31 Oktober 2020

Methan im Langen Teich: Bürgerinitiative fordert Klimastrafabgabe

Westsachsen/Zwickau.-
Im Rahmen der EFRE-Maßnahmen in der zentrumsnahen Bahnhofsvorstadt begannen am 26. Oktober die Arbeiten zur Sanierung des „Langen Teiches“ im Schwanenteichpark. Ziel ist laut Aussage des Garten- und Friedhofsamtes die Verbesserung der ökologischen Gewässerstruktur. Mit der Gewässersanierung werde zudem das Gartendenkmal Schwanenteichpark aufgewertet, meint die Stadtverwaltung.
Das Gesamtvorhaben umfasst die Entschlammung, eine Ufersanierung, den Rückbau von Altanlagen am Gewässer, die Sanierung des Überlaufs und einer Terrasse sowie die Verbesserung der Wasserhaltung zum und vom Schwanenteich. Abschließend werden die angrenzenden Wegeflächen erneuert und die Grünflächen überarbeitet.
Der erste Bauabschnitt umfasst die Entschlammung des Gewässers. In Vorbereitung für den späteren Abtransport der getrockneten Schlammmengen wird zunächst eine Baustraße als Zufahrt und eine sogenannte Funktionsfläche für die Ablagerung und Trocknung des Teichschlammes hergestellt. Die Förderung der Schlammmassen erfolgt mit Hilfe eines Schwimmbaggers. Das Teichwasser und die Fische verbleiben während dieser Arbeiten noch im Gewässer. Erst mit Beginn der Gewässerbauarbeiten im zweiten Bauabschnitt wird der Teich entleert. Das entschlammte Gewässer ermöglicht dann ein effektives Abfischen des vorhandenen Fischbestandes. Dieser wird in den höhergelegenen Schwanenteich umgesetzt. Einschränkungen Die Baustelleneinfahrt und -ausfahrt befindet sich im Bereich einer bereits gepflasterten Überfahrt vom Parkweg auf die Humboldtstraße an der ehemaligen Löschwasserentnahmestelle. Der Abschluss der Gesamtbaumaßnahme „Langer Teich“ erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2021.
Um Fördermittel für die Teichsanierung zu erhalten, hätte die Stadt CO²-Einsparungen vorweisen müssen, meint Reiner Gelfort von der Bürgerinitiative für die Energiewende Zwickau und Umgebung (BI f. d. EW). Diese hatte sich bereits vor Jahren dazu mit einbringen wollen und fragte: „Wieviel Tonnen des Gases sollten es sein?“ Olaf Conrad vom Garten- und Friedhofsamt konnte dazu keine Angaben machen und meinte: „Das müsste ein Ingenieurbüro ermitteln.“ Gegenüber einem Zwickauer Lokalsender berichtete Conrad, dass der „Lange Teich“ seit seiner Entstehung vor rund 500 Jahren noch nie entschlammt worden sei und der von Passanten wahrgenommene lästige Gestank durch Methan (Sumpfgas) hervorgerufen würde. Genügend Laub als Biomasse fällt jährlich in das Gewässer.
„Da bekannt ist, dass Methan rund 28-fach klimaschädlicher ist als CO² sollte der Stadtführung eine entsprechend Klimastrafabgabe auferlegt werden“, meint Reiner Gelfort. Oder eben die aus seiner Sicht zu Unrecht gezahlten 16 Millionen Euro für das Projekt der Stadtverwaltung „Zwickauer Energie demonstrieren“ (ZED) entzogen werden. Die Mitglieder der BI f. d. EW seien nie über die Auflagen der Fördermittelstelle informiert worden, so sein Vorwurf. „Wird so der Aufruf der Ex-OB Pia Findeiß umgesetzt, als sie zu einer Neujahrsansprache tönte: ,Misch mit!'?“. Dies sei nur eines von zahlreichen Beispielen, bei denen die Stadtverwaltung ihr eigenes Süppchen kocht und Bürgermeinungen ignoriert.

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30 Oktober 2020

Klezmer-Interpret feiert Geburtstag: „Happy Birthday, Giora Feidman“

Westsachsen/Zwickau.-
Der 85. Ehrentag des großen „King of Klezmer“ Giora Feidman jährt sich gemeinsam mit 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland und dem 100. Geburtstag des berühmten argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Am Sonntag, dem 3. Januar 2021, kommt er um 19 Uhr in die Lutherkirche nach Zwickau.
Mit einzigartigen Interpretationen des Klezmers, Piazzollas Tango Nuevo sowie weltbekannten Melodien und Kompositionen nimmt Giora Feidman sein Publikum anlässlich dieser Feierlichkeiten mit auf eine besondere musikalische Reise. Von traurigen Weisen bis hin zu wilden Tänzen: Giora Feidman verzaubert seine Gäste im Rahmen dieser abwechslungsreichen Geburtstagstournee mit Klängen zwischen Träumen und Lachen, leidvoller Melancholie und halsbrecherischer Virtuosität. Begleitet wird der Maestro von dem Ensemble Klezmer Virtuos, das mit Konstantin Ischenko am Akkordeon, Nina Hacker am Kontrabass, Hila Ofek an der Harfe und Andre Tsirlin am Saxophon Feidmans Klarinette auf eindrucksvolle Weise ergänzt.
Giora Feidman:
Musik ist für Giora Feidman nicht einfach nur Musik. Sie ist eine Art der Verständigung über alle Arten von Grenzen hinweg. Ob verschiedene Religionen, Kulturen, Hautfarben oder Traditionen – Giora, selbst als Sohn jüdischer Einwanderer aus Bessarabien am 25. März 1936 in Argentinien geboren, schafft es immer, mit seiner Klarinette Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen. Verschiedenste Musikstile schrecken ihn nicht ab, er vermischt sie kurzerhand und macht aus ihnen ein neues, einzigartiges Repertoire. Im Jahr 1956 verließ Giora Feidman im Alter von 21 Jahren Buenos Aires und reiste nach Israel, wo er heute noch lebt. "Erst als ich in Israel war, wurde mir bewusst, wie wichtig jüdische Musik für mich sein würde. Damals konnte ich noch nicht wissen, wie sehr diese Musik eines Tages mein Leben und meine Karriere als Musiker verändern und bestimmen würde", sagt Giora Feidman. Der Erfolg ergibt sich bei Gioras Leidenschaft für Musik ganz von selbst - mittlerweile gilt er als der berühmteste Klezmer-Klarinettist der Welt. Mehrere Klassik-Echos und sein musikalischer Beitrag zu Steven Spielbergs oscarprämiertem Film „Schindlers Liste“ sprechen für sich. „Die Klarinette ist das Mikrofon meiner Seele, und ich wurde geboren, um Musik zu machen", so der Klarinettenvirtuose.
Konstantin Ischenko:
Der 1978 in Russland geborene Konstantin Ischenko ist 1. Preisträger aller wichtigen Wettbewerbe für Akkordeon. Seine intensive Ausbildung an mehreren Konservatorien zahlt sich aus: Auf der ganzen Welt hat der Musiker schon Auftritte gespielt. Seit 2012 beehrt er auch Giora Feidman mit seiner musikalischen Begleitung.
Nina Hacker:
Die studierte Jazz- und Popularmusikerin wurde musikalisch von zahlreichen talentierten Kollegen, Bands und Projekten geprägt. An verschiedenen Musikschulen unterrichtet sie sowohl E-Bass als auch Kontrabass, coacht Bands und erarbeitete außerdem diverse CD-Produktionen und Theatermusik. Hila Ofek Die Harfenistin und mehrfache Preisträgerin von verschiedenen internationalen Wettbewerben wurde 1990 in Tel-Aviv, Israel, geboren. Als Solistin ist sie mit verschiedenen Orchestern wie dem Carlos Chaves Orchestra, den Jerusalem Symphony Orchestra und dem Raanana Symphonette Orchestra aufgetreten. Auch hat sie bereits bei Aufnahmen von Giora Feidman und dem Gershwin Quartett mitgewirkt.
Andre Tsirlin:
Der Saxophonist Andre Tsirlin wurde 1988 in Irkutsk, Russland, geboren. Er immigrierte 1991 nach Israel, wo er im Alter von 13 Jahren am Jerusalemer Konservatorium für Musik & Tanz sein Saxophonstudium begann. Als Solist spielte er bereits mit zahlreichen Orchestern, darunter unter anderem das Jerusalem Symphony Orchester und das St. Petersburger Kammerorchester.

Tickets gibt's bei Eventim und unter www.giorafeidman.com

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Erklärung des Werdauer Oberbürgermeisters zur Corona-Situation

„Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Gäste.
Vor Eintritt in die heutige Stadtratssitzung will ich Ihnen zunächst die Gelegenheit nutzen, um Ihnen vor dem Hintergrund der aktuellen Beschlüsse zur Corona-Pandemie kurz zu erläutern, welche Maßnahmen die Stadt Werdau ab Montag, 02.11.2020 ergreifen muss. Die Stadt Werdau hat stets den Grundsatz verfolgt, alles zu ermöglichen, was in der gegenwärtigen Situation zulässig ist. Daher sind die jetzt getroffenen Entscheidungen in den kommenden Tagen nach Inkrafttreten der konkreten Verordnungen noch einmal zu prüfen.
1. Die Stadt Werdau schließt die Stadthalle Pleißental, das Koberbachzentrum, die Schwerathletikhalle und die Turnhalle Steinpleis vollständig für alle Veranstaltungen. Einzige Ausnahme ist der, mit dem DRK-Blutspendedienst vereinbarte Termin am 03.11.2020, dazu werden die konkreten rechtlichen Regelungen für derartige Veranstaltungen abgewartet, die uns im Moment noch nicht vorliegen. Die Beschäftigten dieser Einrichtungen werden nach dem „Herunterfahren“ in den Einrichtungen der Stadt Werdau mit veränderten Aufgaben eingesetzt.
2. Die Stadt Werdau schließt vorbehaltlich einer entsprechenden Verordnung für Vereins- und Individualsport alle Schulturnhallen und die Mehrzweckhalle in Königswalde. In den genannten Objekten wird lediglich der Schulsport und in Königswalde die Nutzung der Mehrzweckhalle durch die Kindertagesstätte ermöglicht.
3. Die Sport- und Freizeit GmbH schließt das WEBALU. Bereits seit 28.10.2020 wurden hierfür konkrete Planungen für das „Herunterfahren“ der technischen Anlagen erstellt. Die Auszubildende wird in den Stadtwerken Werdau weiterbeschäftigt, alle anderen Beschäftigten gehen leider erneut in Kurzarbeit.
4. Die Stadtbibliothek und das Museum werden geschlossen. Das Personal des Museums wird in der Einrichtung verbleiben und den Umzug der restlichen Güter aus der ehemaligen Schule Steinpleis in das Fachwerkhaus bzw. eine externe Lagerfläche durchführen und die Abgabe von eingelagerten Exponaten in andere Museen abschließen, sodass die Zielstellung zur vollständigen Beräumung der Schule Steinpleis zum Jahresende abgeschlossen werden kann. Die Beschäftigten der Bibliothek werden nach dem geordneten „Herunterfahren“ in den Einrichtungen der Stadt Werdau mit veränderten Aufgaben eingesetzt.
5. Kindertagesstätten und Schulen bleiben geöffnet, für die Durchführung von Sonderveranstaltungen wie Elternabende o.ä. werden kurzfristig Regelungen getroffen.
6. Die Stadtverwaltung Werdau bleibt zunächst für den Besucherverkehr geöffnet, wir bitten unsere Bürgerinnen und Bürger jedoch an dieser Stelle, Besuche auf das Notwendige und Unaufschiebbare zu beschränken und behalten uns weitere Maßnahmen vor.
7. Für Veranstaltungen wie Eheschließungen, Beerdigungen o.ä. gelten die aktuellen Festlegungen für Veranstaltungen (1-2 Hausstände, maximal jedoch 10 Personen), sofern nichts anderes in einer Verordnung festgelegt wird.
8. Auf Grund der genannten Beschränkungen für Veranstaltungen wird die Sitzung des Verwaltungsausschusses am Dienstag, 03.11.2020 zunächst entfallen müssen. Eine Entscheidung zu den weiteren Gremiensitzungen im Monat November 2020 wird nach dem Vorliegen konkreter Verordnungen des Freistaats getroffen. Der Stadtrat wird ab dieser Woche in gewohnter Weise wieder in einer wöchentlichen Lagemeldung per E-Mail über alle aktuellen Vorgänge durch mich auf dem Laufenden gehalten. Für unsere Bürger werden alle aktuellen Informationen auf unserer Internet- und Facebookseite bereitgestellt, die Einwohnersprechstunde des Oberbürgermeisters im November findet telefonisch statt.
9. Es fällt uns allen außerordentlich schwer, aber wir haben heute beschlossen, den Weihnachtsmarkt 2020 abzusagen. Wir waren bisher fest entschlossen, den Weihnachtsmarkt auch unter veränderten Bedingungen durchzuführen. Mit den aktuellen Entwicklungen ist nun die Situation eingetreten, in der die, für den Aufbau und für die Sicherheitsmaßnahmen zu beauftragende Firmen und auch die beteiligten Händler uns aufgefordert haben, im Sinne ihrer eigenen Planungssicherheit bereits in den kommenden Tagen eine Entscheidung zu treffen. Wir hätten gern noch etwas gewartet (möglichst bis unmittelbar vor dem Aufbau der Markstände), können diese Ansinnen aber vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der letzten Tage gut verstehen. Nach gründlicher Abwägung aller Umstände und vor dem Hintergrund der Entscheidungen der letzten Tage müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, auch bei Wirksamkeit der jetzt von Bundesregierung und Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Maßnahmen die Infektionszahlen nicht so weit wieder sinken werden, dass in Werdau ein Weihnachtsmarkt am Wochenende des dritten Advents wieder möglich und zulässig sein wird. Deswegen habe ich schweren Herzens heute entschieden, die weiteren Vorbereitungen und Planungen einzustellen und den Weihnachtsmarkt abzusagen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, man mag sich sicherlich und auch mit Recht in darüber streiten, ob die aktuell verkündeten Maßnahmen insgesamt oder in einzelnen Teilen richtig oder falsch, wirksam oder nicht sind. Das wird sich in den kommenden Wochen erweisen. Tatsache ist, dass diese Einschränkungen sehr weh tun und zwar uns allen. Ich kann nur alle Bürgerinnen und Bürger darum bitten, jetzt zusammenzustehen und diejenigen wie Gastronomen, Betreiber von Fitnessstudios, Händler, Dienstleistungsunternehmen, Künstler, Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen, die allein und in vielen Fällen einsam in ihren Einrichtungen leben und die vielen anderen, die unter der jetzigen Situation zu leiden haben, zu unterstützen. Und ich kann nur darum bitten, bei allem Frust, bei aller Kritik und bei allem Unmut weiter sachlich und fair miteinander umzugehen. Vielen Dank.“

Sören Kristensen, Oberbürgermeister der Stadt Werdau

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29 Oktober 2020

Prozess gegen Hardy G.: Nächste Woche werden die Plädoyers erwartet

Westsachsen/Zwickau.-
Am Mittwoch fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen ein weiterer Verhandlungstag im Revisionsprozess gegen Hardy G. statt. Auch diesmal war das Hauptaugenmerk auf die bis dato verschwundene Langwaffe gerichtet, die der Angeklagte auf seiner „Flucht“ mit sich geführt haben soll (WSZ berichtete). Als Zeuge war diesmal ein Polizeibeamter geladen, der über sein Verhältnis zu dem Mithäftling berichtete, der behauptet haben soll, der Angeklagte hätte ihm seine Schuld im Vertrauen gestanden. Hardy G. verneinte das entschieden. Auch der Mithäftling zog im Anschluss seine Beschuldigung zurück. Wie erwartet war vonseiten des Polizisten jedoch nicht in Erfahrung zu bringen, ob dem Mithäftling G.s für seine Beschuldigung Haftvergünstigungen oder ähnliches in Aussicht gestellt worden waren. Der Polizeibeamte beteuerte mehrfach, dass bei seinem Vier-Augen-Gespräch mit dem verurteilten Betrüger alles mit rechten Dingen zugegangen sei und man ihn keinesfalls zu der Aussage gedrängt habe, wofür es allerdings leider keine Zeugen und auch keinen Mitschnitt des Gesprächs gebe. Die widerrufene Beschuldigung des Mithäftlings scheint indessen keine große Rolle mehr zu spielen. Auch der vorsitzende Richter Ruppert Geußer bezeichnete die „Brauchbarkeit“ dieses Zeugen als „sehr eingeschränkt“.
Für den 4. November ist der nächste Prozesstag angesetzt. Geußer kündigte hierfür bereits das Ende der Beweisaufnahme und die Plädoyers an. Unter welchen Bedingungen die Veranstaltung während des neuen Lockdowns schließlich stattfinden wird, bleibt abzuwarten.

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Polizeieinsatz: Fehlalarm in Bank sorgt für Aufregung am Morgen

Westsachsen/Zwickau.-
Am vergangenen Mittwochmorgen sorgte ein Polizeieinsatz vor der Filiale der Deutschen Bank am Dr.-Friedrichs-Ring bei zahlreichen Passanten für großes Aufsehen. Bewaffnete Einsatzkräfte waren kurz nach neun Uhr morgens im Umfeld der Bank schussbereit hinter Bäumen und Fahrzeugen in Deckung gegangen. Wie Augenzeugen berichten, wagten sich die Beamten erst heraus, als eine Mitarbeiterin der Bank nach draußen kam und meldete, dass keine Gefahr mehr drohe.
Über die genauen Umstände und das Ausmaß des Einsatzes hüllte sich die Pressestelle der Polizei im Anschluss in Schweigen. Man spricht offiziell von einem Fehlalarm, ohne auf Detailfragen näher einzugehen. Wie es zu diesem Fehlalarm kam, war von offizieller Seite nicht in Erfahrung zu bringen. Offenbar gab es keine Verletzten.
Bankmitarbeiter befinden sich, wie viele andere Berufstätige in diesen Tagen, in einer merkwürdigen Situation. War es bis vor wenigen Monate noch strikt untersagt, mit einem Motorradhelm bekleidet oder gar vermummt eine Bank oder Sparkasse zu betreten, so gilt mit der Maskenpflicht jetzt das genaue Gegenteil. Wie viele Kriminelle diese neuen Bedingungen als Chance für ihr Geschäftsmodell noch entdecken werden, wird die nahe Zukunft zeigen.

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28 Oktober 2020

Sicherheitsmaßnahme: Besuchsstopp in allen Paracelsus-Kliniken

Westsachsen/Zwickau/Reichenbach.- Die Paracelsus-Kliniken haben für alle Klinikstandorte der bundesweit agierenden Klinikkette erneut auf einen kompletten Besuchsstopp abgestellt. „Wir tun alles, um eine weiter steigende Verbreitung des Virus zu verhindern. Wir sehen uns als Betreiber von Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in einer besonderen Verantwortung gegenüber unseren Patienten und Mitarbeitern, der Besuchsstopp ist ein Baustein in einer ganzen Reihe von Sicherheitsmaßnahmen“, erklärt der medizinische Geschäftsführer Dr. Christian Utler.
Nachdem ab Mai ein vorher herrschendes striktes Besuchsverbot insbesondere an den Akutkrankenhäusern schrittweise gelockert wurde und pro Tag und Patient 1 Besucher unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt waren, sind seit 6 Wochen Besuche von Angehörigen und Freunden Schritt für Schritt und angepasst an die lokale Infektionslage eingeschränkt worden und nun seit einer Woche an allen Standorten nicht mehr erlaubt. In den Reha-Kliniken von Paracelsus war der Besuchsstopp nie aufgehoben worden, auch in der Paracelsus-Elena-Klinik, eine Fachklinik für Parkinson-Patienten, herrschte seit Beginn der Pandemie ein Besuchsverbot, da dort vor allen Dingen Hochrisikopatienten stationär behandelt werden.
Das Besuchsverbot ist also in allen Einrichtungen wieder eingeführt, unabhängig davon, ob der jeweilige Standort in einem Risikogebiet liegt oder nicht. Das Besuchsverbot gilt bis auf Weiteres.

Quelle und Foto: Paracelsus-Kliniken

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27 Oktober 2020

Sanierung des ehemaligen SCHOCKEN-Kaufhauses beginnt 2021

Westsachsen/Zwickau.-
Die mit Folie beklebten Schaufenster des ehemaligen Kaufhauses Schocken kündigen es bereits seit einiger Zeit an: Das Kulturdenkmal im Herzen der Stadt wird saniert, neue Handels- und Büroflächen sollen entstehen. Dass die Wiederbelebung des geschichtsträchtigen Kaufhauses nun in greifbare Nähe rückt, ist dem langjährigen Engagement vieler Beteiligter zu verdanken.
Im November 2016 begab sich eine Delegation aus Zwickau auf den Weg nach Israel. Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn, Sandra Hempel, Leiterin des städtischen Büros für Wirtschaftsförderung, sowie die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, Dr. Ruth Röscher, flogen nach Tel Aviv, um dort persönlich mit Familienmitgliedern der Schocken-Erbengemeinschaft Gespräche über eine gemeinsame Zukunftsvision für die Immobilie zu führen. Mit Unterstützung des Rechtsanwaltes Dirk Lange der Leipziger Kanzlei Gruendelpartner, welche die Schocken AG i. L. in Deutschland vertritt, konnten hier tragfähige Kontakte auf- und ausgebaut werden. Zeitgleich wurden weitere Partner zur Umsetzung des Vorhabens gesucht. Unter anderem durch die Netzwerkarbeit des Büros für Wirtschaftsförderung auf der Expo Real, der weltgrößten Immobilienmesse in München, rückte der Kaufhauskomplex in den Blickpunkt der sächsischen Staatsregierung und des in Zwickau bereits erfolgreich tätigen Investors GP Papenburg Hochbau GmbH. Sozusagen als Geburtstagsgeschenk verkündete MP Michael Kretschmer zum Festakt der 900-Jahr-Feier im Zwickauer Dom, dass er sich persönlich für die Wiederbelebung des ehemaligen Kaufhauses Schocken einsetzen wolle.
Als weitere Meilensteine auf dem Weg zur Nachnutzung mussten Fördermittel akquiriert werden: Über das Denkmalschutz-Sonderprogramm für substanzerhaltende Maßnahmen des Bundes konnten 2018 erste Untersuchungen, Planungen und erforderliche Leistungen für Erhalt und Sicherung der Bausubstanz finanziert werden. Mit mehrheitlicher Unterstützung des Zwickauer Stadtrates meldete die Stadtverwaltung im November 2018 das Vorhaben "Denkmalschutzgerechte Sanierung und Umbau des ehemaligen Kaufhauses Schocken" im Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" erfolgreich an. Die Gesamtkosten in Höhe von ca. 28 Mio. Euro können so durch Mittel des Bundes, des Freistaates Sachsen und der Stadt Zwickau kofinanziert werden. Den überwiegenden Teil erbringt der Investor GP Papenburg Hochbau GmbH, welcher seit 2019 Eigentümer des Kaufhauskomplexes ist. Damit sind die Grundvoraussetzungen geschaffen, um einen langjährigen städtebaulichen Missstand zu beseitigen und das Zwickauer Zentrum deutlich und langfristig aufzuwerten.
Durch einen teilweisen Abbruch des Altbestandes (westliche Gebäudeteile hinter der historischen Fassade, Hauptstraße 11 sowie Dachaufbauten) und den Erhalt sowie die Sanierung wesentlicher Teile des historischen Baukörpers wird das ehemalige Kaufhaus eine völlig neue Struktur erhalten. Neben der denkmalschutzgerechten Sanierung ist für die erfolgreiche Projektumsetzung ein nachhaltiges Nutzungskonzept wesentlich, welches zum einen durch die Mischung von kleinteiligen und großflächigen Nutzungen bewirkt wird und zum anderen auf die Frequenzsteigerung durch Gäste und Mitarbeiter der anzusiedelnden Unternehmen und Institutionen abzielt. Dabei werden Handelsflächen im Erdgeschoss, ein Hotel sowie diverse Büroflächen in den Obergeschossen in das historische Ensemble integriert. Die diesbezüglichen Abstimmungen mit der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörde werden seit ca. sechs Monaten konstruktiv geführt; für die neu zu errichtenden Gebäudeteile wurden zwei Sitzungen im eigens hierfür einberufenen Gestaltungsbeirat abgehalten und die Varianten abgewogen und diskutiert.
Mietverträge bestehen bisher mit der Stadt Zwickau für Büroflächen sowie mit einem Hotel mit ca. 95 Zimmern. Auch der Freistaat Sachsen wird Mieter des Objektes. Ziel ist, bis zum Ende des 1. Quartals 2021 alle Vertragsverhandlungen für die Mietfläche von insgesamt ca. 10.500 m² abgeschlossen zu haben. Nachdem weitere Planungen für Architektur, Tragwerk und technische Gebäudeausrüstung abgeschlossen sind, ist der Baustart für das 2. Quartal 2021 vorgesehen. Bis das ehemalige Kaufhaus eröffnet werden kann, plant die GP Papenburg Hochbau GmbH mit einer Bauzeit von ca. 2,5 Jahren.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

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26 Oktober 2020

Ehemaliger Fabrikkomplex wandelt nahezu täglich sein Gesicht

Westsachsen/Werdau.-
Sie war seit vielen Jahren ein Schandfleck Werdaus, doch nun sind ihre Tage endgültig gezählt: Die Industriebrache ehem. B+U Tuchfabrik Richardstraße 1-3 am Platz der Solidarität. Am 23. Mai 2019 beschloss der Stadtrat einstimmig den Rückbau und die Revitalisierung des Areals.
Der Fabrikkomplex der Vigognespinnerei Otto Ullrich in der Richardstraße 3 wurde im Jahr 1889 errichtet. An der Richardstraße 1 befand sich das ehemalige Kontorgebäude der Vigognespinnerei und Wohnhaus eines der Textilfabrikanten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde aus dem Betrieb die VEB Tuchfabrik Werdau, der dann 1962 durch die Kombinatsbildung „Wolle und Seide“ als Werk IV in die Volltuchwerke Crimmitschau eingegliedert wurde. Nach der Wende gelang es aufgrund des strukturellen Wandels und dem Niedergang der Textilindustrie nicht, die Produktion aufrechtzuerhalten. Im Dezember 1993 begann die Liquidation der Tuchfabrik Werdau GmbH. Nach jahrelangen Bemühungen glückte es der Stadt Werdau 2016, das Brachengrundstück zu erwerben.
Ziel ist der Rückbau des 12.559 m² großen Areals, eine konsequente Entsiegelung sowie der Abtrag großer Mengen an kontaminiertem Erdreich. Allein der Abbruch der Industriebrache beinhaltet 31.800 m³ umbauten Raum. Er ist inklusive Tiefenenttrümmerung nahezu abgeschlossen. Hinzu kommen hohe Mengen an Erdmassen, die entsprechend der Schadstoffbelastungen entsorgt werden müssen. Außerdem wurde die alte Stützwand abgebrochen, das Gelände neu modelliert und Stauraum für die Pleiße geschaffen werden. Derzeit erfolgt Erdaushub, um die Pleißeböschung neu zu profilieren. Dabei wird ca. 0,5m tiefer ausgehoben und der oberhalb anstehende Lehm wieder eingebaut. Er fungiert als Dichtschicht, durch die der Grundwasserleiter geschützt und oberflächennah zur Pleiße geführt wird. Der Lehm wird dazu an der Seite zur Straße „Am Stadtpark“ zwischengelagert. Parallel erfolgen am Pleißeufer die Vorbereitungen zum Einbau einer Ufersicherung sowie für den Steinsatz, der die Brücke schützt.
Anschließend erfolgt die Gestaltung des Geländes als naturnahe öffentliche Grünfläche zur Erholung. Diese Arbeiten werden 2021 realisiert. „Der konzeptionelle Gedanke besteht darin, die Flächen gestalterisch und funktionell zu verbinden, das Potential des Flusses zu fördern und die ehemalige Brachfläche damit erlebbar zu gestalten. Neben der geplanten Freizeit- und Erholungsnutzung spielt bei der Gestaltung der Fläche der Umweltschutz ebenfalls eine Rolle. Es erfolgt eine ökologische Aufwertung der Fläche unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes. Neben der Ansaat von verschiedenen Blühmischungen mit späterer naturschutzgerechter Bewirtschaftung der Flächen erfolgt die biotopgerechte Gestaltung der einzelnen Ebenen mit Gehölzen. Zudem wird im Rahmen der Nachnutzung die Richardstraße halbseitig wiederinstandgesetzt. Dazu gehören auch die Wiederherstellung eines 2 m breiten Gehweges sowie das Anlegen von 15 Längsstellflächen. Die entsprechenden Vorbereitungen laufen aktuell.
Entlang der Straße Zum Stadtpark, die in einem späteren Schritt grundhaft ausgebaut werden soll, entstehen zudem Flächen für den Bau von Mehrfamilienhäusern. Dafür stehen 3.369 m² zur Verfügung. Die Fläche ist im Nachnutzungskonzept als Bauland vorgesehen und ist nicht Bestandteil des Förderantrages. Auf eine entsprechende Ausschreibung beworben sich zwei Bieter. Der Verkauf steht auf der Tagesordnung des Stadtrates für den 29. Oktober 2020.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen nach Kalkulationen des beauftragten Ingenieurbüros rund 1.540.000 EUR. Die Finanzierung der Einzelmaßnahme erfolgt zu 80 % aus Europäischen Fördermitteln (EFRE) und 20 % Eigenmitteln der Stadt Werdau.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau

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Modellbahnclub: Viele Neuerungen in einer interessanten Ausstellung

Westsachsen/Werdau/OT Langenhessen.-
 Zum 23. Mal veranstalten die Mitglieder des Modellbahnclubs Langenhessen e.V. ihre alljährliche „Große Modellbahnschau“. Diese findet wie folgt statt: 14./15./18./21./22. November 2020 in der Zeit von 10 bis 17 Uhr im Koberbachcentrum
Auf diese Ausstellung haben die Mitglieder des Langenhessener Modellbahnclubs, unter schwierigen und ungewissen Bedingungen, hingearbeitet und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. So sind abermals viele Neuerungen, sowie ein interessantes und umfassendes Ausstellungsangebot entstanden. Der Modellbahnclub Langenhessen e.V. ist auch in diesem Jahr erneut stolz darauf, den Besuchern der Ausstellung die überarbeiteten bzw. neu gestalteten Anlagen zu zeigen. Neben den am Bahnhof Werdau angegliederten Bahnbetriebswerk Werdau in H0, welches elektronisch weiter ausgerüstet sowie die Gestaltung der Umgebung vervollständigt wurde, zeigen die Modellbahner auch in diesem Jahr ihre Gartenbahn. Diese ist vor allen bei unseren kleinsten Gästen sehr beliebt und lädt dabei zum Staunen und Verweilen ein. Eine weitere ausgestellte Clubanlage ist die große Spur 1 Modellbahn nach erzgebirgischem Vorbild. Diese wird durch ein privat gebautes Modul mit dem Modell einer Brücke der Brückenbergkohlenbahn aus Zwickau/Pöhlau vervollständigt. Immer wieder ein Highlight der Ausstellung ist die große Gleiswendel der Modulanlage in Spur N. Zudem ermöglicht der bereits im letzten Jahr präsentierte Abzweig einen interessanten und abwechslungsreichen Fahrbetrieb. Auch wieder mit ausgestellt ist die weiter ausgestaltete Jugendanlage, auf der in diesem Jahr die ersten Betriebsaktivitäten gezeigt werden können. 
Eine Abwechslung zu den großen Vereinsanlagen bieten auch in diesem Jahr wie gewohnt, kleinere Heimanlagen von mehreren Modellbahnfreunden. Dazu zählen neben dem Modell eines Bahnbetriebswerks in Spur TT die eher weniger bekannte britische Spurweite 00 im Maßstab 1:76. Anlage und Fahrzeuge sind nach britischem Vorbild gebaut. Es wird aber auch etwas historisch in diesem Jahr. Aufgebaut wird neben einer Märklinmodellbahn aus den 30er Jahren, eine Heimanlage aus Langenhessen, welche in unzähligen Stunden bereits ab 1960 in der Spurweite H0 entstanden ist. Wie gewohnt können Modellbahnartikel, Puppenstuben und Geschenkartikel gekauft werden. Die bei den Kindern beliebte Bastelstraße wird ein weiteres Mal von der Firma Auhagen unterstützt und bietet Raum zum Basteln und zum kreativen Gestalten. Natürlich soll auch dazu angeregt werden, selbst aktiv zu werden. Die Mitglieder freuen sich stets über „Modelleisenbahnerzuwachs“. Egal ob groß oder klein, jung oder alt, jeder ist herzlich willkommen. Gegenwärtig umfasst die Mitgliederzahl des Modellbahnclubs Langenhessen e.V. 20 Mitglieder. Vereinsvorsitzender ist seit diesem Jahr Markus Pecher. Getroffen wird sich freitags ab 16 Uhr in den vereinseigenen Clubräumen in Werdau. Aus aktuellem Anlass bitten wir unsere Besucher neben dem bereithalten der Mund-Nasen-Abdeckung, sich an die ausgehängten Hygieneregeln zu halten und den Anweisungen der Ausstellungsverantwortlichen Folge zu leisten. Mit dem Einhalten dieser Regeln kann die Ausstellung von jedermann in Ruhe genossen werden. Die Mitglieder des Modellbahnclub Langenhessen e.V. freuen sich auf Ihren Besuch und auf interessante und ereignisreiche Tage für die ganze Familie rund um das Thema „Eisenbahn“.

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Werdau

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23 Oktober 2020

Richter in Zwickau: „Ein Haufen erbärmlicher Feiglinge“

Westsachsen/Zwickau.-
 Diese Klatsche sitzt. Nach reichlich zwei Jahren Erfahrungen mit der Zwickauer Justiz platzt einem Prozessbeobachter jetzt der Kragen. Er nennt die hiesigen Richter und Staatsanwälte einen „Haufen erbärmlicher Feiglinge“.
Es begann mit dem Fall der illegalen Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerkes im Jahre 2012 am Zwickauer Amtsgericht (WSZ berichtete). Diese Urkundenfälschung im Amt wurde seitens der Zwickauer Staatsanwaltschaft bis heute nicht aufgeklärt, der oder die Täter nicht ermittelt. Darüber regt sich der Mann, der seine Identität im Moment noch nicht preisgeben will (nennen wir ihn Herrn X.), am meisten auf. Alles was danach kam, sei ein Folgeschaden durch dilettantische Vertuschungsversuche der Sächsischen Justiz, so sein Resümee. In den zahllosen Verhandlungen, an denen er seit geraumer Zeit als Zuschauer teilnimmt, fällt ihm immer wieder auf, dass sowohl Richter, wie auch Staats- und Rechtsanwälte kein Interesse an einer Entscheidung im Sinne von Rechtsprechung haben. Vielmehr werde immer wieder versucht, mittels undurchsichtiger Deals die eigenen Fehler zu vertuschen oder Urteilsverkündungen zu vermeiden. Prozesse werden künstlich verschleppt, damit bestimmte Dinge nicht zur Sprache kommen. So wie jüngst erst in Sachen WSZ gegen Sparkasse Zwickau (nachzulesen hier).
Umgekehrt gebe es gerade in Zwickau das Phänomen, dass Beschuldigte oft nach politischer Einstellung verunglimpft werden. Ganz besonders auffällig sei dabei die Handlungsweise des Staatsanwaltes Jörg Rzehak (kleines Foto), der so wörtlich „Gesinnungseinstellungen“ verfolge (WSZ berichtete). „Ich habe oft den Eindruck, dass es sich beim Personal in den Zwickauer Gerichten um eine kriminelle Vereinigung handelt, deren einziges Ziel darin besteht, aus der Bevölkerung so viel wie möglich Kapital zu erpressen. Wer hingegen angibt, mittellos zu sein, wird verschont. Eine Überprüfung dieser Behauptung findet merkwürdigerweise kaum statt“, so der Prozessbeobachter. Ein Beispiel sei der Fall Friedrich, bei dem der Ex-Ehemann bei Gericht angab unter dem Selbstbehalt zu leben, gleichzeitig aber von der Sparkasse Zwickau ein Immobiliendarlehen in Höhe von knapp 200 Tausend Euro bekam. Für seine Ex-Frau brauchte er laut Gericht keinen Unterhalt zu bezahlen und für seinen Sohn nur den Mindestunterhalt. „So leicht möchte ich auch mal durch's Leben kommen“, meint Herr X. sarkastisch. Hier spielten offensichtlich alte Stasi-Seilschaften eine ganz entscheidende Rolle. Verquickt mit dem verschlagenen KnowHow des aus dem Westen hinzu gezogenen Ausschuss-Personals wurde im Laufe der letzten 30 Jahre ein Imperium geschaffen, gegen das kaum ein Kraut gewachsen sei, so der Vorwurf des Herrn X..
Nachtrag der Redaktion: Die ganze Dimension des Problems wird erst sichtbar, wenn man versucht, Hilfe von höherer Stelle zu bekommen. Das Sächsische Justizministerium liefert unbrauchbaren Müll an den ermittelnden Petitionsausschuss im Sächsischen Landtag. Der Petitionsausschuss seinerseits schreibt einmal pro Jahr lapidar: „Die Recherchen sind abgeschlossen, wir beraten noch“. Mit so einer Landesregierung ist auf Dauer kein Staat zu machen.

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