31 Juli 2023

Geschafft: Landgerichtspräsident geht in den Ruhestand

Westsachsen/Chemnitz/Zwickau.- Der ehemalige Zwickauer Oberstaatsanwalt und spätere Landgerichtspräsident, Rainer Huber, tritt heute in den Ruhestand. In seine Amtszeit fiel auch die Zwickauer Überklebungsaffäre. Huber hatte sich im Jahr 2015 mehrmals damit befasst, jedoch keinen Handlungsbedarf gesehen. Die illegale Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 beim Amtsgericht Zwickau beschäftigt die Gerichte bis heute bundesweit. In Potsdam wurde ein involvierter Rechtsanwalt deswegen zur Rückzahlung von Honorar verurteilt. Der damals zuständige Sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) sprach von einer Staatskrise, weil der „unbekannte Überkleber“ vom Gericht nicht ermittelt werden konnte.
Rainer Huber wurde im Jahr 1958 in Amberg geboren. Nach erfolgreicher Absolvierung von Jurastudium und Rechtsreferendariat trat er zum 1. Februar 1987 in den höheren Justizdienst des Freistaates Bayern ein. Im Anschluss an seine Ernennung zum Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Traunstein im Jahr 1989 war Herr Huber unter anderem als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Weiden i. d. Oberpfalz und als Referent im Bundesministerium der Justiz tätig. Er wurde 1993 in den Justizdienst des Freistaates Sachsen versetzt und zum Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Zwickau ernannt. Darauffolgend leitete Herr Huber von 1995 bis 2002 als Ministerialrat das Referat für materielles Strafrecht im Sächsischen Staatsministerium der Justiz. 2002 folgte die Ernennung zum Direktor des Amtsgerichts Hohenstein-Ernstthal, danach war Herr Huber zwischen 2008 und 2010 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Zwickau tätig. Von 2010 an nahm er als Präsident des Amtsgerichts Chemnitz die Aufgaben des Gerichtsvorstands wahr, bis er im Jahr 2012 zum Präsident des Landgerichts Zwickau ernannt wurde. Das Landgericht Chemnitz hat Herr Huber wiederum seit dem 1. Januar 2017 als Präsident geleitet.
Auf dem Foto von links: Dr. Leon Ross, Präsident des Oberlandesgerichts Dresden, Rainer Huber, Präsident des Landgerichts Chemnitz und Justizministerin Katja Meier. (Daniel Meißner)


30 Juli 2023

Letzte Posthalterei: Historisches Objekt steht erneut zum Verkauf

Westsachsen/Zwickau.-
Die Stadt Zwickau schreibt das Objekt „Letzte Posthalterei“ in der Katharinenstraße 27 erneut zum Verkauf aus. Aufgrund der Bedeutung der Immobilie liegt das Entscheidungskriterium für die Erteilung des Zuschlages besonders auf dem Nutzungskonzept und dem Investitionsablauf in einem gewissen Zeitraum. Leider konnten alle bisher angebotenen bzw. eingereichten Konzepte nicht überzeugen. Die Stadtverwaltung ist weiterhin an einem professionellen Investor interessiert, der ein Konzept vorlegt, das den Ansprüchen der Stadt genügt, das wichtige Denkmal einer wirtschaftlich tragbaren Nutzung zuzuführen.
Die „Letzte Posthalterei“ ist eine markante, innenstadtrelevante und denkmalgeschützte Immobilie von historischer Bedeutung. Das Gesamtobjekt besteht aus einem 1.600 Quadratmeter großen historischen Gebäudeteil, der unter Denkmalschutz steht, und einem später angebauten ca. 1.500 Quadratmeter großen Neubau. Ein im Innenhof befindliches Gartenhaus ist ca. 56 Quadratmeter groß. Das Renaissance-Bürgerhaus entstand um 1530 durch die Zusammenlegung zweier älterer Bürgerhäuser. Die Laubengänge im Hof des historischen Gebäudes stammen aus dem 17./18. Jahrhundert. Von 1883 bis 1922 wurde es als Posthalterei genutzt. Bei umfassenden Restaurierungsarbeiten im Obergeschoss in den Jahren 1984-1989 wurden originale Deckenmalereien aus der Zeit der Renaissance freigelegt, restauriert und kopiert. Der Gebäudezustand ist sanierungsbedürftig und weist überwiegend DDR-Standard auf. Es sind zeitnah Investitionen am Dach und der Heizung notwendig.
Möglichkeiten zur Besichtigung des Objektes bestehen am Dienstag, 1. August 2023, 15 Uhr und am Donnerstag, 10. August 2023, 10 Uhr. Potentielle Bewerber werden gebeten, sich vorab telefonisch oder per E-Mail mit dem Liegenschafts- und Hochbauamt der Stadt Zwickau in Verbindung zu setzen. (Telefon: 0375 836501, E-Mail: Liegenschafts-undHochbauamt@zwickau.de). Das Angebot endet am 31. August 2023, 14 Uhr. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Annahme des Kaufgebotes eines Interessenten durch die Stadt Zwickau.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

26 Juli 2023

Diebstahl in Zwickau-Planitz: Wer kennt diesen Mann?

Westsachsen/Zwickau.-
In der Zeit vom Mittwoch, 30. November 2022, 11:00 Uhr, bis Samstag, 3. Dezember 2022, 11:00 Uhr, entwendeten Unbekannte Bargeld aus einem Bürogebäude in Oberplanitz. Der oder die Täter drangen gewaltsam in ein Bürogebäude an der Lengenfelder Straße ein, brachen Schränke auf und entwendeten einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag.
Ein Zeuge konnte einen Unbekannten beschreiben, den er während der Tatzeit am Tatort gesehen hatte: Scheinbares Alter 55 - 60 Jahre, männlich, 170 cm groß, schlank, dunkles, volles, kurzes Haar.
Hinweise nimmt die Polizei in Zwickau unter Telefon (0375) 428-4480 entgegen.
Quelle und Phantombild: Polizei Sachsen

Markus in Bad Elster: Ich will Spaß! - Die 80er Show

Westsachsen/Bad Elster.-
Achtung, Partyalarm! Mit dieser 80er-NDW-Liveshow lädt das NaturTheater zum großen Sommerevent für alle Generationen. Unsterbliche Hits wie »Ich will Spaß«, »Kleine Taschenlampe brenn«, »Der Kommissar«, »Computerliebe«, »Goldener Reiter«, »Knutschfleck«, »Major Tom«, »Bruttosozialprodukt« oder »Sommersprossen« prägten die Neue Deutsche Welle. NDW-Star Markus Mörl und seine prominenten Gäste lassen diese glorreiche Zeit in dieser Liveshow im neuem Glanz erstrahlen.
Neben den Kultstars Markus, Geiersturzflug und UKW-Peter Hubert werden »Mr. Dolce Vita« Ryan Paris sowie der Musicalstar Alexander Kerbst aus der »Super Falco Show« ein echtes Hitfeuerwerk in Bad Elster präsentieren. Abgerundet wird die Live-Show mit einem Medley-Streifzug der beliebtesten NDW-Hits, unterhaltsamen Moderationen und Reminiszenzen an die damaligen Trends und jeder Menge Spaß. Wenn dann im NaturTheater der »Sternenhimmel« erscheint und in den Herzen erklingt fühlt man in Bad Elster die »Pure Lust am Leben« – Das wird ein großer Spaß!

24 Juli 2023

Rathaus Zwickau: Historisches Stadtwappen wird überarbeitet

Westsachsen/Zwickau.-
Heute Vormittag wurde auf dem Balkon des Zwickauer Rathauses ein Gerüst aufgebaut. Dieses dient der restauratorischen Untersuchung und Überarbeitung des historischen Stadtwappens, dessen Farbgebung in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr nachließ.
Erst wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen, können der Umfang und die Dauer der sich unmittelbar anschließenden Überarbeitung bestimmt werden. Derzeit wird von einem Zeitraum von sechs bis acht Wochen ausgegangen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Hitze und Trockenheit: Zukunftsbäume sollen Klima positiv beeinflussen

Westsachsen/Zwickau.-
Sonne satt und Temperaturen bis zu 35 Grad – das hochsommerliche Wetter lässt auch die Zwickauer kräftig schwitzen. Wer sich an heißen Tagen im Freien aufhält, sollte sich möglichst ein kühles, schattiges Plätzchen suchen – am besten unter einem Baum. Hier trifft die Sonne nur auf die obere Baumkrone. Die Luft im und unter dem Baum bleibt Dank der Verdunstung von Wasser an der Blattoberfläche und der dicken, luftigen Baumkrone stets gekühlt. Der Schatten der Bäume hilft außerdem, die Hitze in Städten zu reduzieren.
Baumschutz und klimaangepasste Neupflanzungen gewinnen an Bedeutung
Auf den kommunalen Flächen (außer Waldpark) und Straßen in Zwickau unterhält die Stadt insgesamt 24.445 Laubbäume (Quelle: Baumkataster, Stand 2023). Im Wesentlichen bilden die reinen Arten Winterlinde, Spitzahorn, Gemeine Esche und Stieleiche sowie deren verschiedene Sorten den Hauptanteil an Stadtbäumen in Zwickau. Damit stellen nur 4 Gattungen fast die Hälfte aller Bäume in Zwickau dar. Neben den stark vertretenen typischen Straßenbaumarten wachsen aber auch Maulbeere, Tulpen-, Lederhülsen-, Kork- und Schnurbaum sowie andere seltenere Baumarten in 32 Arten- und Sortengruppen im Stadtgebiet.
Heiße Sommer schwächen einheimische Bäume
Bisher nur wenig verwendete klimaangepasste Baumarten sollen in Zukunft stärker das Ortsbild prägen, da einige heimische Baumarten häufiger Probleme mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen zeigen. Seit den letzten Jahren tauchen verstärkt neue Krankheiten mit erwähnenswertem Schadpotential auf. Gerade der Bergahorn ist zunehmend von der Rußrindenkrankheit betroffen, die auch für Menschen gefährlich werden kann. Die zunehmend heißen Sommer mit langen Trockenzeiten begünstigen die Infektion, welche durch einen Pilz ausgelöst wird und zum Absterben des Baumes führt. Erste Krankheitszeichen sind welke Kronenteile sowie Schleimflussflecken am Stamm. Unter der Rindenoberfläche reifen Pilzsporen heran, welche im späteren Krankheitsverlauf an Rindenrissen und unter der abblätternden Rinde als schwarze Pilzsporen zum Vorschein kommen. Der Stamm sieht aus, als wäre er mit Ruß überzogen. Im letzten Infektionsstadium ist sogar für den Menschen Vorsicht geboten! Die Sporen verursachen schwere Atemwegsprobleme und befallene Bäume müssen von Fachleuten mit entsprechender Schutzausrüstung entfernt werden.
Baumbestand schützen – Zukunftsbäume pflanzen
Derartige Entwicklungen können auf Grund des Klimawandels durchaus weiter an Bedeutung gewinnen und müssen sensibel registriert werden. Unabdingbar für eine dauerhafte Durchgrünung unserer Stadt ist daher eine Risikostreuung durch die Pflanzung zukunftsfähiger Baumarten. Aber auch der Schutz und die Pflege vorhandener Altbäume muss höchste Priorität erhalten, denn mit jedem verloren gegangenen Altbaum müssten laut Prof. Dr. Roloff von der TU Dresden 400 Jungbäume gepflanzt werden, um diesen Verlust annähernd auszugleichen (Quelle: PRO BAUM, Ausgabe 2/2023, Seite 26, Titel: Andreas Roloff: Ein Altbaum erbringt Umweltleistung von 400 Jungbäumen).
Die nach der Gehölzschutzsatzung der Stadt Zwickau angeordneten Ersatzpflanzungen sind hiervon noch weit entfernt. Jährlich werden durchschnittlich 1371 Gehölzfällungen genehmigt (städtisch und privat). Das betrifft Laubbäume und Sträucher. Grundsätzlich gilt laut § 9 GehölzSchS pro angefangene 50 cm Stammumfang des zu fällenden Baumes einen Baum mit einem Stammumfang von mind. 14-16 cm als gleichwertige Neupflanzung anzusehen. In einigen Fällen gibt es allerdings einen gewissen Ermessenspielraum, u.a. wenn angezeigt wird, dass der zu fällende Baum absterbend ist. Im Durchschnitt werden 2513 Ersatzpflanzungen pro Jahr angeordnet, davon ca. 665 Laubbäume. Beim Rest handelt es sich um Sträucher.
Wer eigene Grünflächen mit einem oder mehreren Bäumen aufwerten möchte, sollte sich für klimaangepasste Baumarten entscheiden. Das Umweltbüro startete hierzu bereits im Mai eine Informationsreihe, über die auch Hobbygärtnern und Grundstücksbesitzern die Pflanzung von sogenannten Zukunftsbäumen ans Herz gelegt werden. Bis Oktober wird monatlich eine Baumart vorgestellt, die dem Klimawandel trotzt und auch schon seit einigen Jahren im Zwickauer Stadtbild vorzufinden ist. Nach dem Feldahorn (Mai) und der Blumenesche (Juni) wird diesmal ein Baum vorgestellt, der „wie am Schnürchen wächst“:
Der Japanische Schnurbaum
Dieser exotische Baum aus dem Fernen Osten erreicht Wuchshöhen von bis zu 30 m. Die unpaarig gefiederten Blätter ähneln denen der Robinie. Seine rispenartigen Blütenstände können bis zu 30 cm lang werden. Nach der Blüte erscheinen die für den Baum namensgebenden Früchte. Die Samen sitzen in länglichen, eingeschnürten Schoten, welche die Schoten wie Perlenschnüre aussehen lassen.
Rinde, Samen und Blätter des Schnurbaums sind, wie bei der Robinie auch, stark giftig. Aufgrund seiner Toxine ist der Schnurbaum allerdings auch recht gut vor Schädlingen geschützt. Schnurbäume sind äußerst robust und unempfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze. Ein weiterer Vorteil ist seine Beständigkeit gegen Abgase. Er bevorzugt sonnige und warme Standorte. Im Jungpflanzenstadium ist er allerdings gebietsweise frostgefährdet, danach ist die Baumart aber absolut frosthart.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Fahrradstreifen in Marienthal: Neuer Radweg stellt Nutzen in Frage

Westsachsen/Zwickau.- Die Arbeiten für den grundhaften Ausbau des Marienthaler Geh- und Radwegs zwischen Erntestraße und Südblick haben begonnen. Der Gehweg befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und konnte auf Grund zu geringer Ausbaubreiten bisher nicht als gemeinsamer Geh- und Radweg genutzt werden.
Der neue Weg wird an gleicher Stelle errichtet, 3 m breit und in Asphaltbauweise ausgeführt. Die Stützwand zum Marienthaler Bach wird mit einem neuen und dem Regelwerk entsprechendem Geländer ausgestattet. Die Bauarbeiten werden unter Vollsperrung ausgeführt.
Der Ausbau wird über das Fördermittelprogramm „Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (FRL KStB)“ aus Mitteln des Freistaates Sachsen (90%) und Eigenmitteln der Stadt Zwickau finanziert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 190.000 Euro. Die Arbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau
Anmerkung:
Damit ist ab September der Nutzen des Fahrradstreifens auf der Marienthaler Straße zusätzlich in Frage gestellt (WSZ berichtete).

21 Juli 2023

Verfahren eingestellt: Freie Presse scheitert vor Gericht

Westsachsen/Chemnitz/Zwickau.- Vor dem Amtsgericht Chemnitz (Foto) endete heute ein Prozess wegen des Verdachts der Urheberrechtsverletzung gegen die Westsächsische Zeitung (WSZ) mit der Einstellung des Verfahrens, da auch der letzte aufgerufene Zeuge keine verwertbaren Beweise vorlegen konnte. Damit ist die Freie Presse (FP) erneut mit ihrem Versuch gescheitert, unliebsame Konkurrenz aus dem Weg zu schaffen und Themen wie den Sparkassenskandal und die Zwickauer Überklebungsaffäre zu verhindern.
Während des Prozesses wurde außerdem bekannt, dass die Stadt Zwickau bei mindestens einem offiziellen Pressetermin mit Hilfe ihrer Polizeibehörde und in Absprache mit der Redaktion der FP den Zugang von Journalisten der WSZ zum Ort des Geschehens verhindert hat. Damit stellt sich zum wiederholten Mal die Frage, was die Pressefreiheit in dieser Stadt noch wert ist.

15 Juli 2023

Jazz-Tage 2023: „Kind der Elbe“ erlebt Krönung mit Friedensgedanken

Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Im Juni 2016 hatte, legendär, ein gesamtdeutscher Posaunenchor gegenüber der Brühlschen Terrasse in Dresden Zeugnis davon abgelegt, was ein Massenchor von 22.000 Bläserinnen und Bläsern und seine Dirigenten zu leisten imstande sind.
George Gershwin, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Wolfgang A. Mozart wurden nun im Juli 2023 an gleicher Stelle in den verschiedensten Genres von einem Starorchester verjazzt. Das Air, die Elise, Sommertime und viele andere Ohrwürmer erklangen. Im warmen Licht der Abendsonne bildete ein Mambophony (Arr. Bruno Böhmer/Holger Fröhlich) mit Beethovens Ode „An die Freude“ aus der 9. Sinfonie und Weltstars seinen Höhepunkt und Abschluss.
Für die Interpretation genügte das Blech nicht. Verstärkung musste her. Die fand man bei Bläserinnen und Bläsern der Sächsischen Posaunenmission e.V. und auch Dresdner Jazz-Gruppen. Etwa 40 wurden gegen 22 Uhr auf die Bühne gebeten. Aus Dresden, Neustadt/Sa., Radeberg, Weistropp und Zwickau kamen die ehrenamtlich Freiwilligen. Das „Tutti“ war ihre Aufgabe, um den Eintrittspreis von 13 Euro moderat zu halten.
Ich bin ein Laienmusiker, Ich habe durch den Dienst im evangelischen Posaunenchor in einem langen Bläserleben wunderbare Erlebnisse gehabt, sehr viele. Aber das könnte die Krönung gewesen sein, die Idee der Ode mit dem Friedensgedanken „in die Welt geblasen“ zu haben. Mit dem Choral tat ich das tausendfach. Furchtbar sind doch die Auseinandersetzungen in Afrika und der Ukraine. Und wir sitzen im Wohlstands-Frieden.
Die EU-Hymne wirkte. Das Publikum, 2.500 Menschen etwa, tobte und veranlasste den Dirigenten, den 2. Teil der Ode im Mambo-Stil noch einmal vorzutragen. Der hatte mit der Probe am späten Nachmittag keine Not, die Bläser waren durch Versenden der Noten per Email und Selbststudium in Allem bestens vorbereitet. Querflöten und Saxophone wirkten auch mit.
Die begeisternde Musik ergänzten immer wieder die sich durch wechselndes Tageslicht wandelnden Bilder der wunderbaren Skyline Dresdens mit den historischen Raddampfern, die wegen Wasserknappheit in der Elbe bald wieder nicht mehr fahren können. Die und das weiche Pfeifen der Dampfer, ganz anders als die der Dampfloks, können ja auch Musik sein. Ich bin ein „Kind der Elbe“ und liebe dieses mehrstimmige Signal.
23 Uhr fuhr ich nach Hause, mit dem weit über Sachsen hinaus bekannten Kantor Matthias Grummet (Foto links) glücklich, mit viel Musik im Ohr und dem Gedanken: Es geht nicht(s) ohne Posaunenchöre.
Quelle: Karl-Ernst Müller
Fotos: Hans-Joachim Maquet

14 Juli 2023

Verbesserung der Dauerhaftigkeit: Mulderadweg wird erneuert

Westsachsen/Zwickau.-
Am 31. Juli beginnen die Arbeiten für die Deckenerneuerung des Mulderadwegs zwischen der Pölbitzer und der Kolpingstraße. Auf dem 1,5 Kilometer langen Abschnitt wird die vorhandene ungebundene Wegebefestigung durch eine mit Asphalt gebundene Befestigung ersetzt. Ziel ist insbesondere, die Oberflächeneigenschaften und die Dauerhaftigkeit zu verbessern. Bereits im Vorfeld werden durch das Garten- und Friedhofsamt die vorhandenen Sitzbänke zurückgebaut. Diese werden nach Abschluss der Wegearbeiten wieder aufgestellt. Der vorhandene Baumbestand bleibt bestehen.
Die Maßnahme erfordert eine Vollsperrung des Mulderadwegs. Die Andienung der Baustelle erfolgt hauptsächlich über die Angerstraße und Thomas-Mann-Straße. Die ausgeschilderte Umleitung für Radfahrer führt über die Brückenstraße und die Moseler Straße, den Pölbitzer Kirchsteig, die Thomas-Mann- sowie die Dr.-Marie-Elise-Kayser-Straße.
Die Kosten sind entsprechend des im Stadtrat einstimmig gefassten Vorhabensbeschlusses mit rund 500.000 Euro veranschlagt. Darin enthalten ist eine 90-prozentige Förderung durch den Freistaat Sachsen. Alle Arbeiten sollen im Oktober 2023 abgeschlossen sein und werden durch die Firma. Asphalt-Bau Chemnitz ABC aus Bernsdorf ausgeführt. Die Stadt Zwickau bittet wegen möglicher Beeinträchtigungen für Anlieger und der Umwege für die Nutzer des Mulderadwegs um Verständnis.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau