17 September 2022

Leserbrief aus dem Gerichtssaal: „Die Ast gehört in den Knast!“

Westsachsen/Zwickau.- Hier ein Leserbrief über eine Begegnung der besonderen Art mit der Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva Maria Ast:

Zu den Ereignissen bei der Verhandlung vom gestrigen Freitag am Amtsgericht Zwickau zu einer OWI vom Dezember 2021. Tatvorwurf:  Versammlung, die nicht zulässig war (Beschränkung auf 10 Personen).

„Erstmal an alle, die Zeit und Interesse an der Verhandlung gefunden haben, ein dickes Dankeschön für euer Kommen❣️
Zum Hergang: Im Vorfeld habe ich zu dieser öffentlichen Verhandlung in einer Online-Gruppe eingeladen, damit man auch diese Seite des Lebens einmal kennen lernen kann.  In dieser Gruppe gibt es nun einen "Wurmfortsatz" oder auch "Spion", der die Einladung für die öffentliche! Verhandlung direkt ans Gericht gegeben hat, damit extra Steuergelder verschwendet werden für eine Überwachung durch Polizisten, es war UNNÖTIG‼️ Es war lediglich eine Einladung, einer solchen Verhandlung mal bei zu wohnen und zu gucken, wie das so abläuft. Es war kein Aufruf zu irgendwas! Aber da hatten wir gleich mal das volle Programm...
Empfangen wurden wir also mit Taschenkontrolle, Abgeben der Handys und dem Ablichten der Ausweise. Dies sind aber wohl alles durchaus übliche Maßnahmen bei Gericht. Der überaus "freundliche" Empfang von Frau Ast, die uns  gleich im Foyer barsch anherrschte oder, man kann auch sagen, anschrie, dass alle still sein sollten und im selben Ton mitteilte, dass nur fünf Leute die Öffentlichkeit vertreten dürfen. Entweder träfen wir selbst die Auswahl oder man sortiere diese nach dem Alphabet aus... Immer wieder sehr nett, diese sogenannte Richterin. 
Dann durften wir eine reichliche Stunde mit Rechtsanwalt (200 €/h) gespannt der Dinge harren. 
Als es nun derwegen losging, wurden die fünf "Leute der Öffentlichkeit" auf vier reduziert, weil auch noch ein Pressevertreter Interesse hatte. Auch jemand von uns mit Presseausweis wollte sich Notizen machen, dies wurde erstmal von der Richterin untersagt. Es sei nur Journalisten gestattet, die für papierförmige Presse schreiben. Dieses Vorgehen forderte dann der Rechtsanwalt ein, weil es ja eine öffentliche Sitzung war, mit Paragraf sowieso,  dem dann statt gegeben wurde. 
Beweisermittlung hin und her, alle Argumente wurden gehört und gekonnt weg gewischt. Auch das Argument, dass die Bürgermeisterin der Stadt Kirchberg zu dieser Veranstaltung selbst als oberster Polizeichef der Stadt gesprochen hat und damit selbst die Kundgebung erlaubte.... Die ganze Verhandlung verlief in einem sehr arroganten Stil ab. Zwischendurch mussten urplötzlich die Fenster aufgerissen werden, weil der CO²-Wert heftig angestiegen war. 
Zum Schluss wurde das Bußgeld halbiert, so bin ich von anfänglich 1000 €, nach dem Widerspruch 500 € nun bei 250 € gelandet zuzüglich Spesen. Von der Richterin wurden wir förmlich noch eingeladen, Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten zu begehen, es sei ja unsere Freiheit. Man müsse dann nur mit den entsprechenden Konsequenzen klar kommen.“

Unser Kommentar dazu: Wann merkt eigentlich der Letzte, dass die Ast in den Knast gehört? (WSZ berichtete mehrmals)

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