24 Juli 2020

Das gibt's nur in Zwickau: Prozessbeteiligte werden ausgeschlossen

Westsachsen/Zwickau.- „Ich habe schon viele Gerichtsprozesse miterlebt. In ganz Deutschland. Aber so etwas wie hier gibt es nirgendwo sonst!“. Gudrun Rödel (Foto), die extra zum Prozess „Westsächsische Zeitung gegen Rechtsanwalt Schübel“ aus Bayern angereist war, durfte nicht im Saal Platz nehmen. Sie gehörte nicht zum RechercheTeam und musste deshalb trotz öffentlicher Verhandlung draußen bleiben. Gudrun Rödel ist bundesweit unter anderem durch die beiden Fälle Gustl Mollath und Peggy Knobloch bekannt, bei denen sie aktiv an der Wahrheitsfindung mitwirkte. Sie machte ihrem Ärger gegenüber der vorsitzenden Richterin Birgit Nagel deutlich Luft und versprach auch gleich, diesen Skandal weiter nach außen zu tragen.
Rechtsanwalt Reinhard Schübel versuchte indessen klären zu lassen, wer alles zum RechercheTeam gehört, um bei Bedarf die Zwangsvollstreckung gegen die einzelnen Beteiligten betreiben zu können. Wohl für den Fall, dass die Westsächsische Zeitung weiter über ihn berichtet. Aufgrund des großen Andrangs vor dem Verhandlungsraum und der künstlich hergestellten Enge durch die Gerichtsdirektorin Eva-Maria Ast, die mehrere Stühle entfernen ließ, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Auch etliche Mitglieder des RechercheTeams durften der Verhandlung nicht beiwohnen, obwohl sie als Partei geladen waren.
In der Verhandlung selbst ging es hauptsächlich darum, dass Schübel seine Doktorarbeit zum Nachweis seines verwendeten Titels vorlegt. Der Richterin gegenüber verweigerte er dies ohne Begründung. Auf Nachfrage eines unserer Journalisten antwortete er. „Das geht Sie einen feuchten Dreck an!“. Bis zur Urteilsverkündung am 14. August darf die Westsächsische Zeitung nicht weiter verbreiten, dass Rechtsanwalt Reinhard Schübel Titelmissbrauch betreibe.

Corona-Hygienebestimmungen: Politiker feiern, Kinder bezahlen

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- In Sachen Corona und den diesbezüglichen Schutz- und Hygienevorschriften scheint sich in Sachsen zunehmend eine Zwei-Klassen-Gesellschaft herauszubilden. Während Handel und Dienstleistungsgewerbe mehrheitlich zunehmend unter den Maßnahmen ächzen, hält die Sächsische Landesregierung trotz gelegentlicher Lockerungen nach wie vor grundsätzlich an ihren umstrittenen Maßnahmen gegen die sogenannte Corona-Pandemie fest. Dies erfuhren auch in den vergangenen Tagen wieder zahlreiche Familien, deren Kinder per Post diverse Anhörungsbögen zu „Ordnungswidrigkeiten“ erhielten (siehe Dokument unten).
Bei sich selbst scheinen sowohl die Landesregierung als auch deren örtliche Parteikollegen die Messlatte jedoch wesentlich lässiger anzulegen, wie man unter anderem bei der Eröffnung der Sächsischen Landesausstellung im Beisein von Ministerpräsident Kretschmer (CDU), Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD/Foto), Zwickaus Noch-Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD/Foto) und vielen weiteren bekannten Gesichtern miterleben konnte. Während das einfache Volk mit schmerzhaften Geldstrafen für geringfügigste Vergehen gegen die erlassenen „Hygienevorschriften“ zu rechnen hat, scheint Sachsens Politprominenz die viel zitierte, angeblich so große Gefahr einer Corona-Infektion bei ihren Sektempfängen eher auf die leichte Schulter zu nehmen.
Dagegen verteidigt sich die Stadtspitze wie folgt: „Entsprechend der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung § 1 Abs. 1 sollte der Mindestabstand ,wo immer möglich' eingehalten werden, entsprechend § 2 ist die Mund-Nasenbedeckung zwingend insbesondere im ÖPNV oder in Geschäften zu tragen. Eine generelle Pflicht zum Tragen besteht also nicht. Auf die weiteren Regelungen der Verordnung wird verwiesen.“ Auf die angesprochene Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen die auf einem Spielplatz angetroffenen Minderjährigen antwortet ein Stadtsprecher: „Diesem Sachverhalt liegen die vorgeschriebenen Kontaktbeschränkungen der damaligen (!) Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO vom 12. Mai 2020, in Kraft getreten am 15. Mai 2020) zugrunde.“
Einige Eltern haben die Strafe für ihre Kinder bereits bezahlt, weil sie sich „keinen Ärger einhandeln wollen“, wie sie sagen. Andere überlegen, dagegen vorzugehen. Fakt ist, dass sich in dieser Zeit die Regeln ständig ändern. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dies geschieht je nach Veranstaltungsplan der Stadt Zwickau.

23 Juli 2020

Turmuhr muss erneuert werden: Zeit nagt an historischem Chronometer

Westsachsen/Werdau.- Wer in diesen Tagen einen Blick auf die riesigen Zeiger der Uhren am Werdauer Rathaus wirft, zeigt sich oft verwirrt. Denn seit einem Stromausfall vor einigen Wochen sind die historischen Chronometer am, aber auch im 1911 eingeweihten Gebäude keine zuverlässigen Orientierungshelfer mehr.
„Am 2. Juni kam es zur Störung der doch schon etwas älteren Uhrenelektronik, welche nach ein paar Tagen dann ganz zum Stillstand kam“, erklärt Sandra Hohmuth vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Die mit der Wartung betraute Fachfirma aus Gräfenhain in Thüringen stellte einen umfangreichen Reparaturbedarf fest. Aufgrund langer Lieferzeiten für Ersatzteile und knapper Kapazitäten der Firma kann die Instandsetzung jedoch leider erst Mitte August erfolgen.
Im Rahmen der Prüfung wurde auch empfohlen, dass noch teilweise aus den 60er Jahren stammende Uhrwerk langfristig ganz auszutauschen. Die Kosten dafür belaufen sich auf über 5.000 Euro und werden für 2021 im Haushalt der Stadt eingeplant.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Leserbriefe als Reaktion auf die Psychiatrie-Eröffnung im HBK

Westsachsen/Zwickau.- Nach der Veröffentlichung unseres Beitrages „Psychiatrie-Eröffnung: Politiker zeigen sich ,hoch erfreut'“ erreichten uns mehrere Leserzuschriften. Diese wollen wir hier unkommentiert wiedergeben.
Annett D. aus Zwickau schreibt: „Ich verstehe die Form der Berichterstattung nicht ganz. Ich finde sie recht zynisch stellenweise. Ich war ja nicht dabei bei der Eröffnung. Erstens ist es ja ein Kinderzentrum, das heißt, es sind viele wichtige Bereiche für Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach. Da ist der psychiatrische nur ein Bereich. Ich finde das eine positive Sache. Für mich als Mutti ist zum Beispiel nicht wichtig,  wer warum nicht zur Eröffnung anwesend war. Für mich ist wichtig, dass es sowas gibt. Es gibt immer verschiedene medizinische Notfälle bei Kindern und da sind diese kurzen Wege manchmal ein Segen. Außerdem ist wichtig, dass dort sehr gutes Ärztepersonal arbeitet. Das habe ich zumindest so erlebt. Ich sehe das natürlich mit einigen Emotionen, denn uns und vor allem unserem zu früh geborenem Kind haben genau diese kurzen Wege zwischen Geburtsstation und Neonatologie/Kinderintensivstation schnelle und gute Versorgung gewährleistet. Das ist doch wichtiger als alles andere.“
Michael T. aus Auerbach äußert sich wie folgt: „Ich habe im Heinrich Braun Krankenhaus den Chefarzt Dr. Koch kennengelernt. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich seinen Assistenzarzt Isajew nicht verstehen konnte, warum dieser mir bei PTBS Test Perazin gegen Denk und Wahnstörungen verschrieben hat. Dazu musste ich noch ein Mittel gegen Leberzirrhose nehmen. In einer anderen Klinik, in der ich behandelt wurde hat sich herausgestellt, dass ich nicht einmal eine Fett Leber habe. Ich habe Dr. Koch gesagt, dass ich nicht wieder Opfer wie in Rodewisch werden will. Man wird kategorisiert und nicht ernst genommen. Deswegen habe ich als Patient der Ambulanz das HBK verlassen. Frau Findeis ist schon sehr naiv wenn sie sagt, dass man traurig sein soll, wenn man die Jugendpsycharie verlassen muss. Das ist gegen jede Art der Vernunft artikuliert, da jeder froh ist, wenn man da nicht sein muss.“

Sommer in Sachsen 2020: Rundum Zwigge – Zwickau in 360 Grad

Westsachsen/Zwickau.- Die Muldestadt bietet viele besondere, einzigartige, bekannte und unbekannte Ecken. Der SAEK-Zwickau bietet in seinem viertägigen Workshop für Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, die verschiedenen Facetten der Stadt in einer 360°-Grad-Ansicht erlebbar zu machen. Dabei können Teilnehmende spannende Momentaufnahmen kreieren oder in Feinarbeit und mit Detailliebe ausdrucksstarke Bilder erzeugen. Und das alles mit der 360°-Kamera. Während des Projekts lernen Teilnehmende so auch die Unterschiede zur normalen Fotografie und Filmproduktion sowie verschiedene Darstellungsmöglichkeiten kennen und was es bei der Auswahl der Location, der Motive oder der Positionierung der Kamera zu beachten gibt.
Am Ende entstehen kleine 360°-Filme und – Fotos, die die Teilnehmenden zur SAEK-Challenge einreichen. Die fertigen Ergebnisse werden über den YouTube-Kanal des SAEK Zwickau veröffentlicht. Eine Auswahl der kreativsten und originellsten Beiträge aller SAEK-Standorte zur SAEK-Challenge wird außerdem auf den Kanälen der Kampagne „So geht sächsisch.“ präsentiert.

Projektangebot zu 360° -Film und & -Fotografie im Rahmen der SAEK-Challenge. Zeit und Dauer: 27. bis 30. Juli von 10 bis 15 Uhr.

Quelle und Foto: SAEK Zwickau

Neue Spielzeit auf dem Theaterplatz: Lachen ist gesund

Westsachsen/Bad Elster.- Das König Albert Theater ist die Kabaretthochburg Westsachsens. Die dazu passende Abonnementreihe bietet einen sehenswerten Querschnitt bundesdeutscher Aushängeschilder im Spannungsfeld von Kabarett und Satire: So kann das Publikum neben dem beliebten mitteldeutschen Ensemblekabarett der Berliner Distel (09.01.21), der Dresdner Herkuleskeule (14.05.21) oder der Leipziger Pfeffermühle (20.02.21) auch die neuesten Programme preisgekrönter Politkabarettisten wie Frank Lüdecke (15.11.20) und Arnulf Rating (20.06.21) erleben bzw. sich von Genrestars wie Uli Masuth (26.09.20), Lothar Bölck & Michael Frowin (19.03.21) bzw. der Kabarett-Ikone Sissi Perlinger (11.04.21/Foto) mit anspruchsvoller Satire niveauvoll unterhalten lassen.

21 Juli 2020

Psychiatrie-Eröffnung: Politiker zeigen sich „hoch erfreut“

Westsachsen/Zwickau.- Nach langjähriger Planungs- und Bauphase eröffnete am vergangenen Freitag das neue Haus 8 des Heinrich-Braun-Klinikums in Zwickau. Dies soll künftig die Kinder- und Jungendpsychatrie beherbergen, in der verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche therapiert oder medikamentös behandelt werden können. Der neue Komplex verfügt unter anderem über einen hermetisch abgeschlossenen „Lichthof“ und über geschlossene Räume, in denen die jungen Patienten künftig mittels Videoüberwachung beobachtet werden können.
Zur Einweihung hatte sich ursprünglich hoher Besuch aus der Landeshauptstadt angemeldet. Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte jedoch ihren Besuch kurzfristig ab. Der Grund: Corona. So wie man es seit Monaten als Begründung für alle möglichen Pannen zu hören bekommt. Dennoch lobte Köppings entsandte Vertreterin, Staatssekretärin Dagmar Neukirch, die Arbeit ihrer Landesregierung vor allem in Sachen Seuchenbekämpfung während ihrer Rede sehr ausführlich. Auch Zwickaus Noch-Oberbürgermeiserin Pia Findeiß (SPD) und Angelika Hölzel, die Landrat Christoph Scheurer (CDU) vertrat, der ebenfalls nicht erschienen war, zeigten sich hoch erfreut über die Neueröffnung von Haus 8 und die Möglichkeiten, die der neue Komplex für die Kinder- und Jugendpsychatrie der Stadt und dem Landkreis in Zukunft bieten wird.
Neben dem leitenden Klinikpersonal hatten sich auch zahlreiche Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik, wie der Landtagsabgeordnete Gerald Otto (CDU) und die Stadträte Tristan Drechsel (BfZ) und Lars Dörner (Grüne) zu dem Empfang eingefunden. Nach den Redebeiträgen schritt man zur Besichtigung. Diese fand unter Führung eines kostümierten Narren statt, der mit einem Seifenblasenspender bewaffnet war; ein Umstand, der bei einigen Beobachtern dieses etwas merkwürdig anmutenden Szenarios für leichtes Befremden sorgte. Pfarrerin Renate Bormann gab dem neuen Hause noch Gottes Segen bevor für die anwesenden Medienvertreter schließlich das Eröffungband zerschnitten wurde und sich die angereiste Polit-Prominenz nach kurzer Besichtigung der neuen Räume dem obligatorischen Sektempfang und dem kalten Buffet widmen konnte.

JOE‘S DADDY: Rockballaden von Pink Floyd bis Gundermann

Westsachsen/Bad Elster.- Am Dienstag, den 28. Juli präsentiert das Musikerduo JOE‘S DADDY um 19.30 Uhr Rockballaden von Pink Floyd bis Gundermann in der KunstWandelhalle Bad Elster. Seit 4 Jahrzehnten steht Uwe Kotteck bereits auf der Bühne und hat sich in Dresden und Umgebung seit Jahren mit verschiedenen Projekten, zuletzt mit dem Pink Floyd Projekt »Pigs on the Wing«, einen Namen gemacht. In Bad Elster präsentiert er sich nun im Duo mit dem Saxophonisten Jurien Rood. Mit unverwechselbarer emotionaler Leidenschaft bringen die beiden Musiker eigene Lieder sowie Songs von Gundermann und bekannte Rockballaden zu Gehör. Witzig und lebendig erzählt Kotteck zwischen den Songs Anekdoten aus seinem Musikerleben.

20 Juli 2020

Buchlesung mit Reiner Rucks: Kontroverse Diskussion entfacht

Westsachsen/Zwickau.- „Wer vorwärts will, sollte rückwärts schauen“ oder „Unzensierte Gedanken im Zeitraffer“ heißt die Veröffentlichung, die Reiner Rucks am Samstag in den Räumlichkeiten der „Westsächsischen Zeitung“ vorstellte. Und es versprach spannend zu werden: „Wenn schon eine zwischenmenschliche Beziehung, egal welchen Geschlechts, eine gelebte ,friedliche Koexistenz zwischen zwei unterschiedlichen Nervensystemen' bedeutet - was für Spannungen erst ergaben sich aus Beziehungen der Menschen im sozialen Umfeld der DDR und der anschließenden ,Eingemeindung' in die BRD?“, fragte der Autor gleich zu Beginn in die Runde und sinnierte weiter: „Weitsicht bedeutet keinesfalls, dass man auf das Nahe liegende verzichten soll.“
In zwei/ein halb Stunden brachte es Rucks fertig, lang und breit, aber nie langweilig über sein außergewöhnliches Leben in der DDR, zunächst als FDJ-Sekretär und später als SED Parteigenosse, zu erzählen. Dabei erfuhren die Zuhörer, dass er mit vielen Dingen nicht einverstanden war und dies auch offen gesagt hat. Damit ist er nicht nur einmal bei seinen Parteigenossen angeeckt. Seine Erlebnisse erzählte der jetzige Ruheständler in humoristischer Weise mit einem Augenzwinkern aus heutiger Distanz. Damals war ihm oftmals nicht zum Lachen zumute.
So richtig interessant wurde es am Ende des Vortrags, als sich eine Frau meldete, die unter der DDR-Diktatur Repressalien erlitten hatte, beruflich und familiär geschädigt wurde. Sie fragte den Autor, warum er bis 1988 dabei geblieben ist, obwohl er doch wusste, was für ein Unrechtssystem er damit unterstützte. Sie äußerte sich auch entsetzt über den Schießbefehl an der Mauer. Ein anderer Zuhörer meinte dazu, jeder habe gewusst, dass man die Grenze nicht überschreiten durfte: „Diejenigen, die es trotzdem taten, wussten, was ihnen passieren kann“, meinte er.
Reiner Rucks beantwortete noch bis 21:30 Uhr die Fragen der Gäste und beschloss die Veranstaltung mit den Worten: „Bekanntlich ist das Alter ein Aussichtsturm. Je älter man wird, umso weiter sieht man - sofern die politische Brillenschärfe noch in Ordnung ist. Deshalb ein Angebot an alle Kurzsichtigen, Otto Normalverbraucher und Zufallsleser: Lesen Sie mit einem Lächeln meine verqueren Reime und machen Sie sich Ihren eigenen Reim zur Vergangenheit und Gegenwart, zu Dichtung und Wahrheit über das Leben damals und heute!“
Dies war die erste Buchlesung dieser Art in den Räumlichkeiten der Westsächsischen Zeitung. Am kommenden Samstag, 25. Juli, findet ebenfalls um 18 Uhr die nächste Lesung statt. Diesmal zum Thema „Lumpenhund-Buch“. Ronny Weber vom Verein Heimat Region Zwickau e.V. liest aus dem Buch von Claudia Friedrich „Adolf L. - Richter am Amtsgericht“. Es geht um Urkundenfälschung, Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt. Zwölf Jahre lang quälten Staats- und Rechtsanwälte sowie Richter eine Frau mit haarsträubenden Fehlentscheidungen im Schulterschluss. Die Folge waren Kontopfändungen, illegale Grundbucheintragungen und Besuche vom Gerichtsvollzieher, mit dem Ziel der vollständigen Ruinierung. In ihrer Verzweiflung bezeichnete die Betroffene einen Richter als „kriminellen, asozialen, strafvereitelnden, unverschämten Lumpenhund“. In erster Instanz wurde sie vom Vorwurf der Beleidigung frei gesprochen.
Der Eintritt ist frei. Wegen der aktuellen Corona-Panik ist die Anzahl der Plätze allerdings begrenzt.

Entwickler des Naherholungsgebietes „Kober“ erhalten Auszeichnung

Westsachsen/Werdau.- Am Freitag, den 3. Juli tagte eine Fachjury aus Landschaftsarchitekten und Stadtverwaltung in Werdau im Koberbach-Centrum Langenhessen. Auf dem Plan stand die Auswertung eines groß angelegten Studentenwettbewerbes zur Entwicklung des Naherholungsgebietes Koberbachtalsperre, den der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten e.V. (bdla) mit Unterstützung der westsächsischen Stadt ins Leben gerufen hatte. Dank der engagierten Mitarbeit der Studierenden waren bis zum Abgabetermin 23 Arbeiten erreicht worden. Anschließend erfolgte eine intensive Vorprüfung. In der achtstündigen Jurysitzung in Werdau wurden in mehreren Durchläufen alle eingereichten Vorschläge auf Herz und Nieren begutachtet und bewertet. Im Ergebnis einigten sich die 12 Juroren, Preise an insgesamt 4 Projektteams auszureichen. Die Siegerehrung fand am Freitagabend, den 17. Juli standesgemäß im Wintergarten des Restaurants „Seehaus“ an der Koberbachtalsperre statt. Sowohl die Erstplatzierten, Remigia Lippert und Henk Bodmann, als auch die beiden Gewinnerteams des dritten Platzes (Janina Werner & Christoph Schmager sowie Saskia Schmitt & Martha Kindig), allesamt von der Fachhochschule Erfurt, waren gekommen. Empfangen wurden Sie von Vertretern des bdla, der Stadtverwaltung Werdau sowie des Interessenverbandes Koberbachtalsperre. Der erste Platz war mit 1.200 Euro dotiert. Die beiden Drittplatzierten erhielten je 600 Euro. In knapp zwei Wochen, um genau zu sein am Samstag, den 1. August in der Zeit von 10 bis 18 Uhr werden dann alle Arbeiten im Koberbach-Centrum Langenhessen der Öffentlichkeit präsentiert. Mitte Oktober war in Werdau der Startschuss für den Wettbewerb gefallen. Dutzende Studenten der Fachrichtung Landschaftsarchitektur der TU Dresden, der Hochschule Anhalt in Bernburg (FH) und der Fachhochschule Erfurt informierten sich über die Ausgangslage im Naherholungsgebiet an der Koberbachtalsperre in Werdau. Ziel des Projektes war die Erarbeitung von Lösungsansätzen, wie die touristische Infrastruktur rund um Strandbad, Campingplätze und ehemalige Bungalow-Siedlung in Zukunft entwickelt werden könnte.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau