10 August 2022

„Westsächsische Ermittlungsbehörden agieren willkürlich und korrupt“

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Als Reaktion auf unseren Artikel von gestern mit dem Titel „Journalist gegen Staatsanwalt: Wem droht die Inhaftierung?“ erhielten wir einen Leserbrief einer weiteren geschädigten Person, die mit den Ermittlungsbehörden in Plauen und Zwickau Probleme hat.
Hier der Brief im Wortlaut:
„Ich war aktuell wiederholt gezwungen, Strafanzeige gegen Herrn Jens Rzezak (Foto rechts) aus Plauen zu erstatten. Seit über sechs Jahren agiert dieser gewalttätige Verbrecher strafrechtlich gegen mich und meine Familie, ohne nachteilige Konsequenzen für ihn. Bei einer seiner letzten Aktionen, die sich über drei aufeinander folgende Tage erstreckte, ging es wiederum um Hausfriedensbruch mit völlig zügelloser Zerstörung meiner Dachterrasse, welche sich auf einer Garage befindet (Foto links). Zugang verschafft er sich mit einer Leiter (Foto unten). Dabei wurde ich auch wieder körperlich attackiert und für Nachbarn deutlich vernehmbar auf übelste Weise verleumdet.
Als unfreiwilliger Zeuge wurde dabei mein dreijähriger Enkel in Angst und Panik versetzt, dass seine hinzugerufene Mama und ich große Mühe hatten, den kleinen Kerl wieder zu beruhigen. Ich hatte den ermittelnden Polizeibeamten des Reviers Plauen gebeten, mir unbedingt vor Weiterleitung des Vorganges an die Staatsanwaltschaft Gelegenheit einzuräumen, um mich zu der üblicherweise verlogenen Gegendarstellung dieses korrupten Täters äußern zu können.
Heute teilte mir dieser Ermittler auf meine Anfrage dazu mit, dass die Vorgänge samt Strafanträgen bereits der Staatsanwaltschaft Plauen zur weiteren Bearbeitung übergeben wurden. So läuft es bei allen Verfahren, zu gegen mich gerichteter Straftaten des Herrn Rzezak. Dazu gehören auch schwere Straftaten. Durch mehrfache Fälschungen meiner Unterschrift wurden von ihm in seiner Eigenschaft als Generalvertreter einer Versicherung auf meinen Namen Versicherungsverträge abgeschlossen, er fungiert praktischerweise auch gleich als Begünstigter.
Im Gegensatz zu den Ermittlungsbehörden erkannten Ombudsmann der Versicherungen und die von mir eingeschaltete BaFin diese Fälschungen sofort. Die Versicherung und deren korrupter Außendienstmitarbeiter mussten daraufhin die gefälschten Verträge rückabwickeln und die rechtswidrig von meinem Konto eingezogenen Beiträge erstatten. Bezüglich dieses schweren Eingriffs in den öffentlichen Rechtsverkehr wird allerdings auf die Strafverfolgungspflicht der staatlichen Ermittlungsbehörden verwiesen, aber...Fehlanzeige.
Bereits ab den 1970iger Jahren kennt man das strafrechtlich relevante Vorgehen seines Vaters, welcher zudem selbst Polizeiangestellter in Plauen war und folgenlos bis zu seiner Pensionierung im Polizeidienst blieb.
Trotz ständiger Eingriffe durch den Serientäter Jens Rzezak in meine Persönlichkeits- und Eigentumsrechte sowie mehrere Körperverletzungen bis hin zu einem lebensbedrohlichen Würgeübergriff, begleitet von eindeutigen Drohungen, mich „alle zu machen“, sehen die Ermittlungsorgane weiterhin keinen Handlungsbedarf, zu solchen Straftaten mit der gebotenen Sorgfalt zu ermitteln. Beweise, Zeugenaussagen, ärztliches Gutachten usw. werden strikt ignoriert.
Zu einer fingierten Gegenanzeige, auf Anraten der Polizeibeamtin Voigt des Reviers Plauen, sahen sich Staatsanwältin Opalla und Richter Rüsing regelrecht genötigt, mich zu verurteilen. Beweise mussten dazu nicht erbracht werden. Es reichte völlig aus, dass der Anzeigende den nicht vorhandenen Sachverhalt „glaubhaft“ rüber bringen konnte. Dass es sich bei dem angeblich „geschädigten Objekt“ auch noch um von mir finanziertes Eigentum handelt, bestätigt einmal mehr die willkürliche Verfahrensweise dieser korrupten Justiz.“

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09 August 2022

Das Mausoleum in Waldhaus ist für Besichtigungen geöffnet

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Am Sonntag, 14. August, wird das Mausoleum in Waldhaus in der Zeit von 11 Uhr bis 17 Uhr für Besichtigungen geöffnet sein.
Für den letzten regierenden Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie war Waldhaus ein beliebter Ort. Aus diesem Grund ließ er sich im Jahr 1883 seine Ruhestätte, das Mausoleum, errichten. Vor über 15 Jahren wurde die Begräbnisstelle der letzten Greizer Reußen ä.L. durch die Stadt Greiz renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Mausoleums, zu Heinrich XXII. und seiner Familie ist im Inneren der Kapelle zu besichtigen. Der Eintritt in das Mausoleum ist frei, Spenden zum Erhalt des Mausoleums sind willkommen.
Weitere Termine der Öffnung 2022: 14. August, 11.September und 09. Oktober
Möchten Sie gern mit Ihren Gästen das Mausoleum außerhalb der Öffnungstermine besuchen? Gern nehmen wir Ihre Anfrage/Buchung entgegen.
Tipp: Mit dem Kremser nach Waldhaus, Start 13.30 Uhr ab Unteren Schloss Greiz, Tickets in der Tourist-Information.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Journalist gegen Staatsanwalt: Wem droht die Inhaftierung?

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Der unter dem Verdacht der Rechtsbeugung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung stehende Zwickauer Staatsanwalt Jörg Rzehak (im Bild oben rechts) versucht derzeit, einen unliebsamen Kritiker seiner kriminellen Machenschaften von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Der freie Journalist Olaf Thalwitzer, der unter anderem auch für die Westsächsische Zeitung schreibt, hatte im Oktober 2020 die Polizei zur Sparkasse Zwickau gerufen, weil sich die Verantwortlichen dort geweigert hatten, wichtige Vertrags-Unterlagen an eine Kundin heraus zu geben (WSZ berichtete). Daraus konstruierte Staatsanwalt Rzehak den Straftatbestand „Missbrauch von Notrufen“. Thalwitzer wurde zu rund 1.800 Euro Geldstrafe, ersatzweise 50 Tage Haft, verurteilt. Jetzt soll die Freiheitsstrafe vollstreckt werden.
Dagegen protestieren zahlreiche aufgebrachte Bürger aus Zwickau und ganz Westsachsen. Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie erreichen, dass das Sächsische Justizministerium den Fall überprüft. Schließlich laufen gegen den umstrittenen Staatsanwalt mehrere Ermittlungsverfahren seitens der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, des Landeskriminalamtes Sachsen (Abteilung INES) und der Kriminalpolizei Zwickau.
Der erste Protestbrief mit rund 100 Unterschriften ist bereits auf dem Postweg nach Dresden ins Ministerium unterwegs. Ein weiterer liegt zur Unterzeichnung bereit. Wer sich daran beteiligen möchte, kann einen Termin per Mail vereinbaren (wszrechercheteam@gmail.com) oder am kommenden Montag, 15. August, zur Demonstration in die Zwickauer Innenstadt kommen. Dort wird die Unterschriftenliste nochmals ausgelegt.
So lautet der Inhalt des Protestbriefes:
Wir, die Unterzeichner, protestieren aufs Schärfste gegen die von der Zwickauer Staatsanwaltschaft beabsichtigte Inhaftierung des Journalisten Olaf Thalwitzer.
Staatsanwalt Jörg Rzehak versucht mit dieser Aktion einen kritischen Zeitgenossen aus dem Verkehr zu ziehen, der hinter seine kriminellen Machenschaften gekommen ist. Deshalb fordern wir, dass dieser Staatsanwalt seines Amtes enthoben wird. Außerdem ist das Verfahren im Aktenzeichen R001 VRs 120 Js 1213/21 für nichtig zu erklären und neu zu verhandeln.

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Schluss mit Urlaub: Alle Feuerwehren zur Brandbekämpfung beordert

Westsachsen/Zwickau/Rathen.-
Seit rund zwei Wochen kämpfen hunderte Kameraden unermüdlich gegen den immer noch andauernden Waldbrand in der Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge. Die aktuelle Wetterlage mit extremer Hitze und anhaltender Trockenheit erschwert die Löscharbeiten und fordert den Rettungskräften vor Ort enorm viel ab. Die Sächsische Landesdirektion bat deshalb bei weiteren Wehren in Sachsen und den angrenzenden Bundesländern um Unterstützung – so auch in der Stadt und im Landkreis Zwickau.
Gestern Mittag starteten vom Platz der Völkerfreundschaft aus zwei Löschzüge mit insgesamt 10 Fahrzeugen und rund 60 Kameraden ins sächsische Waldbrandgebiet. Die Hälfte der Einsatzkräfte sind Kameradinnen und Kameraden aus den 15 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Zwickau. In diesen hatten sich auf Nachfrage binnen kurzer Zeit über 60 Freiwillige bereit erklärt, bei der Waldbrandbekämpfung in der Sächsischen Schweiz zu helfen - einige davon aus ihrem Urlaub heraus. Die erste rund 30-köpfige Gruppe wird nun bis Donnerstag, im Einsatz sein und anschließend vom zweiten Trupp der Freiwilligen Feuerwehren Zwickaus abgelöst. Beim anderen Löschzug handelt es sich um Fahrzeuge und Kameraden des ersten Katastrophenschutzzuges aus dem Landkreis Zwickau. Diese lösen ihre Kameraden ab, die bereits seit einigen Tagen im sächsischen Waldbrandgebiet im Einsatz sind.
Koordiniert wurde alles von der Berufsfeuerwehr der Stadt Zwickau. Diese stellte, neben entsprechender Schutzausrüstung auch zusätzliche Marschverpflegung in Form von Getränken und Snacks zur Verfügung.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 August 2022

Kreative aus aller Welt reisen für die ibug 2022 nach Flöha

Westsachsen/Flöha/Leipzig.-
Am kommenden Samstag startet in Flöha die Kreativphase der diesjährigen Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug. Kreative aus dem In- und Ausland reisen dafür in mehreren Etappen nach Sachsen und gestalten zur 17. Auflage des Festivals für urbane Kunst zum zweiten Mal das brachliegende Gelände der ehemaligen Buntpapierfabrik an der Augustusburger Straße mit einem breiten Spektrum verschiedener Kunstarten zwischen Malerei und Graffiti, Installationen, Skulpturen und Textilkunst, Fotografie und Multimedia. Knapp 300 Künstler und Kollektive aus insgesamt 41 Ländern hatten sich für die ibug 2022 beworben. Rund 70 von ihnen sind nun eingeladen, sich auf dem Areal zu entfalten und Innenräume wie Außengelände während der zweiwöchigen Kreativphase in ein buntes Gesamtkunstwerk zu verwandeln.
Ohne Corona-bedingte Reisebeschränkungen werden neben ibug-Alumni und neuen Gesichtern aus ganz Deutschland auch wieder mehr internationale Gäste dabei sein, europaweit von Schweden bis Italien, von Großbritannien bis Israel, von Portugal bis Russland, aber auch aus Puerto Rico oder den USA. Die wohl weiteste Anreise in diesem Jahr hat Barbara Daros aus Brasilien. Ihre Werke zeichnen sich durch abstrakte Formgebung aus, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln zu einem Ganzen fügt und nur schwer beschreiben lässt. Betrachter werden immer wieder neue Details entdecken. Einen deutlich kürzeren Weg nach Flöha hat Marie-Luise Pößl aus Chemnitz. Die Schülerin konnte sich schon früh für Malerei begeistern und plant, nach ihrem Abitur Kunst zu studieren. Auch Luke Carter muss nicht weit reisen, denn der englische Künstler lebt mittlerweile in Leipzig. Er zieht seine Inspiration aus menschlichen Beziehungen und Sexualität. „In der heimischen Kunstwelt gibt es tausende inspirierende Quellen“, sagt Carter. „Mehr und mehr ziehe ich Anregungen aber auch aus der klassischen indischen und japanischen Kunst.“
„Dass die ibug in der gleichen Brache wie im Vorjahr stattfindet, ist sowohl für uns als auch die Künstler neu“, erklärt Paula Jörk, die im Festivalteam für die Betreuung der Kreativen zuständig ist. „Wir sind gespannt, inwieweit die bereits vorhandene Kunst erhalten bleibt oder weiterentwickelt wird. In jedem Fall sollen zum diesjährigen Festival neu erlebbare Räume entstehen und die kreative Auseinandersetzung mit der Geschichte der alten Buntpapierfabrik fortgesetzt werden“, so Jörk weiter. „Ganz besonders freuen wir uns erneut auf das Kollektiv >>adhocrates<< aus Österreich, bei dem das Spiel mit der Umgebung im Vordergrund steht. Räumliche Gegebenheiten werden dabei zum Ausdruck künstlerischen Schaffens. Schon im letzten Jahr war das Duo bei der ibug in Flöha zu Gast und nutzte die Historie sowie vorhandene Materialien, um eine Installation zu gestalten.“
Neugierige und Kunstliebhaber können die entstandenen Werke an zwei Festivalwochenenden – vom 26. bis 28. August und vom 2. bis 4. September – als Ausstellung auf Zeit sehen und erleben. Dazu ist ein Festivalprogramm mit Führungen und Filmen, Artist Talks, einem Kunstmarkt und Musik geplant. Nach den Festivalwochenenden wird es außerdem Angebote für Schulklassen geben. Tickets und weitere Infos zur ibug 2022 gibt es online unter www.ibug-art.de.

03 August 2022

Zur Vernunft gekommen: Stadtverwaltung ruft zum Energie sparen auf

Westsachsen/Zwickau.-
 Nur wenige Tage nach der Veranstaltung mit Reiner Gelfort zum Thema „Energie sparen, aber richtig“ (WSZ berichtete) lenkt die Stadtverwaltung jetzt ein. Als Vorwand für den plötzlichen Sinneswandel muss die drohende Energie- und Gaskrise her halten. Hier die offizielle Mitteilung der Pressestelle im Rathaus:
Angesichts des drohenden Mangels ist es erforderlich, besonders sparsam mit Energie umzugehen. Die Stadtverwaltung reagiert auf diese kritische Lage: Erste Maßnahmen werden umgesetzt, weitere Schritte werden diskutiert. Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel: „Wir alle sind gefordert, uns dieser schwierigen Situation zu stellen, um einen Beitrag zu leisten, die Energie- und Gaskrise zu meistern – öffentliche Verwaltungen ebenso wie Unternehmen und Privatpersonen!“
Die Stadtverwaltung geht dabei mit gutem Beispiel voran. Insbesondere folgende Maßnahmen werden kurzfristig umgesetzt:
Die Warmwasserversorgung an allen Zapfstellen der Verwaltung und der nachgeordneten Einrichtungen (Museen, Schulen, Kitas, etc.), an welchen kein Warmwasser durch entsprechende Vorschriften gefordert wird, wird eingestellt. In den Büro-, Beratungs- und Aufenthaltsräumen mit Klimaanlage werden die maximalen Raumtemperaturen (auf die herabgekühlt wird) allgemein auf 26°C, in Ausnahmefällen auf 24°C festgesetzt. Als Ausnahmen gelten die Leitstelle in der Berufsfeuerwehr und der Bürgerservice im Rathaus.
Für die kommende Heizperiode werden die Sollwerte für die Raumtemperaturen auf die Mindestvorgaben der Arbeitsstättenverordnung gesenkt. Ein Einsatz von elektrischen Zusatzheizern (Heizlüfter, Ölradiatoren, etc.) ist nicht zulässig.
Die Beleuchtung in den Fluren und Treppenhäusern wird - soweit realisierbar und den Sicherheitsanforderungen entsprechend - tagsüber ausgeschaltet oder reduziert. Um diese Zielsetzungen umsetzen zu können, müssen die Einzelmaßnahmen jeweils vor Ort abgestimmt werden. Die jeweilige Art der Nutzung, unterschiedliche technische Voraussetzungen, spezifische Gebäudeparameter und weitere Aspekte erfordern teils individuelle Lösungen. Im Rathaus indes wurden diese Vorgaben bereits seit Februar umgesetzt. Die Raumtemperaturen wurden – in der Heizperiode – neu justiert und die Beleuchtung in Fluren und Treppenhäusern auf ein Mindestmaß verringert.
Geprüft wird beispielsweise außerdem, ob und inwieweit die Anstrahlung öffentlicher Gebäude reduziert oder komplett eingestellt wird oder ob im Bereich der Straßen- und Parkbeleuchtung Änderungen vorgenommen werden können. In Frage stehen außerdem Einsparungen in Sport- und Freizeiteinrichtungen. Auch die Temperaturen in den Schwimmbädern werden auf den Prüfstand gestellt.
Ob und wie die Gas- und Energiekrise sich konkret in Zwickau auswirkt, sei derzeit kaum vorhersehbar, wie Silvia Queck-Hänel betont. „Sicher ist jedoch, dass sie uns – in welchem Umfang auch immer – trifft und betreffen wird.“ Sie appelliert: „Entsprechende Sparmaßnahmen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und um über den Winter zu kommen. Zudem gilt es – angesichts der Preissteigerungen – sowohl privat als auch im öffentlichen Bereich, Kosten zu minimieren.“
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Zum 100. Geburtstag: Hansgeorg-Stengel-Abend mit Bea Müller

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Am kommenden Freitag wird Humoristin, Buchautorin und Gästeführerin, Bea Müller (Foto) dem Greizer Hansgeorg Stengel einen ganz besonderen Abend widmen. Unter dem Titel „Schießt den Stengel auf den Mond“ erwartet die Gäste ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend. Die aus Eisenberg stammende Humoristin Bea Müller, die bereits 2007 bis 2009 mit einem heiteren Loriot- Programm, seit 2015 mit einem Knigge-Dinner und seit diesem Jahr mit einer Stengel-Lesung unterwegs ist, wird den Stengel lesen, spielen und gießen - witzig, satirisch, ironisch. Einlass ist ab 19.00 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 19.30 Uhr. Tickets sind im Vorverkauf, bzw. an der Abendkasse, erhältlich.
Termin: Freitag, 05. August 2022
Preis: 5 Euro
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Unteres Schloss Greiz, Burgplatz 12, Weißer Saal (Museumsbereich)
Tickets: im Vorverkauf und an der Abendkasse in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz erhältlich
Eine Veranstaltung der Tourist-Information Greiz und der Stadt- und Kreisbibliothek Greiz.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Hitze kann tödlich sein: Ratschläge von Dr. Gabriele Goldschmidt

Westsachsen/Adorf/Schöneck.-
Noch sind Rekordwerte wie im Süden Europas nicht erreicht, aber schon Temperaturen jenseits der 30 Grad, wie sie in den kommenden Tagen auch in Sachsen wieder erwartet werden, sind gerade für ältere Menschen gefährlich. „Bei Senioren ist das Durstempfinden häufig vermindert oder sie vergessen schlicht, ausreichend zu trinken”, weiß Dr. Gabriele Goldschmidt, leitende Internistin der Inneren Medizin der Paracelsus Klinik Schöneck. „Dabei ist der Flüssigkeitsbedarf bei Hitze deutlich größer, allein schon durch das Schwitzen. Wenn da nicht ausreichend getrunken wird, sinkt der Blutdruck bis hin zur Ohnmacht. Blutdrucksenkende oder wassertreibende Medikamente verstärken diesen Effekt noch.”
Das macht sich auch in der Notaufnahme der Klinik bemerkbar. Bei jeder Hitzewelle werden bis zu 50 Prozent mehr, vor allem ältere Menschen mit Kreislaufbeschwerden oder einem Hitzekollaps von den Rettungsdiensten eingeliefert. „Der Körper kommt durch die Hitze aus dem Gleichgewicht, reagiert zum Teil mit Fieber. Wir stabilisieren die Patienten dann zum Beispiel durch Flüssigkeitszufuhr über einen intravenösen Tropf, müssen aber in der Notaufnahme natürlich auch andere Krankheitsursachen überprüfen, um zum Beispiel einen Schlaganfall oder eine Infektion nicht zu übersehen”, so Dr. Goldschmidt. „Wenn Röntgen und Laborwerte unauffällig sind, werden die Patienten dann in der Regel zwei bis drei Tage später wieder aus dem Krankenhaus entlassen mit dem nachdrücklichen Hinweis, besonders auf das Trinken bei Hitze zu achten.”
Ausreichendes und regelmäßiges Trinken, da sind sich Experten einig, ist bei Hitze überlebenswichtig. Aber: Alkoholhaltige oder eiskalte Getränke sind tabu. Denn Alkohol belastet den Organismus zusätzlich und kalte Getränke signalisieren dem Körper, zum Ausgleich extra Wärme zu produzieren. Besser geeignet sind darum Leitungswasser auf Zimmertemperatur, Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker sowie Saftschorlen und Mineralwasser, möglichst auch elektrolythaltige Getränke, um die Nährstoffversorgung des Körpers sicherzustellen. Zwei bis drei Liter pro Tag sollten es sein, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen. „Wir wissen, dass bei Menschen mit Herzerkrankungen, die Blutverdünner zu sich nehmen, Vorsicht geboten ist”, so Dr. Goldschmidt. „Das Wasser kann sich dann im Körper einlagern und das Herz braucht eine größere Pumpleistung. Wer schwer herzkrank ist, sollte deshalb unbedingt mit seinem Arzt Rücksprache halten, wie es sich verhalten soll.”
In den drei Sommern 2018 bis 2020 sind allein in Deutschland mehr als 19.000 Menschen aufgrund der Hitze verstorben. Das zeigt eine Auswertung des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltbundesamts im „Deutschen Ärzteblatt“. In allen Regionen war die Altersgruppe der über 85-Jährigen am stärksten betroffen. Dabei ist Hitze als direkte Todesursache nur sehr selten. In der Regel verschärfen sich bestehende Erkrankungen des Kreislaufsystems und der Atemwege. „Bei hohen Temperaturen versucht der Körper durch eigene Regulationsmechanismen wie Schwitzen gegenzusteuern. Gelingt das nicht, reagiert er mit Fieber, um die Wärme abzugeben. Danach ist er mit seinen Möglichkeiten am Ende. Bestehen dann noch belastende Vorerkrankungen, wird es kritisch”, erklärt Dr. Goldschmidt. „Vorsicht ist insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung geboten. Dann nämlich können das Gehirn und der ganze Körper sehr schnell überhitzen – ein sogenannter Hitzschlag droht.” Wer sich längere Zeit ohne Kopfbedeckung der Sonne aussetzt, riskiert einen Wärmestau im Gehirn. Die Folgen: Das Hirngewebe kann anschwellen, es kommt zu Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Im Extremfall kann es auch zu einem Hirnödem kommen, das zur Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod führen kann. „Wer solche Symptome bei sich oder anderen wahrnimmt, sollte sofort die 112 anrufen”, rät Dr. Goldschmidt. „Ansonsten sollte man besonders als älterer Mensch die direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengungen vermeiden, eine Kopfbedeckung und luftige, lange Baumwollkleidung tragen. Und nicht vergessen, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden, um die eigene Haut vor der UV-Strahlung und Verbrennungen zu schützen.”
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

02 August 2022

Spielstadt feiert Abschlussfest: Tore auf, Besucher rein!

Westsachsen/Zwickau.- Ein letztes Mal einchecken, Job suchen, arbeiten und Zwicker verdienen. Freitag war letzter Tag in „Mini Zwickau“. Bis mittags wurde in den über 30 Spielstadt-Betrieben noch einmal fleißig gewuselt, ab Mittag galt es das große Abschlussfest vorzubereiten und an der letzten Bürgerversammlung teilzunehmen (Foto).
Ab 14 Uhr hieß es: Tore auf, Besucher rein! Die Spielstädter und Gäste erwartete heute ein buntes Marktreiben und letzte Präsentationen der Betriebe. Auf dem Programm standen außerdem eine hin- und mitreißende Showeinlage der Musikwerkstatt und die offizielle Rückgabe des Spielstadtschlüssels an die Stadt. Für 100 Prozent Spaßgarantie und zauberhafte Momente sorgte Professor Grusel Wusel, der mit seiner ausgefuchsten herrlich-verschmitzten Art die Spielstadt-Bühne zum Beben brachte. Ähnlich war es bei der Versteigerung von Spielstadtprodukten, für die viele Kids schon fleißig gespart hatten, um eifrig mitbieten zu können. Drumherum boten die Bäckerei und die Saftbar ihre Leckereien und Erfrischendes an. Auch Gäste konnten heute zuschlagen und für umgetauschte Euros in Zwicker das ein oder andere Schnäppchen erwerben.
Fragt man die Kids nach den schönsten Erlebnissen in der Spielstadt, war eigentlich alles ganz toll. Ergänzend wurden dann aber doch noch Highlights wie die verrückt-erfrischenden Wasserspiele in der ersten Woche, die Parade der Betriebe durch die Innenstadt und die spannend-witzige Schnitzeljagd im Schulgelände am Dienstag genannt. Klasse fanden die Kinder, dass in diesem Jahr sogar die Pausen bezahlt wurden, weil zu viel Geld im Stadtsäckel war, hieß es aus dem Rathaus Mini Zwickau. Das Team um Bürgermeister Ben verabschiedete außerdem ein Spielstadt-Gesetz mit 10 Paragrafen, u. a. „Mache deine Arbeit ordentlich!“, „Betrüge niemanden!“ und „Jede Stimme ist gleichwertig!“. Außerdem initiierte das Rathaus-Team einen Mini-Zwickau-Glücksindex und führte Bürgerzählungen durch. Auch Anwohner in den benachbarten Wohnblöcken wurden hinsichtlich Lärmbelästigung und ihrer Meinung zur Spielstadt befragt. Beschwerden gab es erfreulicherweise nicht eine. Ein Anwohner hatte sich sogar bewusst auf den Balkon gesetzt, um die coolen Sportkommentare der Kids besser verstehen zu können.
In diesem Jahr initiierte das Rathaus sogar ein neues Projekt: den Baumpaten - eine Art Job, der fürs Ehrenamt und den Umweltschutz sensibilisiert. Insgesamt 6 Baumpaten waren in Mini Zwickau unterwegs und kümmerten sich regelmäßig ums Gießen der Bäume im und außerhalb des Schulgeländes. Dafür gab´s täglich pauschal 10 Zwicker für jeden. Und was voll Trendiges hatte sich das pfiffige Personal vom Freizeitpark ausgedacht: Dieses kreierte zu Wochenbeginn ein „9-Zwicker-Ticket“. Zirka 15 Spielstädter nutzten das Sparangebot und hatten bis heute täglich freien Zutritt ins Fun-Areal. Mit vielen schönen Erlebnissen, glücklichen Spielstädtern, zufriedenen Paten und einem gelungenen Abschlussfest ging heute die 16. Spielstadt zur Ende. Erstmals fand „Mini Zwickau“ 2005 unter Regie eines freien Trägers statt. Seit 2006 liegt die Organisation komplett in städtischer Hand. In diesem Jahr waren täglich durchschnittlich 180 bis 190 Kinder angemeldet, am gestrigen Donnerstag sogar knapp 200. Tatsächlich in der Spielstadt waren an einigen Tagen aber „nur“ 150 bis 160 plus täglich ca. 10 bis 15 Kurzentschlossene. Das ergaben zumindest die Bürgerzählungen, die das Spielstadt-Rathaus durchführen ließ. Vermutlich hatten sich einige Kinder aufgrund der recht heißen Sommertage dann doch kurzfristig fürs Freibad entschieden. Der neue bzw. Ausweichstandort Nicolaischule wurde von den Kids, Paten und Eltern sehr gut angenommen und hat somit eine Menge Wiederholungspotential. Hier lag alles viel konzentrierter beisammen, als im weitläufigeren Areal der Pestalozzioberschule. Die punktet wiederum mit einem schattigeren Schulhof, viel Bewegungsfreiheit für die Kids und Platz für Betriebe, sich auszubreiten. Zudem sind in der „Pesta“ höhere Teilnehmerzahlen möglich. Wo die nächste Spielstadt ihre Zelte aufschlagen wird, ist aktuell aber noch offen. Ein abschließendes Resümee und eine Entscheidung zum Standort wird es frühestens nach den Sommerferien geben. Eines steht aber jetzt schon fest: Das anspruchsvolle wie bezaubernde Spiel soll – insofern nichts Außergewöhnliches dazwischen kommt - auch im Sommer 2023 wieder stattfinden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Ex-Justizminister Gemkow zerknirscht: „Wir haben eine Staatskrise“

Westsachsen/Dresden/Zwickau.-
Im März 2019 waren Mitglieder unseres Rechercheteams und die vom Zwickauer Justiz-Skandal betroffene Werdauerin zu einem Gespräch mit dem damaligen sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (Foto) in die Dresdener Staatskanzlei eingeladen. Die Unterredung dauerte rund zwei Stunden. Nachdem Gemkow und sein Referent Dr. Marc Lehr aufmerksam zugehört hatten sowie zahlreiche Dokumente kopiert waren, stand am Ende die Erkenntnis des Ministers: „Durch diesen Fall haben wir in Sachsen jetzt eine Staatskrise“. Gemkow versprach, sich für eine Lösung einzusetzen, wollte die Zwickauer Staatsanwaltschaft dazu bringen, den Fall neu aufzurollen - vergeblich. Entweder hat er, wie bei Politikern üblich, sein Wort gebrochen oder die Zwickauer Staatsanwälte setzten sich über die Anweisungen aus dem Justizministerium einfach hinweg.
Inzwischen gab es unzählige Veröffentlichungen zu dieser „Staatskrise“, die von den Verantwortlichen kaum jemand wahr haben will. „Wir können nichts erkennen“ ist die beliebteste Ausrede, wenn man Richter und Staatsanwälte mit der Zwickauer Überklebungs-Affäre oder dem Sparkassen-Skandal konfrontiert. Einige Rechtsanwälte, darunter Strafrechtler und Fachanwälte für Bankenrecht sehen das anders. Sie bescheinigen sowohl der Sparkasse Zwickau als auch den Zwickauer Gerichten strafbare Handlungen des Personals und der (Geschäfts-)leitung.
Es spielt im Prinzip keine Rolle mehr, was die Gerichte in Zwickau entscheiden. Im Zweifel klebt man einfach ein weißes Blatt Papier auf den gültigen Rechtskraftvermerk und verhandelt in der nächsten Instanz weiter. So, wie am Amtsgericht Zwickau in der Akte 8 F 1059/07 ersichtlich. Oder man verlegt Gerichtstermine willkürlich vom Ort der unerlaubten Handlung an den Wohnsitz des Beklagten, damit man sich nicht mehr mit dem Fall befassen muss. So, wie es das Amtsgericht Rudolstadt dem Amtsgericht Zwickau im Beschluss 4 C 250/22 vorwirft. Oder man deckt im Schulterschluss mit der Sparkasse Zwickau eine Rechtsbeugung des damaligen Landgerichtspräsidenten Dirk Eberhard Kirst, siehe Aktenzeichen 5 O 702/15. Die Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken weist in diesem Zusammenhang auch noch auf Prozessbetrug hin.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Willkür, Rechtsbrüche, Verstöße gegen die ZPO. All das scheint in Zwickau inzwischen gängige Praxis zu sein. Dass man an den Zwickauer Gerichten und der Staatsanwaltschaft Zwickau im Schulterschluss mit dubiosen Rechtsanwälten regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstößt, ist mittlerweile unstrittig. Wenn Amtspersonen, wie die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast und die beiden Staatsanwälte Jörg Rzehak und Uwe Wiegner nicht widersprechen, dass sie einer kriminellen Vereinigung angehören, dann ist hier endgültig Rechtsbankrott eingetreten.

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