06 November 2023

Erinnerung an 1938: Reden, Blumen und geputzte Stolpersteine

Westsachsen/Zwickau.-
Erinnerung an die Pogromnacht 1938: In der Nacht vom 9. auf den 10. November brannten deutschlandweit Synagogen, Geschäfte wurden beschädigt, die jüdische Bevölkerung war Verfolgung und Gewalt ausgesetzt. In Zwickau wurden der Betsaal der Jüdischen Gemeinde in Brand gesteckt, der jüdische Friedhof geschändet und Geschäfte verwüstet. Zwickauer Juden wurden verhaftet und schließlich in das KZ Buchenwald verschleppt.
In Erinnerung an diese Ereignisse und im Gedenken an die Opfer finden am Donnerstag (9. November) Veranstaltungen auf dem jüdischen Friedhof und auf dem Georgenplatz statt. Um 15 Uhr beginnt das Gedenken auf dem jüdischen Friedhof mit einer Kranzniederlegung. Danach sprechen Andreas Meister von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Oberbürgermeisterin Constance Arndt und Pfarrer Anselm Meyer. Die Veranstaltung am Georgenplatz, die vom DGB veranstaltet wird, findet um 16 Uhr statt. Worte des Gedenkens sprechen Bernd Rudolph (DGB) und Pfarrer Anselm Meyer, es folgen Gedenkworte von Andreas Meister. Nach dem Niederlegen von Blumen erfolgt eine Einladung zum Putzen der „Stolpersteine“.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Umzugsvorbereitungen: Stadtarchiv schließt zum 1. Januar 2024

Westsachsen/Zwickau.-
Das Stadtarchiv wird 2024 an seinen neuen Standort in der Crimmitschauer Straße 1 / 1a in Zwickau umziehen. Um die Umzugsvorbereitungen zum Abschluss zu bringen, ist es erforderlich, ab 1. Januar 2024 die bisherige Einrichtung in der Lessingstraße 1 zu schließen. Schriftliche Anfragen können bis auf Weiteres per E-Mail an das stadtarchiv@zwickau.de gestellt werden. Bei der Bearbeitung kann es allerdings zu erheblichen Einschränkungen hinsichtlich des Bearbeitungszeitraums und der -intensität kommen.
Nicht betroffen von dieser Regelung sind Anfragen zu Erbschaftsangelegenheiten sowie im Bereich der Bauakten zu Kauf- und Baumaßnahmen, die eine Nutzung der vorhandenen Unterlagen notwendig machen. Auch hier sind die Anfragen wie bisher schriftlich per E-Mail an das stadtarchiv@zwickau.de zu richten. Für die Zeit des Archivguttransports ist die Bearbeitung von Anfragen nicht möglich. Dazu erfolgt zu gegebener Zeit eine gesonderte Information. Das Team des Stadtarchivs freut sich darauf, nach erfolgtem Umzug am neuen Standort unter verbesserten Bedingungen, sowohl für die Unterbringung der wertvollen Archivalien als auch für Nutzer und das Personal, arbeiten zu können.
Die Rohbau-, Putz-, Estrich- und Trockenbauarbeiten sowie die Abdichtung des Untergeschosses im Haus 1 sind im Wesentlichen abgeschlossen, ebenso der Austausch der vorgesehenen Fenster und Außentüren. Aktuell findet der Innenausbau statt. Dazu gehören sämtliche Haustechnikgewerke, der Einbau von Innentüren, Bodenbelag und Malerarbeiten. Begonnen werden muss noch der Anbau der Fluchttreppe sowie der Einbau der Rollregalanlagen und der Kühlzelle. Die Arbeiten liegen aktuell im Zeitplan. Die Übergabe an das Stadtarchiv ist voraussichtlich im Juli 2024 vorgesehen. Danach stehen der Umzug und voraussichtlich zum Jahresende die Eröffnung an. Wann genau, kann derzeit noch nicht benannt werden. Hierbei spielt insbesondere das Raumklima im neuen Objekt eine wichtige Rolle, welches sich nach Bauabschluss erst „einpegeln“ muss. Archivgut verlangt nach einer trockenen, kühlen und vor allem konstanten Raumtemperatur, um es dauerhaft erhalten zu können.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 November 2023

Rechtsbankrott: Wurde in Zwickau der Anwaltszwang abgeschafft?

Westsachsen/Zwickau.- In Zwickau wurde offensichtlich sang- und klanglos der Anwaltszwang aufgehoben. Hintergrund ist der Umstand, dass am Landgericht Zwickau eine Klage gegen den Freistaat Sachsen verhandelt wurde, die von einem Rechtsanwalt hätte formuliert und eingereicht werden müssen. Beides ist nicht erfolgt. Zwar hat sich der Chemnitzer Jurist und Vorsitzende der politischen Bewegung „Freie Sachsen“, Martin Kohlmann, zunächst als rechtliche Vertretung angezeigt, jedoch keinerlei Prozesshandlungen vorgenommen. Kohlmann antwortete noch nicht einmal auf dringende Fragen seiner Mandantin. Die Klage hat sie notgedrungen als Nichtjuristin selbst formuliert und eingereicht. Ebenso sämtliche Anträge und Antwortschreiben, die im laufenden Prozess mit Fristen gefordert waren. Schlussendlich hat die Richterin am Landgericht Zwickau, Eva-Maria Hoffmann, auf Grundlage dieser Einlassungen eine Entscheidung getroffen und einen Beschluss erlassen.
Dazu schreibt das Bundesjustizministerium am 26. Oktober auf eine Anfrage der Westsächsischen Zeitung: „Im Zivilprozess haben sich die Prozessparteien nach § 78 Absatz 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) vor dem Landgericht, dem Oberlandesgericht und dem Bundesgerichtshof von einem Rechtsanwalt vertreten zu lassen (Anwaltsprozess). Soweit eine Pflicht zur anwaltlichen Vertretung besteht, können Prozesshandlungen und -erklärungen gegenüber dem Gericht nur wirksam von einem Rechtsanwalt vorgenommen werden“.
Damit verstößt das Zwickauer Landgericht erneut, diesmal im Schulterschluss mit einem Rechtsanwalt, wissentlich gegen geltendes Recht zum Nachteil einer Partei. Dazu gibt es bereits mehrere Äußerungen von Juristen: „In Zwickau herrscht Rechtsbankrott“.
Der renommierte Rechtswissenschaftler Professor Gerhard Köbler formuliert es laut Wikipedia so: „Rechtsbankrott ist das Unvermögen einer Rechtsordnung, den Rechtsunterworfenen Recht zu verschaffen. Eine Einrichtung, insbesondere eine Rechtseinrichtung offenbart beispielsweise Rechtsbankrott, wenn sie Lügner an die Spitze gelangen lässt, Schmierer zu Schriftführern macht, Betrüger zu Kassierern, Fälscher zu Protokollanten, Hochstapler zu Beisitzern und Erpresser zur Rechtsaufsicht. Eine Besserung verspricht unter solchen Umständen allein die vollständige Rückkehr zu allgemein anerkannten Werten, wie Wahrheit und Freiheit, und den Rechtsgrundsätzen pacta sunt servanda, Willkürverbot und Wettbewerb“.
In der zugrunde liegenden Klage ging es um die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes auf einem Beschluss des Amtsgerichts Zwickau mit einem kleinen Stück Papier (WSZ berichtete). Der Plauener Rechtsanwalt Reinhard Schübel, auch „der falsche Doktor aus Plauen“ genannt, hatte seinerzeit die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels versäumt. Das Gericht half ihm mit der Überklebung, seinen Fehler zu verschleiern. Seitdem ist die Betroffene „Spielball der Justiz“, wie es der Leipziger Rechtsanwalt Carsten Dittrich treffend in einem Schreiben an das Landgericht Zwickau formulierte. An diesem korrupten Spiel zwischen Bestechung und Erpressung, zum Teil befeuert durch weiterhin aktive Stasi-Seilschaften, beteiligen sich bis heute fast alle involvierten Politiker und Juristen des Landes.


02 November 2023

Kampf gegen Kinderpornografie: Durchsuchungsmaßnahmen in Dresden

Westsachsen/Dresden.- Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben heute im Rahmen einer »Gemeinsamen Einsatzmaßnahme Kinderpornographie« erneut umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen realisiert. In den vergangenen beiden Jahren hatte es bereits mehrere derartige Einsätze gegeben.
Heute wurden insgesamt zwölf Wohnungen in Dresden durchsucht. Dies geschah im Zusammenhang mit Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen zwölf Beschuldigte. Bei den Maßnahmen wurden umfangreiche Beweismittel, insbesondere 22 Handys, 26 Computer und 194 andere digitale Speichermedien sichergestellt. Außerdem stellten die Beamten unter anderem Betäubungsmittel sicher.
An dem Einsatz waren 26 Kriminalisten der Polizeidirektion Dresden sowie 44 Beamte der Sächsischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Mit der heute erfolgten konzertierten Aktion soll der signifikanten Zunahme von Ermittlungsverfahren aus dem Bereich der Kinder- und Jugendpornographie effektiv begegnet werden.
Die Ermittlungen in den einzelnen Verfahren dauern an und werden insbesondere aufgrund der nunmehr erforderlichen aufwändigen Auswertung der sichergestellten Speichertechnik noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: dpa (Symbolbild)

30 Oktober 2023

Zensurversuch: Stasi-Seilschaften wollen Veröffentlichung verbieten

Westsachsen/Zwickau/ Königsbrück.-
 „Die Stasi-Seilschaften sitzen überall“: Sven Trautmann (Foto), Familienvater aus Königsbrück, sucht seine Tochter. Dabei stößt er praktisch täglich auf neue Erkenntnisse, die auf eine Beteiligung der weiterhin aktiven Stasi-Seilschaften in der Verwaltung hindeuten, besonders in Sachsen (WSZ berichtete). Mit betroffen sind die Justiz im Allgemeinen, Polizei, Verfahrensbeistände, Jugendämter, Elternberatungen, Landesjustizkasse und natürlich Politiker. Alles was der Stasi-Machtapparat zur Verfügung hat. 34 Jahre nach der Wende 1989/90. 
„Die DDR ist noch lange nicht untergegangen“, sagt Trautmanns Rechtsanwältin, die ihn im Sorgerechtsstreit vertrat. Auch die Polizei weiß Bescheid, schaut aber weg. NICHTS HÖREN, NICHT SEHEN, NICHTS SAGEN, dafür VERTUSCHEN. Die Stasi war nie weg. Ihre Handlanger sind wieder in Positionen untergekommen, in denen sie Macht ausüben können.
Die zweite Generation derer sitzt jetzt dort, wo die erste Garde schon ihr Unwesen trieb. Wieder drangsalieren sie unschuldige Menschen und lauern ihnen vor deren Häusern, Wohnungen und auf der Straße auf. Sie wollen verhindern, dass die Öffentlichkeit davon erfährt, verbieten den Kontakt zu kritischen Medien wie der WSZ. Doch die Opfer beginnen sich zu wehren.
Erst vor kurzem stand der von der Stasi verfolgte Königsbrücker mit seiner Mutter aus Dresden bei der Staatsanwaltschaft in Bautzen vor der Tür und hat einen großen Karton mit Unterlagen dort abgeliefert (WSZ berichtete). Darunter mehrere Zahlungsaufforderungen der Landesjustizkasse Chemnitz. „Alles Zersetzungsversuche der Stasi-Seilschaften im Sachsensumpf“, sagt er. „Die wollen mich mürbe machen, damit ich aufgebe. Aber das können sie vergessen!“
Ähnlich geht es im westsächsischen Zwickau zu. Hier versucht eine am Amtsgericht und in der Staatsanwaltschaft tätige kriminelle Vereinigung mit zum Teil erwiesener Stasi-Vergangenheit eine Frau aus Werdau in den Wahnsinn zu treiben. Mit haarsträubenden Methoden und billigen Ausreden verhindert man seit Jahren im Schulterschluss die Aufklärung der Anwendung eines falschen Familienrechts mit der anschließenden Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes. Trotz eindeutiger Rechtslage und vorliegender Bestätigung durch das Bundesjustizministerium deckt die sächsische Justizministerin Katja Meier (Foto) wissentlich diese Rechtsbrüche. Eine Petition, die sich mit diesem Thema befasst, wurde in der vergangenen Woche vom Petitionsausschuss im sächsischen Landtag behandelt. Mehrere Parteien hatten im Vorfeld davon Kenntnis, wollten sich für eine Lösung einsetzen. Doch „der Sumpf ist zu groß“, wie sich einst die Redakteurin der Werdauer Freien Presse, Annegret Riedel, ausdrückte. So bleibt dem geneigten Wähler mal wieder nur die Hoffnung auf einen Machtwechsel bei der nächsten Landtagswahl.

26 Oktober 2023

Hochwasserschutz: Bürger sollen auch an Eigenvorsorge denken

Westsachsen/Zwickau.-
Gut 30 Teilnehmer kamen zu der Einwohnerversammlung, die am gestrigen Abend im Rathaus stattfand. Eingeladen hatte Oberbürgermeisterin Constance Arndt. Thema waren Hochwasserrisiko und -gefahren entlang der Zwickauer Mulde. Anlass und Grundlage bildeten neue Analysen und Berechnungen der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV), die für den Hochwasserschutz an der Mulde zuständig ist.
Nach der Einführung durch Constance Arndt erläuterte Norbert Prange, Referent der LTV, insbesondere die neuen Einschätzungen und die sich daraus ergebenden Risiken. So werden die Hochwasserereignisse von 2002 und 2013, die oftmals als Jahrhunderthochwasser bezeichnet wurden, nun „nur“ als HQ 50 eingestuft. HQ 50 meint Hochwasser, wie sie - statistisch betrachtet - alle 50 Jahre auftreten. Die Werte für ein HQ 100, also ein im Durchschnitt einmal in 100 Jahren auftretendes Ereignis, müssen aufgrund der aktuellen Einschätzungen höher angegeben werden, was Wasserdurchfluss und Pegelhöhe der Zwickauer Mulde betrifft. Anhand verschiedener Kartenbeispiele erläuterte Prange die errechneten Modelle sowie die Risiken und Gefahren.
Im Rahmen seines Referates wies er außerdem auf die Hochwasserschutzmaßnahmen im Stadtgebiet hin, in welche die LTV seit 2006 insgesamt gut 24 Millionen Euro investierte. Zu den Projekten zählten seit 2006 beispielsweise die Deichertüchtigung im Bereich des Parks „Neue Welt“, das Hochufer im Bereich des innerstädtischen B 93-Tunnels, die Rückstauverhinderung am Moritzbach in Pölbitz oder – erst jüngst fertig gestellt – die Hochwasserschutzwand in Bockwa. Voraussichtlich 2025/2026 soll die Deicherhöhung zwischen Pölbitzer Brücke und „Wismut“ realisiert werden. In diesem Bereich liegt auch die „Pappelkurve“.
Martin Vorreyer vom städtischen Feuerwehramt ging danach auf die Bereiche ein, die insbesondere bei einem HQ 100 entsprechend der jetzt vorliegenden Einstufungen gefährdet sind. Noch keine definitiven Aussagen lassen sich für Bockwa treffen. Aufgrund der neuen Hochwasserschutzmauer müssen erst Berechnungen angestellt werden. Anhand von Karten ging er auf die kritischen Stellen in den Bereichen Cainsdorf/Cainsdorfer Bahnhof, Mündung Planitzbach und Innenstadt ein. Ebenfalls wies er auf die möglichen Gefährdungen durch ein Jahrhunderthochwasser im Abschnitt Talstraße bis 04-Bad, Pölbitz und Crossen hin. Für Mosel (VW-Werk) und Schlunzig ergeben die Analysen des Freistaates auch bei einem HQ 100 keine gravierenden Gefährdungen für Wohn- oder Wirtschaftsstandorte.
Ergänzend skizzierte der Leiter des Feuerwehramtes, Nils Eichhorn, Strategien und Maßnahmen der Stadt Zwickau im Ereignisfall. Für die Pappelkurve, die Mündung des Moritzbaches sowie den Bereich Angerstraße stehen mobile Schutzsysteme zur Verfügung, die in Auswertung des Hochwassers 2013 angeschafft wurden. Zudem besitzt die Stadt rund 250.000 Sandsäcke. Eichhorn erläuterte, dass die städtische Wasserwehr erforderlichenfalls bereits vor den ersten Hochwasseralarmstufen mit den ersten Arbeiten beginnen würde. Gemeinsam appellierten die Referenten sowie Constance Arndt, dass alle Bürgerinnen und Bürger auch an die Eigenvorsorge denken sollten. Hochwasser und der Schutz davor gehe alle an.
In der folgenden Diskussion stellten vor allem Bürgerinnen und Bürger aus Pölbitz ihre Fragen. Ein Teil davon konnte sofort beantwortet werden. Andere Anliegen werden im Nachgang noch schriftlich beantwortet.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 Oktober 2023

Conni lädt alle Kinder zur Zirkusaufführung ins Neuberinhaus ein

Westsachsen/Reichenbach.-
Am kommenden Dienstag, 31. Oktober, findet um 16 Uhr das Cocomico – Musical „Conni – das Zirkusmusical“ im Neuberinhaus statt. Mit dem Kinderstar Conni wird ein buntes Familienprogramm ab drei Jahren im Kulturtempel gezeigt.
Conni hat am Wochenende etwas ganz Besonderes vor: Zusammen mit ihrer Freundin Julia steht eine große Zirkus-Aufführung in der KiTa bevor, vorher soll dort auch noch übernachtet werden. Bis zur Aufführung geht allerdings so einiges schief, und sogar Connis Eltern müssen bei der Zirkus-Aufführung einspringen. Und welche Rolle spielt Connis Kater Mau, um das großartige Event zu retten? Für Conni, ihre Familie, ihre Freunde und all ihre kleinen und großen Zuschauer wird es in diesem Zirkus-Musical-Abenteuer nie langweilig. Es ist immer etwas los, und Conni hat viel Spaß, auch wenn es einige Probleme zu lösen gilt. Denn sie hat ja Rückhalt durch all ihre vielen Zuschauer, von ihrer Freundin Julia, von Mama und Papa Klawitter, und sogar von ihrem geliebten Kater Mau!
Frei nach dem Motto „Was Conni kann – das könnt ihr auch!“ werden die Musicalbesucher zum Teil der Inszenierung und können zusammen mit Conni und ihren Freunden erleben, das Zirkus- Musical-Abenteuer zu meistern und über sich hinaus zu wachsen. Heraus kommt ein Musicalspaß für Jung und Alt, zum Mitlachen und Miterleben, mit vielen tollen Songs und ganz viel Charme!
Conni zählt zu den beliebtesten Kinderbuchfiguren und begeistert seit über drei Jahrzehnten Kinder ab drei Jahren. Für ihre jungen Leser ist Conni eine Art „beste Freundin“, die genau wie sie die verschiedensten Situationen des Alltags meistert. Weit über hundert verschiedene Conni- Bücher sind in den vergangenen vielen Jahren erschienen. Conni ist zudem ein Dauerbrenner auf Kassette, CD und DVD, im Fernsehen und auch im Kino.
Die Cocomico-Conni-Musicals begeisterten weit über 500.000 kleine und große Besucher! Die Presse jubelt: „Großes Theater für kleine Leute!“ - „Riesenapplaus von begeisterten Kids!“ Tickets für „Conni“ sind in der Kultur-Information auf dem Markt dienstags bis donnerstags sowie freitags im Neuberinhaus erhältlich. Weiterhin gibt es Tickets unter neuberinhaus.de in allen Freie Presse Shops und Partnershops sowie bei eventim.
Quelle und Foto: Neuberinhaus Reichenbach

Kulturerlebnis: 1.200 Besucher bei Museumsnacht in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Es lag Musik in der Luft – zur diesjährigen Zwickauer Museumsnacht. Ob Jazz in den Hallen des August Horch Museums, rockige Blasmusik in den Kunstsammlungen oder aber romantische Klänge im Robert-Schumann-Haus, gemütliche Abendmusik in der Galerie und musikalische Lügengeschichten in der Ratsschulbibliothek: die Zwickauer Kultureinrichtungen boten den rund 1.200 Besuchern etwas auf die Ohren. Doch das war längst nicht alles. Bei trockenem, freundlichen Herbstwetter waren auch die Stadtführungen beliebt beim Publikum. Gleich zu Beginn gab es eine Schumann-Führung aus Sicht der jüngsten Schumann-Tochter Eugenie, die entlang der Jugendstationen Robert Schumanns durch die Stadt führte. Die Führung entlang der Brunnen und Wasserspiele der Stadt „Sprudelnde Erfindungen“ musste krankheitsbedingt leider ersetzt werden. Stattdessen gab es Sagenhaftes aus Zwickaus Stadtgeschichte zu entdecken. Auch der traditionelle Rundgang mit dem Zwickauer Nachtwächter bei Mondschein und Sternenglanz zog viele Menschen in seinen Bann.
Einen musikalischen Programmpunkt der etwas anderen Art bot Dr. Synofzik im Robert-Schumann-Haus. Mit Gitarre gab der Leiter des Hauses Moritaten des Zwickauer Ehrenbürgers Robert Blum zum Besten, der 1848 während der bürgerlichen Revolution in Wien hingerichtet wurde. Geboten wurden außerdem ein musikalisch-literarisches Programm mit Musik und Schriften des 18. Jahrhunderts.
Fast sportlich ging es im Theater zu. Nicht nur, dass die Besucher einiges an Schritten und Treppenstufen während der Führungen durchs Gewandhaus zu absolvieren hatten, das Schauspiel-Ensemble hatte zum Theatersport geladen. Improvisationstheater vom Feinsten, bei dem die Zuschauer am Ende Punkt- und Schiedsrichter wurden. Gemütlicher ging es da in den Räumen der Stadtbibliothek zu, die zum Spieleabend geladen hatte. Wer also des Laufens müde war, konnte hier mit anderen Spielbegeisterten sich durch das Brettspielangebot kämpfen.
Einen ganzen Abend passend zur aktuellen Sonderausstellung „Gebrauchszinn“ gestalteten die Priesterhäuser. Neben Miniaturen live in Zinn gegossen konnte man Hans Christian Andersens Märchen vom „Standhaften Zinnsoldaten“ als Film auf Super8 erleben. Auch ein Betthupferl aus der alten Rußküche gab es zu verkosten. In der gegenüberliegenden Galerie am Domhof wurden verschiedene historische Drucktechniken durch den Kunstverein Zwickau e.V. gezeigt und vorgestellt.
Das freundliche Wetter machte es möglich, vom Turm der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum einen Blick auf Zwickau von oben zu werfen. In der Sonderausstellung „In den Booten. Doris Ziegler – Malerei“ führte die Künstlerin selbst die Besucher durch die Werkschau, für die sie erst kürzlich den Max-Pechstein-Ehrenpreis der Stadt Zwickau erhalten hatte.
Kurioses, Gruseliges und so einige schlüpfrige Anekdoten gab das Stadtarchiv in der Jakobskapelle des Rathauses zum Besten. Das Interesse an den Akten vergangener Tage war so groß, dass alle Plätze restlos belegt waren und zusätzliche Sitzmöglichkeiten kurzfristig geschaffen werden mussten.
Der Fotopoint am Eingang des August Horch Museums bot für viele Besucher die Möglichkeit, einmal selbst in einem Horch 951 A Platz zu nehmen. In der Ausstellung führten die Kuratoren zu ihren Lieblingsexponaten und gaben Einblicke in Historie und Technik der Fahrzeuge.
So war die Museumsnacht 2023 eine gelungene Veranstaltung, die Besuchern so manchen Blick auch hinter die Kulissen der Einrichtungen gewährte. Ein besonderer Dank geht auch in diesem Jahr an die Zwickauer Energieversorgung GmbH sowie an die KMS Krauß Partnerschaft mbB ohne deren finanzielle Unterstützung die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Der Dank gilt auch den Freunden des Nahverkehrs Zwickau e.V. für ihr Engagement sowie für die Bereitstellung des historischen Shuttleverkehrs mit Bussen und Straßenbahn. Er ist eine gute Ergänzung zum Linienverkehr der Städtischen Verkehrsbetriebe.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

19 Oktober 2023

Jubiläum: Ein Jahrzehnt voller Leidenschaft und Liebe zur Musik

Westsachsen/Werdau.-
Unglaublich, aber wahr: Vor mittlerweile zehn Jahren gründete sich in der Pleißestadt das Collegium Musicum Werdau als eingetragener Verein. Heute ist das weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Hobby-Orchester aus dem kulturellen Kalender von Stadt und Region kaum mehr wegzudenken. Unter der musikalisch-künstlerischen Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Georg Christoph Sandmann spielen mehrmals im Jahr rund 35 passionierte Musiker auf und begeistern ihre Zuhörer. Im November begehen sie mit zwei Konzerten ihr Jubiläum.
Auf dem Programm stehen der Einleitungssatz der Haffnersinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart, die Rokoko-Variationen von Peter I. Tschaikowsky und das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms. Unterstützung erhalten sie dabei von zwei wundervollen Solisten: Die Cellistin Bitna Song begleitet das Collegium bereits seit fast 2 Jahren und beeindruckt durch ihr gleichermaßen virtuoses wie emotionales Spiel. „Das Klavierkonzert werden wir gemeinsam mit Deawon Kim musizieren: Er begann bereits mit 13 Jahren seine Klavier-Ausbildung und schloss sein Studium in Seoul und Dresden erfolgreich ab“, freut sich Heike Angermann auf die Konzerte, für die sie wie immer die organisatorische Verantwortung trägt. Deawon Kim gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, absolvierte Meisterkurse und spielte Konzerte in Korea, Österreich und Deutschland. Derzeit studiert er an der Hochschule für Musik Dresden bei Prof. Hinrich Alpers in der Meisterklasse.
Zum Jubiläum finden Aufführungen statt: Am 4. November 2023 ist das Collegium Musicum zu Gast im Freizeitzentrum Erlenwald in Reinsdorf. Am 5. November 2023 kann man sie in der Stadthalle „Pleissental“ in Werdau erleben. Die Konzerte beginnen jeweils um 17 Uhr, der Eintritt ist frei, um Spenden wird herzlich gebeten. Die musikalische Gesamtleitung sowie die Moderation liegen in den bewährten Händen von Prof. Georg Christoph Sandmann.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

18 Oktober 2023

Schübel unter Beschuss: Erinnerungslücken und ein Schimpfwort

Westsachsen/Plauen/Zwickau.-
Er hat's schon wieder getan: Reinhard Schübel (Foto unten/ScreenShot HP), der falsche Doktor aus Plauen (WSZ berichtete), missbraucht die Gerichtsbarkeit für seine Zwecke. Aktuell versucht er, verbieten zu lassen, dass man ihn einen Betrüger und Titelmissbräuchler nennt. Jetzt fand am Amtsgericht Zwickau deswegen ein Prozess gegen den Saalfelder Psychiater Wilfried Meißner (Foto mit Ministerpräsident Michael Kretschmer) statt, der Schübel während einer Verhandlung im Februar 2022 damit konfrontierte. Die damals vorsitzende Richterin, Susanne Heyder, war heute als Zeugin geladen.
Während der Befragung durch den vorsitzenden Richter, Franz Langner, offenbarte sie jedoch erhebliche Erinnerungslücken, so dass die Aussage der Richterin Heyder nicht für eine Verurteilung, wie von Schübel gewünscht, ausreichte. Stattdessen wiederholte die Zeugin Claudia Friedrich während ihrer Befragung die Vorwürfe gegen den Kläger: „Dieser Mann ist ein Betrüger! Das kann ich beweisen.“ Sie brachte vor, dass Schübel im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz regelmäßig gegen geltendes Recht verstoße. So unter anderem gegen §64 FamFG, wonach das Rechtsmittel gegen einen Beschluss zwingend am Ausgangsgericht einzulegen ist. Dieser Fakt sei unter Juristen unstrittig. Nur Rechtsanwalt Reinhard Schübel sehe das anders. „Das nenne ich Fortbildungsresistenz“, so die Zeugin.
Bisher ist er mit dieser Masche immer durchgekommen, hat sich damit sogar noch bereichert. Auf die Frage der Zeugin an den Richter, ob er sich von der kriminellen Vereinigung um die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast und die beiden Oberstaatsanwälte Jörg Rzehak und Uwe Wiegner distanziert, sagte dieser: „Das bin ich schon einmal gefragt worden. Dazu möchte ich mich nicht äußern.“
Als der falsche Doktor den Saal verließ, zischte es aus dem Publikum: „Was für ein arrogantes A....loch!“ Schübel nahm dies hin, ohne zu widersprechen. Anschließend gab es noch eine heftige Diskussion, bei der es um die Machenschaften innerhalb der Justiz ging. Petra Eckert aus Plauen, die durch Urkundenfälschungen schwer geschädigt ist (WSZ berichtete), fragte den Richter, ob es denn keine Berufsehre mehr unter den Juristen gäbe. Die durch Schübels Machenschaften Geschädigte Claudia Friedrich merkte an, dass der Bundesjustizminister ihr empfohlen hat, sich bestmögliche Vertretung zu suchen, da die Verletzung der Rechtsformvorschrift laut § 64 FamFG unbedingt korrigiert werden muss.
Der Verkündigungstermin ist für November anberaumt. Bis dahin will sich Richter Langner noch einmal intensiv mit der Überklebungsakte 8 F 1059/07 befassen.


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