28 Januar 2022

GRÜNEN-Stadtrat auf Abwegen / Teil 3: Der Heizer in der Moritzkirche

Westsachsen/Zwickau.-
 Auf die beiden ersten Teile zum umstrittenen GRÜNEN-Stadtrat Martin Böttger (Foto während einer Beobachtungsmission) „Senil oder gefährlich“ sowie „Schlaglöcher und Brücken“ gab es teils heftige Reaktionen. Deshalb werden wir es zunächst bei diesem dritten Teil bewenden lassen. Heute geht es darum, welche Aufgabe Böttger kurz vor der Wende in der Moritzkirche hatte. Darüber gibt es unterschiedliche Berichte von Zeitzeugen. Einige sagen, der vermeintliche „Bürgerrechtler“ hätte sich um ausreisewillige Gemeindemittglieder gekümmert. Andere geben an, ihn mit einer weiteren männlichen Person des nachts mitunter gesehen zu haben, wie er im Heizungskeller verschwand. Was die Frage aufwirft: Was hatte Martin Böttger Ende der 1980er Jahre zu verbrennen? Selbstverständlich haben wir ihn mit dieser Frage konfrontiert. Seine Antwort darauf: „Erst wenn Sie nachweisen, dass Sie wirklich Presse sind, beantworte ich Ihre Frage“. Will heißen, nur systemtreue Medien bekommen von ihm seine Version der Geschichte in den Notizblock diktiert.
Weitere Fragen, die sich seit dem Auffliegen des ehemaligen Zwickauer SED-Kreissekretärs und späteren Finanzbürgermeisters Bernd Meyer aufdrängen, haben wir ebenfalls an den selbst ernannten Stasi-Jäger Martin Böttger gestellt: Wie konnte dieser Mann unter Ihrer Aufsicht im Stadtrat unbehelligt zum Bürgermeister aufsteigen und jahrelang agieren? Sie hätten doch ach und weh schreien müssen, als Ihnen dessen Vergangenheit bekannt wurde. Oder hatten Sie bereits vor der Wende Kontakt zu ihm? Sie verkehrten regelmäßig in den Kreisen des MfS, wie Sie selbst immer wieder erzählen. Welche Funktion hatten Sie damals inne? Mit der Aufarbeitung der SED- und Stasivergangenheit nehmen Sie es offensichtlich nicht besonders ernst. Oder spekulieren Sie selbst auf ein weiteres Bäumchen zu Ehren eines Stasi-Mitarbeiters?
Selbstverständlich erwarten wir auch hierauf keine Antwort, da Herr Böttger nur auf „wirkliche Presse“ reagiert. Aber vielleicht findet sich unter unserer geschätzten Leserschaft der/die eine oder andere Interessierte, der/die sich darum kümmern möchte...

Folgt uns auf Telegram
Jetzt die WSZ kostenlos abonnieren und keine Story mehr verpassen: Hier anmelden