11 Mai 2022

Zu dicht an der Wahrheit? GRÜNEN-Politiker will sich rechtfertigen

Westsachsen/Zwickau.-
Die erste Veranstaltung im „Netzwerk zur Integration von Amtspersonen in die Zivilgesellschaft“ zum Thema Stasi („Die Seilschaften sitzen überall!“) verspricht spannend zu werden. Dr. Martin Böttger (Foto/GRÜNE) hat sein Kommen zugesagt und will sich den Vorwürfen stellen, er habe zu DDR-Zeiten als vermeintlicher Bürgerrechtler in Wirklichkeit für die Stasi gearbeitet.
Der Verein Heimat Region Zwickau e.V. hat als Referenten für den Abend Sven Trautmann aus Königsbrück eingeladen. Der Familienvater ist seit 2015 den Zersetzungsmethoden ausgesetzt, wie sie das ehemalige DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) anwandte. Er sagt: „Die Situation ist jetzt noch viel schlimmer als sie zu DDR-Zeiten war.“ Die Methoden seien ausgeklügelter, diffiziler, perfider geworden und durch die Digitalisierung sei es jetzt noch viel leichter, die Leute auszuspionieren. Davon würde auch reichlich Gebrauch gemacht.
Ebenfalls anwesend sein wird der Diplom-Mediziner Wilfried Meißner (Foto unten links), der das Thema Datenschutz und Datensicherheit als ein großes Problem beschreibt. Nach seinen Erfahrungen werde sowohl in der Medizin, wie auch in der Justiz viel zu lasch damit umgegangen. Richter erfahren mitunter auf Zuruf am Telefon von ärztlichen Diagnosen, die sie dann möglicherweise in einer Gerichtsverhandlung gegen den Patienten verwenden können. „Dies ist ein unhaltbarer Zustand, der schnellstmöglich beendet werden muss!“, so Meißner.
Beginn der Veranstaltung ist am Freitag um 19 Uhr in der Max-Pechstein-Straße 7. Um Anmeldung per Email wird gebeten: wszrechercheteam@gmail.com

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