08 März 2021

Wegen Corona: Offener Brief an Landrat Christoph Scheurer

Westsachsen/Zwickau.- Die Bürgerinitiative „Querdenker2020 Zwickau“ hat von den verordneten Coronamaßnahme endgültig die Nase voll. In einem Brandbrief an den Zwickauer Landrat Christoph Scheurer (Foto) machen sich die Mitglieder der Initiative Luft: „Wir hatten nun schon ein Jahr lang Zeit, uns mit der Thematik Corona auseinanderzusetzen und haben das auch gewissenhaft getan. Es sind mehrere Fragen wichtig um eine Thematik von allen Seiten zu beleuchten“. Dazu haben die Initiatoren einen Fragenkatalog zusammengestellt, den Sie jetzt dem Landrat zugestellt haben. Hier einige Ausschnitte:
- Werden die dem Gesundheitsamt Zwickau vorliegenden Ergebnisse der PCR-Tests und Grundlagen für Quarantäne-Bescheide nach Ct-Werten beurteilt/eingestuft?
- Wie stellt das Gesundheitsamt Zwickau sicher, dass positiv getestet Personen nicht durch einen möglicherweise fehlerhaften PCR-Test positiv sind (also falsch-positiv)?
- Wird die Quarantäne als freiheitsberaubende Maßnahme, wie vom Gesetz gefordert, von einem Richter angeordnet?
- Wie ermittelt der Landkreis Zwickau den Anteil der Gesunden und der symptomlosen Erkrankten und der tatsächlich Erkrankten, um die Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung zu rechtfertigen?
Bitte veröffentlichen Sie dazu eine klare und eindeutige Statistik, auf die Rückschlüsse über das Infektionsgeschehen in dieser Altersgruppe zu ziehen sind. (Altersgruppe, positiv Getestete, Erkrankte, symptomlose Erkrankte, stationär Behandelte, Genesene, Verstorbene).
- Warum stellen wir als normale Bürger solche Fragen und nicht der Landrat? Ist nicht genau das seine Aufgabe?
- Der Schutz des Lebens ist natürlich immer wichtig, aber warum wird jedem ein Schutz aufgezwungen?
- Sind wir keine mündigen Menschen? Streitet man uns Eigenverantwortung ab?
Im Brief heißt es weiter: „Wir haben es satt immer wieder vertröstet zu werden mit Zahlen und Hinhaltetaktiken! Nach einem Jahr muss es doch möglich sein, endlich mal Lösungen zu präsentieren, die logisch, umsichtig und für Alle tragbar und umsetzbar sind. Wir wohnen in einem Staat in dem es ein Grundgesetz mit Artikel 1 - die Menschenwürde und aber auch den Artikel 20 Abs. 4 (Widerstandsrecht) gibt. Oder wurde das ohne unser Wissen abgeschafft? Wir sind verantwortungsbewusst und denken an Solidarität. Aber wie solidarisch ist es, Kindern, Jugendlichen und Grosseltern „Hausarrest“ zu erteilen? Wie solidarisch ist es, Geschäftsführern ein Berufsverbot aufzuerlegen?
Es ist unerträglich was hier veranstaltet wird! Wenn man Kindern, die Lachen sollten, eine Maske aufzwingt und ihnen eintrichtert, DAS sei sozial. Wenn man Jugendlichen verbietet, sich frei zu entfalten und das Leben zu entdecken. Wenn man die Älteren wegsperrt und vor sich hinvegetieren lässt. Eine ganz simple Verhaltensweise heißt Eigenwahrnehmung und Eigenverantwortung. Prinzipiell wäre es doch ganz einfach: Fühle ich mich krank, bleibe ich zu Hause, bis es mir besser geht. Das wäre aus unserer Sicht solidarischer. Soll das Jahr um Jahr so weitergehen? Also unsere Vorstellung ist eine andere! Wir möchten eine Welt die offen ist und herzlich, in der wir unser Gegenüber auch mal umarmen dürfen, wenn einem danach ist, ohne den Gedanken an Strafe im Hinterkopf. Wir möchten miteinander reden und nicht übereinander. Wir sind soziale Wesen und brauchen Gemeinschaft. Das ist Leben. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – mehr möchten wir nicht. Möchte das unser Landrat auch? Was glauben Sie?“

Der ganze Brief zum Download hier: Offener Brief Landrat