01 August 2022

Energie sparen, aber richtig: Ein durchweg spannender Vortrag

Westsachsen/Zwickau.- Am vergangenen Freitag fand die lange erwartete Veranstaltung des Vereins „Heimat Region Zwickau e.V.“ rund um das derzeit hoch aktuelle Thema Energiesparen und Energieeffizienz in Zwickau statt. Als Referent informierte diesmal der bekannte Zwickauer Energie-Experte Reiner Gelfort (Foto links) die Gäste des Abends. Auf dem Podium unterstützt wurde er von Dipl. Med. Willfried Meißner, ebenfalls bekannt als streitbarer Zeitgenosse, wenn es um gesellschaftliche und politische Missstände geht.
Gelfort schlug einen großen Bogen und führte seine Zuhörer durch die vergangenen Jahrzehnte der Zwickauer Kommunalpolitik und ihre nicht immer rühmliche Geschichte. In dem durchweg spannenden Vortrag erfuhren die Zuhörer viel Wissenswertes und Interessantes, angefangen von den Schiebereien und Vertuschungen im Dunstkreis des Zwickauer Alt-OBs Rainer Eichhorn (CDU) bis in die Gegenwart, die energiepolitisch vor allem durch die Ignoranz der Zwickauer Stadtspitze unter der derzeit amtierenden Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Bürger für Zwickau) geprägt ist. Gelfort konnte mit unzähligen Anekdoten aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz als Leiter der Bürgerinitiative für die Energiewende Zwickau und Umgebung (BIfEZU) aufwarten, die seine Zuhörer teils mit großem Erstaunen quittierten, denn die Liste der Betrügereien und Missgeschicke der hiesigen Verantwortlichen des kommunalen Energiesektors ist länger als es sich so mancher vorzustellen vermag. Absahner, Betrüger und Nichtskönner bestimmen bis heute die von Ineffizienz, Verteuerung und Misswirtschaft geprägte Energieversorgung in der Muldestadt, die von willfährigen Kommunalpolitikern, die ihrer Kontrollfunktion bestenfalls sporadisch nachkommen, weitgehend kritik- und kenntnislos abgenickt wird.
Gelfort machte klar, dass er mit seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für Transparenz und Kontrolle weitermachen wird, trotz der zahlreichen Knüppel, die ihm in den vergangenen Jahren von den schwarzen Schafen des Zwickauer Polit-Millieus zwischen die Beine geworfen wurden. Der Applaus seiner interessierten Zuhörer gab Gelfort nach dem Ende seines Vortrags recht. Dem folgte eine angeregte offene Diskussionsrunde, in der auch zahlreiche praktische Möglichkeiten zur Selbstversorgung erörtert wurden. Der Verein bemüht sich aufgrund des Erfolgs der Veranstaltung, Reiner Gelfort für weitere Vorträge zu gewinnen. Über die Termine werden wir rechtzeitig informieren.

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Zertifiziert: Gute Nachrichten für Schlaganfallpatienten

Westsachsen/Zwickau.-
Die Klinik für Neurologie der Paracelsus Klinik Zwickau ist für weitere drei Jahre als regionale Stroke Unit zertifiziert worden. Diagnostik und Fachärzte stehen Tag und Nacht zur Verfügung, um bei Verdacht auf Schlaganfall sofort und schnell Patienten untersuchen und behandeln zu können. Seit August 2019 verfügt die Paracelsus Klinik Zwickau über eine Stroke Unit mit sechs Betten.
„Schlaganfallversorgung ist immer Teamarbeit. Wir sind sehr stolz auf die Zertifizierung. Sie belegt, dass die Patienten darauf vertrauen dürfen, bei uns eine bestmögliche Behandlung zu erhalten. Im Rahmen der Zertifizierung wurde ausdrücklich betont, dass hier ein sehr engagiertes Team mit sehr guten Kooperationen arbeitet und die Neuromedizin ein Schwerpunkt dieses Hauses ist mit besonderer Expertise. Mein Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“ erklärt Dr. med. Bert Winkler, Chefarzt für Neurologie in Zwickau.
Ein akuter Schlaganfall muss schnell diagnostiziert und therapiert werden. Der Schlaganfall ist ein Notfall – vergleichbar mit einem Herzinfarkt. Es ist nachgewiesen, dass die Behandlung umso wirksamer ist, je früher sie begonnen wird. Eine medikamentöse Therapie zur Wiedereröffnung eines verschlossenen Gefäßes kann in den meisten Fällen nur innerhalb weniger Stunden nach Symptombeginn durchgeführt werden. Jede verlorene Minute bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust einer Vielzahl von Nervenzellen.
Für die Diagnostik stehen in der Paracelsus Klinik Zwickau unter anderem Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Angiographie, Ultraschall-Untersuchung und Laboruntersuchungen jederzeit zur Verfügung. Zur Akutbehandlung des akuten Schlaganfalls zählen die systemische Thrombolysetherapie zur medikamentösen Auflösung eines Blutgerinnsels, minimal-invasive Therapieverfahren zur Behandlung schwerer Schlaganfälle oder auch gefäßchirurgische Eingriffe. Für jeden Patienten werden entsprechend des individuellen Bedarfs auf unserer Stroke Unit die verschiedenen Therapien der Akutversorgung, teils unter Einbeziehung von Kooperationspartnern, vorgehalten.
Weiterhin knüpfen nach der Akutbehandlung nahtlos Therapien an, welche darauf abzielen, einen erneuten Schlaganfall zu verhindern und die durch den Schlaganfall verloren gegangenen Funktionen wieder zurückzugewinnen. Ziel ist es, die Regenerationsfähigkeit des Gehirns schon in einer möglichst frühen Krankheitsphase zu nutzen, um bestimmte Gehirnfunktionen zu fördern. Funktionsausfälle oder -störungen sollen so früh wie möglich trainiert werden, um einen hohen Grad an Lebensselbständigkeit zu erhalten. Hieran sind neben den Schwestern der Stroke Unit vor allem die Mitarbeiter der Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie ganz maßgeblich beteiligt.
Auf unserer Stroke Unit erfolgt eine fächerübergreifende Behandlung durch ein Team verschiedenster Fachärzte wie Neurologen, Kardiologen, Neuro- und Gefäßchirurgen sowie Radiologen. Weiterhin arbeitet das besonders geschulte Ärzte- und Pflegepersonal eng mit den Therapeuten, Neuropsychologen und dem Sozialdienst zusammen. Ein großer Teil der Pflegekräfte hat eine Spezialausbildung als „Stroke Nurse“ absolviert.
Die Zertifizierung der auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisierten Abteilung erfolgte nach dem gemeinsamen Verfahren der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, das fachliche, personelle und strukturelle Anforderungen prüft und bewertet.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

28 Juli 2022

Englischsprachige App: Schloss Waldenburg wird international

Westsachsen/Waldenburg.-
Ab sofort ist es möglich, die individuelle Schlossbesichtigung via Audio-Guide-App in englischer Sprache zu erleben. Internationale Gäste begrüßt das Waldenburger Schloss bereits seit Jahren. Besucher kommen aus den Niederlanden, Tschechien und sogar Übersee. Auch die Nähe des Europäischen Gymnasiums in Waldenburg bringt immer häufiger englischsprechende Gäste. Doch bisher konnte man den Schlossführungen nur in deutscher Sprache lauschen. Das hat sich nun geändert.
Eine Muttersprachlerin plaudert im lupenreinen Englisch über die Geschichte des fürstlichen Residenzschlosses. Auch kleine persönliche Episoden der fürstlichen Familie sowie Musikeinlagen fehlen nicht. Originale Fotos aus den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts, ermöglichen Einblicke in die Zeit der fürstlichen Familie. Bilder aus der „zweiten Geschichte“, der Lungen- und TBC-Heilanstalt von 1948 bis 1998, finden sich ebenfalls in der neuen Audio-Guide-App, die man sich kostenfrei auf das eigene Smartphone laden kann. „Unser nächstes Ziel ist ein Audio-Guide in tschechischer Sprache.“, sagt Ina Klemm, Geschäftsführerin der kreiseigenen Tourismus und Sport GmbH.
Auf der Landingpage von Schloss Waldenburg findet man den Download der Audio-Guide-App in Deutsch und Englisch für Smartphones: www.schloss-waldenburg.de.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg

27 Juli 2022

Geänderte Preise und Öffnungszeiten: Johannisbad wieder offen

Westsachsen/Zwickau.-
Nach wenigen Schließtagen kann das Johannisbad ab Mittwoch, dem 27. Juli wieder besucht werden. Aufgrund der immer noch sommerlichen Temperaturen und der damit verbundenen stark gesunkenen Nachfrage zum Schwimmen und Saunieren gelten folgende Sommeröffnungszeiten:
Schwimmhalle:
Montag/ Dienstag: geschlossen
Mittwoch: 11 bis 20 Uhr
Donnerstag: 7 bis 21 Uhr
Freitag: 11 bis 21 Uhr
Samstag: 10 bis 16 Uhr
Sonntag: 10 bis 16 Uhr
Sauna:
Montag: 13 bis 20 Uhr (Frauen)
Dienstag: 13 bis 20 Uhr (gemischt)
Mittwoch: 13 bis 20 Uhr (gemischt)
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr (gemischt)
Freitag: 10 bis 21 Uhr (gemischt)
Samstag: 10 bis 16 Uhr (gemischt)
Sonntag: 10 bis 16 Uhr (gemischt)
Die Öffnungszeiten sowie weitere Informationen zu den neuen Preisen sind unter www.johannisbad.de zu finden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Fürstlich vogtländisch: Führung durch die historische Altstadt von Greiz

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Der etwa eineinhalbstündige Rundgang am Samstag führt durch die historische Altstadt der ehemaligen Residenzstadt Greiz. Erfahren Sie wie das Haus „Reuß Aelterer Linie“ die Geschichte nachhaltig geprägt hat und lernen Sie die wichtigsten Bauwerke kennen. Flanieren Sie wie einst Fürst Heinrich XXII. und Fürstin Ida entlang der Stadtkirche St. Marien, vorbei an der Alten Wache zum Greizer Schlossgarten. Beachtenswerte Architekturdekors des Jugendstil- Ensembles sowie weitere Greizer Besonderheiten werden dabei Ihren Weg kreuzen.
Tipp: Die öffentliche Tour können Sie auch ganz privat oder kleinen Gruppe nach Ihren Wünschen in der Tourist-Information buchen. Infos und Anmeldung unter www.greiz.de / tourismus@greiz.de
Termin: Sonntag, 31.Juli 2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Tickets: in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14 Uhr, Dauer etwa 90 Minuten
Wichtige Hinweise:
Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Metall-Skulpturen: Zwickauer Kornmarkt ist wieder Outdoor-Galerie

Westsachsen/Zwickau.- Aufmerksamen Besuchern des Kornmarkts dürfte es bereits aufgefallen sein: Drei überlebensgroße Metall-Skulpturen stehen seit Mitte Juli vor der Terrasse des First Inn Hotels. Die drei Figuren entpuppen sich beim näheren Hinsehen als Musiker, genauer gesagt als Blasmusiker – vielleicht Jazzmusiker? – aus mattschwarzem Metall mit goldenen Instrumenten. Die drei Kunstobjekte scheinen miteinander zu musizieren, man spürt beinahe den Sound und ein lebhaftes Spiel.
Zum dritten Mal in Folge hat sich in diesem Sommer der Kornmarkt in eine Outdoor-Galerie verwandelt. Hotelchefin Anett Strobel hat erneut den aus dem Landkreis Zwickau stammenden Künstler Tilmann Röhner für das Projekt gewinnen können. Vor zwei Jahren sorgte er bereits mitten in der Pandemie mit seinen goldenen Wellen für einen Hauch von Urlaubstimmung. Dieses Jahr können Kunstfreunde bis 12. August neben den drei großen Skulpturen noch weitere acht kleinere Musiker-Figuren im Foyer und im Frühstücksraum des Hotels besichtigen. Das Projekt wird unterstützt vom Büro für Wirtschaftsförderung und soll einen Beitrag zur Belebung des Kornmarktes leisten.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

25 Juli 2022

Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
„In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrößten Wunder“. - Carl von Linné Begleiten Sie uns ein Stück zu den Wundern des Fürstlich Greizer Park. Machen Sie sich doch selbst mal ein Geschenk. Schenken Sie sich Zeit. Zeit um Kraft und Energie zu tanken. Zeit für kostbare Augenblicke und gute Gedanken. In einem der schönsten europäischen Landschaftsparks im englischen Stil, verzaubert Sie die wundervolle Parkanlage mit See und atemberaubender Pflanzenvielfalt. Ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein, die knapp 2-stündige Tour entlang malerischer Plätze setzt bei jedem Besucher Endorphine frei. Und ganz nebenbei lernen Sie die Geschichte des einstigen höfischen Lustgartens kennen.
Tipp: Haben Sie schon mal eine Parkführung bei Vollmond mitgemacht? Buchen Sie rechtzeitig in der Tourist-Information.
Termin: Donnerstag, 28.07.2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Ticketverkauf: Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12 (bis 15 Minuten vor Beginn des Rundganges)
Treffpunkt: Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz, Burgplatz 12
Wichtige Hinweise:
Die Teilnahmetickets sind nur in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

Umfrage: Wer engagiert sich ehrenamtlich in der JVA?

Westsachsen/Zwickau.-
Das Sächsische Staatministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Zwickau zu einer Informationsveranstaltung ein. Am Freitag, den 2. September, dreht sich voraussichtlich ab 17 Uhr im Freizeitzentrum Marienthal alles rund um das Thema Justizvollzug und die neue Justizvollzuganstalt. Bürgerinnen und Bürger können vorab schon ihre Fragen und Informationswünsche mitteilen. Dazu startete das SMJusDEG nun eine Umfrage im sächsischen Beteiligungsportal. Hier besteht die Möglichkeit, Themenschwerpunkte anzugeben, die am 2. September berücksichtigt werden sollen. Ebenso können Fragen zu bestimmten Aspekten gestellt werden, wie beispielsweise zum Stand der Bauarbeiten, zu möglichem ehrenamtlichen Engagement in einer JVA oder zu Arbeit und Bildung. Natürlich können, unabhängig von den thematischen Komplexen, Anregungen und Ideen mitgeteilt werden.
Die Umfrage läuft bis einschließlich 12. August 2022. Die Auswertung ist eine wichtige Grundlage für die Veranstaltung am 2. September, an der sowohl Staatsministerin Katja Meier als auch Oberbürgermeisterin Constance Arndt teilnehmen werden.
Im Stadtteil Zwickau-Marienthal entsteht derzeit die gemeinsame JVA der Freistaaten Thüringen und Sachsen. Die moderne Anstalt soll 820 Plätze bieten. Die Insassen werden in sechs Hafthäusern sowie einem Gebäude für den offenen Vollzug untergebracht. Zu dem Gefängnisareal gehören künftig auch Arbeitsbetriebsstätten, ein Besuchszentrum, Schul- und Therapiegebäude, eine Sporthalle sowie die Gebäude für die Verwaltung. Die bauliche Fertigstellung der Justizvollzuganstalt in Zwickau-Marienthal erfolgt nach aktueller Planung im 2. Quartal 2024, die Inbetriebnahme beginnt im 3. Quartal 2024.
Über den Beginn und den Ablauf der Dialogveranstaltung am 2. September werden das Ministerium und die Stadtverwaltung voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte informieren.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

22 Juli 2022

Zwickauer Sparkassenaffäre: Jetzt legt auch der FOCUS nach

München/Frankfurt/Zwickau.- Eine Studie des Frankfurter Finanzwissenschaftlers Professor Ralf Jasny (Foto unten) im heutigen FOCUS zum Thema „Was Sparkassen mit Ihren Kundengeldern machen“ regt vor allem die auf, über die geschrieben wurde: die Sparkassen. Jasny hatte anhand von Bilanzen dargelegt, dass einige Sparkassen viel Geld ihrer Kunden in Aktien investiert haben, was sich angesichts der trüben Stimmung an der Börse nun rächt. Der Sparkassenverband weist das zurück. Der Wissenschaftler legt nun in einem Gastbeitrag für FOCUS Online nach.
Mit öffentlich vorgetragener Kritik kann der eine oder andere aus dem Sparkassenlager offenbar nur schwer umgehen. Ich frage mich jedoch: Was ist verwerflich an den Nachfragen auf Basis der Veröffentlichungen im Bundesanzeiger? Stimmen etwa die eigenen Zahlen der Sparkassen nicht? Oder: Warum schütten einige Sparkassen ihre Gewinne einfach nicht an die Gemeinden aus – brauchen die das Geld nicht, oder sind da gar keine Gewinne mehr? Oder aktuell: Warum kann es riskant sein, mehrere Milliarden Euro an der Börse anzulegen? Der Sparkassenverband antwortet auf diese Frage ziemlich undifferenziert nach dem Motto: „Alles kein Problem, alles gut!“. Er verweist auf Durchschnittswerte. Doch: Wer einen Fuß ins Eiswasser und den anderen ins kochende Wasser steckt, fühlt sich im Durchschnitt vielleicht wohl, aber persönlich hat er ein Problem.
Mögliche Probleme der Sparkassen werden heruntergespielt
Die Historie zeigt wiederholt, dass diejenigen, die auf ein mögliches herannahendes Problem aufmerksam gemacht haben, in der stets gleichen Weise gekontert werden. Es heißt immer, entweder sei das Risiko gar nicht da. Oder, wenn es trotzdem da sein sollte, ist es gar nicht so groß. Oder wenn es da und groß sein sollte, ist es immer noch kein Problem, dann damit kann man ja umgehen. Zu Verteidigungsstrategie gehören auch die Versuche, mit persönlichen Attacken die Glaubwürdigkeit und Kompetenz der kritischen Nachfrager zu diskreditieren.
Wer kritisch nachfragt, wird diskreditiert
Mich erinnert das an die Abläufe vor der Finanzkrise, als niemand es wagte, zum Stichwort „hypothekenbesicherter Wertpapiere“ kritische Fragen zu stellen. Mich erinnert das auch an Wirecard, wo viel zu lange Kritiker verhöhnt und verfolgt wurden. In beiden Beispielen kennen wir die Folgen. Was an so einem Phänomen wie „Risiko“ eben besonders blöd ist: Es verschwindet nicht dadurch, dass man die Augen verschließt. Das weiß beispielsweise auch der Ostdeutsche Sparkassenpräsident. Er räumt ein, dass durch die gestiegenen Zinsen Wertberichtigungen bei Schuldverschreibungen notwendig seien, fügt aber abschwächend hinzu, das wären ja „nur“ Buchverluste. Am Ende gilt jedoch: Verlust ist Verlust. Diese Verluste entstehen, weil steigende langfristige Zinsen zu Kursrückgängen bei Schuld­verschreibungen führen – je länger die Laufzeit und je höher der Zinsanstieg, desto höher fallen die Rückgänge aus – bei der noch bis 2117 laufenden Staatsanleihe aus Österreich waren es diesem Jahr mehr als 50 Prozent.
Die meisten Sparkassen betreiben ihr Geschäft streng nach dem Gesetz
Daher auf diesem Wege ein Aufruf zu mehr Sachlichkeit! Denn darum geht es in der Studie. Eines der zentralen Ergebnisse ist, dass die meisten Sparkassen in Deutschland ihr Geschäft so betreiben, wie es in den Sparkassen­gesetzen der Länder vorgesehen ist, nämlich: Kunden bringen ihre Spareinlagen dorthin, die Sparkasse vergibt Kredite an örtliche Unternehmen, finanziert die Immobilien und kümmert sich um die Menschen in der Region.
In diesem Sinne herausragend sind die Sparkassen Syke und Reichenau, letztere hat sogar – gegen den Trend – neue Filialen eröffnet und in 2021 den Gewinn gesteigert. Hierüber spricht niemand, auch der Sparkassenverband nicht. Schade eigentlich, dann das beweist, dass erfolgreiches, klassisches Sparkassengeschäft möglich ist, trotz „Niedrigzinsphase“ und hoher regulatorischer Anforderungen.
Anlage in Wertpapieren ist per se nicht zu kritisieren - es kommt auf die Umstände an
Warum also die Aufregung? Es gibt einige Sparkassen, die anstelle Kredite an die lokale Bevölkerung zu vergeben, das Geld ihrer Kunden lieber in Wertpapieren anlegen. Ist das ein Problem? Solange es keine erratischen Bewegungen an den Kapitalmärkten gibt, geht das gut. Aber wenn nicht? Die Börsenbewegungen der letzten 1,5 Jahre haben schon für die ein oder anderen Einschläge gesorgt. Glauben Sie nicht? Aus Respekt vor der Institution nenne ich hier nicht die Namen, aber an dieser Stelle nur ein paar Zahlen: Eine kleine Sparkasse in Zwickau/Sachsen hat zum Beispiel im Jahr 2020 mit Aktien und Aktienderivaten innerhalb eines Jahres über 47 Millionen Euro verspekuliert. Das entspricht rund 500 Euro pro Einwohner im Einzugsgebiet. Hierzu nimmt kein Sparkassenfunktionär Stellung. Der örtliche Landrat Christoph Scheurer - immerhin als Verwaltungsratsvorsitzender für die Geschäftspolitik der Sparkasse und deren Überwachung verantwortlich - sagte dazu in der „Freien“ Presse lediglich: „Bankgeschäft wird nie risikolos sein.“ Ein schwacher Trost? Oder vielmehr eine traurige Erkenntnis: Wenn Sparkassen mit solcher (Finanz-)Expertise überwacht werden, bleiben böse Überraschungen wie diese nicht aus.
Quelle: FOCUS Online

Schloss Waldenburg: Fürstliche Kekse backen mit Küchenfee Felicitas

Westsachsen/Waldenburg.-
Am 10. und 11. August dürfen sich kleine Bäcker im Alter zwischen 7 und 11 Jahren am Kekse backen probieren. Jeweils 10 Uhr und 14 Uhr findet das Erlebniskinderprogramm zum Mitmachen „Die fürstliche Küche zum Leben erwecken“ statt. Bisher wurde Fürstenbrot gebacken, das man anschließend gemeinsam in der Silberküche genießen konnte. Doch erscheint das Kinderprogramm nun in einem neuen Gewand.
„Das Programm kommt sehr gut an. Allerdings durfte bisher aus organisatorischen Gründen immer nur eine begleitende erwachsene Person dabei sein. Jetzt dürfen mehrere Personen mitkommen und während des Backens das Schloss besichtigen. Für den kleinen Bäcker zahlt man 11 € und die leckeren fürstlichen Kekse in Form von kleinen Kronen können mit nach Hause genommen werden. Erwachsene ab 8 € pro Person. Selbstverständlich darf eine Person bei Bedarf dem kleinen Bäcker beim Backen behilflich sein.“ – so Felicitas Machatzke, die als Küchenfee Felicitas mit den Ferienkindern in der historischen Küche bäckt.
Während die Kekse im Ofen bräunen, zeigt Assistent „Micha“ den Kindern historische Küchengeräte, so wie man damals zur „guten alten Zeit“ Speisen zubereitet hat. Er ist die Hauptfigur des Kinderprogrammes „Leben in einem Schloss – mit den beiden Zwillingsbrüdern Micha & Mischa“, welches ebenfalls im August für Kinder im Alter zwischen 7 und 10 Jahren stattfindet (03./04. August jeweils 10 Uhr und 13:30 Uhr). Beide Ferienprogramme sind online buchbar: www.schloss- waldenburg.de/Veranstaltungskalender oder direkt am Empfang des Waldenburger Schlosses.
Quelle und Foto: Schloss Waldenburg