15 Dezember 2021

Neues sächsisches Zukunftprojekt: Liefervertrag heute unterzeichnet

Westsachsen.-
Die Verkehrsunternehmen aus Zwickau, Görlitz und Leipzig beschaffen gemeinsam neue und moderne Straßenbahnen. Nachdem das notwendige, europaweite Ausschreibungsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde, hat sich LEIWAG (ein Konsortium der HeiterBlick GmbH mit Kiepe Electric GmbH) als Straßenbahnlieferant für dieses große Gemeinschaftsprojekt durchgesetzt. Ein Liefervertrag zwischen den Parteien konnte heute offiziell unterzeichnet werden.
„Im Rahmen der Mobilitätsstrategie 2030 gestalten wir in Leipzig die Verkehrswende schrittweise für die Bürger. Dazu gehören auch moderne, attraktive Straßenbahnen. Umso mehr freut es mich, dass sich ein Leipziger Unternehmen, nach einem offenen, europaweiten Verfahren, durchsetzen konnte“, so Oberbürgermeister Burkhard Jung.
Im Sommer 2019 wurde das Projekt zusammen mit den Verkehrsbetrieben aus Görlitz und Zwickau unter dem offiziellen Projektnamen "Sächsische Plattform - Straßenbahn der Zukunft" gestartet, um gemeinsam die Herausforderungen der Verkehrswende in den Kommunen zu gestalten und Kostensynergien zu nutzen. Mit Blick auf zukünftige technologische Entwicklungen enthalten die Angebote auch Lösungen und Konzepte für Fahrerassistenzsysteme und alternative Antriebe wie Wasserstoff. Die Arbeiten an den Ausschreibungsunterlagen konnten plangemäß Anfang 2020 abgeschlossen werden, sodass die Ausschreibungsphase mit einem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb startete. Die ersten indikativen Angebote gingen im Oktober 2020 bei den Verkehrsunternehmen ein.
„Dass es uns zusammen mit unseren Partnern in Leipzig und Zwickau gelungen ist, dieses wichtige Projekt zustande zu bringen, ist ein großer überregionaler Erfolg und ein gutes Beispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Damit legen wir den Grundstein für ein Zukunftsprojekt mit Modellcharakter in Sachsen“, so der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu. „Die Straßenbahnen bewegen seit über 125 Jahren die Zwickauerinnen und Zwickauer. Das soll in Zukunft so bleiben - auf dem Weg zu einem modernen, effizienten und für die Bürger leistungsfähigen ÖPNV. Dafür bilden die neuen Bahnen eine unverzichtbare Grundlage“, betont Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt.
Für die Leipziger Verkehrsbetriebe ist dies das größte Straßenbahnprojekt der LVB-Geschichte. Mit der Vergabe hat es einen weiteren Meilenstein erreicht. Der nun geschlossene Vertrag sieht die Lieferung von 25 45-Meter-Fahrzeugen sowie weitere Optionen mit bis zu 130 Fahrzeugen vor. Mit den Straßenbahnen der neuen Fahrzeuggeneration passen die LVB ihre Kapazitäten an die gewachsene Bevölkerungszahl sowie die gesteigerten Ansprüche der Kunden an. Die neuen und 2,40 Meter breiten Bahnen sollen ab 2024 für die Leipziger unterwegs sein und die Fahrzeuge des Typs NGT8, die sich am Ende ihres Lebenszyklus befinden, schrittweise ablösen.
„Für unsere Kundinnen und Kunden wollen wir mit den breiteren Fahrzeugen und innovativen technischen Lösungen die Attraktivität unseres Angebotes weiter steigern. Nach dem Wettbewerbsverfahren, das auch ausgeschiedene Bieter als fair bezeichnet haben, freuen wir uns, jetzt gemeinsam neue Fahrzeuge zu bestellen“, so Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.
Die Entwicklung und Beschaffung der neuen Bahnen fußt auf einem Konzept/Strategie zur Entwicklung der Straßenbahnflotte bis 2030, das die bedarfsgerechte Erweiterung der LVB-Fahrzeugflotte sicherstellt und einen Beitrag zur Erfüllung der Energie- und Klimaziele der Stadt Leipzig leistet. „Als sächsischer Straßenbahnhersteller mit Fertigungsstandorten in Leipzig und Grimma ist die Beauftragung über die Lieferung der Sächsischen- Plattform-Fahrzeuge eine große Ehre. Die Herausforderung in dem Projekt liegt in der hohen Innovation sowie in der Umsetzung von umweltfreundlichen Antriebstechnologien, womit wir auch die Bedeutung des Wasserstoffstandortes Sachsen unterstreichen. Gerade in den durch die Pandemie erschwerten Bedingungen für Betrieb und Mitarbeiter kommt diese Auftragsvergabe einem schönen Weihnachtsgeschenk für mich und alle Mitarbeiter gleich - das sichert und schafft auf lange Zeit Perspektiven - in ganz Sachsen“, sagt Samuel Kermelk, Geschäftsführer der HeiterBlick GmbH.
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben aus Zwickau und Görlitz wird die „Straßenbahn der Zukunft“ nicht nur in Leipzig, sondern auch in weiten Teilen Sachsens präsent. Die Gemeinschaftsvergabe führt außerdem zu technischen und wirtschaftlichen Synergien, beispielsweise im Prozess der Fahrzeugzulassung und im Betrieb der Fahrzeuge. Mit einer regionalen Wertschöpfung von fast 40 Prozent in Sachsen und zwei Dritteln in Mitteldeutschland werden damit außerdem der Industriestandort Sachsen gestärkt und Arbeitsplätze in Sachsen gesichert.
„Mit den neuen innovativen Bahnen erreichen wir unser Ziel, eine niederflurige Fahrzeugflotte in Zwickau einzusetzen. Die neuen Niederflurstraßenbahnen lösen vollumfänglich die derzeitigen Tatra-Hochflurstraßenbahnen ab und ermöglichen dabei, mit den modernisierten Bestandsfahrzeugen, den mobilitätseingeschränkten Fahrgästen eine uneingeschränkte Nutzung des ÖPNV. Somit bieten wir all unseren Fahrgästen höchsten Komfort und Sicherheit, um den ÖPNV in Zwickau in den nächsten Jahren noch deutlich mehr in den Fokus zu rücken und damit langfristig die Fahrgastzahlen zu steigern. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Gesamtvergabe mit Leipzig und Görlitz ist ein wichtiger Punkt, um den ÖPNV zukünftig weiter Regional voranzubringen und in den Städten daraus entsprechende Synergien zu ziehen“, so Steve Preißner, Geschäftsführer Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH. „Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern sind wir in der glücklichen Lage, ein modernes, wirtschaftliches und innovatives Fahrzeug zu beschaffen, welches nicht nur auf dem neuesten technischen Stand ist, sondern auch Platz für zukünftige technische Neuerungen vorsieht“, ergänzt Sven Sellig, der Geschäftsführer der Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH.
Das gemeinsame Beschaffungsprogramm bis voraussichtlich 2030 hat, inklusive aller Optionen sowie der Entwicklungskosten und des Ersatzteilpaketes, einen Gesamtumfang von rund 600 Millionen Euro. Durch die gemeinsame Bestellung der ersten Fahrzeuge aller drei sächsischen Verkehrsunternehmen konnte somit ein Kostenvorteil von insgesamt 27 Millionen Euro generiert werden. Dieser Vorteil ist maßgeblich auf Einmal- und Entwicklungskosten für eine gemeinsame Fahrzeugplattform zurück zu führen. Die nächsten Schritte: Im nächsten Jahr wird das sogenannte Pflichtenheft erstellt, sodass die Fertigung 2023 beginnen kann. Die Lieferung und der Probebetrieb sollen dann 2024 erfolgen.
Quelle und Fotos: Leipziger Verkehrsbetriebe

13 Dezember 2021

Effizientere Stromübertragung durch neue Gleichricherunterwerke

Westsachsen/Zwickau.-
Bereits seit 2020 beschafft die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ GmbH) Strom aus erneuerbaren Energien. „Zwischen der Endstelle Pölbitz und dem Neumarkt wird dieser nun noch effizienter bereitgestellt und übertragen“, erläutert Dr. Steffen Schranil, Abteilungsleiter Technik der SVZ.
Dafür wurden in einer dreimonatigen Kernbauzeit zwischen September und Dezember 2021 zwei neue Gleichricherunterwerke (GUW) aufgestellt, angeschlossen und in Betrieb genommen. Am 9. Dezember 2021 fand nun die Abnahme beider Bahnstromwerke statt, welche den Streckenast Pölbitz und den Betriebshof mit Bahnstrom versorgen.
Im Projekt wurde zeitgemäße Elektrotechnik bestehend aus Mittelspannungs-, Gleichspannungs- und Eigenbedarfsanlage zur Gewährleistung der elektrischen Versorgungssicherheit eingebaut. Damit wurden die Grundlagen geschaffen, um die Nennspannung in den nächsten Jahren von DC 600 V auf DC 750 V zu erhöhen und ab 2022 die zweiseitige Speisung zur Steigerung der Energieeffizienz im Bahnbetrieb einzuführen. Dafür erfolgte eine vollständige Erneuerung der Einspeise- und Rückleiterpunkte sowie der verbleibenden Bahnstromverkabelung im Gleichspannungsnetz aus dem Jahr 1988.
Weiterhin wurde die galvanische Trennung des Betriebshofs vom Streckennetz realisiert und die Umbauung der Betriebshof- und Lichtsignalanlagensteuerung erneuert. Die Maßnahme kostete insgesamt rund 2,2 Mio. €. und wurde mitfinanziert durch Fördermittel auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts (75 %) sowie aus Drittmitteln des Zweckverbands Verkehrsverbund Mittelsachsen (10 %).
Die Modernisierung der Bahnenergieversorgung entlang der Linie 4 geht indes in die nächste Runde. Im Jahresverlauf 2022 soll das Bahnstromwerk Mitte am Georgenplatz in zwei neue Gleichrichterunterwerke dezentralisiert werden. Dafür liegen die Fördermittelbescheide und die Planungen bereits vor. 2023 folgen dann die letzten zwei Gleichrichterunterwerke im Stadtteil Marienthal.
Quelle und Foto: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau

10 Dezember 2021

Alle Jahre wieder: Clara Schumann-Hörspiel als Weihnachtsgeschenk

Westsachsen/Zwickau.- Auch in diesem Jahr dürfte es eine gute Geschenkidee zu Weihnachten sein: Die Hörspiel-CD „Clara in Nöten“ von und mit der Zwickauer Autorin Christine Adler.
Den szenischen Monolog schrieb Christine Adler zum 195. Geburtstag von Clara Schumann geb. Wieck. Am 13. September 2014 fand die Uraufführung des Einpersonenstücks mit Musik unter großer Resonanz im Robert-Schumann-Haus Zwickau statt. Es ist einer außergewöhnlichen Frau gewidmet.
Eingeladen sind alle, die sie kennen oder kennenlernen wollen. Nach ihrem letzten öffentlichen Konzert schaut Clara Schumann noch einmal in den „Spiegel der Zeit“, erblickt sich selbst und manchen Lebensbegleiter. Das Spannungsfeld zwischen der gefeierten Künstlerin, liebenden Frau und Mutter von acht Kindern ist höchst aktuell.
Christine Adler, Musiktherapeutin und promovierte Literaturwissenschaftlerin, schlüpft selbst in die Rolle der Clara Schumann. Dietmar Nawroth, Pianist, Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und Vorsitzender der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau, spielt dazu aus Klavierkompositionen von Schumann, Chopin, Mendelssohn Bartholdy und weiteren Zeitgenossen.
Erhältlich ist das zweistündige Audio-Werk bei Amazon und auf der Website www.clara-wieck.de.

Sparkasse: Rathaussprecher bestätigt indirekt Millionenbetrug am Bürger

Westsachsen/Zwickau.-
Am 20. Oktober veröffentlichten wir unter der Überschrift „47 Millionen verzockt: Mehrere Stadträte in Sparkassenaffäre verstrickt“ einen Artikel, der das äußerst fragwürdige Zusammenspiel zwischen der Stadtverwaltung und der Sparkasse Zwickau beleuchtete. Bisher hatte sich keiner der im Vorfeld der Veröffentlichung befragten Beteiligten zur Sache geäußert. Allein der AfD-Stadtrat Sven Itzek fühlte sich persönlich angegriffen, weil ihm als Immobilienmakler und Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse seiner Meinung nach Vorteilsdenken unterstellt wurde. Den beschriebenen Sachverhalt bestreitet er nicht. Ebensowenig wie seine Ratskollegen. Im Gegenteil, Stadtsprecher Mathias Merz (Foto unten) stimmte dem jetzt indirekt zu: „Ich gehe davon aus, dass die Ausführungen im Artikel zu 100 Prozent der Wahrheit entsprechen“. Diesen Satz haben wir für ihn vorformuliert. Merz hat trotz Wahrheitspflicht gegenüber der Öffentlichkeit und mehrmaliger Nachfrage nichts zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen. Lediglich die Formulierung lehnte er ab.
Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter gegen den Stadtrat Sven Itzek, der als Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse eine Mitverantwortung am Verlust der 47 Millionen Euro trägt (WSZ berichtete). Die Ermittlungen werden erleichtert, nachdem sich jetzt ein fachkundiger Zeuge als Sachverständiger zur Aussage bereit erklärt hat. Sollte Itzek die Beihilfe zum Betrug nachgewiesen werden, geraten auch die anderen Verwaltungsräte weiter unter Druck. Schlussendlich stehen dann die Verhaltensweisen der Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) und des Landrats Christoph Scheurer (CDU) im Mittelpunkt der Untersuchungen. Möglicherweise tut sich Zwickaus Stadtsprecher deshalb so schwer, eine klare Aussage zu treffen.
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09 Dezember 2021

Lücke geschlossen: Pulmologe hilft bei Covid-Langzeitfolgen

Westsachsen/Auerbach/Reichenbach.-
Sie haben Lungen- und Atemprobleme, sind müde und erschöpft, das Herz-Kreislauf-System ist nicht belastbar: Viele Patienten, die eine Covid-19 Infektion überstanden haben, gelten als genesen, sind aber noch lange nicht wieder gesund. „Zu uns kommen derzeit immer häufiger Patienten, die unter den Langzeitfolgen der Erkrankung leiden”, erklärt Dr. med. Kai-Uwe Walther (Foto), Facharzt für Innere Medizin mit Spezialisierung Pulmologie am Medizinischen Versorgungszentrum Auerbach, das zu den Paracelsus Kliniken Sachsen gehört. „Long Covid“ heißt das Phänomen, das Patienten auch länger als 12 Wochen nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus noch nicht in Ruhe lässt. „Neben Atemproblemen gibt es neurologische Störungen wie Erinnerungs- und Aufmerksamkeitsprobleme sowie bleibende Geschmacks- und Geruchsstörungen“, berichtet der 54jährige Arzt. „Wir versuchen hier so vielen Menschen wie möglich zu helfen, geben Hinweise zum Verhalten für Erkrankte, aber der Ansturm ist groß und wir haben Wartezeiten“” Aus einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern kommen die Patienten derzeit nach Auerbach, um sich dort kompetent behandeln zu lassen. Zum Teil sind es ehemals Infizierte, die unmittelbar aus dem Krankenhaus entlassen sind und nun auf eine Rehabilitationsbehandlung warten, zum anderen Patienten, die eine vierwöchige Rehabilitation bereits hinter sich haben, aber immer noch nicht wieder fit sind.
„Covid-19 ist eine langwierige und heimtückische Erkrankung”, stellt Dr. Walther fest. „Wir bieten bei uns in der Praxis die gesamte pneumologische Diagnostik an, um danach möglichst gezielt helfen zu können. Das reicht von Lungenfunktionsdiagnostik über Belastungsuntersuchungen, z. B. Spiroergometrie bis zur Blutgasanalyse mit Sauerstoffmessung.” Rund 1.200 Patienten kommen im Quartal zu ihm, hauptsächlich Menschen, die an Asthma und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden, oder an Lungenfibrosen. „Derzeit werden allerdings die Patienten, die an Covid-19 und den Folgen leiden, immer mehr, denn die ambulante ärztliche Betreuung ist flächendeckend nicht ausreichend möglich,” so Dr. Walther. „Wir helfen akut infizierten Menschen, die in Quarantäne sind, telefonisch, checken die Symptome mit ihnen. Bereits genesene Patienten betreuen wir im Wochenrhythmus in der Nachbehandlung und überwachen den Gesundheitszustand. Wir lassen Patienten nicht allein.” Direkt Infizierte behandeln kann die Praxis allerdings nur in Ausnahmen. „Wer akut infiziert ist und dessen körperlicher Zustand sich verschlechtert, muss ggf. ins Krankenhaus und sollte seinen Hausarzt bzw. im Zweifelsfall die Notaufnahme der Paracelsus Klinik in Reichenbach kontaktieren”, rät Dr. Walther, der selbst umfangreiche Erfahrungen mit Covid-Erkrankten im Bereitschaftsdienst sammeln konnte. „Wir schließen ambulant eine echte Lücke, können als Spezial-Praxis für Lungenerkrankungen aber nicht das gesamte Spektrum der Multisystemkrankheit Covid-19 erfassen”, schließt er. „Bei Bedarf verweisen wir auch an fachärztliche Kollegen aus der Kardiologie und Neurologie.” An der Paracelsus Klinik Reichenbach, an der er dienstags das Team der Inneren Medizin unterstützt, hat man sich zum Ziel gesetzt, die Behandlungskette nicht abreißen zu lassen. Covid-Patienten aus der Region, die Dr. Walther dort betreut, werden nach Möglichkeit auch in Auerbach weiterbehandelt.
Dr. med. Kai-Uwe Walther studierte von 1989 bis ‘95 Medizin in Berlin und Dresden begann seine Karriere als Assistenzarzt in der Paracelsus Klinik Schöneck. Anschließend erwarb er im St. Carolus KH in Görlitz die notwendige Ausbildung zum Internisten und hatte erste Kontakte zur Pneumologie. In der damals größten pneumologischen Klinik in Chemnitz absolvierte er die Ausbildung zum Pneumologen. Danach unterstützte er ab 2005 als Leitender Oberarzt den Fachbereich für Innere Medizin an der Paracelsus Klinik in Zwickau und baute dort die Pneumologie mit auf. 2007 übernahm er die pneumologische Praxis seines Vaters in Auerbach, die er 2020 als Praxispartner ins MVZ der Paracelsus Kliniken einbrachte. Neben seiner Tätigkeit dort unterstützt Dr. Walther seit Januar 2020 das Team der Inneren Medizin in der Paracelsus Klinik Reichenbach. Als Moderator und Referent ist er auch auf zahlreichen Weiterbildungsveranstaltungen für Pneumologen und Hausärzte gefragt.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Unternehmensnachfolge im ältesten Reisebüro Ostdeutschlands

Westsachsen/Werdau.-
Es waren aufregende Zeiten, als am 8. Dezember 1989, vier Wochen nach dem Fall der Mauer, Ostdeutschlands erstes privates Reisebüro an den Start ging. Im Westsächsischen Werdau vermittelten Anneruth Simon und ihr Mann Volker die ersten „freien“ Busreisen, die an den Bodensee, nach Reith im Winkl und nach Paris führten. Unterstützt wurden Sie von Anfang an von Gabriele Beyer.
Nun, genau 32 Jahre später, steht das etablierte Reisebüro vor einem neuen, großen Schritt in Richtung Zukunft: Der eigenen Unternehmensnachfolge. Zum Jahreswechsel übernimmt Christin Hoffmann (Foto rechts), die selbst lange Zeit ein Reisebüro in Zwickau hatte und seit 1996 in der Branche tätig ist, das Geschäft. Den Staffelstab übergeben Anneruth Simon und Gabriele Beyer (Foto v.l.). Beide Seiten hatten bereits im Frühling 2020 zueinander gefunden, unterstützen sich seither gegenseitig und verschmeltzten nach und nach ihre umfangreichen Angebote. Egal ob klassische Pauschalreise, Hotelbuchung, Aktivurlaub, Caravaning oder Bootsurlaub – Bestands- und Neukunden können sich über eine Rundumbetreuung freuen. Das Portfolio wurde um viele Veranstalter erweitert.
Dabei spielt auch der Nachhaltigkeitsgedanke bei Reisen eine immer größere Rolle. „Deutlich spürbar ist jedoch vor allem die Abkehr vom Onlinegeschäft und die damit einher gehende Rückbesinnung auf persönliche Beratung und die Sicherheit, einen festen „Kümmerer“ zu haben“, bestätigen die Reisekauffrauen, die mit viel Optimismus in die Zukunft schauen.
Quelle und Foto: André Kleber, Werbemanufaktur Werdau GmbH

07 Dezember 2021

Paracelsus Kliniken: Hohes medizinisches Leistungsniveau bescheinigt

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Die Paracelsus Kliniken Adorf und Schöneck gehören zu den besten in Sachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der AOK-Gesundheitsnavigator. Das Internetportal, das Patienten Orientierung bei der Wahl ihrer Klinik gibt, listet die Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck mit ihren beiden Standorten bei den wichtigsten chirurgischen Eingriffen in den Top 10. Dazu gehören endoprothetische Eingriffe wie der Einsatz bzw. Wechsel von Knie- und Hüftprothese, die Blinddarm- sowie Gallenblasenentfernung und der Verschluss von Leistenhernien. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bei diesem Qualitäts-Ranking so gut positioniert sind“, erklärt dazu Dipl.-Med. Dieter Haugk, Ärztlicher Direktor der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck. „Die Paracelsus Klinik Adorf Schöneck ist in der Region seit langen Jahren als Grundversorger bekannt. Die gute Qualität unserer Behandlung bestätigt sich auch in anderen unabhängigen Untersuchungen und Umfragen. Besonders stolz macht uns aber die Weiterempfehlung durch unsere Patienten.“ Mit 87 Prozent liegen die Paracelsus Kliniken über dem bundesweiten Durchschnitt.
Ergänzend zur Patientenzufriedenheit listet das Portal auch die Zahl der Behandlungsfälle und die Ergebnisse des QSR-Verfahrens (Qualitätssicherung mit Routinedaten) auf. „Für den Verbraucher ist hier wichtig, dass er sieht, wieviel Erfahrung in einer Klinik für bestimmte Eingriffe vorhanden ist“, erläutert Chirurg Dieter Haugk die Zahlen des Portals. „Wir können allein am Standort Adorf jährlich fast 320 Operationen zum Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks vorweisen. Insgesamt haben wir an beiden Standorten rund 800 prothetische Eingriffe im Jahr.“ In Sachen Qualität zeichnet der Krankenhausnavigator die Paracelsus Häuser mit drei „Bäumchen“ aus, der Bestbewertung für überdurchschnittliche Qualität. Als Datengrundlage dieser Bewertung dienen bundesweite anonymisierte Routinedaten der AOK (rund 26,8 Mio. Versicherte). Behandlungen werden einschließlich des Verlaufes bis zu einem Jahr analysiert und mittels ausgewählter Qualitätsindikatoren bewertet. Überdurchschnittliche Qualität heißt, dass eine Klinik zu den oberen 20 Prozent mit einer nur geringen Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Ereignisse gehört.
Wer sich selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Paracelsus Kliniken machen will, kann unter https://www.aok.de/pk/plus/medizin-versorgung/krankenhaussuche/ den Krankenhausnavigator im Internet erreichen. Patienten geben den geplanten Eingriff ein und finden Kliniken in einer Rangfolge nach Häufigkeit der OP. Über die Postleitzahl und die für sie maximal akzeptable Entfernung vom Wohnsitz können Patienten ihre Suche eingrenzen. Für einige Operationen, beispielsweise den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks, werden auch langfristige Behandlungsergebnisse einbezogen. Die Einträge werden mehrmals jährlich aktualisiert. Wer es persönlicher mag, für den bieten die Paracelsus Kliniken vor Ort auch Sprechstunden an. Nach dem Motto „Versorgung aus einer Hand“ werden Patienten bei Paracelsus übrigens selbstverständlich individuell auf einen Eingriff vorbereitet, während des Aufenthalts begleitet und in den Medizinischen Versorgungszentrum nach den Operationen weiter betreut.
Quelle und Fotos: Paracelsus Kliniken

06 Dezember 2021

Geschenkidee: Vorhang auf für besonders leuchtende Startermine

Westsachsen/Bad Elster.-
Jetzt dran denken - Kultur verschenken: Für kurzentschlossene Ideensuchende hat die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster Bad Elster reihenweise passende Geschenketipps vorbereitet. Neben den attraktiven Abonnements des König Albert Theaters in 2022 für Symphoniekonzert, Musiktheater, Schauspiel, Kabarett oder Kindertheater bzw. den Theaterreihen Rock & Pop, Jazz & Swing oder Vokales können aber auch ganz individuelle Weihnachtsschmuckgutscheine als königliches Geschenk erworben werden.
Dazu gibt es im König Albert Theater z.B. mit besonders leuchtenden Starterminen von Charly Hübner (06.03.), Wolfgang Lippert (19.03.), Wolfgang Stumph (10.04.), Ireen Sheer (16.04.) und Ray Wilson (23.04.) oder den Highlights für die neue Open-Air-Saison im NaturTheater u.a. mit Semino Rossi (21.05.), Alphaville (27.05.), der Münchener Freiheit (04.06.), Giovanni Zarella (15.07.) oder Weltstar Chris Norman (28.08./Foto) eine sehenswerte Auswahl an Veranstaltungshöhepunkten für 2022, die als Geschenke für große Freude unterm vogtländischen Weihnachtsbaum sorgen werden.
Alle Tickets und Gutscheine können telefonisch und direkt online gebucht werden. Tickets & Gutscheine: 037437/53 900 | www.chursaechsische.de

03 Dezember 2021

Ein arbeitsreicher Tag: Drei Feuerwehreinsätze binnen 24 Stunden

Westsachsen/Werdau.-
Am Donnerstagmorgen gegen 7:50 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Leubnitz und Werdau in das Saxas-Werk alarmiert. Die automatische Brandmeldeanlage (BMA) hatte Alarm geschlagen. Durch Schleifarbeiten war es zu dieser Auslösung gekommen. Nach einer Kontrolle des Bereiches und dem Rückstellen der Anlage war dieser Einsatz beendet.
Um 20:53 Uhr erfolgte dann die zweite Alarmierung an diesem Tag. Auf dem Melder war zu lesen – „S 289 (auch Westtrasse genannt) Ortslage Langenhessen PKW Brand“. Die alarmierten Kräfte aus den Ortsfeuerwehren Langenhessen, Königswalde und Leubnitz machten sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Dort eingetroffen, war die Situation schnell klar – ein Kleintransporter stand im Vollbrand. Durch einen massiven Löscheinsatz mit Wasser und Netzmittel konnte eine Ausbreitung verhindert werden, der Kleintransporter war leider nicht mehr zu retten.
Freitagmorgen kurz nach 6 Uhr dann der dritte Alarm. Einlauf BMA im Haus Abendfrieden in der Friedenssiedlung hieß diesmal der Auftrag. Nach Ankunft am Einsatzort mussten die Ortsfeuerwehren aus Werdau, Königswalde und Steinpleis feststellen, dass ein Handdruckmelder betätigt wurde. Einen Grund für dessen Auslösung gab es aber nicht. Derartige Einsätze sind für die Kameraden immer sehr ärgerlich, weil sie sind vermeidbar und teilweise mutwillig herbeigeführt.
Quelle und Foto: Feuerwehr Werdau

Ein ganz besonderes Erlebnis: Zarte Düfte durchströmen die Kreisstadt

Westsachsen/Werdau.-
Gestern waren es Tag genau 25 Jahre, in denen die Cleo Parfümerie GmbH in der August-Bebel-Straße ihren zarten Duft in der Kreisstadt Werdau versprüht. Wie wichtig Düfte und Gerüche für unser Leben sind, hat ein jeder schon mal am eigenen Leib erfahren. Denn wer kennt es nicht, man nimmt einen Duft wahr und prompt erinnert man sich an einen lang vergessenen Ort, eine zarte Begegnung oder ein ganz besonderes Erlebnis.
So hat auch die Geschäftsführerin und Mitbegründerin der Cleo Parfümerie GmbH Michaela Horn einen ganz bestimmten Duft in der Nase, wenn sie an die Eröffnung am 2. Dezember 1996 zurückdenkt. „Bei mir ist es der Duft von Willy Bogner, einer der Düfte, der uns von Anfang an begleitet hat und der mich jedes Mal an den Tag und die Zeit der Eröffnung zurückversetzt.“ 25 Jahre später hat sich nicht nur ihr Sortiment verfeinert, sondern es haben sich auch die personellen Gegebenheiten verändert und der Nachfrage angepasst. So beschäftigt sie mittlerweile zwei weitere Mitarbeiter. Zum einen Frau Aileen Gerstenberger als Kosmetikerin und Permanent Make-up Artist, Foto rechts, und Herrn Marcel Kornegger als Fachverkäufer und Make-up Spezialist, Foto links.
Zum Geburtstag besuchte auch Werdaus Stadtoberhaupt Oberbürgermeister Sören Kristensen, 2.v.l. das Fachgeschäft rund um Michaele Horn und wünschte nicht nur zum langjährigen Bestehen, sondern auch für die Zukunft alles erdenklich Gute. Er überreichte im Namen der Stadt das Werdauer „Lieben-in-Werdau-Herz“ und betonte, dass die Werdauer Innenstadt ohne Cleo´s Parfümerie GmbH nicht dieselbe wäre.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau