09 März 2021

Josefine (12): „Ich lasse mich nicht erpressen!“

Westsachsen/Zwickau.-
Am Montagabend versammelten sich auf dem Zwickauer Hauptmarkt erneut zahlreiche kritische Zeitgenossen, um ein deutliches Zeichen gegen die andauernden Freiheitsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Panik zu setzen. Etwa 200 Menschen hatten diesmal den Weg in die Innenstadt gefunden, um unter den Augen eines massiven Polizei-Aufgebotes von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen. Zahlreiche Redner kamen dieser Möglichkeit nach und machten ebenso sachlich wie deutlich ihrem Ärger Luft. Vor allem der künftig geplante Testzwang an Schulen erhitzte die Gemüter sichtlich.
Dass es in Zukunft für Schulkinder verpflichtend sein soll, sich regelmäßig testen lassen zu müssen, um überhaupt wieder am Unterricht teilnehmen zu können, stößt auf breite Ablehnung und Empörung. Auch deswegen, weil durch derartige Massentests mit erheblichen Fehlerquoten gerechnet wird. Die angeblichen Infektionszahlen dürften dadurch erneut in die Höhe schnellen, was dann erwartungsgemäß als erneuter Vorwand für weitere Freiheitsbeschränkungen herhalten muss.
Die zwölfjährige Schülerin Josefine (Foto oben) ließ es sich nicht nehmen, selbst ans Mikrofon zu treten und die gegenwärtigen Zustände in aller Deutlichkeit anzuprangern. Das mutige Mädchen denkt gar nicht daran, sich künftig zum Abstrich zwingen zu lassen, um wieder in die Schule gehen zu dürfen. „Ich lasse mich nicht erpressen“, lautete hier ihre klare Ansage. Dass ein Kind den Erwachsenen so eindrucksvoll vorführt, was es heißt, Haltung zu zeigen, bewegte die Gäste der Veranstaltung sehr, was sich in lang anhaltendem Beifall zeigte.

Der angekündigte Besuch von Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (Bürger für Zwickau/Foto unten), der im Vorfeld für große Erwartungen gesorgt hatte, geriet dabei in den Hintergrund. Zwar stieß die Visite der neuen Stadtchefin überwiegend auf deutliche Zustimmung; dass sie sich jedoch nur abseits der Veranstaltung in einem Kokon aus maskierten Polizisten in Kampfmontur aufhielt, um an sie gerichtete Fragen zu beantworten, entsprach eher nicht den Vorstellungen, die die meisten Menschen mit einem Bürgerdialog verbinden. Auch bleibt weiterhin völlig unklar, weshalb Veranstaltungen friedlicher und sachlich argumentierender Menschen Woche für Woche von martialisch wirkenden Polizei-Aufgeboten kontrolliert werden müssen. Eine mittlerweile schon fast als „normal“ geltende Praxis, die zahlreiche Veranstaltungsteilnehmer als Einschüchterungsversuch empfinden.
Zum Abschluss wurde der Offene Brief an Landrat Christoph Scheurer (CDU) verlesen, in dem dieser mit deutlichen Worten aufgefordert wird, endlich für Klarheit bei den nicht nachvollziehbaren Statistiken rund um das behauptete Infektionsgeschehen zu sorgen und seiner Pflicht als verantwortlicher Landrat nachzukommen. 

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