14 Juni 2022

Konzert-Tipp der Woche: 20 Jahre Chursachsen in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.- Am Freitag, den 24. Juni feiert die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft um 19.30 Uhr ihr 20jähriges Bestehen mit einem Festkonzert der Chursächsischen Philharmonie im König Albert Theater Bad Elster! Zum Saisonabschuss der Spielzeit 2021/2022 der Chursächsischen Philharmonie erklingen unter der musikalischen Leitung von GMD Florian Merz zwei Meistersinfonien von Mendelssohn und Schumann auf historischen Instrumenten der Klassik. Mendelssohns 3. äußerst lyrische Symphonie wurde im Januar 1842 vollendet. Robert Schumann lobte in einer Kritik die formale Dichte des Werks; es bilde »ein engverschlungenes Ganzes«. Den Beinamen »Schottische« erhielt das Werk, weil Mendelssohn hier die Eindrücke eines Schottland-Aufenthalts im Jahr 1829 verarbeitete. Mit Robert Schumanns »Rheinischer« 3. Symphonie erklingt dazu freudige Romantik aus der glücklichen Zeit Robert Schumanns. Ihren Beinamen bekam sie im Nachhinein durch den Freund und späterer Biographen Wilhelm Joseph von Wasielewski, da sie kurz nachdem Schumann von Dresden nach Düsseldorf gezogen war entstanden ist. Eine ungewöhnlich glückliche Zeit in Schumanns Leben, und das hört man auch in dieser Symphonie! In gewisser Weise spiegelt sich in dieser sächsisch-rheinischen Musik auch der biographische Bezug von Firmengründer GMD Florian Merz, als geschäftsführenden Intendanten des »Geburtstagskindes«.
Das Jubiläum wird zusätzlich mit einer Vernissage zur neuen Dokumentation zu 20 Jahren Chursächsische Veranstaltungs GmbH Bad Elster in der Galerie des Königlichen Kurhauses begleitet. Der Einführungsvortrag zum Konzert mit GMD Florian Merz beginnt um 18.45 Uhr. Tickets: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

13 Juni 2022

Lehrgang erfolgreich absolviert: Wieder mehr Sicherheit am Wasser

Westsachsen/Werdau.-
13 Rettungsschwimmer im Alter zwischen 12 und 60 Jahren haben am vergangenen Sonntag erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden. Künftig können sie für Ihre Schützlinge in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen mehr Verantwortung übernehmen. Die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre, eine Ortsgruppe des DRK Kreisverbandes Zwickauer Land e.V., hatte seit dem 27. Mai immer freitags, samstags und sonntags zum Kurs ins Waldbad Fraureuth bzw. das WEBALU Hallen- und Freibad eingeladen. Ehrenamtliche Rotkreuzler, Sportstudenten, Erzieher und Schwimmsportler waren dem gefolgt und lernten in den zurückliegenden Wochen jede Menge praktische und theoretische Grundlagen zur Selbst- und Fremdrettung, sowie Erster Hilfe in unterschiedlichsten Notfallsituationen. Für die DRK-Wasserwacht, in der sich gut 200 ehrenamtliche Mitglieder organisieren, soll es nicht der letzte Lehrgang in diesem Jahr gewesen sein. Für November wird ein weiterer Wochenendkurs angesetzt. Interessenten können sich an Ausbildungsleiterin Elke Mehner (Telefon: 0172 7032867 / E-Mail: elke.mehner@wasserwacht-kober.de) wenden.
Quelle und Foto: DRK/Andre Kleber

Schumann-Fest 2022: Ein Reigen aus verschiedenen Formaten

Westsachsen/Zwickau.-
Vom 2. bis 12. Juni fand in Zwickau das diesjährige Schumann-Fest unter dem Motto „Schumann und Brahms“ statt. Zehn Tage boten über 20 Veranstaltungen mit Konzerten, Vortrag, Lesungen, Ausstellung, Kino, Kindernachmittag, Wiener Kaffeehausmusik, Meisterkurs (mit Mitsuko Shirai), dem Romantischen Lichterfest und einer Fahrrad-Konzerttour ein tolles Programm, in dessen Zentrum die musikalische Freundschaft zwischen den beiden Komponisten stand.
Als besondere Attraktionen vor bis auf den letzten Platz gefüllten Sälen erwiesen sich das Sinfoniekonzert mit der New Yorker Pianistin Tiffany Poon (Preisträgerin beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb Zwickau 2016) und den Clara-Schumann-Philharmonikern unter Leitung von GMD Leo Siberski im Jugendstilkonzertsaal Neue Welt sowie das Konzert mit Schülern des Robert Schumann Konservatoriums im Robert-Schumann-Haus unter dem Titel „Romantisches Intermezzo“. Das Romantische Lichterfest mit dem Auftritt von Stern Meißen und deren Schumann-Adaption „Von fremden Ländern und Menschen“ war ebenso ein Publikumsmagnet.
Auch im weiteren Programm gab es Erstaufführungen und Raritäten, so die Brahms’sche Schumann-Bearbeitung „Im dunkeln Schoß der heil’gen Erde“ mit Solisten des Theaters Plauen-Zwickau vor dem Schumann-Denkmal am 8. Juni, die Urfassung von Brahms’ erstem Klaviertrio mit dem Trio Egmont, den Hollywood-Klassiker „Song of Love“ (mit Katharine Hepburn als Clara Schumann) in Originalfassung mit deutschen Untertiteln oder die von Brahms und Clara Schumann gemeinsam komponierte vierhändige Klavierbearbeitung von Schumanns Klavierquintett mit dem Klavierduo Eckerle. Bei den erstmals stattfindenden Fahrradkonzerten begaben sich knapp 70 Teilnehmer auf eine landschaftlich und kulturell attraktive 40-Kilometer-Tour von Zwickau über Reinsdorf, Hartenstein, Silberstraße und Bockwa zurück zum Ausgangsort. Die fünf Veranstaltungen auf dem Weg deckten ein weites Spektrum von Chor- und Orgelmusik bis hin zu Blechbläsern, Jazz und Big Band ab.
Einen wunderbaren Abschluss bot am gestrigen Sonntag das Konzert des Egmont Trios im Robert-Schumann-Haus. Die Musiker aus Leipzig und Berlin brachten ein Programm aus den Fantasiestücken op. 88 Robert Schumanns, dem Un poco Adagio op. 12 von Emilie Mayer sowie dem Klavier Trio Nr. 1 von Johannes Brahms in der ersten Fassung des Werkes von 1854 zu Gehör. Das Besondere an diesem Programm war, dass auf Originalinstrumenten musiziert wurde, was dem Ganzen einen unverwechselbaren, warmen Klang verlieh und eine Vorstellung bot, wie die Werke zu ihrer Entstehungszeit geklungen haben mochten. Noch bis 26. Juni ist im Robert-Schumann-Haus Zwickau die Sonderausstellung „Brahms und die Schumanns“ zu sehen. Das nächste Schumann-Fest findet voraussichtlich vom 8. Bis 18. Juni 2023 statt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 Juni 2022

Alice Weidel in Zwickau: Beweismaterial zum Sachsensumpf überreicht

Westsachsen/Zwickau/Berlin.- Geschätzte zwei- bis drei Tausend interessierte Bürger aus dem Landkreis hatten sich gestern auf dem Zwickauer Hauptmarkt versammelt. Sie warteten gespannt auf den angekündigten „Stargast“: Dr. Alice Weidel. Die Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) war zur Unterstützung von Landratskandidat Andreas Gerold extra aus Berlin angereist. Die Begrüßung war herzlich: „Ich liebe Sachsen. Ich würde so gerne auch bei Euch wohnen“, ruft sie dem Publikum zu. In ihrer Rede ging sie auf die aus Sicht der AfD vollkommen verfehlte Landes- und Bundespolitik ein, erklärte, was sie zum Beispiel als Innenministerin besser machen würde und kritisierte die Inkompetenz der meisten ihrer Kollegen: „Was hat die CDU, was haben die anderen Parteien für Euch gemacht? Überhaupt nichts! Das, was diese Leute zu verantworten haben, ist die Abwicklung des Industrielandes Deutschland mit den gesamten Arbeitsplätzen.“ Das sei eine Schande, so Weidel weiter und begründet auch gleich, warum das so ist: „Weil diese Politiker nicht einmal in ihrem Leben richtig gearbeitet haben. Lasst uns diese Leute aus ihren Ämtern wählen, denn Sachsen hat besseres verdient, als das!“
Der Gegenprotest aus dem Links-Grünen Spektrum hielt sich mit einem Grüppchen von rund 50 Stück „pubertierendes Gefahrengut“, wie es der AfD-Kreisvorsitzende Dirk Eckert ausdrückte, in engen Grenzen. Die Polizei hatte für gebührenden Abstand gesorgt. So verkam auch der klägliche Versuch des Ex-Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN, Wolfgang Wetzel, zur Lachnummer, der meinte, mit einem Plakat gegen braune Lesben könne er die Sympathie der Mehrheit für seine regenbogenfarbene Homosexualität im rosa Röckchen gewinnen. Weit gefehlt. Die meisten Passanten schüttelten nur den Kopf oder drehten sich angewidert weg.
Während der anschließenden Autogrammstunde zeigte sich Weidel bürgernah und ließ sich gern mit ihren Fans fotografieren. Am Ende der Veranstaltung überreichte ihr Olaf Thalwitzer (Foto unten) vom „Verein für saubere Justizarbeit“ einen Ordner mit Beweismaterial zu den Rechtsbrüchen durch die Justiz und aktiven Stasi-Seilschaften in Zwickau, über die seit Jahren in der WSZ berichtet wird. Weidel versprach, sich mit dem Sachverhalt zu beschäftigen. Allerdings sei dafür ihre Fraktion im Sächsischen Landtag zuständig, der sie den Ordner übergeben will. Nachdem die meisten anderen Politiker - bis auf wenige Ausnahmen - versuchten, die Sache abzuwiegeln, ist dies zumindest ein Hoffnungsschimmer.

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10 Juni 2022

Neue Parkanlage: Fitnesspark am Vogelturm wird attraktiver

Westsachsen/Zwickau.-
In der Muldestadt gibt’s seit gestern eine weitere attraktive Parkanlage – den „Fitnesspark am Vogelturm“ in Niederplanitz. Ein rund 6000 Quadratmeter großes Grundstück an der Ricarda-Huch-Straße erfuhr von April 2021 bis Juni 2022 eine regelrechte Verjüngungskur. Auf der einst aufgefüllten Abrissfläche (alte Schule) und den Grün- und Gehölzflächen laden ab sofort verschiedene Sportgeräte zu allerlei Kurzweil ein. Es kann gehangelt, balanciert, geschaukelt oder auf einem Trampolin gesprungen werden. Eine Calisthenics-Anlage, ein 3-er Reck und eine Tampenschaukel ergänzen die sportlichen Herausforderungen, die für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vorgesehen sind. Moderat und sicher aktiv werden können aber auch alle betagteren Parkbesucher, denn auch an sie wurde gedacht. Spezielle Outdoor-Bewegungstrainer machen den Fitnesspark zu einem Generationenspielplatz und bringen Bewegung in den Alltag älterer Menschen. Ähnliche Fitnessgeräte gibt es bereits in anderen Stadtgebieten, wie beispielsweise im Lutherpark, im Weißenborn Wald oder am Mulderadwanderweg.
Freuen können sich die Parkbesucher auch über sechs, mit Erdbeeren und Kräutern bepflanzte Hochbeete, 20 Obststräucher und zehn Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche), von denen auch genascht werden darf. Damit soll den Kindern und Jugendlichen ein Stück Natur nähergebracht werden. Eine entsprechende Lehrtafel informiert ausführlich dazu.
Im Rahmen der Baumaßnahme erfolgten ebenso 20 Meter Randeinfassung (Granitgroßpflaster) für das Naschobstrondell. Für den sicheren Stand der Spielgeräte sorgen rund 25 Quadratmeter Betonfundamente und für frisches Grün eine neue Rasenansaat auf rund 500 Quadratmetern.
Ergänzend wurde die neue Parkanlage außerdem mit 2 normalen und zwei Jungendbänken und einem Papierkorb.
Bis auf die Asphaltarbeiten erfolgten alle Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau unter Regie des Garten- und Friedhofsamtes, Sachgebiet Stadtgrün. Gut zupacken durften die Auszubildenden im Amt, denn die Gestaltung der Parkanlage diente gleichermaßen als Lehrprojekt im Rahmen ihrer Ausbildung zum Gärtner für den Garten- und Landschaftsbau. Somit konnten sich die Azubis - unter Anleitung des Ausbilders - u. a. in Pflaster- und Fundamentarbeiten beweisen, praxisnahe Handhabungen hinzulernen und Wissen bzw. Fähig- und Fertigkeiten festigen.
Für die Umsetzung der Maßnahme standen insgesamt 62 TEUR zur Verfügung (50 TEUR ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe, 2020+2021 je 25 TEUR und 12 TEUR über den Bürgerhaushalt 2022). Der Kostenrahmen wurde eingehalten. Der Verein Lichthaus e.V. wird sich in Zukunft um die Pflege der Hochbeete und des Naschobstrondells kümmern.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

ibug 2022: Festival für urbane Kunst kehrt zurück nach Flöha

Westsachsen/Flöha/Leipzig.- Die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – geht in diesem Jahr in eine neue Runde. Ab dem 6. August soll die ehemalige Buntpapierfabrik in Flöha wieder Austragungsort des Festivals für urbane Kunst und zur Leinwand für regionale, nationale und internationale Künstler:innen werden. Nach einer zweiwöchigen Kreativphase und der Digitalisierung aller Exponate können Neugierige und Kunstliebhaber:innen an zwei Festivalwochenenden – vom 26. bis 28. August und vom 2. bis 4. September – eine Ausstellung auf Zeit erleben. Dazu ist in diesem Jahr wieder ein buntes Festivalprogramm, u. a. mit Führungen und Filmen, Diskussionen und Künstler:innengesprächen und Musik geplant. Nach den Festivalwochenenden soll es außerdem Angebote für Schulklassen geben. Ein Novum in diesem Jahr: 2022 findet die ibug erstmals in der gleichen Industriebrache wie im Vorjahr statt. „Aufgrund der geltenden Corona-Regeln konnten wir 2021 nur eine begrenzte Anzahl von Künstler:innen für das Festival zulassen. Auch der Zugang für das Publikum war streng reguliert. Die alte Buntpapierfabrik hat aber weit mehr Potential, das wir in diesem Jahr nutzen wollen“, erklärt Rahel Pötschke aus dem Vorstand des ibug e.V.. Dabei sollen eine weitere Auseinandersetzung mit der Brache und ihrer Geschichte ebenso wie ein weiterer Ausbau des Geländes erfolgen und punktuell neu erlebbare Räume geschaffen werden. Inwieweit die bereits vorhandene Kunst erhalten bleibt oder weiterentwickelt wird, ist offen. „Die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den örtlichen Behörden und die tolle Unterstützung ortsansässiger Unternehmen waren auch ausschlaggebend für unsere Rückkehr nach Flöha“, so Pötschke weiter.
Knapp 300 Kreative aus insgesamt 41 Ländern hatten sich für die ibug 2022 beworben. Rund 75 Künstler:innen, Duos und Kollektive sind nun eingeladen, sich auf dem Areal zu entfalten und Innenräume wie Außengelände mit einem Mix der Genres zwischen Malerei und Graffiti, Installationen, Skulpturen und Textilkunst, Fotografie und Multimedia zu gestalten. Ohne coronabedingte Reisebeschränkungen werden neben ibug-Alumni und neuen Gesichtern aus ganz Deutschland auch wieder mehr internationale Gäste dabei sein, von Schweden bis Italien, von Großbritannien bis Israel, von Portugal bis Russland. Die weiteste Anreise nach Flöha haben wohl Barbara Daros aus Brasilien, Sergio Stuff aus Puerto Rico, das Mz. Icar Collective aus den USA und Wartin Pantois aus Kanada. Letzterer war schon 2017 bei der ibug in Chemnitz zu Gast.
Seit der ersten Industriebrachenumgestaltung im Jahr 2006 hat sich die ibug zu einem weltweit bekannten Festival für urbane Kunst entwickelt. Immer zum letzten Augustwochenende wird dafür eine Brache in Sachsen als temporäre Ausstellung geöffnet. Im Fokus der internationalen Künstler:innen steht das Experiment mit Genres, Materialien und Techniken ebenso wie die Vergangenheit der Brache und ihre Architektur. Das Team der ibug wurde vielfach für sein Engagement ausgezeichnet, u. a. 2010 mit dem „PlusPunkt Kultur“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, 2019 beim „So geht Sächsisch“ Ideenwettbewerb für Tourismus in Sachsen sowie 2020 beim Wettbewerb „Denkzeit Event“ des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus für kreative Ideen und innovative Konzepte bei der Umsetzung bestehender oder neuer Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen.
Mehr Infos zur ibug 2022 gibt es online unter www.ibug-art.de.

07 Juni 2022

Verleumdungsvorwurf: Polizei ermittelt auch gegen GRÜNEN-Stadtrat

Westsachsen/Zwickau.-
 In der vergangenen Woche veröffentlichte die „Freie“ Presse (FP) einen Artikel mit der Überschrift „Ordnungsgeld gegen rechtes Bloggerportal verhängt“. Darin wird Bezug auf die zensierte Passage in der Westsächsischen Zeitung >>Mit derartigen Gesprächsangeboten hat Böttger reichhaltige Erfahrungen. Schon zu DDR-Zeiten horchte er auf diese Weise Oppositionelle bei sogenannten „Beratungsgesprächen“ im Umfeld der damaligen Zwickauer Friedensbibliothek aus. Viele seiner Gesprächspartner wanderten in der Folge in den Knast. Böttger selbst blieb davon stets auf wundersame Weise verschont, was ihn allerdings nicht daran hindert, sich bis heute als „Bürgerrechtler“ und „DDR-Oppositioneller“ zu inszenieren.<< genommen.
Im weiteren Verlauf des FP-Einspalters ist dann zu lesen: „Für den Fall, dass das Geld nicht gezahlt wird, droht Olaf Th., einem der Macher des Portals, aber keine Ordnungshaft. Böttger hatte diese beantragt“.
„Martin Böttger (Foto) weiß nach eigener Aussage genau, dass ich diesen Artikel nicht geschrieben habe, setzt aber laut FP-Recherche alle Hebel in Bewegung, mich in den Knast zu bringen“, wundert sich der vom angeblichen Bürgerrechtler angegriffene Journalist. „Jetzt wäre eigentlich der journalistische Ehrgeiz der FP-Macher gefragt, der Sache nachzugehen.“
Aus Sicht des Betroffenen ist Martin Böttger ein Lügner (Major des Chinesischen Geheimdienstes a,D.), ein Zyniker, der die Frage, ob es denn sein könne, dass es Leute gibt, die wegen ihm in den Knast kamen, so beantwortet: „Kann sein, kann vielleicht nicht sein. Es kann auch sein, dass der Mond morgen auf die Erde fällt“ und ein Heuchler, der bei ihm hilfesuchende Menschen mit den Worten abspeist: „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht“.
Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei in diesem Fall auch gegen Martin Böttger. „Ich habe diesen Mann selbstverständlich wegen falscher Verdächtigung angezeigt, weil er mich trotz besseren Wissens mit all seinen persönlichen Beziehungen zur Zwickauer Staatsanwaltschaft unschuldig verfolgt“, so der Angegriffene. Im Mai hatte die Polizei wegen einer Anzeige des GRÜNEN-Stadtrats mehrere Privatwohnungen und ein Büro in Zwickau auf Hinweise durchsucht, die denjenigen Journalisten verraten könnten, der den Skandal ins Rollen brachte. Derzeit laufen die Ermittlungen noch in alle Richtungen.

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Kultur-Tipp der Woche: Felix Reuter und der verflixte Beethoven

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Sonntag, den 19. Juni präsentiert Musikkabarettist Felix Reuther um 19 Uhr sein neues Programm »Der verflixte Beethoven« im König Albert Theater Bad Elster. Der Weimarer Pianist und Musikkomödiant Felix Reuter ist ein verflixt großer Entertainer und widmet sich im neuen Programm dem verflixten Beethoven mit viel Humor und den Hintergründen der Musik und des Lebens des nur 1,60 Meter großen Weltkomponisten. Schimpfen konnte er vorzüglich: Über seine Haushaltshilfen, welche daher ständig wechselten, über schlechtes Essen, über andere Menschen. Er änderte insgesamt 68 Mal seinen Wohnort – seltsam. Vielleicht bekam er daher wenig Besuch? Wer war nun Elise wirklich? Was hat es mit der »Mondscheinsonate« auf sich? Felix Reuter klärt auf! Erleben Sie außerdem, wie er seine Lieblingsmusik Beethovens modernisiert hat. Klassik ist verstaubt? Kein bisschen! Felix Reuter beweist es. Ein Abend mit besonderer Note! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

Ab Freitag wieder in der Innenstadt: Das Klavier für Jedermann

Westsachsen/Zwickau.-
Das „Klavier für Jedermann“ feiert in diesem Jahr seinen 5. Geburtstag in Zwickaus Innenstadt. Am Freitag, 10. Juni wird es um 11 Uhr ganz in der Nähe des Robert-Schumann-Denkmals am Hauptmarkt angeliefert. Das überholte und frisch gestimmte Instrument wird von einigen Zwickauer Musikern bereits sehnsüchtig erwartet und kann für eine weitere Sommersaison das Stadtzentrum mit Klavierklängen bereichern.
Das Klavier wird zunächst und bis zum 15. Juli immer dienstags und donnerstags von 11 bis 18 Uhr zum öffentlichen Spielen im Außenbereich des Galerie-Cafés am Hauptmarkt 21 bereitstehen. Musikerinnen und Musiker sowie Interessierte - ob Profi oder Amateur, ob jung oder alt – können dann auf dem kostenfrei bereitgestellten Instrument in die Tasten greifen.
Das Klavier wurde wie in den Vorjahren vom Pianohaus Bayer/Piano Ritter für die Aktion zur Verfügung gestellt. Betreut wird das Projekt vom Stadtmanagement. Unternehmen, Händler, Gastronomen oder Institutionen, die Interesse haben, das Klavier einige Wochen vor ihrem Laden zu betreuen, können gern unter stadtmanagement@zwickau.de Kontakt aufnehmen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

01 Juni 2022

Schumann und Brahms: Morgen beginnt das Schumannfest 2022

Westsachsen/Zwickau.- Morgen beginnt in Zwickau das Schumann-Fest, das anlässlich des 125. Todestages von Johannes Brahms unter dem Titel „Schumann und Brahms“ steht. Die insgesamt 23 Veranstaltungen werden unter anderem von neun Künstlern und Ensembles gestaltet, die bei den Internationalen Schumann-Wettbewerben ausgezeichnet oder die mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau gewürdigt wurden. Neben Konzerten gibt es das Lichterfest rund um den Schwanenteich (Archivfoto), einen Kinoabend, einen Kindernachmittag und – erstmals – Fahrradkonzerte zu erleben. Damit wollen die Veranstalter von Kulturamt und Robert-Schumann-Haus erneut dem Anspruch gerecht werden, ein „Fest für alle“ zu sein. Dazu trägt ebenfalls bei, dass bei mehr als der Hälfte der Veranstaltungen der Eintritt frei ist.
Mit Hyun Seon Kang und Soyeon Lee sind gleich zum Eröffnungskonzert am Donnerstag, 2. Juni, zwei Preisträger des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs für Klavier und Gesang zu erleben, der im vergangenen Jahr coronabedingt als Videowettbewerb ausgetragen wurde. Gemeinsam mit vier anderen Künstlern geben sie die Spanischen Liebeslieder von Robert Schumann und die Liebesliederwalzer von Johannes Brahms.
Bei weiteren Konzerten ist unter anderem der schwedische Geiger und Schumann-Preisträger Ulf Wallin zu erleben, der am 4. Juni im Robert-Schumann-Haus ein Kammerkonzert gestaltet. Vor fast 50 Jahren gewann die japanische Mezzosopranistin Mitsuko Shirai den Internationalen Schumann-Wettbewerb. Sie gibt vom 2. bis 6 Juni öffentliche Meisterkurse. Das Abschlusskonzert findet am Pfingstmontag um 17 Uhr auf dem Barockschloss Planitz statt. Bereits am Nachmittag können sich Besucher bei Kuchen aus Brahms Kochbuch und begleitet von Wiener Kaffeehausmusik mit Cornelia Birke-Wölker, der Leiterin der Zwickauer Salonmusikanten, stärken.
Am Donnerstag, dem 9. Juni führen um 19.30 Uhr die Clara-Schumann-Philharmoniker mit Tiffany Poon als Solistin Schumanns Rheinische Sinfonie und das Klavierkonzert d-Moll op. 15 von Brahms auf. Vor dem Konzert geben GMD Leo Siberski und Dr. Thomas Synofzik, Leiter des Robert-Schumann-Hauses, eine Einführung. Den konzertanten Abschluss des Schumann-Festes bildet der Auftritt des Egmont Trios im Robert-Schumann-Haus. Es spielen am Sonntag, dem 12. Juni um 17 Uhr Klaviertrios u. a. von Robert Schumann und Johannes Brahms auf Originalinstrumenten.
Der publikumsträchtigste Event findet mit dem Romantischen Lichterfest bereits am Freitag (3. Juni) ab 18 Uhr statt. Im einmaligen Ambiente des Schwanenteichparkes ist an verschiedenen Stationen Musik zu erleben. Besonderer Höhepunkt ist dabei in diesem Jahr STERN MEISSEN. Zu den eher ungewöhnlichen Angeboten gehören außerdem die Filmnacht am 5. Juni im Filmpalast Astoria – u. a. mit dem Hollywood-Klassiker „Song of Love“ mit Katharine Hepburn (1947), speziell zum Zwickauer Schumann-Fest in Original-Version mit deutschen Untertiteln zu erleben, der Kindernachmittag am 9. Juni im Schumann-Haus oder die Fahrradkonzerte am 11. Juni. Auf der Strecke gibt es in Reinsdorf, Hartenstein, in Silberstraße, im Zwickauer Ortsteil Bockwa und schließlich auf dem Hauptmarkt Konzerte zu erleben, die sowohl von den aktiven Teilnehmern als auch von weiteren Interessierten besucht werden können.
Fehlen dürfen nicht die Geburtstagsgrüße für Robert, welche am 8. Juni, der Komponist würde 212 Jahr alt, von Oberbürgermeisterin Constance Arndt am Schumann-Denkmal überbracht werden. Die musikalische Gestaltung übernehmen Gesangs- und Instrumental-Solisten des Theaters Plauen-Zwickau, darunter eine unbekannte Brahms’sche Schumann-Bearbeitung auf einen Text aus Schillers Glocke. Einen thematischen Rahmen für das Schumann-Fest bildet die Sonderausstellung „Brahms und die Schumanns“, die im Foyer des Robert-Schumann-Hauses zu sehen ist.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau