13 August 2020

Feuerwehr: Rettungskräfte werben bei Einsätzen um engagierte Helfer

Westsachsen/Werdau.-
Wer kennt das nicht: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ziehen bei ihren Einsätzen immer wieder viele neugierige Blicke auf sich. Was für die einen „Gaffer“ sind, sind für andere potenzielle Helfer der Zukunft.
So sehen das jedenfalls die Gemeindefeuerwehr Werdau und das Deutsche Rote Kreuz. Und nutzen genau diesen Gedanken, um Werbung für ihre wichtige, meist ehrenamtliche Arbeit zu machen. „Neugierde ist nichts Anderes als Interesse. Und dieses Interesse versuchen wir in aktives Engagement umzuwandeln“, erklärt André Kleber vom Fachdienst Stadtmarketing / Öffentlichkeitsarbeit / Wirtschaftsförderung der Stadt Werdau. Er geht, in Abstimmung mit den Rettungsorganisationen, seit einigen Wochen in die Offensive.
So werden, wenn es das Einsatzgeschehen und die Rahmenbedingungen hergeben, Faltprospekte mit einer Übersicht über alle ehrenamtlichen Hilfsorganisationen in Werdau durch die Kameraden an umstehende Passanten verteilt. Ein Päckchen mit den Heften, die mit einer Banderole „Interesse ist gut, Engagement ist besser“ versehen sind, liegt stets griffbereit auf dem Einsatzleitwagen des DRK. „Wenn auch nur jeder 100ste, der uns bei der Arbeit beobachtet, im Nachhinein den Weg zu uns findet, wäre das ein riesiger Erfolg. Und wer nicht wagt und aktiv wirbt, der kann auch nicht gewinnen“, unterstützt Gemeindewehrleiter Henning Tröger den neu eingeschlagenen Weg.
Foto: Robby Ludewig (links) und Chris Köhler von der Freiwilligen Feuerwehr Werdau mit den Faltprospekten „Ehrenamtliches Engagement in den Hilfsorganisationen und Feuerwehren Werdaus“ an einer Einsatzstelle.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Ausstellungsbesichtigung: ibug ab 28. August geöffnet

Westsachsen/Zwickau.- In wenigen Tagen startet die Industriebrachenumgestaltung, kurz ibug, mit einer Sonderedition in ihre 15. Auflage. Aufgrund der andauernden COVID-19 Pandemie findet das Festival für urbane Kunst in diesem Jahr in einem kleineren Rahmen statt, mit weniger Künstler*innen und ohne begleitende Veranstaltungen.
Austragungsort ist 2020 der ehemalige königliche Krankenstift an der Ecke Spiegelstraße/Stiftstraße. Seit Anfang August arbeiten rund 20 Kreative aus ganz Deutschland auf dem Außengelände und in den Räumen der Brache. Zwei Wochenenden lang – vom 28. bis zum 30. August sowie vom 04. September bis zum 06. September – können Neugierige und Kunstliebhaber die urbane Ausstellung besichtigen.

Quelle und Foto: Michael Lippold

12 August 2020

OB-Kandidat Michael Jakob: „Ich bin zu 100 Prozent verantwortlich“

Westsachsen/Zwickau.- Zur Oberbürgermeisterwahl am 20. September treten fünf Kandidaten gegeneinander an: Constance Arndt (BfZ), Michael Jakob (parteilos), Kathrin Köhler (CDU), Andreas Gerold (AfD) und Ute Brückner (LINKE). Wir haben allen Kandidaten zehn gleiche Fragen und eine Zusatzfrage gestellt. Heute im Portrait: Der Einzelbewerber und Unternehmer Michael Jakob (Foto). Eine Zusammenfassung der Portraits aller Kandidaten gibt es hier: Kandidatenportraits
1. Was hat Sie bewogen, für das Amt des Zwickauer Oberbürgermeisters zu kandidieren?
Ich habe in den letzten Jahren, neben meiner Tätigkeit als Unternehmer versucht, die Stadt interessanter für Unternehmen aber auch für Studierende zu machen. Es gibt infrastrukturelle aber auch bürokratische Stolpersteine und Hürden, die abgeschafft gehören. Hierzu braucht es aber jemanden aus der Wirtschaft, der diese Erfahrungen und Lösungen einbringt. Diese Kompetenz sehe ich bei den anderen Kandidaten nicht. Deshalb meine Bewerbung.
2. Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für sich, sollte Ihre Kandidatur erfolgreich sein? Was werden Ihre persönliche Schwerpunkte sein?
Es sind die sozialen Themen, die regelmäßig die Pulsfrequenz von Bürgern erhöhen. Hier sehe ich die größten Herausforderungen beim Thema Kinderbetreuung und den Punkt Patengroßeltern, welchen ich mir auf die Fahne geschrieben habe. Des Weiteren freue ich mich auf die intensive aber auch herausfordernde Zusammenarbeit mit der Westsächsischen Hochschule (WHZ) um die Gründung eines StartUp Centers zu forcieren. Desweiteren werde ich sehr viel Energie in den infrastrukturellen Ausbau stecken.
3. Worin sehen Sie die gravierendsten Fehlentwicklungen in Zwickau in der Vergangenheit?
Es ist die allgemeine Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit der Wähler, die durch die Ignoranz der Politik sehr groß geworden ist. Es wird seit Jahren am Bürger vorbei regiert und die Interessen Weniger liegen über den Interessen der Mehrheit. Dies ist mir bei meinem einwöchigen Auftritt auf dem Hauptmarkt im Juli und den daraus resultierenden Gesprächen sehr stark aufgefallen. Auch wurden Gelder in Projekte investiert, die nicht notwendig waren. Als Beispiel nenne ich hier das Verwaltungsgebäude der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft mbH (GGZ) in der Gewandhausstraße. Nicht nur, dass wir seit Jahren darüber diskutieren, wie wir mehr Parkplätze in der Innenstadt generieren können und hier verbauen wir Parkplatzmöglichkeiten. Es kommt hinzu dass in der Innenstadt genügend Bürofläche vorhanden ist und leer steht. Da ist es - denke ich - für den Außenstehenden nicht nachvollziehbar, wie diese Entscheidung und die Kosten von acht Millionen Euro gerechtfertigt sind. Selbst wenn solche Investitionen in diesem Bereich und in dieser Höhe geplant werden und vielleicht auch gerechtfertigt sind, sind die Informationsflüsse in die Bevölkerung zu trocken. Es fehlt hier seit Jahren die Kommunikation mit den Bürgern der Stadt.
4. Wie werden Sie mit den immer sichtbarer werdenden wirtschaftlichen Verfallserscheinungen umgehen (Leerstand in der Innenstadt), auch vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden allgemeinen Wirtschaftskrise?
Das ist eben einer meiner Hauptpunkte. Es werden zum Einen zu wenig in die Gründerszene investiert und zum Anderen keine im kleinen Maßstab aber auf die Innenstadt-Läden konzipierte Veranstaltungen geplant. Ich sehe das größte Potenzial darin, sich mit den Inhabern der kleineren Geschäfte zu verständigen und auf diese Weise über den kurzen Informationsweg eine Innenstadtbelebung umzusetzen. Die Diskussion und gemeinsame Lösungsfindung wird seit Jahren in die Kammern der Verwaltung und das Rathaus verlegt, anstatt auf die Unternehmer und Ladenbesitzer zuzugehen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Das Problem wird lieber totgeschwiegen, anstatt zu diskutieren. Das gehört sich nicht.
5. Welchen Gewerbesteuerhebesatz halten Sie in Zwickau für angemessen?
Aktuell haben wir 450% Hebesatz. Ich halte ihn für zu hoch. Eine Verringerung des Hebesatzes habe ich auch in meinem Wahlprogramm verankert. Allerdings gilt es hier auch eine vorrübergehende Mindereinnahme zu kompensieren, da durch eine herabsetzung der Gewerbesteuer auch Fördermittel reduziert werden. Es gibt ein Modell in NRW welches funktioniert hat und dieses möchte ich versuchen in Zwickau umsetzen. Dabei ging es um eine Reduzierung des Hebesatzes auf 250%. Das klingt viel und das ist es auch. Nur wenn man sich zu kleine Ziele setzt, ist der Kampfgeist zur Erreichung und die Möglichkeitenausnutzung im Vorhinein schon imaginär geringer.
6. Bedarf der Verwaltungsapparat der Stadt Zwickau Ihrer Ansicht nach einer Reformierung?
Davon bin ich überzeugt. Bürokratieabbau sollte das Ziel sein. Aktuell habe ich den Eindruck, das Wort Team im Verwaltungsapparat steht für „Toll, ein anderer macht's“. Da ist man weit weg vom Dienst am Bürger.
7. Wie werden Sie, sollte Ihre Kandidatur erfolgreich sein, in den Bereichen Kriminalitäts- und Vandalismusbekämpfung sowie öffentliche Sicherheit agieren (Graffiti-Schmierereien, Drogenhandel, Gewalt auf der Straße...)?
Wichtiges Thema! Es beginnt damit, dass in den Medien stets alles und ausführlich ohne Weglassen oder Umschreibung von Tatsachen geschieht. Die Leser bzw. Zuschauer haben das Recht, die Wahrheit unverblümt zu erfahren. Es ist falsch, ihnen irgendetwas vorzuenthalten. Das Misstrauen gegenüber den Medien wird dadurch größer und das Vertrauen schwindet. Wenn die Kriminalitätsstatistik, in welche Richtung auch immer, manipuliert wird, ist das prinzipiell der falsche Weg. Eine Kameraüberwachung von Hotspots des Drogenhandels kann eine Lösung sein. Hier sollte aber die Bevölkerung auch mal befragt werden. Was ist schlimm an einer Befragung der Bevölkerung, wie sie zu einer Videoüberwachung von neuralgischen Punkten in der Stadt steht? Bürgerentscheid heißt hier der Ansatz. Grafittischmierereien - denke ich - kann man nur begegnen, indem man Flächen zur künstlerischen Betätigung schafft. Bei allen anderen Aktivitäten der Sprayer, die irgendwelche Botschaften in welcher Art auch immer an Gegenstände sprühen, ist die Gesellschaft gefordert. Verhindern wird man es nicht können. Hier kann man sehr viel Energie und Geld investieren und es bringt keine nennenswerte Verbesserung. Die Gewalt auf der Straße, egal von wem diese ausgeht, ist nach meinem Denken gleich zu behandeln und auch im schnelleren Verfahren abzuwickeln. Heutzutage wird nach meinem Geschmack zu sehr differenziert aus welcher Ecke die Gewalt gegen Andere herrührt. Die römische Göttin der Gerechtigkeit Justitia hat die Augen nicht ohne Grund verbunden. Sie sollte für Alle in gleichem Maß Gerechtigkeit sprechen. Ich wünsche mir im Gegenzug auch mehr Zivilcourage der Bürger, ohne jemanden zu denunzieren.
8. Wie ist Ihr Standpunkt zu politischer Einflussnahme in Form von Fördergeldern an ideologisch geprägte, meist radikal links orientierte Vereine?

Es ist für mich egal welche Ideologie oder politische Richtung ein Verein vertritt, solange es mit dem Grundgesetz und dem geltenden Recht konform ist. Sollte es jedoch zu einer Radikalisierung kommen und hierdurch die freiheitliche Grundordnung gefährdet sein, sehe ich nicht nur keinen Anlass einer Förderung sondern auch eine Rückforderung der geleisteten Fördermittel.
9. Die Stadt Zwickau verfügt über eine lange Geschichte mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Was bewegt Sie hiervon am meisten?
Am meisten bewegt mich in Zwickau die Wandlung eines Kohlebergbaugebietes in eine Industriestadt der Moderne. Die gewaltigen Bergbaugebiete, die es in der Region gab und die Zwickau Arbeit und Wohlstand gebracht haben, sind in Form von Denkmälern und Ausstellungen heute noch vorhanden. Man sieht heute an verschiedenen Orten noch die Nachwehen der unterirdischen Aushöhlung. Erstaunlich ist für mich, dass die B93 in Bockwa mal gerade war und über die Jahre sich abgesenkt hat.
Zwickau hat sich in den letzten 50 Jahren von einer Industriestadt mit Fokus auf Kohleförderung und Kohleveredelung zu einer Industriestadt mit dem Fokus auf Wissenschaft / Technik und Automobilbau gewandelt. Dass die Verwandlung in Zwickau längst nicht abgeschlossen ist, sollte jedem klar sein. Ich möchte Zwickau industriell aber auch zwischenmenschlich weiter nach vorn bringen. Ich möchte den Zusammenhalt der Gesellschaft von vor 50 Jahren wieder forcieren und gemeinsam mit den kleinen und großen Unternehmen Zwickau für die Region und über diese hinaus bekannt, zukunftsweisend und lebenswert machen.
10. Wie verbringt der Privatmensch Michael Jakob seine Freizeit?
Ich bin gern mit Freunden unterwegs, treffe diese aber auch in gemütlicher Atmosphäre in Haus, Hof und Garten. Einmal die Woche fahre ich in unserer Fahrradgruppe abends so 25-40 km Fahrrad. Das kommt aktuell leider zu selten vor. Im Sommer bin ich am Wochenende zu mehreren Veranstaltungen, die von Vereine ausgerichtet werden, in denen ich mich engagiere. Ich spiele seit fünf Jahren Golf, was mir einen sehr guten Ausgleich bietet, um den Kopf frei zu bekommen. Mit dem Motorrad unternehme ich mit Freunde gern mal mehrere Tage am Stück Reisen durch Deutschland und die angrenzenden Länder. Im September veranstalte ich gemeinsam mit einer Freundin seit über zehn Jahren das Event Zwickau meets Friends (Zwickau trifft seine Freunde). Hierbei geht es um das regelmäßige Zusammenkommen von Studenten im Rahmen des internationalen Konstruktionswettbewerbs für Formel Rennwagen, der Formula Student, um den internationalen Austausch von Wissen und Technik aber auch der Bildung von Netzwerken über die Region hinaus. Das ist seit Jahren eine Herzensangelegenheit. Ansonsten genieße ich auch sehr gern die Ruhe bei einem Angelausflug in der Region oder einem Abend in der Sauna.
Zusatzfrage: Die derzeitige OBin führt ihre Kontrollfunktion als Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Zwickau nur sehr mangelhaft aus. Wie werden Sie in dieser Angelegenheit agieren, sollten Sie gewählt werden? (Hintergrundinfos dazu hier: Sparkassen-Skandal)
Anders als bei den Berufspolitikern und Nicht-Unternehmern habe ich in meinem Unternehmen gelernt, unangenehme Fragen zu stellen. Als Geschäftsführer bin ich zu 100 Prozent für mein Handeln verantwortlich. Ich habe die Kontrollfunktion über die technischen /wirtschaftlichen Belange. Somit ist mein Blick von vorn herein differenzierter. Wie es jedoch zu den Korruptionsvorwürfen kam, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zweifelsfrei nachvollziehen.

11 August 2020

Bitte um Mithilfe: Junge Bäume brauchen dringend Wasser

Westsachsen/Zwickau.-
Die Trockenheit in Verbindung mit den hohen Temperaturen der letzten Wochen machen auch in diesem Jahr wieder dem Menschen zu schaffen. Doch auch Bäume leiden unter der Trockenheit. Insbesondere junge Bäume, die innerhalb der letzten zehn Jahre gepflanzt wurden, haben noch kein so tief reichendes Wurzelwerk, um an die wasserführenden Bodenschichten zu gelangen. Diese Jungbäume sind umso mehr auf Niederschlagswasser angewiesen. Bleiben Niederschläge aus oder sind zu gering, erleiden die Bäume den sogenannten „Trockenstress“, welcher bis zum Absterben der Bäume führen kann. Helfen kann in diesen Dürrezeiten nur regelmäßiges und ausreichendes Wässern. In diesem Zusammenhang bitten das Garten- und Friedhofsamt und das Umweltbüro die Zwickauerinnen und Zwickauer wieder um Unterstützung beim Wässern der Jungbäume (ohne Bewässerungs-Sack) in ihrem unmittelbaren Umfeld - soweit diese die Möglichkeit dazu haben. Sinnvoll ist eine regelmäßige Wässerung mit reichlich Wasser. Hierbei genügt einmal pro Woche eine Wassergabe von acht bis zehn Eimern (10-Liter-Eimer). Jeden Tag mit wenig Wasser zu gießen ist nicht sinnvoll, da durch die derzeit starke Verdunstung das dringend benötigte Nass nicht bei den Wurzeln ankommt. Der Zeitpunkt der Wässerung sollte in den Morgen- und Abendstunden liegen, da hier die Verdunstung geringer ist. Die Stadt Zwickau verwendet seit dem letzten Sommer zum Wässern der jungen Straßenbäume Bewässerungs-Säcke und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Die Säcke werden einmal wöchentlich bis einmal in 14 Tagen mit rund 100 Liter Wasser gefüllt, welches dann langsam durch kleine Öffnungen an der Unterseite an den Boden abgegeben wird. Das Wasser kann dadurch tief in den Boden eindringen und läuft nicht außerhalb der Baumscheibe. Außerdem geht das Befüllen der Säcke deutlich schneller als das direkte Gießen. Die Stadtgärtner sind so überzeugt von dieser Methode, dass dieses Jahr deutlich mehr Bewässerungs-Säcke zum Einsatz kommen. Derzeit sind drei Wasserwagen des Garten- und Friedhofsamtes von Montag bis Samstag unterwegs und gießen rund 600 Straßen- und Parkbäume. Bei weiter anhaltender Trockenheit steigt der Bedarf auf fast 900 Bäume. Von der Wassergabe profitieren nicht nur die Bäume, sondern auch die Zwickauer selbst. Schließlich spenden die Bäume bei Sommerhitze Schatten, kühlen die Luft durch die Verdunstungsleistung und sorgen außerdem für Sauerstoff und bessere Luft.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Bad Elster im musikalischen Bilderrausch der Jahreszeiten

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Samstag, den 22. August erheben die Musikerinnen und Musiker der Chursächsischen Philharmonie um 19.30 Uhr wieder ihre Instrumente für »Die vier Jahreszeiten« als konzertante Bad-Elster-Bilderschau mit der Musik von Vivaldi im König Albert Theater Bad Elster. Diese exklusive, neue Konzertproduktion der Chursächsischen Philharmonie für das König Albert Theater entführt das Publikum mit Vivaldis weltbekanntem Konzert-Zyklus in einen Rausch der Jahreszeiten: In einer passend inszenierten Bilderschau verschmelzen hier Musik und wunderschön eingefangene Bad-Elster-Impressionen zu einer harmonisch-unterhaltsamen Jahreszeiten-Collage, die alle Sinne berührt. Die Konzertmeisterin Almut Seidel wird hierbei den Solopart und die Leitung übernehmen. Die Gäste Bad Elsters tauchen somit in das Klangbild Vivaldis als Frühling im Elstertal, in der Sommerpracht Königlicher Anlagen, im goldenen Herbst der Festspielmeile und im Wintertraum der historischen Bäderarchitektur ein. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

10 August 2020

Rettungsschwimmer an der Kapazitätsgrenze: Freiwillige willkommen

Westsachsen/Werdau.-
Das anhaltend heiße Sommerwetter treibt vielen Menschen den sprichwörtlichen Schweiß auf die Stirn. Ganz besonders jedoch den Koordinatoren, die für die Ausbildung und Einteilung der Rettungsschwimmer in den Bädern verantwortlich sind. Denn unter anderem aufgrund der optimalen Wetterbedingungen sind die meist ehrenamtlichen Helfer quasi im Dauereinsatz.
Das ist auch bei den Wasserwachten in Crimmitschau und an der Koberbachtalsperre, beide gehören zum DRK-Kreisverband Zwickauer Land e.V., nicht anders. Sie stellen Rettungsschwimmer für die Bäder ihrer Region, die dort das hauptamtliche Schwimmmeisterpersonal unterstützen. „In dieser Saison gab es bislang nahezu keinen Dienst, der abgesagt wurde. Im Gegenteil, es kommen immer mehr Anfragen aus anderen Bädern hinzu“, berichtet Sarah Spath, die in Ihrer Freizeit für die Einteilung an der Kober und in Werdau verantwortlich zeichnet. Und das ist auch in Crimmitschau nicht anders.
Dabei können sich die Ortsgruppen über Nachwuchsmangel nicht beschweren. Viele Kinder, Jugendliche, ja teilweise sogar ganze Familien halten den Wasserwachten die Treue. „Unsere Aufgaben sind jedoch so vielfältig wie das wahre Leben. Nicht jeder Helfer muss Rettungsschwimmer sein. Besonders diese, vor allem die ab 16 Jahren, benötigen wir jedoch in den Sommermonaten“, erläutert Bettina Schlegel, Leiterin der Wasserwacht Crimmitschau. Und genau hier herrscht Mangelware. „Unsere großen und erfahrenen Rettungsschwimmer sind durch Ausbildung, Studium oder Beruf oftmals stark ausgelastet und haben nur wenige Kapazitäten. Und letztlich handelt es sich nun einmal um ein verantwortungsvolles Engagement in der Freizeit, das liegt leider nicht jedem“, so Sarah Spath, die selbst in der Familie des Roten Kreuzes groß geworden ist.
Die diensthabenden Rettungsschwimmer selbst erhalten in Crimmmitschau und Werdau eine Aufwandsentschädigung für ihre Dienste. Diese ist nach Qualifikation gestaffelt. Wer die Helferinnen und Helfer des DRK in der Zukunft unterstützen möchte, ist bei den Wasserwachten jederzeit willkommen. Der nächste Lehrgang findet vom 31.10. bis 22.11. als Wochnendseminar bei der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre statt.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

07 August 2020

Im Interview: Die „Meilensteine“ der Wutbürger

Westsachsen/Berlin.- Die Mainstream-Vertriebswege vermochten es nicht, eine Platte auf den Weg zu bringen. Doch die Band Wutbürger schafften ihren Meilenstein dennoch. Dazu ein aktuelles Interview mit dem Sänger der Band, Andy Habermann (Foto: 2. v.l.).
WSZ: Auf Euren Seiten preist Ihr die neue Platte MEILENSTEIN an. Gab es nicht bereits im Januar eine LP mit diesem Namen? (WSZ berichtete
Andy: Ja, im Januar wurde diese Platte weltweit digital veröffentlicht. Die neue „Meilenstein“ ist dieselbe, nur jetzt als richtige CD plus fünf Bonustracks. Einer davon ist sogar ein feat. mit Bloody32. Sie ist allerdings ausschließlich über unseren Vertrieb erwerbbar. https://www.sub-version-production.de/p/wutbuerger-meilenstein-cd 
WSZ: Warum dieser Exklusiv-Vertrieb?
Andy: 2018 kam unsere erste physische Platte heraus: die Maxi-Single „Ich will ins Licht“. Wir nutzten dafür die Mainstream-Vertriebswege. Nach rund zwei Wochen wurde die Scheibe aus allen Regalen genommen, nachdem eine bestimmte linksradikale Gruppierung alle Partner anschrieb und ihnen die Zensur „empfahl“. Diese Schriftwechsel wurden sogar auf den üblichen Seiten dieser Ratten veröffentlicht. Wir brauchen sowas nicht. Wir machen das auf unsere Art - so wie alles, was wir machen.
WSZ: Wenn man auf euren Social-Media-Seiten stöbert, sieht man das eine oder andere wechselnde Gesicht. Woran liegt das? 
Andy: Eine Band, die am Anfang steht, muss sich erst sortieren. Dem Einen ist der Weg zu hart, dem Anderen fehlt die nötige Leistungsbereitschaft. Personelle Wechsel gibt es in jeder Form der Verbindung - vom MC bis hin zum Unternehmen. Wir müssen sicherstellen, dass wir immer besser werden. Wir können keine Verwundeten zum Schlachtfeld schleppen. Ich empfinde es als ein Privileg, in dieser Band zu spielen, weil sie meines Erachtens eine der ganz wenigen ist, die wirklich an allen Fronten kämpft und in der jeder einzelne Musiker die Eier besitzt, auf einige persönlichen Bedürfnisse und ein normales Leben zu verzichten. Deshalb muss hier jeder für den anderen funktionieren und 100%ig loyal sein, so hart es klingt. Jeder ist ersetzbar- auch ich. 
WSZ: Was war der Grund für Sven Barnacks ausscheiden und warum gibt es keine Info über den vollen Namen des neuen Gitarristen Angelo? 
Andy: Rocco musste aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen die Band verlassen. Beste Grüße an dieser Stelle. Was den Gitarristen betrifft: Wir haben unsere Bandmitglieder selten mit Vollnamen vorgestellt. Meist konnten diese unkompliziert über verknüpfte Facebook-Profile festgestellt werden. Bei Angelo sehe ich im Moment schlicht und ergreifend keinen zwingenden Grund dafür. 
WSZ: Wie sieht eure Zukunft aus? Plant Ihr Konzerte? 
Andy: Konzerte vielleicht nicht gleich. Nennen wir es mal Auftritte an vielen Orten. Wir planen für das Frühjahr 2021 eine kleine Deutschland-Tour. Ob wir vorher noch auf der Bühne zu sehen sind, entscheiden unser Leistungsstand und Corona. Auf jeden Fall wird es Musik geben. Nach dem Album ist vor dem Album. Wir haben schon eine ganze Platte fertig geschrieben, die sukzessive vertont wird. 
WSZ: Ihr seid mit Euren Liedern im Zeitgeschehen, träumt nicht irgendeiner Vergangenheit hinterher. Was wünscht ihr Euch für die Zukunft?
Andy: Natürlich träumen wir keiner Vergangenheit hinterher, weil wir Probleme besingen, die ein Deutschland und eine Welt von 2020 betreffen. Ich kann bei solchen Fragen nicht für die ganze Band sprechen. Aber wenn Ihr mich persönlich fragt, träume ich davon, dass noch mehr Leute erkennen, was für Potenzial in uns steckt. Wir sind eine Band, die unter anderem viele unangenehme Themen anspricht, ohne sich in eine Schublade packen zu lassen. Wir hoffen, dass wir die Menschen zum Nachdenken anregen und ihren Kampfgeist wecken. Ansonsten wünschen wir uns als Band, dass die Findungsphase langsam vorbei geht und wir konstanter werden.

Das aktuelle Video von WUTBÜRGER ist hier veröffentlicht: YouTube

06 August 2020

Für Frieden und Sozialismus: FDJ wieder auf dem Vormarsch

Westsachsen/Zwickau.-
 „Wir stehen heute hier auf dem Dach des Bundeswehr-Karriere-Beratungsbüros,
weil diese Armee und dieser Staat der Feind der Jugend und der Feind der Völker ist“,
heißt es am heißen Vormittag in der Innere Plauensche Straße. Wie aus dem Nichts
erklimmen sich die Jugendlichen Blauhemden mit einem zehn Meter langen Transparent
das erste Gebäude: „Krieg dem deutschen Krieg! Schmiede deine Waffe: Organisiere
Dich!“, steht in großen Lettern darauf geschrieben.
Eine junge Aktivistin auf dem Dach ruft: „Wir müssen die Gewehre umdrehen. Wir
wollen nicht weiter zusehen, wie diese Armee für das Kapital raubt, gegen die Befreiung
der Völker aufmarschiert und gegen unseren Aufstand und unseren Streik vorgehen wird.
Denn das ist ihr Zweck, nichts anderes. Alles und jeden gegen diesen Staat! Wir fürchten
uns nicht.“

Währenddessen hissen weitere Aktivisten in knapp zehn Meter Höhe ein 20 Quadrat-Meter
großes Kunstwerk vor den Arcaden, auf dem es unter einer bekannten Zeichnung
dreier junger Revolutionäre heißt: „Unsere Feinde sagen: Die Wahrheit ist vernichtet. Aber
wir sagen: Wir wissen sie noch!“
Die Aktion wurde vom Kampagnenbüro beim Zentralrat der Freien Deutschen Jugend organisiert. Ziel ist es, in unregelmäßigen Abständen immer wieder in Städten wie Zwickau anzurücken, um auf gesellschaftliche Misstände aufmerksam zu machen.

Festspiele Bad Elster im Glanz der goldenen Zwanziger

Westsachsen/Bad Elster.- Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster begeistert ganzjährig mit einem abwechslungsreichen und ausstrahlenden Spielplan. Kulturelles Zentrum der Stadt ist das über 100-jährige König Albert Theater als eines der schönsten historischen Theater Mitteldeutschlands. Mit den jährlich im September beginnenden Chursächsischen Festspielen wird in Bad Elster traditionell auch die neue Spielzeit feierlich eröffnet. Die 20. Geburtstagsausgabe dieser glanzvollen Festspiele widmet sich dabei thematisch der inspirierenden Epoche der »Goldenen Zwanziger«. Gewissermaßen stehen die Festspiele damit im Kontext der damaligen kulturell-gesellschaftlichen Blütezeit als Mut machendes, bunt-kreatives Sinnbild der Zuversicht beim Einstieg in eine wiederauflebende Dekade der Kunst und Kultur.
Geplante Höhepunkte des vielstimmigen Festivalprogramms sind die festlichen Symphoniekonzerte der Chursächsischen Philharmonie mit Blick auf die Jubiläen von 25. Jahre EUCHESTRA EGRENSIS (04.09.) und Ludwig van Beethoven am 30. Tag der Deutschen Einheit (03.10.) sowie begeisternde Musiktheater-Aufführungen wie die Opernpremiere „Der Vampyr“ (11.09.), die semikonzertante Aufführung der sächsischen Oper „Der Freischütz“(04.10.) und die spritzige Operette „Pariser Leben“ am 25. September. Weitere Festspielglanzpunkte sind ein Konzert des Moka Efti Orchesters als dem Orchester aus der Kultserie „Babylon Berlin (13.09.), humorvolle Kabarettabende mit Wladimir Kaminer (18.09.) und Uli Masuth (26.09.), ein intensiver Schauspielabend mit Klaus Manns Theatersatire „Mephisto“ (19.09.) oder eine Stummfilmsinfonie mit Live-Orchester zum Filmklassiker „Metropolis“ am 12. September. Abgerundet wird das Festspielprogramm mit dem „Glanz auf dem Vulkan“ (Foto) als einer Showsensation der 20er-Jahre (20.09.) und heiterem Familientheater von „Pittiplatsch & seinen Freunden“ am 27. September.
Bad Elster bietet dabei mit seinen kunstvoll gestalteten Königlichen Anlagen aus mondäner Bäder- und Parkarchitektur und den sieben historischen Veranstaltungsstätten auf der weltweit einmaligen »Festspielmeile der kurzen Wege« eine einzigartige Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität für die Chursächsischen Festspiele, die mit spannenden Ausstellungen, verschiedenen Themenführungen und Kammermusik von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie ergänzt werden. Neben dem Sächsischen Staatsminister der Finanzen, Hartmut Vorjohann, hat auch wieder Seine Königliche Hoheit Alexander Markgraf von Meissen Herzog zu Sachsen die Schirmherrschaft übernommen. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den Wohlfühlangeboten in der Soletherme Bad Elster - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Aufgrund der angepassten Platzkontingente wird empfohlen, die Theatertickets online oder im Vorverkauf zu erwerben. Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

04 August 2020

Umleitung: Mulderadweg wird grundhaft ausgebaut

Westsachsen/Zwickau.-
Am Montag, 10. August beginnt auf einer Länge von etwa 300 Metern der „Lückenschluss“ des Mulderadwanderweges im Abschnitt zwischen Röhrensteg und Schedewitzer Brücke. Mit Abschluss der Arbeiten wird dann die Strecke zwischen Bockwaer Brücke und Schlobigpark durchgängig in Asphaltbauweise hergestellt sein.
Während der Baumaßnahme erfolgt die Umleitung über den Gehweg entlang der B93 und nach der Fußgängerampel weiter über die Straße „Am Krebsgraben“ bis auf Höhe des Röhrensteges und umgekehrt. Im Interesse eines zügigen Bauablaufes und der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern wird um Einhaltung der ausgeschilderten Umleitung gebeten.
Die Maßnahme ist Bestandteil des Bürgerhaushaltes 2019/2020. Insgesamt stehen für die Ertüchtigung des beliebten Fuß- und Radweges 30.000 Euro zur Verfügung. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende August vorgesehen.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau