28 Januar 2022

Bahnverbindungen: Oberbürgermeister drängen auf Entscheidung

Westsachsen/Zwickau.-
 Seit über einem Jahr stehen die Ergebnisse der Vorplanungen für die Elektrifizierung des Streckenabschnitts Nürnberg – Marktredwitz fest. Doch seither stockt die Planung, weil die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens durch Planungsanpassungen hergestellt werden muss.
Die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes drängen in ihrer heutigen Sitzung in Hof auf die rasche Weiterplanung. „Neben Kosteneinsparungen ist es der gestiegene Nutzen, der bei der Wirtschaftlichkeit weiterhilft. Mit einem fundierten Fachgutachten konnten wir bereits der alten Bundesregierung aufzeigen, dass aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa die Bedeutung dieser Bahnstrecke überdurchschnittlich erhöhen“, erinnert Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Das betrifft vor allem Branchen, die zunehmend auf CO2-reduzierte Gütertransporte angewiesen sind wie die Automobil- oder Chemieindustrie.
„VW Sachsen transportiert auf der Bahn kein Elektroauto aus Zwickau nach Süden – mangels leistungsfähiger Transportangebote“, ergänzt die Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt. „Wir brauchen dringend den elektrischen Lückenschluss nach Nürnberg, um die Industrieregion Südwestsachsen auf direktem Weg mit Bayern, Baden-Württemberg, der Schweiz und Südwesteuropa zu verbinden“, argumentiert der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze. Kräftigen Rückenwind erfährt die Franken-Sachsen-Magistrale durch den Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Bundesregierung, wo sie „zu den acht vordringlichsten Ausbaustrecken in Deutschland gezählt“ wird, wie Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner bemerkt.
Referenzregion für modernsten Schienenverkehr Dringenden Handlungsbedarf sehen die Oberbürgermeister auch beim Personenverkehr. In Nordost- und Ostbayern droht eine großflächige massive Verschlechterung, wenn der Expressverkehr nicht mehr mit Neigetechnik fährt. Die jetzigen Dieseltriebwagen werden spätestens 2032 außer Dienst gestellt. „Dann benötigen wir ein elektrisches Neigetechnik-Hybridfahrzeug, welches seinen Strom vom Fahrdraht und aus Batterien bezieht“, so Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.
Weil die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale 2032 wohl noch nicht fertig gestellt sein wird und andere Strecken wie die Oberfranken-Achse vorerst ohne Fahrdraht verbleiben, ist ein Neigetechnik-Hybridfahrzeug die langfristige Lösung für die kurvenreichen Mittelgebirgsstrecken. Die Industrie steht bereits seit 2018 für die Entwicklung bereit, es fehlt allein die Bestellung durch den Freistaat Bayern. „Diese muss bald erfolgen. Sonst bleibt für die Entwicklung und Erprobung nicht genügend Zeit“, warnt Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz.
Die Oberbürgermeister sind in diesem Punkt besonders sensibilisiert. Der für die Franken-Sachsen-Magistrale neu entwickelte ICE TD wurde 2001 mit mehreren Jahren Verspätung aufs Gleis gestellt – mit reichlich Kinderkrankheiten. „Damit sich dies nicht wiederholt, appellieren wir an den Freistaat Bayern, rechtzeitig Neigetechnik-Hybridfahrzeuge zu bestellen. Dann kann Nordostbayern wieder zur Referenzregion für modernsten Schienenverkehr auf Nebenhauptstrecken avancieren, was mit der Einführung der Neigetechnik 1992 bereits einmal galt. Wir sind bereit, sofort mit dem Freistaat Bayern dieses Zukunftskonzept für den Bahnverkehr zu konkretisieren“, betonen die oberfränkischen OBs Eva Döhla, Thomas Ebersberger und Oliver Weigel.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Stadtratssitzung Zwickau: Bewaffnete Polizei hält Zuschauer in Schach

Westsachsen/Zwickau.-
Im Vorfeld der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag, die von der Stadtspitze wieder einmal in den Ballsaal „Neue Welt“ verlegt wurde, sorgte bereits im Vorfeld die abgesagte Einwohnerfragestunde für großen Verdruss bei zahlreichen politisch interessierten und engagierten Zwickauern (WSZ berichtete). Offensichtlich waren nicht zuletzt die brennenden Fragen rund um die Corona-Kahlschlagpolitik der sächsischen Landesregierung, die von Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf der kommunalen Ebene mit besonders großem Eifer durchgepeitscht wird, der Grund für diesen General-Maulkorb. Der angebliche Seuchenschutz diente der Oberbürgermeisterin einmal mehr als Vorwand, eventuelle kritische Stimmen bereits im Keim zu ersticken. Aufgrund der „Seuchengefahr“, so die Argumentation der Stadtchefin, müsse man die Stadtratssitzung so kurz wie möglich halten. Dies zeigt nur zu deutlich, dass man Wortmeldungen, Anregungen und Kritik von Bürgern nicht als wichtig, sondern stattdessen gar für lästig oder störend hält. Für wichtig befand Constance Arndt stattdessen das Verteilen von Origami-Schwänchen an die anwesenden Stadträte, die übliche Selbstbeweihräucherung der Stadtspitze und das gegenseitige Beschenken mit Blumen (Foto: Geburtstagsblumen an den SPD-Stadtrat und VW-Betriebsrat Henry Sippel, vormals SED). Hierbei schien die angebliche „Seuchengefahr" erstaunlicherweise keinerlei Zeitdruck zu erzeugen.
Für Verwunderung bei den Gästen, die eigens für ihre Anwesenheit auf der Zuschauertribüne zu einem tagesaktuellen Corona-Test genötigt wurden, sorgte auch die Tatsache, dass sie während der gesamten Veranstaltung argwöhnisch von zahlreichen Einsatzkräften der Polizeibehörde beäugt wurden. Diese traten in Kampfmontur gekleidet und mit Knüppel, Handschellen und Pfefferspray bewaffnet, äußerst autoritär auf.
Für ungläubiges Kopfschütteln sorgte zudem die aktuelle Neuerung, die sich die Zwickauer Stadtspitze offenbar ausgedacht hat, um kritische Öffentlichkeit noch wirksamer als bisher abzuschrecken. Ab jetzt sind nur noch ganze zehn Personen als Zuschauer bei den Stadtratssitzungen zugelassen. Die Plätze dafür sollen ausgelost werden. Wie bei jeder Tombola ist der Rechtsweg dabei natürlich ausgeschlossen. Es dürfte also niemanden verwundern, wenn diese Muppet-Show in Zukunft ganz unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte. Das ist umso bedenklicher, da auf Geheiß der Oberbürgermeisterin nur noch tendenziell unkritische Journalisten zugelassen werden und zudem ein striktes Foto-, Video- und Audio-Verbot während der Sitzungen herrscht. Der einzige dafür autorisierte Fernsehsender, Westsachsen TV, sendete gestern bezeichnenderweise erstmalig auch nur eine geschnittene Fassung der Stadtratssitzung.
Ein gestern „aus Platzgründen“ abgewiesener Zwickauer äußerte sich wie folgt: „Aus gutem Grund ist es gesetzlich festgelegt, dass Stadtratssitzungen öffentlich zu sein haben. Dies scheint der Oberbürgermeisterin offensichtlich ein Dorn im Auge zu sein. Stellt sich die Frage, ob das, was da hinter quasi verschlossenen Türen ausgeheckt wird, dann überhaupt noch legal ist. Ich habe da so meine Zweifel. In Zukunft wird man wohl andere Wege finden müssen, sich Gehör zu verschaffen“. Vermutlich hat dieser Mann recht.

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Rot-Kreuzler aus Westsachsen leisten auch weiter Hilfe im Ahrtal

Rheinland-Pfalz/Ahrtal/Westsachsen/Werdau.-
Ein halbes Jahr ist es nun her, dass mehrere Mitglieder der DRK- Wasserwacht Koberbachtalsperre im Einsatz nach den verheerenden Sturzfluten im Ahrtal in Rheinland-Pfalz waren. Geblieben sind nicht nur Eindrücke und Erinnerungen, sondern auch vielfältiges, nachhaltiges Engagement.
Gleich zweimal rückte im Juli 2021 Philipp Buchta aus: Erst als Logistiker für ein Team sächsischer Helfer der psychosozialen Notfallversorgung, wenig später noch einmal, um gemeinsam mit weiteren Wasserwächtern den Betrieb eines Verpflegungsplatzes zu unterstützen. Beide Einsätze wirken bis heute nach. Denn neben der gesammelten Erfahrung sind auch neue Freundschaften entstanden. Gemeinsam mit Lebenspartnerin Sarah Spath, die ebenfalls im DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. aktiv ist, initiierte er ein Spendenprojekt für betroffene Weingüter in Bad Neuenahr und Rech. Insgesamt sind allein durch diese Initiative knapp 3.000 Euro zusammengekommen.
Auch ein von Kindern getragenes Projekt entfaltet bis zum heutigen Tag seine Wirkung: Im Rahmen eines Jugendrotkreuz-Lagers an der Koberbachtalsperre im vergangenen Sommer war André Kleber eingeladen, um von den Eindrücken im Katastrophengebiet zu berichten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bastelten damals gemeinsam mit ihren Betreuern kleine „Mutmacherkugeln“, die ebenfalls über die DRK-Wasserwacht ihren Weg in die betroffenen Gebiete fanden. Dort werden die kleinen Geschenke, in denen sich auch persönliche Botschaften und kleine Schutzengel befinden, bei der noch immer andauernden psychologischen Betreuung von Betroffenen verwendet – mit positiver Resonanz!
„Bei all unseren Telefonaten aber auch den persönlichen Besuchen vor Ort erleben wir große Dankbarkeit. Es ist schön zu sehen, dass diese vergleichsweise kleine aber sehr herzliche Unterstützung ankommt, unser Einsatz von Anfang an nachhaltig war“, berichtet Philipp Buchta. Der 23-Jährige hat durch sein ehrenamtliches Engagement mittlerweile auch hauptamtlich ins Rote Kreuz gefunden.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

Neue Gemäldeausstellung: „Ein Spaziergang durch Waldenburg“

Westsachsen/Waldenburg.-
Nach der erfolgreichen Ausstellung „Tatort Dali – Original und Fälschung“, folgen nun regionale Werke von Helmut Weller aus Glauchau. Von Februar bis März 2022 darf im Souterrain von Schloss Waldenburg eine Sonderausstellung mit Ölgemälden, Holzschnitten, Linolschnitten und plastischer Keramik des ortsansässigen Künstlers bestaunt werden.
Besucher des Schlosses haben die Möglichkeit, einen wetterunabhängigen Rundgang durch den Grünfelder Park und durch die Stadt Waldenburg zu erleben. Vom „Tor der Naturfreunde" bis zur „Glänzelmühle in früherer Zeit" wird man in die Architektur und Natur des schönen englischen Landschaftsparks und der Umgebung entführt. Auch alte Ansichten von Waldenburg, die schon längst der Vergangenheit angehören, findet man wieder in Öl und Farbe.
Besonders Waldenburger oder ehemalige Waldenburger wird diese Kollektion an Bildern interessieren. Fragt man Helmut Weller zu seinen Werken, dann sprudelt es regelrecht hervor und man erfährt vieles aus alter Zeit. Schon deshalb gibt es am 06. Februar zu zwei Zeiten (11:30 Uhr und 14:30 Uhr) eine Führung durch die Sonderausstellung. Buchen kann man diese bereits online. Zur Bezahlung kann unter anderem das Zahlungssystem PayPal genutzt werden. Die Eintrittskarten mit QR-Code erhält man per E-Mail oder auch auf das eigene Smartphone. Eine große Erleichterung für Besucher und Schloss. Aber natürlich kann man die Karten auch auf altbewährte Weise an der Kasse von Schloss Waldenburg erwerben. Preis: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.
Der noch heute an Fassaden künstlerisch tätige Maler Helmut Weller kann guten Gewissens als Naturtalent bezeichnet werden. Bereits im Kindesalter begeisterte ihn die Kunst in Form von Kohlemalerei, Aquarellmalerei und Karikaturen. In seiner Jugend lernte er bei namenhaften Künstlern wie Johannes Feige, Gottfried Püschel aus Glauchau oder Heinz Tetzner aus Gersdorf. Auch dem Zeichenzirkel Waldenburg gehörte er seit seiner Jugend an. Weller war seit vielen Jahren Malermeister mit eigenem Geschäft und hatte 2019 sein 50-jähriges Jubiläum. Eines seiner Kunstwerke ist an einer Hausfassade im Areal des Stausee Oberwald in Callenberg zu bestaunen, es handelt sich um eine kunstvolle Darstellung des Eingangsportals des Schlosses Waldenburg.
Ab 3. Februar ist die Ausstellung geöffnet und kann im Rahmen der Dauerausstellungen von Schloss Waldenburg angesehen werden. Der Preis beträgt 4 Euro pro Erwachsenen, ermäßigt 3 Euro. Möchte man die historischen Räume des Schlossen mit besichtigen, beläuft sich der Preis auf 8 Euro pro Erwachsenen und 6 Euro für den ermäßigten Eintritt.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg

27 Januar 2022

Stadtratssitzung Zwickau: Bürgerfragestunde erneut gestrichen

Westsachsen/Zwickau.-
Die Bürgerfragestunde in der Stadtratssitzung fällt heute aus. Die Absage kam kurz vor der Angst. Antje Falk ist fassungslos: „Ich bin echt wütend! Bewegung Zwickau hat am Montag zum 50. Mal zum öffentlichen und friedlichen Diskurs aufgerufen. Da hat sich die Arndt lieber versteckt. Und jetzt werden schon ,öffentliche' Sitzungen hinter zugenagelter Tür abgehalten? Die müssen ja echt viel zu verbergen haben“.
Tatsächlich taucht der Tagesordnungspunkt „Bürgerfragestunde“ auf der aktuellen Tagesordnung nicht mehr auf. Angeblich wegen der angespannten Corona-Lage. „Gestern hab ich noch im Bürgerservice angerufen und nach den Zugangsregeln gefragt. Hab nett Auskunft bekommen. Auch, dass mein mitgebrachtes Kind keinen Test braucht. Sitzplätze gäbe es sicher genug und so weiter... Heute heißt es plötzlich, dass maximal zehn schweigende Gästen anwesend sein dürfen“, beschwert sich die Zwickauerin.
Eigentlich wollte sie mit weiteren Mitstreitern heute den offenen Brief vom 1. Dezember 2021 an die Oberbürgermeisterin überreichen, in dem die Einwohner und Wähler den Zwickauer Stadtrat um Antworten auf generelle Fragen zur Corona-Politik bitten. Das fällt nun aus. Genauso wie die Beantwortung der Frage nach Glascontainern in Niederplanitz, die für ältere Bürger unerreichbar sind, nach einer 30er Zone in der Leipziger Straße oder nach dem geplanten Alpaka-Streichelzoo im Marienthaler Knast. Für letzteres sieht Oberbürgermeisterin Constance Arndt höheren Bedarf als für die Anschaffung von Luftfiltern in Schulen, damit die Kinder ohne Masken lernen können.
Die Stadtratssitzung beginnt um 16 Uhr in der „Neuen Welt“, Leipziger Straße 182.

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26 Januar 2022

Bücherschrank in der Krümelkiste: Stöbern, schmökern, tauschen

Westsachsen/Zwickau.-
Kinder lieben es, Bücher anzuschauen, sich vorlesen zu lassen oder Geschichten nachzuspielen. Bücher laden zum Träumen, Lernen, Schauen und Staunen ein. Gemütliche Vorlesestunden gehören zu den schönsten Erinnerungen der Kindheit. Doch wohin damit, wenn Bücher ausgelesen oder die Kids „rausgewachsen“ sind?
Das haben sich auch die Kinder und Erzieherinnen in der Kita „Krümelkiste“ in Pölbitz gefragt und ein neues Projekt ins Leben gerufen: den offenen „Bücherschrank für ALLE“. Ganz so neu ist die Idee allerdings nicht. „Dazu inspiriert haben uns die Büchertauschzellen im Stadtzentrum.“ erklärt Cindy Lorenz, Erzieherin der Kita-Gruppe „Rasselbande“ und Initiatorin der Aktion. „Unsere Kinder schätzen die Bücher und wollen auch andere daran teilhaben lassen. Bücher sind ein wertvolles Gut und viel zu schade zum Wegwerfen. Gut erhaltene Bücher sollen weiterleben und können Freude stiften. Mit diesem Gedanken der Nachhaltigkeit entstand die Projektidee vom offenen Bücherschrank direkt in unserer Kita. Das Projekt schont außerdem den Geldbeutel der Familien und die Umwelt. Auch das möchten wir mit unserem Angebot vermitteln.“ so Lorenz.
Ein geeigneter Schrank fürs Bücherprojekt konnte schnell gefunden werden. Der ausrangierte und von der „Rasselbande“ bemalte Stahlschrank steht bereits im Haus und wird schon rege genutzt. Jedes gut erhaltene Buch ist willkommen. „Wir freuen uns vor allem über Kinderbücher, aber es darf durchaus auch Lektüre für Erwachsene sein.“ wirbt Lorenz. Die Bücher können abgegeben, kostenlos mitgenommen, gelesen und zurückgebracht oder auch gegen andere Bücher eingetauscht werden – ganz ohne Leihfristen oder sonstige Bestimmungen.
Der Bücherschrank befindet sich aktuell im (inneren) Eingangsbereich der Kita. Dort steht er vor Regen und Schnee geschützt. Im Frühling soll er vor der Kita in der Stephan-Roth-Straße 14/16 seinen Platz finden. Dann erhalten auch Anwohner und Spaziergänger die Möglichkeit, ausgelesene Bücher abzugeben und/oder gegen andere auszutauschen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 Januar 2022

Tipp der Woche: Star-Comedian Rüdiger Hoffmann in Bestform

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 6. Februar gastiert der Star-Comedian Rüdiger Hoffmann um 19 Uhr mit seinem aktuellen Best-of-Programm im König Albert Theater Bad Elster. Der »Gottvater der deutschen Comedy« gehört seit Jahrzehnten zu den absoluten Top-Künstlern der Szene. Jetzt bietet der Paderborner allen Fans guter Comedy erstmals die geballte Ladung: mit einem prallvollen Best-of seines Schaffens. Der »Entdecker der Langsamkeit« präsentiert zwei Stunden lang ein legendäres Comedy-Highlight nach dem anderen. Mit dabei natürlich seine beliebten Figuren wie Malte, Birte und Olaf und viele andere. Der gesamte hochkomische Kosmos von Rüdiger Hoffmann an einem einzigen Abend: Mehr geht nicht! Na hallo erstmal…
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

24 Januar 2022

Persönliche Dokumente aus dem Vorlass von Bernd-Lutz Lange

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.-
Was verbindet die beiden Städte Zwickau und Leipzig miteinander? Geografisch gesehen ein Großteil der B93, aber auch ganz konkret in einer Person: Bernd-Lutz Lange. Der älteren Generation muss Bernd-Lutz Lange sicher gar nicht erst vorgestellt werden. Für die Jüngeren: Der in der Oberlausitz geborene, in Zwickau aufgewachsene (aber leider nicht hier gebliebene) Autor, Kabarettist und maßgeblicher Akteur der Friedlichen Revolution 1989 lebt heute in Leipzig, hat seine Bindungen an Zwickau jedoch niemals verloren und ist regelmäßiger Besucher der Stadt.
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls und dem damit verbundenen Entstehen einer zeitgeschichtlichen Dokumentation gab es im Jahr 2019 eine engere Zusammenarbeit des Stadtarchivs Zwickau mit Bernd-Lutz Lange. Es ist eine der wesentlichen Aufgaben eines Stadtarchivs, sich um Dokumente bedeutender Persönlichkeiten der Zeitgeschichte zu bemühen, sofern diese einen Bezug zur Stadt aufweisen. Anspruch ist, die amtliche Überlieferung zu ergänzen und den nachfolgenden Generationen ein möglichst umfassendes Bild von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur der Gegenwart zu vermitteln.
Das Stadtarchiv schätzt sich daher glücklich, dass Bernd-Lutz Lange kürzlich im Rahmen eines sogenannten Vorlasses entschieden hat, persönliche Unterlagen an das Stadtarchiv Zwickau zu übergeben. Diese umfassen vorwiegend Leserbriefe und Rezensionen zu seinem Buch „Magermilch und lange Strümpfe“, unter anderem von der Familie Schocken aus Jerusalem sowie Zeitungsartikel, Postkarten, Fotos, Bücher und vieles mehr.
Nun ist es die Aufgabe der Zwickauer Archivarinnen und Archivare, diese Unterlagen zu sichten, aufzubereiten, in Datenbanken zu erfassen und damit später für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Revolution in Zwickau: „Virtuelle Klinik“ unterstützt Parkinson-Patienten

Westsachsen/Zwickau.-
Das Verfahren ist eine kleine Revolution: Als eine der ersten Neurochirurgien in Deutschland setzt die Paracelsus Klinik Zwickau eine „Virtuelle Klinik“ auf dem iPod zur Fernsteuerung von Hirn-Implantaten ein. Das neue System unterstützt die Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, Essentiellem Tremor, Dystonie oder Tourett-Syndrom und ist eine innovative Weiterentwicklung der Tiefen Hirnstimulation zum Ausgleich krankhafter Signalstörungen im Gehirn mittels elektrischer Impulse. Unabhängig von ihrem Standort können Arzt und Patient mit dem System über eine App via iPod, iPhone oder iPad miteinander kommunizieren und per sicherem Zugriff die Einstellungen des Implantats in Echtzeit vornehmen. Patienten profitieren dabei vor allem von der neu gewonnenen Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit.
„Das neue System erweitert die Methode der Tiefen Hirnstimulation (THS), die bereits seit den 1990er Jahren erfolgreich eingesetzt wird”, erklärt Prof. Dr. François Alesch, Leiter des Departments Neuromodulation der Abteilung Neurochirurgie an der Paracelsus Klinik Zwickau. „Mit einer minimalinvasiven Operation werden dabei den Patienten feine Elektroden im Gehirn platziert, um ein genau umschriebenes Zielgebiet elektrisch zu stimulieren. So werden krankhafte Signalveränderungen, die eine normale Hirnfunktion stören, beseitigt und die Beschwerden der Patienten deutlich gebessert.” Während früher Patienten immer wieder zu Einstellungen der so genannten Neuromodulation in eine Klinik kommen mussten, ist das mit dem jetzt neu zugelassenen System „NeuroSphere Virtual Clinic” des amerikanischen Herstellers Abbott deutlich weniger notwendig. Die Patienten können sogar mit einer eigenen Patienten-App bis zu einem gewissen Grad selbstständig Änderungen an den Einstellungen ihres implantierten Impulsgebers vornehmen. Grundlegende Einstellungen und Überprüfungen übernimmt via Fernzugriff der Arzt aus der Klinik über eine sichere Cloud- und Bluetooth-basierte Anwendung. Dabei stehen Arzt und Patient via Videokommunikation im direkten Austausch. Beschleunigt wurde die Entwicklung der neuen Technik vor allem durch die Covid-19-Pandemie, in der Patienten nach einer alternativen Einstellmethode ihrer Implantate ohne Klinik-Präsenz und erhöhtes Infektionsrisiko fragten.
„Das neue System wurde im September 2021 in Marseille weltweit vorgestellt. Wir haben uns dazu entschlossen, es als eine der ersten einzusetzen, um die bestehende hohe Kompetenz der Parkinson-Betreuung in Zwickau zu erweitern”, erläutert Prof. Alesch, der auch in Wien als Neurochirurg arbeitet. „Immerhin setzen wir seit 2015 die Tiefe Hirnstimulation sehr erfolgreich bei unseren neurologischen Patienten in Zwickau ein.” Haupteinsatzgebiet ist vor allem dort, wo medikamentöse Behandlungsansätze durch Spätkomplikationen und einen Gewöhnungseffekt an dauerhafter Wirksamkeit verlieren. „Die Tiefe Hirnstimulation ist heute schon ein Standard-Verfahren bei Bewegungsstörungen, aber auch bei chronischen Schmerzen”, erklärt Prof. Alesch. „Wir sind durch die Technik der Kernspintomographie, die hohe Kompetenz des medizinischen Personals und ein großes interdisziplinäres Expertenwissen an der Paracelsus Klinik Zwickau in der Lage, Eingriffe am Gehirn unter Narkose präzise und mit großer Sicherheit durchführen zu können.”
Sobald es die pandemische Lage zulässt, bietet die Klinik für Betroffene und deren Angehörige eigens ein Patientenseminar an, bei dem die Technik im kleinen Kreis vorgestellt und besprochen wird. „Unsere wichtige Botschaft an die Patienten ist: Sie sind nicht allein”, so Prof. Alesch. „Mit der neuen Technik kann man sich jederzeit von überall her bei Problemen und Fragen direkt an seinen Arzt wenden. Und das ist sehr beruhigend und neben allen technischen Vorteilen sicher das größte Plus für den Patienten.” Um darüber hinaus die bessere Wirksamkeit der Implantate in Bezug auf die Nutzer auch wissenschaftlich nachzuweisen, wird sich die Paracelsus Klinik Zwickau mit ihrer Arbeit an einer Studie beteiligen, die derzeit am Münchener Universitätsklinikum Großhadern geplant wird.

Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

21 Januar 2022

Neue Partner, neues Logo: Koberbachtal-Triathlon geht neue Wege

Westsachsen/Werdau.-
Ob Spitzensportler, Nachwuchsspieler oder Hobbyläufer, die GAZ Notstromsysteme GmbH unterstützt neben den Profimannschaften FSV Zwickau und Eispiraten Crimmitschau zukünftig den Koberbachtal- Triathlon als Hauptsponsor. „Wir wollen nicht nur mit unseren Produkten in der Notbeleuchtung Sicherheit gewährleisten, sondern auch zukünftig sicherstellen das diese tolle regionale Veranstaltung stattfinden kann“, betont Geschäftsführer Andreas Nöske, der mit Organisator Ronny Enke einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet hat. Die enge Verbindung ist dabei kein Zufall, denn als aktives Mitglied der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre kennt und begleitet Andreas Nöske das Event seit vielen Jahren. Die GAZ sicherte sich dabei die Namensrechte an der Sportveranstaltung welche zukünftig unter dem Namen „GAZ Koberbachtal Triathlon“ in der Öffentlichkeit auftreten wird. Durch die neue Kooperation können sich die Organisatoren des Triathlons zukünftig umfänglicher um die Veranstaltung selbst kümmern, da sie bei der zeitintensiven Generierung von Sponsorengeldern entlastet werden. Desweiteren unterstützt die GAZ Notstromsysteme den Verein bei der Gestaltung von Print- und digitalen Medien. Besonders freut sich Andreas Nöske, dass auch firmenintern die Begeisterung für die diesjährige Veranstaltung entfacht werden konnte. So wird die GAZ sich am Triathlon, der am ersten Juliwochenende im Werdauer Ortsteil Langenhessen stattfinden wird, erstmals mit einem eigenen Team beteiligen. Ronny Enke, der das jährliche Sportevent 2010 aus der Taufe hob, darf sich aber künftig über noch mehr Rückhalt freuen. Denn zukünftig ist mit dem SV Sachsen 90 Werdau e.V. einer der größten Vereine in der Region mit fast 1100 Mitgliedern fest im Boot. Er löst den DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. ab, der den GAZ Koberbachtal Triathlon künftig weiterhin bei rettungs- und wasserrettungsdienstlicher Absicherung unterstützen wird.
Quelle und Foto: GAZ Notstromsysteme GmbH