05 Mai 2021

Sturmtief „Eugen“ fordert 20 Feuerwehreinsätze allein in Zwickau

Westsachsen/Zwickau/Plauen/Meerane.-
Am gestrigen Dienstag war die Feuerwehr Zwickau in vielerlei Hinsicht besonders gefordert. Innerhalb von 24 Stunden disponierte die Leitstelle insgesamt 92 unwetterbedingte Einsätze. Dabei entfielen 49 Einsätze auf den Vogtlandkreis und 43 Einsätze auf den Landkreis Zwickau. Zusätzlich waren die Feuerwehren im Leitstellengebiet zu einem Schuppenbrand in Plauen und einem kleineren Waldbrand in Meerane im Einsatz.
Die Feuerwehr Zwickau wurde gestern zu insgesamt 20 Einsätzen gerufen. Das Sturmtief „Eugen“ allein verursachte im Stadtgebiet Zwickau insgesamt 13 Einsätze. Zusätzlich waren eine Rettung aus einem Aufzug, Wachbesetzungen, Türnotöffnungen und ein Kellerbrand abzuarbeiten.
Den Kellerbrand im Wohnhochhaus in der Nicolaistraße löschte die Berufsfeuerwehr Zwickau gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Zwickau-Auerbach und Zwickau-Mitte parallel zu den Sturmeinsätzen. Zunächst als Brandmeldeanlage bei der Leitstelle eingelaufen, stellte sich vor Ort heraus, dass ein ganzes Kellerabteil brannte. Alle Bewohner konnten das Gebäude unbeschadet verlassen. Nachdem der Brand gelöscht war, stellte sich die Entrauchung des Kellers problematisch dar, da es zunächst an Abluftöffnungen fehlte. Dieser Einsatz dauerte mehr als zwei Stunden. Um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen, besetzten die Freiwilligen Feuerwehren Zwickau-Crossen und Zwickau-Oberhohndorf die Wache in der Crimmitschauer Straße.
Bei den unwetterbedingten Ereignissen kamen neben der Berufsfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Oberhohndorf, Pöhlau, Hartmannsdorf und Mitte zum Einsatz.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Oberster Rechnungsprüfer: „Eine noch nie da gewesene bittere Situation“

Berlin/Westsachsen/Zwickau.-
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat den Zwickauer Bundestagsabgeordneten Carsten Körber (CDU/Foto) in seiner Sitzung vom 24. März 2021 einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt. Der 41-jährige übernimmt damit den Vorsitz von seinem Kollegen Axel E. Fischer.
Als Auftakt findet Körber eine, wie er sagt, „noch nie da gewesene bittere Situation“ vor. Damit meint er die historisch hohe Neuverschuldung des Bundes auf 240,2 Milliarden Euro in diesem Jahr. Schuld seien unter anderem die wegen der Corona-Pandemie zu leistenden Unternehmenshilfen und die gestiegenen Gesundheitskosten. Nichts sei alternativlos, es sei aber ein notwendiger Weg. Die Pläne des Regierungspartners SPD, mit Steuern für Hochvermögende gegenzufinanzieren, sieht er skeptisch: „Ein normaler, eben eher kleiner Mittelständler, der schon viel belastet wird und viel gibt, ist mit seinem Anlage- und Produktionsvermögen schnell 'hochvermögend'.“ Das Konzept der SPD sei nicht schlüssig.
Der Rechnungsprüfungsausschuss, dem Carsten Körber jetzt vorsteht, ist ein Unterausschuss des Haushaltsausschusses. Während der Haus-haltsausschuss für den Bundesetat und die Bewilligung der Haushaltsmittel für die Bundesregierung zuständig ist, prüft der Rechnungsprüfungsausschuss die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes und bereitet die Entlastung der Bundesregierung durch den Bundestag vor.

Angst vor Gesundheitsschäden: Aufruf zur Bärenklau-Bekämpfung

Westsachsen/Zwickau.-
Ab sofort wird dem gefährlichen Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wieder der Kampf angesagt. Die Mitarbeiter von Garten- und Friedhofsamt und Tiefbauamt rufen alle Grundstückseigentümer und -nutzer zur Bekämpfung dieser Pflanze auf. Bei den Bekämpfungsmaßnahmen ist zu beachten, dass unbedingt Schutzkleidung (Handschuhe, Schutzbrille, langärmelige Kleidung) zu tragen ist und wenn möglich bei bedecktem Himmel gearbeitet wird, um Hautschäden durch den Pflanzensaft vorzubeugen. Pflanzensaftspritzer auf der Haut müssen sofort mit reichlich Wasser abgewaschen werden.
Beim Vorkommen einzelner oder weniger Pflanzen können deren Blütenstände, in einem Plastiksack verpackt mit dem Restmüll entsorgt werden. Die übrigen Pflanzenteile sind kompostierbar. Das Ausstechen der Wurzel ist wegen deren Pfahlform mühsam. Um die Pflanze dauerhaft abzutöten, sollte dabei der Pflanzenspross etwa 10 bis 15 cm unter der Erdoberfläche durchtrennt werden. Bei größeren Mengen anfallender Blüten des Riesen-Bärenklau besteht die Möglichkeit der Anlieferung zur fachgerechten Entsorgung auf dem Betriebshof des Garten- und Friedhofsamtes in der Pöhlauer Straße 53b. Dazu bittet das Amt um eine telefonische Anmeldung unter 0375 212629. Darüber hinaus ist dafür Sorge zu tragen, dass im Umfeld der Bestände keine Kinder spielen bzw. Umgang mit Teilen der Pflanzen haben, um Gesundheitsschäden zu vermeiden. Im Übrigen kann nur davor gewarnt werden, diese Pflanzen bewusst als Gartenzierpflanzen einzusetzen bzw. zu erwerben. Sollten größere Bestände festgestellt werden, bittet die Stadtverwaltung um telefonische Meldung an die Nummer 0375 836631.
Um die weitere Ausbreitung dieser Pflanze zu vermindern, wird auch in diesem Jahr wieder die flächenhafte Bekämpfung der im Stadtgebiet vorkommenden Bestände erfolgen. Dabei werden die Blüten der Pflanzen entfernt, um die Reproduktion der Bestände zu verhindern. Die Blüten werden gesammelt und in einer Kompostieranlage thermisch behandelt, um die Keimfähigkeit der Samen dauerhaft zu zerstören. An Standorten mit Massenbeständen erfolgt bei Vorliegen bestimmter Randbedingungen auch der Einsatz eines chemischen Bekämpfungsmittels. Das eingesetzte Mittel mit dem Produktnamen „Ranger“ gehört nicht zur Wirkstoffgruppe der Glyphosate und ist vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklau zugelassen. Eine entsprechende Genehmigung für die Stadt Zwickau wurde zu diesem Zweck erteilt.
Wissenswertes zur Pflanze
Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch als Herkulesstaude bekannt, gehört zur Familie der Doldengewächse und stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Die Staude wurde vor etwa 100 Jahren in Deutschland als dekorative Gartenzierpflanze eingeführt. Die 2 bis 4 Meter hohe Pflanze mit ihren riesigen Doldenblüten und den bis zu 1 Meter großen fiederteiligen Blättern breitet sich in unserer heimischen Natur immer stärker aus. Dadurch sind nicht nur die einheimischen Pflanzenarten von Verdrängung bedroht, sondern die Pflanze stellt vor allem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Alle Pflanzenbestandteile, besonders aber der Pflanzensaft enthalten phototoxisch wirkende Furocumarine. Diese Inhaltsstoffe werden bei Berührung der Pflanze durch die Haut aufgenommen und verursachen insbesondere bei Sonnenbestrahlung schwere Hautentzündungen. Nach 20 bis 48 Stunden bilden sich auf den betroffenen Hautpartien abgegrenzte Rötungen und es kommt zu Blasen- und unter Umständen zu Ödembildung, vergleichbar mit Verbrennungen zweiten bis dritten Grades. Diese Hautschädigungen heilen nur langsam ab und können Narben hinterlassen.
Die Herkulesstaude besiedelt bevorzugt Uferbereiche von Gewässern, aber auch Straßenränder, Brachflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen. Gerade die Nähe zu Fließgewässern fördert die Fernverbreitung der Pflanze, da die schwimmfähigen Samen über weite Strecken transportiert werden können. Eine Pflanze kann über 40.000 Samen bilden. Besonders das massenhafte Auftreten an Uferbereichen ist problematisch, weil die ursprüngliche Vegetation verdrängt wird und so die Gefahr der Ufererosion steigt, da die Pfahlwurzeln von Heracleum mantegazzianum keine Boden- festigende Wirkung haben. Die bereits im Boden liegenden Samen bleiben bis zu 8 Jahre lang keimfähig.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Im Interview: Heiko Richter vom Verein Zukunft Zwickau e.V.

WSZ:
In den letzten Monaten war es etwas ruhig geworden um Zukunft Zwickau. Woran lag es?
Richter: Wir haben bei Zukunft Zwickau eine personelle Umstrukturierung vornehmen müssen. Unser Spielfeld ist die politische Auseinandersetzung. Dabei nutzen wir Worte, Ideen, Kompetenz und nehmen Meinungen und Stimmungen der Menschen auf. Wir sind jedoch gegen jegliche Gewalt und Aggressionen. Wer das nicht versteht und akzeptiert, hat bei Zukunft Zwickau nichts verloren, auch wenn es Mandatsträger sind.
WSZ: Wie geht es jetzt mit Zukunft Zwickau weiter?
Richter: Wir haben zu Anfang einen sehr guten Weg eingeschlagen. Ziel war es immer, die Schwächen von Parteien bei uns nicht wirken zu lassen. Zukunft Zwickau ist daher anders angelegt. Parteien sind sich selbst regulierende und selbstdisziplinierende Systeme. Dies bedeutet, dass es da eine systematische Negativselektion gibt. Man kann das unabhängig der politischen Ausrichtung in allen Parteien beobachten. Nicht die Kompetenten werden nach oben gespült, sondern diejenigen, die in der Lage sind, sich Mehrheiten zu verschaffen. Das gelingt am besten den Leuten, die unauffällige Ja-Sager sind und bedingungslos die Parteiagenda umsetzen, ohne diese zu hinterfragen. Leute die Intelligenz und Kompetenz besitzen, ecken bei der Masse in der eigenen Partei an. Gute Beispiele dafür sind Wagenknecht, Sarrazin, Maaßen oder auch Palmer. Wir bei Zukunft Zwickau haben deshalb einen anderen Ansatz gewählt. Wir beurteilen die Leute nach Ihrer Kompetenz, die sie aufgrund ihres Berufes oder ihren Erfahrungen mitbringen. Ein Lehrer kennt sich nun mal am besten im Bildungswesen aus und eine Krankenschwester oder ein Arzt im Gesundheitswesen. Es gilt daher, Zukunft Zwickau personell zu erweitern.
WSZ: Was werden die nächsten Schritte sein?
Richter: Wir werden verstärkt versuchen, Leute für Zukunft Zwickau zu begeistern. Diese sollten die Idee der Herangehensweise mit tragen und uns bei der Umsetzung helfen. Jeder hat irgendetwas in sich, worin er überdurchschnittlich gut und kompetent ist. Genau diese Fähigkeiten, wollen wir für unsere politische Arbeit nutzen und jeder kann sich auf seinem Gebiet einbringen. Dabei wollen wir nach und nach alle politischen Themenfelder besetzen. Sollten sich mehrere Personen zu einem Themenfeld finden, bilden wir dann Kompetenzteams. Mit dieser Herangehensweise können wir derzeit außerparlamentarisch und in Zukunft vielleicht auch wieder parlamentarisch fundierte Aussagen zu den Diskurs beherrschenden Themen machen und natürlich eigene Ideen und Akzente einbringen.
WSZ: MdB Wolfgang Wetzel von den GRÜNEN bezeichnet die Mitglieder von Zukunft Zwickau oft als NAZIs, Rassisten, Ausländerfeinde und Rechtsradikale. Was sagen Sie dazu?
Richter: Darüber können wir eigentlich nur müde lächeln. Nehmen wir mal die einzelnen Begriffe und schauen uns die genau an. NAZIs = National SOZIALISTEN. Ich glaube, keiner von uns möchte den Sozialismus, egal ob rot, braun, gelb oder grün. Wenn man sich jedoch die Mittel und Methoden anschaut, deren sich Herr Wetzel und seine Genossen bedienen, scheint es, als ob diese Leute vergangenen politischen Systemen bedeutend näher sind, als Zukunft Zwickau. Wenn wir ausländerfeindlich und rassistisch wären, müsste man sich ja auch auf mich stürzen. Meine Frau hat polnische Wurzeln, mein Onkel ist Grieche und meine große Tochter lebt mit einem Kroaten zusammen. Ich selbst war in meiner früheren journalistischen Tätigkeit in vielen Ländern unterwegs und habe mich vor Ort mit allen immer sehr gut verstanden. Es geht uns nicht darum, Ausländer per se zu bekämpfen. Wir kritisieren jedoch mit Nachdruck, die Einwanderungspolitik Deutschlands in Verbindung mit der Aushöhlung des Sozialstaates und der steigenden Kriminalität in diesem Sektor. Bleibt der Begriff „Rechtsradikale“. Ich persönlich habe mit dem Begriff „rechts“ keine Berührungsängste. Rechts steht zum Beispiel für Recht und Ordnung. Es ist ein politisches Label wie Links oder Mitte zur Einordnung in der politischen Landschaft. Das rechts derzeit von Politikern und Medien stigmatisiert wird, finde ich eher traurig. In einer Demokratie gibt es nun einmal unterschiedliche Meinungen. Das ist das Wesen einer Demokratie. Schließt man von vorn herein Meinungen aus, dann ist es keine Demokratie mehr. Leute die so etwas machen, sind nicht an einer konstruktiven, Ergebnis offenen Diskussion interessiert, sondern wollen nur ihre Ideologie mit aller Macht durchsetzen. Für sie gibt es keine andere Meinung. Hier findet man aus meiner Sicht die wirklichen Feinde der Demokratie. Im Übrigen: gerade die Neustrukturierung von Zukunft Zwickau beweist, dass wir uns von radikalen, gewaltbereiten und aggressiven Personen sehr schnell trennen. Zukunft Zwickau agiert prinzipiell basierend der bestehenden Gesetze und auf Basis der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Wir reden prinzipiell mit allen, die mit uns reden möchten. Das werden wir auch beibehalten.
WSZ: Was sind die nächsten Projekte bei Zukunft Zwickau?
Richter: Auch uns behindert das Thema Corona in der Arbeit. Treffen sind nicht erlaubt und der 1.Mai hat gezeigt, wie man mit Kritik umgeht. Deshalb bleibt nur die Kommunikation via Internet. Liebe Leute, sprecht uns einfach an!
WSZ: Die letzte Frage zielt auf die Bundespolitik. Laschet, Scholz oder Baerbock. Wer wird Kanzler?
Richter: Bevor ich zur eigentlichen Antwort auf die Frage komme, eine kleine Anmerkung zur AfD. Dass diese Partei keinen Kandidaten stellt, ist sicher eine vergebene Chance. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit eines AfD-Kanzlers nicht sonderlich hoch, jedoch der Werbeeffekt wäre enorm. Politisches Marketing war aber noch nie die Königsdisziplin der AfD. Schade für die verpasste Chance. Was die Kanzlerschaft betrifft zwitschern die Vögel von den Dächern, dass es Baerbock werden soll. Politik und Medien rühren ja schon kräftig die Propaganda-Trommeln. Wenn sich sogar EZB-Chefin La Garde positiv für Baerbock ausspricht, weiß man wohin der Hase läuft. Es muss erst schlimmer werden, ehe es wieder besser wird. Aber wir habe noch einen langen Weg vor uns. Den Leuten geht es noch zu gut. Erst wenn es an den eigenen Geldbeutel geht (und das wird kommen) werden sie merken, dass wir von Zukunft Zwickau das bereits lange vorher haben kommen sehen.
WSZ: Danke für das Gespräch.

Einmalig in Sachsen: Fußfessel plus Überwachung durch das LKA

Westsachsen/Zwickau.-
Zunächst die gute Nachricht: Hardy Georgi ist endlich wieder frei. Ende April wurde er aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Schillerstraße entlassen, nachdem auch die zweite Revision erfolgreich war. Damit hatte das Oberlandesgericht Dresden (OLG) der Zwickauer Justiz nunmehr vollends ein Armutszeugnis ausgestellt. „Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Revisionen hintereinander erfolgreich sind, geht gegen null und kommt nur bei wiederholten schwerwiegenden Verfahrensfehlern vor“, so der Anwalt der Familie.
Zwar ist Hardy nun auf freiem Fuss, allerdings mit strengen Auflagen. Er muss rund um die Uhr eine elektronische Fußfessel tragen, eine Maßnahme die sonst ausschließlich Terroristen, Mördern und Serienvergewaltigern vorbehalten bleibt. Dagegen protestieren nicht nur seine Rechtsanwälte Uwe Sabel und Patrick Schäfer aus der Kanzlei Dr. Wetzig-Kunze-Schäfer. Auch die Eltern Andrea und Mathias Georgi haben dafür kein Verständnis. Hinzu kommt eine ständige Überwachung durch die Kripo mit mindestens drei Autos vor dem Haus.
Zur Begründung für diese außergewöhnlichen Maßnahmen, die in Sachsen übrigens einmalig sind, führt das Gericht immer wieder an, dass der frisch aus der Haft Entlassene eine Gefahr für seine Ex-Freundin und deren Familie sei. Trotz, dass nach drei Verhandlungen und zwei erfolgreichen Revisionen in den meisten und schwerwiegendsten Vorwürfen seine Unschuld bewiesen wurde. Hardy sieht das anders: „Ich bin damals geflohen, weil ich Angst vor dem Bruder meiner Ex hatte, der mich mehrfach mit dem Tode bedroht hat. Ihr Vater hat mir mit einer Rohrzange auf dem Kopf geschlagen. Die Narbe sieht man heute noch. Damals wäre ich froh gewesen, wenn die Polizei mich beschützt hätte.“
In einer Audioaufnahme, die auch dem Landgericht Zwickau vorliegt, droht Ralf Käferstein Hardys Mutter mehrfach wörtlich: „Ich bring Deinen Sohn um! Ich schwör’s.“ Später rief er den Notruf der Polizei an um dort anzukündigen: „Ich bring ihn jetzt um! Ihr habt euch nicht gekümmert, jetzt kümmere ich mich um ihn.“ Statt dessen glaubt die Justiz heute noch, dass die Gefahr von Hardy ausgeht. „Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Sie das Gewehr versteckt haben“, behauptete Richter Rupert Geußer vom Landgericht an einem der letzten Prozesstage. Von dieser Annahme ist er bis heute nicht abgerückt. Gleichwohl gibt es mehr als genug berechtigte Zweifel. Dazu der Vater: „Welchen Grund sollte Hardy gehabt haben, sein eigenes legales Gewehr zu stehlen? Auch ergibt es keinen Sinn, mit diesem Gewehr, das mittlerweile überall bekannt ist, eine Straftat begehen zu wollen. Das würde Hardy nie tun. Auf solche Ideen können nur Juristen kommen, die weitab der Realität leben.“
Hardys Anwälte befürchten indessen, dass Ralf Käferstein seine Drohungen aus 2018 jetzt nach der Haftentlassung wahr machen könnte. Deshalb ist es wohl ganz gut, dass die Kripo über das Haus der Georgis wacht. Die Auflagen beinhalten unter anderem, dass sich Hardy dem Anwesen der Familie Käferstein auf keine 500 Meter nähern darf. Das ist sicher bitter, allerdings wohl eher für die Käfersteins. Denn außerhalb dieses Radius darf Hardy überall hin. Sogar ins Ausland.
Ein Ende der Auseinandersetzung scheint hingegen in weiter Ferne, denn Hardy wirft seiner Ex-Freundin vor, ihn zu unrecht wissentlich falsch belastet zu haben und erstattete gegen sie und ihre Familie mehrere Strafanzeigen wegen Vortäuschens von Straftaten. „Sie ist und bleibt eine Lügnerin“, so der Vorwurf von Hardy Georgi.

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Klimaneutral und frisch lackiert: Zwickauer Straßenbahn feiert Jubiläum

Westsachsen/Zwickau.-
Morgen ist für die Zwickauer Straßenbahn ein besonderer Tag. Am 6. Mai jährt sich ihre erste Fahrt und somit der Beginn urbaner Elektromobilität in Westsachsen bereits zum 127. Mal. Und dabei ist sie bereits das zweite Jahr angetrieben mit 100 Prozent klimaneutraler Elektroenergie aus Wasserkraft.
Die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) hat gleich drei Triebwagen für die nächsten Jahre fit gemacht. Der Niederflurwagen 901 hat die Modernisierung in Wittenberge, Liberec (Tschechien) und Zwickau erfolgreich hinter sich gebracht. Dabei hat er als viertes der zwölf Fahrzeuge des Typs GT6M neue Leistungselektronik, eine Sanierung des Wagenkastens und eine Modernisierung des Innenraums nebst Fahrerraumklimatisierung erhalten. Damit ist er für die nächsten mindestens 16 Jahre ertüchtigt und seit Monatsbeginn zurück im Fahrgastbetrieb.
Der Tatrawagen 947 wurde bereits bis Anfang des Jahres 2021 einer Hauptuntersuchung in der Straßenbahnwerkstatt der SVZ unterzogen – diese finden alle acht Jahre statt. Im Zuge der aktuellen Arbeiten wurde der Wagenkasten frisch lackiert und der Fußboden erneuert. Neues äußeres Erscheinungsmerkmal sind die roten Einstiegstüren, welche für Seheingeschränkte die Wahrnehmbarkeit erleichtern sollen.
Ein ganz besonderes Highlight versteckt sich noch im Betriebshof: Der historische Gothazug aus dem Jahr 1960. Er hat eine Hauptuntersuchung nebst Restaurierung erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Freunde des Nahverkehrs Zwickau e. V.“ wurde der Zug in den äußeren Zustand ab 1974 bis zu seiner Ausmusterung 1995 zurückversetzt. Passend dazu erhielt der Zug die Wagennummer 125 (Triebwagen) und 233 (Beiwagen) sowie die über Jahre stadtbildprägende Lackierung in rot-elfenbein zurück. Weiterhin wurden die Sitzpolster und -bezüge erneuert. Der Verein freut sich auf eine Wiederaufnahme des Sonderfahrbetriebs nach der coronabedingten Zwangspause.
Die SVZ blickt indes auch fahrzeugseitig nach vorn: Die Komplettierung des nächsten modernisierten Niederflurwagens hat noch Ende April begonnen und die nächste hauptuntersuchte Tatrabahn wird in diesen Tagen frisch lackiert.

Quelle und Foto: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau

02 Mai 2021

Wer Juristen verstehen will, muss lernen, pervers zu denken

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.- „Sie müssen sich schon entscheiden. Entweder, Sie beauftragen mich oder alles bleibt beim alten“, nötigt die Leipziger Rechtsanwältin Grit Lehmann (Foto) ihre neue Mandantin zur Unterschrift. Mit „beim alten“ meint sie, dass die vorherige Anwältin, die ihrer Meinung nach eklatante Fehler gemacht hat, ungeschoren davon kommt. Außerdem kritisiert sie einen Vergleich und eine sittenwidrige Vereinbarung, zu denen die Mandantin von der Zwickauer Familienrichterin Marion Nitschke gedrängt wurde. Ihr zustehender Unterhalt wurde demnach mit illegal entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten verrechnet.
Grit Lehmann hat sich nach eigener Aussage darauf spezialisiert, Berufskollegen zu verklagen. Damit nicht „alles beim alten bleibt“, verlangt sie im Voraus schon mal 3.500 Euro, die selbstverständlich sofort und ohne einen geschuldeten Erfolg zu bezahlen sind. Schließlich weiß man ja nie, wie so ein Prozess ausgeht. Dafür will die Juristin gründlich die Akten prüfen und natürlich die Fehler der Vorgängerin nachweisen. Nach Zahlungseingang legt sie dann auch gleich richtig los. Die Rede ist zunächst von Pflichtverletzungen der Kollegin Nadine Helbig aus der Kanzlei Reinhard Schübel. Später relativiert die Advokatin ihr Urteil und meint, der Betroffenen sei doch kein kausaler Schaden entstanden. Dass sie vom Gericht zu sittenwidrigen Verträgen ohne die Möglichkeit eines Widerrufs gedrängt wurde, ist plötzlich kein Thema mehr.
Wie „gründlich“ die Spezialanwältin die Akte geprüft hat erkennt man daran, dass ihr weder aufgefallen ist, dass von einer angeblichen Verhandlung im Jahr 2012 das Protokoll fehlt, noch dass die zuständige Richterin das falsche Familienrecht angewandt hatte. Damit ist klar, dass sich auch die Leipziger Rechtsanwältin Grit Lehmann in die Riege der unfähigen, oberflächlichen, geldgierigen und perversen Juristen einzureihen scheint, die sich am Leid ihrer Mandanten ergötzen und nur auf deren Geld aus sind.

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28 April 2021

Spendenaktion: Theaterfreunde fördern freiberufliche Künstler

Westsachsen/Bad Elster.-
Die Chursächsische Veranstaltungs GmbH (CVG) und die Chursächsische Philharmonie (CP) haben gemeinsam mit dem Verein der Freunde und Förderer der Chursächsischen Philharmonie bereits im vergangenen Jahr eine Spendenaktion im Zuge der pandemiebedingten Spielplanänderungen in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster initiiert, um damit vor allem freiberufliche und soloselbständige Kunst- und Kulturschaffende zu unterstützen, die eigentlich regelmäßig in Bad Elster spielen. Bis jetzt konnten aufgrund der breiten Unterstützung von zahlreichen Abonnenten, Stammkunden und Theaterfreunden bei rund 150 Veranstaltungsverlegungen des CVG/CP-Spielbetriebes mittels rund 1.500 von Spendern zurückgegebener Tickets 20.000 Euro eingenommen werden, die heute in einer ersten Tranche an freie Musiker, regionale Ensembles und freiberufliche Veranstaltungstechniker übergeben wurden.
„Uns war es von Anfang wichtig, neben der Planung und Garantie neuer Live-Termine auch einen zusätzlichen, aktiven Beitrag zur Unterstützung der wirklich hart betroffenen freien Szene in der Kultur- und Veranstaltungsbranche zu leisten“ erklärt GMD Florian Merz, als Geschäftsführender Intendant von Philharmonie sowie Veranstaltungsgesellschaft und führt aus: „Dabei machen wir bewusst keinen Unterschied zwischen freiberuflichen Orchestermusikern Mitteldeutschlands und Klein- bzw. Unterhaltungskünstlern, weil unser Programm gerade auch die Breite und Vielfalt der »fahrenden« Künstlerschaft jahrzehntelang begleitet und geprägt hat.“ Die Auswahl der Spendenempfänger orientierte sich an den konkret betroffenen Konzert- und Veranstaltungsabsagen in Bad Elster seit Beginn der Pandemie und einem gelebten Unterstützungswillen für regionale Ensembles der Musikregion im Oberen Vogtland. Dabei werden nun im ersten Schritt 25 freiberufliche Orchestermusiker, 19 regionale Künstler und Ensembles sowie drei Technikdienstleister aktiv unterstützt. Neben den musizierenden Kollegen der Chursächsischen Philharmonie dürfen sich so unter anderen die Blasorchester aus Bad Brambach, Markneukirchen/V. und Adorf/V., die Band Brezel Brass, Sängerin Silke Fischer und einige langjährig auftretende Vortragsreisende wie Thomas Mücke, Jörg Hertel oder Roland Marske auf die akquirierten Spendenmittel freuen. „Für uns als Förderverein ist bei dieser Aktion nicht nur die Unterstützung der selbstständigen Orchestermusiker wichtig, sondern auch die vielen vogtländischen Ensembles“ bekräftigt der Fördervereins-Vorsitzende Christoph Flämig und fügt hinzu: „Die Freunde und Förderer der Chursächsische Philharmonie als Botschafter der Musikregion Vogtland möchten somit einen Beitrag leisten, um die heimische Kultur- und Musikszene auch weiterhin aktiv zu fördern“.
Die Chursächsische Veranstaltungs GmbH ist heute gesamtverantwortlich für Veranstaltungen und Kultur aller Art in der Region der Sächsischen Staatsbäder. In den historischen Veranstaltungsstätten der Königlichen Anlagen Bad Elsters, der weltweit einmaligen »Festspielmeile der kurzen Wege«, führt sie ein vielfältiges Programm durch. Zu diesen Veranstaltungsstätten zählen, ergänzend neben dem König Albert Theater mit Theatercafé, das Königliche Kurhaus, die KunstWandelhalle, das NaturTheater, die drei Musikpavillons und die Festhalle am See im benachbarten Bad Brambach. Dabei sind vor allem herausragende Kulturveranstaltungen und Festivals mit einem passenden kulinarischen, touristischen und gesundheitsorientierten Rahmenprogramm mit besonderer Note in »Königlich-Sächsischem« Ambiente zu erleben. Darüber hinaus ist sie für das »Sächsische Bademuseum Bad Elster« verantwortlich, übernimmt das Management der Chursächsischen Philharmonie und betreibt die Touristinformation Bad Elster als regionales Info-, Ticket- und Servicecenter. Mit jährlich rund 1.000 Veranstaltungen für rund 260.000 Besucher aller Generationen aus nah und fern sowie zukunftsorientierten Strukturen und wirtschaftlichen Erfolgen von gleichfalls hoher gesellschaftlicher und touristischer Relevanz zum Wohle der Region Vogtland zählt die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft zu den führenden Unternehmen der Branche in den neuen Bundesländern.

23 April 2021

Malen macht schlau: Ausmalheft für Kids zum Tag des Baumes

Westsachsen/Zwickau.- In Deutschland wird am 25. April eines jeden Jahres der Tag des Baumes gefeiert. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald machte mit dieser Initiative einst auf die Situation der Wälder durch Übernutzung in der Nachkriegszeit, aber auch auf ihre Bedeutung für den Menschen und die Wirtschaft aufmerksam.
Ein aktueller Blick in die Wälder macht deutlich, dass auch heute Initiativen zum Schutz der Bäume und für eine Wiederaufforstung dringend notwendig sind. Besonders die Bäume in der Stadt stehen großen Herausforderungen gegenüber (Trockenheit, Krankheiten, Flächenknappheit). Auf den Tag des Baumes am kommenden Sonntag möchte auch das Umweltbüro der Stadt Zwickau aufmerksam machen und hat sich ein Angebot speziell für die jüngere Generation einfallen lassen – das Ausmalheft „Der Baum“ für Kids. Die Druckvorlage entstand bereits im Herbst 2020 in Zusammenarbeit mit Michéle Nobis, einer grafisch interessierten Jugendlichen, die im Umweltbüro ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvierte. Sie befasste sich intensiv mit dem Thema Baum und bereitete alles Wissenswerte und Interessante kindgerecht in Form eines Ausmalheftes auf. Denn Malen geht immer und Malen macht schlau!
Im Heft werden die Kinder von Karl, dem Eichhörnchen, durch die Welt der Bäume geführt. Karl gibt einen kleinen Überblick, welche Baumarten es in Zwickau gibt und animiert auch zum Raten und Basteln. Auf fast 30 Motiv-Seiten zum Ausmalen erfahren die Kids außerdem, welche kleinen Lebewesen im, am und auf dem Baum leben, was Baumkronen und Blätter mit dem Klima zu tun haben, welche Früchte die Bäume tragen, wem diese nutzen und was man daraus alles anfertigen kann. Die Broschüre wurde nun in einer Auflagenhöhe von 2000 Exemplaren gedruckt und wird derzeit an alle kommunale Kitas und Horte verteilt. Ziel ist es, vor allem die Vorschulkinder und Erstklässler spielerisch an diese Thematik heranzuführen und ihr Bewusstsein für die Bäume zu stärken.
Für den Erhalt der Bäume kann übrigens jeder etwas tun. Es ist schon hilfreich, wenn man den Bäumen mehr Aufmerksamkeit schenkt, vor allem in den zunehmend trockener werdenden Sommern. Dann sind Bäume über zusätzliche Wasserspenden besonders dankbar. Wichtig ist das Gießen bei jüngeren Bäumen, da diese noch nicht viel Wurzelwerk ausbilden konnten. Die Bäume danken es mit Schatten, Abkühlung und sauberer Luft.
Der Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück, der 1872 einen „Arbor Day-Resolution“-Antrag an die Regierung von Nebraska stellte und dieser binnen 20 Jahren in den ganzen USA angenommen wurde. Am 27. November 1951 wurde der Tag des Baumes von den Vereinten Nationen beschlossen. In Deutschland wird dieser seit 1952 immer am 25. April eines jeden Jahres gefeiert.
Weitere Infos rund um das Thema Baum- und Gehölzschutz sind im Internet auf den Seiten des Umweltbüros der Stadt Zwickau zu finden. Hier gibt’s auch die Broschüre zum Reinschauen und/oder Herunterladen: www.zwickau.de/umweltbuero

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Zum Schutz der Bevölkerung: Freiheitsrechte massiv eingeschränkt

Berlin/Westsachsen/Zwickau.-
Der Bundestag stimmte in dieser Woche erwartungsgemäß mehrheitlich für den weiteren Ausbau des sogenannten Infektionsschutzgesetzes. Dies beinhaltet Ausgangssperren, Schulschließungen, Zwangsmaßnahmen, die Stilllegung großer Teile der Wirtschaft und ermächtigt die Bundesregierung zu weiteren Befugnissen unter Ausschaltung von Bundesländern und Kommunen. Diese neue Regelung, die bis dato noch nicht rechtswirksam ist, stellt somit den größten und massivsten Einschnitt in die Freiheitsrechte der Bürger in der Geschichte dieses Landes dar. Begründet wird sie mit dem „Schutz der Bevölkerung“.
Im Umfeld des Berliner Reichstages hatten sich deshalb tausende Menschen eingefunden, um gegen diese Entwicklung zu protestieren. Polizeieinheiten lösten die Protestaktionen gewaltsam auf. Ein Selbstläufer war und ist diese umstrittene „Corona-Notbremse“ auch innerparlamentarisch keineswegs. Viel mehr ist sie ein Produkt der Großen Koalition aus CDU und SPD, deren Abgeordnete fast in Gänze für die Anpassung stimmten. Bei AfD, FDP und Die Linke sorgt das Vorhaben der Großen Koalition hingegen für breite Ablehnung.
Die im Bundestag für den Zwickauer Wahlkreis vertretenen Abgeordneten stimmten wie folgt:
Carsten Körber (CDU): ja
Jürgen Martens (FDP): nein
Sabine Zimmermann (Die Linke): nein
Der Grünen-Nachrücker Wolfgang Wetzel versäumte die Abstimmung. Seine Partei hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass ihr die Verbote und Zwangsverordnungen nicht weit genug gehen würden.
Nach dem Beschluss der Bundesregierung regte sich am Mittwoch überall in Deutschland spontaner Protest. Auch in Zwickau versammelten sich Bürger vor dem Rathaus zu einem spontanen antidiktatorischen Spaziergang (Foto unten). Man wolle damit auch ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern der Polizeigewalt in der Bundeshauptstadt setzen, teilten mehrere Teilnehmer mit. Bei den Protestaktionen gegen die neuen massiven Freiheitsbeschneidungen, die die Bundesregierung mit dem „Schutz der Bevölkerung“ begründet, waren Polizeieinheiten mit brutaler Gewalt gegen die Teilnehmer vorgegangen, nachdem die Polizei via Twitter die Falschmeldung von vermeintlichen Angriffen auf Polizeibeamte veröffentlicht hatte.
Der Polizei-Gewerkschafter Rainer Wendt lobte im Anschluss das gewaltsame Vorgehen der Polizei, bedauerte, dass in Parkanlagen keine Wasserwerfer eingesetzt werden könnten und beschuldigte die Demonstranten, dass sie mit ihrer Anwesenheit eine erhöhte Ansteckungsgefahr für Polizisten zu verantworten hätten. Eine Darstellung, die nicht nur in Berlin als äußerst zynisch empfunden wurde. „Bis hierher und nicht weiter“, lautete die Devise daher auch in Zwickau.

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