30 April 2024

Unrühmliches Jubiläum: Zwickauer Überklebungsaffäre wird Zwölf

Westsachsen/Zwickau/Plauen/Dresden.- Heute vor genau 12 Jahren begann die Zwickauer Überklebungsaffäre. Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto oben) hatte für seine damalige Mandantin am letzten Tag der Frist das falsche Rechtsmittel beim nicht zuständigen Oberlandesgericht in Dresden eingereicht und damit ein Chaos in Sachsens Justiz ausgelöst, das bis heute anhält.
Auslöser war der Beschluss des Amtsgerichts Zwickau mit Aktenzeichen 8 F 1059/07, in dem eine Familienrichterin das falsche, weil veraltete Recht angewandt hatte. Dieser Fehler hätte schon damals korrigiert werden müssen. Stattdessen wurde - vermutlich von einer Justizsekretärin - der bereits aufgebrachte Rechtskraftvermerk „Rechtskräftig seit dem 01.05.2012“ mit einem passend zugeschnittenen weißen Blatt Papier überklebt (Foto Briefkopf). Wer diese Urkundenfälschung in Auftrag gab, ist bis heute nicht aufgeklärt. Der damals amtierende Sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU/Foto Mitte) schrieb in seiner Stellungnahme an den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtags im Jahr 2019: „Der unbekannte Überkleber konnte vom Gericht nicht ermittelt werden“. Dabei sollte es nach den Vorstellungen der Justiz in Sachsen nun bleiben.
Da durch die Überklebung am Zwickauer Amtsgericht jedoch bereits erheblicher materieller und immaterieller Schaden entstanden war, und Schübel nicht aufhörte, seine ehemalige Mandantin mit unberechtigten Honorarforderungen zu überziehen, ging die Betroffene damit an die Öffentlichkeit. In der Folge kamen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht, die die Sächsische und vor allem die Zwickauer Justiz ziemlich alt aussehen lassen. So wurde im Zusammenhang mit dem Zwickauer Sparkassenskandal bekannt, das die Sparkasse Zwickau im Schulterschluss mit der Zwickauer Rathausspitze und der Justiz wissentlich und regelmäßig zum Schaden der Allgemeinheit gegen geltendes Recht verstößt (WSZ berichtete). Justizminister Gemkow sprach in diesem Zusammenhang von einer „Staatskrise“ und der CDU-Landtagsabgeordnete Gerald Otto (Foto unten) sagte, man müsse jetzt dafür sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.
Unbeeindruckt davon geht die Verfolgung weiter. Es sind noch heute Gerichtsverfahren anhängig, die es nach dem 1. Mai 2012 gar nicht mehr geben dürfte. Rechtsanwalt Schübel verklagt seine ehemalige Mandantin weiter, will neuerdings verbieten, dass öffentlich die Wahrheit über sein Fristversäumnis verbreitet wird. Richter an allen Gerichten in Sachsen werfen inzwischen das Handtuch. Keiner will sich mehr an diesem Fall die Finger verbrennen. Einige hoffen auf Verjährung, die jedoch wegen ständiger neuer Klagen nicht eintreten kann. Ein Teufelskreis...
In diesem Jahr finden wieder Landtagswahlen statt. Die CDU steht in Sachsen unter Druck. Ebenso die GRÜNEN. Auch in Zwickau wird gewählt. Hier bewerben sich Parteien, Bürgerbewegungen und freie Kandidaten um die Mitgliedschaft im Stadtrat. Sie alle werden sich auch daran messen lassen müssen, wie sie mit Juristen und Politikern umgehen, die sich in Zwickau an diesen Rechtsbrüchen beteiligen. Hier geht's zur Umfrage: Stadtratswahl in Zwickau

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Nach 50 Jahren Bandauftritten: Aftershowparty mit Toni Krahl

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 10. Mai öffnet sich um 19.30 Uhr der Vorhang für Toni Krahl, der als Sänger der Kultband City jahrzehntelang die deutsche Musiklandschaft und auch die Theaterbühne Bad Elsters beehrt hat. Nur mit seinem Buch und seiner Gitarre bewaffnet, kommt Toni Krahl nun zurück nach Bad Elster.
Nachdem City zum 50. Bandjubiläum die großen Bühnen verlassen hat, wird Toni Krahl seine persönlichen Erlebnisse und Gedanken über diese aufregende Zeitreise teilen. Bereits vor einiger Zeit hat er dazu sein Buch »Toni Krahls Rocklegenden« erfolgreich veröffentlicht. Begleitet von seinem Sidekick Kai Suttner wird er mit seiner Gitarre plaudern und Anekdoten sowie Nachdenkliches aus dem 50-jährigen City-Leben zum Besten geben. Es verspricht ein besonderer Abend zu werden, bei dem die Zuschauer einen Blick in das Leben einer Rocklegende werfen können. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

25 April 2024

Stadtratswahl in Zwickau: Fragen an die Spitzenkandidaten

Westsachsen/Zwickau.- Bezüglich der anstehenden Stadtratswahlen am 9. Juni 2024 befragen wir die Spitzenkandidaten der antretenden Parteien und Wählervereinigungen zu kommunalen Themen, von denen wir wissen, dass sie die Zwickauer Bevölkerung interessieren. Dazu gehören die Sanierung des 04-Bades, die Fertigstellung des Gefängnisneubaus, das Stadtarchiv und die Millionenverluste der Sparkasse Zwickau. Besondere Aufmerksamkeit erfährt derzeit das Thema kriminelle Strukturen innerhalb der Zwickauer Justiz.

Die Stadtratskandidaten haben wir befragt:

 

 


Gerald Otto (CDU)




Tristan Drechsel (BfZ)



Jens Juraschka (SPD)

 


 

 



 

Ronny Weber (Freie Sachsen)

 

 

Fritz Binder (FDP)


 

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Europäische Klangreise: Vortragsabend der „Alten Musik“ am KON

Westsachsen/Zwickau.-
Schülerinnen und Schüler der Gesangs-, Blockflöten- und Cembaloklassen des Robert Schumann Konservatoriums laden interessiertes Publikum zu einem Konzert am Donnerstag, den 2. Mai 2024 ein. Die jungen Musiker bringen Alte Musik zu Gehör. Gespielt werden Werke von Vivaldi und Telemann über Mancini und Cima bis hin zu Sweelinck oder Rameau. Besonders im Mittelpunkt steht das Cembalo, das von Richard Röbel, Lehrer am KON, vorgestellt wird.
Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

24 April 2024

KunstWandelhalle Bad Elster: Textilkunst aus den Schichten der Zeit

Westsachsen/Bad Elster.-
Am vergangenen Samstag wurde bei einer feierlichen Vernissage im Zuge des 12. KunstFestes Bad Elster die neue Ausstellung „Schichtungen“ der Textilkünstlerin Britta Ankenbauer in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet. Die Leipzigerin zeigt in Bad Elster damit inmitten der Königlichen Anlagen Bad Elsters einen Querschnitt aus 20 Jahren ihres textilkünstlerischen Schaffens.
Schichten stehen dabei im Vordergrund der künstlerischen Beschäftigung mit Themen wie Zeit, Erinnerung und Veränderung in der Natur. Dazu verwendet die Künstlerin Textilien, Papier und anderes flexibles Material. Als Besonderheit verarbeitet sie hier Fotografien, Fundstücke, aber auch Wort und Text, um diese zu fragmentieren oder zu dekonstruieren und anschließend wieder neu zu verbinden. Dabei ist ihre Kunst immer als Dialog und als Spiel mit der Zeit zu sehen, bietet die Option der Verlangsamung. Zu sehen sind Arbeiten mit intensiv bearbeiteten Oberflächen, die eine Art Patina bilden, durch die man als Betrachter erst hindurchsehen muss. Andere Werke wiederum zeigen abstrakte, landschaftlich anmutende Bildwelten ohne erkennbare Horizonte, dafür aber bestückt mit textilen Lebenswelten und Erinnerungsmotiven, Abdrucken von Spitze und weiblichen Portraits des vorigen Jahrhunderts. Weitere Objekte der eindrucksvollen Ausstellung zeigen Garne und Gewebe, die hängend oder liegend ineinander verschlungen hinter flachen, digitalisierten Abbildungen erscheinen.
„Mit ihrer Kunst schafft Britta Ankenbauer Bildwelten, die auf den ersten Blick nicht schnell lesbar sind. Erst der zweite, verweilende Blick offenbart die Details und Tiefe, diese wirken wohltuend anders“ erklärt Ute Gallert als Ausstellungsverantwortliche der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und fügt hinzu: „Wie ein Seismograph erforscht die Künstlerin damit oft unsichtbare Bewegungen und Zusammenhänge – als textile Schichtungen ihres künstlerischen Ausdrucks.“ Diese wirklich sehenswerte Ausstellung kann nun bis zum 9. Juni 2024 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de

Stadtverwaltung Zwickau: Tag der offenen Tür mit Klavierbegleitung

Westsachsen/Zwickau.-
Ab kommenden Samstag sind in der Zwickauer Innenstadt wieder die „Klaviere für Jedermann“ zu finden. Bei guten Wetter stehen die Instrumente für Profis und Laien, für Musikliebhaber und Interessierte zur Verfügung, um Kreativität zu entfalten und um Zwickau zum Klingen zu bringen.
Ein Klavier wird zum „Tag der offenen Tür“ der Stadtverwaltung auf dem Hauptmarkt zu finden sein, danach beim Galerie Café. Weitere Instrumente stehen vor dem Grünen Bürgerbüro in der Inneren Schneeberger Str. 16 und vor dem Projekt 46 in der Hauptstraße 46. Für das vierte Klavier sucht Stadtmanagerin Anne Kuhl noch interessierte Einzelhändler oder Gastronomen, die das Klavier vor ihrem Geschäft betreuen. Interessierte melden sich bitte per E-Mail (stadtmanagementzwickaude) oder telefonisch unter 0375 838007.
Diese Initiative wird finanziert durch den Verfügungsfonds Innenstadt – ZENTRUM.LEBEN und koordiniert von der Stadtmanagerin vom Amt für Wirtschaftsförderung. Zur Verfügung gestellt wurden die Instrumente vom Pianohaus Bayer & Piano Ritter.
Zum „Tag der offenen Tür“ lädt die Stadtverwaltung am Samstag (27. April) zwischen 10 und 16 Uhr ein. Auf dem Hauptmarkt präsentieren sich und ihre Technik dann die Berufsfeuerwehr sowie Bereiche wie das Tiefbauamt, das Garten- und Friedhofsamt, das Stadtplanungsamt (Vermessung) oder das Ordnungsamt. Kinder können sich auf den Spielbus Ferdi freuen. Für die Versorgung sorgt mit der Gulaschkanone der Feuerwehrverein Auerbach/Eckersbach 1999 e.V.
Neben dem Dünnebierhaus, Sitz des Standesamtes, ist insbesondere das Rathaus geöffnet. Vom Erdgeschoss bis zum 2. Obergeschoss gibt es Präsentationen verschiedener Ämter und Büros oder Informationen zu Praktikums- und Ausbildungsplätzen sowie zu Stellenangeboten. Für Gespräche stehen auch Oberbürgermeisterin Constance Arndt sowie Bürgermeisterin Silvia Queck-Hänel und Bürgermeister Sebastian Lasch zur Verfügung. Abgerundet wird das Programm durch Vorträge im Bürgersaal, ein Internationales Cafe, ein breites Informationsangebot der Stabsstelle Kommunale Prävention oder ein Gewinnspiel.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

21 April 2024

Theater Crimmitschau: THE JOHNNY CASH SHOW am 19. Oktober

Westsachsen/Crimmitschau.-
Es ist unglaublich, aber wahr: Johnny Cash ist wieder da! Die Legende des „Man in Black“, einem der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts und mit weltweit einer Milliarde verkauften Alben einem der meistverkauften Künstler aller Zeiten, lebt in den Cashbags weiter. Nichts wird hier 1:1 kopiert und trotzdem ist alles echt, live und wie damals. Fans dieser Musik und dieser Epoche müssen das erlebt haben.
Die Rolle des Johnny Cash wird von dem gebürtigen US-Amerikaner Robert Tyson verkörpert, der seinem Vorbild stimmlich und äußerlich so verblüffend Nahe kommt, dass man glaubt, das Original vor sich zu haben. Neben Robert Tyson brilliert die aus Coburg stammende Sängerin Valeska Kunath als June Carter Cash sowie Stephan Ckoehler, David Seezen und Tobias Fuchs als das berüchtigte Begleittrio „The Tennessee Three“.
Natürlich orientiert sich auch die aktuelle vom Coswiger Cash-Spezialisten Stephan Ckoehler mit Liebe zum Detail konzipierte „A TOUR CALLED LOVE“ Tour 2024/25 in Klang, Erscheinungs- und Bühnenbild an den einschlägigen, weltberühmten Konzerten und liefert originalgetreu alle Klassiker von „I Walk the Line“, über „Ring of Fire“ und „Jackson“ bis hin zu „Hurt“ im Rahmen einer mitreißenden zweistündigen Live- Show, angelehnt an die historischen TV-Programme mit Gastbeiträgen anderer Weltstars. Weitere Höhepunkte sind Zeitreisen zum Rockabilly-Sound der 1950er Jahre und das charmante Duett von June mit Johnny Cashs Gitarrist „Bob Wootton“. Songs der „American Recordings“ werden in einem speziellen Akustikteil zelebriert.
Nach 15 geschäftigen Jahren im Auftrag des „Man in Black“ mit unzähligen Tourneen und Shows vor mehr als 500.000 begeisterten Fans in Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien, Schweiz, Frankreich, Rumänien und Holland freuen sich die Cashbags, endlich neue Termine für die Saison 2024/25 ankündigen zu können.
Quelle und Foto: Paulis Veranstaltungsbüro

15 April 2024

Vortragsabend: Immaterielles Kulturerbe in Sachsen

Westsachsen/Zwickau.-
Zu einem Vortrag von und mit Antje Reppe M. A. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden lädt die Ratsschulbibliothek in Zwickau am kommenden Donnerstag, dem 18. April um 18 Uhr in den Lesesaal in der Lessingstraße 1 ein. Thema des Referates ist „Immaterielles Kulturerbe in Sachsen – Wissen. Können. Weitergeben.“ Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um Voranmeldung wird jedoch aufgrund der begrenzten Platzzahl unter 0375 834222 oder unter ratsschulbibliothekzwickaude gebeten.
Sächsische Bergparaden, das Steigerlied, traditioneller vogtländischer Instrumentenbau, Chorgesänge oder das Kamenzer Forstfest sind Beispiele für lebendige Ausdrucksformen kulturellen Erbes und als solche im Bundesweiten Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission gelistet. Seit 2003 fördert die UNESCO durch das Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes die Vielfalt und Sichtbarkeit kultureller Ausdrucksformen. 2013 ist Deutschland diesem Übereinkommen beigetreten. Mit dem Vortrag sind alle Interessierten eingeladen, verschiedene sachsen- und deutschlandweit verbreitete Kulturformen zu entdecken: so werden bspw. traditionelle Handwerkstechniken wie das Bierbrauen oder das Köhlerwesen näher beleuchtet, aber auch auf die Genossenschaftsidee, sorbische Brauchkultur und Bergsteigen im Elbsandsteingebirge stehen im Blickpunkt.
Mit dem Vortragsangebot ISGVunterwegs ist das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden im Jahr 2024 erneut unterwegs in der Region und lädt dazu ein, die verschiedenen Facetten seiner Projekte und Themen zu entdecken – vom Dreißigjährigen Krieg über die Elbe als Wirtschafts- und Kulturader, die Herausforderungen, die die Energiewende für die Region mit sich bringt, von Brauchtum, kulturellen Praktiken, Immateriellen Kulturerbe bis hin zu Sachsens Klosterleben.
Antje Reppe, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut, betreut seit 2023 die Beratungs- und Forschungsstelle für Immaterielles Kulturerbe in Sachsen. Die Beratungs- und Forschungsstelle möchte interessierte Trägergruppen im Verfahren um die Aufnahmeprozesse für eine landes- und bundesweite Listung unterstützen und sie darüber hinaus beratend begleiten, um Kulturerbe-Netzwerke zu stärken und Kulturformen in der öffentlichen Wahrnehmung präsenter zu machen.
Der Vortragsabend ist eine gemeinsame Veranstaltung der Ratsschulbibliothek Zwickau mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde im Rahmen des Vortragsangebots „ISGVunterwegs“.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 April 2024

Kinderpornografie: Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen

Westsachsen/Dresden.-
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben am 11. April 2024 im Rahmen einer »Gemeinsamen Einsatzmaßnahme Kinderpornographie« erneut umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen realisiert. In diesem Jahr ist es der zweite derartige Einsatz. In den Jahren zuvor gab es weitere Einsätze.
Heute wurden insgesamt 22 Wohnungen und Geschäftsräume in Dresden und den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen durchsucht. Dies geschah im Zusammenhang mit Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen 20 Beschuldigte. Bei den Maßnahmen wurden umfangreiche Beweismittel, insbesondere 44 Handys, 31 Computer und 143 andere digitale Speichermedien sichergestellt. Ein Deutscher (41) wurde vorläufig festgenommen.
An dem Einsatz waren 28 Kriminalisten der Polizeidirektion Dresden sowie 89 Beamte der Sächsischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Mit der heutigen konzentrierten Aktion soll dem Deliktsfeld der Kinder- und Jugendpornographie begegnet werden.
Die Ermittlungen in den einzelnen Verfahren dauern an und werden insbesondere aufgrund der nunmehr erforderlichen aufwändigen Auswertung der sichergestellten Speichertechnik noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle: Staatsanwaltschaft Dresden
Foto: Archiv/Polizei

10 April 2024

Elena Neumann aus Trier gastiert im Zwickauer Schumannhaus

Westsachsen/Zwickau.- Am Samstag, dem 20. April um 17 Uhr lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Hauptmarkt 5 zu einem Konzert mit der jungen Pianistin Elena Neumann aus Trier ein. Die 14-jährige Pianistin erhielt 2023 den vom Verein Schumannhaus Bonn und der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau in den Altersklassen III und VI ausgeschriebenen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werks von Robert oder Clara Schumann beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Zwickau. Zusätzlich zum Preisgeld von 1.000 Euro waren damit auch Konzertengagements in Bonn und Zwickau verbunden.
Karten zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro sind an der Museumskasse erhältlich; telefonische Vorbestellung ist möglich, doch müssen die Karten bis spätestens 16.30 Uhr am Konzerttag abgeholt werden.
Die im Schumann-Jubiläumsjahr 2010 geborene Pianistin erhielt mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht. Als 8-Jährige wurde sie am Conservatoire de la Ville de Luxembourg aufgenommen. Ausgebildet wird Elena Neumann von der Konzertpianistin und Klavierpädagogin Jelena Semenenko sowie gegenwärtig von der luxemburgischen Pianistin Cathy Krier. 2019 gewann sie den 11. Bach-Wettbewerb für junge Pianisten in Köthen und sicherte sich den zweiten Preis beim 4. Internationalen Feurich Wettbewerb in Wien. Beim internationalen Klavierwettbewerb Euplayy gewann die Triererin 2020 den ersten Preis, sowie zwei weitere erste Preise beim Wettbewerb Jugend musiziert in Trier 2020 und 2021. 2022 und 2023 errang sie den ersten Preis beim Internationalen Bitburger Klavierwettbewerb und den zweiten Preis beim Steinway Klavierspiel-Wettbewerb in Hamburg sowie den zweiten Preis beim 1. Internationalen Klavierwettbewerb für junge Pianisten in Kronberg. Beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Zwickau 2023 erhielt sie einen ersten Preis sowie den Schumann-Sonderpreis. Sie ist Stipendiatin des Vereins Freunde der Kulturförderung.
Für ihr Konzert im Robert-Schumann-Haus Zwickau hat Elena Neumann bedeutende Meisterwerke des Komponistenpaares ausgewählt: Von Clara Schumann erklingt das 1841 komponierte Scherzo Nr. 2 c-Moll op. 14, das mit Widmung an die Kopenhagener Pianistin Peppina Tutein veröffentlicht wurde. Von Robert Schumann spielt Elena Neumann das virtuose Erstlingswerk der Abegg-Variationen sowie den Faschingsschwank aus Wien op. 26. Anlass zur Komposition der Abegg-Variationen war ein geselliges Beisammensein Schumanns mit einigen Studienfreunden in einer Schankwirtschaft in Heidelberg. Im Tagebuch notierte er am 22. Februar 1830: „Kneiperei ... Abegg-Walzer“. Schumann hatte entdeckt, dass sich die fünf Buchstaben des Nachnamens seines Kommilitonen Otto Abegg komplett als Tonbuchstaben auf dem Klavier wiedergeben ließen. Über diese Melodie komponierte er einen Walzer, schrieb fünf Variationen dazu und veröffentlichte dies im November 1831 als sein erstes gedrucktes Werk im Leipziger Verlag Kistner.
Seinen Faschingsschwank aus Wien komponierte Schumann während seines halbjährigen Aufenthalts in der Donaustadt Wien 1838/1839, wo sein Versuch, dort seine Musikzeitschrift herauszugeben, an der strengen Pressezensur des Metternich-Regimes scheiterte. Der Zensur schlug Schumann ein Schnippchen, indem er in seinem Faschingsschwank aus Wien die französische Revolutionshymne La Marseillaise einwob, deren öffentliches Musizieren zu dieser Zeit verboten war. Gleichzeitig hatte sie aber auch Walzerkönig Johann Strauß zu einem Walzer verarbeitet, der gerade der aktuelle Karnevalsschlager der Saison war. So gibt sich Schumanns fünfsätzige melodienselige Komposition vielfältig beziehungsreich.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Feiertag des Fastenbrechens im sächsischen Justizvollzug

Westsachsen/Dresden.-
In der Justizvollzugsanstalt Dresden begingen heute Gefangene muslimischen Glaubens den islamischen Feiertag des Fastenbrechens. Dieses findet traditionell im Anschluss an den Ramadan statt. Der Feiertag wurde erstmals durch einen Festgottesdienst eingeleitet.
Nach der Festpredigt, die in deutscher und arabischer Sprache durchgeführt wurde, beglückwünschen sich die Gebetsteilnehmenden gegenseitig. Dabei wurden Süßigkeiten – in diesem Fall speziell gefertigte Kekse aus der Bäckerei der Justizvollzugsanstalt Dresden – verteilt.
Justizministerin Katja Meier (Foto): »Die Gefängnisseelsorge und die Teilnahme an Gottesdiensten sind gerade auch an hohen religiösen Feiertagen ein wichtiges Element im Rahmen der Resozialisierung religiöser Gefangener. Für sie ergibt sich hier eine wichtige Möglichkeit der kritischen Reflektion über Schuld- und Sinnfragen des eigenen Handelns. Wir haben im sächsischen Vollzug durch die Einrichtung eines Angebots einer professionellen muslimischen Seelsorge die Resozialisierung für eine große Gruppe an Gefangenen um einen elementaren Aspekt gestärkt.«
Zum 1. April 2024 waren im sächsischen Justizvollzug 559 Gefangene aus vorwiegend muslimisch geprägten Ländern untergebracht. Durch die Anstellung eines muslimischen Seelsorgers im Herbst letzten Jahres konnte nun auch für diese Gefangenen ein kontinuierliches Angebot der Seelsorge auf den Weg gebracht werden. Neben den regelmäßig durchgeführten Freitagsgebeten ist der heutige Feiertag zum Ende des Ramadans ein wichtiges Ereignis für die gläubigen muslimischen Gefangenen – vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest.
Quelle: SMJusDEG
Foto: WSZ

Seltenes Tulu-Baby braucht einen Namen: Wer kann helfen?

Westsachsen/Ostthüringen.- Der Erlebnispark Starkenberg sucht für ein seltenes Tulu-Baby, das an Ostern das Licht zur Welt erblickte, einen Namen. Das niedliche Jungtier ist noch ganz wackelig auf den Beinen, posiert aber dafür schon mit „frechem Zunge rausstrecken“ vor der Kamera. Das wunderschöne Wollkneul lässt sich auch gern von Besuchern fotografieren. Täglich ab 11 Uhr gibt es dafür die Gelegenheit im Elefantenreservat Starkenberg.
Übrigens: Wer sich den schönsten Namen ausdenkt, gewinnt die Taufpatenschaft für das süße Tierchen.

Quelle und Foto: Erlebnispark Starkenberg

09 April 2024

Berühren statt sehen: Die historischen Priesterhäuser als Tastmodell

Westsachsen/Zwickau.-
Das Museum Priesterhäuser Zwickau geht einen weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Um auch Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen die Stadt- und Kulturgeschichte näherzubringen, wurde ein 3D-Modell der mittelalterlichen Gebäude zum Anfassen erstellt. Das 1,20 m breite Tastmodell der Priesterhäuser bereichert ab sofort die Dauerausstellung des Museums.
Die haptische Erkundung von ausgewählten Teilen der Dauerausstellung in den Priesterhäusern ist ausdrücklich erwünscht. „Unsere Ausstellung soll für alle Besucher erschließbar sein. Das neue Tastmodell soll vor allem blinden und sehbehinderten Museumsgästen die Möglichkeit bieten, die historischen Bauten, die das älteste erhaltene Wohnbauensemble Sachsens bilden, intensiver zu erleben.“, so Museumsleiterin Alexandra Hortenbach. Damit will das Stadtmuseum auch neue Zielgruppen erreichen.
Das detailreiche Modell aus Kunststoff wurde von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) aufwändig im 3D-Druckverfahren erstellt. Das Tastmodell der Priesterhäuser Zwickau ist das dritte Modell, welches als Kooperationsprojekt der Behindertenbeauftragten der Stadt Zwickau und der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik der WHZ entstand.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Wie ein weißer Hirsch das Leben eines Teenagers verändert

Westsachsen/Werdau.- Die Geschichte klingt unglaublich: Sven Schöler ist gelernter Elektriker und arbeitet als Elektroplaner. Er hat, so sagt er über sich selbst, eigentlich nicht viel mit der Buchbranche zu tun. Und doch ist der dreifache Familienvater nun Autor einer 172 Seiten starken, beeindruckenden Publikation.
„Ich hatte schon immer den Traum, dass ich irgendwann ein Buch schreiben will. Das sollte entsprechend meines Berufes einen technischen Hintergrund haben. Doch dann kam alles anders“, erinnert sich der Wahl-Werdauer. „Für unseren Sommerurlaub hatte ich mir einen Spiegel-Bestseller über das große Thema „Glück“ gekauft. Der war zwar inhaltlich nicht schlecht, aber aus meiner Sicht völlig ohne Herz und Gefühl geschrieben, was für mich bei diesem Thema unbedingt dazugehört. Das war der Anreiz, es selbst besser zu machen.“
Mit 53 Jahren setzte sich Sven Schöler nun an seinen Rechner und brachte das zu Papier, was ihm am wichtigsten war: Eine leise und zugleich spannende Geschichte, liebevolle Charaktere und positiven Gedanken in schwierigen Zeiten. Das Buch handelt vom Teenager Maja, die nach ihrem Schulabschluss zu ihren Großeltern reist. Im Kopf hat sie einen riesigen Wulst an Gedanken rund um das Erwachsenwerden, um Entscheidungen und Verantwortung, der Suche nach dem eigenen Weg, der Frage nach dem „Richtig“ und dem „Falsch“. Durch die Rettung eines geheimnisvollen Tieres beginnt eine Reise zu ihrem eigenen Herzen mit ersten Antworten und vielen neuen Fragen.
Entstanden ist ein Buch für die ganze Familie. „Und auch nur für die – meine eigene – war es ursprünglich gedacht. Und schon wieder kam alles anders“, so der gebürtige Fraureuther. Eine befreundete Buchhändlerin aus Meerane meinte, es sei das optimale Geschenkbuch. Das leitete den Entschluss ein, auf eigene Kosten und ohne Verlagshaus in der Hinterhand das Buch in den Druck und die Regale zu bringen. „Als die Bücher kurz vor Weihnachten per Post zu mir nach Hause kamen, habe ich am ganzen Körper Gänsehaut bekommen. So groß war die Aufregung.“
Seit wenigen Wochen sind die Bücher mit dem Titel „Glück ist wie eine Reise – Maja und der weiße Hirsch“ im Handel erhältlich. In Werdau kann es zudem im Bastelgeschäft Rohleder auf der August-Bebel-Straße, in der Gärtnerei Heuschkel und in der Naturheilpraxis Langer zum Preis von 17,25 Euro erworben werden. Aber auch online und im Buchhandel ist das Werk zu finden.
Quelle und Foto: Werbemanufaktur Werdau / André Kleber

08 April 2024

Eine alte Bekannte: Anne Kuhl ist wieder Stadtmanagerin in Zwickau

Westsachsen/Zwickau.-
Heute übernimmt Anne Kuhl die Stelle der Stadtmanagerin. Die 43-jährige gebürtige Zwickauerin hatte – damals noch unter dem Namen Klüglich – diese Position bereits von August 2016 bis Oktober 2017 inne. Sie gehört wie ihre Vorgängerinnen zum Team des Amtes für Wirtschaftsförderung.
„Ich freue mich nicht nur, dass wir diese gerade für unsere Innenstadt wichtige Stelle kurzfristig wiederbesetzen konnten“, betont Torsten Kunz, Leiter der Wirtschaftsförderung. „Frau Kuhl kennt Zwickau mit seinen lokalen Gegebenheiten und konnte schon früher durch ihr Engagement und ihre Ideen positive Akzente setzen“. Anne Kuhl war 2017 maßgeblich an der Erstauflage von „Zwickau blüht auf“ beteiligt. Auch die Premiere des „Klaviers für Jedermann“ oder die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt sind wesentlich ihr zu verdanken.
Kuhl freut sich auf die neue Tätigkeit: „Mit Begeisterung sehe ich meinen Aufgaben und der Zusammenarbeit mit allen Beteiligten entgegen und freue mich auf zahlreiche Projekte, die wir gemeinsam umsetzen werden.“ Das Büro der Stadtmanagerin befindet sich weiterhin im Erdgeschoss der Katharinenstraße 11. Zu erreichen ist sie telefonisch unter 0375 838007 oder per E-Mail unter stadtmanagement@zwickaude.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

Ein Kindsvater klagt an: Meine Tochter ist seit fünf Jahren verschwunden!

Sven Trautmann mit Tochter Xenia 2018
Westsachsen/Dresden/Königsbrück.-
Am 13. April werden es fünf Jahre, dass die Tochter von Sven Trautmann (Foto) verschwunden ist (WSZ berichtete). Seitdem gab es unzählige Versuche des Kindsvaters, seine Xenia wieder zu finden. Die Behörden mauern, seine Ex-Frau hält ihn auf Abstand.
Bei seinen Recherchen zum Verbleib des Kindes stößt Trautmann auf aktive Stasi-Seilschaften, die offensichtlich ein Interesse daran haben, ihn zu zermürben. Dabei spielen familiäre Verstrickungen eine Rolle, wie er selbst sagt. Sein Ex-Schwiegervater, Gerd Hoffmann, sei ein Anführer von Seilschaften, würde ihn heute noch überwachen und mit geheimdienstlichen Methoden traktieren. Deshalb sei es enorm wichtig, dass gerade dieses Thema immer wieder zur öffentlichen Diskussion auf die Tagesordnung kommt.
Ob und wann er seine Tochter aus den Fängen der Stasi-Seilschaften wieder bekommt, ist ungewiss. Aufgeben ist für Sven Trautmann keine Option: „Die wollen mich mürbe machen, damit ich aufgebe. Aber das können sie vergessen!“, so seine klare Ansage.