17 September 2020

Zwei neue Ausstellungen eröffnet: Federleichte und bleibende Kunst

Westsachsen/Bad Elster.-
Bad Elster als Kultur- und Festspielstadt widmet sich traditionell auch dem Thema bildende Kunst. Regional bedeutsame Kunstausstellungen mit entsprechender Publikumsresonanz gehören dabei seit dem 19. Jahrhundert zum wesentlichen Bestandteil des Kulturlebens von Bad Elster. Im Zuge der 20. Chursächsischen Festspiele laden nun noch bis November zwei neue Ausstellungen in die Königlichen Anlagen des Sächsischen Staatsbades Bad Elster ein.
Federleichtes im Königlichen Kurhaus
Mit einer feierlichen Vernissage wurde am vergangenen Freitag die neue Ausstellung „Federleicht“ zur Ausstellung von Maria und Reiner Ende in der Galerie des Königlichen Kurhauses eröffnet. Federleicht – so stellen sich die Zeichnungen, Grafiken und farbigen Mischtechniken sowie die filigranen Porzellanobjekte von Maria und Reiner Ende dar. Beide haben von 1973 bis 1978 an der Burg Giebichenstein in Halle studiert. In den letzten Jahren rückte das künstlerische Schaffen wieder verstärkt in den Mittelpunkt und präsentiert sich in der hier stattfindenden Ausstellung - Federleicht. „Die Porzellan-Kunstwerke von Maria Ende sind alle Unikate und bleiben in ihrer Vielgestaltigkeit dem Alltag verbunden. Entweder als wunderbar anmutende Deko-Objekte oder als besonders exquisiter Schmuck. So gesehen gehen hier die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk im besten Sinne fließend in einander über“ erklärt Ausstellungskoordinatorin Ute Gallert von der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft (CVG) und ergänzt: „Dazu lassen Reiner Endes grafisch ausgeführte Verschlingungen einen wahren Tanz der Formen erkennen, was sich im Spiel mit den Farben als scheinbar bewegte Oberfläche widerspiegelt. Diese bekommt so Tiefe führt den Blick in einen scheinbar unendlichen Raum, als Platz für Assoziationen, in dem der Betrachter sich selbst erleben und wiederfinden kann.“ Diese sehenswerte Ausstellung kann nun noch bis 20. November 2020 jeweils von Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.chursaechsische.de
Bleibendes in der KunstWandelhalle
Gleichfalls mit einer erfolgreichen Vernissage wurde dazu am vergangenen Sonntag die neue Ausstellung des vogtländischen Künstlerpaares Regina & Wolfgang Blechschmidt in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet. Die Ausstellung der beiden Falkensteiner unter dem Motto „Das(s) was bleibt“ zeugt von der gewaltigen kreativen Schaffenskraft beider Protagonisten. Bei Regina Blechschmidt sind Naturelemente wie Luft, Feuer, Wasser und Erde oder die Jahreszeiten kreative Anstöße und Entdeckungen zu Bildideen. In feinsten Farbnuancierungen und Abstufungen, in verhaltenen Farbkontrasten und mit zarten Hell-Dunkel-Übergängen schafft Regina Blechschmidt eine Neue, eine andere faszinierende Bildwelt. „Diese Bildwelt wird von Spannungen, von Linien, von Beugungen und von Netzwerken getragen. Die einfallsreich strukturierten und harmonisch, kubistisch anmutend, gebauten Kompositionen lassen in ihrem sinnlichen Erleben vor allem auch in der lichtdurchfluteten KunstWandelhalle einen unendlichen Raum für phantasievolles Entdecken und Begehen offen“ bekräftigt Ausstellungskoordinatorin Ute Gallert. Die Grundlagen der Bilder Wolfgang Blechschmidts basieren meist auf einer grafischen Untermalung einer Zeichnung, Collage oder eines Fotos. Nicht nur Gegenständlichkeit, sondern auch zeichenhafte Formen, Körper und Volumenformen werden aus der Gestaltung heraus entwickelt und definiert. Er selbst beschreibt sein Verhältnis zu seiner künstlerischen Ausdrucksform so: „Mein Lebensatem bestimmt mein Leben und meine Zeit. Die Art zu malen hilft mir zu (über)leben und die Malfläche ist mein Jetzt. Die Formen der Flächen sind meine Erinnerungen...“ Diese interessante Ausstellung kann bis zum 22. November 2020 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden und an Feiertagen zusätzlich von 09.30 Uhr bis 12.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de
Bad Elster bietet dabei mit seinen kunstvoll gestalteten Königlichen Anlagen aus mondäner Bäder- und Parkarchitektur und den sieben historischen Veranstaltungsstätten auf der weltweit einmaligen »Festspielmeile der kurzen Wege« eine einzigartige Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität für die Chursächsischen Festspiele. Die Kombination der Angebote macht dabei den besonderen Flair Bad Elsters aus: Heute eine Wanderung durch eine der reizvollsten Naturgegenden Sachsens, morgen die große Welt der Oper im König Albert Theater und danach Entspannung pur mit den Wohlfühlangeboten in der Soletherme Bad Elster - so schweben Körper und Geist auf anspruchsvolle Weise! Alle Infos & Tickets: 037437 / 53 900 | www.chursaechsische.de

Bessere Verkehrssicherheit: Radweg Stenner Marktsteig wird ausgebaut

Westsachsen/Zwickau.-
Die Stadt Zwickau erweitert ihr Netz an kombinierten Geh- und Radwegen. Ab Montag, 21. September 2020 wird im Stadtteil Neuplanitz der Stenner Marktsteig auf einer Länge von mehr als einem Kilometer ausgebaut. Konkret betrifft das den Abschnitt zwischen Zur Kohlenstraße und Neuplanitzer Straße. Der Bauausschuss vergab am Montag, 7. September 2020 einstimmig den Auftrag zur Ausführung der Bauleistungen an die Zwickauer Firma Hoch-und Tiefbau Crossen GmbH Lars Müller. Zunächst soll das Teilstück zwischen den Straßen Zur Kohlenstraße und Am Flugplatz instandgesetzt werden. Auf einer durchgängig einheitlichen Breite von 2,50 Metern wird ein Asphaltbelag aufgezogen und eine funktionsfähige Entwässerung eingebracht, die vor allem an Steigungen für einen zügigen Abfluss des Regenwassers sorgen soll. Der zweite Bauabschnitt umfasst die Strecke von der Straße Am Flugplatz bis zur Einmündung in die Neuplanitzer Straße. Dieser wird wie der erste Bauabschnitt ausgebaut. Ferner wird die Überquerung der Straße Am Flugplatz zukünftig mittels einer Verkehrsinsel gewährleistet sein. Es ist vorgesehen, die Bauarbeiten bis Ende November 2020 abzuschließen. Ziel der Baumaßnahme ist es, die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern und den Radverkehr der Stadt Zwickau zu stärken. Die Baukosten liegen für beide Bauabschnitte bei insgesamt 426.600 Euro. Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes, der Fördersatz beträgt 90 Prozent.

Quelle und Grafik: Stadtverwaltung Zwickau

16 September 2020

Das Kulturamt informiert: Die Museumsnacht in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Am Samstag, 10. Oktober, findet die beliebte und fast schon traditionelle Zwickauer Museumsnacht statt. Sechs Museen, die Ratsschulbibliothek, das Stadtarchiv sowie das Theater laden dazu ein, nachts die Ausstellungen und Sonderprogramme zu besuchen und von 18 bis 24 Uhr die Herbstnacht gemeinsam mit anderen Interessierten zu verbringen.
Seit 2012 zeigen die beteiligten Einrichtungen gemeinsam ihre schönsten Seiten und laden zu einer Nacht voller Überraschungen ein. Von 18 bis 24 Uhr lüftet sich der Himmel für Konzerte, Führungen, Vorträge, Filmvorführungen, Stadtführungen und vieles mehr. Vertreten sind folgende Kulturorte: August Horch Museum Zwickau, KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Ratsschulbibliothek Zwickau, Galerie am Domhof Zwickau, Priesterhäuser Zwickau und das Robert-Schumann-Haus Zwickau. Das Stadtarchiv Zwickau und das Theater Plauen-Zwickau sind ebenso mit Programmpunkten in einem der Häuser dabei. Neben den altbewährten Veranstaltungsorten beteiligt sich die 4. Sächsische Landessausstellung im Jahr der Industriekultur und öffnet seine Tore für Besucher im sog. AUDI-Bau.
Das August Horch Museum Zwickau bringt zur diesjährigen Museumsnacht in Kooperation mit dem Motorsportclub Zwickau e. V. ein rollendes Museum auf Zwickaus Straßen. Von sehr alten Fahrzeug-Veteranen bis zu vergleichsweise jungen Trabis – alle warten darauf die Museumsnacht-Besucher ein Stück mitzunehmen. Einfach auf dem roten Teppich Platz nehmen und in den nächsten freien Oldtimer einsteigen. Die Besucher erleben eine Zeitreise im Oldtimer und tolle Gespräche mit den Besitzern der Klassiker.
Mit einem Ticket zum Preis von nur 7 Euro (ermäßigt 4 Euro und im Vorverkauf noch ein klein wenig günstiger) können alle teilnehmenden Einrichtungen in Zwickau besucht und das rollende Museum genutzt werden. Zudem können mit dem Ticket Bus und Bahn in der Tarifzone 16 kostenfrei gefahren werden. Die Anzahl der Tickets für die Museumsnacht ist auf 1.000 Stück limitiert.
Wir weisen darauf hin, dass die gültigen Abstands- und Hygieneregeln in den Einrichtungen zu beachten sind.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Positive Bilanz: Neuer Sitz der Ortsteilverwaltung Crossen

Westsachsen/Zwickau/OT Crossen.-
 Seit Anfang September hat die Ortsteilverwaltung Crossen ihren Sitz am neuen Standort in der Schneppendorfer Straße 11, direkt gegenüber der Grundschule Crossen. Das allen Anwohnern bekannte alte Crossener Rathaus konnte an eine in Zwickau ansässige Firma verkauft werden. Diese wird ihren Firmensitz in das Crossener Rathaus verlegen und dem historischen Gebäude neues Leben einhauchen.
Am neuen Standort und Sitz der Ortsteilverwaltung erwartet die Crossener ein frisch renoviertes Gebäude mit einer Fläche von 168 Quadratmetern. Diese entspricht etwa der bisher genutzten Fläche im Rathaus Crossen. Für sämtliche Räume wurden frische Farben und neue Fußböden beauftragt. Zur Anschaffung neuer Möbel und Einrichtungsgegenstände, die in Eigenregie der Ortsteilverwaltung erfolgen soll, wurde ein Budget von 8000 Euro zur Verfügung gestellt. Das neue Domizil der Ortsteilverwaltung Crossen soll künftig auch für die im Ortsteil ansässigen Vereine zur Verfügung stehen.
Auch Familienfeiern und ähnliches können zukünftig hier stattfinden. Der im Erdgeschoss befindliche lichtdurchflutete, großzügige Veranstaltungsraum ist bestens geeignet für Seniorentreffen bei Kaffee und Kuchen, Termine zum Blutspenden, Sitzungen des Ortschaftsrates, Bürgerversammlungen u. ä. Im Obergeschoss stehen eine Einbauküche mit Geschirrspüler zur Nutzung bereit. Im gleichen Stockwerk haben auch der Ortsvorsteher Michael Hillert und die Sekretärin Sandy Menzel ihre Büros. Gleich nebenan ist der Ortschronist Michael Lißner zu finden. In seinem Bereich werden historisch wertvolle Unterlagen aufbewahrt, die zukünftig von interessierten Einheimischen und Gästen bestaunt werden können. Dafür ist ein repräsentativer Ausstellungsbereich vorgesehen. Bis spätestens Ende des Jahres sollen alle Räume den letzten Feinschliff erhalten. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem sich Interessierte im Objekt umschauen und mit dem Ortschaftsrat und weiteren Beteiligten ins Gespräch kommen können.
Die Stadtverwaltung, der Ortsvorsteher und der Ortschaftsrat Crossen äußern sich einvernehmlich positiv über die neu entstandene Lösung und die gute Zusammenarbeit im Hinblick auf die Herrichtung des Gebäudes und den erfolgten reibungslosen Umzug. Zu erreichen ist die Stadtteilverwaltung Crossen im neuen Domizil immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

15 September 2020

Zeitgenössischer Liederabend mit Soloklavier und Improvisationen

Westsachsen/Werdau.-
Dieses klassische Liedduo, in seiner traditionellen Form auftretend, besinnt Sich zum einen auf Lieder und Klavierwerke von Brahms, Barber, Crumb, Hindemith, Glass, als auch auf vollständig aus dem Moment heraus entstehende Improvisationen. Die Lust am Wechselspiel von einer spätromantischen Klaviermusik bis hin zur „unerhörten“ Improvisation verdichtet den Eindruck eines schöpferischen Neuen, eines über die Zeit hinauswachsenden musikalischen Ereignisses. Hier werden durch feinsinnige Dramaturgie Hörgewohnheiten irritiert.
Ein vom tiefen Wirken getragenes, blindes Verständnis der beiden Musiker im Wechsel von klassischer Form und Improvisation lässt auf der Bühne eine einzigartige Atmosphäre entstehen, die gefangen zu nehmen vermag. “Wer die beiden einmal erlebt hat, weiß um ihre Intensität und um ihre Fähigkeit einen davonzutragen”. (S.Pietsch)
Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 14 Euro, ermäßigt 7 Euro, an der Bürgerinformation oder an der Abendkasse im Rathaus.

Angela Wingerath (Foto) und Antonis Anissegos
sind am 16. September zu Gast im Werdauer Rathaus

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

14 September 2020

Der Greizer Friedhof: Rundgang zur Geschichte einer letzten Ruhestätte

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Zu einem ganz besonderen kulturhistorischen Spaziergang über den Neuen Friedhof in der Leonhardtstrasse in Greiz lädt die Tourist-Information für den 19. September 2020 ein. Dieser Greizer Friedhof ist ein Ort, der die Kultur-, Stadt- und Kunstgeschichte aus einer völlig ungewohnten Perspektive zeigt. Neben vielen Details zur Geschichte der Anlage erwarten den Besucher auch Hinweise und Informationen zu den außergewöhnlichen Grabkunstmalen und den Grabstellen der zahlreichen Greizer Persönlichkeiten und Unternehmer. Infos unter www.greiz.de.
Termin: Samstag, 19. September 2020
Preise: Erwachsene  4,- Euro, Kinder  2,- Euro
Tickets: nur im Vorverkauf in der Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz
Treffpunkt: Greiz, Unteres Schloss, Burgplatz 12, Tourist-Information
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Wichtige Hinweise:
Für diese Führung bitten wir um vorherige Anmeldung. Die Teilnahmetickets sind im Vorverkauf, bzw. bis max. 15 Minuten vor Beginn der Führung, in der Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich. Aufgrund der aktuellen Situation können nur 15 Personen an der Führung teilnehmen. Die Bezahlung der Tickets bei dem Gästeführer ist nicht möglich. Die Hygiene- und Abstandsregeln sind während des Rundganges einzuhalten.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

11 September 2020

Infoveranstaltung zur ganzheitlichen Kontaktvermittlung am 28. Oktober

 


Fourschbar: Steimle-Auftritt am 26. September in Werdau abgesagt

Westsachsen/Werdau.-
Die Comedyshow der BIERHÄHNE „18 Jahre Bierhähne - endlich volljährig“, die für kommenden Sonntag, dem 13. September in der Werdauer Stadthalle „Pleißental“ geplant war, wurde verlegt. Der neue Termin ist Sonntag, 24. Januar 2021. Alle Karten behalten ihre Gültigkeit. Das Kabarett mit Uwe Steimle, das am 26. September hier geplant war, wird auf den 11. November verschoben. Auch hier behalten die Eintrittskarten ihre Gültigkeit.
„Der Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 steht für unsere Gäste an oberster Stelle“, so der Veranstalter. „Für unsere Stadthalle gibt es ein vom Gesundheitsamt des Landratsamtes Zwickauer Land bestätigtes Hygienekonzept. Damit konnten bereits wieder einige Veranstaltungen im Hause stattfinden.“
Nachdem in Sachsen durch die aktuellen Verordnungen und Regelungen wieder weite Teile der Kultur - wenn auch eingeschränkt - für den Publikumsverkehr öffnen, lädt auch das Werdauer „Pleißental“ nach der Sommerpause zu Veranstaltungen ein. Los geht’s mit dem Kabarett Sachsenmeyer. Am Samsag, dem 30. Oktober ist der Kabarettist Stephan Dettmeyer alias EDE SACHSENMEYER zu Gast in Werdau. Für sein Programm „Humor mit Schuss“ gibt’s in der Stadtinformation des Rathauses Karten zum Preis von 15 Euro. Am Sonntag, dem 1. November tritt Erich von Däniken mit seiner Multimedia-Projektion zum Thema „Geheimnisvolles Ägypten“ auf. Karten gibt’s im Internet und im Ticketshop der Freien Presse. Das diesjährige Konzert mit dem Collegium Musicum Werdau e.V. findet am Sonntag, dem 8. November um 17 Uhr statt. Karten gibt es ebenfalls in der Stadtinformation des Rathauses für 18 Euro. Nachgeholt werden auch die Versammlung und Schulung der Kleingärtner vom Regionalverband Werdau/Glauchau der Gartenfreunde e.V. am 19. und 28. Oktober sowie die Jugendweihefeierlichkeiten des Sächsischen Verbandes für Jugendweihe e.V. am 21. November.

10 September 2020

Multimedialer Spaziergang: 30 Jahre Aufarbeitung der SED-Diktatur

Westsachsen/Werdau.-
Am 5. Oktober 2020 findet in Werdau eine Stadtführung der besonderen Art statt – ein multimedialer Spaziergang anlässlich 30 Jahren Einheit und Umbruch. Veranstaltet wird der Abend von der Kooperative Berlin. Gefördert wird das Projekt von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Der multimediale Spaziergang bringt die Bilder und Erinnerungen der „Wende“- und Transformationszeit in die Stadt. An vier Stationen werden sie mit einem Filmprojektor direkt an die Hauswände Werdauer Gebäude geworfen. Die Veranstaltung findet am 5. Oktober 2020 von 19 Uhr bis 21.30 Uhr statt. Ausgehend von den „Wende“-Ereignissen 1989/90 wird die Frage gestellt, wie die gesellschaftlichen (Um)Brüche vor 30 Jahren die Menschen in Werdau geprägt haben: Welche Versprechungen aus der „Wendezeit“ lösten sich ein? Welche Enttäuschungen folgten? Und wo steht „der Osten“ heute?
Der Termin in Werdau ist Teil einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe durch Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Neben dem Termin in Werdau findet der Spaziergang außerdem am 7. Oktober in Frankfurt/Oder und am 13. Oktober in Greifswald statt. Durch den Abend führen Menschen, die selbst in den Städten leben oder von dort kommen. In Werdau moderiert Schauspiel-Studentin Ronja Oehler die Veranstaltung.
„Uns ist klar, dass wir in einem zweistündigen Spaziergang nicht die Geschichte von 89/90 bis heute aufzeigen oder gar erklären können, aber darum geht es uns auch nicht. Wir möchten vielmehr miteinander ins Gespräch kommen: über die ‚Wendeereignisse’, aber vor allem über all das, was danach geschah“, so Projektleiterin und Historikerin Theresa Kühnert.
Angelehnt an das historische Wandertheater ziehen die Veranstalter*innen gemeinsamen mit den Teilnehmenden mit Lastenrad und Beamer durch die Stadt. Die Videos bestehen aus Archivmaterialien und Interviews. Sie greifen symbolträchtige Bilder der „Wende“, verschiedene Aspekte der Transformationszeit, lokalgeschichtliche Besonderheiten aber auch Ausblicke in die Zukunft auf.
Auf Grund der Corona-Pandemie und der darauf folgenden Maßnahmen ist eine Teilnahme nur nach Anmeldung unter unterfreiemhimmel@kooperative-berlin.de möglich. Der genaue Treffpunkt wird den Teilnehmer*innen nach Anmeldung per Mail bekannt gegeben. Die Veranstaltung ist kostenlos.

09 September 2020

OB-Wahlkampf: Was verschweigt die CDU in der Sparkassen-Affäre?

Westsachsen/Zwickau.-
 Wenn am 20. September der/die neue Oberbürgermeister/in gewählt wird, haben die Zwickauer auch die Möglichkeit, sich für eine Kandidatin der CDU zu entscheiden. Allerdings sollten sie vorher wissen, worauf sie sich dabei einlassen.
Kathrin Köhler (CDU/Foto oben) versprach vor mehreren Wochen, sich zu einem Gespräch mit der Geschädigten in der Sparkassen-Affäre zu treffen (WSZ berichtete). Es gab mehrere Telefonate mit ihrem Büro und auch persönlich. Schließlich wurde ein Termin an einem Donnerstag vereinbart, an dem Köhler die von der Sparkasse Zwickau um rund 11.000 Euro betrogene Kundin zu Hause aufsuchen wollte. Doch daraus wurde nichts. Ihr Büro sagte den Termin kurzfristig ab. „Es ist immer dasselbe“, erklärt die Betroffene. „Erst tut man so, als interessiere man sich für den Fall und wolle helfen. Nachdem man dann Rücksprache mit der Sparkasse oder dem Gericht genommen hat, macht man einen Rückzieher. Das betrifft fast alle Politiker mit Ausnahme von René Hahn (LINKE) und Mario Pecher (SPD), die mir wenigstens zuhörten und versuchten, mir zu helfen. Auch wenn sie gegen die in Sachsen alles beherrschende CDU nicht viel erreichen konnten“.
Neben der OB-Kandidatin Kathrin Köhler ist auch der CDU-Landtagsabgeordnete Gerald Otto (Foto unten) seit langem vollständig informiert. Seine Aussage, er könne da nichts machen, ist eine glatte Lüge. Bereits vor einem Jahr, als er Michael Kretzschmer (CDU) bei dessen Wahlkampf zum Ministerpräsidenten unterstützte, wurde er in Zwickau mit dem Justiz-Skandal und der Sparkassen-Affäre konfrontiert (WSZ berichtete). Auch Kretschmer selbst wurde durch mehrere Bürger vor Ort daraufhin angesprochen (Video hier). Für Gerald Otto wäre es also ein leichtes gewesen, diese Themen mit seinem Parteigenossen noch am selben Tag zu erörtern und so das Problem zu lösen. Statt dessen versteckt er sich bis heute hinter fadenscheinigen Entschuldigungen und Ausflüchten.
Wir haben Kathrin Köhler, so wie die anderen Kandidaten auch, mit dieser Frage konfrontiert: „Die derzeitige OBin führt ihre Kontrollfunktion als Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Zwickau nur sehr mangelhaft aus. Wie werden Sie in dieser Angelegenheit agieren, sollten Sie gewählt werden?“. Eine Antwort steht noch immer aus. Es ist also zu befürchten, dass unter ihrer Leitung weitere Kunden der Sparkasse zu Schaden kommen, weil sie ihrer Kontrollpflicht als Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Zwickau ebenso wenig nachkommen wird, wie ihre Vorgängerin Pia Findeiß (SPD). Die Zwickauer haben am 20. September die Wahl, ob sie das zulassen wollen.

Die Kandidaten im Interview: hier

Fotos: WSZ (oben) / Screenshot HP Otto (unten)