03 September 2025

Zu halbherzig: Zwickau und Werdau machen sich kriegstüchtig

Das Zwickauer Rathaus in Friedenszeiten
Westsachsen/Werdau/Zwickau.- Nach Medienberichten über laufende Gespräche zwischen Vertretern der Bundeswehr, des Landratsamtes und der Zwickauer Stadtverwaltung sieht sich das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) in der Pflicht, für Transparenz zu sorgen. Deshalb hat der Zwickauer BSW-Kreisverband einen Fragenkataloge erstellt. Er will wissen, ob die Oberbürgermeister der beiden kreisfreien Städte Constance Arndt (Zwickau) und Sören Kristensen (Werdau) sowie der Landrat Carsten Michaelis (CDU) an etwaigen Gesprächen mit Bundeswehr-Offizieren teilgenommen haben und falls ja, was dort genau besprochen wurde. Vorher schon hatte das BSW im Sächsischen Landtag eine Große Anfrage an die Staatsregierung gestellt.
Das Zwickauer Rathaus in Kriegszeiten

Es geht um den „Operationsplan Deutschland“. Dies ist ein gesamtstaatlicher Plan zur Landes- und Bündnisverteidigung, der im Zusammenhang mit dem Ukraine-Kriegt entwickelt wurde. Damit sollen Sicherheitsbehörden, Katastrophenschutzorganisationen und private Unternehmen vernetzt werden. Der Plan soll die militärische Handlungsfähigkeit Deutschlands sicherstellen und die schnelle Verlegung und Versorgung von Nato-Streitkräften garantieren. Der Freistaat Sachsen nimmt dabei nach Angaben der Bundeswehr eine Schlüsselrolle ein.
Was dieser „Operationsplan“ der Bundeswehr genau vorsieht und wie die Bundesländer, Kommunen und Behörden daran mitwirken sollen, ist bisher kaum bekannt. Genau das sieht der Zwickauer BSW-Kreisverband kritisch: „Wir stehen klar an der Seite unserer Einsatz- und Hilfskräfte und befürworten einen wirksamen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Was wir aber ablehnen, ist intransparente Geheimdiplomatie hinter verschlossenen Türen“, sagt der Werdauer Stadtrat Heiko Döhler. Es sei wichtig, die Bürger darüber zu informieren, ob im Landkreis Zwickau bereits Planungen laufen, welche Infrastruktur betroffen sein wird und ob Schutzbunker eine Rolle spielen.
Das Werdauer Rathaus in Friedenszeiten
Döhler schickte am Wochenende eine längere Liste mit Fragen an den Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste). Er erkundigte sich nach konkreten Treffen zwischen der Stadtverwaltung Werdau mit Vertretern der Bundeswehr oder anderer Sicherheitsbehörden sowie nach Inhalten, die während der Treffen besprochen wurden. Auch nach möglichen Konsequenzen etwaiger Maßnahmen für die Stadt Werdau, vor allem im Hinblick auf den Katastrophenschutz.
Das Werdauer Rathaus in Kriegszeiten
Die Antwort Kristensens auf den Fragenkatalog kommt umgehend, fällt aber karg aus: Treffen zwischen der Stadtverwaltung Werdau und der Bundeswehr zum Operationsplan habe es bisher nicht gegeben. Auch zu möglichen finanziellen und personellen Auswirkungen der Planungen auf die Stadt Werdau könne er keine Aussage treffen. Sehr wahrscheinlich fällt die Antwort der Zwickauer Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf den BSW-Fragenkatalog ähnlich aus. Für den Katastrophenschutz ist der Landkreis zuständig. Gegenüber der Presse teilt das Landratsamt mit, dass Landrat Carsten Michaelis (CDU) noch keine konkreten Gespräche mit Bundeswehrvertretern über Detailplanungen für den Kreis Zwickau geführt habe. Stattdessen gebe es einen regelmäßigen Austausch mit allen relevanten Behörden des Bevölkerungsschutzes, bei dem bisher auch allgemeine Informationen zum „Operationsplan Deutschland“ weitergegeben worden seien. „Ungeachtet dessen ist sich der Landkreis seiner Verantwortung im Bereich des Bevölkerungsschutzes bewusst“, sagt Sprecher Sebastian Brückner mit Verweis auf eine neue Stelle für Zivilschutz im Landratsamt. Sollten künftig konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, werde mit dieser Stelle abgestimmt, die Öffentlichkeit entsprechend zu informieren. Dem BSW ist das zu halbherzig. „Ich wünsche mir einen regen und transparenten Austausch zwischen dem Kreistag und den Verantwortlichen im Landratsamt“, sagt Heiko Döhler dazu.
Quelle: FP
Fotos: KI

02 September 2025

Konzert-Tipp: Marianne Rosenberg lädt zum Open-Air-Saisonabschluss

Westsachsen/Bad Elster.-
Die legendäre Pop- und Schlagerikone Marianne Rosenberg gastiert am Samstag, den 13. September um 20 Uhr erstmals im NaturTheater Bad Elster und exklusiv zu den Chursächsischen Festspielen. Sie gehört zu uns: Die beliebte Sängerin schenkt Bad Elster ein einzigartiges Open-Air-Konzerterlebnis mit unvergesslichen Klassikern sowie neuen Hits live: ganz nah und einzigartig – Als ganz besonderen Saisonabschluss 2025. Über fünf Jahrzehnte sind seit ihrer ersten LP »Fremder Mann« vergangen. Ihre Hits wie »Er gehört zu mir« oder »Marleen« wurden im Laufe der Jahre zu einem Teil des deutschen Liederguts und prägten die deutsche Musikgeschichte. Zahlreiche Auszeichnungen, Awards, Chartplatzierungen und musikalische Highlights sammelten sich in dem letzten halben Jahrhundert an. In ihren aktuellen Liveshows mit Band wird nun ihr zeitgenössischer Soundcocktail aus Pop, Schlager, Disco und Dance zu erleben sein. Die Konzerte versprechen eine farbenfrohe und emotionale Reise durch die facettenreiche Welt der Musik, die sowohl alte als auch neue Fans begeistern wird. Bad Elster freut sich! Im Vorprogramm eröffnet moderner deutschsprachiger Country-Pop von Joshville – dem Cowboy der Herzen - diesen letzten Saisonabend im NaturTheater Bad Elster. Tickets: 037437/ 53 900 oder www.naturtheater-badelster.de

01 September 2025

Solide Datenbasis: Der Mietspiegel 2025 tritt heute in Kraft

Westsachsen/Zwickau.- Der neue Mietpreisspiegel für die Stadt Zwickau ist fertig. Er ersetzt ab heute den bisherigen, welcher seit 1. November 2021 gültig war. Zum Download steht die Broschüre auf den städtischen Internetseiten zur Verfügung.
Die Arbeiten begannen - erstmals unter Leitung der Kommunalen Statistikstelle der Stadt Zwickau - im Oktober 2024. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte durch das FOG Institut für Markt- und Sozialforschung Chemnitz in enger Abstimmung mit der eigens dafür gebildeten Arbeitsgruppe. Neben beratenden Mitgliedern aus Hochschule und Verwaltung waren Vertreter der Mieter- und Vermieterseite mit Stimmrecht in der Arbeitsgruppe involviert.
Die sehr konstruktive Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe aus den letzten Jahren konnte erfolgreich fortgesetzt werden und führte zu einer Weiterentwicklung des Zwickauer Mietspiegels. Konkret wurden im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Ausgaben zwei wesentliche Änderungen erzielt: Zum einen gibt es nur noch eine Mietwerttabelle, da das Thema Wärmecontracting nun über die Ausstattungsvariablen abgebildet wird. Zum anderen wurde das Wohnwertmerkmal „Lage“ grundsätzlich neu betrachtet. Neben fachlichen Gründen für diese Änderungen wird damit im Ergebnis auch die Handhabung des Mietspiegels verbessert.
Zentrale Bedeutung kommt der Erstellung der Datenerhebung und der Datenlieferung zu. Ohne diese zeit- und arbeitsintensiven Zuarbeiten wäre die Erstellung eines Mietspiegels nicht möglich. Hier haben alle in Zwickau agierenden Großvermieter ihren Beitrag geleistet. Zudem kamen auch kleinere Vermieter und Hausverwaltungen der Aufforderung nach, Wohnungsdaten zur Verfügung zu stellen. Mit insgesamt 11.128 vollständig verwertbaren und mietspiegelrelevanten Wohnungen konnte die Anzahl nochmals deutlich gesteigert werden. Der vorliegende Mietspiegel hat somit eine sehr solide Datenbasis.
In bewährter Weise gibt der Mietspiegel 2025 nun Auskunft über die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Broschüre „Mietspiegel 2025“ steht ab heute zum Download unter www.zwickau.de/mietspiegel zur Verfügung. In gedruckter Version wird sie in den nächsten Tagen im Bürgerservice im Rathaus, Hauptmarkt 1 erhältlich sein.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

29 August 2025

LARGE JAZZ ENSEMBLE: Jazz trifft Vulfpeck

Westsachsen/Dresden.- Im Jubiläumsjahr widmet sich das Large Jazz Ensemble des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik einem besonderen Projekt: der Musik der US-amerikanischen Funkband Vulfpeck.
Reduziert instrumentiert, rhythmisch pointiert und voller Energie – Vulfpecks Sound ist unverkennbar. Inspiriert von Größen wie James Brown und Bootsy Collins, setzt die Band auf musikalische Ökonomie: Weniger ist mehr, solange es groovt.
In einer intensiven Probenphase taucht das Ensemble in die Welt von Songs wie Dean Town, Back Pocket und Animal Spirits ein. Der legendäre Live-Mitschnitt aus dem ausverkauften Madison Square Garden dient dabei als zentrale Inspirationsquelle.
Freuen Sie sich auf ein Konzert, das Hommage und eigenständige Interpretation zugleich ist – virtuos, präzise, mitreißend. Funk lebt – und klingt in Dresden ganz neu.
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten an: stanislav.danylyuk@musikgym.smk.sachsen.de
Quelle und Flyer: Landesmusikgymnasium Dresden

25. Chursächsische Festspiele feiern 35 Jahre Deutsche Einheit

Westsachsen/Bad Elster.- Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster begeistert ganzjährig mit einem sehr abwechslungsreichen und ausstrahlenden Spielplan. Kulturelles Zentrum ist das über 100-jährige König Albert Theater als eines der schönsten historischen Theater Deutschlands. Mit den jährlich im September beginnenden Chursächsischen Festspielen wird in Bad Elster traditionell auch die neue Theaterspielzeit feierlich eröffnet. Die 25. Jubiläumsausgabe feiert so anlässlich von 35 Jahren Deutscher Einheit das Theater „Vereint im Herzen Europas“: Denn ganz besonders hier im ehemaligen Grenzgebiet »Ost-West« sind die Zeiten des »eisernen Vorhangs« ein wichtiger Teil der zeitgeschichtlichen Identität.
Eröffnet werden die 25. Chursächsischen Festspiele am 12. September von der Chursächsischen Philharmonie auf hist. Instrumenten der Romantik mit Weltstar Albrecht Mayer (Foto oben) und einem „Oboen-Fest-Spiel“ als klangvollem Festspielauftakt. Weitere klassische Höhepunkte des vielstimmigen Festivalprogramms sind insbesondere die Musical-Premiere „Anatevka“ (26.09.) und das große Bruckner-Festkonzert der Chursächsischen Philharmonie im Klangverbund mit den Hofer Symphonikern am 35. Tag der Deutschen Einheit. Außerdem begeistern Kultstar Marianne Rosenberg (13.09.), der „Prinz“ Sebastian Krumbiegel (14.09.), Weltstarklarinettist Giora Feidman (20.09.), Revolverheld Johannes Strate (21.09.), ein Rio-Reiser-Theaterabend mit Schauspielstar Peter Schneider (27.09.), eine Rock’n’Roll-Show der Firebirds (04.10.) und ein intensives »Todesduell« mit Bühnenstar Ben Becker (05.10./Foto unten)) das Festspielpublikum Bad Elsters. Abgerundet wird das Festspielprogramm mit der „Großen Johann-Strauß-Gala“ (17.09.), dem Familienmärchen vom „Fischer und seiner Frau“ (28.09.) und einem Herbst- und Weinfest in den Königlichen Anlagen (20. & 21.09.). Dazu gibt es Malerei und Grafik in einer Retrospektive der Künstlerin inesj.plauen als „Tanz des Lebens 6.0“ in der KunstWandelhalle und eine Ausstellung des Kopenhagener Visual-Artist Christian Gundtoft zeigt „Sichtbar Unsichtbares“ im Königlichen Kurhaus.
Bad Elster bietet dazu mit seinen kunstvoll gestalteten Königlichen Anlagen aus mondäner Bäder- und Parkarchitektur und den sieben historischen Veranstaltungsstätten auf der weltweit einmaligen „Festspielmeile der kurzen Wege“ eine einzigartige Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität für die Chursächsischen Festspiele, was zusätzlich durch passende Kammermusikprogramme der Chursächsischen Philharmonie unterstrichen wird. Neben dem Sächsischen Staatsminister der Finanzen, Christian Piwarz, hat auch wieder Seine Königliche Hoheit Alexander Markgraf von Meissen Herzog zu Sachsen die Schirmherrschaft übernommen. Dazu inszeniert eine einzigartige Lichterwelt die Festspielnächte in den Königlichen Anlagen. Hier werden die Schönheiten Bad Elsters an atmosphärischen Orten, durch schimmernde Wasserspiele und in glühender Naturkulisse ganz neu erlebbar: Gäste wandeln auf erhellten Wegen zu mystischen Orten und erleuchtete Kunstwerken in einer Welt aus Licht – als Abendspaziergang im funkelnden Lichterspiel! Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den Wohlfühlangeboten in der Soletherme & Badelandschaft im Albert Bad – so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Öffentliche Fahndung nach Angriff auf Amerikaner: Wo ist Alhaj Hussein?

Westsachsen/Dresden.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln weiter wegen des vorgenannten Angriffs auf einen US-amerikanischen Staatsangehörigen. In dem Verfahren wird neben dem bereits in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten auch gegen dessen Mittäter, einen 20-jährigen Syrer, unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
Bei dem weiteren Beschuldigten handelt es sich um den Ismail Alhaj Hussein (Foto), circa 180 cm groß, hagere, schlanke Gestalt, kurze, dunkle, glatte Haare, braune Augen, scheinbares Alter 25 bis 30 Jahre.
Nach ihm fahnden die Polizeidirektion Dresden und die Staatsanwaltschaft Dresden seit heute öffentlich. In den vergangenen Tagen hatten Ermittler mehrere mögliche Aufenthaltssorte des Gesuchten durchsucht. Der 20-Jährige konnte dabei aber nicht festgestellt werden. Ihm wird vorgeworfen, an dem Angriff auf den 20-jährigen Amerikaner am 24. August 2025, 00:25 Uhr in der Straßenbahnlinie 7 beteiligt gewesen zu sein und diesem mit einem Messer Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt zu haben.
Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte der Tatverdächtige bislang nicht festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden wenden sich daher mit folgender Frage an die Öffentlichkeit: Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort des Beschuldigten machen? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
Quelle und Foto: Staatsanwaltschaft Dresden

Update 16:30 Uhr:
Der seit heute morgen mit einer Öffentlichkeitsfahndung in der WSZ gesuchte 20-Jährige hat sich am Nachmittag der Polizei gestellt. Polizisten nahmen den Syrer am Amalie-Dietrich-Platz fest, nachdem er 14:35 Uhr den Notruf gewählt und seinen Standort genannt hatte.
Der 20-Jährige muss sich unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, an dem Angriff auf einen 20-jährigen US-Amerikaner am 24. August 2025, 00:25 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 7 beteiligt gewesen zu sein und diesem mit einem Messer Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt zu haben.
Er wurde aufgrund eines in dieser Sache bereits bestehenden Haftbefehls festgenommen und soll zeitnah dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird. Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

28 August 2025

Nach Fehlstart: 8.000 Gäste zum Auftakt der ibug 2025 in Chemnitz

Westsachsen/Chemnitz.-
Mit einem Tag Verspätung ist am vergangenen Wochenende in Chemnitz die 20. Auflage der ibug gestartet. Aufgrund einer fehlenden baulichen Genehmigung musste die für Freitag geplante Eröffnung des Festivals für urbane Kunst, das in diesem Jahr im Rahmen des Programms zur Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 stattfindet, auf den Samstag verschoben werden. Trotz Verschiebung ließen sich an den ersten beiden Tagen bereits rund 8.000 Kunstfans und Neugierige die Eröffnung der temporären Ausstellung der diesjährigen “Industriebrachenumgestaltung” im ehemaligen Krankenhaus am Stadtpark im Chemnitzer Süden nicht entgehen.
Vor dem Festivalstart hatten rund 70 Künstler, Duos und Kollektive aus 25 Ländern ein Areal von über 16.000 m2 mit drei Gebäuden, einem ehemaligen Schutzraum sowie einem grünen Innenhof des weitläufigen Krankenhauskomplexes an der Scheffelstraße mit einem bunten Spektrum an urbaner Kunst von großflächigen Murals über Paste-Ups und Illustrationen bis zu Installationen und multimedialen Projekten gestaltet. In ihren Arbeiten setzen sich die Kreativen auf vielfältige Weise mit der Geschichte des Ortes, aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen und globalen Krisen auseinander.
An den kommenden beiden Wochenenden - vom 29. bis 31. August sowie vom 5. bis 7. September - ist die ibug 2025 in Chemnitz noch für das Publikum geöffnet. Die Ausstellung kann jeweils am Freitag von 15 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr erkundet werden. Parallel lädt ein Biergarten im grünen Innenhof zum Verweilen ein. Das Rahmenprogramm bietet Führungen durch das Areal, die einen Überblick über die entstandenen Kunstwerke und einen Einblick in die Historie der Brache bieten. Dazu gibt es Workshops, Vorträge und Gesprächsrunden, ein Kino sowie Musik zwischen Klassik, Ambient, Jazz und Disco, live und vom Plattenteller.
Quelle und Fotos: Michael Lippold

Ungeahnt erlebenswert: Innenhöfe in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Manche bekannt, andere eher versteckt, manche zugänglich, andere meist verschlossen: neun Innenhöfe in Zwickau verwandeln sich am Samstag, dem 13. September ab 14 Uhr in Orte von Kunst und Kultur, von Kreativität und Begegnung. Zugleich laden sie zu einem Stadtspaziergang durch das Zentrum der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt ein.
„Ungeahnt sehenswert“ – Zwickaus Motto zum Kulturhauptstadtjahr 2025 – steht wie kaum etwas anderes für das Anliegen dieser Veranstaltung, die für dieses besondere Jahr entworfen wurde. Das sonst Versteckte sichtbar machen, die unscheinbaren Dinge in den Fokus rücken und die Stadt von einer ganz ungeahnten Seite zeigen. Jeder Hof ist anders, jeder Hof lädt mit einem anderen Programm oder Schwerpunkt zum Verweilen ein. Alle werden jedoch zu Orten von Gemeinschaft und Gemütlichkeit. Teilweise bis 22 Uhr kann jeder nach Herzenslust bummeln, Freunde treffen, neue Bekanntschaften schließen, Musik hören, kulinarische Angebote genießen oder sich einfach nur treiben lassen – ob nun von einem Ort zum anderen oder aber dauerhaft im Lieblingshof – das entscheiden die Besucher selbst. Gewiss ist aber: Gemütlich wird es überall. Das kleine Tüpfelchen auf dem i der Innenhof-Momente: Die drei innerstädtischen Museen laden ebenfalls zu einem Besuch ein, und das bei freiem Eintritt.
Organisatoren und Partner der Innenhof-Momente: Sara Linke (Studio 1912 GmbH), Kathrin Meyer (Kulturamt), Daniel Jakob (Priesterhäuser), Jasmin Schwarz (polar 1), Dr. Bianca Dommes (Kulturamt), Michelle Keil (FIRSTinn Zwickau), Christine Schmidle (Puppentheater Zwickau), Rahel Woogk (Lichthaus Zwickau e.V.) (Foto v.l.n.r.)
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 August 2025

Werke von Neefe und Beethoven auf historischen Instrumenten

Westsachsen/Zwickau.-
In Chemnitz gibt es die Neefe-Straße und den Neefe-Park – beide sind nicht konkret nach einer Person, sondern einer ganzen, für Chemnitz hochbedeutenden Familie benannt. Schon zur Zeit Martin Luthers waren Caspar und Johann Neefe als kurfürstliche Leibärzte berühmt, im 18. Jahrhundert war dann der Komponist Christian Gottlob Neefe (1748-1798) der bedeutendste Namensträger.
1748 in Chemnitz geboren erhielt Christian Gottlob Neefe dort seine erste musikalische Ausbildung. Nach seinem Studium in Leipzig kam er 1779 zunächst als Theaterkapellmeister nach Bonn, wo er 1781 zum Hoforganisten ernannt wurde. Wohl noch im selben Jahr wurde hier Ludwig van Beethoven sein Schüler – neun Jahre lang erhielt er Unterricht in den Fächern Klavier, Orgel und Komposition, so dass der Chemnitzer Neefe zum wichtigsten Lehrer für den später berühmten Komponisten der Wiener Klassik wurde.
Am kommenden Sonntag, dem 31. August um 17 Uhr lädt das Zwickauer Robert-Schumann-Haus im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres zu einem besonderen Konzert ein: Zu hören sein werden einige von Neefes Klaviersonaten, 1773 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig veröffentlicht, die den frühen Sonaten von Beethoven gegenübergestellt werden. Von ihm erschienen bereits 1783 – mit tatkräftiger Unterstützung des Lehrers Neefe – die drei ersten Klaviersonaten in Druck. Neefe schrieb im Vorwort zu seiner Sonatensammlung 1773, dass diese Stücke besonders für das Clavichord geeignet seien, da dies als einziges Tasteninstrument noch nach dem Anschlag eine Modifikation des Tons erlaubt und sich so durch eine besondere Kantabilität auszeichnet.
Thomas Synofzik spielt die Werke von Neefe und Beethoven auf Instrumenten der damaligen Zeit: einem um 1790 gebauten Tafelklavier des aus Leipzig stammenden Londoner Klavierbauers Christopher Ganer und einem Nachbau des Gottfried Silbermann zugeschriebenen Clavichords im Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen. Das Konzert bietet somit Gelegenheit zur Begegnung mit einer anderen Klangwelt – beide Instrumente produzieren sehr sanfte und zarte Töne, kaum vergleichbar mit dem Klang heutiger Klaviere. Thomas Synofzik ist Spezialist für das Spiel auf historischen Tasteninstrumenten. Er erhielt seine Ausbildung, die er mit dem Konzertexamen abschloss, an der Kölner Musikhochschule und dem Koninklijk Conservatorium in Brüssel. Seit 2005 leitet er das Zwickauer Robert-Schumann-Haus und wurde als Musikwissenschaftler und Hammerflügelspieler für seine Verdienste um Robert Schumann 2021 mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet. Der Eintritt zu dem Konzert, das gleichzeitig den Abschluss der Sonderausstellung „Die Schumanns und Chemnitz“ bildet, ist kostenfrei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Country-Tipp: Truck Stop reiten in Bad Elster ein

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 6. September gastieren um 20.00 Uhr wieder die Country-Legenden Truck Stop im NaturTheater Bad Elster. »Howdy«, die Männer von Truck Stop reiten wieder in Bad Elster ein und beehren dabei erneut den wilden Westen Sachsens im NaturTheater Bad Elster. Mit frischem Sound und überzeugender Performance präsentieren die »Cowboys der Nation« wieder ihre legendären Songs wie »Ich möcht so gern Dave Dudley hörn«, »Take it easy altes Haus« oder die Titelmelodie der erfolgreichen TV-Serie »Großstadtrevier«. Als erste deutsche Country-Band überhaupt wurden sie in die amerikanische »Country Hall of Fame« aufgenommen. Mit ihren bodenständigen, ehrlichen Texten begeistern die sechs sympathischen Legenden noch immer ein generationsübergreifendes Publikum – da muss man mit dabei sein! Tickets: 037437/ 53 900 | www.naturtheater-badelster.de