13 September 2025

Bad Elster: Die neue Theater-Spielzeit 2025/2026 ist eröffnet

Westsachsen/Bad Elster.-
Mit einem fantastischen, höchst klangvollen »Oboen-Fest-Spiel« der Chursächsischen Philharmonie und Weltstar-Oboist Albrecht Mayer wurden gestern die 25. Chursächsischen Festspiele „Vereint im Herzen Europas“ feierlich eröffnet! Vor ausverkauftem Haus und im Beisein zahlreicher Gäste aus Region, Kultur und Gesellschaft sowie dem Präsidenten des Sächsischen Landtags hob sich dabei auch der Vorhang für die neue Spielzeit 2025/2026 in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster. Die nunmehr 112. Theaterspielzeit bietet dabei mit rund 200 verschiedenen Produktionen aller Genre im glanzvollen König Albert Theater – bzw. ab 14. Mai 2026 zudem wieder im wunderschön gelegenen NaturTheater - das wohl abwechslungsreichste Bühnenprogramm in Südwestsachsen mit herausragenden Künstlern und Ensembles aus rund 40 Nationen aller Kontinente an. In einer großen Auswahl typisch „chursächsischer“ Qualität begeistern neben großer Oper, prachtvoller Operette, Ballett, Tanztheater, Musical, Symphoniekonzerten und Kammermusik sowie Schauspiel und Kabarett, zahlreiche Konzerte aller Art, Lesungen, Kleinkunst und Kindertheater in einem umfangreichen Spielplan für alle Alters- und Interessensgruppen.
„Unser vielschichtiges Kulturprogramm wird auch in der neuen Spielzeit grenzenlos begeistern, denn als programmatischer Impulsgeber unserer Region ist es unsere Aufgabe, unserem tollen Publikum aller Generationen aus nah und fern durch herausragende Kulturangebote sowohl inspirierende als auch entspannende Alltagsinseln zu schaffen“ erklärt Intendant und Generalmusikdirektor Florian Merz von der für den Spielbetrieb verantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und bekräftigt: „Denn wir glauben weiter fest daran, dass gemeinsames Kulturerleben diese Inspiration geben kann. Und wenn in der Rezeption eines Theaterabends gemeinsame Kommunikation entsteht, dann hat Kultur genau das getan, was sie tun soll: Sie hat etwas verbindend in Bewegung gesetzt.“
Vor diesem Hintergrund bieten die Bühnen Bad Elsters mit rund 1.000 Veranstaltungen pro Jahr eine immense kulturelle Vielfalt und Breite, die Gäste und Bewohner der Region begeistert, unterhält und zu ganz besonderen Bühnenerlebnissen in einzigartiger Kulisse und Atmosphäre einlädt. Mit 20 verschiedenen Musiktheaterproduktionen wie Wagners „Walküre“, Donizettis „Liebestrank“, der Oper „Silvana“ zum Weber-Jubiläum oder Verdis „Il Trovatore“, den Operettenproduktionen „Die Fledermaus“, „Im weißen Rössl“ oder „Madame Pompadour“, glitzernden Musicalabenden wie bei „Anatevka“ und „Titanic“ sowie klassischen Ballettabenden wie bei „Der Nussknacker“ und „Macbeth“ gibt es ein vielschichtiges Repertoire aus Kammer-, Chor- und Klavierkonzerten, u.a. mit dem Chor der Frauenkirche Dresden, Avi Avital, Simone Kermes, dem MDR-Kinderchor, Martin Stadtfeld, dem Jungen Ensemble der Semperoper Dresden und dem Moritzburg Festival Orchester. Dazu unterstreichen Schauspielhöhepunkte wie der Rio-Reiser-Abend von Peter Schneider, das „Todesduell“ von Ben Becker, Umberto Ecos „Der Namen der Rose“, Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer in „Chocolat“ oder Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ das exklusive Theaterangebot. „Diese Vielfalt inszenieren wir dazu in passenden Festivals, Theaterreihen und besonderen Themenschwerpunkten und kreieren damit für unser Publikum aller Generationen aus nah und fern stimmige Aufenthaltskompositionen auf unserer »Festspielmeile der kurzen Wege« inmitten der einzigartigen Königlichen Anlagen“ verdeutlicht Merz und fügt hinzu: „Egal ob Festspiele, Winterträume, Meisterkurse, Frühlingszauber, Sommerkulturfestival, Open-Air-Saison oder Jazztage: Bad Elster bietet somit wieder ganzjährig Kulturerlebnisse mit der besonderen Note!“
Neben klassischem Schauspiel von Drama bis Komödie, einem zauberhaften Kinder- und Familienprogramm, mitteldeutschem Ensemblekabarett und Auftritten nationaler Comedygrößen wie Mathias Richling, Matthias Egersdörfer, Anna Mateur, Mirja Boes, Vince Ebert, Matze Knop, Olaf Schubert oder Paul Panzer wird das Repertoire auch durch die Reihe „Gedanken & Gespräche“ im Dialog berühmter Bühnenakteure ergänzt: Dabei beehren u.a. Stars wie Karl Markovics, Charly Hübner, Devid Striesow, Axel Milberg, Fritz Karl, Ulrich Noethen oder Benjamin von Stuckrad-Barre die historische Theaterbühne. Außerdem werden in Bad Elster über 60 Theaterkonzerte von Jazz, Soul über Rock & Pop, Schlager bis hin zu Weltmusik Live-Entertainment vom Feinsten garantieren: Johannes Strate, Julia Neigel, Robby Lakatos, Inka Bause, Ulrich Tukur, Wolfgang Niedecken, Dieter „Maschine“ Birr, Stefan Gwildis, Dirk Zöllner, Die Seilschaft, Uschi Brüning, Meret Becker, Quadro Nuevo sowie Max Giesinger, Herbert Pixner, Nazareth, Tim Bendzko, Melissa Naschenweng, die Prinzen, Schiller, LaBrassBanda, Andy Borg, Karat und viele mehr beweisen: Die Königlichen Anlagen in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster sind ein Erlebnis-Hot-Spot für alle Generationen.
Tickets, Infos & Abonnements: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

09 September 2025

Festspieltipp der Woche: Pop-Klassik-Liaison mit einem Revolverheld

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Herbstfest-Sonntag, den 21. September öffnet sich um 19 Uhr der Vorhang für eine ganz besondere Pop-Klassik-Liaison im König Albert Theater: Johannes Strate trifft auf Sebastian Knauer! Zwei Stars, zwei Welten, eine Vision: Sebastian Knauer, einer der erfolgreichsten Klassik-Pianisten, und Johannes Strate, Leadsänger von Revolverheld, gastieren exklusiv zu den Chursächsischen Festspielen im König Albert Theater! Beide haben in ihren jeweiligen Genres Musikgeschichte geschrieben, füllen die größten Konzertsäle und Arenen und werden von ihrem Publikum umjubelt. Befreundet sind Johannes Strate und Sebastian Knauer schon lange, jetzt stehen sie auch gemeinsam auf der Bühne. Sie verbinden ihre unterschiedlichen musikalischen Heimaten Klassik und Pop zu einem unvergleichlichen Sound, der unter die Haut geht und die Fans aus beiden Universen begeistert.
Auf dem Programm stehen virtuos interpretierte Stücke wie George Gershwins »Rhapsody in Blue«, sowie Klavierwerke von Eric Satie und Maurice Ravel unmittelbar neben den Revolverheld-Top-10-Hits wie »Lass uns gehen«, »Ich lass für Dich das Licht an« oder Songs von Strates Soloalbum »Die Zeichen stehen auf Sturm«. Die Faszination dieses besonderen Duos liegt in seinen fließenden Konturen: Hier beginnt nicht einfach Klassik da, wo Pop aufhört, oder umgekehrt, sondern es ist die musikalische Verschmelzung beider Welten, die das Publikum überwältigt und verzaubert – Festspielzauber in Bad Elster.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

07 September 2025

Neue Sonderausstellung: Die Schumanns als Patienten

Westsachsen/Zwickau.-
Eine neue Sonderausstellung im Robert-Schumann-Haus widmet sich ab Sonntag, dem 7. September erstmals den Krankheiten Robert und Clara Schumanns. Um 16 Uhr – direkt vor dem Schumann Plus Konzert – wird sie eröffnet.
Heutzutage ist die Medizin weit entwickelt und macht stetig Fortschritte. Vor 200 Jahren steckte diese Entwicklung noch in den Kinderschuhen. Teils fragwürdige Methoden zur Behandlung diverser Leiden fanden ihren Einsatz. Wer dann mit sieben Jahren miterleben muss, wie die große Schwester unter Zwang in eine sogenannte „Irrenanstalt“ gebracht wird, erfährt eine traumatische Situation. Genau das erlitt Robert Schumann im Kindesalter. Aus diesem Erleben heraus resultierte eine lebenslange Angst, selbst psychisch zu erkranken. Doch damit nicht genug: Eine Handerkrankung machte die angestrebte Pianistenkarriere für ihn unmöglich.
Die Hörspiel Doppel-CD „Clara in Nöten“ ist ab sofort
im Schumannhaus und im Pechstein Zentrum erhältlich
.
Seine Frau Clara stand zwar über 60 Jahre lang als überaus erfolgreiche Pianistin auf den Bühnen Europas, musste aber ihre Karriere ebenfalls wegen einer Handerkrankung 1873/74 mehr als ein Jahr unterbrechen. Erst durch neuere Forschungen traten die Gehörprobleme bei Robert Schumann (Menière-Syndrom) und – bereits seit jungen Jahren – auch bei Clara Schumann in den Blick.
Die Ausstellung widmet sich diesen Krankheiten Robert und Clara Schumanns und ihren Behandlungen. Ausgestellt werden Originalhandschriften – darunter Berichte von Schumanns Ärzten – und Bilder, darüber hinaus aber zum Beispiel auch Abgüsse von Robert Schumanns Totenschädel und von Clara Schumanns Hand. Durch Kooperation mit dem Dental Museum in Zschadraß, das über die weltweit größte Sammlung zur Geschichte der Zahnmedizin verfügt, können Clara Schumanns dokumentierte Zahnbehandlungen bei berühmten damaligen Pionieren der Zahnheilkunde – wie dem Wiener Georg Carabelli – mit deren Behandlungswerkzeugen und den sich zu dieser Zeit entwickelnden Modellen der Zahnprothetik anschaulich gemacht werden. Zudem gibt es als Leihgabe sogar einen Zahnarzt-Behandlungsstuhl aus dem Jahr 1861 zu sehen. Auch ein Originalmanuskript zu Robert Schumanns Chorlied „Zahnweh“ ist Teil der Ausstellung. Die Dokumente werden ergänzt durch zwei in Zusammenarbeit mit der Fakultät Physikalische Technik/Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau entwickelte interaktive Stationen.
Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Zu besichtigen ist die Ausstellung bis Ende des Jahres von Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt dann 6 Euro (ermäßigt 4 Euro).
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Parkplatzüberdachung: Kultur und Klimaschutz unter einem Dach

Westsachsen/Zwickau.- Die Kultur, Tourismus und Messebetriebe Zwickau GmbH (Kultour Z.) und die Zwickauer Energieversorgung GmbH (ZEV) setzen ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadt-entwicklung. Mit der Fertigstellung der Photovoltaik-Überdachung auf dem Parkplatz der Stadthalle Zwickau wird ein Projekt abgeschlossen, das Kultur und Klimaschutz auf innovative Weise miteinander verbindet. Die Präsentation der Anlage fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Stadthalle am 4. September 2025 statt.
Die neue PV-Anlage umfasst eine Fläche von 5.352 m2 und bietet eine Durchfahrtshöhe von mindestens 4,50 m. Mit einer installierten Leistung von 998 kWp können jährlich rund eine Million Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Damit deckt die Stadthalle einen wesentlichen Teil ihres eigenen Energiebedarfs und erfüllt zugleich die Anforderungen eines modernen Veranstaltungsbetriebs.
„Nachhaltigkeit ist längst kein Randthema mehr – auch nicht im Veranstaltungsbereich. Immer mehr Künstlerinnen und Künstler legen Wert auf eine umweltbewusste Infrastruktur. Ebenfalls für die ca. 200.000 Gäste im Jahr ist dies natürlich ein wichtiges und zukunftsweisendes Zeichen. Mit der neuen PV-Anlage schaffen wir die Voraussetzungen, um diesem Anspruch gerecht zu werden und setzen mit der ZEV zugleich ein starkes Statement für unsere Region“, so Jürgen Flemming, Geschäftsführer der Kultour Z.
Die ersten konzeptionellen Überlegungen zur Anlage begannen bereits im Jahr 2023. Die bauliche Umsetzung erfolgte anschließend in zwei Bauabschnitten. Von Frühjahr bis Herbst 2024 wurde die Unterkonstruktion vorbereitet, ab Mai 2025 folgte der Oberbau. Die technische Umsetzung brachte verschiedene Herausforderungen mit sich, unter anderem beim Blendschutz, der Entwässerung und der Bodenverbesserung.
Auch André Hentschel, Technischer Geschäftsführer der ZEV, zieht ein positives Fazit: „Dieses Projekt ist ein starkes Signal für die Energiewende auf kommunaler Ebene. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnte der Bauabschluss pünktlich zum Jubiläum der Stadthalle gefeiert werden – ein schöner Anlass, um gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft zu blicken.“
Ein weiterer Schritt ist bereits geplant: Im Jahr 2026 soll ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund 400 kWh installiert werden. Damit soll der Autarkiegrad der Stadthalle von derzeit prognostizierten 46 Prozent (nur PV) auf bis zu 78 Prozent (PV und Speicher) gesteigert werden. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Angebotsphase, in der auch technische Details abgestimmt werden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

04 September 2025

Böser Kommentar: Verdacht der versuchten Nötigung und Bedrohung

Westsachsen/Riesa/Dresden.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat beim Amtsgericht Meißen –Strafrichter– beantragt, gegen einen 59-jährigen Deutschen im beschleunigten Verfahren zu verhandeln. Dem Beschuldigten liegt versuchte Nötigung und Bedrohung zum Nachteil des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen zur Last.
Ihm wird vorgeworfen, am Abend des 21. August 2025 unter seinem Account in einem Kommunikationsnetzwerk einen Kommentar veröffentlicht und dabei dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer (CDU/Foto) mit physischer Gewalt gedroht zu haben, um zu verhindern, dass dieser das Oldtimer-Rennen am 23. und 24. August 2025 in Riesa besucht. Dies gelang dem Beschuldigten entgegen seiner Erwartung nicht.
Der Beschuldigte ist geständig und nicht vorbestraft. Das Amtsgericht Meißen hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden bereits entsprochen und Termin zur Verhandlung im beschleunigten Verfahren auf den 10. September 2025 bestimmt.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: Facebook/Michael Kretschmer

Von Stasi durchsetzte Justiz: Werden in Zwickau wieder Akten vernichtet?

Westsachsen/Zwickau/Dresden.- Urkundenfälschung, Strafvereitelung im Amt, Rechtsbeugung, Unterschlagung von Unterlagen, Betrug... Die Liste der Vergehen innerhalb der Zwickauer Justiz reißt nicht ab. Das meiste davon ist in Gerichtsakten dokumentiert, den jeweiligen Bearbeitern zugeordnet und mit Aktenzeichen versehen. Leicht nachzuprüfen also, wer wann was verbockt hat. Doch damit soll nun offensichtlich Schluss sein. Zumindest, wenn es nach dem Willen der Zwickauer Staatsanwaltschaft geht. Hier hat man begonnen, brisante Akten zu vernichten. Dabei geht es auch um nicht abgeschlossene Mordermittlungen.
Dem RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung (WSZ) ist es gelungen, Teile dieser Akten zu sichern. Einiges lag aus vorangegangener Recherche und Veröffentlichung bereits vor. Jetzt kommen neue Details ans Licht, die von ungeheurer krimineller Energie innerhalb der Zwickauer Justiz zeugen. Da ist die Rede von verschwundenen Tatortfotos, von einem unter staatlicher Aufsicht stehenden Verdächtigen, der drei Monate lang angeblich unbemerkt tot in seiner Wohnung lag und von Zeugen, die trotz ihrer Bereitschaft zu den Umständen mehrerer Morde auszusagen, nicht ordnungsgemäß angehört werden. Mitteilungen wie diese lassen aufhorchen: „...Der (Name Geschädigter) wurde am (Datum) in (Ort) tot aufgefunden. ...Unterlagen zu den damaligen Ermittlungen sind nicht vorhanden, nur noch die Sterbeurkunde...“
Dagegen scheint die Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes in der Akte 8 F 1059/07 kalter Kaffee zu sein. Doch auch das darf nicht geduldet werden! Wehret den Anfängen, heißt es nicht umsonst.
Im „Lumpenhund-Buch“ bekommt der Leser den
Zustand der 
Zwickauer Justiz ausführlich beschrieben.
Selbstverständlich wurden nach Kenntnisnahme durch das WSZ-Team sofort die zuständigen Behörden informiert. Allerdings ist es in Sachsen so, dass zum Beispiel die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wenig Interesse daran hat, dienstrechtliche Maßnahmen gegen die leitenden Oberstaatsanwälte in Zwickau einzuleiten. Das mag in Teilen mit der prekären Personalsituation zusammenhängen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass man sich aus der Vergangenheit gegenseitig gewisse „Gefallen schuldet“. So hat wohl im Prinzip jeder gegen jeden irgend etwas in der Hand, was davon abhält, gegen den jeweils anderen rechtliche Konsequenzen durchzusetzen. Deshalb gehört die Sache raus aus Sachsen, wie es bereits eine Richterin empfohlen hat. Ob die Vorfälle, die bis in die 1980er Jahre zurück reichen, alle lückenlos aufgeklärt werden können, ist eher unwahrscheinlich. Die damals wie heute damit befassten Staatsanwälte gehen bald in den Ruhestand. Bis dahin sollte die Aktenvernichtung abgeschlossen sein. Die übergeordneten Behörden werden sicher so lange warten, um nicht noch mehr Staub aufzuwirbeln.

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Herbst- und Weinfest in Bad Elster mit Hannah Heart und Kraizdaquer

Westsachsen/Bad Elster.-
Anlässlich der 25. Chursächsischen Festspiele feiert Bad Elster am 20. und 21. September wieder ein buntes Herbst- und Weinfest in den Königlichen Anlagen des Sächsischen Staatsbades. Dabei werden verschiedenste Attraktionen die Gäste zu einem Wochenende aus Kultur, Natur und Kulinarium in das Herbstgold der Kultur- und Festspielstadt einladen.
Die Organisatoren des Herbst- und Weinfestes sind die Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft (CVG), die Sächsische Staatsbäder GmbH, der Tourismus- und Gewerbeverein und die Stadt Bad Elster. „Unsere Chursächsischen Festspiele geben unserem Herbst- und Weinfest im Festspiel-Jubiläumsjahr wieder einen glänzenden Rahmen“ freut sich Ute Gallert als CVG-Festverantwortliche. Neben einem Weingarten mit regionalen Winzergrüßen laden so vogtländische Genussangebote zum Herbstmarkt auf den zentral gelegenen Badeplatz. Dazu werden obervogtländische Musikensembles u.a. aus Kottengrün, Bad Brambach und Klingenthal unterhaltsame Promenadenkonzerte geben, die Liedermacherin Hannah Heart und das Ensemble Kraizdaquer muszieren als Tagesausklang mit Bade-Platz-Konzerten, die Brunnenkönigin Mirjam I. flaniert in Brunnenmädchen-Begleitung über das Festgelände und auf die kleinen Festbesucher wartet ein Karussell mit Mal- und Bastelstraße. Außerdem ermöglicht das Sächsische Bademuseum bei freiem Eintritt allen Gästen Einblicke in die Historie der Staatsbad-Geschichte und die Marienquelle lädt zur Verkostung der berühmten Heilquellen Bad Elsters ein.
Abgerundet wird das Festwochenende in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit besonderen Erlebnissen im König Albert Theater: So begeistert am Samstag Klezmer-Weltstar Giora Feidman und am Sonntag lädt Revolverheld-Frontmann Johannes Strate mit einem besonderen Festspielkonzert aus klassischen Versionen seiner Revolverheld-Hits in die historische Theateratmosphäre Bad Elsters ein. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.badelster.de

03 September 2025

Zu halbherzig: Zwickau und Werdau machen sich kriegstüchtig

Das Zwickauer Rathaus in Friedenszeiten
Westsachsen/Werdau/Zwickau.- Nach Medienberichten über laufende Gespräche zwischen Vertretern der Bundeswehr, des Landratsamtes und der Zwickauer Stadtverwaltung sieht sich das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) in der Pflicht, für Transparenz zu sorgen. Deshalb hat der Zwickauer BSW-Kreisverband einen Fragenkataloge erstellt. Er will wissen, ob die Oberbürgermeister der beiden kreisfreien Städte Constance Arndt (Zwickau) und Sören Kristensen (Werdau) sowie der Landrat Carsten Michaelis (CDU) an etwaigen Gesprächen mit Bundeswehr-Offizieren teilgenommen haben und falls ja, was dort genau besprochen wurde. Vorher schon hatte das BSW im Sächsischen Landtag eine Große Anfrage an die Staatsregierung gestellt.
Das Zwickauer Rathaus in Kriegszeiten

Es geht um den „Operationsplan Deutschland“. Dies ist ein gesamtstaatlicher Plan zur Landes- und Bündnisverteidigung, der im Zusammenhang mit dem Ukraine-Kriegt entwickelt wurde. Damit sollen Sicherheitsbehörden, Katastrophenschutzorganisationen und private Unternehmen vernetzt werden. Der Plan soll die militärische Handlungsfähigkeit Deutschlands sicherstellen und die schnelle Verlegung und Versorgung von Nato-Streitkräften garantieren. Der Freistaat Sachsen nimmt dabei nach Angaben der Bundeswehr eine Schlüsselrolle ein.
Was dieser „Operationsplan“ der Bundeswehr genau vorsieht und wie die Bundesländer, Kommunen und Behörden daran mitwirken sollen, ist bisher kaum bekannt. Genau das sieht der Zwickauer BSW-Kreisverband kritisch: „Wir stehen klar an der Seite unserer Einsatz- und Hilfskräfte und befürworten einen wirksamen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Was wir aber ablehnen, ist intransparente Geheimdiplomatie hinter verschlossenen Türen“, sagt der Werdauer Stadtrat Heiko Döhler. Es sei wichtig, die Bürger darüber zu informieren, ob im Landkreis Zwickau bereits Planungen laufen, welche Infrastruktur betroffen sein wird und ob Schutzbunker eine Rolle spielen.
Das Werdauer Rathaus in Friedenszeiten
Döhler schickte am Wochenende eine längere Liste mit Fragen an den Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste). Er erkundigte sich nach konkreten Treffen zwischen der Stadtverwaltung Werdau mit Vertretern der Bundeswehr oder anderer Sicherheitsbehörden sowie nach Inhalten, die während der Treffen besprochen wurden. Auch nach möglichen Konsequenzen etwaiger Maßnahmen für die Stadt Werdau, vor allem im Hinblick auf den Katastrophenschutz.
Das Werdauer Rathaus in Kriegszeiten
Die Antwort Kristensens auf den Fragenkatalog kommt umgehend, fällt aber karg aus: Treffen zwischen der Stadtverwaltung Werdau und der Bundeswehr zum Operationsplan habe es bisher nicht gegeben. Auch zu möglichen finanziellen und personellen Auswirkungen der Planungen auf die Stadt Werdau könne er keine Aussage treffen. Sehr wahrscheinlich fällt die Antwort der Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf den BSW-Fragenkatalog ähnlich aus. Für den Katastrophenschutz ist der Landkreis zuständig. Gegenüber der Presse teilt das Landratsamt mit, dass Landrat Carsten Michaelis (CDU) noch keine konkreten Gespräche mit Bundeswehrvertretern über Detailplanungen für den Kreis Zwickau geführt habe. Stattdessen gebe es einen regelmäßigen Austausch mit allen relevanten Behörden des Bevölkerungsschutzes, bei dem bisher auch allgemeine Informationen zum „Operationsplan Deutschland“ weitergegeben worden seien. „Ungeachtet dessen ist sich der Landkreis seiner Verantwortung im Bereich des Bevölkerungsschutzes bewusst“, sagt Sprecher Sebastian Brückner mit Verweis auf eine neue Stelle für Zivilschutz im Landratsamt. Sollten künftig konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, werde mit dieser Stelle abgestimmt, die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren. Dem BSW ist das zu halbherzig. „Ich wünsche mir einen regen und transparenten Austausch zwischen dem Kreistag und den Verantwortlichen im Landratsamt“, sagt Heiko Döhler dazu.
Quelle: FP
Fotos: KI

02 September 2025

Konzert-Tipp: Marianne Rosenberg lädt zum Open-Air-Saisonabschluss

Westsachsen/Bad Elster.-
Die legendäre Pop- und Schlagerikone Marianne Rosenberg gastiert am Samstag, den 13. September um 20 Uhr erstmals im NaturTheater Bad Elster und exklusiv zu den Chursächsischen Festspielen. Sie gehört zu uns: Die beliebte Sängerin schenkt Bad Elster ein einzigartiges Open-Air-Konzerterlebnis mit unvergesslichen Klassikern sowie neuen Hits live: ganz nah und einzigartig – Als ganz besonderen Saisonabschluss 2025. Über fünf Jahrzehnte sind seit ihrer ersten LP »Fremder Mann« vergangen. Ihre Hits wie »Er gehört zu mir« oder »Marleen« wurden im Laufe der Jahre zu einem Teil des deutschen Liederguts und prägten die deutsche Musikgeschichte. Zahlreiche Auszeichnungen, Awards, Chartplatzierungen und musikalische Highlights sammelten sich in dem letzten halben Jahrhundert an. In ihren aktuellen Liveshows mit Band wird nun ihr zeitgenössischer Soundcocktail aus Pop, Schlager, Disco und Dance zu erleben sein. Die Konzerte versprechen eine farbenfrohe und emotionale Reise durch die facettenreiche Welt der Musik, die sowohl alte als auch neue Fans begeistern wird. Bad Elster freut sich! Im Vorprogramm eröffnet moderner deutschsprachiger Country-Pop von Joshville – dem Cowboy der Herzen - diesen letzten Saisonabend im NaturTheater Bad Elster. Tickets: 037437/ 53 900 oder www.naturtheater-badelster.de

01 September 2025

Solide Datenbasis: Der Mietspiegel 2025 tritt heute in Kraft

Westsachsen/Zwickau.- Der neue Mietpreisspiegel für die Stadt Zwickau ist fertig. Er ersetzt ab heute den bisherigen, welcher seit 1. November 2021 gültig war. Zum Download steht die Broschüre auf den städtischen Internetseiten zur Verfügung.
Die Arbeiten begannen - erstmals unter Leitung der Kommunalen Statistikstelle der Stadt Zwickau - im Oktober 2024. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte durch das FOG Institut für Markt- und Sozialforschung Chemnitz in enger Abstimmung mit der eigens dafür gebildeten Arbeitsgruppe. Neben beratenden Mitgliedern aus Hochschule und Verwaltung waren Vertreter der Mieter- und Vermieterseite mit Stimmrecht in der Arbeitsgruppe involviert.
Die sehr konstruktive Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe aus den letzten Jahren konnte erfolgreich fortgesetzt werden und führte zu einer Weiterentwicklung des Zwickauer Mietspiegels. Konkret wurden im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Ausgaben zwei wesentliche Änderungen erzielt: Zum einen gibt es nur noch eine Mietwerttabelle, da das Thema Wärmecontracting nun über die Ausstattungsvariablen abgebildet wird. Zum anderen wurde das Wohnwertmerkmal „Lage“ grundsätzlich neu betrachtet. Neben fachlichen Gründen für diese Änderungen wird damit im Ergebnis auch die Handhabung des Mietspiegels verbessert.
Zentrale Bedeutung kommt der Erstellung der Datenerhebung und der Datenlieferung zu. Ohne diese zeit- und arbeitsintensiven Zuarbeiten wäre die Erstellung eines Mietspiegels nicht möglich. Hier haben alle in Zwickau agierenden Großvermieter ihren Beitrag geleistet. Zudem kamen auch kleinere Vermieter und Hausverwaltungen der Aufforderung nach, Wohnungsdaten zur Verfügung zu stellen. Mit insgesamt 11.128 vollständig verwertbaren und mietspiegelrelevanten Wohnungen konnte die Anzahl nochmals deutlich gesteigert werden. Der vorliegende Mietspiegel hat somit eine sehr solide Datenbasis.
In bewährter Weise gibt der Mietspiegel 2025 nun Auskunft über die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Broschüre „Mietspiegel 2025“ steht ab heute zum Download unter www.zwickau.de/mietspiegel zur Verfügung. In gedruckter Version wird sie in den nächsten Tagen im Bürgerservice im Rathaus, Hauptmarkt 1 erhältlich sein.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau