18 September 2021

Ein Bild, das Bände spricht: Zwickau bedankt sich bei der Kanzlerin


Originalgetreue Klassiker: The Johnny Cash Show kommt nach Werdau

Westsachsen/Werdau.-
Es ist unglaublich, aber wahr: Johnny Cash ist wieder da! Die Legende des „Man in Black“ lebt in den CASHBAGS weiter, dem wahrhaftigsten Johnny Cash Revival der Welt um US-Sänger Robert Tyson.
Nichts wird hier 1:1 kopiert und trotzdem ist alles echt, live und wie damals. Fans dieser Musik und dieser Epoche müssen das erlebt haben! Die von dem Dresdner Musiker und Cash-Spezialisten Stephan Ckoehler mit viel Liebe zum Detail konzipierte „HELLO, WE'RE THE CASHBAGS * THE JOHNNY CASH SHOW“ orientiert sich in Klang, Erscheinungs- und Bühnenbild an den weltberühmten Auftritten im kalifornischen San Quentin-Gefängnis, aus denen 1969 mit „At San Quentin“ das vielleicht beste Live-Album aller Zeiten hervorging, und liefert originalgetreu alle Klassiker von „I Walk the Line“, über „Ring of Fire“ und „Jackson“ bis hin zu „Hurt“ im Rahmen einer mitreißenden zweistündigen Live-Show, angelehnt an die historischen Konzerte mit musikalischen Gästen wie „June Carter Cash“ und „Carl Perkins“. Songs der Spätphase „American Recordings“ werden in einem speziellen Akustikteil zelebriert.
Die Rolle des Johnny Cash wird von dem gebürtigen US-Amerikaner Robert Tyson verkörpert, der seinem Vorbild stimmlich und äußerlich so verblüffend Nahe kommt, dass man glaubt, das Original vor sich zu haben. Neben Robert Tyson brilliert die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath als June Carter Cash und der Australier Josh Angus als Rockabilly-Pionier Carl Perkins („Blue Suede Shoes“).

16 September 2021

Neue Ausstellung: Zander, Likörelle & Ottifanten in der Kunstwandelhalle

Westsachsen/Bad Elster.-
Am vergangenen Sonntag wurde anlässlich der 21. Chursächsischen Festspiele in Bad Elster unter großem Interesse und in Anwesenheit von Publikumsliebling Frank Zander die neue Ausstellung „Zander, Likörelle & Ottifanten“ mit ausgewählten Arbeiten großer Künstlerpersönlichkeiten eröffnet. Die Ausstellung als Kooperation der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH (CVG) und der Walentowski Galerien zeigt in der KunstWandelhalle Bad Elster neben den „echten Zandern“ auch „panische Likörelle“ des großen Udo Lindenberg oder Szenen aus dem „Ottifanten“-Universum des Kultkomödianten Otto Waalkes sowie Malerei von Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl.
Ein großer Anteil der Werkschau gilt dabei den Arbeiten von Frank Zander. Er ist studierter Grafiker und meistert die Malerei mit einem Feingefühl der Farben und Formen. Mit scheinbarer Leichtigkeit und Hingabe fertigt er bereits seit vielen Jahren Acryl- und Ölbilder und bringt seine Zander-typischen, verrückten und skurrilen Fische auf die Leinwand. „Die Bilder sind fröhlich bunt, frech und mit viel Humor beflügelt und zeugen auch von persönlichen Blickwinkeln und Sichtweisen des Künstlers“, erklärt Ute Gallert als Projektkoordinatorin der gesamtverantwortlichen CVG und ergänzt: „Unsere Ausstellung zeigt jedoch nicht nur seine Zander, sondern auch seine besonderen Portraitmalereien, die Weltstars wie Prince, Freddie Mercury oder Paul McCartney abbilden.“
Das bildgewaltige Arrangement der Gesamtausstellung zeugt so in seiner Fülle von der Kreativität verschiedenster Künstlerpersönlichkeiten. Diese wirklich sehenswerte und farbenfrohe Ausstellung kann nun bis zum 28. November jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden und an den Feiertagen zusätzlich von 09.30 Uhr bis 12.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster inmitten der Königlichen Anlagen besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Infos: 037437/ 53 900 | www.kunstwandelhalle.de

14 September 2021

Für unsere tägliche Sicherheit: Grundsteinlegung in Marienthal

Westsachsen/Zwickau.-
Am vergangenen Montag war es so weit. Nach 18jähriger Planung konnte endlich der Grundstein für das neue Feuerwehr-Gebäude im Zwickauer Stadtteil Marienthal gelegt werden. Es wird in der Hoferstraße, in Nähe des Kaufland-Areals, entstehen. Die Freude über dieses längst überfällige Ereignis war den anwesenden Kameraden der örtlichen Feuerwehr, die für die feierliche Zeremonie Aufstellung genommen hatten (Foto), deutlich ins Gesicht geschrieben. Vor allem für Stadtrat Lutz Reinhold (Bürger für Zwickau) war der gestrige Tag ein lang ersehnter Erfolg, für den der langjährige Feuerwehrmann viele Jahre hat kämpfen müssen.
Trotz einiger budgetbedingter Einschränkungen soll der neue Feuerwehrstützpunkt in Zukunft für ein größeres Maß an Sicherheit in Zwickau sorgen. Auch wegen des Neubaus des Großgefängnisses, welches schon bald wenige hundert Meter entfernt in Betrieb gehen soll, sei dies notwendig, betonte Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (parteilos), die bei der Zeremonie neben einigen anderen Regionalpolitikern anwesend war, während ihrer kurzen Ansprache. Die Oberbürgermeisterin vermied dabei den Begriff „Groß-Gefängnis“. Sie sprach von einer „Einrichtung der Justiz“.
Die jungen und alten Kameraden der Feuerwehr blicken jetzt wieder mit großer Zuversicht in die Zukunft. Hoffnung versprühte auch die Anwesenheit des örtlichen Nachwuchses, der sich an der Versenkung einer Zeitkapsel mit aktuellen Utensilien beteiligte (Foto unten), die im Anschluss im Fundament einbetoniert wurde. Auf den feierlichen Akt folgte ein kleiner Sektempfang, den die Kameraden in Eigenregie für die anwesenden Gäste organisiert hatten. Für Zwickau, und speziell für den Stadtteil Marienthal, bedeutet das neue Objekt einen großen Zugewinn an Sicherheit und Lebensqualität. Es bleibt zu hoffen, dass unseren örtlichen Feuerwehrleuten auch weiterhin Respekt und Dankbarkeit entgegengebracht werden möge für ihren täglichen Einsatz zu unser aller Wohl.

Max-Pechstein-Förderpreis 2021: Sonderausstellung ab 2. Oktober

Westsachsen/Zwickau.- Seit 2014 betreibt die Stadt Zwickau für ihren berühmten Expressionisten Max Pechstein (1881-1955) in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU ein eigenes Museum. Aber nicht nur ein eigener Ausstellungsbereich ist dem Künstler gewidmet, sondern auch der nach ihm benannte Kunstpreis der Stadt Zwickau, welcher in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben wird. Der Förderpreis ist mit einer Summe von 5.000 Euro dotiert, wobei zusätzlich ein Stipendium von 3.000 Euro an einen zweiten Kandidaten ausgelobt wird. Viele der früheren Förderpreisträger und Kandidaten haben sich heute im internationalen Kunstgeschehen etabliert (Tilo Schulz, Manfred Pernice, Jens Haaning, Laura Horelli, Florian Hecker, Jonathan Meese, Luka Fineisen, Jaqueline Jurt, Annika Kahrs, Henrike Naumann).
1947 hat bereits Max Pechstein dafür plädiert, Künstler am Anfang ihrer Laufbahn zu fördern, indem er dem ersten Zwickauer Kunstpreis seinen Namen gab. Der Max-Pechstein-Preis konnte so bis 1962 vergeben werden. Erst nach der politischen Wende wurde an die ursprüngliche Intention des Förderpreises angeknüpft. Seither hat er sich im Wechsel mit dem Ehrenpreis immer mehr in der deutschen Kunstlandschaft etabliert und ist für die bisherigen Preisträger ein wichtiges Ereignis ihrer künstlerischen Karriere geworden.
Zum zehnten Mal seit 1995 stellen junge Künstlerinnen und Künstler in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum aktuelle Positionen der Gegenwartskunst zur Diskussion. Mit dem Förderpreis und dem zusätzlich seit 2003 ausgelobten Stipendium setzt die Stadt Zwickau die von Max Pechstein begründete Tradition fort und bietet der jungen zeitgenössischen Kunst ein aktuelles Forum, ganz im Sinne des großen Expressionisten.
Von anerkannten, mit zeitgenössischer Kunst vertrauten Kuratoren wurden für den Preis fünf Künstler nominiert, die ihre Arbeiten in einer Ausstellung vom 2. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum präsentieren: Maja Behrmann, lebt und arbeitet in Leipzig; Anna Ehrenstein, lebt und arbeitet in Berlin; Wolfgang Günther, lebt und arbeitet in Berlin; Jumana Manna, lebt und arbeitet in Berlin; Irène Mélix, lebt und arbeitet in Dresden.
Vorgeschlagene Künstler und ihre Nominatoren:
• Maja Behrmann, Prof. Jana Gunstheimer, Bauhaus-Universität Weimar
• Anna Ehrenstein, Daniel Niggemann, Freier Kurator, Leipzig
• Wolfgang Günther, Dr. Jörg Daur, Museum Wiesbaden
• Jumana Manna, Lisa Marei Schmidt, Brücke-Museum, Berlin
• Irène Mélix, Silke Wagler, Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Die Jury, die in ihrer Sitzung am 28. September 2021 anhand der eingereichten Arbeiten den Kandidaten für den Förderpreis auswählt, besteht aus:
• Dr. Jenny Graser, Kupferstichkabinett Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz
• Erik Stephan, Kunstsammlungen Jena
• Dr. Jeannette Stoschek, Museum der bildenden Künste Leipzig
• Constance Arndt, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau
• Christian Siegel, Stadtrat der Stadt Zwickau
• Dr. Michael Löffler, Kulturamtsleiter der Stadt Zwickau
• Dr. Petra Lewey, Leiterin KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Die Ausstellung ist vom 2. Oktober 2021 bis zum 9. Januar 2022 zu sehen. Die Preisverleihung selbst findet bereits am Freitag, 1. Oktober um 18 Uhr statt.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Theater-Tipp der Woche: Festspiel-Feuerfest mit Harlekin

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Bundeswahlsonntag, den 26. September präsentiert das Chursächsische Salonorchester als Konzertpremiere im König Albert Theater um 19.00 Uhr »Die große Gala der Salonmusik«. Freuen kann sich das Publikum auf eine illustre Auswahl von Salonmusik der Gründerzeit: Neben Klassikern wie der Ouvertüre zu »Die schöne Helena« (Offenbach) oder Emile Waldteufels »Schlittschuhläufer« überraschen Sie dabei auch Strauß-Kompositionen wie die »Feuerfest-Polka« oder der den Wiener Technikstudenten gewidmete »Accelerationen-Walzer«. Die Romanze des in den Gründerjahren in Leipzig wirkenden Kapellmeisters Johan Svendsen oder die Serenade aus dem Ballett »Die Millionen des Harlekin« als Evergreen jener Zeit werden den Esprit dieser Epoche an diesem Abend salonfähig machen! Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

12 September 2021

Direktorin Ast unter Beobachtung: Kontrollzwang oder politisches Kalkül?

Westsachsen/Zwickau.-
„Wehe, ich lese darüber etwas im Internet!“, faucht die Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (Foto) vor einer öffentlichen Verhandlung die beiden anwesenden Journalisten der Westsächsischen Zeitung (WSZ) an. „Ich dulde keine Tonaufnahmen und mitgeschrieben wird hier auch nichts!“. Wütend fügt sie noch hinzu, dass sie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten würde, weil sie in der Online-Ausgabe mit Namen im Impressum stünde. Neben einigen anderen Richtern und sogar dem ehemaligen Justizminister wäre sie in mehreren Artikeln veröffentlicht. Zuvor hatte die WSZ beantragt, die Verhandlung im Wortlaut aufzeichnen zu können. Ast lehnte dies kategorisch ab, nachdem sie den schriftlichen Antrag auf digitale Prozessbeobachtung laut vorgelesen hatte.
Dabei hat die Forderung nach wort-wörtlicher Aufnahme von Gerichtsprozessen einen ernsten Hintergrund. Weil in der Vergangenheit, gerade am Zwickauer Amtsgericht, immer wieder Protokolle unvollständig waren, ganz fehlten oder falsch wieder gegeben wurden, drängt nicht nur unsere Zeitung seit geraumer Zeit auf dieses probate Mittel zur Manipulationsverhinderung. Selbst die Bundesjustizministerin, Christine Lambrecht, spricht sich inzwischen für die digitale Aufzeichnung im Gerichtssaal aus. Nur in Zwickau wehrt man sich nach wie vor vehement dagegen, und das aus gutem Grund.
Zu Beginn der Verhandlung, bei der es um den Vorwurf gegen einen Zwickauer Arzt ging, er habe gegen Corona-Schutzbestimmungen verstoßen, erlaubte die Verhandlungsführerin zunächst dem Rechtsanwalt des Angeklagten, seine Corona-Maske abzusetzen. Sie selbst trug ebenfalls keinen „Mund-Nasenschutz“, wie der Maulkorb im Fachjargon heißt, ihre Protokollführerin ebenfalls nicht. Den anwesenden Prozessbeobachtern blieb die Abnahme desselben hingegen strengstens untersagt. Eine Machtdemonstration, die durchschaubarer kaum sein konnte. Dass die unter dem Verdacht der Urkundenfälschung und Anstiftung zur Rechtsbeugung stehende Frau unter Kontrollzwängen leidet, war auch an diesem Tag wieder deutlich zu erkennen. So wies sie Ihre Protokollantin an, einen Stuhl für die erste Zeugin bereit zu stellen. Mehrmals ließ sie das Sitzmöbel hin- und herrücken, bis es nach ihren Vorstellungen perfekt im Saal stand. Eine Aktion, die bei den Zuschauern für Verwunderung sorgte.
Nach der Beweisaufnahme und Zeugenbefragung stellte sich heraus, dass sich die beiden Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes, die aufgrund einer anonymen Anzeige im März 2021 unangemeldet in der Praxis des Arztes auftauchten, geirrt hatten. Angeblich hätte es keine Abstandsmarkierung am Boden und keine Plexiglasscheibe am Tresen gegeben. Mehrere Fotos und die Aussage der Sprechstundenhilfe bewiesen das Gegenteil. Schlussendlich konnte dem Arzt nur nachgewiesen werden, dass er während des Aufenthaltes innerhalb seiner Praxisräume keine Corona-Maske trug. Patienten waren zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Es bestand also keinerlei Ansteckungsgefahr.
Über den Grund der anonymen Anzeige kann nur spekuliert werden. Ein politisches Motiv wird nicht ausgeschlossen, da es sich bei dem Beschuldigten um Dr. Christoph Heinritz-Bechtel (Foto) handelt, der zur Bundestagswahl als Kandidat für dieBasis antritt. Möglicherweise ist er den etablierten Parteien ein Dorn im Auge und soll deshalb diskreditiert werden. Naheliegend wäre auch ein Interesse der Gerichtsdirektorin selbst, die eine Parteifreundin des ebenfalls an der Bundestagswahl teilnehmenden CDU-Kandidaten Carsten Körber ist.
Wie darüber hinaus aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, hat Eva-Maria Ast die Eigenart, sämtliche Rechtsanwälte der Region regelmäßig telefonisch zu kontaktieren. Dabei interessiert sie sich vordergründig für das Wohlergehen der jeweils Angerufenen. Im Laufe der Gespräche wird jedoch oft klar, was sie eigentlich will: Informationen abgreifen, die ihr bei dem einen oder anderen Prozess von Nutzen sein könnten. So etwas nennt man nicht nur in Fachkreisen „illegale Absprachen“.
Zu guter Letzt noch ein Wort zur Pressefreiheit: Da Frau Ast nach wie vor der Meinung ist, sie könne nach Gutdünken bestimmen, wer anlässlich einer öffentlichen Verhandlung in „ihrem“ Gerichtssaal mitschreiben darf, sei an dieser Stelle gesagt, dass die Journalisten des RechercheTeams der Westsächsischen Zeitung sich nicht bevormunden lassen. Auch nicht von einer vermeintlich allmächtigen Gerichtsdirektorin. Wir werden das Verhalten aller Juristen, gerade hier in Zwickau, weiterhin sehr aufmerksam beobachten.

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10 September 2021

Tage der Industriekultur: Tiefe Einbicke in die Sächsische Geschichte

Westsachsen/Chemnitz/Zwickau.-
Am 17. und 18. September steht in der Region Chemnitz-Zwickau erneut alles im Zeichen der Tage der Industriekultur, von gestern, heute und morgen. Nach der Spätschicht am Freitag bündelt der 2. Zeitsprungtag 2021 am Samstag, den 18. September das Erbe Westsachsens in einer Vielzahl von Aktionen.
19 kulturelle Einrichtungen und Museen bieten Zeitsprünge in Vergangenes, zeigen derzeitigen Industriestandard oder Ausblicke in die Zukunft. Bei zwei besonderen Stadtführungen erfährt man Interessantes über die in der Tourismusregion Zwickau gelegenen Orte.
Sportlich startet die Stadt Zwickau mit den Priesterhäusern in den Zeitsprungtag. Eine Ausstellung zeigt die Wiege des Wildwasserslaloms in Zwickau. Im Rahmen des Sommersalons stellen in der Galerie am Domhof KünstlerInnen des Kunstverein Zwickau e.V. ihre neuesten Werke aus. Ein Besuch in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU ist immer ein besonderes Erlebnis.
Bei TextilSprüngen mit den Sommer- und Bademoden im Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal (Foto) oder mit Fingerspitzengefühl bei Maschinenpower im Esche-Museum Limbach-Oberfrohna wird das textile Erbe der Region anschaulich gezeigt.
Quer durch alle Zeitzonen führt die kleine Weltreise in der Miniwelt Lichtenstein. Die Paläste der Industriekultur – die Schlösser des Zeitsprunglandes – laden zu verschiedenen Zeitreisen in die Geschichte der Adelshäuser ein.
Im Schloss Wolkenburg fühlt man sich wie zu Gast beim Grafen von Einsiedel, im Motorradmuseum Schloss Augustusburg gibt es Kurzführungen durch eine der bedeutendsten Motorradsammlungen Europas.
Das August Horch Museum in Zwickau lädt zum „Tag der offenen AutoTür“ und lässt sich bei den Autos unter die Motorhauben schauen. Ebenfalls glänzende Oldtimer können Besucher im Oldtimermuseum Culitzsch bestaunen und mit dem URAL LKW im Gelände selbst fahren. Das Stellwerk Wechselburg zeigt die Funktionsweise der 1902 errichteten Anlage. Kleiner, doch nicht weniger spannend, wartet die Modellbahnwelt Waldenburg mit einer Zeitreise durch die Welten auf. Die Stadt Lichtenstein lädt im Daetz-Centrum zu einer Reise in die Zeit ein, in der unsere heutige Mobilität noch ein Zukunftstraum und jedes neue Fahrzeug ein Experiment war. „Vom Feuerzeug zum Radio“ – 50 Jahre Industriegeschichte“ – unter diesem Titel zeigt Stern-Radio Rochlitz wieder seine Schätzchen. Kleine Gäste können im Haus der Entdecker in Reinsdorf wieder staunen, forschen und Brettspiele aus Oma´s Zeiten ausprobieren. Wer anschließend noch weiter in Reinsdorf bleiben möchte, ist herzlich ins Heimat- und Bergbaumuseum Reinsdorf eingeladen, um die Sonderausstellung zur Zwickauer Bergbaugeschichte „Das schwarz Gold“ zu erleben. Die einst schönste Dorfkirche Sachsens, die Matthäuskirche Bockwa, ein Kleinod sakraler Baukunst öffnet ihre Türen.
Lecker wird es in der Brauerei Vielau, die an diesem Tag einen Einblick in die Bierherstellung von vor 100 Jahren gibt und zum gemeinsamen Anstoßen einlädt. Die Tourist Information Zwickau lädt zu einer Schnuppertour durch die Zwickauer Altstadt ein und in Crimmitschau lädt der Nachtwächter auf den Spuren dunkler Geheimnisse zu einem Spaziergang durch die Innenstadt ein.
Bereits vorfristig am Freitag, den 17. September starten die Schlösser Glauchau mit einer Podiumsdiskussion in den Zeitsprungtag. Bei der Tagung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde startet Diskussion zum Interesse der Öffentlichkeit an Schlössern und Burgen, umrahmt von historischer Musik des 18. Jahrhunderts.
Quelle und Foto: Zeitsprungland

09 September 2021

Bienenpopulation: Paracelsus Klinik will dem Rückgang entgegen wirken

Westsachsen/Bad Elster.- Seit diesem Jahr stellt die Außenanlage der Paracelsus Klinik am Schillergarten das neue Zuhause für 50.000 kleine, geflügelte und fleißige Mitarbeiter. Die Paracelsus Klinik ist neue Heimat eines Bienenvolkes mit rund 50.000 Bienen. In Zusammenarbeit mit der Jens Ebert AG aus Hirschfeld trägt die Klinik nun im Rahmen der Kampagne „Die Firmenbiene“ mit einem neuen Bienenvolk ihren ganz besonderen Anteil zum Naturschutz bei und übernimmt ökologische Verantwortung für zukünftige Generationen. „Fleiß, Ordnung, perfektes Zeitmanagement, Kommunikationsstärke und ein hoher Sinn für Wirtschaftlichkeit zeichnen Ihre neuen Mitarbeiter aus“, gibt Jens Ebert den Klinikverantwortlichen mit auf den Weg.
Der Erhalt der Bienenpopulation ist nicht nur in Deutschland ein äußerst wichtiges Thema. Weltweit geht der Bestand an Bienen in den letzten Jahren zurück. Gründe dafür sind vielfältig. Moderne Landwirtschaft mit Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden in der Agrarwirtschaft, der zunehmende Klimawandel sowie Viren und Krankheitserreger wie die Varroamilbe führen vermehrt zum Bienensterben. Auch zu gepflegte grüne Gärten ohne Blumen oder nur mit Zierpflanzen bestückt bieten unseren Bienen keine Nahrung.
Dabei nehmen gerade die Wild- und Honigbienen eine entscheidende Rolle in unseren Ökosystemen und unserem täglichen Leben ein. Sie beeinflussen durch ihre Schlüsselrolle nicht nur die Artenvielfalt in der Natur, sondern bilden auch die Voraussetzung für einen großen Teil unserer Nahrung, denn die Bestäubung heimischer Kultur- und Wildpflanzen erfolgt zu 80 % durch die fleißige Biene. Deshalb sieht auch der Weltbiodiversitätsrat im Rückgang der Bienenpopulation eine erhebliche Bedrohung für die Ernährungssicherheit der Menschen.
Um diesem Problem entgegenzuwirken und sich gleichzeitig für mehr Nachhaltigkeit und Naturnähe einzusetzen, entschied sich die Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster für die Aufstellung eines Bienenstocks. Zu finden ist die sogenannte „Beute“, die aus drei gestapelten Holz-Zargen besteht, auf der Grünfläche unterhalb des Besucherparkplatzes. Jährlich bis zu 15 Betreuungstermine der Jens Ebert AG laden sowohl die Patienten und Besucher als auch die Mitarbeiter der Paracelsus Klinik am Schillergarten auf ein ganz besonderes und informatives Erlebnis ein. Doch das Bienenvolk bietet noch viel mehr. Pro Saison werden rund 20 kg Honig in der Beute produziert.
Es ist so einfach dem Rückgang der Bienenpopulation entgegen zu wirken. Mit dieser Kampagne „Die Firmenbiene“ wird ein Bienenvolk gemietet. Die Firma stellt den Lebensraum für die Bienen und die Imker der Jens Ebert AG kümmern sich das ganze Jahr komplett um die Betreuung. Egal ob das Aufstellen der Beute, die regelmäßige Pflege, Klärungen und Beantragung von rechtlichen Angelegenheiten wie die Anmeldung beim Veterinäramt, die Honigernte und die Abfüllung des Honigs. Professionell geerntet und abgefüllt, versüßt der regionale, naturbelassene Honig der fleißigen Bienen den Klinikalltag. „Ein Engagement für Bienenschutz kommt der Natur und Gesellschaft zugute", erklärt Jens Ebert.
Was kann jeder von uns für die Bienen tun?
Wer einen Garten hat, kann bienenfreundliche Blumen säen, so wird der Rasen durch Wildblumen zu einer bunten Bienenweide. Auch auf dem Balkon bieten bienenfreundliche Pflanzen den kleinen fleißigen Insekten Nahrung. Der Kauf von regionalem Honig beim Imker, entlastet die Umwelt, indem lange Transportwege vermieden werden. Auch wer im heimischen Garten auf die Verwendung von Pestiziden, Herbiziden und Bioziden verzichtet und stattdessen Nistmöglichkeiten für Wildbienen schafft, schont die Umwelt. Und wer bienenfreundliche saisonale Lebensmittel aus regionaler ökologischer Landwirtschaft bevorzugt, trägt durch solch bewusstes Einkaufen zum Naturschutz bei.
Quelle und Foto: Paracelsus Klinikum Sachsen

30 Jahre später: Erzieherinnen betreuen Nachwuchs ihrer Schützlinge

Westsachsen/Werdau.-
Die Kita „Kinderland“ feierte am vergangenen Freitag ihren runden Geburtstag und lud neben den Vertretern der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe und weiteren auch Oberbürgermeister Sören Kristensen zum Fest ein. Selbst für die Kids war dieses Ereignis eine Überraschung. Es wurde gesungen, gespielt, genascht und gelacht. Zum Jubiläum wurden auch Eltern eingeladen, die diesen Kindergarten selbst in ihrer Kindheit besuchten und nun den eigenen Nachwuchs auch dort tagsüber in Obhut geben.
Welche Mutter kann schon von sich behaupten, dass das eigene Kind dreißig Jahre später in den selben Kindergarten gehen würde, wie man selber? Aber nicht nur das – welches Kind kann denn schon von sich behaupten, von der selben Erzieherin umsorgt und betreut zu werden wie einst die Mutter oder der Vater? Nun Karolin Sobe, Sabrina Kloss und ihre beiden Töchter Clara und Amelie können das. Dass zwischen beiden „Besuchen“ dreißig Jahre liegen, ist für die Mütter und auch die Erzieherinnen einfach unbegreiflich und doch spürte man vor Ort die Verbundenheit von allen Beteiligten. Wen wundert es da, dass beide Mütter beflügelt von ihren eigenen Erinnerungen keinen Zweifel daran hatten, in welche Kindertagesstätte die Kinder einmal gehen werden.
So war es zum dreißigsten Geburtstag des „Kinderlandes“ für alle eingeladenen Gäste, Erzieher und auch Kinder etwas ganz besonders, dass die „erwachsenen Kinder“ auch zum Jubiläum eingeladen wurden. Auch die langjährigen Erzieherinnen Anke Wendler, Heike Albert und Anke Puschner, die ihr berufliches Leben zur Herzensangelegenheit gemacht haben, wurden für ihre vertrauens- und liebevolle Arbeit geehrt.
Neben den herzlichen Gratulationen von der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe, den Eltern und den Erziehern, hat auch Oberbürgermeister Sören Kristensen seine besten Wünsche ausgedrückt. Mit einer kleinen Kindheitserinnerung zum Kindergarten „Kinderland“ berichtete er, wie er selbst als kleiner Bub - dank der Tätigkeit seiner Mutter - hin und wieder seine Zeit in dieser Einrichtung verbrachte. Zur großen Überraschung aller beschenkte er den Kindergarten mit vielen tollen Überraschungen und wünschte im Namen der Stadt alles erdenklich Gute für den Fortbestand der Einrichtung.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau