11 Januar 2022

GRÜNEN-Stadtrat auf Abwegen / Teil 1: Senil oder gefährlich?

Berlin/Westsachsen/Zwickau.-
 Der Zwickauer GRÜNEN-Politiker Martin Böttger ist einer der angesehensten Bürger des Landes. Er bekam von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz für seine „Verdienste als Bürgerrechtler“ verliehen (Foto). Ihm wird nachgesagt, er habe sich vor der politischen Wende im Kampf gegen das DDR-Regime verdient gemacht, mehrere Demonstrationen mit organisiert und sei deswegen auch verhaftet worden. Böttger selbst bestätigt diese Legende: „Ich bin in den 1980er Jahren mit einem selbst gebastelten Schild zur 1. Mai-Demonstration in Chemnitz gegangen, habe damit auf die Menschenrechtssituation in der damaligen DDR aufmerksam machen wollen.“ Man habe ihn verhaftet, auch in der Folge mehrmals. Meist am nächsten Tag wieder frei gelassen, bis auf einmal. Da saß er 14 Tage am Stück in Haft. Seinem Engagement als Oppositioneller habe das jedoch keinen Abbruch getan, so der heute 74-Jährige. Nach der Wende war er Mitglied des Sächsischen Landtags, Vorsitzender des „Neuen Forums“ und noch einiger anderer Organisationen (nachzulesen bei Wikipedia). Bis heute ist Böttger politisch als bündnisgrüner Abgeordneter im Zwickauer Stadtrat aktiv. 
In letzter Zeit gab es hin und wieder einige Kuriositäten rund um den vermeintlichen Helden der Vorwendezeit. So behauptete Martin Böttger vor einiger Zeit, er sei ein Major des Chinesischen Geheimdienstes gewesen (WSZ berichtete). Emails, die er an Bürger schickte, die bei ihm um Hilfe nachsuchten, unterschrieb er regelmäßig mit „Major a.D.“. Hilfegesuche beantwortete er gern mit dem Satz „Ich könnte Ihnen helfen, mache es aber nicht.“
Man ist geneigt zu meinen, der alte Mann wird langsam senil. Am besten wäre es, ihn in Ruhe zu lassen und auf seine Einfältigkeiten nicht weiter zu reagieren. Das wäre jedoch fatal, denn der Mann ist nicht senil, sondern gefährlich. Gerade aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung wird ihm mehr Glauben geschenkt als den meisten anderen Menschen. Das nutzt Böttger weidlich aus. Um das zu verstehen, muss man sich näher mit der Materie befassen. Eine Fortsetzung dieses Artikels ist deshalb in Arbeit...

Foto: Metodi Popow
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