwaltschaft in Zweibrücken vom vollendeten Prozessbetrug am Landgericht Zwickau sprechen, platzt nun der von dieser Justizposse Betroffenen erneut der Kragen. Sie nimmt die Verursacherin des angerichteten Schadens in die Pflicht und verlangt sofortige Aufklärung: „Frau Richterin Nitschke vom Familiengericht Zwickau, Sie weigern sich klären zu lassen, dass Sie ein falsches Familienrecht angewendet haben, Falscheintragungen in meinem Versicherungsausweis ignoriert und eine Justizsekretärin den am 02.05.2012 korrekt aufgebrachten und noch heute gültigen Rechtkraftvermerk (RKV) überkleben lassen haben. Ich mache Sie dafür verantwortlich, dass ich deswegen keine notwendige Ausbildung finanzieren konnte und damit Folgeschäden bis heute für meine Existenz entstanden sind. Ich bezeichne Ihr Handeln als strafrechtlich relevantes Verhalten zu meinem Schaden“.
Im Jahre 2012 hatte Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen) ein falsches Rechtsmittel am dafür nicht zuständigen Oberlandesgericht (OLG) Dresden eingelegt. Daraufhin wurde auf dem Beschluss zum Aktenzeichen 8 F 1059/07 beim Amtsgericht Zwickau korrekterweise ein Rechtskraftvermerk aufgebracht. Damit war das Verfahren beendet und Rechtsfrieden hergestellt. Doch das OLG ignorierte das, ließ den gültigen RKV durch die Justizsekretärin Anett Swart mittels eines weißen Blattes Papier überkleben und verhandelte unzulässigerweise weiter. „Der zuständige Richter Peter Lames (heute Bürgermeister in Dresden) hätte prüfen müssen, ob das Rechtsmittel fristgerecht eingereicht wurde“, meinte Richterin Birgit Nagel während eines Prozesses im April 2020. Da er dies offensichtlich nicht tat, zieht sich das Problem bis heute durch alle Instanzen. Mittlerweile auch bundesweit, weil die Betroffene selbstverständlich auch die Anwälte verklagt, die sie schlecht beraten haben. Und das inzwischen mit Erfolg. In Potsdam beispielsweise wurde ein Rechtsanwalt bereits zur Rückzahlung von Honorar verurteilt. In der zweiten Instanz streitet man sich unter Juristen lediglich darüber, ob der Anwalt allein schuld ist, oder ob das Landgericht Zwickau wegen des zugrunde liegenden Fehlurteils des Richters Adolf Lindenberger (krimineller, asozialer, strafvereitelnder, unverschämter Lumpenhund) in die Mithaftung gehört.
Unterdessen befasst sich jetzt auch die Zwickauer Kripo mit dem Fall. Nachdem jahrelang mit unzähligen Strafanzeigen versucht wurde, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, brachte ein vermeintlicher Bürgerrechtler den Stein erneut ins Rollen. Der GRÜNEN-Politiker Martin Böttger (Foto unten) erstattete Anzeige wegen angeblicher Verleumdung gegen seine Person und löste damit mehrere Großeinsätze der Polizei im Stadtgebiet Zwickau und Werdau aus. Mehrere Wohnungen und ein Ladengeschäft wurden durchsucht, einige Personen verhört. Die Ermittlungen laufen derzeit noch.
Böttger werden enge Verbindungen zur Zwickauer Justiz nachgesagt. Die ehemalige Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß schickte die von der Willkür der Zwickauer Gerichte betroffene Werdauerin 2017 mit den Worten zu ihm: „Herr Böttger ist Bürgerrechtler, er wird Ihnen sicher helfen“. Nachdem sich der „Bürgerrechtler“ Martin Böttger alles über den Fall erzählen ließ und etliche Unterlagen kopiert hatte, sagte er: „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht“. Damit dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Legende vom selbstlosen Menschenfreund, der in der DDR in vorderster Front für die Rechte der Bürger gekämpft haben will, in Frage gestellt werden muss.

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24 Mai 2022

Fachkräftemangel: Zwickau will gegensteuern

Westsachsen/Zwickau.-
In entspannter Atmosphäre nach neuen Perspektiven schauen – das ist am Brückentag nach Christi Himmelfahrt im Zwickauer Rathaus möglich. Am 27. Mai öffnet die Fachkräftebörse Zwickau ihre Türen für regionale Fachkräfte, heimatverbundene Ex-Zwickauer, Pendler und alle anderen Menschen auf Jobsuche. Ukrainische Interessenten werden vor Ort durch Dolmetscher unterstützt.
Unter dem Motto „Zeit für einen Neuanfang. Hier.“ stellen sich von 9 bis 13 Uhr über 30 regionale Unternehmen vor. Die Besucher können sich auf einen breiten Branchenmix freuen, der unter anderem Angebote aus dem Gesundheitswesen, dem Maschinenbau, der Bildung, der IT, dem Handwerk und dem Dienstleistungsbereich umfasst. Alle Informationen zur Veranstaltung und den teilnehmenden Unternehmen gibt es auf www.zwickau.de/fachkraefteboerse. Der Eintritt ist frei.
Veranstaltet wird die Fachkräftebörse vom Büro für Wirtschaftsförderung der Stadt Zwickau in Zusammenarbeit mit der regionalen Fachkräfteallianz. Die Veranstaltung wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

18 Mai 2022

Ausgezeichneter Neurochirurg: „Wir arbeiten, unser Bestes zu geben“

Westsachsen/Zwickau.-
Dr. med. Michael Beckert (Foto) von der Paracelsus Klinik Zwickau gehört zu den empfohlenen Medizinern des Landkreises Zwickau. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die das Magazin Focus-Gesundheit gemeinsam mit dem Recherche-Institut FactField und der Hamburger Stiftung Gesundheit durchgeführt hat.
Aktuell veröffentlichte Focus-Gesundheit unter dem Motto „Empfohlene Ärzte in der Region“ eine Liste der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in ihrem jeweiligen Fachbereich. Im Bereich der Neurochirurgie wurde Dr. med. Michael Beckert ausgezeichnet. Er arbeitet im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Paracelsus Klinik Zwickau und steht zum ersten Mal auf der Empfehlungsliste von Focus-Gesundheit. Neben der Tätigkeit im MVZ ist er als Leitender Oberarzt des Fachbereichs Neurochirurgie im Team von Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke angestellt. Die neurochirurgische Abteilung der Paracelsus Klinik Zwickau gehört deutschlandweit zu den führenden Kompetenzzentren für Neurochirurgie.
„Wir freuen uns sehr über die Nominierung, zeigt diese doch, dass wir auch im ambulanten Bereich exzellente medizinische Versorgung anbieten. Wir arbeiten jeden Tag aufs Neue daran, unser Bestes zu geben, um unsere Patienten gut zu behandeln und zu versorgen. Und zwar gleichermaßen fachlich exzellent und menschlich engagiert“, so Uta Ranke, Klinikmanagerin der Paracelsus Klinik Zwickau.
Die Auswahl basiert auf dem Strukturverzeichnis der Stiftung Gesundheit kombiniert mit Selbstauskünften und Kollegenempfehlungen. Die großangelegte Studie wertet verfügbare Daten von mehr als 240.000 Medizinern in Deutschland aus. Dabei wurden alle Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten, die ambulant in eigener Praxis oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum tätig sind, einbezogen.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Dachgeschoss in Flammen: Rettungskräfte kümmern sich um Betroffene

Westsachsen/Werdau.-
Zu einem Brand mit mehreren betroffenen Personen wurden Rettungskräfte heute früh um 8:45 Uhr in Werdau alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus auf der Crimmitschauer Straße war es aus noch ungeklärter Ursache zu einem Feuer im Dachgeschoss gekommen. Die anwesenden Bewohner retteten sich auf auf einen Balkon, von dem sie durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mittels Drehleiter herunter geholt und an den Rettungsdienst übergeben werden konnten.
Dank des professionellen und schnellen Eingreifens war der Brand um 9:15 Uhr gelöscht. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren aus Werdau, Langenhessen, Leubnitz und Königswalde. Eine Notarztin und die Teams zweier Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich gemeinsam mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst um die Betroffenen. Zwei Personen wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei sicherte das Einsatzgeschehen ab. Insgesamt waren 42 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen an den Arbeiten beteiligt.
Das Feuer zeigt einmal mehr die Bedeutung der ehren- und hauptamtlichen Retter. Aus diesem Grund veranstaltet die Stadt Werdau am kommenden Samstag, den 21. Mai, von 14 bis 18 Uhr zum fünften Mal den Werdauer Blaulichttag. Hier soll gezielt aufgeklärt, informiert und um neue Mitstreiter geworben werden.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

17 Mai 2022

75 Jahre KON: Freier Eintritt für ein besonderes Konzert

Westsachsen/Zwickau.-
Am kommenden Wochenende laden der Fachbereich Zupfinstrumente und das Kammerorchester zu Veranstaltungen in das Konservatorium ein, die im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Zwickauer Musikschule stattfinden.
Am Dienstag, dem 24. Mai findet um 18 Uhr dann in der Katharinenkirche (Foto) ein besonderes Konzert statt: Ensembles und Solisten haben für diesen Abend speziell Musik vor 1800 vorbereitet. Es sind Werke unter anderem von Dietrich Buxtehude für Orgel, Moritz von Hessen für Blechquintett, Johann Sebastian Bach für Violoncello und die Kantante „Erquicktes Herz sei voller Freuden“ von Georg Philipp Telemann des „Ensemble Alte Musik“ zu hören. Außerdem spielt das Blockfötenensemble und das Klarinettenquartett des Konservatoriums.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

16 Mai 2022

Verkehrseinschränkungen zur AvD Sachsenrallye 2022

Westsachsen/Zwickau.-
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) wird am Freitag und Samstag, 20. und 21. Mai 2022 in Zwickau, dem Zwickauer Land und dem Vogtland die AvD-Sachsen-Rallye durchführen. Zur Absicherung der Veranstaltung sind wieder verschiedene Verkehrseinschränkungen erforderlich.
Aufgrund der Wertungsprüfungen im Stadtgebiet Zwickau (2 + 4 – Brückenkurs) werden am Freitag, 20. Mai in der Zeit von 16 bis 24 Uhr folgende Straßenabschnitte gesperrt:
B 93 Dr.-Friedrichs-Ring zwischen Mauritiusbrücke und Breithauptstraße
B 173 Äußere Dresdner/Glück-Auf-Brücke zwischen Zufahrt Arbeitsgericht und Gewandhausstraße.
Die Umleitungen werden entsprechend ausgewiesen.
Aufgrund der Einrichtung des Fahrerlagers sind der Hauptmarkt und der Parkplatz am Schumanndenkmal von Freitag, 20. Mai, 6 Uhr bis Samstag 21. Mai, 21.30 Uhr gesperrt. Gleiches betrifft auch den Kornmarkt und den Domhof einschließlich der Teilflächen angrenzender Straßen/Plätze (Hauptmarkt, Münzstraße, Innere Schneeberger Straße, Kepplerstraße).
Weiterhin werden auf folgenden Parkplätzen Sperrungen erforderlich:
Platz der Völkerfreundschaft: Donnerstag 19. Mai, 12 Uhr bis 21. Mai, 24 Uhr (nur Teilbereich)
Parkplatz am Brückenberg: links + rechts Pöhlauer Straße: Freitag 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz unter der Glück-Auf-Brücke: Freitag 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz B 93 Uhdestraße: Freitag, 20. Mai, 16 bis 24 Uhr
Parkplatz Alter Gasometer: Freitag, 20. Mai, 17 Uhr bis 21. Mai, 24 Uhr
Parkplatz Törtchen (hinter Robert-Schumann-Denkmal): Freitag, 20. Mai, 7 Uhr bis Samstag, 21. Mai, 22 Uhr
Weitere Informationen zur Rallye sind im Internet unter www.avd-sachsen-rallye.de abrufbar.

15 Mai 2022

Schockenkaufhaus: Eingetragenes Kulturdenkmal wird wiederbelebt

Westsachsen/Zwickau.-
Gestern startete in Zwickau ein Großprojekt, an das viele schon nicht mehr geglaubt haben: Die Revitalisierung des ehemaligen Schocken-Kaufhauses in der Hauptstraße. Das Gebäudeensemble, dessen Wurzeln über 120 Jahre zurückreichen und dessen Nutzung als Kaufhaus 1999 endete, wird in den kommenden rund 2,5 Jahren komplett umgestaltet und saniert. Etabliert werden hier Flächen für Einzelhandel, Büroräume und ein Hotel. Investor ist die GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle. Gefördert wird das 33 Mio. Euro-Vorhaben durch den Bund und das Land.
Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Foto rechts) freut sich über den Projektstart: „Mit der Revitalisierung des ehemaligen Schocken-Kaufhauses wird ein wichtiges Stück Stadtgeschichte erhalten. Zugleich ist es ein wichtiger Schritt für die weitere Belebung unserer Innenstadt.“ Klaus Papenburg, Vorstand der GP Günter Papenburg AG (Foto links), ergänzt: „Die Stadt Zwickau erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nach der Sanierung des Schlosses Osterstein können wir nun mit der Revitalisierung des Schocken-Kaufhauses ein weiteres historisches Bauwerk der Stadt Zwickau erneuern und somit einen bedeutenden Beitrag zur städtebaulichen Gesamtentwicklung Zwickaus leisten.“
1. Historie
Das ehemalige Kaufhaus Schocken ist weit über die Stadtgrenzen Zwickaus hinaus nicht nur Architekturhistorikern ein Begriff und als Kulturdenkmal in das Denkmalverzeichnis des Freistaates Sachsen / Stadt Zwickau eingetragen. Seine Geschichte beginnt am 18. März 1901 mit der Eröffnung des Warenhauses „Ury Gebrüder Zwickau/Leipzig“ auf dem Grundstück der heutigen Hauptstraße Nr. 9. Der Geschäftsführer war Simon Schocken, der in die Eigentümerfamilie des Leipziger Kaufhauses Ury eingeheiratet hatte. 1906 ging das Haus in seinen Besitz über. Simon Schocken gründete 1907 zusammen mit seinem Bruder Salman Schocken, der das Kaufhaus in Oelsnitz besaß, die Firma „I. Schocken Söhne Zwickau“, die beide Kaufhäuser umfasste. Weiterhin kam es zur Gründung einer Einkaufszentrale in Zwickau, die für die Belieferung beider Kaufhäuser zuständig war. In den Jahren 1908 bis 1911 wurde das Kaufhaus durch den Anschluss der Gebäude Hauptstraße 7 und Marienplatz 8 erweitert. 1924 beantragte Simon Schocken die Herstellung einer neuen Sandsteinfassade, die die beiden unterschiedlichen gründerzeitlichen Klinkerfassaden der Häuser Hauptstraße 7 und 9 unter einer einheitlich gestalteten Warenhausfassade vereinigen sollte. Der Fassadenentwurf stammt vom Berliner Architekten Münchhausen.
Die im Stil der Reformbaukunst gestaltete Fassade beeindruckt noch heute. Von dem glatten Sockelgeschoss setzt sich das 1. und 2. Obergeschoss durch Lisenen ab. Gesimse gliedern die Fassade in der Horizontalen. Viele lange Fensterzüge und große Schaufenster sind in ihrer beinahe militärisch erscheinenden Reihung Hauptschmuckelemente. Die Dachlandschaft ist von Dreiecksgiebeln akzentuiert oder die dreieckigen Fensteröffnungen der Erdgeschosszone wiederholen sich als dreieckige Dachfenster. Tatsächlich dürfte es sich um eine ziemlich aufwändige Umbaumaßnahme gehandelt haben, da sie erst 1928/29 endgültig beendet wurde.
Das Innere des Hauses zeichnete sich fortan durch Modernität und Kundenfreundlichkeit aus, nicht zuletzt, um durch Übersichtlichkeit und Ordnung einen möglichst hohen Verkaufserfolg zu erzielen. 1926 wurde das Warenhaus ´Ury Gebrüder` offiziell in Kaufhaus `Schocken´, Zwickau umbenannt. Auf dem Erfolg basierend bauten die Gebrüder Schocken innerhalb kurzer Zeit einen Konzern auf, der mit Zweigniederlassungen in fast 20 deutschen Städten zu einem der führenden Warenhausunternehmen Deutschlands - mit der Zentrale in Zwickau - wurde.
Die antisemitische Politik der Nationalsozialisten zwang die Familie 1938 zur Konzernaufgabe und zum Verkauf. Zu DDR-Zeiten war hier ein Konsument-Warenhaus ansässig, bevor es nach der deutschen Wiedervereinigung privatisiert wurde. 1999 endete die Nutzung als Kaufhaus. Seither stand das Gebäudeensemble weitestgehend leer und der bauliche Zustand verschlechterte sich.
2. Meilensteine hin zu einer Neubelebung
Aufgrund der geschichtlichen Bedeutung und wegen der essentiellen Lage im Zwickauer Stadtzentrum bemühte sich die Zwickauer „Stadtspitze“ jahrzehntelang, eine nachhaltige Lösung für das Immobilienensemble zu finden. Wichtig war beispielsweise die Reise einer Delegation, die unter anderem die damalige Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß und Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn im November 2016 nach Israel führte. Mit Unterstützung des Rechtsanwaltes Dirk Lange der Leipziger Kanzlei Gruendelpartner, welche die Schocken AG i. L. in Deutschland vertritt, konnten hier tragfähige Kontakte auf- und ausgebaut werden.
Ein wichtiger Meilenstein war die Entscheidung der GP Papenburg Hochbau GmbH, sich des Projektes anzunehmen. Das Unternehmen hatte bereits zuvor wichtige Großvorhaben in der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt erfolgreich realisiert. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer versprach zum Festakt der 900-Jahr-Feier, dass er sich persönlich für die Wiederbelebung des ehemaligen Kaufhauses Schocken einsetzen wolle.
Maßgeblich waren und sind die Fördermittel: Im Vorfeld des Vorhabens erfolgten insbesondere Maßnahmen zur Substanzsicherung sowie historische, baugrund- und bauteilspezifische Untersuchungen, in Verbindung mit entsprechenden Dokumentationen. Diese wurden im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VII durch den Bund, den Freistaat Sachsen und die Stadt Zwickau mit bisher 500.000 Euro gefördert.
Die nun beginnende Revitalisierung wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus – Programmaufruf 2018 / 2019“ durch den Bund in Höhe von 4.000.000 Euro und die Stadt Zwickau in Höhe von 2.000.000 Euro gefördert.
3. Revitalisierung – Nutzung/Nutzungsarten
Den bereits begonnenen bauvorbereitenden Maßnahmen sowie den sich daran anschließenden Hauptbauarbeiten gingen in den vergangenen vier Jahren tiefgründige Bestandsuntersuchungen und Machbarkeitsstudien voraus.
Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms erfolgten durch die GP Papenburg Hochbau GmbH in den Jahren 2019-2021 umfangreiche Recherchen zur Historie des Gebäudes. In diesem Zusammenhang wurden rund 1.900 Fotos erstellt und ein Bestandsaufmaß aller Gebäudeteile und -räume gefertigt. Diese Unterlagen bildeten die Grundlage für die Erarbeitung der denkmalpflegerischen Zielsetzung gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Sachsen.
Im Jahr 2020 erfolgten mehrere Sitzungen des Gestaltungsbeirates. Dieser war besetzt durch Vertreter der Denkmalpflege, der Stadtentwicklung, Mitgliedern der Architektenkammer Zwickau, Architekten aus Dresden und Leipzig sowie des mit der Planung beauftragten Architekturbüros Bauconzept - Planungsgesellschaft mbH und der GP Papenburg Hochbau GmbH als Bauherr. Es wurden insbesondere die Gestaltung und Wirkung der historischen und neuen Fassaden gemeinsam abgestimmt. Restauratorische Untersuchungen zur historischen Architektur und Raumfarbigkeit, die Erstellung verschiedenster Gutachten zum Baugrund, Holzschutz, statischer Beschaffenheit und Bewertung verwendeter Baustoffe und Materialien waren notwendig, um die künftigen Baumaßnahmen zu planen. Während dieses Zeitraumes erfolgten parallel Sicherungsmaßnahmen insbesondere in den Dachbereichen des Objektes, um weitere Schädigungen durch Wassereintritte zu vermeiden. Zugleich erfolgte die Fortschreibung der Planungsunterlagen in enger Abstimmung mit den Ämtern der Stadt Zwickau und dem Fördermittelgeber. Mit den aktuellen Planungen zur Neustrukturierung und Wiederbelebung des historischen Gebäudeensembles sind umfangreiche Eingriffe in das Bestandsobjekt unerlässlich. Die zu erhaltenden Gebäudeteile des historischen Baukörpers werden im Rahmen der Revitalisierung umfassend saniert. Die Arbeiten während der weiteren Projektumsetzung erfolgen dabei stets in enger Abstimmung mit der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörde. Künftig werden neue Nutzungsarten das Schocken-Areal charakterisieren. So wird im Bereich Marienplatz 4-8, ab dem 1.OG ein B&B Hotel mit ca. 90 Gästezimmern und straßenseitigem Blick auf den Dom entstehen. Im Erdgeschossbereich werden mit einem REWE-Markt Handelsflächen auf einer Handels(Miet)fläche von ca. 1.300 m2 integriert, die eine Stärkung der Nahversorgung im Zwickauer Stadtzentrum gewährleisten. In den Obergeschossen der Hauptstraße 3 – 11 befinden sich später auf ca. 4.600 m2 Büroflächen für die Stadtverwaltung Zwickau sowie den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Geplant ist seitens der Stadt, dass das Büro für Wirtschaftsförderung und das Stadtplanungsamt hier einziehen. Beide Verwaltungseinheiten sind derzeit in angemietenen Räumen ansässig, welche nicht barrierefrei sind. Damit stehen im Gebäudekomplex nur noch wenige Restflächen zur Vermietung zur Verfügung. Dies betrifft Büroflächen mit ca. 700 m2 in den Ebenen des 2.-4. Obergeschosses im Gebäude Hauptstraße 11. Kleinere Handelsflächen mit ca. 200 m2 sind in diesem Objekt aktuell noch im Erdgeschossbereich verfügbar. Auch im Erdgeschossbereich der historischen Gebäude der Hauptstraße 3-5 stehen noch Einzelhandelsflächen auf ca. 170 m2 zur Verfügung. Die GP Papenburg Hochbau GmbH legte bei der Konzeption großen Wert darauf, langfristige und nachhaltige Nutzungen zu etablieren mit denen zu einer weiteren Belebung des Zwickauer Innenstadtbereiches beigetragen werden kann. Durch die Mischung von Handels-, Gewerbe- und Beherbergungsflächen wird in der Zukunft von einer erhöhten Frequenz an Gästen, Mitarbeitern und Passanten ausgegangen. Die Umgestaltung des Kaufhauses auf einer Grundstücksfläche von 3.040 m², mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 11.700 m2 und einem Investitionsvolumen von rund 33 Mio. EUR erfolgt über einen Zeitraum von rund 2,5 Jahren, sodass von einer Fertigstellung des Projektes im IV. Quartal 2024 ausgegangen wird. Dem Bezug der Mietflächen durch die künftigen Mieter geht ein komplexer Bauablauf voraus. Dabei werden zunächst die Arbeiten des Abbruches und Rückbaus die nötige Baufreiheit ermöglichen. Für die Transportarbeiten von Baustoffen und Baumaterialien werden im Gebäudekomplex zwei Hochbau-Turmdrehkrane aufgestellt. Nachfolgend werden die Rohbauarbeiten realisiert, d.h. neue Gebäudeteile werden mit Baustahl, Mauerwerk und Stahlbeton errichtet; bestehende Gebäude werden für die zukünftige Nutzung umgebaut. Ebenso werden bspw. historische Treppenhäuser denkmalgerecht instandgesetzt und nach historischen Unterlagen revitalisiert. Im Bereich der Hauptstraße 7-9 wird ein ehemals vorhandener Lichthof in das Gebäude integriert. Damit werden ein Tageslichteinfall sowie eine natürliche Be- und Entlüftung der Büroflächen ermöglicht. Die Dachflächen werden nach heutigen Maßstäben gedämmt und abgedichtet. Bestehende Fassaden werden unter Auflagen des Denkmalschutzes saniert, der Einbau von Fenstern und Verglasungen sowie die Ausbildung von Fassadenbekleidungen erfolgen nach der im Gestaltungsbeirat abgestimmten Planung. Mit dem Witterungsschutz werden die Installationsarbeiten der Haustechnik bspw. Elektroleitungen, Heizungen sowie Sanitärleitungen für WC-Anlagen vorbereitet. Diese Ausbauarbeiten erfolgen koordiniert mit Putz- und Trockenbauarbeiten. Diese werden durch die Wand- und Bodenbeläge bspw. Fliesen und Anstriche ergänzt.
Mit den Revitalisierungsmaßnahmen erfährt das Mariengässchen eine Verbreiterung im Bereich des Gebäudes der Hauptstraße 11 in der Form, dass beginnend von der Ecke an der Hauptstraße die Erdgeschoss-Fassade ca. 1,5 m von der jetzigen Gebäudekante „einrückt“ und zum Gebäudeende die Gebäudekante des Nachbargebäudes aufnimmt (siehe Grundriss-Auszug).
Durch die „Verbreiterung“ des Mariengässchens wird zukünftig ein größerer Bewegungsraum vorhanden sein, der für eine erhöhte Aufenthaltsqualität sorgt. Der nachträglich am Sturtzkopf-Treppenhaus angebaute eingeschossige Vorbau wird entfernt und gibt den Blick auf das historische Treppenhaus frei. Dieses wird als Hauptzugang für die Büronutzer eine entsprechende Aufwertung erfahren.
Über die GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe
Das 1963 als Einzelunternehmung gegründete Familienunternehmen besteht heute aus einem Kompetenznetzwerk von 58 Tochtergesellschaften und Betriebsteilen der GP Günter Papenburg AG. Bundesweit arbeiten rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sparten Gewinnung von Rohstoffen, Produktion von Baustoffen, Hoch-, Tief-, Straßen- und Gleisbau sowie Maschinen- und Anlagenbau, Logistik sowie Recycling und Verwertung.
Die GP Papenburg Hochbau GmbH als 100%-ige Tochtergesellschaft der GP Günter Papenburg AG hat ihren Hauptsitz in Halle (Saale). Sie ist mit ihren Niederlassungen SF-Bau und Rohbau am Standort Halle (Saale) sowie einer weiteren Niederlassung im Leipziger Zentrum vertreten. Mit ihren ca. 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Unternehmen im Bereich der Projektentwicklung sowie in den Geschäftsfeldern des konstruktiven und schlüsselfertigen Hochbaus, im Industrie-, Wohn- und Gewerbebau und im Bau von Sport- und Freizeitgebäuden tätig. Unter Nutzung der konzerneigenen Wertschöpfungskette realisiert die GP Papenburg Hochbau GmbH moderne und zukunftsfähige Projekte.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau