22 Juni 2020

Nach Sturmschäden: Waldfriedhof erhält neue Bäume

Westsachsen/Werdau.- Es war ein schwerer Schlag für den Werdauer Waldfriedhof, als im Februar Orkantief „Sabine“ große Schäden im Areal anrichtete. Über 20 ausgewachsene Bäume fielen dem Sturm zum Opfer. Für Ersatzpflanzungen wurden Kosten von bis zu 20.000 Euro prognostiziert. Die Stadt rief zu Spenden auf, um das auch von Erholungssuchenden gern genutzte Areal wieder her zu richten. Viele Werdauerinnen und Werdauer folgten dem Aufruf. Bis dato kamen 2.695 Euro zusammen. Aus diesen Mitteln sollen Ende des Jahres neue Bäume beschafft werden.
Seither ist aber auch jetzt schon viel passiert. Durch Ausgleichspflanzungen für Baumaßnahmen konnten 12 große, neue Bäume ins Erdreich eingebracht werden. Arten wie Amberbaum, Korkbaum, Ungarische Eiche, Schwarzbirke und zwei kanadische Judasblattbäume direkt vor der Friedhofskapelle bereichern das beeindruckende Ensemble. Und auch mehrere als Sachleistung gespendete Bäume werden nach und nach in die Anlage integriert.
Besonders zukunftsträchtig ist die Tatsache, dass parallel zu den aktuellen Arbeiten ein ganzheitliches Pflanzkonzept für den Waldfriedhof erarbeitet wird. Das entsteht in Regie von Volkmar Gutsche, Inhaber des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbauunternehmens, und dem Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft Dr. Marco S. Engelmann aus Werdau. Ziel ist ein Leitfaden mit Pflanzempfehlungen für die nächsten 20-30 Jahre, in der sich die Besonderheiten der Anlage ebenso niederschlagen wie die Ansprüche und Eigenschaften der Bäume in Bezug auf Verträglichkeit, Lichtverhältnisse, Boden und Feuchtigkeit.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Urlaub im eigenen Land: Lust auf Ferien in der Heimat

Westsachsen/Dresden/Berlin.- Heute startet die Deutsche Bahn (DB) erstmals gemeinsam mit den Marketingorganisationen aller 16 deutschen Bundesländer eine großangelegte Kampagne unter dem Motto „Entdecke Deutschland“. Auf den ersten Blick spielt die Kampagne mit dem Fernweh und zeigt Sehnsuchtsziele vieler Deutscher – die Motive sind aber ausschließlich Reiseziele in Deutschland. Sachsen ist mit vier bedeutenden Tourismushighlights in die Kampagne eingebunden, die gut mit der Deutschen Bahn erreichbar sind.
So sind das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, das beeindruckende Sandsteinpanorama mit der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz, das barocke Dresden sowie die Kulturlandschaft der Sächsischen Weinstraße Sachsen in die DB-Kampagne integriert. Als eine von insgesamt nur vier deutschen Destinationen genießt Sachsen zudem das Privileg, in einem landesweiten TV-Spot der Deutschen Bahn dabei zu sein. Außerdem wird digital, in Online-Medien, auf sozialen Kanälen, auf www.bahn.de/entdeckedeutschland sowie in Magazinen und überregionalen Tageszeitungen geworben.
„Wir freuen uns, im Schulterschluss mit den Marketingorganisationen der 16 Bundesländer in diesem Sommer Lust auf Urlaub in der Heimat zu machen“, sagt Stefanie Berk, Marketingvorständin bei DB Fernverkehr, und Jürgen Kornmann, Leiter Konzernmarketing der DB, ergänzt: „Die Kampagne zeigt mit einem sympathischen Augenzwinkern, dass es nicht immer Patagonien oder die Karibik sein muss, wenn man Bayern oder die Ostsee vor der Haustüre hat.“
„Man muss nicht immer ins Ausland reisen, um tolle Ziele zu entdecken. Mit geballter Kraft für Urlaub im eigenen Land zu werben, ist punktgenau zum Beginn der Sommerferien in Deutschland das richtige Signal. Die Kampagne führt vor Augen, welche reizvollen Reiseziele es im eigenen Land zu entdecken gibt und per Bahn erreicht werden können. Durch die Vernetzung mit unserer eigenen neuen Kampagne www.erlebe-dein-sachsen.de und der bundesweiten Kampagne ‚Entdecke Deutschland‘ können einzigartige Synergien erzielt werden“, sagte die Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Veronika Hiebl, am Montag in Dresden.
Bis in den September wird die Kampagne crossmedial in TV, Online Kanälen und Print ausgespielt. Die Landes-Marketingorganisationen bündeln die Informationen zu den attraktiven Städten und Tourismusregionen unter www.entdecke-deutschland.de, auf die von der Landingpage der DB verlinkt wird. Touristischer Content und Bahninformationen sind auf beiden Seiten eng verzahnt.


19 Juni 2020

Telefonischer Verkauf von Fundsachen wird ab Juli erweitert

Westsachsen/Zwickau.- Der Verkauf von Fund-Fahrrädern lief in dieser Woche sehr gut an. Das Telefon im Fundbüro stand zum Verkaufsstart am Dienstag kaum still. Der ein oder andere Interessent hatte sicher Probleme beim Durchkommen. Das Ordnungsamt bittet an dieser Stelle bei allen Anrufern um Verständnis und Geduld. Die Liste der zum Verkauf stehenden Räder wurde nun aktualisiert und auf der Homepage eingestellt. Ein Blick in die Liste lohnt sich auch weiterhin.
Am Mittwoch, 1. Juli 2020, werden durch das Ordnungsamt der Stadt Zwickau weitere Fundsachen - hauptsächlich Bekleidung - aus dem letzten halben Jahr auf einer neuen Liste zum telefonischen Verkauf kommen.
Für den Verkauf und die Herausgabe aller Fundsachen gelten die bekannten Regeln: Der Verkauf erfolgt ausschließlich telefonisch unter der Rufnummer 0375 833214 zu den jeweiligen Festpreisen, die der Liste zu entnehmen sind. Der Käufer hat beim Telefonat die Möglichkeit, sich über den aktuellen Zustand des Fundstücks zu informieren und bekommt einen Abholtermin und -ort (innerhalb Verwaltungszentrum, Werdauer Straße) mitgeteilt. Kommt es zum Verkauf, wird es aus der Liste genommen. Die Verkaufsliste wird regelmäßig aktualisiert.
Die Herausgabe der Fundsachen erfolgt nur gegen Barzahlung an volljährige Personen. Bei Veräußerung der Fundsachen erlangt der Erwerber die gleichen Rechte, wie wenn er die Sache vom Eigentümer erworben hätte. Dem Erwerber stehen keine Gewährleistungsansprüche wegen Rechts- oder Sachmängeln zu.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Neue Fußgängerbrücke über den Planitzbach fertig gestellt

Westsachsen/Zwickau.- Die neue Fußgängerbrücke über den Planitzbach, kurz vor dem Eingang zum Strandbad, ist fertiggestellt. Der Ersatzneubau war notwendig, da die bestehende Brücke durch Hochwasser und einen umgestürzten Baum irreparabel geschädigt war.
Ziel war, ein dauerhaftes Brückenbauwerk mit ansprechendem Äußeren zu errichten, das zugleich den Anforderungen an den Hochwasserschutz genügt. So erhielt dieses bei vergrößertem Durchflussquerschnitt einen Überbau aus Stahlträgern mit einem Belag aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Die Bauarbeiten hatten Ende März begonnen. Die beauftragte Firma konnte die geplante Bauzeit um rund zwei Wochen verkürzen. Der angesetzte Kostenrahmen wurde eingehalten. Auch wenn die Schlussrechnung noch nicht vorliegt, wird mit maximalen Baukosten in Höhe von 110.000 Euro gerechnet.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Keiner will weg: Faltern gefällt es bei den Kindern richtig gut

Westsachsen/Werdau.- Die Mädchen und Jungen der Kita im Jugendheimweg 3 in Werdau haben am 28. Mai ein flatterndes Projekt gestartet: „Von der Raupe zum Distelfalter“.
In allen vier Gruppen wurden Aufzuchtsbehälter mit kleinen Raupen aufgestellt und täglich das Wachsen und Verändern beobachtet. Mit Lupen und scharfen Augen entging den Kids rein gar nichts: täglich wurden die Fortschritte im Wachstum fotografiert und kreativ festgehalten. „Dabei waren die Kinder auffällig ruhig und besonnen, denn keiner wollte die Raupen bis zur Verpuppung stören“, berichtet Einrichtungsleiterin Anja Püschel. Nach ca. einer Woche hingen helle Kokons am Fließ im Deckel der Behälter und der vorsichtige Wohnungswechsel in die Schmetterlingsvolieren stand bevor. Dieser wurde trotz zitternder Hände problemlos gemeistert. Nun hieß es warten und beobachten, wann sich die Kokons verfärben und die Metamorphose beginnt.
Anfang dieser Woche wurden dann alle kleinen und großen Forscher von flattrigen Gesellen in den Volieren überrascht - fast alle Falter waren übers Wochenende geschlüpft, was für großen Jubel in den Gruppenzimmern führte. Kurz darauf herrschte eifriges Treiben, denn die neugeborenen Distelfalter brauchten Futter. Aufgeschnittene Orangen, Bananen und Zuckerlösung auf Blütenranken wurden den Faltern in ihre Wohnungen gestellt. Nun bot sich ein weiteres Schauspiel, wenn die Falter ihren Saugrüssel ausrollten und sich genüsslich an den Säften stärkten.
Am Mittwoch nahte dann der Tag des Abschiedes: Herrlicher Sonnenschein und putzmuntere Distelfalter in vier Volieren boten optimale Startmöglichkeiten. Doch zum Erstaunen aller erhob sich nach Öffnung der Volieren kein einziger Falter in die Lüfte. Ihnen schien es bei den Kindern richtig gut zu gefallen. Sie ließen sich, sitzend auf einer Orangenhälfte herausnehmen und aus allernächster Nähe betrachten. Sechs Beine, zwei lange hauchdünne Fühler und ein einrollbarer Saugrüssel sowie die orangeleuchtenden Flügel begeisterten die Kinder und auch alle Erwachsenen ringsum.
Nach und nach flogen die Distelfalter in den Kindergarten-Garten und beim Spielen im Sandkasten und auf der Wiese besuchten einige den ganzen Vormittag über immer wieder ihre Gasteltern. Dieses eindrucksvolle Forschererlebnis wird bestimmt allen kleinen und großen Falter-Freunden der Kita „Schöne Aussicht“ ewig in Erinnerung bleiben.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

18 Juni 2020

Hoch spezialisiertes Team erforscht seltene Krankheiten

Westsachsen/Werdau.- Arachnoiditis und Tarlov-Zysten – zwei genauso seltene wie schwerwiegende Erkrankungen, von denen wohl nur die wenigsten schon einmal gehört haben. Tatsächlich erkranken gerade mal eine von 20.000 Personen. Leider ist das jedoch auch der Grund, warum Forschung und Heilungsaussichten für Patienten bislang nur in den Kinderschuhen stecken.
Das zu ändern hat sich ausgerechnet eine Organisation aus dem westsächsischen Werdau auf die Fahnen geschrieben: Die Vigdis Thompson Foundation. Auf der August-Bebel-Straße im Herzen der Pleißestadt beheimatet, widmet sich das kleine aber hoch spezialisierte Team der Erforschung, Etablierung und Publikation neuer Erkenntnisse über diese Erkrankung des Rückenmarkes und baut derzeit das erste weltweite Register darüber auf.
Forschen und damit die Voraussetzung schaffen, zu heilen inmitten der Stadt Werdau - Wie kann man sich das vorstellen? Patienten aus der ganzen Welt finden die Stiftung über das Internet und senden ihre medizinischen Daten. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt und Sandrina Walther, bereiten diese Daten so auf, dass sie von einem ehrenamtlich arbeitenden Ärzteteam ausgewertet werden können. Mit dieser Aufgabe sind federführend der Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke und Chefärztin Dr. med. Angelika Klammer betraut. Ziel ist es zu verstehen, wie es zu dieser Erkrankung kommt und welche Wege der Behandlung es gibt.
Finanziert wird die Vigdis Thompson Foundation – benannt nach ihrer selbst erkrankten Stiftern aus Norwegen – durch die großzügige Unterstützung der HEAD-Genuit-Stiftung sowie viele privaten Spenden. Nähere Informationen über die Arbeit der Stiftung findet man unter www.vigdis-thompson-foundation.org.
Auf dem Bild: Neurochirurg Prof. Dr. med. habil. Jan-Peter Warnke gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Kathleen Gebardt (rechts) und Sandrina Walther (links) von der Vigdis Thompson Foundation.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

Städtisches Museum: Hochinteressanter Vortrag zur Industrielandschaft

Westsachsen/Zwickau.- Die Ausstellung „Industrie in Bildern“, die man derzeit im Zwickauer Stadtmuseum besuchen kann, hatte es aufgrund der alles bestimmenden Corona-Panik in den vergangenen Monaten sehr schwer. Zwar ist der Museumsbetrieb unter den üblichen erschwerten Hygienebestimmungen wieder möglich, allerdings ist auch hier kaum zu übersehen, welche Schneise die Zwangsverordnungen auch in das hiesige Kulturleben geschlagen haben.
Das zeigte sich vor allem am vergangenen Sonntag, als Diplom-Ökonom Horst Sommer vom Steinkohlenbergbauverein Zwickau e.V. einen hochinteressanten Vortrag zum Thema „Die westsächsische Industrielandschaft im Spiegel der Kunst“ hielt und einen großen Bogen von den Anfängen des Steinkohle- und Silberbergbaus über den Uranabbau bis hin zur Automobilindustrie der Gegenwart schlug. Anschaulich untermalt wurde diese kleine Zeitreise mit dem Werken so unterschiedlicher Künstler wie Albert Schwarz, Erhard Zierold, Eduard Heuchler, Peter Schettler, Käte Walther und vielen weiteren. Es wurde deutlich, welche Rolle der Kunst bei der geschichtlichen Einschätzung der vielen Epochen, die die einmalige Industrielandschaft Westsachsens in den vergangenen Jahrhunderten durchlebte, zukommt.
Trotz des interessanten Themas fanden sich nur wenige Besucher ein, was zeigt, dass wir noch weit entfernt von den Verhältnissen aus der Zeit vor den Zwangsmaßnahmen der vergangenen Wochen und Monate sind. Leere Ausstellungsräume und mit Mundschutz gewappnetes Museumspersonal erinnern den Gast zuweilen selbst an ein surreales Kunstwerk. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies in den nächsten Wochen wieder hin zum Positiven verändern wird. Die Ausstellung „Industrie in Bildern“ kann noch bis zum 26. Juli diesen Jahres besichtigt werden.

Gashaverie in Leubnitz: Bewohner mussten evakuiert werden

Westsachsen/Werdau.- Am Mittwoch, den 17. Juni um 17:37 Uhr wurden die Feuerwehren aus Werdau und dem Ortsteil Leubnitz zu einer Gashavarie auf die Zeppelinstraße gerufen. Auf der dortigen Baustelle war eine Steinborde auf die Medienleitungen gerutscht. Sowohl die Wasser- als auch die Gasleitung wurden beschädigt.
Binnen weniger Minuten waren 4 Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 17 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort, zudem 2 Rettungswagen und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land e.V. Auch die Wasserwerke Zwickau, die Stadtwerke Werdau und das zuständige Bauunternehmen kamen zur Einsatzstelle.
Vor Ort bestätigte sich ein starker Gas- und Wasseraustritt. Letzterer konnte schnell abgestellt werden. Vorsorglich wurden die Bewohner der direkt anliegenden Mehrfamilienhäuser für die Dauer des Einsatzes evakuiert. Die herbeigerufenen Medienversorger konnten die entsprechenden Leitungen sichern. Verletzt wurde niemand. Auch zu weiteren Schäden kam es nicht. Gegen 19:15 Uhr konnte der Einsatz schrittweise beendet werden.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

17 Juni 2020

Park „Neue Welt“: Älteste Brunnenanlage wieder in Betrieb

Westsachsen/Zwickau.- Im Park „Neue Welt“ in Pölbitz findet nach rund 3-jähriger Bauzeit (von April 2017 bis Juni 2020) eine umfangreiche Baumaßnahme ihren Abschluss. Aufgewertet wurde eine rund 2.300 Quadratmeter große Fläche im historischen Parkbereich mit Amorbrunnen. Zudem wurde die Parkanlage nördlich und südlich durch Flächenankauf und Umwandlung einer teilweise leerstehenden Kleingartenanlage um ca. 3.100 Quadratmeter erweitert. Damit erstreckt sich der Park nun über eine 29.500 große Gesamtfläche.

Amorbrunnen
Leicht verborgen zwischen immergrünen Rhododendren und unter dem sanften Blick einer Brunnennymphe (Wassergeist, der an einem Brunnen lebt) befindet sich im historischen Bereich der Parkanlage der Amorbrunnen. Den halbwüchsigen Knaben mit Schwan konnten die Zwickauer bereits ab 1903 bewundern.
Seit der Einweihung sind die mehr als einhundert Jahre nicht spurlos am ältesten Zwickauer Brunnen vorbeigegangen. Ein undichtes Wasserbecken, fehlende Trink- und Abwasserleitungen und Vandalismusschäden haben dazu geführt, dass sich die Baumaßnahme hauptsächlich auf die Sanierung des Amorbrunnens konzentrierte. Besonders schwierig war dabei der Umgang mit der Brunnenplastik. In Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde bzw. der Landesdenkmalpflege und auf Grundlage eines Gutachtens wurde entschieden, die Figurengruppe abzuformen und aus haltbarem Beton neu zu gießen. Ein Replikat ziert nun das Wahrzeichen der Parkanlage. Das Original ist im städtischen Betriebshof eingelagert.

Wegesystem
Nicht nur der Brunnen hat eine Frischekur bekommen. Auch das Wegesystem im zentralen Parkbereich wurde grundhaft ausgebaut. Mit einer Einfassung aus Stahlband können die historischen Parkwege jetzt wieder gut begangen werden.
Im Rahmen einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme wurde zusätzlich bereits im Oktober 2019 auf einer Brachfläche ein neuer Zugang von der Brückenstraße in den Park und zum Ballhaus geschaffen.
Im nördlichen Teil der Anlage finden derzeit noch Bauarbeiten statt. Zukünftig gelangt man über zwei Wege, vom Mulderadweg und der verlängerten Dorotheenstraße aus, in den Park Neue Welt. Die ca. 2.300 Quadratmeter große Fläche wird später noch nach historischen Vorgaben mit Strauch- und Baumpflanzungen ausgestattet. Zahlreiche Banknischen im Park und auf den neu dazugewonnenen Flächen laden unweit der Zwickauer Mulde zum Verweilen und Entspannen ein.

Kosten
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, die zu 2/3 über das  Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost – Teil Aufwertung gefördert werden, belaufen sich auf 357 TEUR, 119 TEUR davon sind Eigenmittel der Stadt Zwickau. Umfangreiche Mittel wurden vor allem in die Grundlagenermittlung, Planung und Vorbereitung der Baumaßnahmen investiert (Denkmalschutz).

Historisches
Der Park Neue Welt und das gleichnamige Ballhaus blicken gemeinsam auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Begonnen hatte es mit dem Wunsch Richard Harzers, an der Leipziger Straße ein Ballhaus einschließlich reicher Ausstattung mit Konzertpark erbauen zu lassen. Pfingsten 1903 fand die Eröffnung statt und noch heute schmücken Harzer's Initialen das Gebäude und die Bühne im großen Saal.
Seit dem Neubau ist diese „Etablissement“ auch überregional bekannt und für viele Zwickauer ein beliebtes Ausflugsziel. Würde man das Ensemble nur auf gesellige Feierlichkeiten reduzieren, so täte man hier Unrecht. Vor über 100 Jahren fanden bereits Gartenbauausstellungen (1911 und 1927) im Park und in den Räumen der „Neuen Welt“ statt. Es folgten u. a. in den 1980er Jahren Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen, die bis heute viele Besucher in ihren Bann ziehen.
Systematisch wurde die Grünfläche erweitert und Teile davon neu gestaltet. Bereits 1904/05 kaufte Richard Harzer ein Grundstück an der Altenburger Straße 20 und ließ eine Festwiese errichten.
Seit der Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung des Parks in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat sich das Erscheinungsbild nicht merklich verändert. Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Karl Wienke wurde leider nur in Teilen umgesetzt.
Eng mit dem Konzerthaus verbunden sind die historische Parkanlage und der Amorbrunnen. Anzunehmen ist, dass die Grünfläche erst 1911 im Rahmen der Gartenbauausstellung angelegt wurde. Kennzeichnend für die ca. 3 ha große Parkanlage sind nicht nur die buntlaubigen Gehölze, sondern auch verschiedenen Skulpturen. Geschaffen vom Zwickauer Bildhauer Karl Rudolf Mosebach heißen vier Allegorien die Besucher am Haupteingang des Parks willkommen.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.- „Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein.“ - Fjodor Dostojewskij
Er gehört zu den schönsten europäischen Landschaftsparks: der Fürstlich Greizer Park. Angelegt im englischen Stil, verzaubert die wundervolle Parkanlage mit Parksee und atemberaubender Pflanzenvielfalt die Besucher zu jeder Jahreszeit.
Der Parkführer führt  bei der knapp zweistündigen Tour zu malerischen Plätzen, öffnet die Augen für die zahlreichen dendrologischen Besonderheiten und gibt Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Fürstlich Greizer Parks.
Termin: Samstag, 20. Juni 2020
Preise: Erwachsene 4,00 Euro, Kinder 2,00 Euro
Zeit / Dauer: 14.00 Uhr / rund zwei Stunden
Ticketverkauf: Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12 (bis 15 Minuten vor Beginn des Rundganges)
Wichtige Hinweise:
Für die Parkführung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Aufgrund der aktuellen Situation können nur 15 Personen an der Führung teilnehmen. Es wird sich vorbehalten, die Führung abzusagen, wenn die Mindestteilnehmerzahl von sieben Personen nicht erreicht wird. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz