30 Dezember 2022

Amtswillkür: Sie sind die Öffentlichkeit - und die Öffentlichkeit schweigt!

Westsachsen/Zwickau.- Am 13. Dezember fand eine Verhandlung am Amtsgericht statt, die von der Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast persönlich geleitet wurde. Dabei zeigten sich erneut der offensichtliche Machtmissbrauch der Zwickauer Richterin im Amt sowie weitere Charakterschwächen in ihrem Verhalten. Eine Prozessbeteiligte erinnert sich wie folgt:

Leserbrief
„Nach der Begrüßung stellte ich der Richterin meinen Partner vor, den Vater meiner Kinder, und dass er heute mein Beistand sein wird. Dieser wurde sofort abgelehnt, ich überreichte noch ein formloses Schreiben, wo in Schriftform der Wunsch niedergeschrieben wurde, dass mein Partner als Beistand heute auftritt. Vergebens. Die Richterin las die Ordnungswidrigkeit vor: Verstoß gegen die Schulpflicht. Im Anschluss wurde ich gefragt, ob ich noch etwas dazu sagen möchte. Ich bejahte dies, sagte aber gleichzeitig, dass ich vorher anwaltliche Beratung brauche und bat um Aussetzung der Verhandlung. Das wurde von Frau Ast kategorisch abgelehnt, dies hätte ich im Vorfeld machen sollen. Hochnäsiges Zitat: >>dafür hatten Sie genug Zeit<<.
Mein Partner, der mein Beistand sein sollte, hatte mir seine Notizen geben wollen und kassierte daraufhin 50 Euro Bußgeld. Mir wurde absolut kein Gehör zugebilligt. Nach der Frage, ob sie das alles bitte zu Protokoll nimmt, antwortete Sie: >>Hier gibt’s kein Protokoll!<<.
Den gerade mal fünf zugelassenen Personen wurde im Gerichtssaal der Mund verboten und sie wurden mit Bußgeldern gedroht. Einige, die nach einer kurzen Ansprache einer Mutter wegen ihrer menschlichen Worte geklatscht hatten, wurden mit den Worten des Saales verwiesen: >>Sie sind die Öffentlichkeit - und die Öffentlichkeit schweigt!<<
Im Sitzungssaal war es eiskalt. Wir mussten die ganzen drei Stunden vor einem geöffneten Fenster sitzen. Draußen waren minus sieben Grad und ein freundliches Fragen, ob das Fenster geschlossen werden könne, wurde herrisch verneint.
Wir haben uns dann im Wechsel, alle Mütter in der gleichen Sache, bis kurz nach 12 Uhr mit der Anwesenheit als Zuschauer gegenseitig unterstützt. Zusammenfassend beschreiben es diese Worte am besten: Unfreundlich, anmaßend, falsch bewertend, keine Wahrheitsfindung, kein Recht auf Gehör, kein Recht auf Beistand.
Sehr geärgert hat mich auch der respektlose Umgang mit den Namen der Kinder, bei denen sie offenbar Leseprobleme hatte und diese offensichtlich absichtlich falsch aussprach, und dann noch mit dem Zusatz >>was auch immer…<< verunglimpfte. Des Weiteren sagte eine Mama: >>Das Kindeswohl steht über Allem<<.  Dem entgegnete sie mit >>Schulpflicht entspricht dem Kindeswohl<<.
Bei der letzten Veranstaltung wiesen die Prozessbeteiligten beim Verlassen des Raumes darauf hin, dass man doch wenigstens die auf 5 stehende Heizung runter drehen sollte, wenn schon das Fenster den ganzen Tag sperrangelweit offen steht. Schließlich seien wir ja alle zum Sparen angehalten. Darauf meinte die Richterin zynisch: >>Was Sie zu Hause machen ist mir egal. Das interessiert hier nicht<<.
Das hohe Rechtsgut Kindeswohl sowie das beharrliche Ignorieren von Wahrheit und Realität durch Amtspersonen und Justizorgane verpflichtet Bürgerinnen und Bürger, diesen Missstand öffentlich zu machen.“
Ende des Leserbriefs

Die Höhe des Strafmaßes wurde in allen Fällen auf unter 250 Euro reduziert. Damit gibt es keine Möglichkeit, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Als die Mutter eines der betroffenen Kinder die von Fachleuten ausgearbeitete Studie zu krebserregenden Stoffen in den Teststäbchen vorlegen wollte, lehnte es die Richterin ab, sich damit zu befassen. Auch Präzedenzfälle, bei denen die Angeklagten frei gesprochen wurden, interessierten sie nicht.

28 Dezember 2022

Fester Bestandteil zum Weihnachtsfest: Wichteln gegen die Einsamkeit

Westsachsen/Werdau.-
Weihnachten ein Zeichen des Miteinanders und der Mitmenschlichkeit setzen und alleinlebende Senioren zum Fest überraschen: Das taten jetzt auch die hiesigen Bürger bei der großen Alloheim-Geschenkaktion. Anfang des Monats hatte die Alloheim Senioren-Residenz „Am Sternplatz“ unter dem Motto „Wichteln gegen die Einsamkeit“ zum Spenden kleiner Weihnachtsgeschenke aufgerufen. Diese wurden nun pünktlich zum Fest an alleinstehende Senioren der Region übergeben.
„Auch in diesem Jahr sind wir überwältigt, wie viele Menschen sich an unserer Spendenaktion für alleinlebende Senioren in unserer Gegend mit Herz, Liebe und Leidenschaft beteiligten“, fasst Einrichtungsleiterin Jana Becke den Erfolg der Geschenkeaktion zusammen, „wir haben neben vielen liebevoll verpackten Geschenke auch ganz persönliche Weihnachtsgrüße zum Verteilen bekommen, die für sehr bewegende Momente der Rührung bei jedem Empfänger gesorgt haben. Im Namen aller Senioren möchten wir uns dafür mit einem großen Dankeschön bei allen Bürgern von ganzem Herzen bedanken. Sie haben auch in diesem Jahr ein beeindruckendes Zeichen des Zusammenhaltes und der Mitmenschlichkeit gesetzt.“
Schon seit über zehn Jahren rufen die zu Alloheim gehörenden Pflegeeinrichtungen in der Vorweihnachtszeit Bürger, Vereine, Unternehmen, Kindergärten oder auch Schulen dazu auf, kleine Weihnachtspräsente zu spenden und in einer der Einrichtungen abzugeben. Denn: „Viele Senioren haben keine Angehörigen mehr, weshalb wir verhindern wollen, dass sie ihr Weihnachtsfest einsam und ohne Geschenke verbringen müssen“, erläutert Becke.
Um die pünktliche Geschenkübergabe sicherzustellen, waren neben den Mitarbeitern der Residenz auch Sozial- bzw. ambulante Dienste und viele Ehrenamtliche eingebunden, um die Wichtelpakte an die Senioren der Region zu verteilen. „Wir möchten uns bei jedem einzelnen Spender ganz herzlich für jedes Wichtelpaket bedanken“, sagt Jana Becke, „Dank der Hilfe und Unterstützung von so vielen großartigen Menschen konnten wir vielen Senioren ein unvergessliches Weihnachtsfest bescheren. Nächstenliebe und Empathie zu zeigen, anonym und ohne viel Aufsehen – das ist nicht alltäglich und schon mehr als eine Besonderheit“. Auch im nächsten Jahr wird das „Wichteln gegen die Einsamkeit“ zum festen Bestandteil der Weihnachtsplanung gehören.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

27 Dezember 2022

Wirtschaftsprofessor: Wertpapiergeschäfte der Sparkasse treffen uns alle

Frankfurt/Westsachsen/Zwickau.-
 Die Millionenverluste der Sparkasse Zwickau werden immer größer (WSZ berichtete). Professor Ralf Jasny (Foto), der als Erster darauf aufmerksam machte, zieht jetzt Bilanz zur aktuellen Entwicklung. Hier sein Fazit:
„Im Juli dieses Jahres war nach der Veröffentlichung meiner Studie zu den Wertpapiereigengeschäften vom Deutschen Sparkassenverband zu hören, dass »… die Fakten falsch sind …«. Als im November auch die Bundesbank in ihrem Finanzmarktstabilitätsbericht 2022 vor hohen Abschreibungen bei den Sparkassen warnte, war auf Nachfrage von Markus Lachmann von FinanzBusiness lediglich seitens des Pressesprechers des DSGV - Deutscher Sparkassen- und Giroverband zu hören, »Der DSGV hat keinen Grund, an seiner Bewertung aus dem Sommer irgendetwas zu ändern«.
Dass eine solche Einschätzung aber nicht von allen Regionalverbänden geteilt wird, zeigt jetzt ein aktuelles Interview. Der bayerische Sparkassenpräsident Ulrich Reuter (der dem Vernehmen nach als potentieller Nachfolger des amtierenden DSGV-Präsidenten gehandelt wird) erklärte in einem Bloomberg-Interview: »Zinsbedingte Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapierbestände schlagen für das Jahr 2022 hart ins Kontor«. Er selbst spricht von einem »hohen dreistelligen Millionen Betrag« für die bayerischen Sparkassen. Dabei sind die wirklichen Problemsparkassen in Bayern gar nicht zu finden, sondern vielmehr in Ostdeutschland, zum Beispiel Zwickau, wie meine Studie schon vor einigen Monaten gezeigt hat. Da werden im »worst case« ganz andere »Hausnummern« aufgerufen werden. Solche zaghaften öffentlichen Kehrtwenden machen schmerzhaft bewusst, dass Verluste von öffentlich-rechtlichen Instituten wie Sparkassen sich über kurz oder lang in den Gemeindehaushalten niederschlagen: Entweder als entgangene Gewerbesteuereinnahme bei geringeren Gewinnausweisen, oder sogar als Gewerbesteuerrückforderung bei Verlusten. Dann treffen die Wertpapiereigengeschäfte der Sparkassen uns alle.“
Quelle: Blomberg / FinanzBusiness / Prof. Ralf Jasny

24 Dezember 2022

Pünktlich zu Weihnachten: Paracelsus Klinik schließt Notaufnahme

Westsachsen/Adorf/Schöneck.- Die Paracelsus Klinik Adorf hat mit sofortiger Wirkung ihre Notaufnahme bis zum 27.12. 2022, 7.00 Uhr, geschlossen. Grund: Es fehlt an qualifiziertem Fachpersonal bei Ärzten und Pflegekräften auf der Intensivstation der Klinik. In der Folge muss die Notaufnahme schließen, um eine adäquate und sichere Patientenversorgung gewährleisten zu können. Die Notfallversorgung findet nun ausschließlich in der Paracelsus Klinik Schöneck statt. Die Rettungsdienste der Region wurden über diesen Schritt informiert.
„Viele unserer Beschäftigten können aufgrund einer Infektion mit Influenza- oder RS-Virus, zu einem kleinen Teil auch mit dem Coronavirus, nicht zum Dienst erscheinen. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen und alle notfallmedizinischen Kräfte am Standort Schöneck gebündelt. Dort können wir eine gute Patientenversorgung gewährleisten“, erklärt Jan Müller, Klinikmanager der beiden Klinikstandorte in Adorf und Schöneck.
Die Paracelsus Klinik mit den Standorten Adorf und Schöneck ist ein leistungsfähiger und familiärer, medizinischer Dienstleister in der Region. Mit 275 Planbetten, 5 tagesklinischen Plätzen und rund 500 Mitarbeitern in Klinik und MVZ gewährleistet das Krankenhaus eine solide Grund- und Regelversorgung und hochspezialisierte Leistungserbringung an den jeweiligen Standorten. Die hochqualifizierten Mitarbeiter bieten mit modernsten Diagnose- und Therapieverfahren und viel Menschlichkeit eine optimale Versorgung und Vernetzung in den Fachbereichen Anästhesie und Intensivmedizin, Innere Medizin, Allgemein– und Viszeralchirurgie, Unfall-, Hand-, Wirbelsäulen- und wiederherstellende Chirurgie mit EndoProthetikZentrum, Onkologie, Geriatrie, geriatrische Tagesklinik, Palliativmedizin, Schmerzzentrum sowie der 24Stunden-Notaufnahme.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

23 Dezember 2022

Sächsische Justiz ermittelt wegen Kohldiebstahl für Kaninchen

Westsachsen/Zwickau/Dresden.-
 Es ist schon erstaunlich, wenn man vergleicht, womit sich sächsische Ermittler befassen und was sie gekonnt ignorieren. So ist den Behörden seit Jahren bekannt, dass in Zwickau eine kriminelle Vereinigung, bestehend aus der Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, dem Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner und dem Staatsanwalt Jörg Rzehak, ihr Unwesen treibt. Entsprechende Strafanzeigen wurden aus unterschiedlichen Quellen erstattet, die Beschuldigten bestreiten ihre Mitgliedschaft in dieser Vereinigung nicht. Einzig das Landgericht Zwickau distanziert sich davon (WSZ berichtete). Das Sächsische Justizministerium ist umfassend informiert. Konsequenzen gab es bisher keine. Die drei Genannten hantieren weiter unbehelligt in der Zwickauer Justiz, meist zum Schaden der Allgemeinheit.
Umso wichtiger ist es, dass den sächsischen Ermittlungsbehörden jetzt ein ganz großer Coup gelungen ist. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben ein Ermittlungsverfahren gegen eine 60-jährige Beschuldigte wegen des Verdachts des versuchten Diebstahls mit Waffen geführt.
Der Beschuldigten wurde vorgeworfen, am 07.09.2022 gegen 17:30 Uhr auf einem Feld des Frühgemüsezentrums Kaditz an der Serkowitzer Straße in Dresden mit einem Messer zunächst einen Weißkohl abgeschnitten und zum Abtransport bereitgelegt zu haben. Dabei wurde sie von zwei sich auf Streife befindlichen Polizeibeamten beobachtet, was die Beschuldigte auch bemerkte. Gleichwohl soll sie unter den Augen der Polizeibeamten noch zwei weitere Weißkohlköpfe abgeschnitten und zum Abtransport bereitgelegt haben. Die Frage der Polizeibeamten, ob es sich hier um ihr Feld handele oder ob die Beschuldigte eine Genehmigung für die Weißkohlernte habe, verneinte sie. Die Beschuldigte teilte den Polizeibeamten vielmehr mit, dass sie nur etwas Weißkohl für ihre Kaninchen hole und das Feld sowieso nur umgepflügt werde.
Die Beschuldigte führte bei Begehung der Tat ein Messer bei sich, so dass der Sachverhalt rechtlich als versuchter Diebstahl mit Waffen zu werten war, für den das Gesetz grundsätzlich eine Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe vorsieht. Da die Tat im Versuchsstadium verblieben ist, hat die Staatsanwaltschaft Dresden das Verfahren gegen die nicht vorbestrafte Beschuldigte mit Zustimmung des Amtsgerichts Dresden nach § 153 Absatz 1 Strafprozessordnung eingestellt. Die Beschuldigte wurde eindringlich angehalten, sich künftig eine andere und legale Futterquelle für ihre Kaninchen zu suchen.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden

22 Dezember 2022

Kaufland erfüllt Weihnachts-Kinderwünsche: Niemand soll leer ausgehen

Westsachsen/Werdau.- In wenigen Tagen ist Heiligabend. Viele Kinder werden dann einen mehr oder weniger reichlich gedeckten Gabentisch unter dem Weihnachtsbaum finden. Doch es gibt auch Ausnahmen, da nicht jede Familie über die nötigen Ressourcen verfügt. Grund genug für die Kaufland-Filialen in Werdau und Steinpleis, gemeinsam das Projekt „Wunschbaum“ durchzuführen. In enger Abstimmung mit den Schulsozialarbeitern des DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. in Werdau und Fraureuth und mit der Unterstützung der Kunden wurden Wünsche für 32 Kinder und Jugendliche erfüllt. Die liebevoll verpackten Päckchen wurden am 21. Dezember durch die Filialleiterinnen Ines Kasulke und Solveig Richter an die Sozialarbeiter des DRK übergeben. Sie spielen in den nächsten Tagen nun „Weihnachtsmann“, damit alle Präsente rechtzeitig ihren Weg zu den Empfängern finden. Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Dr. Lars Kretzschmar, bedankte sich bei der Übergabe herzlich für die gute Zusammenarbeit: „Durch diese Zusammenarbeit ist es uns einmal mehr möglich, Lücken im sozialen Gefüge unserer Gesellschaft zu schließen. Man merkt, dass das für alle hier eine Herzenssache ist.“
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau

21 Dezember 2022

Meinung: Was passiert, wenn Schübel aus dem Nähkästchen plaudert?

Westsachsen/Leipzig/Zwickau.- Vordergründig sieht es zunächst danach aus, als ginge es beim GRÜNEN-Anwalt Jürgen Kasek (Foto/Artikel LVZ) um dessen Zulassung als Rechtsanwalt. Sieht man jedoch genauer hin, so fällt dem geneigten Leser auf, dass auch hier wieder einmal mehr mit zweierlei Maß gemessen wird. Wer die Westsächsische Zeitung regelmäßig verfolgt, sieht die Parallelen zwischen dem flüchtigen Potsdamer Juristen Dirk-Ulrich Magerl, dem falschen Doktor aus Plauen, Reinhard Schübel, und eben diesem Böttger-Vertreter aus Leipzig.
Wir erinnern uns: Der Zwickauer GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto unten) ließ über Kasek eine Verfügung erwirken, wonach einer unserer ehrenamtlichen Journalisten bei Zuwiderhandlung in den Knast gesteckt werden sollte (WSZ berichtete). Kurze Zeit später gab es eine Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme von Arbeitsmitteln bei eben diesem Journalisten, der, wie sich später herausstellte, in der Sache völlig unschuldig war. Böttger kassierte daraufhin eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung. Die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen.
Wie ein schlechter Witz mutet dagegen die Aussage der Rechtsanwaltskammer an, es handele sich um den Straftatbestand „Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen“. Dieser wird mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet. Möglich, dass Kasek in Leipzig damit vor Gericht landet. Und in Zwickau? Hier überlegt man seit Jahren, ob man gegen den falschen Doktor aus Plauen überhaupt vorgehen will. Dabei ist die Liste der Vergehen des Reinhard Schübel mit Sicherheit wesentlich länger, als die des Journalistenjägers Kasek.
Wir erinnern uns: Schübel war es, der im April 2012 die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels versäumte und damit ein Chaos in der Zwickauer Justiz auslöste, das bis heute anhält. Absurderweise bildet er sich ein, er hätte dafür auch noch Honorar verdient. Im Schulterschluss mit der Zwickauer Justiz verhindert er bisher erfolgreich die Aufklärung der Überklebungsaffäre und braucht nicht zu befürchten, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Insider sprechen von privaten Verquickungen, die ihn vor Strafverfolgung schützen (WSZ berichtete). Auch gewisse Kreise der nach wie vor aktiven Stasi-Seilschaften in Zwickau haben, nach Kenntnis von Hinweisgebern, offensichtlich kein Interesse daran, dass Schübel „aus dem Nähkästchen plaudert“. Und so bleiben in Zwickau Straftaten, wie die von der Rechtsanwaltskammer beschriebenen, trotz wiederholter Anzeigen ungesühnt.
Ein Potsdamer Jurist macht es jetzt vor, wie man sich gänzlich aus der Affäre ziehen kann. Dirk-Ulrich Magerl wurde in Potsdam zur Rückzahlung von Honorar an eine Mandantin verurteilt. Als der Gerichtsvollzieher die Summe pfänden wollte, war der Advokat nicht mehr greifbar. Jetzt sucht die Polizei nach ihm mit ungewissem Ausgang. Angeblich hat er sich bereits ins Ausland abgesetzt (WSZ berichtete).
Wenn dieses Beispiel Schule macht, ist es bald gänzlich vorbei mit dem „demokratischen Rechtsstaat“. In Zwickau hat man die Vernichtung desselben mit Wissen und Duldung des Sächsischen Justizministeriums bereits geschafft.

20 Dezember 2022

Ursache unklar: Laube in Gartenanlage „Bergmannshöhe“ ausgebrannt

Westsachsen/Zwickau.-
 Gestern Nachmittag kam es gegen 14:10 Uhr zu einem Laubenbrand in der Gartenanlage „Bergmannshöhe“. Die Anlage befindet sich zwischen der Lengenfelder Straße und der Einsteinstraße. Als die ersten Kameraden der Berufsfeuerwehr am Brandort eintrafen, befand sich die freistehende Laube bereits im Vollbrand.
Zur Brandbekämpfung, die mit Atemschutz durchgeführt wurde, kamen 2 C-Rohre zum Einsatz. Löschwasser wurde aus einem nahegelegenen Überflurhydrant entnommen. Nach zehn Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf benachbarte Gärten konnte zum Glück verhindert werden.
Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle zogen sich bis 16:15 Uhr hin. Erschwert wurden die Einsatzmaßnahmen vor Ort durch den Restschnee, welcher in Verbindung mit dem Regen die Wege regelrecht in Eisbahnen verwandelte.
Im Einsatz waren der Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Planitz mit insgesamt 27 Einsatzkräften. Die Polizeidirektion Zwickau war vor Ort und nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Stadt Zwickau und das Feuerwehramt bedanken sich bei allen Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Dezember 2022

Auf der Flucht: Verurteilter Rechtsanwalt macht sich aus dem Staub

Westsachsen/Zwickau/Potsdam.- Das kommt also dabei heraus, wenn man den Rat eines Richters befolgt: „Verklagen Sie ihren Rechtsanwalt!“, tönte Richter Jörg Reneberg am Landgericht Zwickau, nachdem er die Verhandlung wegen Nichterscheinen desselben mit einem Versäumnisurteil beschloss. Nach jahrelangem Kampf durch die Instanzen war es im Sommer dieses Jahres endlich soweit. Der Geschädigten wurde vom Landgericht Potsdam bestätigt, was das dortige Amtsgericht bereits 2021 beschloss: Rechtsanwalt Dirk-Ulrich Magerl muss mehrere Tausend Euro an ungerechtfertigt abgerechnetem Honorar zurück bezahlen. Doch dieser denkt gar nicht daran, seine Schulden zu begleichen. Statt dessen macht er sich aus dem Staub.
Jetzt kam heraus, dass der Advokat bei Gericht eine falsche Adresse angegeben hat. Die Rechnung an ihn kam mit dem Hinweis der Post zurück: „Empfänger nicht zu ermitteln“. Der inzwischen eingeschaltete Gerichtsvollzieher findet ebenfalls nur ein verlassenes Klingelschild vor (Foto). Inzwischen wurde Vermissten- und Betrugsanzeige bei der Potsdamer Polizei erstattet. Bisher ohne Ergebnis. Ein Bekannter meint, Dirk-Ulrich Magerl habe sich schon vor Jahren ein Grundstück auf Zypern gesichert. Ob er dort zu finden ist, müssen die Behörden heraus finden.
Nur ein Einzelfall? Parallelen gibt es zu einem seit Jahren in der Kritik stehenden Rechtsanwalt in Sachsen. Reinhard Schübel, der falsche Doktor Plauen, weigert sich ebenfalls, ungerechtfertigt abgerechnetes Honorar zurückzugeben. Schlimmer noch, er traktiert seine ehemalige Mandantin mit weiteren Forderungen, die durch Rechtsbeugung am Oberlandesgericht Dresden entstanden sind. Hier hat man trotz bestehender Rechtskraft gesetzeswidrig zum Schaden der Betroffenen weiter verhandelt. Bis heute wird Schübel im Schulterschluss mit Richtern und Staatsanwälten vor Strafverfolgung geschützt (WSZ berichtete).
Seit einigen Wochen ist es um den Winkeladvokaten verdächtig still geworden. Zwar versuchte er, noch im November, mit einer Beleidigungsanzeige gegen die Geschädigte Verwirrung zu stiften, doch seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Möglich wäre, dass er sich ebenfalls ins Ausland abgesetzt hat. Falls nicht, sind die Behörden jetzt dazu aufgefordert, hier besser aufzupassen als bei Dirk-Ulrich Magerl.

Einbruch ins Grüne Gewölbe: Erheblicher Teil der Tatbeute sichergestellt

Westsachsen/Dresden/Berlin.-
Staatsanwaltschaft Dresden, Soko Epaulette und das LKA Sachsen haben in der vergangenen Nacht in Berlin einen erheblichen Teil des bei dem Einbruch in das Grüne Gewölbe entwendeten Diebesgutes sichergestellt. Nach einer ersten Sichtung handelt es sich um 31 Einzelteile, darunter auch mehrere vollständig erscheinende Stücke wie der Hutschmuck (Reiherstutz) und der Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens aus der Brillantgarnitur. Es fehlen die bei dem Diebstahl beschädigte Epaulette mit dem »Sächsischen Weißen« und die Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste.
Die gesicherten Gegenstände wurden unter Absicherung durch Spezialkräfte der Polizei nach Dresden überführt und werden hier zunächst kriminaltechnisch und im Anschluss durch Spezialisten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf ihre Echtheit und Vollständigkeit hin untersucht.
Vorausgegangen waren Sondierungsgespräche zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft unter Einbeziehung des Gerichts über eine mögliche Verfahrensverständigung und Rückführung noch vorhandener Beutestücke. Alles Weitere muss dem weiteren Gang der Hauptverhandlung vorbehalten bleiben, die am kommenden Dienstag fortgesetzt wird. Weitere Auskünfte sind daher momentan nicht möglich.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: Kunstsammlungen Dresden